Dormero Hotel Stuttgart ****

Schon lange habe ich keine Hotel-Bewertung mehr geschrieben. Das liegt aber vor allem daran, dass ich selten länger als eine Nacht in einem Hotel schlafe, nämlich vor meinem Schiffs-Verträgen. Und da kann ich mir relativ schlecht ein Urteil erlauben.

2017 war ein Jahr, in welchem ich eigentlich nie so richtig verreisen konnte aufgrund sehr kurzer Urlaube.

Seit einiger Zeit planten wir mit ein paar Freundinnen, dass wir uns im Großraum Stuttgart treffen wollten. Das passte mir gut, somit fiel mir die Wahl nicht schwer. Von Freitag bis Dienstag ging es für mich nach Stuttgart ins Dormero Hotel Stuttgart.
Weiterlesen

Advertisements

Deutschlands Thermalquellen – Mediterana vs. Die Schwaben Quellen

Die meisten kennen mich bloß als immer in Action, unterwegs, Wandern, Outdoorsports, joggen, räumen, sortieren – aber ich kann auch anders. Ganz ruhig.

Alles fing mal damit an, dass wir mit dem Reisebüro, wo ich einmal gelernt habe, ins Mediterana in Bensberg, bei Köln, fuhren.
Seitdem war ich fast jedes Jahr dort und ließ die Seele baumeln mit meinen Freundinnen, las, schlief und saunierte.
Leider hat es dieses Jahr zeitlich nicht geklappt. Dafür fuhr ich spontan mit einer Freundin in die Schwaben Quellen, welche ich bis dato noch nicht kannte.
Also wird es hier Zeit für einen Vergleich.

Anfahrt, Parken, Eintritt und Empfang
Die Anfahrt ist bei beiden Thermalquellen sehr einfach zu finden. Gut ausgeschildert und somit schnell zu finden. Das Mediterana liegt an der A4 in Bensberg bei Bergisch-Gladbach, während sich die Schwaben Quellen im SI-Centrum in Stuttgart befinden.
Doch schon beim Parken gibt es Unterschiede. Direkt vor dem Mediterana gibt es einen riesigen, kostenlosen Parkplatz. Hier habe ich bis jetzt immer einen Parkplatz bekommen. Da sich die Schwabenquellen im SI-Centrum befinden gibt es hier nur die kostenpflichtigen Parkplätze. Es gibt eine Vergünstigung, sodass alle Gäste der Quellen nur 2,50EUR für die ersten 4 Stunden und 0,50EUR für jede weitere Stunde bezahlen. Hier geht jedoch der Punkt eindeutig an das Mediterana.
Den Empfang habe ich bei beiden Thermalquellen als sehr freundlich und sauber empfunden.
Der Eintritt tut sich nicht viel.
Im Mediterana bezahlt ihr 37,50EUR für eine Tageskarte Montags-Freitags, während diese in den Schwabenquellen 35,70EUR. (was für eine Ironie, oder?)
2 Stunden kosten, wieder von Montags bis Freitags in Bensberg 22,50EUR während diese in Stuttgart 20,90EUR kosten.
Als kleines Extra gibt es jedoch in den Schwaben Quellen einen Nachtschwärmertarif für 15,90EUR von 20:00-23:00Uhr und in einem Sommer-Extra sind alle Preise im SI-Centrum nochmal günstiger. Somit gewinnen hier letztendlich doch die Schwaben Quellen in diesem Punkt.

Umkleidekabinen und Duschen
Bei beiden Thermalbädern bekommt man ein Armband mit einer Art Chip welcher zur Bezahlung während des Aufenthaltes gültig ist. Die Umkleidekabinen sind in Stuttgart mit moderner Technik eingerichtet, während in Bensberg noch das altbewehrte „Schlüsselprinzip“ gilt. (in diesem Fall das „Chip-Prinzip“)
Während es im Mediterana eine Frauen-, eine Männer-, und eine gemischte Umkleide gibt, existieren im SI-Centrum bloß eine Frauen-, und eine Männerumkleide.
Duschen gibt es reichlich bei beiden Anbietern in den Umkleiden sowie im Saunabereich. So gibt es in diesem Punkt ein klares Unentschieden.

Saunen und Aufgüsse
Kommen wir zum wichtigen Teil.
Das Mediterana ist teilweise im indischen Stil und zur anderen Hälfte im maurischen Stil errichtet. Hier befinden sich 15 verschiedene Saunen. Ob ihr nun lieber romantisch in der Kerzensauna sitzen wollt, im Salzkristallstollen die Lungen reinigen möchtet oder eine ganz normale finnische Sauna besuchen wollt. Für jeden ist etwas dabei. Ebenso gibt es einen Buddha-Tempel, eine Finka-Sauna und eine Kräutersauna.
Meine liebste Sauna, neben dem Himalaya Salzkristallstollen ist eindeutig das Haus der Elemente. Hier ist es einfach so gemütlich, dass ich gar nicht mehr weg möchte. In der Mitte des Raumes brutzelt ein Feuer, während ihr rings herum sitzt, mit den Füßen bis zu den Knien im Wasser und die wunderbare warme Luft atmet. Direkt vor dieser Sauna gibt es Regenwald-Kreationen und Wasserfallduschen. Einfach herrlich.
Auch in den Schwabenquellen gibt es 15 Sauna- und Dampfbadkreationen. Hier überragt jedoch das Angebot an den Dampfbädern.
Auch hier findet sich die klassische Finnische Sauna, neben dem kanadischen Blockhaus und dem osmanischen Schwitzbad. Hier hat man sich also nicht auf einen Stil geeinigt sondern direkt die ganze Welt unter Dach und Fach gebracht.
Ihr wollt wissen welche Sauna ich hier am besten fand? Den Südtiroler Hüttenzauber. Auch wenn Tiroler-Musik nicht wirklich zu meinen Favoriten gehört wurde hier wirklich viel Liebe zum Detail bewiesen. Geweihe an den Wänden und ein kleines Wasserrad, welches sich hinter dem Ofen dreht sind nur zwei Dinge, die mich wirklich beeindruckt haben.
Bei der Saunavielfalt muss ich sagen, dass mich beide fasziniert haben, aber auch sehr unterschiedlich sind. Ich gehe nicht so gerne in Dampfbäder und mag daher die klassischen Saunen im Mediterana ein wenig mehr.
Kommen wir zu den Aufgüssen.
In Bensberg sehr traditionell gehalten. Es herscht Ruhe, so dass ihr euch richtig entspannen könnt. Jeden Tag gibt es einen Aufguss-Plan für den ganzen Tag und man kann seinen Tag danach planen. Ob klassische Aufgüsse, einen Aloe-Vera-Minze-Aufguss oder eine Klangschalen-Zeremonie im Salzkristallstollen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Insgesamt gibt es, neben den klassischen Aufgüssen, 10 spezial-Aufgüsse, die sich auch über den Tag hinweg wiederholen.
Mein Lieblings-Aufguss ist definitiv die Weltreise in der Kräutersauna. Hier wird mit Wasser aufgegossen und mich Tüchern mit verschiedenen Düften gewedelt, während ihr eine Geschichte erzählt bekommt von einem wunderbaren Urlaub rund ums Mittelmeer. Einfach herrlich und wirklich entspannend.
Bei den Schwaben-Quellen ist das ganze etwas anders.
Hier gibt es traditionelle Aufgüsse, die immer etwas aufgepeppt werden. So gibt es keine Ruhe in den Saunen, sondern passende Musik. Man unterhält sich und alles ist etwas lockerer.
Jede Stunde wird ein Plan ausgehangen zu welchem ihr immer wieder hingehen müsst, wenn ihr wissen wollt, was als nächstes ansteht. Drei Aufgüsse pro Stunde werden zelebriert. Dabei gibt es im Anschluss immer ein Special. So bekommt ihr zum Beispiel Traubenzucker, Wassereis oder könnt euch mit Birkenwasser einsprühen. Eine wirklich tolle Idee.
Mein Lieblingsaufguss hier war der „Real-Man“-Aufguss. Hier wurde Rockmusik gespiel und richtig heiß aufgegossen. Eine schöne Idee.
Auch hier kann ich keine Punkte vergeben, denn die beiden Thermen sind grundverschieden. Während ihr im Mediterana mehr entspannen könnt und alles ruhiger zugeht, ist die Stimmung sehr locker in Stuttgart. Super finde ich aber wirklich die Idee mit den kleinen „Specials“ nach den Saunagängen, denn die taten wirklich gut – vor allem das Wassereis.

Wasser- und Ruhebereiche
In den Schweden Quellen gibt es viele Bäderkreationen. Ein riesiges Schwimmbad mit Hängematte und kleinem Wasserfall im Inneren und eine heiße Geysir-Quelle außen. Hier gibt es Massage-Drüsen und das Wasser ist wunderbar warm. Dazu kommt ein riesiges Jacuzzi, ebenfalls draußen, sowie ein etwas kleines im Innenbereich. Leider war es hier so voll, dass wir alle dicht an dicht saßen.
Im Mediterana gibt es einen Pool im Innenbereich, sowie einen im Außenbereich ohne viel Tata. Dazu gibt es jedoch noch ein Sole-Becken, welches immer sehr entspannend wirkt.
Hier geht der Punkt jedoch eindeutig an die Schwaben Quellen, da die Bäderkreationen einfach kreativer sind.
Die Ruhebereiche in Stuttgart habe ich nicht wirklich austesten können, da wir nur einen Abend dort waren, jedoch scheint hier eine riesige Vielfalt zu sein. Von Wasserbetten über Sofas bis hin zu normalen Sonnenliegen gibt es alles.
In Bensberg ist die Vielfalt ebenfalls groß und wieder im mediteranen Stil gehalten. So gibt es Bereich mit riesengroßen Kissen auf denen ich meistens einschlafe, bevor mein Kopf das Kissen berührt hat aber auch normale Liegestühle.
Hier gibt es keine Punktevergabe, da ich die Ruhebereiche in Stuttgart nicht testen konnte.

Restaurants und Cafés
Auch das gehört bei einem Wellnesstag dazu.
In den Schwaben Quellen habe ich leider nichts gegessen, aber ich habe mir durchaus das Restaurant angeschaut. Dieses ähnelt einer Kantine, wie man sie von Autobahnraststätten kennt, jedoch mit weitaus schmackhafteren Speisen und Getränken. Perfekt für den kleinen Hunger zwischendurch. Zusätzlich gibt es die Kanto Beach-Bar an welcher man sich mit Cocktails verwöhnen kann.
Das Angebot im Mediterana ist durchaus anders. Hier gibt es zwei Restaurants. Alle beide Bedien-Restaurants. Hier müsst ihr euch wirklich um nichts kümmern und die Preise sind auch angemessen für die Portionen die ihr hier bekommt.
Zwei Bars gibt es auch. Eine draußen im maurischen Teil und eine innen im indischen Bereich. Beide haben eine große Auswahl an Getränken und Cocktails sowie kleine Knabbereien.
Hier gewinnt eindeutig wieder das Mediterana dank der großen Auswahl und der Bedienrestaurants.

Alles andere
Natürlich es in beiden Thermalbädern Pflicht nackt saunieren zu gehen. So ist jeder gleichgestellt. Handtücher (mindestens 2), Bademäntel und Badelatschen solltet ihr auf jedenfall mitnehmen, sowie Wasser zum trinken.
Jedes Bad bietet ebenso SPA-Anwendungen wie Massagen und ähnliches. Darauf bin ich jedoch hier nicht eingegangen da ich diese noch nie genutzt habe.

Fazit
Das Mediterana liegt bei mir vorne. Das liegt vor allem daran, dass ich wirklich entspannen möchte, wenn ich in ein Thermalbad gehe und die Ruhe liebe, sowie das durchstruktorierte Design wo einfach alles zusammen passt.
In die Schwaben Quellen würde ich trotzdem immer wieder gehen. Denn es war ein lustiger Abend mit vielen neuen Eindrücken und viel guter Musik und Stimmung in den Saunen.

Habt ihr Thermalbäder in eurer Nähe? Könnt ihr noch welche Empfehlen? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Segwaytour im Schwabenländle

Ich denke die meisten sind heut zutage schon mindestens einmal Segway gefahren oder haben diese komischen Gefährte gesehen mit denen heute häufig Stadtrundgänge beschritten werden.
Viele Segwaytouren habe ich schon überall auf der Welt gemacht. Unter anderem auf einigen karibischen Inseln, in Valencia, Nizza und Dubrovnik. Aber in Deutschland selber hatte ich noch keine gemacht.

Als ich letztes Wochenende eine Freundin im Schwabenländle besuchen war, hatte ich dann aber doch einmal die Chance bei einer Segwaytour welche sie als Guide begleitet, mitfahren zu dürfen.

Für alle, die vielleicht nicht wissen was ein Segway ist:
Das ist ein batteriebetriebenes Gerät auf zwei Rädern das sich selber ausbalanciert. Ihr steht aufrecht auf den zwei Plattformen, die Hände am „Lenker“. Zum vorwärts fahren lehnt ihr euch nach vorne, zum rückwärts fahrn nach hinten und um eine Kurve rum bewegt ihr den Lenker nach rechts oder links.
Maximal kann ein Gerät 20 km/h fahren, wird jedoch bei den meisten Touren zu Anfang gedrosselt um sich einzugewöhnen.
Klingt einfach – ist es auch. Eigentlich kann das wirklich jeder machen und ihr solltet es echt mal ausprobieren.
Dafür gibt es die unterschiedlichsten Touren.
Da wären einmal ganz normale Stadttouren. Hier sind die Reifen der Segways meistens etwas schmaler und ihr bekommt viel erklärt zu den Städten, Sehenswürdigkeiten und vieles mehr. Meistens ist das schwerste an diesen Touren die anderen Fußgänger nicht zu überfahren.
Dann gibt es die Touren ins Gelände. Hier sind die Reisen dicker und haben mehr Profil. Mit ihnen kann man über Wiesen, Felder, Wälder fahren, wie es einem beliebt. Hier gibt es nicht so viele Sehenswürdigkeiten, sondern der Spaß steht im Vordergrund, sowie die tolle Natur und einige wunderschöne Ausblicke.

Jetzt denkt ihr vielleicht ich war in einer großen Stadt unterwegs. Aber nein – habt ihr schon einmal von Schorndorf gehört? Nein? Ich auch nicht bis zu jenem Tag.
Schorndorf liegt in Baden-Württemberg ungefähr 25min Fahrzeit von Stuttgart entfehrnt und hat eine wunderschöne Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern, Cafés Bars und einem großen Marktplatz.
Hier, in einer alten Fabrikhalle ist das Büro von mehrlebnis.
Mehrlebnis bietet nicht nur Segway Touren an, sondern ebenso Höhlentouren, Bogenschießen, Teamevents und vieles mehr.

Annika, unser Guide, begrüßte ihre Gruppe von 6 Personen und dann ging es erst einmal hinaus zu den Segways die wir zuvor zusammen bereit gemacht hatten.
Die Einweisung war ausführlich und gut verständlich. So können alle Anfänger die anfägliche Scheu überwinden und sich mit dem Gerät vertraut machen.
Natürlich darf auch nicht fehlen eine Haftungsbeschränkung zu unterschreiben. Das gehört zu allen Sportarten dazu und so auch hier, denn auch wenn es schwer ist zu fallen, passiert es doch hier und da mal.
Natürlich besteht auch Helmpflicht welchen die Firma stellt, man jedoch auch gerne seinen eigenen mitbringen darf. Die Helme werden nach jeder Tour desinfiziert. (glaubt mir, dass ich leider auch nicht überall so)

DSCN5856

Schon ging es raus aus dem Fabrikgelände und ein kleines Stück über die Straße. Erstmal hieß es ja warm werden bevor wir auf die Felder und Wälder umsteigen sollten.
An einem kleinen „Berg“ wurde geübt bergauf und bergab zu fahren bevor wir nach einem kurzen weiteren Stück die Zivilisation verließen und in den Wald abbogen.

DSCN5866

Immer wieder machten wir zwischendurch Fotostops und Annika wies auf die ein oder andere Besonderheit beim Fahren hin, verbreitete die ganze Zeit gute Laune.
Doch wir fuhren nicht nur durch den Wald. Weiter ging es über Feldwege wo es auch mal ganz schön holprig wurde.

DSCN5867

Eine Pause machten wir zwischendurch auch bei einem Aussichtspunkt über Schorndorf. Jeder durfte sich am Anfang der Tour eine Flasche Wasser oder Saft kostenlos mitnehmen und so standen wir erst einmal dort und genossen den schönen, sonnigen Tag.
Annika machte hier, wie auch schon zuvor ein paar Fotos von der Gruppe denn als besonderes Geschenk bekommt die Gruppe eine CD mit den Fotos nach der Tour zugeschickt. Das findet man wirklich selten.

DSCN5875

Zurück runter nach Schorndorf fuhren wir durch die Weinberge an denen die Trauben schon rot und prall hingen, bevor wir unten angekommen die letzten Feldwege nutzten und ein paar kleine Schlenker fuhren, da wir so fix unterwegs waren.

Alles in allem war es eine wunderschöne, 2,5 Stunden Tour mit einer menge Spaß, herausfordernen Wegen und guten Segways.

DSCN5878

An dieser Stelle ein riesen Dank an Stefan von mehrlebnis, der es mir diese Tour ermöglicht hat.
Danke auch an Annika, dafür dass sie Stefan für mich gefragt hat und mich mitgenommen hat. Es hat wirklich Spaß gemacht.