Erklimmt die beiden Vulkane!

Weiter geht es mit unserem 3-Tages-Trekking. Auch dieses zusammengefasst in einem Beitrag.
Und bevor ihr runter scrollt solltet ihr wissen, dass ganz andere Fotos kommen werden als in den letzten Beiträgen, denn die Insel hat tausend Gesichter. Jedes einzelne anders.

1. Tag von Cilaos bis Caverne Dufour

↑1120hm ↓35hm 7,78km

In Cilaos konnten wir erst einmal einigermaßen ausschlafen und nochmal ein üppiges Frühstücksbuffett genießen.
Dann liefen wir eine wirklich weite Strecke – bis zur Bushaltestelle.
Dort die erste Hürde: Der Bus war schon voll. Unsere Reiseleiterin klärte das und ein paar Minuten später kam ein neuer Bus daher gefahren.
Unser Ausgangspunkt war La Bloc. Von dort starten die meisten die Ersteigung des Piton de Neiges und kommen auch wieder hierher zurück. Für uns sollte es jedoch nur der Ausgangspunkt sein.
Der Weg führte sehr steil bergauf und wir machten sehr schnell sehr viele Höhenmeter. Darüber waren alle sehr überrascht, aber es ging wirklich schnell.
Zwischendurch machten wir etwas abseits des Weges eine kleine Mittagspause bevor wir den restlichen Aufstieg auf den Pass begannen.
Kaum waren wir oben zogen die Wolken zu, wie es der Wetterbericht auch schon vorhergesagt hatte.
Die Hütte konnten wir schon nicht weit vom Kamm entfehrnt erahnen und wir bekamen sogar nochmal einen Nebel-Umrundeten Blick zurück auf Cilaos.
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Die Hütte war voll – sehr voll. Viele möchten den höchsten Punkt La Réunions erklimmen und somit teilten wir uns mit vielen anderen die Nächtigungsmöglichkeit.
Vor dem Essen gab es noch eine kleine Lesestunde von unserer Reiseleiterin. Der Bericht von Manuel Antrak „Hinterher“ wo er mal mit dem Postboten durch Mafate gelaufen ist. Wir haben viel gelacht da wir uns häufig in seinen Erzählungen wiedererkannten.
Zum Essen gab es wieder Cari und dazu starken Schnaps, der mir leider auf dieser Höhe schnell in den Kopf stieg und ich sofort ins Bett ging.

2. Tag On Top of Piton des Neiges und weiter bis Plaine des Cafres

↑863hm ↓1733hm 21,74km

Um 3:45Uhr klingelte der Wecker, denn um 4:15Uhr sollte es losgehen.
Draußen stürmte und regnete es in Strömen. Erfahrungsgemäß ist man am Gipfel jedoch über den Wolken und somit maschierten wir in voller Regenmontur durch die schwarze Nacht. Stetig bergauf durch Lavageröllfelder. Das Wetter war nass und kalt – doch plötzlich tat sich der Himmel über uns auf. Hunderte und Tausende von Sternen und wir darunter. Wir hatten es über die Wolkendecke geschafft.
Und schon begann das Morgenrot.“Oh Nein“ dachten wir, wollten wir doch zum Sonnenaufgang oben sein. Wir waren schließlich in den Tropen und vermuteten, dass es unheimlich schnell gehen würde jetzt und sich der Hüttenwirt bestimmt mit der Zeit vertan hatte.
Überaschenderweise hielt die Röte aber an und an.
Einige hundert Meter vor dem Gipfel signalisierte unsere Reiseleiterin uns, dass wir, wenn wir möchten, vorlaufen können.
Das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Zwei meiner Mitreisenden lieferten sich einen regelrechten Wettkampf wer als erstes oben ist, ich hetzte so schnell ich konnte hinterher.
Wir drei schafften es auch bis ganz zum Gipfel (3071m) rauf ca. 2 Minuten vor Sonnenaufgang.
Was für eine Stimmung! Einfach unbeschreiblich. Ein riesiges Wolkenmeer aus dem die Sonne auftaucht und den Berg in rotes Licht hüllt.
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Wir standen oben und brüllten vor Freude, namen uns in den Arm und waren einfach nur überglücklich, dass wir es geschafft hatten.
Zum kleinen Nebengipfel liefen wir natürlich auch noch.
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Es war kalt und windig und da wir so frohren stiegen wir recht bald wieder ab. Recht bald? Ich stellte fest, dass wir mit die letzten waren die hinabstiegen.
Nun konnten wir auch sehen, wie der Weg aussah, alles halb so wild. Im Dunkeln kommts einem immer heftiger vor.
Zurück an der Hütte frühstückten wir erstmal labbriges Toastbrot bevor wir weitergingen – denn heute sollten wir von 4:15Uhr bis 17:30Uhr unterwegs sein und das meiste davon auch noch bergab.
Schon wieder veränderte sich die Landschaft und wir hätten gut irgendwo in Skandinavien in einer Moorlandschaft sein können. Eine richtige Hochebene, Sümpfe, Matsch, Gebüsch, Flechten und Moose.
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Dementsprechend war auch der Weg. Sehr rutschig, matschig und nach nicht langer Zeit sahen wir aus, als hätten wir uns im Dreck gesuhlt. Aber genauso muss man auch nach einer Wanderung aussehen.
Die Wanderung machten wir an einer schönen Wasserhöhle.

Kurz darauf unser nächster Anstieg, denn noch einmal mussten wir hoch hinaus, nur um auf der anderen Seite wieder hinunter zu steigen.
Wir hatten noch Glück. Unsere Reiseleiterin sagte, dass normalerweise es noch viel matschiger ist und es häufig regnet. Wir hatten Sonnenschein – mal wieder. So viel Glück wie wir muss man erstmal mit dem Wetter haben.
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Schon wieder veränderte sich die Natur und wir befanden uns landschaftlich in Östereich auf einer Alm. Kühe, Kuhweiden, im Hintergrund Berge.
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Ich kann einfach nicht aufhören erstaunt über die Vielfältigkeit der Insel zu sein.
Am Parkplatz an der Plaine des Cafres wartete auch schon unser Bus auf uns.
Der Busfahrer war wohl genervt und es folgte die furchtbarste Busfahrt meines Lebens. Er schlitterte um die Kurven rum und rummste durch die Schlaglöcher, dass es selbst mir zeitweise schlecht wurde.
Die Reise ging zu unserer Hütte am Piton de la Fournaise, der Volcano Hütte.
Außer zum kurzen Abendessen und ins Bett fallen war ich auch zu nichts mehr im Stande und schlief die Nacht so gut wie nie zuvor auf dieser Reise.

3. Tag Piton de la Fournaise bis L’ermitage les Bains

↑677hm ↓740m 14,46km

Nach einem guten Frühstück stiefelten wir los. Mal wieder im Regen und in Regenmontur.
Zuerst ging es die Calderawand hinauf. Nur ein kurzes Stück und wir waren oben und sahen: Nichts. Dichter Nebel, irgendwo vor uns musste der Vulkan sein.
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Nichtsdestotrotz entschieden wir uns weiter zu gehen.
Serpentinenartig ging es hinunter über viele Stufen bis wir auf dem Plateau standen.
Ab hier ging es ziemlich grade über Lavaplatten und Stricklava weiter in Richtung Vulkan.
Zwischendurch brach der Himmel immer mal wieder für 2-3 Minuten auf, nur um dann wieder in dichten Nebelschwaden zu verschwinden.
Wir machten einige Stops an denen uns unsere Reiseleiterin die Gesteinsarten und Formen erklärte. Sehr interessant.
Der Weg schlängelte sich nun entlang des Vulkans nach oben. Sehr gute Wegmakierungen machten ein Verfehlen des Weges fast unmöglich. Jeden Meter gibt es einen weißen Punkt, sehr gut zu sehen auf dem dunklen Vulkangestein.
Am Kraterrand angekommen dann die Enttäuschung. Aufgrund des Wetter war keine Sicht in einen der aktivsten Vulkane der Welt möglich.
Wir warteten noch 20min ab und konnten sogar einen sehr kurzen, noch Nebeldurchhangenen Blick hinein werfen.
Dann machten wir uns auf den selben Weg zurück.
Zur Hälfte wieder unten klarte der Himmel plötzlich komplett auf und wir hatten schönstes Sonnenwetter, als wäre nie etwas gewesen.
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Leider hatten wir keine Zeit mehr zurück zu gehen.
Somit genossen wir das Wetter etwas und stiegen weiter hinab bis zur Ebene. Nun konnte man auch Formica Leo sehen. Einen kleinen Nebenkrater, der auf dem Hinweg auch nur im Nebel lag.
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Vom Meer aus stiegen schon wieder Wolken heran und wir wurden hibbelig.
Würden wir es noch schaffen die Calderawand hinauf und das wohl berühmteste Foto La Réunions zu schießen? Der Piton de la Fournaise im Hintergrund mit der Ebene und Formica Leo darin.
Unsere Reiseleiterin sagte wieder zu uns, dass wir gerne vorlaufen könnten, da es ja sowieso nur der eine Weg zurück sei.
Somit namen eine Mitreisende und ich die Beine in die Hand und stiefelten, ja rannten fast, los. Irgendwann auf der Calderawand hing sie mich ab und ich blieb immer wieder stehen um Fotos zu machen solange das Wetter schön war.
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Aber oh wunder, die Wolken lösten sich auf und auch alle zurückgebliebenen konnten noch tolle Fotos machen.
Dafür hatte ich meinen Sport für diesen Tag getan. Puh!
Zurück an der Hütte packen wir unsere Sachen ein und stiegen in den Bus der uns in eine andere Welt bringen sollte: L’Ermitage les Bains an der Küste.
Und was für eine andere Welt das war! Auf einmal waren wir in einem Hotel in einem Touristenort am Strand.
Völlig unwirklich, nachdem man so lange in den Bergen verbracht hatte und nur relativ wenigen Menschen begegnet war.
Wir holten unser DoDo, setzen uns an den Strand und bestaunten den Sonnenuntergang.
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Der Trekkingreisebericht ist hier leider zu Ende.
Ein Bericht von La Réunion wird noch folgen. Strandurlaub und der Rückflug, welcher an sich schon ein ganzes Buch wert wäre.
Lasst euch überraschen.

Die weiteren La Réunion Berichte findet ihr übrigens hier:
La Réunion? – Wo bist du gewesen?
Ankunft und das erste Beschnuppern der Insel
Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 1
Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 2 & Cilaos

Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 2 & Cilaos

5. Tag Grand Place Cayenne bis Roche Plate

↑1086hm ↓517hm 15,09km

Unser Weg führte zuerst teilweise bergauf und bergab und durch eine sehr bekannte Siedlung Ilet de Lataniers. Hier wohnt der Briefträger von Mafate. Ein Briefträger in einem Cirque ohne Autos? Natürlich zu Fuß.
Sein Name ist Ivrin Pausé und er ist einer der berühmtesten Briefträger der Welt. In seiner Amtszeit von 40 Jahren ist er ca. 250.000km gelaufen und hat damit 5.5x die Welt umrundet.
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Danach ging es erstmal wieder bergauf bis zur Canalisation. Das ist nicht etwa die Kanalisation für Schmutzwasser, sehr wohl aber ein Wasserrohr von Mafate bis an die Küste zur Versorgung mit Frischwasser.
Wir liefen mit allen Frauen ein kleines Stück diesem Haupt-Fußweg aus dem Talkessel entlang, genoßen die Aussicht und schossen lustige Fotos, während die Männer auf die Rucksäcke aufpassten.
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Der Weg entlang des Flusses führte durch sagenhafte Schluchten, ein paar Mal mussten wir ihn auch überqueren, aber die Szenerie war schon wieder total anders, wunderschön und ließ einen nicht darüber nachdenken, dass man noch einen langen Fußmarsch vor sich hatte.
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Ein kleines Stück bergauf erreichten wir Ilet des Orangers wo wir unsere Mittagspause hielten und die Sonne genoßen vor dem letzten, großen Anstieg für diesen Tag.
Der Weg ging fortan nur noch bergauf in unzähligen Serpentinen.
Doch dieser Aufstieg lohnte sich in jedem Fall, denn die Aussicht vom Kamm war unbezahlbar. Damit hatte niemand gerechnet. Ein komplett anderer Blickwinkel, keine Bäume und somit freie Sicht. Unbeschreiblich.
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Nach einer kurzen Snackpause ging es weiter entlang der Felswand bis wir ein kleines Waldstück erreichten, durch welches wir noch durch mussten bevor wir in Grand Place ankamen.
Da unsere Reiseleiterin den Schlüssel holen musste für unsere Zimmer gönnten wir uns schonmal unser DoDo, bevor wir zur Schlafhütte, Thiburce Juliette (1100m) liefen. Wieder 8-Bett-Zimmer und wir trafen sogar eine andere Wandergruppe wieder, die wir in der Roche Ecrite Hütte das letzte mal gesehen hatten.
Zum Abendessen mussten wir 15 Minuten bis zu Madame Thiburce Küche selber laufen mit Stirnlampen, da sie auf ihrer Veranda für uns servierte. Ein tolles Ambiente und die beste Sauce Rougail die ich während der ganzen Zeit hatte mit frischen Orangenschalen aus ihrem Garten.

6. Tag Grand Place bis Marla

↑1001hm ↓487hm 13,07km

Nach einem weiteren Frühstück bei Madame Thiburce machten wir uns auf den Weg.
Immer an einer steilen Felswand entlang auf der einen Seite und der Schlucht auf der anderen Seite.
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Dabei ging es im Wechsel immer leicht bergauf oder bergab. Jedoch tendentiell erstmal bergab bis wir auf ein Plateau trafen. Hier befanden wir uns bei den „Les Troius Roches“. Ein flaches Felsplateau welches ein Loch in der Mitte hat mit einem tiefen Abgrund.
Es gibt jedes Jahr einige Wanderer, die zu nah an den Abgrund gehen um die Wasserfälle besser zu sehen und dann 60m in die Tiefe stürzen.
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Deswegen blieben wir auch in gebürtigem Abstand stehen und betrachteten diese Naturschönheit von weitem während wir unsere Mittagspause auf dem Felsplateau einnahmen.
Gestärkt ging es erstmal relativ flach weiter entlang des Flussbetts wo unsere Reiseleiterin uns eine kleine „Geologie-Stunde“ gab zu dem Vulkanischen Gestein welches hier zu finden war. Sehr interessant, wo ich mich ja eh so für Vulkane interessiere.
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Der Weg stieg nach verlassen des Flusses wieder etwas an bevor wir uns vor einer Felswand wiederfanden, welche es noch zu bezwingen galt.
In Marla, der am höchsten gelegenen Siedlung von Mafate angekommen, überraschte eine ausgesprochene Kälte.
Wir kehrten zuerst an der Samoussa Bar des Campingplatzes ein um uns einen Snack zu gönnen und das unvermeindliche DoDo, bevor wir die letzten 10 Minuten zu unserer Hütte Fanélle César (1650m) gingen.
Hier war es wirklich kalt. Die 4rer-Zimmer glichen einem Gefrierfach und wenn ich das schon sage, wo ich normalerweise wirklich sehr kälte-resistent bin, dann heißt das schon was.
Der Essensraum dagegen war sehr warm.
Nachts beim schlafen war die Temperatur jedoch relativ angenehm.
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7. Tag von Marla nach Cilaos

↑937hm ↓1401hm 17,01km

Nach einem üppigem Frühstück mussten wir etwas warten und machten uns warm indem wir sangen und tanzten.
Schon ging es los, auf den Weg nach Cilaos im Cirque de Cilaos, raus aus dem Cirque de Mafate.
Das bedeutete natürlich wieder rüber über die Calderawand und erstmal nur hoch, hoch und hoch.
Oben angekommen machten wir eine kurze Pause um uns von Mafate zu verabschieden, einen letzten Blick zurück zu werfen und Cilaos wilkommen zu heißen.
Bye Bye Mafate
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Welcome Cilaos
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Von hier an ging es, laut unserer Reiseleiterin „tendentiell bergab“. Sie hatte wohl vergessen dass es noch eine ganze Zeit lang immer mal wieder runter und wieder bergauf gehen sollte, bis wir irgendwann an dem Parkplatz ankamen (jawohl, die Zivilisation hatte uns wieder, auch wenn wir uns fragten was das für komische 4-rädrige Tiere waren die auf diesem komischen dunklen Asphalt fuhren) wo unsere Tour enden sollte.
Zumindest laut Programm von Wikinger ist hier Schluss und man fährt mit dem Bus weiter nach Cilaos.
So aber nicht mit unserer fitten Gruppe. Wir wollten geschlossen nach Cilaos laufen. Unsere Reiseleiterin war total begeistert, da sie normalerweise nur mit einem Teil der Gruppe läuft, während der Rest wirklich Bus fährt. Wir waren wohl die erste aller ihrer Gruppen die komplett mitlaufen wollte.
Gesagt, getan.
Somit ging es hinunter in eine Schlucht bis zum Fluss Bras Rouge. Ein beliebtes Ausflugsziel für die Einheimischen, wie wir feststellen konnten. Überall entlang des Flusses wurde gepicknikt, geplanscht und einfach die Sonne genossen.
Wir taten dem gleich und legten eine kleine Erfrischungspause ein während unserer Flussüberquerung um die Füße in kaltes Wasser zu tauchen nach dem erschwerlichen, langen Abstieg.
Auch bestaunten wir einen tollen Wasserfall der in einer Welle aus dem Fels heraus zu springen scheint. Fast etwas surreal.
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Cliaos selber lag nun jedoch noch einige Höhenmeter weiter oben und somit hieß es „Schuhe an und los“.
Diesmal war es ganz und gar nicht steil sondern angenehm sanft ansteigend. Dafür zog sich der Weg.
Immer wieder sahen wir die Kirche wo unser Weg rauskommen sollte und im nächsten Moment war sie wieder verschwunden.
Und doch schafften wir es hinauf nach Cilaos und auch in unser Hotel Tsilaosa.
Hier gingen wir außerhalb etwas Essen und durften uns sogar zwischen verschiedenen Gerichten… ähm Varianten des Caris, entscheiden. Sehr sehr schön.
Die Zimmer waren groß und geräumig mit Brausebadewanne. Das tat natürlich sehr gut.

Cilaos

Den nächsten Tag hatten wir „wanderfrei“.
Zu 4. machten wir uns auf den Weg die Kleinstadt zu erkundschaften.
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Cilaos hat etwa 6000 Einwohner und der Name bedeutet soviel wie „schneebdeckte Bergspitzen“.
Bekannt ist der Ort auch, weil hier der größte Niederschlag eines Tages jemals auf der ganzen Welt gemessen wurde mit 1870 Liter/m² Regen innerhalb 24 Stunden. Im Vergleich: In Deutschland fällt im ganzen Jahr durchschnittlich 700 Liter/m².
Wir schlenderten die Hauptstraße bei schönem Sonnenschein entlang bis zur Touristeninformation wo wir uns mit Postkarten und kleinen Mitbringseln eindeckten. Immerhin hatten wir für diesen einen Tag unser Hauptgepäck wieder und konnten Sachen verstauen.
Weiter ging es zur Kirche L’église Notre-Dame-des-Neiges, welche 1934 im Art Deco Stil erbaut wurde. Der Glockenturm umfasst 48 Glocken und ist damit einer der größten der Welt. (und das alles auf dieser kleinen Insel)
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Zurück im Hotel legten wir die Beine etwas hoch, entspannten und schrieben Postkarten, bevor wir uns auf tolle Crêpes im Hotelcafe trafen.
Immerhin mussten wir gestärkt sein, denn Abends ging es zur wohl bekanntesten Weinprobe La Réunions.
Der Cirque de Cilaos ist bekannt für den Weinanbau.
Allerdings ist der Wein der hier eigentlich wächst teilweise verboten oder bestenfalls einfach nicht gelistet. Früher wurden die Menschen von den Reeben blind.
Heute wird auch „europäischer Wein“ angebaut der anerkannt wird. Verkauft wird aber auch noch der Wein von Cilaos. Zuckersüß und teilweise so genießbar als würde man ein Glas Wasser mit 20 Löffeln Zucker füllen.
In unserem Weinkeller des Hotels wurden wir von Herr Dijoux begrüßt. Ein kleiner Mann mit einem unglaublichen Charme. 9 Flaschen Wein sahen wir vor uns auf dem Tisch stehen – na das konnte ja heiter werden so vor dem Abendessen.
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Aus den 9 Weinen wurden aber ganz schnell 11 oder 12, da der liebe Herr Dijoux immer und immer wieder neue Flaschen aus den Regalen zog.
Wir haben unglaublich viel gelacht und jeder sollte diese Weinprobe einmal mitgemacht haben. Eine der besten, die ich jemals mitgemacht habe – und glaubt mir, ich habe schon viele mitgemacht in vielen Ländern dieser Erde.
Zum Abendessen trokelten gingen wir wieder etwas außerhalb essen, ich verabschiedete mich jedoch sehr schnell da ich schlicht und einfach keinen Alkohol gewöhnt bin und mein Bett sehr laut rufen hörte an diesem Abend.

Am nächsten Tag begann unser nächstes Trekking – aber das ist mal wieder eine andere Geschichte und wird in den nächsten Tagen folgen.

La Reunion Reiseberichte:
La Réunion? – Wo bist du gewesen?
Ankunft und das erste Beschnuppern der Insel
Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 1