Ich bin dann (mal wieder) weg

Hat jemand von euch die letzten 2 Monate gesehen? Wo sind sie hin frage ich mich immer und immer wieder, denn, wie es bei Urlauben meist der Fall ist, geht die Zeit viel zu schnell vorbei.

Tatsächlich habe ich es geschafft zwei Monate lang mein Heimatland Deutschland nicht zu verlassen. Wie untypisch von mir.
Wenig erlebt habe ich deswegen jedoch ganz und gar nicht. Vor allem habe ich endlich nochmal einen Urlaub gehabt in welchem ich viele Freunde getroffen habe und hier in der Umgebung unterwegs war. Weiterlesen

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Reisen und damit Geld verdienen? Teil 1 – Wie bekomme ich die Jobs

Schon seit 7,5 Jahren habe ich Deutschland den Rücken zugedreht und arbeite mich seitdem durch die Welt. Bis jetzt bin ich durch die unterschiedlichsten Weisen an diese Jobs gekommen.
In diesem Bericht möchte ich euch erzählen wie ich an meine Jobs ran gekommen bin um euch einen kleinen Einblick zu geben, was es für Möglichkeiten gibt.

Dabei waren es gar keine typischen Backpacker Jobs. Natürlich bin ich in Neuseeland auch diverse Früchte pflücken gewesen, habe in Fabriken gestanden und faule Äpfel sortiert und Weinreben geschnitten. Weiterlesen

Schlittenhunderennen so nah und doch so fern

Die meisten von euch wissen, dass ich 4 Jahre als Schlittenhundeguide gearbeitet habe. Drei Jahre habe ich in Finnland gearbeitet und ein Jahr in Schweden.

Noch heute sage ich, dass das mein absoluter Traumjob ist. Leider auch einer, den ich nicht mein ganzes Leben lang machen möchte. Ich bin ein Mensch der Abwechslung braucht in den beruflichen Tätigkeiten und nach 4 Jahren war es genug, ich brauchte Sonne und andere Länder.

Während ihr vor dem TV sitzt und vielleicht ein Fußballtunier verfolgt oder ein Formel 1 Rennen, sitze ich im Winter vor dem Internet und verfolge das Idiarod, das Yukon Quest und viele andere Schlittenhunderennen.
Live war ich noch nie bei einem dabei – bis jetzt. Weiterlesen

Yukon Quest

Ich selber bin nicht so der „Renntyp“, aber ich verfolge schon die grossen Schlittenhunderennen jedes Jahr.
Es ist in etwa wie, wenn ihr zu Hause vielleicht Fussball schaut und für euer Team „hofft“, so hoffe ich, dass die mir am sympatischten Musher auch als erstes über die Ziellinie kommen.

Natürlich geht das ganze nicht nur ein paar Stunden, sondern über mehrere Tage, aber gerade das macht ja die Spannung aus.

Im Moment läuft das Yukon Quest, ein 1600km (1000milen) langes Schlittenhunderennen von Whitehorse (Yukon/Canada) bis nach Fairbanks (Alaska).
Vor einigen Tagen noch waren 25 Musher an der Startline in Whitehorse, während jetzt noch 21 im Rennen sind, wobei die ersten 2 Musher (Hugh Neff und Allen Moore) schon im 3. letzten Checkpoint sind.

Das Quest started jedes Jahr im Februar seit 1984 unter manchmal, heftigen Konditionen, da der Februar bekannterweise der kälteste Monat des Jahres ist.
Der Trail folgt in weiten Teilen dem Yukon River und damit verbunden einem historischen Weg aus der Zeit des Goldrausches.
Die Idee zu diesem Rennen ist schon älter, aber erst 1983 wurde entschieden, dass es dieses Rennen geben wird – vor allem in dieser Grösse.

Die Strecke ist unterteilt in 13 Checkpoints, wo die Musher und die Hunde rasten können. Dies können sie natürlich auch auf dem Trail, wie sie wollen oder wie sie sehen, dass ihre Hunde performen.
In den Checkpoint gibt es zusätzlich Tierärzte, welche die Hunde untersuchen und gegebenenfalls aus dem Rennen nehmen.

Die Musher starten mit 14 Hunden und müssen mit mindestens 9 Hunden über die Ziellinie fahren.

Auf halber Strecke, in Dawson City, gibt es einen 36 Stunden Stop für alle Musher, welcher mit der einzige Stop ist, wo die Musher einmal wirklich schlafen können auf ihrem Weg zwischen 10 und 15 Tagen, bis auch der letzte über die Ziellinie gefahren ist.

Wen es interessiert wie es aussieht und wer vorne liegt kann das hier nachschauen:
current standings
live tracking

wer sich dafür interessiert wie das Rennen letztes Jahr war kann es in diesem kleinen Video sehen:

Und falls ihr euch fragt für wen ich hoffe, dass er gewinnt: Hugh Neff 🙂 Gewinner vom letzten Jahr. Er kommt in allen Interviews einfach am sympatischten rüber.
Auch hoffe ich jedesmal, dass Lance MacKey immer vorne mit dabei ist. Leider hat er dieses Jahr jedoch das Rennen auf halben wege beendet, da es seinen Hunden nicht so gut ging – aber die Hunde gehen nunmal vor.

Januar – ein video

Es ist schon der 06.02. und es wird Zeit für ein kleines Video von Januar. Wieder eine kleine Zusammenfassung wie es so bei mir aussah.

Es war der mit abstand sonnigste Januar den ich in den letzten 4 Jahren hatte – was echt positiv ist, da die Trails superschnell waren.

Die Musik in dem Video ist ähnlich wie die vom letzten – da vom selben Künstler… ich finde, es passt einfach 🙂

Ich hoffe euch gefällt das Video

Für alle, die später dazu gekommen sind – hier meine anderen Videos:

December video (youtube)

Sommervideo (facebook)

Training on the sleds (youtube)

Quad training (youtube) (mein liebstes 🙂 )

Dezember 2012 – Ein Video

Lange schon gab es kein Video mehr von mir. Schlicht und ergreifend aus zeitgründen.
An meinem letzten freien Tag war es aber wieder soweit und ich konnte mich an meinen geliebten Mac setzen und basteln.

Das war also der Dezember 2012 – der dunkelste Monat des Jahres. Somit leider auch die meisten Fotos in keiner allzu guten Qualität.
Ich hoffe es gefällt trotzdem.

Die Touren bis jetzt waren total super und ich freue mich hier sein zu dürfen.

Für alle, die erst jetzt zu mir gestossen sind hier mal eine Zusammenfassung aller bisherigen Video-Zusammenschnitte:

Sommervideo (facebook)

Training on the sleds (youtube)

Quad training (youtube) (mein liebstes 🙂 )

1 – hier kommt die Sonne

Nachdem wir die nun die „grosse Dunkelheit“ hinter uns haben, (hier nachzulesen) warteten wir alle gespannt darauf, dass uns die Sonne wieder „beglückt“

Ich erinnere mich noch an die vergangenen Jahre sehr genau – allerdings irgendwie nur an die letzten zwei.

2011 im Januar standen zwei damalige Arbeitskolleginnen und ich in meinem Zimmerfenster, welches im zweiten Stock lag und wir von dort aus die Sonne am Horizont sehen konnten. Aus meinem Laptop tönten Ramstein mit „Sonne“ und wir sangen lauthals mit, weil wir so glücklich waren einen Blick auf die Sonne erhaschen zu können.

2012 im Januar war ich gerade mit Gästen auf einer Tour über einen „Hügel“ und auf einmal rief ein Gast von hinten „ICH KANN DIE SONNE SEHEN“ und wir legten eine extra Pause ein, um die Sonne geniessen zu können. 🙂 Zurück im Camp glaubte uns erst niemand, was wir gesehen hatten – aber wir hatten ja Beweisfotos.

Gestern musste ich Martins Tagestour übernehmen, da dieser krank im Bett lag. Mir ging es nicht viel besser bzw. geht es auch noch nicht viel besser, aber irgendjemand musste ja die Tour fahren (und da wir Frauen ja härter im nehmen sind ;-p).
Zu meinem Glück passierte aber dann das unglaubliche: Ich sah die Sonne am Horizont. Für diesen kurzen Moment ging es mir direkt etwas besser und ich war glücklich.

Diesen Moment nach so vielen Wochen wieder den grossen, roten Ball am Horizont zu sehen, kann man glaub ich nur nachempfinden, wenn man selber mal hier oben gelebt hat – einfach herrlich!

DSCN2156

Unsere Touren

Ich schreibe und schreibe von meinem Leben hier und jetzt ist mir erst aufgefallen, dass ich noch garnichts von dem angesprochen habe, was wir hier eigentlich anbieten.

Generell kann man immer anfragen ob man ein spezielles Program zusammenbestellt bekommen könnte. Meine Chefs probieren alles möglich zu machwn – was natürlich nur geht wenn wir nicht ausgebucht sind 😉

Jetzt am Anfang gibt es zum Beispiel einige Programme die es später nicht mehr so gibt.
Die meisten Gäste sind gerade 4 Tage hier, haben zwei Halbtagestouren, einmal Hunde und einmal Skidoo, sowie diverse optionale Touren.
Nennt sich aurora relax das ganze.

Zu den Programmen hinzu buchen kann man immer noch wenn man hier ist eine Northern Light Tour (wahlweise mit Hunden, Skidoo oder Schneeschuh), Eisfischen, Schneeschuhtouren, Langlauftouren, eine Nacht in unserem gerade im Bau befindlichen Igloo village, einen abend in der outdoor sauna mit jacuzzi oder ein abendessen im tipi auf dem haussee.

Die einzigen zwei reinen Huskytouren sind die „Silence of the winter“ (5tage) und die „arctic mountain tour“ (8tage)
erstere werde ich ab übernächste woche vorläufig jede zweite woche guiden.
Bei diesen Touren schlafen wir in Hütten ohne Strom und Wasser, schön in der wildniss gelegen.
Tagesetappen von 40 bis 60km 🙂

Dann gibt es diverse Kombinationen, was am häufigsten gebucht ist.
Da haben die Gäste z.b. mal eine tagestour husky, dann eine skidoo tour und dann wiederum einen besuch auf einer elchfarm.
Es ist also für jeden etwas dabei.

wenn sich jemand noch näher dafür interessiert schreib es in die kommentare oder schaut auf der webpage vorbei
explorethenorth.se