Berlin 25.11.-27.11.2013

Schon google-maps sagte uns, dass wir doch bitte die Fähre Gedser – Rostock nehmen sollten. Und darauf stellten wir uns auch ein.
Dumm nur, dass ich Annika sagte, dass sie doch mal schauen sollte, was denn das Navi sagt. Und dieses sagte „Rodby – Puttgarden“ … nach vielem hin und her überlegen (uns fehlt halt das „Entscheidungs-Gen“) beschlossen wir bei Gedser zu bleiben, da wir zeitlich genau darauf eingestellt waren und auch nicht wussten, wann denn nun die Rodby Fähre überhaupt fährt.

Die Fährfahrt verging auch Problemlos. Ich habe ein kleines Nickerchen gemacht, nachdem Annika und ich das Schiff inspiziert hatten wo und welche Rettungsboote und –inseln es hatte. Irgendwie sind wir schon ganz schön Schiffgeschädigt.

Die Fahrt nach Berlin selber verlief auch wieder reibungslos, doch dann spielte uns mein Navi mal wieder einen Streich.
Nach Berlin-Wedding fanden wir problemlos, allerdings behauptete mein Navi, dass Jenna in einer „nicht-vorhandenen“ Straße wohnen würde. Somit fuhren wir 2x im Kreis, bogen dann „aus versehen“ rechts ab, parkten und riefen Jenna an.
Diese sagte nur „Was ist euer Nummernzeichen? AK? Wenn ja, dann dreht euch mal um“… wir hatten durch Zufall direkt vor ihrer Wohnung geparkt 🙂 So einfach kanns manchmal gehen.

Nach einer riiieeeesengroßen Wiedersehensfreue (wir kennen uns alle vom Schiff), tranken wir erstmal eine Flasche Sekt, bevor wir uns ein Taxi riefen und zu einem total gemütlichen Lokal fuhren um dort zu Abend zu essen. Dort saßen wir, tranken Wein, quatschten über Gott und die Welt und ließen es uns einfach mal gut gehen.
Zurück bei Jenna saßen wir noch etwas weiter zusammen, bis ich fast am Tisch einschlief und schon war es Schlafenszeit.

DSCN4291

Am nächsten Morgen schliefen wir erstmal aus. Ich komischerweise auch, wo ich doch sonst so ein „Morgenmensch“ bin.
Schon ging es los Berlin zu erkunden. Der Plan war eine Spreerundfahrt zu machen. Dafür waren wir aber leider eine Woche zu spät.
Somit liefen wir eben weiter zum Brandenburger Tor (auf dass es keine Beine bekommen hat und weggelaufen ist) und zum Reichstagsgebäude.

P1090263

P1090266

Dann mein Highlight: Mein erster Weihnachtsmarkt nach 7 (!!!) Jahren. Wir gingen zum Gendarmenmarkt auf einem kleinen, eher handwerktlichen Weihnachtsmarkt, welcher Jennas lieblingsweihanchtsmarkt ist.
Dort liefen wir etwas herum, aßen etwas und tranken eine heiße Schoki mit Baileys, bevor wir uns wieder auf den Weg zurück machten.

P1090273

Abends waren wir bei Claudia (kennen wir auch vom Schiff) und ihrem Mann eingeladen und fuhren nach Oranienburg.
Dort erwartete uns ein schönes Lagerfeuer um das wir herum tanzten, lachten und aßen Marshmallows.
Da es ohne Feuer irgendwann etwas kühl wurde gingen wir ins Haus wo sie schon eine leckere Kürbissuppe für uns vorbereitet hatte und wir dort noch etwas zusammensaßen.
Ein unheimlich gemütlicher Abend.

P1090288

Schon ging es wieder zurück zu Jenna wo wir einfach nur noch ins Bett fiehlen und am nächsten Morgen erstmal ausschliefen, bevor es losging ins nächste Abendteuer.

Jönköping 23.11.-24.11.2013

Von Stockholm ging es schon früh am Morgen los – denn es gibt ja einiges zu erleben. Vor allem in einer area wo man noch nie vorher war.

Und was soll ich sagen?! Unsere Fahrt verlief total unspektakulär. Wie langweilig, wenn man bedenkt wie viel wir sonst von unseren Fahrten zu erzählen hatten.
Nur in Jönköping selber war mein Navi verwirrt wo es denn langgehen soll, aber das Problem war innerhalb von 2min auch wieder behoben.
Angehalten haben wir auch nicht wirklich.

In Jönköping angekommen trafen wir uns mit unserem CS Host und fuhren nach Gränna (also eigentlich wieder nach Norden).
Was für eine süße, kleine Stadt 🙂 Gränna ist eine Stadt am südlichen Teil von dem See Vättern gelegen, dem zweitgrößten See Schwedens.
Bekannt ist die Kleinstadt (eher Dorf) für die Herstellung von Zuckerstangen. Polkagris, wie sie in schwedisch heißen. Hier kann man sogar zuschauen, wie diese hergestellt werden, was wir uns natürlich nicht nehmen ließen, genausowenig, wie wir es uns nehmen ließen, welche zu kaufen.

DSCN4262

DSCN4266

DSCN4270Natürlich durfte es davor nicht daran fehlen noch in einem richtig kleinen, urigen Cafe etwas kleines zu Mittag zu essen.

DSCN4263

Zu guter letzt spazierten wir noch etwas am See entlang bevor wir wieder nach Jönköping fuhren.

DSCN4276

Natürlich war es inzwischen dunkel und wir gingen noch kurz einkaufen.
Da ihre (CSHost) Küche sehr klein ist, kochte sie alleine Köttbullar mit Kartoffeln und zeigte mir vorher noch ein paar Griffe mit meiner Gitarre.
Somit verbrachten Annika und ich die Zeit mit Gitarre spielen… bzw. ich mit ein paar Akkorden greifen.

DSCN4281

Nach dem Abendessen schauten wir zusammen einen Film und machten uns einen gemütlichen, ruhigen Abend.

Nach einer erholsamen Nacht liefen wir erstmal in die Stadt hinein.
Natürlich ist grade Nebensaison und die Stadt wie ausgestorben.
Zuerst liefen wir in Richtung Hauptbahnhof, wo wir uns das alte Viertel anschauten, welches bekannt ist für die Herstellung von Wetterfesten Streichhölzern. Auch hier, alles ausgestorben.
Weiter ging es zur vermeindlichen „Altstadt“ bzw zur „Einkaufsstraße mit alte Häusern“.
Leider konnten wir auch hier nichts weiteres, schöneres entdecken und beschlossen weiter nach Malmö zu fahren um vielleicht dort noch im hellen anzukommen.

P1090207

P1090215

Sundsvall 19.11.-20.11.2013

Wir fuhren also im Regen los in Richtung Sundsvall mit einem guten Tipp im „Gepäck“, dass wir in Örnsköldsvik halten sollten, da dort ein riesiger Fjällräven Outlet sei und noch dazu eine Keksfabrik.

Auf der Fahrt nach Örnsköldsvik lerne ich erstmal sehr gut meinem Navi zu wiedersprechen, da es uns zweimal wieder von der E4 runter haben wollte. Diesmal nicht um uns in die Wallapampa zu schicken, sondern schlicht und einfach um uns 200m später wieder AUF die E4 zu schicken.
Ich wiedersprach dem Navi und wir blieben auf der E4.

Uns wurde schon gesagt, dass wir in Örnsköldsvik nur nach Fjällräven Ausschau halten sollen und es super ausgeschildert sei.
Also hinein in den Ort und schon stand da „Fjällräven“. YEEEY, also schnell abgebogen und los gehts – dachten wir, denn auf einmal standen wir vor der Hockeyarena. Super!
Wir fragten nach und erfuhren, dass wir noch mindestens 5-6km von dem Outlet weg seien, die Arena bloß auch Fjällräven hieße.
Wir uns also wieder auf den Weg gemacht und schon im halbdunkeln das Outlet gefunden.
Es ist wirklich recht groß, aber nicht unbedingt viiieeel günstiger, als in einem normalen Shop.
Egal, kaufen hätte ich ALLES können, aber Platz hatte ich ja nicht mehr im Auto. Somit gab es nur neues Campinggeschirr.
Auf, auf, weiter zur Keksfabrik – hieß es als nächstes. Diese fanden wir auch recht schnell, jedoch mussten wir leider feststellen, dass der Verkaufsraum nur Freitags offen hat 😦

Also weiter in Richtung Sundsvall, wo wir auch Schnell das Apartement von unserem nächsten Couchsurfer fanden.
Und es war: GIGANTISCH!!! Was für ein einmaliges Apartement. HAMMER! Das Wohnzimmer mit einer riiieeesigen Couch, einer mega Leinwand und einem Dolby Surround system.
Wir kochten gemeinsam Abendessen und spielten eine Runde „Siedler von Catan“, welches ich seit bestimmt 10 Jahren nicht gespielt hatte – und trotzdem gewann. 🙂

DSCN4221

Am nächsten Morgen schaute ich aus dem Fenster und sah: Schnee. Wie schön, wir bringen den Schnee also mit uns in Richtung Süden. (wer weiß, vielleicht schneit es dann ja auch in Germania?!)
Also schnell Annika aus dem Bett geschmissen und los ging es in Richtung Innenstadt.
Das Wetter war einfach herrlich, strahlender Sonnenschein und nicht zuuu kalt.
Wir parkten und liefen ein wenig durch die Stadt, schossen ein paar Fotos und kauften das ein oder andere ein.
Hier muss ich auch wieder sagen: Wunder, wunder, wunderschöne Stadt 🙂 Hier könnte ich immer einen Halt einlegen.

P1090196

P1090199

P1090204

P1090206

Gegen Mittag ging es weiter mit der Fahrt in Richtung Stockholm – und mit dieser Fahrt melde ich mich dann wieder…

Umea 18.11.-19.11.2013

Schröder hat auch sehr gut bei Explore the North geschlafen

DSCN4174

Nach einem guten Frühstück verabschiedeten wir uns bei Explore The North, was ich natürlich nicht konnte, ohne ein paar Tränchen dabei zu vergießen.
Versprechen musste ich auch, dass ich nach meinem nächsten Vertrag aufm Schiff noch mal zu Besuch komme. (was ich natürlich machen werde)

Die darauffolgende Fahrt war, typisch für uns, spannend.
Was wäre es auch, wenn auf dieser Reise alles gut gehen würde?
An meinem Auto lag es nicht, dass lief auch nach 6 Monaten rumstehen erstaunlich gut.
Aber mein Navi machte echt super Sachen mit uns.
Es gab eine Baustelle auf der Straße und leider nicht wirklich ausgeschildert in welche Richtung ich nun weiterfahren müsse. Somit bog ich einfach mal nach rechts ab und schon war ich falsch.
Egal, das Navi berechnete die Route neu und wollte jetzt, dass wir doch bitte auf einen kleinen Waldweg abbiegen sollten, wo nichtmal Schnee geräumt war.
Haben wir natürlich nicht gemacht und haben dafür einen Umweg in Kauf genommen von einigen km.
Weiter ging es auf der E4 als wir in einer Kleinstadt auf einmal rechts abbiegen sollten, also weg von der E4. Mir kam das irgendwie spanisch vor, aber okay, vielleicht hat das Navi ja recht.
Letztendlich sind wir dann auch in Umea angekommen – aber wie…
Es ging über Straßen ohne Namen, Waldwege, Ortschaften die nur aus 1 Haus und 1 Scheune bestanden. Wir waren überall, rutschten über pures Eis und lernten Orte kennen von denen wir nichtmal wussten, dass sie existieren.
Tja, mit uns auf Tour wird es nie langweilig 🙂

Aber wo in Umea sind wir eigentlich angekommen.
Wir wollen ja durch Schweden durch komplett Couchsurfen.
Auch in Umea hatten wir eine Couchsurferin. Als ich sie jedoch noch mal anschrieb vor 2 Tagen meinte sie nur „Oh ich hab euch total vergessen, ich habe doch keine Zeit“.
So kurzfristig bekamen wir niemand anderen mehr bei Couchsurfing. Wir schrieben noch ein paar an, aber niemand antwortete rechtzeitig.
Was also tun.
Als wir uns bei Explore The North verabschiedeten, frage ich Sara, ob sie jemanden in Umea kennt. Sie rief auch spontan eine Freundin an, die mal in Umea gewohnt hat. Diese wiederum meinte, sie habe eine Freundin, die sogar bei Couchsurfing ist, würde sie probieren anzurufen und uns dann Bescheid geben.
Sara gab uns ihre Nummer und wir fuhren los.
Auf der Höhe von Lulea riefen wir sie an und sie meinte, dass ihre Freundin grade nicht in Umea sei, uns also nicht hosten könnte, aber diese wüsste wiederum ein paar Freunde, die sie anrufen könnte und fragen könnte ob sie uns aufnehmen.
Keine 2 Stunden später bekamen wir eine SMS, dass sie jemanden für uns gefunden hatte.
Somit haben wir letztendlich bei einer Freundin, von einer Freundin, von einer Freundin von Sara geschlafen in einer großen Studenten WG, auf 2 bequemen Matratzen.
Bibi, bei der wir übernachteten war wirklich sehr nett und ich glaube wir haben sie ein wenig dazu gebracht zu überlegen, ob sie nicht doch nach ihrem Studium ein wenig reisen gehen sollte.
Auch brachte sie uns so viel Vertrauen gegenüber, dass sie uns ihr Zimmer auch zum ausschlafen ließ, obwohl sie recht früh zur Arbeit musste.

(Schröder hat auch hier sehr gut geschlafen – ich Dütlitü habe aber vergessen ein Foto zu machen)

Auch hier Frühstückten wir und machten uns auf in die Innenstadt von Umea. Schön im Regen – wunderbar.
Bis jetzt hatten wir ja echt Glück mit dem Wetter.
Wir parkten für günstige 2EUR die Stunde und sahen uns erstmal die Stadtkirche an. Ein recht schickes Gebäude mit vielen großen Baustellen drum herum.

DSCN4209

Weiter ging es auf der Suche nach einer Touristeninformation. – Ja, auch ich bin mal Tourist.
Wir liefen durch die Straßen und entdeckten einen wunderschönen Rathausplatz – wäre dieser nicht voll mit Baustellen gewesen.

DSCN4215

Weiter ging es zum nächsten Platz und „WOW“ wir fanden eine Touristeninformation 🙂
Wir gingen hinein und fragten die Frau hinter dem Tresen, was es denn alles zu sehen gäbe.
Sie meinte nur die Kirche und ein Kunstmuseum – sonst nichts. Na super.
Aufs Kunstmuseum hatten wir keine Lust, aber sie meinte, dass das Gebäude wohl auch sehr schön sei.
Somit schlängelten wir uns den Weg vorbei an all den Baustellen bis zum Kunstmuseum – welches sich als potthäßliches Gebäude herausstellte.
Mein Highlight auf dem Weg dahin war allerdings ein Postauto einer Art, wie ich es vorher auch noch nicht gesehen hatte.

DSCN4220

Danach trafen wir uns mit einem Couchsurfer, welchen wir ursprünglich angeschrieben hatten, er uns aber zu kurzfristig geantwortet hatte und wir da schon mit dem Auto unterwegs waren und gingen noch in Umea zu Mittag essen.
Ein nettes kleines Restaurant wo wir jeder ein großes Fetasandwich und Salat verdrückten, bevor Annika und ich weiterfuhren nach Sundsvall, wo wir grade sitzen.
Aber das, meine lieben Leser, wird die nächste Geschichte sein.

Schröder in Bremen

Da es noch ein paar Tage dauern wird bis ich mich wieder melde mit einem Eintrag von Bremen/Bremerhaven, hier schonmal vorweg ein kleiner Gruß von Schröder, der seinen Platz in der Böttchegasse in Bremen gefunden hat… oder was meint ihr?

IMG_4802

Mein Reiseschwein – Schröder

>Ich habe, wie viele Reisende, ein Reisemaskottchen.
Es ist ein Wildschwein und er heisst „Schröder“, simple, weil ich einen typischen deutschen Namen wollte und mir „Müller“ oder „Meyer“ nicht passend erschien.

Er war mit mir schon überall. Australien, Neuseeland, Singapur, Thailand, Malaysia, Island, Finnland, Dänemark, Schweden … nur, dass ich immer vergesse Fotos von ihm zu machen, obwohl ich es mir immer vornehme.

In Neuseeland und Malaysia habe ich es geschafft damals Fotos zu machen und da ich die letzten 2 Tage Kinder mit auf Tour hatte, habe ich doch tatsächlich dran gedacht auch ein paar Fotos hier in Schweden zu machen. 🙂

Also erstmal stelle ich ihn euch vor:

In Neuseeland:
franz josef

lower tama lake

In Singapur:

Singapur last day (11)

in Malaysia (Borneo)

mt kina

und schliesslich hier in Schweden auf meiner letzten Overnight Tour

P1060727 P1060731