Barmer Women’s Run Köln 2018

Seit mein Fersensporn der Vergangenheit angehört habe ich wieder mit dem Laufsport angefangen. Zuerst ganz langsam auf dem Laufband an Bord mit 5min laufen und 5min gehen.

Da dies alles gut ging wurden es immer längere Intervalle und längere Strecken. Auch im Urlaub war der Wald für mich nicht mehr nur zum Fahrradfahren da – auch die Laufschuhe wurden dann und wann geschnürt.

Wie das schon viele Läufer beschrieben haben, wird das Laufen aber zur Sucht und somit traute ich mich: Ich meldete mich zum Barmer Women’s Run in Köln an. Nur für 5 kleine Kilometer. Mir ging es hauptsächlich darum zu schauen ob a) ein Straßenlauf etwas für mich ist und b) wie die Atmosphäre wohl bei so einem Lauf ist.

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Ich bin dann (mal wieder) weg

Hat jemand von euch die letzten 2 Monate gesehen? Wo sind sie hin frage ich mich immer und immer wieder, denn, wie es bei Urlauben meist der Fall ist, geht die Zeit viel zu schnell vorbei.

Tatsächlich habe ich es geschafft zwei Monate lang mein Heimatland Deutschland nicht zu verlassen. Wie untypisch von mir.
Wenig erlebt habe ich deswegen jedoch ganz und gar nicht. Vor allem habe ich endlich nochmal einen Urlaub gehabt in welchem ich viele Freunde getroffen habe und hier in der Umgebung unterwegs war. Weiterlesen

Schlittenhunderennen so nah und doch so fern

Die meisten von euch wissen, dass ich 4 Jahre als Schlittenhundeguide gearbeitet habe. Drei Jahre habe ich in Finnland gearbeitet und ein Jahr in Schweden.

Noch heute sage ich, dass das mein absoluter Traumjob ist. Leider auch einer, den ich nicht mein ganzes Leben lang machen möchte. Ich bin ein Mensch der Abwechslung braucht in den beruflichen Tätigkeiten und nach 4 Jahren war es genug, ich brauchte Sonne und andere Länder.

Während ihr vor dem TV sitzt und vielleicht ein Fußballtunier verfolgt oder ein Formel 1 Rennen, sitze ich im Winter vor dem Internet und verfolge das Idiarod, das Yukon Quest und viele andere Schlittenhunderennen.
Live war ich noch nie bei einem dabei – bis jetzt. Weiterlesen

Yukon Quest

Ich selber bin nicht so der „Renntyp“, aber ich verfolge schon die grossen Schlittenhunderennen jedes Jahr.
Es ist in etwa wie, wenn ihr zu Hause vielleicht Fussball schaut und für euer Team „hofft“, so hoffe ich, dass die mir am sympatischten Musher auch als erstes über die Ziellinie kommen.

Natürlich geht das ganze nicht nur ein paar Stunden, sondern über mehrere Tage, aber gerade das macht ja die Spannung aus.

Im Moment läuft das Yukon Quest, ein 1600km (1000milen) langes Schlittenhunderennen von Whitehorse (Yukon/Canada) bis nach Fairbanks (Alaska).
Vor einigen Tagen noch waren 25 Musher an der Startline in Whitehorse, während jetzt noch 21 im Rennen sind, wobei die ersten 2 Musher (Hugh Neff und Allen Moore) schon im 3. letzten Checkpoint sind.

Das Quest started jedes Jahr im Februar seit 1984 unter manchmal, heftigen Konditionen, da der Februar bekannterweise der kälteste Monat des Jahres ist.
Der Trail folgt in weiten Teilen dem Yukon River und damit verbunden einem historischen Weg aus der Zeit des Goldrausches.
Die Idee zu diesem Rennen ist schon älter, aber erst 1983 wurde entschieden, dass es dieses Rennen geben wird – vor allem in dieser Grösse.

Die Strecke ist unterteilt in 13 Checkpoints, wo die Musher und die Hunde rasten können. Dies können sie natürlich auch auf dem Trail, wie sie wollen oder wie sie sehen, dass ihre Hunde performen.
In den Checkpoint gibt es zusätzlich Tierärzte, welche die Hunde untersuchen und gegebenenfalls aus dem Rennen nehmen.

Die Musher starten mit 14 Hunden und müssen mit mindestens 9 Hunden über die Ziellinie fahren.

Auf halber Strecke, in Dawson City, gibt es einen 36 Stunden Stop für alle Musher, welcher mit der einzige Stop ist, wo die Musher einmal wirklich schlafen können auf ihrem Weg zwischen 10 und 15 Tagen, bis auch der letzte über die Ziellinie gefahren ist.

Wen es interessiert wie es aussieht und wer vorne liegt kann das hier nachschauen:
current standings
live tracking

wer sich dafür interessiert wie das Rennen letztes Jahr war kann es in diesem kleinen Video sehen:

Und falls ihr euch fragt für wen ich hoffe, dass er gewinnt: Hugh Neff 🙂 Gewinner vom letzten Jahr. Er kommt in allen Interviews einfach am sympatischten rüber.
Auch hoffe ich jedesmal, dass Lance MacKey immer vorne mit dabei ist. Leider hat er dieses Jahr jedoch das Rennen auf halben wege beendet, da es seinen Hunden nicht so gut ging – aber die Hunde gehen nunmal vor.