Natursteig Sieg – Etappe 7 – Herchen bis Schladern

Es gibt so viele Wanderwege um uns herum – doch von dem Natursteig Sieg hatte ich bisher noch nie etwas gehört.

Tatsächlich war es meine Mutter, die mich auf diese Strecke brachte, als ich, zusammen mit meiner besten Freundin, eine geeignete Wanderstrecke für Christi Himmelfahrt suchte.

Wir schauten uns die Etappen des 200km langen Natursteigs an und beschlossen, dass es entweder Etappe 3 oder Etappe 7 werden wird. Wir wollten es an selbigen Morgen entscheiden.

Es wurde die Etappe 7… Weiterlesen

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Die Aussicht genießen

Auf unserem Planeten Erde gibt es so viel zu sehen und jeder schreibt von seinen Erlebnissen in fernen Ländern oder auch einfach auf der anderen Seite von Deutschland. Von extremen Wanderungen, von Kreuzfahrten, von Erlebnissen mit fremden Kulturen.

Dabei liegt das schöne doch meist so nah. Nämlich in der unmittelbaren Nachbarschaft.
Ich habe das große Glück in einem kleinen Dorf mitten im Wald zu leben und gehe somit fast täglich Fahrradfahren, Walken oder auch Wandern.
Meistens ohne Ziel, einfach Zick-Zack um ein wenig Sport zu machen. Manchmal aber auch mit einem Ziel.

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal über eine Wanderung zum Druidenstein geschrieben.
Es gibt aber noch ein paar andere Ziele in unseren Wäldern, welche ich im letzten Sommer mal wieder ausführlich auskundschaftete. Weiterlesen

Ich bin dann (mal wieder) weg

Hat jemand von euch die letzten 2 Monate gesehen? Wo sind sie hin frage ich mich immer und immer wieder, denn, wie es bei Urlauben meist der Fall ist, geht die Zeit viel zu schnell vorbei.

Tatsächlich habe ich es geschafft zwei Monate lang mein Heimatland Deutschland nicht zu verlassen. Wie untypisch von mir.
Wenig erlebt habe ich deswegen jedoch ganz und gar nicht. Vor allem habe ich endlich nochmal einen Urlaub gehabt in welchem ich viele Freunde getroffen habe und hier in der Umgebung unterwegs war. Weiterlesen

Deutschlands Thermalquellen – Mediterana vs. Die Schwaben Quellen

Die meisten kennen mich bloß als immer in Action, unterwegs, Wandern, Outdoorsports, joggen, räumen, sortieren – aber ich kann auch anders. Ganz ruhig.

Alles fing mal damit an, dass wir mit dem Reisebüro, wo ich einmal gelernt habe, ins Mediterana in Bensberg, bei Köln, fuhren.
Seitdem war ich fast jedes Jahr dort und ließ die Seele baumeln mit meinen Freundinnen, las, schlief und saunierte.
Leider hat es dieses Jahr zeitlich nicht geklappt. Dafür fuhr ich spontan mit einer Freundin in die Schwaben Quellen, welche ich bis dato noch nicht kannte.
Also wird es hier Zeit für einen Vergleich.

Anfahrt, Parken, Eintritt und Empfang
Die Anfahrt ist bei beiden Thermalquellen sehr einfach zu finden. Gut ausgeschildert und somit schnell zu finden. Das Mediterana liegt an der A4 in Bensberg bei Bergisch-Gladbach, während sich die Schwaben Quellen im SI-Centrum in Stuttgart befinden.
Doch schon beim Parken gibt es Unterschiede. Direkt vor dem Mediterana gibt es einen riesigen, kostenlosen Parkplatz. Hier habe ich bis jetzt immer einen Parkplatz bekommen. Da sich die Schwabenquellen im SI-Centrum befinden gibt es hier nur die kostenpflichtigen Parkplätze. Es gibt eine Vergünstigung, sodass alle Gäste der Quellen nur 2,50EUR für die ersten 4 Stunden und 0,50EUR für jede weitere Stunde bezahlen. Hier geht jedoch der Punkt eindeutig an das Mediterana.
Den Empfang habe ich bei beiden Thermalquellen als sehr freundlich und sauber empfunden.
Der Eintritt tut sich nicht viel.
Im Mediterana bezahlt ihr 37,50EUR für eine Tageskarte Montags-Freitags, während diese in den Schwabenquellen 35,70EUR. (was für eine Ironie, oder?)
2 Stunden kosten, wieder von Montags bis Freitags in Bensberg 22,50EUR während diese in Stuttgart 20,90EUR kosten.
Als kleines Extra gibt es jedoch in den Schwaben Quellen einen Nachtschwärmertarif für 15,90EUR von 20:00-23:00Uhr und in einem Sommer-Extra sind alle Preise im SI-Centrum nochmal günstiger. Somit gewinnen hier letztendlich doch die Schwaben Quellen in diesem Punkt.

Umkleidekabinen und Duschen
Bei beiden Thermalbädern bekommt man ein Armband mit einer Art Chip welcher zur Bezahlung während des Aufenthaltes gültig ist. Die Umkleidekabinen sind in Stuttgart mit moderner Technik eingerichtet, während in Bensberg noch das altbewehrte „Schlüsselprinzip“ gilt. (in diesem Fall das „Chip-Prinzip“)
Während es im Mediterana eine Frauen-, eine Männer-, und eine gemischte Umkleide gibt, existieren im SI-Centrum bloß eine Frauen-, und eine Männerumkleide.
Duschen gibt es reichlich bei beiden Anbietern in den Umkleiden sowie im Saunabereich. So gibt es in diesem Punkt ein klares Unentschieden.

Saunen und Aufgüsse
Kommen wir zum wichtigen Teil.
Das Mediterana ist teilweise im indischen Stil und zur anderen Hälfte im maurischen Stil errichtet. Hier befinden sich 15 verschiedene Saunen. Ob ihr nun lieber romantisch in der Kerzensauna sitzen wollt, im Salzkristallstollen die Lungen reinigen möchtet oder eine ganz normale finnische Sauna besuchen wollt. Für jeden ist etwas dabei. Ebenso gibt es einen Buddha-Tempel, eine Finka-Sauna und eine Kräutersauna.
Meine liebste Sauna, neben dem Himalaya Salzkristallstollen ist eindeutig das Haus der Elemente. Hier ist es einfach so gemütlich, dass ich gar nicht mehr weg möchte. In der Mitte des Raumes brutzelt ein Feuer, während ihr rings herum sitzt, mit den Füßen bis zu den Knien im Wasser und die wunderbare warme Luft atmet. Direkt vor dieser Sauna gibt es Regenwald-Kreationen und Wasserfallduschen. Einfach herrlich.
Auch in den Schwabenquellen gibt es 15 Sauna- und Dampfbadkreationen. Hier überragt jedoch das Angebot an den Dampfbädern.
Auch hier findet sich die klassische Finnische Sauna, neben dem kanadischen Blockhaus und dem osmanischen Schwitzbad. Hier hat man sich also nicht auf einen Stil geeinigt sondern direkt die ganze Welt unter Dach und Fach gebracht.
Ihr wollt wissen welche Sauna ich hier am besten fand? Den Südtiroler Hüttenzauber. Auch wenn Tiroler-Musik nicht wirklich zu meinen Favoriten gehört wurde hier wirklich viel Liebe zum Detail bewiesen. Geweihe an den Wänden und ein kleines Wasserrad, welches sich hinter dem Ofen dreht sind nur zwei Dinge, die mich wirklich beeindruckt haben.
Bei der Saunavielfalt muss ich sagen, dass mich beide fasziniert haben, aber auch sehr unterschiedlich sind. Ich gehe nicht so gerne in Dampfbäder und mag daher die klassischen Saunen im Mediterana ein wenig mehr.
Kommen wir zu den Aufgüssen.
In Bensberg sehr traditionell gehalten. Es herscht Ruhe, so dass ihr euch richtig entspannen könnt. Jeden Tag gibt es einen Aufguss-Plan für den ganzen Tag und man kann seinen Tag danach planen. Ob klassische Aufgüsse, einen Aloe-Vera-Minze-Aufguss oder eine Klangschalen-Zeremonie im Salzkristallstollen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Insgesamt gibt es, neben den klassischen Aufgüssen, 10 spezial-Aufgüsse, die sich auch über den Tag hinweg wiederholen.
Mein Lieblings-Aufguss ist definitiv die Weltreise in der Kräutersauna. Hier wird mit Wasser aufgegossen und mich Tüchern mit verschiedenen Düften gewedelt, während ihr eine Geschichte erzählt bekommt von einem wunderbaren Urlaub rund ums Mittelmeer. Einfach herrlich und wirklich entspannend.
Bei den Schwaben-Quellen ist das ganze etwas anders.
Hier gibt es traditionelle Aufgüsse, die immer etwas aufgepeppt werden. So gibt es keine Ruhe in den Saunen, sondern passende Musik. Man unterhält sich und alles ist etwas lockerer.
Jede Stunde wird ein Plan ausgehangen zu welchem ihr immer wieder hingehen müsst, wenn ihr wissen wollt, was als nächstes ansteht. Drei Aufgüsse pro Stunde werden zelebriert. Dabei gibt es im Anschluss immer ein Special. So bekommt ihr zum Beispiel Traubenzucker, Wassereis oder könnt euch mit Birkenwasser einsprühen. Eine wirklich tolle Idee.
Mein Lieblingsaufguss hier war der „Real-Man“-Aufguss. Hier wurde Rockmusik gespiel und richtig heiß aufgegossen. Eine schöne Idee.
Auch hier kann ich keine Punkte vergeben, denn die beiden Thermen sind grundverschieden. Während ihr im Mediterana mehr entspannen könnt und alles ruhiger zugeht, ist die Stimmung sehr locker in Stuttgart. Super finde ich aber wirklich die Idee mit den kleinen „Specials“ nach den Saunagängen, denn die taten wirklich gut – vor allem das Wassereis.

Wasser- und Ruhebereiche
In den Schweden Quellen gibt es viele Bäderkreationen. Ein riesiges Schwimmbad mit Hängematte und kleinem Wasserfall im Inneren und eine heiße Geysir-Quelle außen. Hier gibt es Massage-Drüsen und das Wasser ist wunderbar warm. Dazu kommt ein riesiges Jacuzzi, ebenfalls draußen, sowie ein etwas kleines im Innenbereich. Leider war es hier so voll, dass wir alle dicht an dicht saßen.
Im Mediterana gibt es einen Pool im Innenbereich, sowie einen im Außenbereich ohne viel Tata. Dazu gibt es jedoch noch ein Sole-Becken, welches immer sehr entspannend wirkt.
Hier geht der Punkt jedoch eindeutig an die Schwaben Quellen, da die Bäderkreationen einfach kreativer sind.
Die Ruhebereiche in Stuttgart habe ich nicht wirklich austesten können, da wir nur einen Abend dort waren, jedoch scheint hier eine riesige Vielfalt zu sein. Von Wasserbetten über Sofas bis hin zu normalen Sonnenliegen gibt es alles.
In Bensberg ist die Vielfalt ebenfalls groß und wieder im mediteranen Stil gehalten. So gibt es Bereich mit riesengroßen Kissen auf denen ich meistens einschlafe, bevor mein Kopf das Kissen berührt hat aber auch normale Liegestühle.
Hier gibt es keine Punktevergabe, da ich die Ruhebereiche in Stuttgart nicht testen konnte.

Restaurants und Cafés
Auch das gehört bei einem Wellnesstag dazu.
In den Schwaben Quellen habe ich leider nichts gegessen, aber ich habe mir durchaus das Restaurant angeschaut. Dieses ähnelt einer Kantine, wie man sie von Autobahnraststätten kennt, jedoch mit weitaus schmackhafteren Speisen und Getränken. Perfekt für den kleinen Hunger zwischendurch. Zusätzlich gibt es die Kanto Beach-Bar an welcher man sich mit Cocktails verwöhnen kann.
Das Angebot im Mediterana ist durchaus anders. Hier gibt es zwei Restaurants. Alle beide Bedien-Restaurants. Hier müsst ihr euch wirklich um nichts kümmern und die Preise sind auch angemessen für die Portionen die ihr hier bekommt.
Zwei Bars gibt es auch. Eine draußen im maurischen Teil und eine innen im indischen Bereich. Beide haben eine große Auswahl an Getränken und Cocktails sowie kleine Knabbereien.
Hier gewinnt eindeutig wieder das Mediterana dank der großen Auswahl und der Bedienrestaurants.

Alles andere
Natürlich es in beiden Thermalbädern Pflicht nackt saunieren zu gehen. So ist jeder gleichgestellt. Handtücher (mindestens 2), Bademäntel und Badelatschen solltet ihr auf jedenfall mitnehmen, sowie Wasser zum trinken.
Jedes Bad bietet ebenso SPA-Anwendungen wie Massagen und ähnliches. Darauf bin ich jedoch hier nicht eingegangen da ich diese noch nie genutzt habe.

Fazit
Das Mediterana liegt bei mir vorne. Das liegt vor allem daran, dass ich wirklich entspannen möchte, wenn ich in ein Thermalbad gehe und die Ruhe liebe, sowie das durchstruktorierte Design wo einfach alles zusammen passt.
In die Schwaben Quellen würde ich trotzdem immer wieder gehen. Denn es war ein lustiger Abend mit vielen neuen Eindrücken und viel guter Musik und Stimmung in den Saunen.

Habt ihr Thermalbäder in eurer Nähe? Könnt ihr noch welche Empfehlen? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Nacht der 1000 Lichter

Jedes Jahr im Sommer gibt es in Siegen, wie in jeder größerer Stadt ein Sommerfestival.
Früher als ich noch klein war, war es eher schlicht gehalten. Es gab ein paar kleine Konzerte, Theateraufführungen, Kabaretisten und Artisten.
Aber was es immer gab war die „Nacht der 1000 Lichter“.

Auch diesmal, zum 26. Siegener Sommerfestival war es wieder so weit und es ergab sich, dass ich sogar zu Hause war.
Wir haben zwei Schlösser in Siegen (Unteres Schloss und Oberes Schloss – sehr orginell ich weiß) und das „Obere Schloss“ hat einen wunderschönen Schlosspark in dem sich vor allem im Sommer gut verweilen lässt.
Früher haben hier die Erzbischöfe von Köln und die Grafen von Nassau gehaust.
Heute beherbergt das Schloss das Siegerlandmuseum mit einer Ausstellungen von Peter Paul Ruben.

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Zur „Nacht der 1000 Lichter“ sieht dort aber alles ganz anders aus.
Wir liefen zuerst etwas durch die Stadt und schon dort war die Fußgängerzone komplett mit Fackeln an den Seiten ausgeleuchtet.
An der Nikolaikirche, einem der Wahrzeichen Siegens, waren aufwendige Lichtspiele aufgebaut und ein paar Schwedenfeuer hielten die Leute warm in diesem kalten Sommer.

Vor dem Schloss eine lange Schlange, aber das kannte ich ja schon von den letzten Malen wo ich noch jünger war.
Recht zügig und pünktlich zur Dunkelheit waren wir auch drin.
Alle Wege rund ums Schloss und durch den Park waren mit Teelichtern bestückt.
Früher gab es nicht viel mehr als das, 1-2 Shows und hier und da einen Feuerspucker. Jetzt, nach einigen Jahren meiner Abwesenheit muss ich sagen es hat sich einiges geändert – zum positiven natürlich.
Es gab ein Labyrinth aus Lichtern auf der großen Wiese und ein Zelt, wo man sich aufwärmen konnte.
Weiterhin war das Ensembler der Firedancer vor Ort, die den Abend wirklich perfekt machten.
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Auf der Zeltwiese gab es zu jeder vollen Stunde eine Show. Hier musste man schon sehr früh da sein um überhaupt etwas sehen zu können. Sehr abwechslungsreich. Teilweise mit live-Musik, dann wieder eine „Clown-Show“, alles rund um das Thema Feuer und Licht. Man merkte den Künstlern an, dass sie wirklich Spaß an ihrer Arbeit haben.
Doch nicht nur auf der Bühne war die Gruppe zu finden. Überall auf dem Gelände wurde jongliert, POI gespielt und vieles mehr. Auch die Musik blieb nicht auf der Bühne. Immer wieder hörte man die Live-Töne von einem anderen Ort spielen.
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Aber das war noch nicht alles. Überall waren Lichtinstallation an den Bäumen, teilweise wirklich simpel gemacht mit einer unglaublichen Wirkung.
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Eins der großen Highlight war jedoch auch der Sandmaler. Es fasziniert mich immer wieder wie diese Sandbilder entstehen und hier wurde es mit passender Musik und Lichtern auf eine große Leinwand produziert.
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In den Pausen zwischen den Bildern durften die Kinder auch gerne mal mitmalen, wie mir ein Bekannter später erzählte.

Alles in allem ein gelungener Abend, sehr abwechslungsreich und auf jedenfall ein Besuch wert.

Rocky Horror Picture Show – Spätvorstellung im Apollo

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Es gibt nur eine Show wo man so bepackt hingeht. (ich habe wohl vergessen den Reis, der natürlich mit Gepäck war hochzuhalten)

Silvester habe ich schon länger nicht mehr wirklich gefeiert, da ich in Schweden/Finnland meistens irgendwo in einer Wildnisshütte verbracht habe, oder aber den nächsten Tag so früh arbeiten musste, dass ich nicht bis 24Uhr wachbleiben konnte.
Mein letztes Silvester, welches ich gefeiert habe, war 2007/2008 in Sydney… und das war grandios!

Meine Mutter geht immer in unser Stadttheater. Entweder mit Freunden oder alleine und fragte ob ich diesmal nicht mit wöllte. Ich wäre bei allem mitgegangen, aber da es sich um die „Rocky Horror Picture Show“ handelte gab es nichtmal ein zögern, als ich „ja“ sagte.

Vor ungefähr 10-11 Jahren habe ich diese Show das letzte mal in unserem Konzertsaal, der Siegerlandhalle, gesehen und das war damals schon einfach gigantisch. Ich war dort mit 2 Freundinnen, ganz vorne in der ersten Reihe und wir hatten einfach unheimlich viel Spaß.

Dieses Mal sprechen wir hier von den „Siegerländern“, die eigentlich ein gehobenes Programm im Apollo-Theater erwarten und eigentlich als ziemlich verklemmt bekannt sind.
Wer die Story kennt, zum Beispiel die DVD von RHPS kennt, weiß, dass es bei der Geschichte nicht zimperlich zugeht.
Da wird gestrippt, sich „geliebt“ und mit derben Sprüchen um sich geworfen.
Das Musical ist sogar teilweise noch heftiger als der Film selber – man darf also nicht prüde sein.

Zur Show gehören ein paar spezielle Sachen:

Man zieht sich der Show entsprechend an. Sprich, Männer verkleiden sich als Transvestiten, Frauen auch. Viele kommen in Netzstrumpfhosen oder total ausgeflippten, bunten Kostümen.
Ich passe leider in meine ganzen alten Klamotten nicht mehr rein und somit mussten hochhackige Schuhe (ich dachte, ich muss sterben!), Netzstrumpfhose, Minirock und ein etwas alternatives schwarz-weißes Oberteil, sowie knatschgrüner Lidschatten bei mir reichen.
Und Anfangs war ich echt die einzige, die überhaupt irgendwie etwas anderes anhatte als wie Galaklamotten oder Jeans & T-Shirt.
Nach einiger Zeit kamen dann aber doch auch einige eingefleischte Fans, die wirklich genial verkleidet waren. Was für ein Spaß! Es gibt also doch noch lockere Siegerländer!

Die weiteren Traditionen sind, das man folgende Utensilien dabei haben sollte:
Reis / Konfetti -> Wird bei der Hochzeit von Brad & Janet geworfen
Wasserpistolen -> Das Gewitter muss natürlich auch im Zuschauersaal stattfinden
Zeitungspapier -> um sich den Kopf bei all dem Regen zu bedecken
Leuchtstab/Taschenlampe -> bei dem Lied „There’s a light“
Klopapier -> Wenn Rocky ausgewickelt wird
Toast -> Wenn Rank n Furter einen Toast ausspricht
Hier muss ich sagen, dass das Publikum wirklich super mitgemacht hat. Erst hatte ich da meine Zweifel, aber dank der verkauften „Starter Kits“ im Theater, konnten auch alle „Firsttimer“ mitmachen. Eine Anleitung gab es inklusive dazu – und das Toast aufgemalt auf Bierdeckeln.

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Auch darf man reinrufen ins Geschehen. Alles kannte ich auch nicht, aber um ein paar Beispiele zu nennen:
Wenn der Erzähler auf die Bühne kommt -> „BORING“ „LANGWEILIG“ rufen oder laut gähnen
Frank n Furter sagt „It’s not easy having a good time“ -> „Try disney land“ rufen
und viele mehr.
Hier riefen wirklich nur die eingefleischten Fans rein. Auch ich kannte nur das Boring und das „Slut“ nach „Janet“. Trotzdem haben viele mitgemacht.

Das einzige enttäuschende war, dass beim „Time Warp“ nur ungefähr 20 Leute aufstanden und mittanzten (inklusive meiner Mutter und mir). Wirklich schade, da es so einfach ist einen „jump to the left“ und einen „step to the right“ zu machen.

Die Cast war vom Westfälischen Landestheater war wirklich klasse. Die Stimmen stimmten und schauspielerisch war es auch 1. Sahne.
Selbst wenn die Technik nicht mitspielt wusste man zu improvisieren.
So fing gegen Ende der Show das Mikrofon des Frank N. Furter an zu knistern und zu rauschen. Er machte weiter, als sei nichts gewesen und kurze Zeit später wurde ihm schnell durch einen Bühnentechniker ein Handmikrofon ausgehändigt.
Wirklich klasse wie reibungslos das ganze ablief.
Auch die Band war super und spielte die Lieder 1A.

Um 23.54Uhr war diese grandiose Show zu Ende und der Leiter des Apollo-Theater in Siegen kam auf die Bühne.
Gleichzeitig wurde eine große Leinwand runter gefahren und eine große Uhr erschien.
Der Leiter des Theaters sagte ein paar Worte und meinte ihm käme es komisch vor, dass er „ganz ohne Strapse“ auf der Bühne stände, voraufhin eine der Darstellerinnen ihm wenigstens etwas Kopfschmuck gab.

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Sehr gut war, dass man seinen eigenen Sekt mit in den Theatersaal nehmen durfte.
So konnten wir alle gemeinsam um 24Uhr anstoßen, nachdem wir runtergezählt hatten.
Draußen, mitten in Siegens Innenstadt, hörte man schon die Raketen knallen und so gesellten wir uns auch hinaus und sahen ein, für Siegen, großes Feuerwerk.
Überall knallte es und ich ärgerte mich etwas meine große Kamera nicht dabei zu haben (aber die darf man ja leider in Theatern nicht immer mit rein nehmen und so hatte ich nur meine „Knipse“ dabei).

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Drinnen im Theater legte ein DJ noch Musik zum tanzen auf. Doch sooo viel war das mit dem tanzen nicht – denn es war sooo voll, dass man nach dem tanzen sagen konnte „Heute habe ich mich an fremder Haut gerieben“.
Wir blieben noch ca. 1 Stunde, bevor meine Füße entgültig sagten, dass sie nicht mehr auf hohen Schuhen laufen können und fuhren dann noch auf 2 andere Silvesterfeiern (in anderen Schuhen).

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Ein wirklich klasse Musical – welches ich hoffentlich nicht zum letzten Mal gesehen habe.

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Einmal hier klicken und mir 5 Sterne geben bitte 🙂 – DANKESCHÖN 🙂

9 Weihnachtsmärkte in 4 Wochen…

Nachdem ich 7 Jahre lang auf keinem Weihnachtsmarkt war, wurde es dieses Jahr mal wieder Zeit.
Auch wenn ich gar kein Weihnachtsmensch bin, die gemütliche Atmosphäre mit Freunden auf Weihnachtsmärkten habe ich schon irgendwie vermisst.

Dass es aber 9 verschiedene Weihnachtsmärkte seien sollten, hätte ich auch nicht gedacht.

Berlin – Gendarmenmarkt

Den ersten gab es bereits bei unserem Roadtrip in Berlin, wo Jenna uns auf ihren Lieblingsweihnachtsmarkt Berlin entführte. Dem Gendarmenmarkt.
Dort musste man 1€ Eintritt bezahlen, was sich aber sicherlich jedermann leisten kann.
Dafür kommt man auf einen kleinen Markt, wo nicht allzuviel los ist. Die „Buden“ sind weiße Stände und in der Mitte steht eine Bühne, auf welcher stündlich live-Musik gespielt wurde.
neben den üblichen Ständen, wie z.B. Essen & Trinken, gab es auch viele handwerkliche Stände.
Mein Favorit war einer, der Münzen aus aller Herren Länder nahm und diese „aussägte“, so, dass nur noch das Motiv der Münze zu erkennen war. Wirklich eine interessante Idee.
Alles in allem ein wunderschöner Weihnachtsmarkt.

Leipzig – diverse Weihnachtsmärkte

Unser nächster Stop auf dem Roadtrip war Leipzig.
Hier liefen wir Abends einmal über den normalen Weihnachtsmarkt, welcher wirklich ungünstig in die Fußgängerzone gesetzt wurde. Alles war so eng, dass man sich fast gar nicht mehr links und rechts von den Buden hindurch quetschen konnte. Dieser „Einkaufsstraßenweihnachtsmarkt“ zählt bestimmt nicht zu meinen Favoriten von allen Märkten, die ich gesehen habe.
Schön fand ich allerdings einen Märchenmarkt für die Kinder, wo verschiedene Märchen dargestellt wurden mit Fehlern, die man finden musste.
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Am nächsten Tag erkundeten wir noch weitere 2 Weihnachtsmärkte in Leipzig.
Zum einen den Hauptmarkt am Marktplatz. Dort gab es Holzbuden und alles mögliche zu kaufen. Sei es Schmuck, Kerzen, Holzssachen, das ganze, normale Weihnachtsmarktangebot.
Weiter ging es auf den historischen Markt. Diesen hatten wir uns ganz kurz schon einmal am Vorabend angesehen, jedoch fehlte noch das ausführliche Besichtigen.
Im Gegensatz zu anderen historischen Märkten, fand ich es sehr schade, dass gar nicht in „mittelalterlich“ gesprochen wurde, sondern ganz ganz normal. Die Musik, welche lief war super – Mittelalterrock.
Aber es war ein nett aufgebauter Weihnachtsmarkt mit schönen Holzhütten oder auch Zelten.
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Ulm – der kleine Weihnachtsmarkt vorm Münster

Ulm – der Weihnachtsmarkt, auf welchem ich Magenbrot kennenlernte.
Zu allererst durfte ich den Weihnachtsmarkt von oben vom Münster begutachten. Schön angeordnete Holzhütten in Reih und Glied. Also ein wirklich sehr „strickt“ aufgeteilter Weihnachtsmarkt.
Dennoch einer der schönsten Deutschlands für mich.
Auch wenn es gegen Abend sehr voll wurde, gab es zwischen den „typischen“ Weihnachtsmarktständen auch einige Buden, die ich nicht kannte mit interessantem Schmuck und anderen nützlichen und unnützlichen Sachen.
Lecker gegessen haben wir dort auch – und ich durfte das erste mal Magenbrot probieren. Das gibt es bei uns nämlich gar nicht so wirklich. Aber es war sooo lecker, dass wir zu zweit fast 300g Magenbrot auf einmal aufaßen.
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Esslingen – der Mittelalter Weihnachtsmarkt

Esslingen, das war ein MUSS auf unserem Roadtrip.
Es gibt dort nicht nur den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, sondern auch einen ganz normalen.
Wir trafen uns noch mit Melly und machten, nach ewig langer Parkplatzssuche, zuerst den mittelalterlichen Markt unsicher.
Auf wie vielen Märkten und MPSen ich schon war – einen Stand mit mittelalterlichen Spielen hatte ich bisher noch nie gesehen. Annika erzählte mir schon den Abend zuvor davon und jetzt durfte ich mich selber davon überzeugen, dass man sich kaum entscheiden kann, welches Spiel man wohl kaufen sollte.
Natürlich durfte es nicht fehlen etwas Met zu trinken und eine kleine Feuershow anzuschauen.
Auch hier und da wurde getrunken und auch das ein oder andere für mich selbst als auch als Weihnachtsgeschenke gekauft.
Leider war es soooo voll, wie es auch schon die Parksituation vermuten ließ und wir mussten uns förmlich durch die Gassen quetschen. Somit ist nur noch ganz zum Schluss ein Foto entstanden.
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Siegen – es wird immer schlimmer

Der nächste Weihnachtsmarkt wer der, welcher am nächsten an mir dran ist: Siegen.
Als ich vor 7 Jahren das letzte mal dort war, war er noch zwischen Karstadt und dem unterem Schloss und war wunderschön mit einer Eisbahn, es war Leben auf dem Markt und viele schöne, interessante Buden.
Jetzt herscht hier völliges Chaos.
In der Bahnhofstraße stehen ein paar wenige Buden, genauso wie am Busbahnhof, 3 Buden gibts vorm Apollo Theater und nochmal 4-5 Buden auf dem Weg in die Oberstadt. Und das wars.
90% sind nur Ess- und Trinkstände, während viele andere Stände nur „Ramsch“ verkaufen. Wie soll da Weihnachtsstimmung aufkommen?
Gott sei Dank gibts den Stand „bim Käs“, wo ich mit 3 Freundinnen ein paar heiße Schokis mit Baileys trank und einen echten Seejerlänner Reewekuchen aß.
Ansonsten belegt dieser Weihnachtsmarkt von allen auf denen ich war den letzten Platz. Es kommt einfach nicht die richtige Stimmung auf und es gibt nicht wirklich etwas interessantes zu sehen.
Bleibt zu hoffen, dass, sobald die Siegfreilegung fertig ist, es wieder schönere Märkte geben wird.
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Koblenz – leider ohne Fotos

In Koblenz war ich eigentlich zum Klassentreffen meiner ehemaligen Berufschulklasse.
Wir trafen uns im Cafe Extrablatt, tranken und aßen etwas und beschlossen doch noch eine Runde auf den Weihnachtsmarkt zu gehen.
Ich war schon seit Ewigkeiten nicht in Koblenz – was für eine wunderschöne Stadt.
Der Weihnachtsmarkt war auch schön aufgeteilt. Auf jedem „Platz“ waren Buden aufgebaut, in den kleinen engen Gassen dazwischen war nichts.
Nicht so schön war, dass auf einem Platz eine Michael Jackson CD rauf und runter gespielt wurde.
Leider blieb keine Zeit den Markt noch mehr zu erkunden, da ich ja auch noch irgendwann Nachts nach Hause fahren musste.
Aber von dem, was ich gesehen habe, ein wirklich toller Markt.

Köln – MenschenMASSEN

Mit Petra traf ich mich vor dem Dom und schon hier war abzusehen: Es ist voll – und es wird noch voller!
Wir liefen zuerst über den Markt am Domplatz. Hier war ein gigantisches Lichternetz über den Platz gespannt, was wirklich wunderschön aussah. Auch war hier noch nicht sooo viel los und man konnte sich noch die Buden rechts und links ansehen.
Weiter ging es zum nächsten Platz. Hier wurde es schon viel voller. Die Bäume waren alle mit roten Herzen mit Bildchen drauf geschmückt, was wirklich süß aussah und in der Mitte war eine Bühne, wo eine Kapelle Weihnachtslieder spielte.
Schon hier kamen wir kaum durch und flüchteten zeitweise außerhalb des Weihnachtsmarktes um den Massen zu entkommen und wenigstens langsam voran zu kommen.
Am Heumarkt wurde es dann zu viel. Wir liefen mehr um den Weihnachtsmarkt herrum als uns ins Getümmel zu stürzen, da man hier das Gefühl hatte rückwärts zu gehen, so langsam ging es voran. Selbst wenn man gewollt hätte, hätte man nicht an den Ständen stehenbleiben und gucken können, da die Massen einen weiterdrückten.
Also setzten wir uns an die Seite, quatschten ein wenig und machten es uns schon auf den Weg zurück in Richtung Dom, wo es inzwischen auch voller geworden war und ich aber auch bald die Heimreise antrat im überraschend nicht überfüllten Zug.
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Siegburg – Kindheitserinnerungen auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt

Früher sind wir jedes Jahr in Siegburg gewesen. Daher wohl auch mein Interesse an den ganzen mittelalter Märkten. 🙂
Somit fuhr ich mit 2 Freunden und deren Sohn nach Siegburg und traf dort noch einen Kumpel vom Schiff.
Der Markt ist etwas kleiner als früher, aber dadurch nicht weniger schön.
Endlich ein Mittelalter Markt, wo noch „mittelalterlich“ gesprochen wird, man in Silbermünzen bezahlt und alle so schön angezogen sind. Ein Markt, wo noch das Handwerk vor den Augen aller praktiziert wird und man sich in der Zeit zurückversetzt fühlt.
Natürlich gab es einen tollen Met-Stand und dazu einen Gemüsereis im essbaren Teller.
Hier fühlte ich mich am wohlsten und es ist wohl einer der schönsten Weihnachtsmärkten auf denen ich dieses Jahr war.
Auch gab es dort ein Kinderkarussell was man noch per Hand ankurbeln musste. Ein Heidenspaß für meine Freunde – und natürlich für mich zum zugucken 🙂
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Weidenau – der Letzte dieses Jahr

Eigentlich sollte Siegburg mein letzter Weihnachtsmarkt sein, aber da eine Freundin zu Besuch im Siegerland war, die ich bestimmt schon 10 Jahre nicht gesehen habe, war es natürlich auch wieder ein Muss heute nochmal los zu ziehen.
Der Weihnachtsmarkt in Weidenau ist wirklich geschrumpft – total. Früher konnte man sich dort wirklich länger aufhalten, heute gibt es auch hier, ähnlich wie in Siegen, nur noch Ess- und Trinkbuden und ein paar kleine Kinderkarussels. Sogar ein Obststand war dazwischen – obwohl – bei diesen warmen Temperaturen dieses Jahr vielleicht gar nicht so verkehrt. 😉
Es war nett mit meinen Freunden zusammen über den Markt zu gehen und zu quatschen, aber des Weihnachtsmarkts wegen hätte es nicht unbedingt sein müssen.

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In diesem Sinne – das wars – ich bin für die nächsten 7 Jahre mit Weihnachtsmärkten fertig und hoffe, dass ich nächstes Jahr dann wieder außerhalb von Deutschland feiern werde. Wir werden sehen – es wird spannend – noch habe ich nicht vor mich irgendwo nieder zu lassen – auch wenn der längere Urlaub in Deutschland jetzt auch mal schön war. (in 18 Tagen bin ich wieder weg – wie schnell die Zeit vergeht)

Nachtwächterführung in Siegen

Schon oft habe ich von „Nachtwächterführungen“ gelesen oder gehört. Einige habe ich auch bei Besuchen diverser Städte gesehen. Aber mitgemacht habe ich bis jetzt noch keine. Bis gestern.

Für alle, denen das vielleicht neu ist: Eine Nachtwächterführung ist eine Stadtführung der anderen Art.
Am Abend, wenn alles dunkel ist, beginnt eine solche Führung durch die Altstädte dieser Welt, zusammen mit einem Nachtwächter, welcher mit Hellebarde und Laterne ausgestattet ist.
Erzählt wird nicht in einem trockenen „blabla“, sondern interessante und gar gruselige Geschichten aus dem Mittelalter werden erzählt und der ein oder andere wird direkt mit ins Geschehen eingebunden.

Gestern war es also soweit, ich habe endlich mal in Siegen bei einer Nachtwächterführung beigewohnt, dank meiner Mutter, welche diese grandiose Idee hatte.
Begrüßt wurden wir an Siegens Wahrzeichen, der Nikolaikirche, von Balthasar III.

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Er stellte sich uns vor und wir mussten uns ihm danach vorstellen.
Zu jedem hatte er das passende zu sagen, ich war zum Beispiel „die kleine Melanie“. Daraufhin habe ich mich erstmal als „Vagabund auf hoher See“ zu erkennen gegeben.
Er erzählte uns viel zur Nikolaikirche, bevor wir immer weiter gingen.
Oft machten wir Halt und bekamen wundersame Stories zu hören, wie z.B. auch beim Rathaus, wo 2 der anderen „Gäste“ als die Rubensfamilie dargestellt wurden.

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Schon an der nächsten Station bekamen weitere Passanten ihre Rollen zugeteilt.
So musste einer für den Rest des Abends die Hellebarde tragen und unser einzigstes kleines Kind musste den „Armleuchter“ spielen und mit der Laterne voraus laufen.
Dann ging es um die „Waschweiber von früher und wie diese bestraft wurden, wenn sie Streit auszutragen hatten. Das ganze sah dann früher so aus:

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Im Mittelalter durften die Frauen dann von allen anderen mit faulen Eiern und allem anderen beschmissen werden. LEIDER hatte niemand von uns faule Eier dabei 🙂

Schon ging es weiter in die Altstadt hinein und ich war verwundert, habe ich es doch in fast 29 Jahren nicht einmal geschafft in die Altstadt von Siegen zu gehen.
Zu sehen gibt es bei Tage wohl nicht so viel, jedoch sind dort wirklich wunderschöne, alte Fachwerkhäuser und das ein oder andere nette Restaurant.
Durch die Geschichten des Nachtwächters wurden die Straßen jedoch lebendig und die Geschichten zogen alle in ihren Bann.

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Zum aufwärmen gab es dann noch gegen Ende einen kleinen Snaps für jeden und schon ging es weiter zu einer der Kirchen in Siegen.
Dort musste ich mal wieder herhalten und ihm sagen, ob ich die Kirche dort sehe. Ich natürlich nur „ja“ – TJA, falsch, im Mittelalter stand die ja noch gar nicht 😉

An der Nikolaikirche endete auch schon wieder die Führung und wir verabschiedeten uns. Allen von uns Gästen, die so fleissig mitgemacht haben, wurde nochmal gedankt und wir gingen unserer Wege.

Ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen eine solche Führung mitzumachen. Es gibt sie in fast jeder Deutschen Stadt und man sollte sich diese wirklich nicht entgehen lassen.

Mel und der erste Schnee

Eigentlich hatte ich ja schon meinen ersten Schnee diesen Winter oben in Kangos die paar Tage, sowie in Sundsvall, wo es ja über Nacht geschneit hatte.
Aber der erste Schnee „daheim“ war für mich schon immer etwas Besonderes… wenn plötzlich diese weißen, schönen Flocken vom Himmel segeln, ist das für mich immer wieder ein Zeichen dafür, dass Winter die schönste Zeit des Jahres ist 🙂

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Ein negatives hat das ganze natürlich auch: Ich habe ganz vergessen, dass die Deutschen denken „Winter existiert nicht“
Ist ja auch ungewöhntlich, dass im Dezember, im Winter, es AUF EINMAL anfängt zu schneien!!!
Was für eine Frechheit, wer hätte das gedacht?!
Somit wurde das Tempo auf den Straßen heute Morgen auf sage und schreibe 5km/h runter geschraubt.
Autos rutschten hin und her, Räder drehten durch, manche Sommerreifen fanden sich wohl auch noch unter dem ein oder anderen Auto und ich musste lächeln als an einem sehr steilen Berg vor mir ein Fahrer mehrfach probierte anzufahren, es aber nie wirklich schaffte, während ich gar keine Probleme damit hatte… Übung macht den Meister 😉
So lange habe ich noch nie bis nach Siegen rein gebraucht, aber ich habe es doch tatsächlich rechtzeitig zu meinen Terminen geschafft… ich hatte da ja schon so etwas geahnt 😉

Am Nachmittag begab ich mich dann ans Schneeschieben, damit meine Mutter wenigstens gut in unsere Einfahrt fahren konnte.
Dazu eine kleine Story: YEY, kein Verkehr auf dem Weg bei mir nach Hause, aber natürlich als ich in unsere Straße (geht bergauf) einbog, stand ein Firmenwagen einer Paketzustellfirma schräg und rutschte immer weiter die Straße runter auf mich zu. Somit entschied ich doch lieber wieder rückwärts runter zu fahren und außen rum zu fahren. Ich muss bei uns aber rückwärts reinfahren… also wie am besten… somit rutschte ich einfach die gesamte Straße von oben rückwärts runter 😉 War auch lustig.

Aber auch beim Schneeschieben hatte ich Spaß! Glaubt ihr nicht? Zeig ich euch: Hier: