Rocky Horror Picture Show – Spätvorstellung im Apollo

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Es gibt nur eine Show wo man so bepackt hingeht. (ich habe wohl vergessen den Reis, der natürlich mit Gepäck war hochzuhalten)

Silvester habe ich schon länger nicht mehr wirklich gefeiert, da ich in Schweden/Finnland meistens irgendwo in einer Wildnisshütte verbracht habe, oder aber den nächsten Tag so früh arbeiten musste, dass ich nicht bis 24Uhr wachbleiben konnte.
Mein letztes Silvester, welches ich gefeiert habe, war 2007/2008 in Sydney… und das war grandios!

Meine Mutter geht immer in unser Stadttheater. Entweder mit Freunden oder alleine und fragte ob ich diesmal nicht mit wöllte. Ich wäre bei allem mitgegangen, aber da es sich um die „Rocky Horror Picture Show“ handelte gab es nichtmal ein zögern, als ich „ja“ sagte.

Vor ungefähr 10-11 Jahren habe ich diese Show das letzte mal in unserem Konzertsaal, der Siegerlandhalle, gesehen und das war damals schon einfach gigantisch. Ich war dort mit 2 Freundinnen, ganz vorne in der ersten Reihe und wir hatten einfach unheimlich viel Spaß.

Dieses Mal sprechen wir hier von den „Siegerländern“, die eigentlich ein gehobenes Programm im Apollo-Theater erwarten und eigentlich als ziemlich verklemmt bekannt sind.
Wer die Story kennt, zum Beispiel die DVD von RHPS kennt, weiß, dass es bei der Geschichte nicht zimperlich zugeht.
Da wird gestrippt, sich „geliebt“ und mit derben Sprüchen um sich geworfen.
Das Musical ist sogar teilweise noch heftiger als der Film selber – man darf also nicht prüde sein.

Zur Show gehören ein paar spezielle Sachen:

Man zieht sich der Show entsprechend an. Sprich, Männer verkleiden sich als Transvestiten, Frauen auch. Viele kommen in Netzstrumpfhosen oder total ausgeflippten, bunten Kostümen.
Ich passe leider in meine ganzen alten Klamotten nicht mehr rein und somit mussten hochhackige Schuhe (ich dachte, ich muss sterben!), Netzstrumpfhose, Minirock und ein etwas alternatives schwarz-weißes Oberteil, sowie knatschgrüner Lidschatten bei mir reichen.
Und Anfangs war ich echt die einzige, die überhaupt irgendwie etwas anderes anhatte als wie Galaklamotten oder Jeans & T-Shirt.
Nach einiger Zeit kamen dann aber doch auch einige eingefleischte Fans, die wirklich genial verkleidet waren. Was für ein Spaß! Es gibt also doch noch lockere Siegerländer!

Die weiteren Traditionen sind, das man folgende Utensilien dabei haben sollte:
Reis / Konfetti -> Wird bei der Hochzeit von Brad & Janet geworfen
Wasserpistolen -> Das Gewitter muss natürlich auch im Zuschauersaal stattfinden
Zeitungspapier -> um sich den Kopf bei all dem Regen zu bedecken
Leuchtstab/Taschenlampe -> bei dem Lied „There’s a light“
Klopapier -> Wenn Rocky ausgewickelt wird
Toast -> Wenn Rank n Furter einen Toast ausspricht
Hier muss ich sagen, dass das Publikum wirklich super mitgemacht hat. Erst hatte ich da meine Zweifel, aber dank der verkauften „Starter Kits“ im Theater, konnten auch alle „Firsttimer“ mitmachen. Eine Anleitung gab es inklusive dazu – und das Toast aufgemalt auf Bierdeckeln.

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Auch darf man reinrufen ins Geschehen. Alles kannte ich auch nicht, aber um ein paar Beispiele zu nennen:
Wenn der Erzähler auf die Bühne kommt -> „BORING“ „LANGWEILIG“ rufen oder laut gähnen
Frank n Furter sagt „It’s not easy having a good time“ -> „Try disney land“ rufen
und viele mehr.
Hier riefen wirklich nur die eingefleischten Fans rein. Auch ich kannte nur das Boring und das „Slut“ nach „Janet“. Trotzdem haben viele mitgemacht.

Das einzige enttäuschende war, dass beim „Time Warp“ nur ungefähr 20 Leute aufstanden und mittanzten (inklusive meiner Mutter und mir). Wirklich schade, da es so einfach ist einen „jump to the left“ und einen „step to the right“ zu machen.

Die Cast war vom Westfälischen Landestheater war wirklich klasse. Die Stimmen stimmten und schauspielerisch war es auch 1. Sahne.
Selbst wenn die Technik nicht mitspielt wusste man zu improvisieren.
So fing gegen Ende der Show das Mikrofon des Frank N. Furter an zu knistern und zu rauschen. Er machte weiter, als sei nichts gewesen und kurze Zeit später wurde ihm schnell durch einen Bühnentechniker ein Handmikrofon ausgehändigt.
Wirklich klasse wie reibungslos das ganze ablief.
Auch die Band war super und spielte die Lieder 1A.

Um 23.54Uhr war diese grandiose Show zu Ende und der Leiter des Apollo-Theater in Siegen kam auf die Bühne.
Gleichzeitig wurde eine große Leinwand runter gefahren und eine große Uhr erschien.
Der Leiter des Theaters sagte ein paar Worte und meinte ihm käme es komisch vor, dass er „ganz ohne Strapse“ auf der Bühne stände, voraufhin eine der Darstellerinnen ihm wenigstens etwas Kopfschmuck gab.

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Sehr gut war, dass man seinen eigenen Sekt mit in den Theatersaal nehmen durfte.
So konnten wir alle gemeinsam um 24Uhr anstoßen, nachdem wir runtergezählt hatten.
Draußen, mitten in Siegens Innenstadt, hörte man schon die Raketen knallen und so gesellten wir uns auch hinaus und sahen ein, für Siegen, großes Feuerwerk.
Überall knallte es und ich ärgerte mich etwas meine große Kamera nicht dabei zu haben (aber die darf man ja leider in Theatern nicht immer mit rein nehmen und so hatte ich nur meine „Knipse“ dabei).

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Drinnen im Theater legte ein DJ noch Musik zum tanzen auf. Doch sooo viel war das mit dem tanzen nicht – denn es war sooo voll, dass man nach dem tanzen sagen konnte „Heute habe ich mich an fremder Haut gerieben“.
Wir blieben noch ca. 1 Stunde, bevor meine Füße entgültig sagten, dass sie nicht mehr auf hohen Schuhen laufen können und fuhren dann noch auf 2 andere Silvesterfeiern (in anderen Schuhen).

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Ein wirklich klasse Musical – welches ich hoffentlich nicht zum letzten Mal gesehen habe.

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Saison – Einführungtag

Am Samstag hatten wir offizielle Saison-Einführung. Sowas kannte ich bis jetzt nur als simples Abendessen, aber noch nicht als ganzen Tag.

Um 8 uhr fingen wir hundeleute an die hunde zu versorgen, denn das hat immerhin erste priorität 🙂
Um 10uhr trafen wir uns dann alle im Hotel zu einem riesigen Frühstückbuffett.

Danach ging das Program los.

Zuerst stellte Johan die Firma vor und wie alles angefangen hat damals 2005.
Die Vorstellung der Firma gin nahtlos über in die Vorstellun des Teams bei dem jeder von uns von sich erzählen sollte sowie den Grund wieso man da ist.

Ich möchte euch auch unser Team vorstellen:
Chefs – Johan und Sara
Activity manager – Anders
Activity Guides – Matthias, Jan und Dennis
Husky Guide – ich, Martin und Lisa
Doghandler – Chiara (plus noch einer der erst in zwei wochen kommt)
Küche – Johan, Hanna, Ulla-Britt
Lodge (zimmer, rezeption, küche, service) – Catherine, Silla, Gillis, Marianne

Weiter gings mit allgemeinen Regeln und Verhaltensregeln allgemein und auc gegenüber Gästen, bevor wir wieder ein grosses Lunchbuffett bekamen und etws Pause machten.

Später ging es dann weiter mit einem allgemeinen Überblick über die Saison und die Buchungen, sowie dem Arbeitsplan.
Einzelgepräche mit Johan standen danach auf dem Program.
Während jeweils immer einer von uns im Office war bekamen wir anderen unsere Arbeitsklamotten.
Zwei Unterjacken, eine Überjacke, eine Mütze, eine Hose für drinnen und zwei für draussen.
Alles niegelnagelneu von Bergans of Norway.

Nun war es wieder Zeit für die Hunde und diesmal kamen alle mit hoch um zu sehen wie das so abläuft.
Danach hatten wir noch etwas Zeit bis zum Abendessen und die vertrieben wir uns mit dem wa wir Mädels am besten können – abtanzen.
Egal ob Macarena oder Ymca es war legendär 🙂

Dann war es Zeit für das Highlight des Abends. A la carte dinner.
Koch-Johan bereitete drei Starter und vier Hauptgerichte vor von denen er jeweils einen Teller wie für die Gäste zubereitete und dann noch extra essen so auf den Tisch stellte.
Es war ein fünf sterne essen… einfach legendär. Ich wüsste nicht, dass ich jemals so gut gegessen habe 🙂



Der Abend klang aus mit, für manche mehr und für manche weniger, Alkohol und guter Musik.
Um 24uhr war ich allerdings eine von den ersten die gegangen sind da ich am Sonntag eine Halbtagestour guiden sollte 🙂

Das war wirklich die beste Saisoneröffnung die ich je hatte und es fühlt sich an wie eine riesen grosse Familie 🙂