Ein Blick zurück – Das Jahr 2013 in Wort und Bild

Es ist wieder an der Zeit, das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und da darf ein Jahresrückblick nicht fehlen.
Es war ein Jahr voller Neuerungen. Nach 4 Jahren Winter brauchte ich Sommer und welchste meinen Job von den Schlittenhunden zu einem Kreuzfahrtschiff, nach 28 Jahren langer Haare schnitt ich mir meine Haare kürzer als schulterlang ab, meine Beziehung zerbrach und erneuerte sich, Freunde haben geheiratet, wurden schwanger, Beziehungen zerbrachen und leider musste ein Freund auch von uns gehen … das einzige wo sich, mal wieder, nichts dran geändert hat, ist mein Gewicht und mein damit verbundener Hunger nach Schokolade.
Hunger, das habe ich auch immer nach neuen Herausforderungen, neuen Zielen und meinen Träumen. Somit steht das nächste Jahr hoffentlich ganz im Zeichen meiner Träume, aber dazu mehr später im Jahr.

Zuerst mein kleiner Jahresrückblick:

Januar

DSCN2156
Der Januar ist im Norden immer etwas Besonderes. Denn nach ca. 6 Wochen langer Dunkelheit ohne Sonnenschein, kommt die Sonne endlich wieder heraus.
Leider war ich an jenem Tag krank und saß nur bei einem Helfer im Schlittensack um mich um die Gäste zu kümmern. Umso schöner an diesem Tag war aber, dass wir das erste mal wieder die Sonne gesehen haben.
Geburtstag hatte ich auch im Januar und wurde 28 Jahre jung – aber das vergesse ich meistens sowieso.

Das Video zu meinem Januar gibt es hier: Januar-Video

Februar

P1060550
Im Februar wurde es diesmal gar nicht so kalt, wie ich es von Finnland aus kannte. Somit war es ziemlich angenehm und man konnte die Schlittenhundetouren in Schweden wirklich genießen, solang die Gäste mitspielten.
Die Sonne stand höher am Himmel und die Stimmung wurde immer besser.

Das Video zu Februar gibt es hier: Februar Video

März

DSCN2437
Im März bekamen wir endlich wieder mehr Sonnenstunden als alle südlicher von uns und die Tage wurden länger und länger.
Auch unsere Winter-Puppies wurden immer größer und fingen an die Gegend zu erkunden. Auch konnte man endlich anfangen mit ihnen Halsband- und Geschirrtraining zu machen.
Ich hatte ein paar wirklich super Touren im März und die Hunden waren in Hochform!

Das Video zum März findet ihr hier: März-Video

April

DSCN2536
Der April war der Monat, in dem alles anders wurde. Der Monat in dem ich vorerst den Norden verließ um über den Sommer einer anderen Beschäftigung nachzugehen.
Es war schwer oben allen Hunden, sowie Menschen „bye bye“ zu sagen und nach einer so emotionalen Saison weiß man erstmal gar nicht wohin mit den Gefühlen.
Meine erste große Aufgabe war es, am Copenhagener Flughafen 5 Stunden auszuharren. In Menschenmengen, welche ich nicht mehr gewöhnt war. Es war der blanke Horror, aber auch diese Stunden gingen vorbei dank lieber Menschen, die es schafften mich visa Skype und Facebook zu unterhalten – sowie mit ein paar guten weblogs die es zu lesen gab.
P1060892
Zuhause musste man sich erstmal eingewöhnen, aber da ich nicht viel Zeit hatte, bis es weitergehen sollte, ging die Zeit recht schnell rum und Zeit für Urlaub war nicht.
Zeit war aber, mit dem Reisebüro zusammen eine Wanderung im Sauerland zu unternehmen, welche u.A. den Kyrill-Pfad beinhaltete, von welchem ich bis dahin nur gehört, ihn aber nie gegangen war.
Wirklich wunderschön gemacht mit einzelnen Kletterabschnitten und vielen interessanten Fakten rund um den Sturm.

Das April Video, noch von Schweden, findet ihr hier: April Video

Mai

P1060952
Am 1. Mai war natürlich wandern mit Freunden angesagt. Wir besorgten uns einen Bollerwagen und wanderten los. Nicht sehr weit, dafür mit vielen Stops und anschließendem Grillen bei einer Freundin. Wie immer, wenn ich denn mal daheim bin, sehr entspannt und schön.
Am 07. Mai ging es dann für mich los in ein neues Abendteuer.
201305Kusadasi
Es ging aufs Schiff und an dieser Stelle legte ich mein Blog erstmal auf Eis.
Inzwischen weiß ich, dass Fotos, wo weder Arbeitsplatz, noch Menschen drauf sind, wohl okay gehen (das heißt ich melde mich im nächsten Jahr bestimmt zwischendurch mal – zumindest mit Fotos).
Oben das war Schröder, mein Reisemaskottchen in Kusadasi (Türkei) von welchem ich leider nicht ganz so viel zu sehen bekam da ich viele Trainings hatte.

Juni-September

201309Alberobello1

20130924Dubrovnik

20130925Kotor

20130927Korfu
Diesmal ein paar mehr Fotos, da ich auch mehrere Monate zusammenfasse. Das arbeiten auf dem Schiff machte einfach unheimlich Spaß und man sah so viele neue Länder, Kulturen und Menschen, dass man von einer Eindruckswelle überrollte wurde, die beeindruckend war.
In dieser Zeit passierte es auch, dass meine Beziehung in die Brüche ging und meine Haare ebenfalls – okay, die brachen nicht, die wurden abgeschnitten.
Es entwickelten sich tolle neue Freundschaften, ich lernte neue tolle Sportgeräte, wie den TowerPower und PowerPlate kennen und machte tolle Wanderungen in manchen Destinationen.
In diesen Monaten bereiste ich Monacco, Frankreich (mit Korsika), Italien (mit Sizilien), Malta, Kroatien, Montenegro und Griechenland (Korfu).
Wirklich eine wundervolle Erfahrung.

Oktober

20131022Cagliari

20131023Tunesien1

20131030Lissabon
Auch im Oktober arbeitete ich weiter auf dem Schiff und fuhr auch nochmal die Länder an, wie in den Monaten davor.
Allerdings hatten wir auch eine andere Route, meine letzte von meinem 1. Vertrag und somit habe ich im Oktober auch einige tolle andere Länder gesehen.
Sardinien, Tunesien, Spanien (Barcelona, Valencia, Malaga, Cadiz) und Portugal.
Auf meinen Vertrag zurückblickend war es wirklich genial mit vielen neuen Erfahrungen und super Menschen um mich herrum.
Vor allem meine Kabinenkollegin Annika, in der ich eine wunderbare Freundn gefunden habe!
Auch lernte ich Ende Oktober den Flughafen London Heathrow kennen und weiß jetzt, wieso man minimum 2 Stunden zum Umsteigen haben sollte, wenn man eine reele Chance haben möchte seinen Anschlussflug zu bekommen.

November

DSCN4204

DSCN4246

DSCN4270

P1090263

P1090325
Mitte November, nachdem ich erstmal Urlaub und Papierkram in Deutschland erledigt hatte, ging es los auf einen abendteuerlichen Roadtrip mit Annika von Schweden in Richtung Deutschland, inklusive Besuch von einigen Freunden und vielen Weihnachtsmärkten.
Unsere Station waren: KangosUmeaSundsvallStockholmJönköpingMalmöBerlinLeipzigDettingen (mit Ulm und Esslingen)
Auch war dies der Monat in der meine alte Beziehung auch wieder meine neue Beziehung wurde und ich unheimlich glücklich darüber bin :-*
Es war schön nochmal mit den Schlitten zu fahren, was mir zeigte, dass es ich sehr vermissen werde diesen Winter und es war auch schön mal woanders Halt zu machen unterwegs anstatt immer in denselben Städten – auch wenn die neuen Städte nicht wirklich viel zu bieten hatten.
Besonders schön fand ich Ulm und von Leipzig war ich überrascht, da ich mir vorher unter der Stadt kaum etwas vorstellen konnte.

Dezember

IMG_4818

DSCN4296

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Schon sind wir im Dezember angelangt, in welchem Monat wir uns grade befinden.
Der Dezember war stressiger als gedacht. Fast jeden Tag hatte ich irgendetwas vor, oder arbeitete halbtags im Reisebüro meiner Mutter. So richtig zur Ruhe kommen und Urlaub haben blieb da aus. Aber eigentlich ist das für mich ja grade gut, denn sonst gehe ich noch ein vor Langeweile.
Meine Mum und ich machten einen Ausflug nach Frankfurt um spontan zu sehen ob wir noch Karten für „Night of the Proms“ ergattern können und hatten sogar nach 2 Stunden „in der Kälte stehen“ Glück und konnten die Show, meine 10. Proms, von super Sitzen aus genießen.
Auch kam der erste Schnee und ich wurde, wie immer, wenn ich Schnee sehe, zum absoluten Kleinkind. Schnee ist für mich wettertechnisch das höchste der Gefühle.
Nachdem Annika und ich schon auf dem Roadtrip „blut geleckt“ hatten, beschäftigte ich mich diesen Monat viel mit geocachen, auch wenn ich mich noch nicht an die großen Caches traue.
Zum ersten Mal machte ich auch eine Nachtwächterführung mit, was wirklich lustig und interessant war.
Im ganzen holte ich nach, was ich die letzten Jahre verpasst hatte und ging auch hier in der Gegend auf viele Weihnachtsmärkte, wobei mir der in Siegburg am besten gefiel – was ja kein Wunder ist, da es sich hier um den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt handelt.
Ich feierte viel mit meinen Freunden, aber leider starb ein Freund zu Weihnachten, was einen großen Schatten über Weihnachten brachte.
Es sind harte Zeiten, aber so hart es auch klingt „Das Leben geht weiter“, auch wenn die Angehörigen vielleicht noch nicht wissen wie.
Dieses Jahr Ende Dezember ist dann auch der 10. Todestag meines Vaters. Es kommt einem gar nicht so lange vor, aber durch die neusten Geschehnisse hier, kam natürlich alles wieder hoch.

_____________________________________________________________________________________________________

So und zu guter letzt gab es noch was neues: Ein neues Design!
Nach fast 2 Jahren musste mal etwas anderes her und somit setze ich mich jetzt endlich mal dran und bastelte heute Nachmittag etwas dran rum.
Es gibt jetzt auch eine Bucket List unter „the world“, weil ich dachte, dass ich euch das ja auch mal sagen muss was hoffentlich noch alles in meinem Leben passiert 😉
Ich hoffe das Design gefällt euch – bzw. der neue header und der neue Hintergrund 🙂

Ich wünsche euch allen nochmal besinnliche Weihnachten und schließe damit meinen Jahresbericht ab.
Mein „Buch-Jahresbericht“ folgt die nächsten Tage, sobald ich mit meinem jetzigen Buch fertig bin und weiß, dass ich das nächste nicht mehr vor Jahresende fertig lesen werde 😉

Werbeanzeigen

Kangos 15.11. – 18.11.

Morgen geht unser Roadtrip dann richtig los und bis dahin erzähle ich euch, was so alles in Kangos passiert ist.

Passiert ist eigentlich nichts, zumindest nichts negatives.
Nach meinem letzten Beitrag sind wir wirklich schlafen gegangen, wurden kurze Zeit später jedoch schon wieder geweckt. Martin rief an und informierte uns, dass es draußen Nordlichter geben würde.
Das waren einige der größten Nordlichter, die ich jemals gesehen hatte und für Annika fand ich es natürlich auch umso schöner, dass sie ihre ersten Nordlichter sehen konnte und dann auch noch in DIESEM Umfang.
Fast alle standen draußen und staunten. Einfach wunderbar.
Leider habe ich ja (noch) keine sooo gute Kamera und somit sind meine Fotos auch eher bescheiden ausgefallen.
P1090191

P1090194

Am nächsten Morgen dann direkt nach nächste Highlight. Wir durften mit auf eine kuzr 14km Tour mit Martin kommen. Ich habe mir ja schon gewünscht, dass ich nochmal auf dem Schlitten stehen darf, aber dass es wirklich geklappt hat, war super. 🙂
Es war eine schöne, kleine Tour, von der ich, zumindest einige Meter vom Trail, auch noch gar nicht kannte.
Die Hunde sind in einer wirklich super Verfassung 🙂

DSCN4181

DSCN4185

Dann war es Zeit für unseren „Deal“. Wir holen den neuen Guide vom Flughafen ab und haben somit einen Firmenwagen um unser Gepäck abzuholen.
Auf dem Weg dorthin muss ich sagen, dass die Leute vom Flughafen völlig unenspannt waren. Die haben 2x unterwegs angerufen wann wir denn kommen würden um unser Gepäck abzuholen. Echt ziemlich nervtötend.
NAtürlich kamen wir auch 5min zu spät zum Flughafen, weil wir so lange an einer Baustellenampel standen.

Zurück in Kangos fing ich an mein Auto auszumisten, während Annika etwas auf dem Zimmer blieb.
Ich plauschte ein wenig mit den neuen Guides und mit Martin und zu guter letzt spielten Annika, Martin und ich noch ein paar Runden das Kartenspiel „Shithead“

Heute ging es dann in die nächste Runde Schlitten fahren. Diesmal 50km und größtenteils… okay eigentlich bis auf eine Abzweigung, Trails die ich auch schon kannte. Einige mit neuen „Abendteuerkurven“ und Stöcken die ja ganz normal sind beim Training.
Die Schneeanker halten natürlich auch noch nicht überall, aber irgendwie ging das schon alles gut und wir hatten schon wieder suuuuperwetter 🙂
Einfach herrlich wieder durch den Schnee zu gleiten.
Ich werde es echt vermissen diesen Winter und morgen, wenn wir unseren Roadtrip starten, wird mir das Herz bluten – das weiß ich schon jetzt.
Aber hier an dieser Stelle nochmal: DANKE – an Martin, dass er uns mitgenommen hat 🙂

DSCN4199

DSCN4204

DSCN4206

Nachdem ich nochmal mitgeholfen hatte „Scheiße zu kratzen“ ging es dann wirklich mal ans Auto-aufräumen. Meine Winterreifen abtauen, Schnee wegschaufeln vom Auto und umpacken/ausmisten.
Ich hoffe unsere Sachen, die wir jetzt mitgenommen haben, passen auch noch hinein und dann kann es morgen früh auch schon losgehen.
Gleich hole ich mal noch meine Gitarre bei Anders und es wird eine weitere lustige Runde „Shithead“ gespielt.

Alles in allem eine wunderbare Zeit hier oben und ich weiß, dass mein Herz noch immer hier oben hängt, im Schnee, bei den Hunden, in der ruhigen Natur.

Karfreitag in Kangos

Ich hatte heute überraschend frei und muss sagen: Hier im Dorf hat der Bär gesteppt. Das hätte ich jetzt wirklich nicht gedacht.

Rund um das Schulhaus waren diverse Aktivitäten zugange. Kinderspiele, Gesichter bemalen, etwas trinken, Schneemobil treffen und mein Boss, sowie 3 meiner Kolleginnen, waren auf dem See hinter unserem Haus mit 4 Hundeteams. Eine Runde um den See kostete 50kr und das Geld wird der Schule gespendet, die wohl einige finanzielle Probleme im Moment hat.
Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen auch ein stündchen unten zu stehen und mit meinen Kolleginnen zu quatschen und ein wenig zu helfen.
Heute Abend ist dann noch Pub – ob ich hingehe weiss ich noch nicht, da es Eintritt kostet und ich sowieso Morgen arbeiten muss – aber wir werden sehen.

Ein paar Fotos von heute habe ich natürlich auch gemacht.

In diesem Sinne wünsche ich euch: FROHE OSTERN!

P1060718

P1060721

P1060726

Hilfe – es ist doch viel zu kalt…

… sagen viele Gäste schon ab minus 5 Grad.
Und um ehrlich zu sein, auch ich finde minus 5 Grad um einiges zu kalt – denn es ist nasskalt. Ab ca. 15 minus wird es eine angenehm, trockene Kälte, die bis 30 minus auch weiterhin recht angenehm ist.
Alles was darunter ist – ist einfach nur kalt. Ab 40 minus ist es einfach nur noch SAUkalt (entschuldigt den Ausdruck)

Viele Gäste glauben, dass wir Guides nicht frieren – glaubt uns, wir tun es auch, nur erst ab etwas kälteren Temperaturen – was unter anderem auch daran liegen könnte, dass unsere Nervenenden nach jahrelangem arbeiten in der Kälte eh nicht mehr das sind, was sie mal waren  😉

Aber mal Spass beiseite. Ich persönlich favorisiere ja die Kälte, denn ist es zu warm hat man irgendwann nichts mehr, was man noch ausziehen kann, während man, wenn einem zu kalt ist, immer mehr anziehen kann.

Ich habe schon alles gesehen – glaubt mir. Gäste, die in Nylonsocken kommen – das kann schlicht und einfach nicht warm geben. Gäste die die Klamotten von uns ablehnen, weil sie selber ihre „Skiklamotten“ dabei haben – und dann auf Tour frieren.
Zwingen können wir niemanden unsere Polarklamotten zu benutzen.

Die Gäste hier werden gut eingekleidet.
Gute Winterschuhe (bis minus 40 grad)
Skihosen und Parka von Bergans of Norway
Skimaske, Fellmütze und überhandschuhe ebenfalls von Bergans of Norway
Für die Hüttenübernachtungen im weiteren einen Innenschlaf (die aussenschlafsäcke lassen wir schon auf den Hütten), eine grosse Strinlampe und eine kleine.

Ich denke es kann niemand meckern bei dem, was er hier geboten bekommt. Dazu kann man an der Rezeption Wärmepads kaufen, was ich jedem, der kälteanfällig ist, empfehlen würde.
Es sind diese, die an der frischen Luft und durch schütteln warm werden und bis zu 6 Stunden warm bleiben.
Selbst ich habe immer ein Pack davon einstecken, da, wenn mal wieder ein Karabiner eingefrohren ist, den ich per blanken Hand wärmen muss, froh bin, in einen warmen Handschuh zu kommen.
An den Füssen brauche ich es persönlich nicht, weiss aber, dass die meisten Gäste welche an die Füsse tun – aber okay, als Guide laufe ich noch mehr als die Gäste 😉

Um euch ein Beispiel zu geben wie ich auf dem Schlitten stehe bei Durchschnittstemperaturen 10-30minus

Füsse:
Ich habe ein dünneres paar Armeewollsocken die bis zu den Knien hochgehen auf meiner Haut.
Darüber jeweils eine Plastiktüte zur zusätzlichen Isulation vor Feuchtigkeit.
Als oberste Schicht nochmal ein paar dicke Wollsocken 2 Nummern grösser als meine eigentliche Grösse, damit es nicht zu eng wird.
Als Schuhe benutze ich seit 4 Jahren Baffin Polar Schuhe, sage und schreibe 5 Nummern grösser als meine eigentliche Grösse, damit genug Luft an meinen Füssen zirkulieren kann und ich nicht kalt bekomme.

Beine:
Eine lange Fliessunterhose (diverse Marken), darüber eine Art Skihose von Bergans of Norway

Oberkörper:
Ein langes Thermounterhemd als Grundlage.
Darüber einen Fliesspullover.
Und dann entsprechend meiner Laune und was das Wetter so sagt entweder noch eine Fliessjacke und eine Daunen-Windproof Jacke ebenfalls von Bergans of Norway … oder… einen Parker von Bergans of Norway, ebenfalls Daunenjacke.

Hände:
Um mit den Hunden zu arbeiten, habe ich immer Fingerhandschuhe mit Thinsulate an, mit denen ich meistens auch anfange Schlitten zu fahren.
Unterwegs kann es aber, entsprechend der Kälte, oder, ob meine Handschuhe nass werden, sein, dass ich zu Fäustlingen wechsel.

Kopf:
Skimaske
1-2 Buffs (ich kaue gerne drauf rum, deswegen gefrieren die immer und ich muss 1-2x am Tag die obere und untere schicht wechseln… uuups)
Mütze (entsprechend meiner Laune habe ich 5 verschiedene Mützen, von Wellmützen über Merinowolle bis hin zu Fridolin… siehe ende des Beitrags)

Unter minus 30 ist der einzige Unterschied, dass ich zwischen Thermo und erster Fliessschicht noch ein T-Shirt anziehe, manchmal noch eine zweite lange Unterhose und ein drittes Paar Socken dabei habe für den Fall der Fälle.
Mein Beispiel soll nicht für alle Menschen gelten, da jeder unterschiedlich Kälteanfällig ist.
Für die Sicherheit gilt: Lieber eine Schicht zu viel als zu wenig!!!

Dazu sollte man versuchen sich immer in Bewegung zu halten. Nicht so viel, dass man schwitzt, sondern eher ruhige Bewegungen.
Leider neigen viele dazu sich total zu verkrampfen und sich gar nicht mehr zu bewegen – was das schlechteste ist, was man machen kann.

Trotz allem sieht man ziemlich lustig aus, wenn es kalt ist, und lachen gibt ja bekanntlich auch warm.
Männer bekommen graue Bärte, jeder bekommt graue Haare und eine kostenlose extra weisse Wimperntusche 🙂

überzeugt euch selber.
Ich, mit meiner „Spassmütze“ Fridolin bei minus 24 grad.

DSCN2262