Alpenüberquerung im Sommer

Schon länger steht es auf meiner Bucket List – die Alpenüberquerung. Einfach mal sagen können „Genau DAS habe ich geschafft“

Natürlich ist das alles noch etwas hin, bis es soweit ist, aber natürlich ist es immer besser sich vorzeitig Gedanken zu machen.

Alleine, zu zweit oder in der Gruppe? Diese Frage stellt sich mir natürlich auch. Generell bin ich ein Mensch der gerne alleine in Urlaub fährt und/oder wandert. Was die Alpenüberquerung angeht mit teilweise „schwierigen“ Passagen über die Gipfel war für mich klar, dass ich diese Hürde nicht alleine nehmen möchte.
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Ich packe meinen Koffer – für eine Trekkingtour

Ich hatte schon einmal darüber berichtet, dass ich mich immer den Reisesituationen anpasse, was mein Gepäck betrifft.
Auch wie man sich am besten kleidet, wenn es richtig kalt ist habe ich schon einmal beschrieben.

Wie sieht es aber aus bei langen Trekkingtouren?
Genau das habe ich mich gefragt bevor es los ging nach La Réunion.
Bis jetzt kannte ich nur Tagestouren, oder 3-4 Tagestouren in Neuseeland. Also wie packe ich am besten.
Die Packliste von Wikinger war schon sehr hilfreich, letztendlich habe ich aber doch etwas anders gepackt.

8 Tage waren wir mit denselben Klamotten unterwegs und da gehört es sich schon wirklich gut ausgestattet zu sein.

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Der Rucksack
Ich bin ein großer Deuter-Fan und da ich die Auswahl hatte zwischen einem 24l Rucksack und einem 50+10l Rucksack, entschied ich mich für den letzteren.
Ich kann euch sagen, der war ganz schön groß – der größte von allen.
Natürlich müßt ihr große Rucksäcke nicht bis oben hin vollpacken. Das habe ich auch nicht getan.
Letztendlich müßt ihr aber daran denken, dass jeder Rucksack ein Eigengewicht mitbringt und das variiert natürlich je Marke, Ausstattung und Größe.
Nach La Réunion habe ich für mich beschlossen, dass ich vor der nächsten Trekking-Reise einen 35+10l Rucksack bekommen werde. Welchen genau weiß ich noch nicht, aber diese Größe scheint perfekt zu sein.
Eine große Auswahl an Rucksäcken und vielen weiteren Outdoorartikeln bietet zum Beispiel wildnisssport.de die auch sehr gute Beschreibungen mitliefern. Hier werdet ihr informiert über Größe, Gewicht und Verwendungszweck.
Das grenzt die Auswahl schon sehr ein.

Wanderschuhe und Stöcke

Wanderschuhe sind wichtig – und zwar die richtigen. Nehmt nicht einfach die günstigsten, sondern die, die passen. Ihr müsst mitunter 10 Stunden am Stück in ihnen gehen können über mehrere Tage.
Ich nehme seit Jahren schon Wanderschuhe der Firma LOWA. Ich habe beim letzten Schuhkauf auch andere Marken angehabt, aber für meinen Fuß sind einfach nur diese Schuhe gemacht.
Stöcke werden häufig unterschätzt. Wer von euch hat nicht schon einmal, grade beim bergab-gehen über schmerzende Knie geklagt?
Seit ich die Stöcke richtig einzusetzen weiß, hatte ich nie wieder Knieprobleme.
Bergauf eine gute Hilfe dem Körper die Last des Rucksacks abzunehmen, sollte man sie eher etwas kürzer halten.
Hinab werden sie verlängert, so habt ihr immer eine Stütze dabei um auch mal große Stufen zu meistern.
Beim geradeaus laufen ist ein 90 Grad Winkel der Arme sehr angenehm.

Nützliches auf Tour
Eine Stirnlampe sollte immer dabei sein. Wer weiß ob ihr von der Dunkelheit überrascht werdet oder mal auf einer Hütte übernachtet wo ihr diese Nachts braucht.
Ich habe viele Ausführungen von Stirnlampen (die hellste mit 1000 Lumen), hatte auf La Réunion jetzt zum Beispiel nur eine sehr günstige, aber dafür sehr leichte Lampe dabei. Hierbei Batterien nicht vergessen damit ihr nicht im Dunkeln steht.
Ein Seil hilft in vielen Lebenslagen. Zum Beispiel beim Waschen. Einfach zwischen zwei Pfosten oder zwischen Bett und Fenster spannen und schon könnt ihr eure frisch gewaschenen Sachen zum trocknen aufhängen.
Ein Taschenmesser kann ebenfalls in vielen Lebenslagen helfen. Sei es in Notsituationen oder auch einfach um sich zur Mittagszeit ein Brot schmieren oder ein Stück Wurst abschneiden zu können.
Eine Brotdose wiegt nicht viel und ihr könnt einiges darin aufbewahren. Nicht nur Essen, auch Steine, Blätter oder was auch immer ihr am Wegesrand findet.

Klamotten und Waschsachen
Bei den Anziehsachen ist Minimalismus gefragt.
8 Tage bedeuten nicht, dass ihr 8 T-Shirts mitnehmen müsst. Ich hatte genau 2 dabei. Eins an und eins im Rucksack, dass ich anziehen konnte, während das andere nach dem Waschen an meinem Rucksack trocknete.
Am besten ist es Funktionskleidung zu nehmen. Die ist leicht und trocknet rasend schnell.
Unterhosen reichen ebenfalls 2-3. Für Frauen hier ein kleiner Tipp am Rande: Slipeinlagen wiegen und kosten fast nichts. Und schon könnt ihr auch mal einen Tag länger ein Höschen tragen.
Für Socken gilt dasselbe. Hier hatte ich auch wieder genau 2 dabei. Ein Paar an, ein Paar im Rucksack. Bitte beachtet auch, dass ihr wirklich Wandersocken nehmt die euch passen – das ist ein ganz anderes Gefühl zum laufen.
Statt normalem BH gab es einen Sport-BH. Einen Ersatz im Rucksack, den ich letztendlich nicht brauchte.
Eine Wanderhose reicht vollkommen aus. Hier ist es sinnvoll eine Zip-Hose zu nehmen. So könnt ihr euch immer dem Wetter anpassen.
Es kommt darauf an welche Region ihr bewandert und wie Kälteempfindlich ihr seid, aber ich hatte auf La Réunion, trotz, das wir in den Tropen waren, einen Fließpulli, eine Mütze, Handschuhe und einen Buff dabei.
Wenn ihr in kälteren Gefilden unterwegs seid hilft es auch ein Set lange Unterwäsche dabei zu haben.
Regensachen sind ganz wichtig. Ich schwöre ja auf eine Regenhose und eine Regenjacke, auch wenn heut zutage die meisten einen Poncho nehmen. In einem solchen fühle ich mich allerdings unwohl und bis jetzt hat die Jacken/Hosen Kombination immer gut funktioniert.
Zum Waschen braucht ihr ebenfalls nicht viel. Zahnbürste, Zahnpasta, Shampoo – das wäre das minimalistischste. Denn mit Shampoo könnt ihr euch komplett waschen und eure Klamotten bekommt ihr damit auch noch sauber. Ich hatte zusätzlich noch eine kleine Tube Rei mit dabei und einen DEO-Kristall.
Als Handtuch/Duschtuch empfehlen sich auch wieder Reisehandtücher. Die sind klein, leicht und trocknen unheimlich schnell. Hier hatte ich ein kleines und ein mittleres dabei, wobei letztendlich das Mittlere gereicht hätte.

Medikamente und Erste Hilfe
In jeder Apotheke gibt es heut zutage ein „Reiseset“ mit Mullbinden, Pflastern, Tape, einer Warm/Kalt-Decke und weiterem Verbandszeug.
Abgesehen davon habe ich immer Blasenpflaster dabei. Man weiß ja nie.
Gelernt habe ich jetzt dass Hirschtalg den Füßen am Morgen auch sehr gut tut und das bilden von Hornhaut und Blasen mindert.
Weiter dürft ihr niemals die Sonne in den Bergen unterschätzen. Somit ist Sonnenmilch Pflicht und in vielen Gebieten ebenso das Mückenspray.
Früher hatte ich immer ein Gel dabei falls ich doch mal gestochen werde, bis mir zwei Engländer auf Borneo ZapperClick näher gebracht haben. Seitdem ist diese kleine Gerät mein ständiger Begleiter.
Eine Sonnenbrille schützt die Augen vor der UV-Einstrahlung. Für den Kopf nehme ich am liebsten ein Tuch oder eine Kappe.
Normale Medikamente solltet ihr auch dabei haben. Da wäre zum Beispiel etwas gegen Kopfschmerzen, Schmerzen allgemein, Anti-Allergika, etwas für den Magen und etwas gegen Durchfall.
Gebraucht habe ich außer Kopfschmerzen gott sei Dank noch nichts.
Last but not least natürlich einen Hüttenschlafsack. Die sind klein, leicht, handlich und man hat seine eigene „Decke“ um sich rum.

Essen und Trinken
Nüsse geben Energie und sind nicht schwer zu tragen. Somit habe ich immer etwas Studentenfutter und Müsliriegel dabei.
Wenn es sich um ein Trekking handelt wo man ab und an nochmal an einem Shop vorbeikommt reicht es, sich mit etwas Wurst und Brot einzudecken um den Hunger zu tilgen.
Solltet ihr länger unterwegs sein ist ein kleiner Kocher von Vorteil und ein paar Tütensuppen oder andere Fertiggerichte.
Ein Schokoladenriegel für die Seele habe ich eigentlich auch immer dabei.
2x 1 Liter Flaschen solltet ihr schon mitnehmen. Also insgesamt 2 Liter Wasser. Ob nun mit Trinkvorrichtungen am Rucksack, oder in Flaschenform. Ich habe je eine 1 Liter Flasche auf jeder Seite.
Und wenn es doch einmal nicht reicht? Aus frischen Quellen kann man das Wasser in den meisten Ländern bedenkenlos trinken. Und für alles andere gibt es zum Beispiel Micropur. Eine Tablette in 1 Liter Wasser, 2 Stunden warten und schon hat man wieder frisches, trinkbares Wasser.

Persönliche Sachen

Meine Kameras müssen immer mit. Genau, Kameras. Meine groß Olympus om-d em5, meine kleine Nikon Outdoorkamera und meine GoPro3+. Dazu jeweils 1 Ersatzakku, denn es gibt nichts ärgerlicheres als wenn die Kamera plötzlich versagt im schönsten Moment.
Geld in einem kleinen Geldbeutel mit den nötigsten Sachen und ein Handy gehören auch zu meiner Standartausrüstung.
Ein kleines Büchlein und 2 Stifte (einen als Ersatz) findet ihr auch immer in meinem Rucksack. Immerhin will ich das erlebte aufschreiben und mir nützliche Tipps und Tricks von anderen merken können.
Auch eine Kopie des Impfpasses ist immer zu empfehlen. Wenn euch etwas passiert weiß man wenigstens direkt Bescheid welche Impfungen ihr habt.
Wenn ich alleine unterwegs bin habe ich zusätzlich noch meinen mp3-player und mein Kindle dabei.
In der Gruppe habe ich es im Hauptgepäck zurückgelassen, denn hier hatten wir genug Unterhaltungen zwischendurch.

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Natürlich ist dies alles dem Trekking anzupassen welches ihr beschreiten wollt.
Wollt ihr campen? Dann braucht ihr natürlich noch ein Zelt, Schlafsack und eventuell Isomatte.
Dieser Bericht ist voll und ganz dem Packsystem für meine La Réunion Tour gewidmet.

Was nehmt ihr normalerweise mit? Hab ich etwas vergessen?

Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 1

Wieso eigentlich Teil 1? Gestern hatte ich noch vor das komplette 7-Tages-Trekking auf einmal zu posten, aber nachdem ich noch nicht mit dem schreiben fertig bin und jetzt schon fast 3000 Wörter habe, dachte ich, dass das eh niemand von euch mehr auf einmal liest und ich es in 2 Teile teilen werde.
Die ersten 4 Tage kommen schon einmal jetzt, die zweite Hälfte folgt dann am Abend.

1. Tag – Hell-Bourg bis Plaine des Chicots

Der Abstieg von Morgens (siehe letzter Artikel) +
↑1094hm ↓318hm 9,94km

Nachdem wir in Hell-Bourg am frühen Morgen die letzten Versorgungen getätigt hatten, fuhr der Bus uns zum Ausgangspunkt des Trekkings.
Von da an ging es erstmal 1000hm bergauf – steil bergauf wohlgemerkt.
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Der Weg ist teilweise so glitschig, mit einigen Klettereinladen und Leitern, dass wir diesen bei Regen nicht gegangen wären. Da es „nur“ bewölkt war begannen wir jedoch den Aufstieg.
Sehr schön war, dass es alle 100hm ein Schild gab, dass wir die nächste Hürde geschafft hatten. Da gab es von uns „vorderen“ natürlich schonmal den ein oder anderen Scherz á la „Wir sind auf 600hm, da kommt ihr in 10min auch noch hin“.
War natürlich ein Scherz, da wir als Gruppe schon ziemlich zusammen waren die meiste Zeit.
Auf 1000hm angekommen zog dichter Nebel auf und wir wollten grade gemütlich unsere Picknickpause einlegen als es auch noch anfing zu regnen.
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Somit wurden die Regensachen schnell übergeworfen und wir beschlossen weiter zu gehen.
Unsere Reiseleiterin hatte uns schon darauf vorbereitet, dass wir beim schlechten Wetter uns den Weg hoch zum Roche Ecrit sparen können, da man da nichts anderes sieht als von dem Felsplateau auf welchem wir standen.
Somit ging es auf direktem Weg zur Hütte. Die Landschaft war total anders als am Vortag oder auch während des Aufstiegs. Steinplatten mit vielen Moosen und Flechten, nur wenigen kleinen Büschen.
Das sah im Nebel natürlich umso besser aus.
Die Sonne kämpfte und wir hatten sogar eine Art farblosen Regenbogen – sehr interessant.
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In der Roche Ecrite Hütte (2270m) angekommen bezogen wir erstmal unser 8-Bett-Zimmer und machten uns etwas frisch (richtig frisch machen ging ja nicht, wir hatten ja kaum Anziehsachen dabei) bevor es zum Abendessen ging. Lecker Cari, was auch sonst und dazu Rum Arrangé.

2. Tag Plaine des Chicots bis Dos d’Ane

↑324hm ↓1172hm 12,44km

Nach einem sehr schlichten Frühstück (Zwieback mit Butter und Marmelade) machten wir uns auf in die nächste Etappe.
Zunächst liefen wir dur einen reinen Märchenwald mit Tamarinden, Moosen und Flechten wohin das Auge blicken konnte.
Ein Aussichtspunkt ließ uns einen ersten Blick in den Talkessel von Mafate und auf das Piton des Neiges Massiv blicken. Und dieser, lasst euch sagen und zeigen, war unbeschreiblich!
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Diesen Talkessel sollten wir also durchqueren – sah gar nicht so weit aus – wenn nicht die ganzen Felsen, Gratwege und Schluchten zwischendrin wären. Und hier sollten Menschen leben? Noch sah man kein einziges Haus.
Straßen gibt es dort nicht. Man sah und hörte nur hier und dort einen Helikopter fliegen.
Nach einem weiteren Stück Märchenwald gelangten wir an einen der äußeren Gratwege von Mafate auf welchem sich unser Weg bis Dos d’Ane befand.
Links und rechts des schmalen Weges gab es nichts außer üppigen Pflanzenwuchs. Man musste aufpassen, dass man nicht neben den Weg trat.
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Immer wieder boten sich grandiose Ausblicke auf Mafate.
Nach mehr als 10x auf und ab (wir haben am Schluss gezählt) kamen wir an unseren Rastplatz schon gegen Ende des Gratweges. Dort legten wir uns in die Sonne und genossen den Nachmittag mit Blick auf Mafate auf der einen und Dos d’Ane auf der anderen Seite.
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Weiter sollte es gehen zum gefährlichsten Part, denn Dos d’Ane liegt noch nicht im Talkessel und besitzt deswegen noch Straßen und Autos. Und auf dem Beton mussten wir bis zu unserer Hütte laufen.
Unterwegs entdeckten wir eine kleine Bar (2 Tage vorher eröffnet, wie wir erfuhren), tranken ein Dodo (bzw. ich einen Tee, weil ich etwas erkältet war) und probierten den Käse der Region.
Die Dos d’Ane Hütte (1400m) war wunderschön mit Blick hinunter zur Küste, die noch ewig entfehrnt schien, gelegen. Hier nutzen wir die Chance mal Unterwäsche und Socken zu waschen, da es viele Wäschenleinen gab.
Was gab es Abends zu essen? Natürlich Cari! Diesmal aber etwas Besonderes. Das Fleisch war diesmal Wachtelfleisch. Das habe ich vorher auch noch nicht gegessen, war aber wirklich lecker.
Als Vorspeise gab es Salat, was nicht zuletzt daran liegt, dass Dos d’Ane Hauptanbaugebiet für Salat auf La Réunion ist und die ganze Insel damit versorgt.
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Die Nacht verbrachten wir in 6 Bett Zimmern.

3. Tag Dos d’Ane bis Ilet a Malheur

↑976hm ↓1126hm 21,86km

Zu Abend gab es Wachtelfleisch was glaubt ihr was es dann zum Frühstück gab? Richtig! Wachteleier! Hatte ich bis dato auch noch nie gegessen. Somit wurde es Zeit und ich muss sagen: Sie schmecken wie ganz normale Eier, nur, dass man 5 davon essen muss um die Größe eines normalen Hühnereis zu erreichen.
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Schon packten wir wieder unsere Sachen und weiter gings.
2 aus unserer Gruppe holten noch Baguettes für das Mittagessen ab, während wir anderen schonmal zum Supermarkt liefen. Dieser bot – rein gar nichts.
Als die anderen dann auch kamen konnte unsere Wanderung beginnen – diesmal richtig in den Talkessel von Mafate hinein.
Das hieß natürlich erstmal bergab, bergab, bergab, da wir hinunter mussten zum Rivière des Galets, einem der Flüsse durch den Talkessel.
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Der Weg dorthin wurde durch viele Klettereinlagen schwierig gestaltet. Immer wieder hatte man eine Leiter oder eine Stelle mit Seil zu überwinden. Dafür hatten wir aber auch unbeschreiblich schöne Blicke in den Talkessel und die Vegetation veränderte sich schon wieder bis wir durch einen Wald gingen der eher an Mangroven erinnerte.
Am Fluss angekommen mussten wir einen Seitenarm auch schon einmal überqueren (Manuel Antrak, Journalist, sagte mal in einem Interview dass er es komisch findet, dass man den Fluss 15x überqueren muss und wieso man sich nicht für eine Seite hätte entscheiden können).
Nach der ersten Überquerung kam auch schon die Mittagspause. Diesmal mit Bademöglichkeit. Es war sehr heiß und die Abkühlung tat richtig gut für die Füße und wir konnten erholt weitergehen.
Ein Schotterweg führte zum letzten Parkplatz in Mafate. Hier kommen nur Pickups und Helikopter hin um sich um die Versorgung der Menschen in Mafate zu kümmern oder um Personen abzuholen die es nötig haben.
Der ganze Platz war vollgepackt mit Lebensmittel, in der prallen Sonne und Menschen, die auf etwas warteten.
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Nach ungezählten weiteren Flussüberquerungen ging es dann auch wieder steil bergauf. Und das in der prallen Sonne. Puh! Ganz schön anstrengend. Der Schweiß lief und mein Wasser war bald, sowie das einiger anderer Mitreisenden zuende.
Gott sei Dank hatte ich Micropur dabei und wir konnten die Flaschen mit Wasser aus einem Rinnsal an der Felswand wieder auffüllen.
Normalerweise ist das Wasser auf La Réunion Trinkwasser. Jedoch weiß man bei Gebirgsbächen nie, was weiter oberhalb des einsehbaren Bereichs liegt.
Wo wir schon einmal oben waren konnten wir auch direkt wieder hinabsteigen zu einer kleinen Schlucht über welche eine kleine Brücke führte.
Noch einmal ein kurzes Stück den Berg hinauf durch einen Laubbaumwald der aussah wie ein Nadelbaumwald voller Filaos Bäume und schon waren wir in Ilet a Malheur.
Das Gästehaus (1400m) lag direkt neben der Kirche und hatte ein 4 und ein 6 Bett Zimmer.
Hier waren sogar einige andere Wanderer untergebracht und wir genossen, genau, Cari zum Abendessen bevor wir hundemüde in unsere Betten flielen.

4. Tag Ilat a Malheur bis Grand Place Cayenne

↑281hm ↓288hm 4km

Die oberen Angaben kommen euch recht wenig vor? Ist auch so, denn an diesem Tag haben wir 2 Wanderungen gemacht und die Angaben oben sind nur die, von der ersten Wanderung.
Diese bot unsere Reiseleiterin uns an zu machen für alle die wollen direkt nach dem Frühstück nach Aurère, einer der ältesten Siedlungen in Mafate.
Zu 5 Frauen inklusive Reiseleiterin brachen wir auf während die anderen sich ausruhten auf der Hütte. Zuerst ging es zurück zur Schlucht vom Vorabend, diesmal jedoch nicht über die Brücke, sondern hinab zum Fluss, welchen wir überqueren mussten.
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Der Weg schlängelte sich immer weiter bergauf und überall hingen die großen Netzspinnen La Réunions, deren Namen mir leider entfallen sind. Faszinierende Geschöpfe deren Netze so stabil sind dass sie nichtmal kaputt gehen wenn man sie anfäßt. Die Spinnen selber lassen sich dadurch auch nicht wirklich erschrecken. Ich glaube das ist auch der Grund wieso mir diese Spinnen nichts ausmachen – die hängen einfach nur ca. 2m oberhalb der Wege in ihren Netzen rum.
In Aurère angekommen bestaunten wir die grandiose Aussicht vom Helikopter Landeplatz aus. Unsere Reiseleiterin sagte uns jedoch, dass wir aufpassen sollten. Wenn ein Heli kommt, sollten wir schauen, dass wir rennen, da sie nur ein begrenztes Zeitfenster haben und landen, egal ob da jemand steht oder nicht.
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Auch das Schulhaus schauten wir uns von außen an. Auch wenn jede Siedlung nur 10-50 Einwohner (die größte 150 Einwohner) hat, gibt es viele Schulen überall verteilt.
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Zurück ging es wieder über den Weg vom Vorabend zur Hütte, wo die anderen schon warteten.
Genau in diesem Moment fing es an zu regnen und wir begannen unsere Hauptwanderung des Tages in Regenklamotten.

↑526hm ↓738hm 10km

Durch zwei Schluchten mussten wir heute gehen und die Wege waren durch den Matsch ziemlich rutschig.
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Dafür legten wir aber auch ein paar Aussichts-Pausen ein.
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Nach der zweiten Schlucht kamen wir in Ilet a Bourse bei Sonnenschein an und machten eine Sonnen- und Trocknungspause auf einer großen Wiese.
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Da unser Weg heute recht kurz war konnten wir es uns erlauben ein paar Pausen einzulegen und so liefen wir weiter zu einem kleinen Shop/Bar in Grand Place, nicht weit von unserer eigentlichen Hütte entfehrnt um schon einmal unser „Ankunfts-DoDo“ zu trinken und uns mit ein paar Sachen einzudecken.
Wirklich jedesmal faszinierend, dass all diese Sachen einfach per Helikopter hergeflogen werden, da es einfach keine andere Möglichkeit gibt.
Und die Menschen sind alle so freundlich und glücklich. Wie die meisten Menschen die nicht in Saus und Braus leben.
Einen kurzen Fußmarsch weiter kamen wir in der Grand Place Cayenne Hütte (1200m) an und bezogen unsere 4-Bett-Zimmer. Es war noch recht früh und somit hatten wir Zeit eine kurze Dusche im, naja nennen wir es netterweise lauwarmen, Wasser zu nehmen.
Das Abendessen muss ich glaube ich nicht weiter beschreiben, ihr wißt was es gab.

Teil 2 des Trekkings folgt heute Abend – die weiteren Reiseberichte von La Reunion folgen in den nächsten Tagen.

Ihr habt die ersten verpasst? Kein Problem, hier sind sie:
La Reunion – Wo bist du gewesen?
Ankunft und das erste Beschnuppern der Insel

Ankunft und das erste Beschnuppern der Insel

Ich habe lange überlegt in wie viele Teile ich meinen La Réunion Bericht gliedere. Ich glaube ich muss von Tag zu Tag schauen wie ich es am schlausten anstelle.
Hier bekommt ihr aber erstmal die Anreise, die ersten Eindrücke und den Probewandertag.
Als Information für euch: Ich war mit Wikinger-Reisen unterwegs, meine erste so richtige Gruppenreise und ich muss sagen: Es war super organisiert, hat Spaß gemacht und ich würde noch einmal mit diesem Unternehmen eine Tour machen.

Wie unterschiedlich kann Air France sein?
Schon im Januar flog ich mit Air France in die Dominikanische Republik und hatte eine wunderbare Erfahrung, freute mich deswegen auch darauf wieder mit dieser Fluggesellschaft fliegen zu dürfen.
Morgens ging es los von Frankfurt nach Paris Charles de Gaulle. Der Flieger ein A318 war sehr voll, aber das Personal war gewohnt freundlich, es gab etwas zu trinken und ein paar Kekse – völlig ausreichend für einen Flug von einer Stunde.
Dann begann mein Abendteuer. Trotz, dass ich schon unzählige Male geflogen bin in meinem Leben musste ich noch nie den Flughafen wechseln.
Also Gepäck geholt und raus zum Shuttlebus zum Flughafen Paris Orly.
Das Ticket für diesen hatte ich schon in Frankfurt bekommen, aber ich nahm mir trotzdem Zeit, da ich insgesamt 6 Stunden Zeit hatte.
Es standen nur 5 andere Personen an und der Bus fuhr angeblich alle 20 Minuten. Nach 40 Minuten in der prallen Sonne fing ich allerdings so langsam an daran zu zweifeln.
Die Menschenschlage umfasste inzwischen ungefähr 100 Personen und noch immer kein Bus in Sicht.
Nach 50 Minuten kam endlich einer und die hinteren der Schlange wollten direkt vorrennen. Hier ein großes Lob an das Personal dort, die diese aufhielten und uns, vorne in der Schlange, als erstes einstiegen ließen.
Wieso es so lange dauerte fanden wir auch recht bald heraus. Man fuhr nicht zum anderen Flughafen, man schlich!
An einem Werktag wöllte ich nie selber durch Paris fahren. Die Fahrt von normalerweise 45-60min dauerte fast 2 Stunden.
Gott sei Dank hatte ich so viel Zeit zum umsteigen, dachte aber schon an meine Mitreisenden aus Berlin, die sehr viel weniger Zeit hatten.
In Orly hatte ich noch Zeit und gönnte mir erstmal ein Baguette bevor ich meinen Rucksack eincheckte und mich so langsam durch die Kontrolle begab.
Bald war es Zeit zum bording und niemand aus meiner Gruppe war zu sehen. Ein bischen mulmig war mir schon aber als ich mich grade dazu entschloss ins Flugzeug zu steigen sah ich die anderen kommen.
Das Flugzeug, in welchem ich mich die nächsten 11 Stunden aufhalten sollte war sehr alt. Die Bildschirme wackelten, die Sitze hatten Flecken und auch sonst sah es nicht gut aus. Meine Reiseleiterin gerklärte später, dass es normal sei, da es sich um einen „Inlandsflug“ handeln würde.
Das Essen war gewohnt gut (und typisch französisch gab es eine Flasche Rotwein und einen Schnaps dazu), das Personal sah teilweise sehr gestresst aus.
Ich kann im Flugzeug ja schlecht schlafen und so kam ich am nächsten Tag, mit nur 1,5 Stunden Schlaf, in St. Denis, der Hauptstadt La Reunions an.

Der erste Eindruck
Die Gruppe stellte sich als eine bunte Mischung heraus. 6 Frauen, 2 Männer und unsere Reiseleiterin. Eine schöne, kleine Gruppe mit ganz unterschiedlichen, aber sehr interessanten Charakteren.
Unsere Reiseleiterin musste noch kurz etwas abklären, was uns Zeit gab uns schon einmal zu „beschnuppern“ und den Blick vom Flughafen, über St. Denis bis hin zum Piton des Neiges zu bewundern. Da oben würden wir in einigen Tagen bei hoffentlich genauso schönem Wetter stehen.
Ein Bus holte uns ab um uns nach Hell Bourg, unserer ersten Station, zu fahren.
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Hell-Bourg
In Hell-Bourg angekommen bezogen wir unser kleines Hotel „Relais des Cimes“. An der „Hauptstraße“ gelegen, die Zimmer mit eigenem Bad, sonst recht simpel ausgestattet.
Unsere Reiseleiterin schlug uns vor einen Spaziergang durch den Ort zu machen wozu wir natürlich alle trotz Müdigkeit nicht nein sagen konnten.
Hell-Bourg ist ein Dorf in dem Talkessen Salazi, 930m über dem Meeresspiegel gelegen.
Bekannt wurde Hell-Bourg in den 1830er Jahren, als Europäer heiße Thermalquellen entdeckten, diese ausbauten und das Dorf zum Kurort machten.
Leider kam es 1948 zu einem Erdrutsch, ausgelöst durch einen Zyklon, welcher die Quellen verschüttete. Es wurde versucht durch Sprengungen noch einiges zu retten, jedoch wurde es dadurch nur noch viel schlimmer und das Dorf verlor den Status als Kurort.
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Dafür gehört es heute zu den Les Plus Beaux Villages de France („Die schönsten Dörfer Frankreichs“) als einziger Teil La Réunions.
Das liegt wohl nicht zuletzt an den wunderschöne kreolischen Villen von denen 26 neu restauriert wurden und die sich durch den ganzen Ort ziehen.
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Auch sehenswert ist der bunte Friedhof mit einem unglaublich schönen Ausblick über den Cirque de Salazi, sowie auf den Roche Ecrit.
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Nach einem kleinen Snack zur Mittagszeit hieß es Tourenbesprechung und packen, bevor es zum Abendessen kam, wo wir das erste Mal das traditionelle „Cari“ (Reis, Linsen/Bohnen, Fleisch/Wurst, Sauce Rougail) probieren durften.

Man muss es einmal ausprobieren – die erste Wanderung

↑940hm ↓369hm 18,47km

Da wir ein langes Trekking vor uns hatten gab es einen „Probetag“.
Wir packen unsere Rucksäcke für die nächsten 8 Tage, obwohl wir am nächsten Tag noch einmal an unser Hauptgepäck kommen sollten. Aber wir mussten schauen, dass wir unsere Kilos selber tragen können.
Nach einer Lagebesprechung liefen wir los, ein kurzes Stück durch Hell-Bourg und dann eine Steilwand hinauf.
Noch am Vortag konnte sich niemand von uns vorstellen, dass es auf diese Steilwand einen Weg gibt, aber den gab es. In Serpentinen nach oben schlängelnd bis hinauf zur Hütte auf 1500hm. Unterwegs gab es eine Seilbahn, die durch einen der Zyklone mal zerstört wurde und nie wieder aufgebaut wurde.
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Viele Jogger kamen uns entgegen oder überholten uns, die für den berühmtesten Lauf, den Grand Raid am trainieren waren.
Nach einer Pause an der Belouve Hütte durften wir unser Gepäck nicht absetzen, da es weiter ging.
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Diesmal durch den ursprünglichsten Wald der Insel. Ein wilder Höhentamarindenwald mit gut ausgebauten Waldwegen, auf denen es sehr bequem war zu laufen.
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Zwischendurch machten wir einen Abstecher zu einer der ältesten Tamarinden. Wirklich beeindruckend und weiter zum Aussichtspunkt „Le Trour de Fer“ wo uns leider erstemal Nebel überraschte.
Kurz klarte es auf für wenige Sekunden und somit liefen wir nach einer kurzen Snackpause wieder zurück zur Hütte.
Dort tranken wir erstmal unser „Ankunfst-Dodo“, das heimische Bier.
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Anscheinend noch nicht müde und zur Belustigung anderer Wanderer machten wir zuerst Dehnübungen, die schnell in Tanz, Gesang und Kraftübungen übergingen.

Die Belouve Hütte besteht aus Drei Gebäuden. Wir schliefen auf dem Dachboden, welcher aus einem Matratzenlager bestand. Dusche (mit warmen Wasser) und WCs befanden sich im gegenüberliegenden Gebäude und zum Abendessen (mhmm lecker Cari) mussten wir ca. 2min zu einem weiteren Gebäude laufen.
Schon hier bemerkten wir, dass es Gang und gebe war, dass auch noch ein Schnaps (Rum Arrangé) zum Essen getrunken wird – oder 2 oder 3.
Schon war die Überlegung da „Wie ich auf La Réunion zum Alkoholiker wurde“ als Buch zu verfassen.

↑23hm ↓579hm 4,43km

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Nach der ersten Nacht, wo sich schon herausstellte, wer schnarchte oder andere Angewohnheiten hatte, ging es nach einem ausgiebigen Frühstück zurück auf die Steilwand nach Hell-Bourg hinunter um ein letztes Mal fehlende Sachen einzukaufen oder ein paar Sachen aus dem Rucksack raus zu schmeissen, die wir doch nicht benötigten und/oder tragen mochten.
Der Bus holte uns ab um uns zu unserem Ausgangspunkt für unser Trekking, unterhalb des Roche Ecrits, abzuholen.

Aber das wird die nächste Geschichte.

Meinen allgemeinen Artikel über La Réunion findest du hier:
La Reunion – Wo bist du gewesen?

Ich packe meinen Rucksack. Oder Koffer? Oder Tasche?

Ich muss sagen, was das packen angeht bin ich ziemlich anpassungsfähig.
Natürlich reise ich am liebsten mit meinem Rucksack, aber manchmal muss es eben auch anders gehen.

Rucksack:
+ man hat ihn immer auf dem Rücken
+ man kann ich ihn gerne auch mal irgendwo rein quetschen (vor allem wenn er nicht ganz voll ist)
+ er hat viele Fächer um Sachen aufzuteilen
+ auch auf Schotterpisten gut zu gebrauchen
– wenn man jetzt grade das T-Shirt haben will, welches irgendwo mittem im Rucksack liegt, heißt es „alles andere erstmal ausräumen“
– wenn er zu schwer wird tut es an den Schultern weh

Koffer:
+ er lässt sich einfach ziehen
+ man kommt immer schnell an genau die Sachen an welche man grade kommen möchte
+ sicherer weil meistens abschließbar
– über Schotterpisten lässt ein Koffer sich schlecht ziehen
– allgemein muss der Koffer getragen werden ist es ziemlich unhandlich

Als ich damals die fast 2 Jahre Backpacken war, hatte ich 2 Rucksäcke und eine kleine Handtasche dabei. Dabei wog mein Rucksack ungefähr 17kg. Ich weiß, andere reisen leichter, aber ich fands okay.
Mein Handgepäck-Rucksack war fast genauso schwer, aber auch nur, weil ich meine Kamera und mein Laptop darin hatte.

Deuter 50 + 10
Ein Deuter 50 + 10 als Hauptrucksack

Deuter comfort 40l
Deuter Comfort 40 als Handgepäck

Ja, irgendwie habe ich es geschafft immer einen 40l Rucksack als Handgepäck durch zu bekommen. Und das bei 8 verschiedenen Airlines. WOW!
Übrigens wisst ihr woran man einen deutschen Backpacker erkennt? Am Deuter Rucksack! 😉
Ich bin ja ein kleiner Fan dieser Marke, da ich bis jetzt nur gute Erfahrung mit eben dieser gehabt habe.

Aber was nehme ich beim Backpacken alles mit?
– genug Wäsche für 1 Woche
– 3-4 T-Shirts, 2 Hosen (1x lang, 1x kurz), 1 Pullover/Jacke
– Kamera
– Badezimmerartikel (nur das nötigste)
– Laptop
– Ipod
– Papiere
– Was zum Tagebuch schreiben

Um es mal grob zu sagen. Natürlich variiert das ganze auch mal.

Diesen Winter habe ich mich komplett neu „ausgerüstet“.

stratic, travelight, Deuter 24

Natürlich ist und bleibt der Deuter 50+10 mein Hauptrucksack, aber z.B. für meine Arbeit auf dem Schiff kann ich den nicht gebrauchen. Hier brauche ich weitaus mehr Sachen.
Somit gab es diesen Weihnachten einen Stratic Koffer und zum Geburtstag in ein paar Tagen gibt es einen Deuter SL 24l (den ich jetzt schon habe). Mir selber habe ich noch einen kleinen Travelight Koffer gegönnt. Immerhin darf man als Seefahrer 2 Koffer auf seinen Flug zur Arbeit mitnehmen. 🙂

Ich mag keine ganz großen Koffer. Wo sollen die später in der Kabine bzw. im Hotelzimmer überhaupt hin? Darüber denken die meisten bestimmt nicht nach.

Fürs Schiff packe ich auch anders.
Klamotten brauche ich kaum. Man läuft sowieso den ganzen Tag in Uniform rum und die wird einem an Bord gewaschen. Somit habe ich nur genug Wäsche für 14 Tage dabei und 3-4 Outfits für Abends oder falls man mal kurz privat an Land gehen kann.
Dafür habe ich einen ganzen Koffer nur Badezimmerartikel dabei. Immerhin ist es schwer an Land Zeit zu haben in einen Supermarkt zu gehen und sich neu auszurüsten. Beim ersten mal hatte ich noch nicht so viel dabei. Diesmal bin ich gerüstet für mindestens 3 Monate. 🙂

Wie packt ihr? Was sind die wichtigsten Sachen für euch im Urlaub? Nehmt ihr eine Tasche/Koffer/Rucksack?

Ich bin gespannt auf eure Antworten!
– Buch/Kindle