Ein etwas anderer Karneval in Köln

Früher habe ich gerne Karneval gefeiert. Oft war ich auch mit meinen Eltern bei den Veddelsumzügen in Köln.
Doch die letzten Jahre war ich nie zu Hause – jetzt musste nochmal gefeiert werden.
Allerdings kam alles anders als gedacht. Weiterlesen

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Konzert: Fiddler’s Green in Köln – ein spannender Abend

Wir gehen zurück ins Jahr 2007. Ich stehe kurz davor Deutschland zu verlassen, mein „geregeltes Leben“ aufzugeben und die Welt zu bereisen. Es ist der 24.08.2007 … es gibt das erste und letzte Mal das „Freuseburg Festival“ und wir sind dabei.
Klar auch, Fiddler’s Green spielt ja auch.
Was für eine Party! Katha und ich springen und tanzen und es ist ein wunderbares Konzert unter freiem Himmel.

Wir springen in die jetztzeit. Fast 7 Jahren später, 04.01.2014 ist es soweit.
Ich fahre am späten Nachmittag nach Friesenhagen um mich noch mit anderen zu treffen, die mich netterweise mitnehmen nach Köln.
Nach kurzer Parkplatzssuche sind wir auch schon an der „Live Music Hall“ in Köln.

Früher gab es für mich nur eine Art ein Konzert zu erleben: Ganz vorne stehen und zwar schon Ewigkeiten vor dem Konzert.
Schon auf dem letzten Schandmaul Konzert habe ich die Erfahrung gemacht, dass es doch viel lustiger ist sich einfach mal treiben zu lassen.
Und so tat ich es auch.
Die Vorband, Nachtgeschrei, hörten wir uns von draußen an mit noch genug Zeit nochmal etwas zu trinken oder kurz etwas Wasser zu lassen.
Aber die Musik hörte sich wirklich gut an!

Gegen Ende der Vorband standen wir natürlich recht weit hinten, aber wir kämpften uns, zumindest zu zweit, durch und schafften es sogar rechtzeitig zum Start von Fiddler’s Green ganz vorne (3.-4. Reihe) etwas rechts von der Bühne zu stehen.
Und dann ging das Spektakel los. WAS FÜR EINE SHOW!

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Fiddler’s Green was ist das eigentlich?! – Die Musikrichtung nennt sich „Speedfolk“. Stellt euch irischen Folk vor und den einfach auf schnell, rockiger, „speediger“.

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Seit 2006 „kenne“ ich die Musik von Fiddler’s Green schon und kann mich von ihrer Musik gar nicht mehr losreißen. Wie ich dazu gekommen bin, weiß ich schon gar nicht mehr, ich glaube durch meine beste Freundin, die wiederum durch ihren Bruder drauf gekommen war – ich kann mich aber auch irren 🙂
Bei dieser Musik kann man einfach nicht stillstehen (und wer es doch tut hat schlicht und einfach keinen Spaß 😉 ).
Man springt, man tanzt, man singt – das ist der Inhalt eines Konzerts.

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Jede Band hat ihre „Rituale“ und so auch Fiddler’s Green.
Um nur mal einige zu beschreiben, damit ihr einen Eindruck bekommt, was für eine große Party jedes Konzert ist:
Bei dem Song „Donkey Riding“ dürfen sich Pärchen/Freunde/Bekannte/Unbekannte, gegenseitig auf den Schultern tragen und ihren „Donkey“-Reiten 😉
Ein Lied spielt die Band immer mitten in Ihrem Publikum, wo sie sich einen Weg bahnen und einmal quer durchlaufen.

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Dann gibt es die „Wall of Folk“. Vielleicht kennen einige die „Wall of Death„.
Bei einer „Wall of Death“ geht es darum ineinander hinein zu laufen und gegeneinander zu springen. Sie ist ein Teil des „Pogo“-Tanzens.
Die „Wall of Folk“ ist eine etwas abgeschwächte Version bei welcher sich auch das Publikum in 2 Hälften teilt, es aber darum geht nicht gegeneinader zu springen, sondern durcheinander durch zu tanzen, bis sich beide Hälften getauscht haben.
Auch dies gilt natürlich als großes Ritual bei dem Lied „The Rocky Road to Dublin“.
Es gibt natürlich viele Rituale, aber ich will euch ja nicht den ganzen Überaschungseffekt verderben, solltet ihr mal selber auf ein Konzert gehen.
Vielleicht nur eins noch: Nicht nur die Band kommt ins Publikum – nein, das Publikum darf zum Schluss auch auf die Bühne 😉

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Alles in allem war es ein grandioses Konzert, natürlich super Musik, eine klasse Liveshow mit viel Spaß.
Was ich aber an allen „Folkrock“ Bands so klasse finde: Sie sind „auf dem Boden geblieben“ und kommen später noch runter in den Zuschauerraum für Gespräche, ein Autogram/Foto oder ähnliches.
Wir standen noch ca. 1 Stunde und unterhielten uns, wobei ich viele neue Leute kennenlernte, was echt schön war.

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Dann kam der Teil, wo es darum ging nach Hause zu fahren – und hier fing das eigentliche Abendteuer an!

Wir liefen wieder zum Auto, welches glücklicherweise noch da stand wo wir es abgestellt hatten.
Kaum auf der A4 fing das Auto an zu ruckeln und A. entschied auf den nächsten Parkplatz runter zu fahren. Grade noch rechtzeitig könnte man sagen, denn noch im fahren auf der Abbremsspur leuchtete die Batterielampe auf und das Auto schaltete sich aus und war auch nicht mehr an zu kriegen.
Ein kurzer Anruf bei der Versicherung und keine 15min später (WOW) kam auch schon der ADAC, die leider nichts weiter machen konnten.
Somit mussten wir abgeschleppt werden. Da vorne kein Platz für uns alle war mussten wir alle im Auto sitzen bleiben. Zitat A.: „Ich seh ja gar nicht mehr wo ich hinfahre“ 😉
Beim ADAC mussten wir dann warten bis jemand von der Leihwagenfirma kam.
Mit diesem mussten wir dann zu dem Sitz der Firma fahren um dort dann das Auto zu übernehmen, welches so wenig PS hatte, dass wir kaum vorwärts kamen.
Vorn Friesenhagen aus musste ich ja auch wieder nach Hause und war erst um 3.20Uhr daheim.
Was für eine Nacht!
Aber lustig wars und ich habe echt ein paar nette Leute kennengelernt!

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Und hiermit werde ich euch ein wenig nerven bis ich wieder weg bin.
Bitte einmal mit 5 Sternen für mich voten 🙂
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Rocky Horror Picture Show – Spätvorstellung im Apollo

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Es gibt nur eine Show wo man so bepackt hingeht. (ich habe wohl vergessen den Reis, der natürlich mit Gepäck war hochzuhalten)

Silvester habe ich schon länger nicht mehr wirklich gefeiert, da ich in Schweden/Finnland meistens irgendwo in einer Wildnisshütte verbracht habe, oder aber den nächsten Tag so früh arbeiten musste, dass ich nicht bis 24Uhr wachbleiben konnte.
Mein letztes Silvester, welches ich gefeiert habe, war 2007/2008 in Sydney… und das war grandios!

Meine Mutter geht immer in unser Stadttheater. Entweder mit Freunden oder alleine und fragte ob ich diesmal nicht mit wöllte. Ich wäre bei allem mitgegangen, aber da es sich um die „Rocky Horror Picture Show“ handelte gab es nichtmal ein zögern, als ich „ja“ sagte.

Vor ungefähr 10-11 Jahren habe ich diese Show das letzte mal in unserem Konzertsaal, der Siegerlandhalle, gesehen und das war damals schon einfach gigantisch. Ich war dort mit 2 Freundinnen, ganz vorne in der ersten Reihe und wir hatten einfach unheimlich viel Spaß.

Dieses Mal sprechen wir hier von den „Siegerländern“, die eigentlich ein gehobenes Programm im Apollo-Theater erwarten und eigentlich als ziemlich verklemmt bekannt sind.
Wer die Story kennt, zum Beispiel die DVD von RHPS kennt, weiß, dass es bei der Geschichte nicht zimperlich zugeht.
Da wird gestrippt, sich „geliebt“ und mit derben Sprüchen um sich geworfen.
Das Musical ist sogar teilweise noch heftiger als der Film selber – man darf also nicht prüde sein.

Zur Show gehören ein paar spezielle Sachen:

Man zieht sich der Show entsprechend an. Sprich, Männer verkleiden sich als Transvestiten, Frauen auch. Viele kommen in Netzstrumpfhosen oder total ausgeflippten, bunten Kostümen.
Ich passe leider in meine ganzen alten Klamotten nicht mehr rein und somit mussten hochhackige Schuhe (ich dachte, ich muss sterben!), Netzstrumpfhose, Minirock und ein etwas alternatives schwarz-weißes Oberteil, sowie knatschgrüner Lidschatten bei mir reichen.
Und Anfangs war ich echt die einzige, die überhaupt irgendwie etwas anderes anhatte als wie Galaklamotten oder Jeans & T-Shirt.
Nach einiger Zeit kamen dann aber doch auch einige eingefleischte Fans, die wirklich genial verkleidet waren. Was für ein Spaß! Es gibt also doch noch lockere Siegerländer!

Die weiteren Traditionen sind, das man folgende Utensilien dabei haben sollte:
Reis / Konfetti -> Wird bei der Hochzeit von Brad & Janet geworfen
Wasserpistolen -> Das Gewitter muss natürlich auch im Zuschauersaal stattfinden
Zeitungspapier -> um sich den Kopf bei all dem Regen zu bedecken
Leuchtstab/Taschenlampe -> bei dem Lied „There’s a light“
Klopapier -> Wenn Rocky ausgewickelt wird
Toast -> Wenn Rank n Furter einen Toast ausspricht
Hier muss ich sagen, dass das Publikum wirklich super mitgemacht hat. Erst hatte ich da meine Zweifel, aber dank der verkauften „Starter Kits“ im Theater, konnten auch alle „Firsttimer“ mitmachen. Eine Anleitung gab es inklusive dazu – und das Toast aufgemalt auf Bierdeckeln.

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Auch darf man reinrufen ins Geschehen. Alles kannte ich auch nicht, aber um ein paar Beispiele zu nennen:
Wenn der Erzähler auf die Bühne kommt -> „BORING“ „LANGWEILIG“ rufen oder laut gähnen
Frank n Furter sagt „It’s not easy having a good time“ -> „Try disney land“ rufen
und viele mehr.
Hier riefen wirklich nur die eingefleischten Fans rein. Auch ich kannte nur das Boring und das „Slut“ nach „Janet“. Trotzdem haben viele mitgemacht.

Das einzige enttäuschende war, dass beim „Time Warp“ nur ungefähr 20 Leute aufstanden und mittanzten (inklusive meiner Mutter und mir). Wirklich schade, da es so einfach ist einen „jump to the left“ und einen „step to the right“ zu machen.

Die Cast war vom Westfälischen Landestheater war wirklich klasse. Die Stimmen stimmten und schauspielerisch war es auch 1. Sahne.
Selbst wenn die Technik nicht mitspielt wusste man zu improvisieren.
So fing gegen Ende der Show das Mikrofon des Frank N. Furter an zu knistern und zu rauschen. Er machte weiter, als sei nichts gewesen und kurze Zeit später wurde ihm schnell durch einen Bühnentechniker ein Handmikrofon ausgehändigt.
Wirklich klasse wie reibungslos das ganze ablief.
Auch die Band war super und spielte die Lieder 1A.

Um 23.54Uhr war diese grandiose Show zu Ende und der Leiter des Apollo-Theater in Siegen kam auf die Bühne.
Gleichzeitig wurde eine große Leinwand runter gefahren und eine große Uhr erschien.
Der Leiter des Theaters sagte ein paar Worte und meinte ihm käme es komisch vor, dass er „ganz ohne Strapse“ auf der Bühne stände, voraufhin eine der Darstellerinnen ihm wenigstens etwas Kopfschmuck gab.

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Sehr gut war, dass man seinen eigenen Sekt mit in den Theatersaal nehmen durfte.
So konnten wir alle gemeinsam um 24Uhr anstoßen, nachdem wir runtergezählt hatten.
Draußen, mitten in Siegens Innenstadt, hörte man schon die Raketen knallen und so gesellten wir uns auch hinaus und sahen ein, für Siegen, großes Feuerwerk.
Überall knallte es und ich ärgerte mich etwas meine große Kamera nicht dabei zu haben (aber die darf man ja leider in Theatern nicht immer mit rein nehmen und so hatte ich nur meine „Knipse“ dabei).

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Drinnen im Theater legte ein DJ noch Musik zum tanzen auf. Doch sooo viel war das mit dem tanzen nicht – denn es war sooo voll, dass man nach dem tanzen sagen konnte „Heute habe ich mich an fremder Haut gerieben“.
Wir blieben noch ca. 1 Stunde, bevor meine Füße entgültig sagten, dass sie nicht mehr auf hohen Schuhen laufen können und fuhren dann noch auf 2 andere Silvesterfeiern (in anderen Schuhen).

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Ein wirklich klasse Musical – welches ich hoffentlich nicht zum letzten Mal gesehen habe.

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Midsommar in Schweden – richtig traditionell

Heute ist Midsommar – ab heute werden die Tage wieder kuerzer, bis im Dezember sich die Sonne eine zeitlang gar nicht mehr blicken laesst.

Letztes Jahr in Finnland wurde es gar nicht gefeiert, waehrend es hier in Schweden eine absolut eingespielte Tradition ist.

Eigentlich habe ich heute gearbeitet, bzw habe ich auch, aber ab 14Uhr durfte ich ins Dorf runter gehen und mich den Festigkeiten anschliessen – immerhin ist Midsommar das zweitgroesste Fest in Schweden nach Weihnachten.

Diese fanden in einem freilichtmuseum ueber “das alte Kangos” statt wo der Midsommar Baum stand und sich das ganze Dorf plus noch ein paar mehr Leute versammelt hatten um zu feiern  – und das, bei wunderschoenen Sonnenschein. Weiterlesen