Ende des Trainngs – Beginn der Saison

Seit gestern Abend sind nun die ersten Gäste hier, die ein volles Programm gebucht haben.

Natürlich ist Anfang der Saison noch nicht ganz so viel los, also bewegen wir die Hunde natürlich auch weiterhin an den Tagen wo keine Huskytouren sind.
Allerdings geht das jetzt schnell bis wir ganz ausgebucht sind.
Diese Woche nur zwei Gäste, nächste Woche sind es schon 16 gäste und in der weihnachtswoche sind wir komplett ausgebucht.
Heisst 40 leute im Hotel plus vielleicht noch dazu gebuchte Touren von anderen Unterkünften.

Zum Abschluss des Trainings habe ich euch natürlich wieder ein Video gemacht.
Diesmal nur auf youtube.
Ich hoffe euch gefällts und ihr bekommt einen kleinen Einblick in was wir hier so machen 🙂

trainingsvideo auf youtube

Schnee oder kein Schnee – das ist hier die Frage

Dies ist ja nun mein viertes Jahr als Schlittenhundeguide und ich muss sagen – kein Jahr war wie das andere. Vor allem von Schnee- und Kälteverhältnissen her.

In meiner ersten Saison in Finnland hatten wir im September schon Temperaturen um die -15 grad und konnten im Herbsttraining sogar mit den Quads über die Sümpfe fahren ohne fest zu stecken.
Der erste Schnee kam mitte Oktober und Ende Oktober standen wir schon auf den Schlitten.
Bis Ende Aprik konnte man Schlitten fahren – jedoch nicht viel länger, da es warm wurde.

In meiner zweiten Saison in Finnland war es nicht sehr früh kalt, dafür kam der Schnee früher als im Jahr zuvor und wir konnten sehr früh auf die Schlitten wechseln.
Allerdings gab es schon Ende März einen totalen Wärmeeinbruch und wir sind die letzte Wochentour über Wurzeln, Steine und Gras gerutscht…. schrecklich

In meiner dritten Saison in Finnland wurde es weder kalz, noch kam Schnee.
Als in der letzten Novemberwoche die ersten Gäste kamen lag nur ca. 3cm Schnee.
Die, gott sei Dank sehr Verständnissvollen Gäste, fuhren einen Tag mit auf den Quads, machten eine Huskywanderung und fuhren letztendlich doch nocn ca 20km Schlitten im Tandemschlitten mit jeweils einem Guide.
Dafür gab es Ende der Saison eine Überraschung … diese hätte nämlich noch länger sein können da die Trails noch super waren und noch massig Schnee lag.

Jetzt in meiner vierten Saison, allerdings die erste in Schweden, hatten wir sehr lange sommerliche Temperaturen. Alles andere als gut.
Dafür haben wir seit zwei Wochen Schnee.
Besser wäre es gewesen wenn es erst kalt geworden wäre, damit Seen und Flüsse hätten richtig zufrieren können.
Auch jetzt sind die Temperaturen noch gar nicht winterlich mit um die Null grad. 😦
Letztes Wochenende regnete es sogar und für diesen Sonntag sind schon wieder plusgrade angesagt.
Natürlich hoffen wir, dass sich der Winter jetzt endlich blicken lässt, denn nächste Woche ist Saisonbegin…

Der erste richtige Schnee ist da

Euer Daumen drücken hat geholfen – wir haben Schnee 🙂

Seit ungefähr drei Tagen haben wir nun endlich richtigen Schnee. Es reicht noch nicht ganz zum Schlitten fahren, aber fast 🙂
Sollte es nächste Woche so schneien wie ngekündigt hätten wir genug – also bitte nicht aufhören mit Daumen drücken.

Somit ist jetzt auch die Zeit des Schnee räumens da, was ich persönlich ja noch gerne mache weil einem dabei warm wird.
Auch heisst es nächste Woche wirklich alles bereit machen für den Winter, denn in 3 Wochen kommen die ersten Gäste 🙂

Die Jagd – und ihre Hunde

Schon seit Anfang September ist Jagdsaison auf Elche, Rentiere und Bären. Das ist vollkommen normal hier oben.

Ein interessanter Fakt zur Bärenjagd ist, dass ich vor nicht allzulanger Zeit in einer deutschen Zeitung gelesen habe, dass es in ganz Lappland nur noch 24 Braunbären gäbe – absoluter Quatsch sage ich da.
Allein hier in dem Jagdgebiet gibt es jedes Jahr eine bestimmte Anzahl von Bären die geschossen werden müssen/dürfen. Ich weiss leider die genaue Zahl nicht mehr, aber ich meine es wären um die 10 gewesen.
Dabei gibt es sogar ein Gesetz wie so ein Bär geschossen werden muss – hält man sich nicht dran drohen hohe Strafen.

Die Jagd hat auch einen Effect auf unser Training da wir bestimmte Strecken nur zwischen 10 und 16 uhr fahren dürfen, sowie am ganzen Wochenende nicht trainieren, da die Hunde sonst das ganze Wild vereiben würden.

Wieso ich aber eigentlich auf die Idee mit dem Jagdbeisg gekommen bin ist, dass Martin und ich heute, wie an jedem freien Tag mit seiner Hündin, Abby, auf einem Joggingtrail spazieren waren, als plötzlich von hinten etwas angerannt kam – ein kleiner Jagdhund mit GPS um den Hals.
Da Abby gerade läufig ist war der kleine natürlich nicht erpischt darauf von uns weg zu gehen und folgte uns weiter.
Wir riefen Anders an und beschrieben den Hund. Er sagte uns, dass er wüsste wem er gehört und ihn anrufen würde… natürlich hatte aber wohl der Jäger sein Handy aus und Anders erreichte ihn nicht, sagte aber zu uns, dass wir den Hund einfach machen lassen sollen, denn immerhin hat er ja ein Gps um den Hals.
Auf der Strasse war uns dann doch etwas mulmich, da wir Angst hatten er würde überfahren – anpacken und anleinen liess er sich jedoch auch nicht.
Da wir eh noch kurz einkaufen mussten fragten wir auch do was wir machen sollten – ohne Erfolg.
Zurück zu Hause lief er dann noch etwas hinter uns her bevor er verschwand… hoffentlich zu seinem Herrchen der sich bestimmt die ganze Zeit gefragt hat, wieso sein Hund im Dorf jagen geht 😉

Hier ein paar Impressionen vom Spaziergang

und der kleine mann der uns gefolgt ist

Leonhard Seppala

Junosuando ist eine Ortschaft direkt an Kangos angrenzend hier in Schweden. Dort steht ein Denkmal von Leonhard Seppala. Die meisten von euch werden mit dem Namen bestimmt nicht viel anfangen koennen – diejenigen die sich mit Schlittenhunden und ein wenig geschichtlichen auseinandersetzen sollte er jedoch ein Begriff sein.

Das Denkmal steht dort da seine Eltern gebuerdig von dort waren, er selber ist in Norwegen aufgewachsen und ist 1910 nach Amerika ausgewandert um Sibirische Huskies zu gruenden. Doch das ist nicht wofuer er bekannt geworden ist. Weiterlesen