La Réunion? – Wo bist du gewesen?

Oft wurde ich nur komisch angeschaut, wenn ich sagte, dass ich nach „La Réunion“ fliege. Die meisten haben noch nie von dieser Insel auch nur gehört.
Bevor ich mit meinem Reisebericht starte, dachte ich mir, dass es angebracht wäre, euch etwas über La Réunion, mein Wunschreiseziel seit so langer Zeit, zu berichten.
Einfach damit ihr euch das alles ein wenig besser vorstellen könnt, denn eigentlich kann man diese wunderbare Insel nicht mir Worten beschreiben, da sie mit nichts vergleichbar ist.

Allgemein
La Réunion ist ein Übersee-Departement von Frankreich, nur erreichbar mit einem Flug über Paris.
Air France hat sämtliche Rechte ihre kleine Insel anzufliegen.
Früher hieß die Insel „Ile de Bourbon“, wurde aber umbenannt in „Ile de la Réunion“, was soviel heißt wie „Insel der Zusammenkunft“
Flächenmäßig etwa mit dem Saarland gleich zu setzen liegt Reunion im indischen Ozean, gehörig zu der Inselgruppe der Maskerenen zu denen noch Mauritius, Madagaskar und Rodriguez gehören.
Entstanden ist die Insel durch die Erhebung des bereits erloschenen Vulkans Piton des Neiges, vor ca. 3 Millionen Jahren.
Die ersten dauerhaften Siedler ließen sich um 1665 nieder.

Landschaft
Neben dem Piton des Neiges hat sich vor ca. 380.000 Jahren der Piton de la Fournaise aus dem Meer erhoben.
Letztere ist einer der aktivsten Vulkane der Welt mit einer Höhe von 2631m im Südosten der Insel.
Der höchste Punkt jedoch bleibt der Piton des Neiges relativ mittig gelegen und von 3 Talkesseln umgeben. Den sogenannten Cirques: Salazi, Mafate und Cilaos.
Ursprünglich gab es noch einen vierten Talkessel der heute der Forêt de Bélouve ist da dieser mit Lava aufgefüllt wurde.
Salazi und Cilaos sind größtenteils per Auto befahrbar und gut bewohnt.
Im Cirque Mafate sieht das ganze schon anders aus. Hier gibt es keine Straßen, nur steile Wanderwege. Einen Pfad, der länger als 5m geradeaus geht gibt es hier nicht.
An den Küsten ist La Reunion ziemlich flach, es gibt einige Städte, Touristenorte, Strände und eine Hauptstraße, die um die Insel herumführt.
Jedoch wird gesagt, dass man nur La Reunion gesehen hat, wenn man in den Cirques wandern war. (dazu dann auch noch mehr in den Reiseberichten)

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Klima, Flora und Fauna
Die Insel befindet sich in den Tropen, was nicht bedeutet, dass es nicht auch mal Nachts unter 10 Grad werden kann, sowie auf dem Piton des Neiges Minusgrade hat.
Es gibt unzählige Mikroklimen, was die Insel sehr abwechslungsreich macht. Auch ist das Vulkangestein ein sehr reichhaltiger Boden.
Leider gibt es auch immer wieder Zyklonen, die Teile der Insel zerstören.
Es gibt über 800 Endemiten unter den Pflazen. Darunter zum Beispiel die Höhentamarinde.
Auch die Vogel- und Tierwelt hat etwas für sich. Da gibt es zum Beispiel den Tenrek, eine Igelart mit nur wenigen Stacheln, die man moistens nur selten zu sehen bekommt.
Oder auch den Tec Tec, eine Schwarzkehlchen Art, welche die Wanderer begleitet. Es ist unheimlich süß, die kleinen Vögel verfolgen einen meistens und sind sehr zutreulich.

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Menschen, Sprache und Essen
Die Hauptsprache ist natürlich Französisch, jedoch findet sich im Hinterland auch noch häufig die ursprüngliche Kreol-Sprache.
Diese Sprache basiert auf dem Französischen, hat jedoch auch Einflügge des Magadasy, Hindi, Portugisisch und einigen mehr.
Die Menschen sind sehr freundlich und aufgeschlossen. Im Gegensatz zu den “Metros”, wie die Franzosen des Festlandes dort genannt werden, sind sie sehr interessiert, sprechen häufig auch ein paar Worte Englisch oder Deutsch und bemühen sich notfalls auch mit Händen und Füßen.
Interessiert sind sie auch an allem.
Das Nationalgericht nennt sich “Cari”. Das ist Reis mit Bohnen oder Linsen, dazu ein scharfes Wurstgulasch oder eine andere Fleischart (einfach kleingehackt mit Knochen) und ganz wichtig Sauche Rougail.
Letztere wird mit Piments (sehr scharfen, kleinen Chilis) hergestellt in Verbindung mit z.B. Orangenschalen, Tomaten oder Gurken. Sehr scharf, aber auch sehr lecker.
Getrunken wird dazu Rum Arrangé. Rum mit eingelegten Früchten, meistens Ananas, Orangen, Geranium und vielen anderen.

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Anreise, Geld und anderes
Die Anreise erfolgt über Paris. Zur Zeit muss man noch bis Charles de Gaulle fliegen und einen Transfer nach Orly nehmen. Jedoch wird es ab nächstem Jahr auch Direktflüge von Charles de Gaulle geben.
Die Flugzeit beträgt ca. 11 Stunden und die Zeitverschiebung zu Deutschland +2 Stunden im Sommer, sowie +3 Stunden im Winter.
Die Währung ist EURO.
Von den Preisen ist La Reunion mit Frankreich zu vergleichen und somit im Gegensatz zu unseren Preisen recht teuer.

Ich hoffe, ich konnte euch schonmal eine kleine Übersicht bieten. Die Reiseberichte folgen in den nächsten Tagen – auf jedenfall war es ein guter Traum und sehr schön ihn zu verwirklichen.
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Geocaching

Schon damals, als noch kaum jemand geocaching kannte und der Hype noch nicht so groß war, hörte ich das erste etwas über Geocaching. Ich fand es eine unheimlich gute Idee, aber da ich damals weder ein GPS besaß, noch wirklich Zeit dazu hatte, dachte ich nicht mehr so viel darüber nach.

In den letzten Jahren wollte ich es immer wieder versuchen – leider habe ich aber nie wirklich Zeit dazu gefunden oder habe es mich nicht alleine getraut anzufangen, da ich ja überhaup keine Ahnung davon hatte.

Als wir jetzt in Stockholm waren, nahm Maria Annika und mich mal mit um einen Cache zu finden. Es war wirkich total einfach und machte zudem noch Spaß, auch wenn wir nur einen in der Stadt gesucht und gefunden hatten.
Das Fieber wurde noch verstärkt als Annika und ich nach Ulm reisten und dort ein wunderbares Geocachinggeschäft (cache-inn) entdeckten, wo wir uns direkt auch über eine Stunde aufhielten und uns mit diversen, total nette, Cachern unterhielten.
Somit war klar: Ich will das auch machen.

Kaum daheim wurde also mein GPS ausgepackt und losgezogen. Erstmal 2 Caches hier in der Gegend rausgesucht und gesucht, gesucht und gesucht und nichts gefunden. Was für eine Enttäuschung.
Ein paar Tage später war ich eh auf einem Spaziergang mit meiner Mutter und hatte mein GPS dabei und schwuuuups die ersten 2 Geocaches gefunden 🙂

Wieder ein paar Tage später war ich mit meiner Mum im Wald laufen. Joggen/Walken konnten wir nicht wirklich weil es ganz schön glatt war, aber immerhin spazieren gehen. Wieder mit GPS im Gepäck und diesmal auch mit Kamera um ein paar schöne Fotos dahin zu zaubern 🙂

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Inzwischen habe ich auch die beiden Geocaches vom Anfang gefunden und habe leider jetzt die Zeit verloren nach weiteren zu suchen.
Ich muss allerdings sagen, dass es wirklich Spaß macht – solange man etwas findet.

Einen Cache, den ich auch gesucht habe, habe ich bestimmt 30min lang gesucht, haben mir Hinweise geholt und weiß eigentlich auch ganz genau wo er sein müsste – da ist er aber nicht. Also bin ich entweder total blind, oder aber der Cache ist weg 😦

Gerne würde ich mich auch mal an schwerere Caches trauen – jedoch am liebsten mit ein paar anderen Leuten zusammen.
Vielleicht habe ich ihm Sommer ja etwas mehr Zeit dafür, da ich leider auch nur wenige Leute kenne, die geocachen.

Alles in allem finde ich es ein wunderbares Hobby – draußen in der Natur, durch den Wald, übers Feld oder auch in der Stadt.
Man entdeckt neue Sachen, teilweise an Orten wo man fast 29 Jahre gelebt hat und noch nie da war. Einfach wunderschön und allemal besser als den ganzen Tag drinnen zu hocken und nichts zu tun!

Endlich wieder Training

Nachdem schon seit ein paar Tagen die Temperaturen in einen angenehmen Bereich gefallen sind, war es gestern endlich so weit.
Am Morgen versorgte ich die Hunde und bereitete die Halsbaender vor. M. bereitete in der Zeit die Gangline vor unserem „Monkey“ (eine Art ATV) vor.
Am Nachmittag, als unser Chef zurueck zum Camp kam ging es dann los. Das erste mal fuer diese Saison „Training“ mit den Hunden. 🙂
Man merkte – die Hunde waren mega aufgeregt und auch wir Menschen konnten es kaum erwarten unsere 4-Beiningen Freunde wieder ziehen zu sehen, wie sie gluecklich sie vor dem Quad ziehen.
Die erste Runde fuhren wir zusammen mit unserem Chef um den momentanen Trail kennen zu lernen – ab morgen trainieren wir dann alleine wenn es das Wetter zulaesst 🙂 Fun times!