9 Weihnachtsmärkte in 4 Wochen…

Nachdem ich 7 Jahre lang auf keinem Weihnachtsmarkt war, wurde es dieses Jahr mal wieder Zeit.
Auch wenn ich gar kein Weihnachtsmensch bin, die gemütliche Atmosphäre mit Freunden auf Weihnachtsmärkten habe ich schon irgendwie vermisst.

Dass es aber 9 verschiedene Weihnachtsmärkte seien sollten, hätte ich auch nicht gedacht.

Berlin – Gendarmenmarkt

Den ersten gab es bereits bei unserem Roadtrip in Berlin, wo Jenna uns auf ihren Lieblingsweihnachtsmarkt Berlin entführte. Dem Gendarmenmarkt.
Dort musste man 1€ Eintritt bezahlen, was sich aber sicherlich jedermann leisten kann.
Dafür kommt man auf einen kleinen Markt, wo nicht allzuviel los ist. Die „Buden“ sind weiße Stände und in der Mitte steht eine Bühne, auf welcher stündlich live-Musik gespielt wurde.
neben den üblichen Ständen, wie z.B. Essen & Trinken, gab es auch viele handwerkliche Stände.
Mein Favorit war einer, der Münzen aus aller Herren Länder nahm und diese „aussägte“, so, dass nur noch das Motiv der Münze zu erkennen war. Wirklich eine interessante Idee.
Alles in allem ein wunderschöner Weihnachtsmarkt.

Leipzig – diverse Weihnachtsmärkte

Unser nächster Stop auf dem Roadtrip war Leipzig.
Hier liefen wir Abends einmal über den normalen Weihnachtsmarkt, welcher wirklich ungünstig in die Fußgängerzone gesetzt wurde. Alles war so eng, dass man sich fast gar nicht mehr links und rechts von den Buden hindurch quetschen konnte. Dieser „Einkaufsstraßenweihnachtsmarkt“ zählt bestimmt nicht zu meinen Favoriten von allen Märkten, die ich gesehen habe.
Schön fand ich allerdings einen Märchenmarkt für die Kinder, wo verschiedene Märchen dargestellt wurden mit Fehlern, die man finden musste.
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Am nächsten Tag erkundeten wir noch weitere 2 Weihnachtsmärkte in Leipzig.
Zum einen den Hauptmarkt am Marktplatz. Dort gab es Holzbuden und alles mögliche zu kaufen. Sei es Schmuck, Kerzen, Holzssachen, das ganze, normale Weihnachtsmarktangebot.
Weiter ging es auf den historischen Markt. Diesen hatten wir uns ganz kurz schon einmal am Vorabend angesehen, jedoch fehlte noch das ausführliche Besichtigen.
Im Gegensatz zu anderen historischen Märkten, fand ich es sehr schade, dass gar nicht in „mittelalterlich“ gesprochen wurde, sondern ganz ganz normal. Die Musik, welche lief war super – Mittelalterrock.
Aber es war ein nett aufgebauter Weihnachtsmarkt mit schönen Holzhütten oder auch Zelten.
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Ulm – der kleine Weihnachtsmarkt vorm Münster

Ulm – der Weihnachtsmarkt, auf welchem ich Magenbrot kennenlernte.
Zu allererst durfte ich den Weihnachtsmarkt von oben vom Münster begutachten. Schön angeordnete Holzhütten in Reih und Glied. Also ein wirklich sehr „strickt“ aufgeteilter Weihnachtsmarkt.
Dennoch einer der schönsten Deutschlands für mich.
Auch wenn es gegen Abend sehr voll wurde, gab es zwischen den „typischen“ Weihnachtsmarktständen auch einige Buden, die ich nicht kannte mit interessantem Schmuck und anderen nützlichen und unnützlichen Sachen.
Lecker gegessen haben wir dort auch – und ich durfte das erste mal Magenbrot probieren. Das gibt es bei uns nämlich gar nicht so wirklich. Aber es war sooo lecker, dass wir zu zweit fast 300g Magenbrot auf einmal aufaßen.
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Esslingen – der Mittelalter Weihnachtsmarkt

Esslingen, das war ein MUSS auf unserem Roadtrip.
Es gibt dort nicht nur den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, sondern auch einen ganz normalen.
Wir trafen uns noch mit Melly und machten, nach ewig langer Parkplatzssuche, zuerst den mittelalterlichen Markt unsicher.
Auf wie vielen Märkten und MPSen ich schon war – einen Stand mit mittelalterlichen Spielen hatte ich bisher noch nie gesehen. Annika erzählte mir schon den Abend zuvor davon und jetzt durfte ich mich selber davon überzeugen, dass man sich kaum entscheiden kann, welches Spiel man wohl kaufen sollte.
Natürlich durfte es nicht fehlen etwas Met zu trinken und eine kleine Feuershow anzuschauen.
Auch hier und da wurde getrunken und auch das ein oder andere für mich selbst als auch als Weihnachtsgeschenke gekauft.
Leider war es soooo voll, wie es auch schon die Parksituation vermuten ließ und wir mussten uns förmlich durch die Gassen quetschen. Somit ist nur noch ganz zum Schluss ein Foto entstanden.
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Siegen – es wird immer schlimmer

Der nächste Weihnachtsmarkt wer der, welcher am nächsten an mir dran ist: Siegen.
Als ich vor 7 Jahren das letzte mal dort war, war er noch zwischen Karstadt und dem unterem Schloss und war wunderschön mit einer Eisbahn, es war Leben auf dem Markt und viele schöne, interessante Buden.
Jetzt herscht hier völliges Chaos.
In der Bahnhofstraße stehen ein paar wenige Buden, genauso wie am Busbahnhof, 3 Buden gibts vorm Apollo Theater und nochmal 4-5 Buden auf dem Weg in die Oberstadt. Und das wars.
90% sind nur Ess- und Trinkstände, während viele andere Stände nur „Ramsch“ verkaufen. Wie soll da Weihnachtsstimmung aufkommen?
Gott sei Dank gibts den Stand „bim Käs“, wo ich mit 3 Freundinnen ein paar heiße Schokis mit Baileys trank und einen echten Seejerlänner Reewekuchen aß.
Ansonsten belegt dieser Weihnachtsmarkt von allen auf denen ich war den letzten Platz. Es kommt einfach nicht die richtige Stimmung auf und es gibt nicht wirklich etwas interessantes zu sehen.
Bleibt zu hoffen, dass, sobald die Siegfreilegung fertig ist, es wieder schönere Märkte geben wird.
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Koblenz – leider ohne Fotos

In Koblenz war ich eigentlich zum Klassentreffen meiner ehemaligen Berufschulklasse.
Wir trafen uns im Cafe Extrablatt, tranken und aßen etwas und beschlossen doch noch eine Runde auf den Weihnachtsmarkt zu gehen.
Ich war schon seit Ewigkeiten nicht in Koblenz – was für eine wunderschöne Stadt.
Der Weihnachtsmarkt war auch schön aufgeteilt. Auf jedem „Platz“ waren Buden aufgebaut, in den kleinen engen Gassen dazwischen war nichts.
Nicht so schön war, dass auf einem Platz eine Michael Jackson CD rauf und runter gespielt wurde.
Leider blieb keine Zeit den Markt noch mehr zu erkunden, da ich ja auch noch irgendwann Nachts nach Hause fahren musste.
Aber von dem, was ich gesehen habe, ein wirklich toller Markt.

Köln – MenschenMASSEN

Mit Petra traf ich mich vor dem Dom und schon hier war abzusehen: Es ist voll – und es wird noch voller!
Wir liefen zuerst über den Markt am Domplatz. Hier war ein gigantisches Lichternetz über den Platz gespannt, was wirklich wunderschön aussah. Auch war hier noch nicht sooo viel los und man konnte sich noch die Buden rechts und links ansehen.
Weiter ging es zum nächsten Platz. Hier wurde es schon viel voller. Die Bäume waren alle mit roten Herzen mit Bildchen drauf geschmückt, was wirklich süß aussah und in der Mitte war eine Bühne, wo eine Kapelle Weihnachtslieder spielte.
Schon hier kamen wir kaum durch und flüchteten zeitweise außerhalb des Weihnachtsmarktes um den Massen zu entkommen und wenigstens langsam voran zu kommen.
Am Heumarkt wurde es dann zu viel. Wir liefen mehr um den Weihnachtsmarkt herrum als uns ins Getümmel zu stürzen, da man hier das Gefühl hatte rückwärts zu gehen, so langsam ging es voran. Selbst wenn man gewollt hätte, hätte man nicht an den Ständen stehenbleiben und gucken können, da die Massen einen weiterdrückten.
Also setzten wir uns an die Seite, quatschten ein wenig und machten es uns schon auf den Weg zurück in Richtung Dom, wo es inzwischen auch voller geworden war und ich aber auch bald die Heimreise antrat im überraschend nicht überfüllten Zug.
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Siegburg – Kindheitserinnerungen auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt

Früher sind wir jedes Jahr in Siegburg gewesen. Daher wohl auch mein Interesse an den ganzen mittelalter Märkten. 🙂
Somit fuhr ich mit 2 Freunden und deren Sohn nach Siegburg und traf dort noch einen Kumpel vom Schiff.
Der Markt ist etwas kleiner als früher, aber dadurch nicht weniger schön.
Endlich ein Mittelalter Markt, wo noch „mittelalterlich“ gesprochen wird, man in Silbermünzen bezahlt und alle so schön angezogen sind. Ein Markt, wo noch das Handwerk vor den Augen aller praktiziert wird und man sich in der Zeit zurückversetzt fühlt.
Natürlich gab es einen tollen Met-Stand und dazu einen Gemüsereis im essbaren Teller.
Hier fühlte ich mich am wohlsten und es ist wohl einer der schönsten Weihnachtsmärkten auf denen ich dieses Jahr war.
Auch gab es dort ein Kinderkarussell was man noch per Hand ankurbeln musste. Ein Heidenspaß für meine Freunde – und natürlich für mich zum zugucken 🙂
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Weidenau – der Letzte dieses Jahr

Eigentlich sollte Siegburg mein letzter Weihnachtsmarkt sein, aber da eine Freundin zu Besuch im Siegerland war, die ich bestimmt schon 10 Jahre nicht gesehen habe, war es natürlich auch wieder ein Muss heute nochmal los zu ziehen.
Der Weihnachtsmarkt in Weidenau ist wirklich geschrumpft – total. Früher konnte man sich dort wirklich länger aufhalten, heute gibt es auch hier, ähnlich wie in Siegen, nur noch Ess- und Trinkbuden und ein paar kleine Kinderkarussels. Sogar ein Obststand war dazwischen – obwohl – bei diesen warmen Temperaturen dieses Jahr vielleicht gar nicht so verkehrt. 😉
Es war nett mit meinen Freunden zusammen über den Markt zu gehen und zu quatschen, aber des Weihnachtsmarkts wegen hätte es nicht unbedingt sein müssen.

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In diesem Sinne – das wars – ich bin für die nächsten 7 Jahre mit Weihnachtsmärkten fertig und hoffe, dass ich nächstes Jahr dann wieder außerhalb von Deutschland feiern werde. Wir werden sehen – es wird spannend – noch habe ich nicht vor mich irgendwo nieder zu lassen – auch wenn der längere Urlaub in Deutschland jetzt auch mal schön war. (in 18 Tagen bin ich wieder weg – wie schnell die Zeit vergeht)

Dettingen 28.11.-01.12.2013

Bevor ich ganz vergesse was ich so alles erlebt habe, schaue ich mal, dass ich das heute irgendwie hinbekomme endlich den Roadtrip fertig zu schreiben 🙂

Die Fahrt von Leipzip war eins: LANG! Länger als gedacht, vor allem weil es einen wirklich miesen Nieselregen gab und ich die meiste Zeit schlicht und ergreifend NICHTS gesehen habe 😦
Irgendwann gegen Abend kamen wir dann aber doch noch bei Annika daheim an und aßen erstmal etwas zu Abend, bevor wir noch nett mit ihren Eltern zusammen saßen und irgendwann dann in Richtung Bett gingen.

Am nächsten Tag stand Ulm auf dem Plan.
Wir fuhren also nach Ulm und ich stellte fest, dass mein Navi vielleicht nicht das allerschlechteste ist 😉 (sorry Annika).
Eigentlich war unser Vorhaben auf das Münster rauf zu gehen, jedoch war dieses leider nur bis 70m begehbar, da weiter oberhalb alles vereist war.
Aber die 70m ließen wir uns nicht nehmen und stiegen mal hoch um von oben eine wunderbare Sicht über Ulm und die Umgebung zu bekommen und natürlich über den Weihnachtsmarkt 🙂

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Weiter ging es erstmal in Richtung Rathaus, welches wirklich wunderschön mit vielen Bildern verziert ist und eine wunderbare Rathausuhr aufweist, wo Annika auch einige Geschichten drüber zu erzählen wußte, aber wir konnten nicht alle Zeiger „entschlüsseln“.

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Bevor es auf den Weihnachtsmarkt gehen sollte spazierten wir noch etwas an der Donau entlang und durchs Fischerviertel unter anderem am schiefen Haus vorbei.

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Dabei entdeckte ich einen Laden, welcher „Cache-inn“ hieß. Ich nur „oh Annika schau ein geocaching laden“ und schon waren wir drinnen. Bis jetzt ja bloß 1x mit Maria in Stockholm gemacht, waren wir ja schon irgendwie angesteckt.
Insgesamt waren wir wohl über eine Stunde in dem Laden, redeten mit dem Besitzer und noch vielen anderen Leuten die immer mal wieder rein kamen und waren nachher viel schlauer und wollten am liebsten sofort loslegen (eine kleine Anmerkung meinerseits: Wollte grade heute meine ersten 2 Caches machen und was ist?! Ich habe wie bescheuert gesucht und NICHTS gefunden… naaaa super)

Danach aber ging es noch für 1-2 Stunden auf den Weihnachtsmarkt, Wurst und Magenbrot essen. Voller Erstaunen Annikas, dass ich Magenbrot gar nicht kannte. Ist aber wirklich lecker. Noch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk gekauft und schon fuhren wir wieder zu Annika nach Hause, schauten noch etwas TV mit ihren Eltern und spielten ein paar Mittelalterliche „Brettspiele“ .

Der nächste Tag stand im Zeichen der Natur erstmal.
Zuerst fuhren wir bis zum Parkplatz an der Teck und liefen zur Burg Teck hinauf, wo wir die schöne Aussicht genossen und uns im Cafe niederließen um etwas zu trinken.
Dort oben lag sogar schon Schnee 🙂 Wunderschön 🙂

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Schon ging es weiter zum Flugplatz Hahnweide, wo wir unser Auto abstellten und zu den Bürgerseen liefen.
Wir sahen viele kleine Flugzeuge starten und landen. Wir schätzen, da es dort eine Flugschule gibt, dass es aufgrund dessen war, dass grade Flugstunden waren. Besonders viele „starteten durch“, bestimmt als Übung.
Die Bürgerseen waren kleine, gemütliche Seen um welche wir herumliefen, bevor wir uns wieder zurück zu Fuß machten in Richtung Auto. Dabei erlebten wir einen total geniales Sonnenuntergnag 🙂

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Unser Tag war aber noch nicht vorbei, denn schon ging es weiter nach Esslingen.
Die erste große Aufgabe war, dort einen Parkplatz zu finden. Annika schmiss mich irgendwann einfach mal raus, damit ich mich schonmal mit Melly (kennen wir auch vom Schiff) treffen konnte.
Kurz darauf war aber auch ein Parkplatz gefunden und wir Mädels machten den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt unsicher.
Ein wirklich schöner Weihnachtsmarkt, nur leider viiiieeel zu voll (an einem Samstag Abend auch nicht weiter verwunderlich).
Wir kauften das ein oder andere, tranken Glühwein, bzw. ich Met und aßen etwas, bevor wir nach einem wunderbaren Abend wieder zu Annika fuhren (bzw. Melly nach Hause).

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Am Sonntag fuhr ich dann nach Hause. Mein Navi führte mich mal wieder komisch. Statt über die A5 und die A 45 einfach mal über die A3… hab das aber viel zu spät gemerkt und bin somit mal eben schnell übern Westerwald gefahren. Landschaftlich sicherlich schöner, auch mit viel weniger Baustellen (nämlich keine einzige) und noch dazu soll es wohl mehrfach an dem Tag auf der A45 gerummst haben… in diesem Sinne. DANKE Navi, fürs anders leiten 🙂