Die Zucht

Wie versprochen mal ein eigener Beitrag zum züchten.

Eine Huskyhündin wird im Alter von ca. 1 Jahr das erste mal läufig. Ab diesem Zeitpunkt wird sie ca alle 6 Monate für ca 4 Wochen läufig.
Diese Werte können jedoch pro Hund und Rang im Rudel variieren.

Da hier alle bis auf einen Rüden unkastriert sind müssen wir in diesen Zeiten extrem aufpassen, dass nichts passiert.
Die Würfe die pro Jahr geplant sind werden extra ausgewählt.
Dabei spielen die Gene (Blutlinien) eine grosse Rolle sowie die Charakter ud Arbeitseigenschaften der Hunde.
Natürlich wird auch darauf geachtet, dass keine Inzucht entsteht.

Eine Hündin trägt ca 63 Tage, aber auch hier gibt es Frühgeburten und Spätgeburten. Unser neuster Wurf kam z.B. 6 Tage zu früh.
Ein Wurf besteht in der Regel aus 3-10Puppies.

In den ersten paar Wochen fressen die Kleinen nur die Muttermilch, dann führt man sie langsam mit eingeweichtem Fleisch oder Trockenfutter ans normale Essen ran.

Nach ca 3 Monaten trennen wir die Mutter von ihren Kindern komplett, damit sie lernen auf eigenen Beinen zu stehen auf dem Weg grosse Schlittenhunde zu werden.

Wenn ihr noch Fragen dazu habt scheut euch nicht diese zu stellen.

Alaskan Husky

Die am haeufigst gestellte Frage als Huskyguide ist: „Sind das ueberhaupt Huskies? Die sehen ja ganz anders aus – wie normale Haushunde“

Viele kennen nur die eine Sorte Husky: Sibirian Husky. Einige kennen dazu auch noch Malamuten
Hier, sowie an meinem alten Arbeitsplatz in Finnland haben wir Alaskan Huskies… oder, as simple as it gets – Schlittenhunde.

Der Alaskan Husky ist kein reinrassiger Hund sondern eine gezuechtete Rasse seit Anfang des 20. Jahrhunders. Waehrend z.B. Sibirian Huskies sehr stark sind, werden sie niemals so schnell und ausdauernt wie Alaskan Huskies sein.
Anfangs war es noch verpoehnt Alaskan Huskies bei Rennen vor den Schlitten zu spannen. Heute sehen diejenigen meist alt aus, die noch reinrassige Sibirian Huskies nehmen anstatt sich dem Trend anzupassen.

Die Hunde haben meistens spitze Ohren und einen flauschigen Schwanz. Die Augenfarbe kann variieren, von braun, ueber blau bis gruen oder grau. Einige Hunde haben auch zweifarbige Augen. Das restliche Aussehen kommt ganz darauf an welche Blutlinien vermischt werden (die bekanntesten sind u.A. die Attla Linie oder die Aurora Linie).

Zwei weitere Besonderheiten sind die ausgesprochene Zuneigung zu Menschen sowie der sogenannte „Will to go“.
Ersteres macht die Tiere besonders vorteilhaft fuer den Tourismus mit den Hunden. Gaeste, die auf eine Huskyfarm kommen und Angst vor Hunden haben sind meist diejenigen die mit Traenen in den Augen auf dem Weg zum Fughafen sind, weil sie Hunde so schrecklich vermissen. Sie bekommen einfach nicht genug davon zu kuscheln und die volle Aufmerksamkeit zu bekommen.
Zweiteres, der „will to go“ ist das natuerliche Verlangen danach zu rennen und zu ziehen. Bei 99% der Hunde braucht man nicht grossartg zu zeigen, was es heisst etwas zu ziehen. Es ist in ihrem Blut und sie leben nur dafuer, dass sie laufen, laufen und laufen koennen.

Die Groesse sowie das Gewicht der Hunde variiert ebenfalls entsprechend der hineingezuechteten Rassen. Die meisten Hunde sind jedoch 17-35kg schwer.
Waehrend es im Sommer zu warm fuer sie ist und sie lieber auf der faulen Haut liegen, rennen sie, nach entsprechendem Training bis zu 70km am Tag mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 11-15km/h, bei grossen Rennen sogar noch mehr und noch schneller.

Diese meist gestellte Frage der Touristen, man beantwortet sie bis zu 5x pro Woche im Winter, jedoch nicht in dieser Ausfuehrlichkeit. Ich finde diese Frage eine durchaus berechtigte Frage und habe nichts dagegen sie noch 300x zu beantworten. Einige andere Fragen dagegen sind einfach, wie soll ich mich ausdruecken, laecherlich. Diesen Winter werde ich mal probieren „die duemmsten Gaestefragen“ zu sammeln und am Ende der Saison zu posten – aber das ist noch lange hin.