Das große Los – meine Meinung

Wie meine langjährigen Leser wissen, bin ich eine totale Leseratte.
Grade lese ich das Buch „Das große Los“ von der „Wer wird Millionär“ – Gewinnerin Meike Winnemuth, die mit ihrem Gewinn um die Welt reiste.

In ihrem Buch erzählt sie Ihre Geschichte in einer witzigen und kurzweiligen Art in Form von Briefen an verschiedenste Menschen in Ihrem Umfeld.
Über alle Höhen und Tiefen während des Reisens und was passiert, wenn es doch mal nicht so läuft wie sie es vorher geplant hatte. Frei nach dem Motto „Erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt.“

Irgendwie hat mich das Buch zum Denken angeregt.
Natürlich nicht das erste Mal. Ich denke wir alle haben schon häufiger darüber nachgedacht was wäre, wenn wir viel Geld hätten. Hab ich Recht? Weiterlesen

Jahresrückblick 2014

2014 – was warst du nur für ein Jahr. Ein Jahr voller Höhen und Tiefen wie sie im Bilderbuche stehen. Ein Jahr voller Entdeckungen, positiver wie negativer Natur. Ein Jahr des kennenlernens und ein Jahr des verabschiedens. Ein Jahr voller neuer und voller alter Ziele auf der ganzen Welt.

Ein Jahr voller Daten und Fakten

ca. 5500 Fotos
67 Häfen
35 Länder
27 Sprachen
2 Verträge
1x Urlaub über 2 Monate
1 Lebenstraum erfüllt
1 Handy gestohlen bekommen
Aus Fehlern gelernt -> undendlich

Mir kamen die Häfen viel weniger vor als ich sie gezählt habe, aber irgendwie kam diese Zahl dabei raus, wenn ich keinen vergessen habe.
Am besten gefallen hat es mir von den Häfen natürlich in Island, denn dort wäre ich am liebsten hängen geblieben und von Bord gegangen, weil ich mich zu Hause fühlte.


Die beste Fahrt war definitiv durch den Suez-Kanal. Was für ein Erlebnis wenn das Meer immer enger und enger wird und das Gefühl aufkommt das Schiff fahre direkt am Land entlang.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Auch das schmutzige, chaotische Alexandria hat es mir angetan, auch wenn mich vor dem ersten Anlauf panische Alpträume plagten.

DSCN6268
Ein 25. Mal in Malta ließ mir die Insel noch immer nicht langweilig werden.

Einen riesigen Traum erfüllte ich mir mit La Réunion. Was für eine wundervolle Insel. Vulkane, Krater, Berge, Wanderwege – mehr ist nicht nötig mich glücklich zu machen und genau das war es.
Wenn ich mir heute nochmal die Fotos ansehe kann ich kaum glauben wirklich dort gewesen zu sein.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ich habe viele tolle Menschen dieses Jahr kennenlernen dürfen. Einige davon sind enge Freunde geworden, die hoffentlich für immer ein Teil meines Lebens bleiben werden.
Grade Freundschaften sind immer schwierig während ich auf großer Reise bin. Jeden Wechseltag wechseln auch einige aus der Crew. Hier lernt man Abschied zu nehmen.
Und doch ist es immer wieder faszinierend wie manche Freundschaften selbst große Distanzen überwinden. Danke dafür – ich denke ihr wißt wer gemeint ist.
Ebenso faszinierend finde ich es jedesmal, dass ich so treue Freunde zu Hause in Deutschland haben, die nun schon über 7 Jahre immer wieder für mich da sind wenn ich im Lande bin. Danke ihr Lieben – danke, dass es euch gibt!
Danke auch an meine Mutter – einfach für alles und weil sie die beste Mutter auf der ganzen weiten Welt ist.
Was passiert in 2015?
Das ist eine gute Frage. Erstmal geht es für mich Anfang Januar wieder in meinen wohlverdienten Urlaub. Das heißt, dass ihr auch wieder häufiger von mir etwas lesen werdet.
Die „böse“ 30 überschreite ich ebenfalls im Januar – doch das ist nur nebensächlich, denn so alt fühle ich mich noch gar nicht.
Natürlich werde ich weiterhin zur See fahren und sehen was mir die nächsten Verträge so alles bringen.

Und was ich mir vornehme?
Nicht mehr so emotional zu sein und das neue Jahr besser zu beginnen als das alte auszuklingen scheint. Nein, um ehrlich zu sein kann es im neuen Jahr nur besser werden denn immer wenn ich grade denke, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann, wird es noch schlimmer.

Was sind eure Vorsätze, irgendwelche Reiseplanungen?

Ich packe meinen Koffer – für eine Trekkingtour

Ich hatte schon einmal darüber berichtet, dass ich mich immer den Reisesituationen anpasse, was mein Gepäck betrifft.
Auch wie man sich am besten kleidet, wenn es richtig kalt ist habe ich schon einmal beschrieben.

Wie sieht es aber aus bei langen Trekkingtouren?
Genau das habe ich mich gefragt bevor es los ging nach La Réunion.
Bis jetzt kannte ich nur Tagestouren, oder 3-4 Tagestouren in Neuseeland. Also wie packe ich am besten.
Die Packliste von Wikinger war schon sehr hilfreich, letztendlich habe ich aber doch etwas anders gepackt.

8 Tage waren wir mit denselben Klamotten unterwegs und da gehört es sich schon wirklich gut ausgestattet zu sein.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Der Rucksack
Ich bin ein großer Deuter-Fan und da ich die Auswahl hatte zwischen einem 24l Rucksack und einem 50+10l Rucksack, entschied ich mich für den letzteren.
Ich kann euch sagen, der war ganz schön groß – der größte von allen.
Natürlich müßt ihr große Rucksäcke nicht bis oben hin vollpacken. Das habe ich auch nicht getan.
Letztendlich müßt ihr aber daran denken, dass jeder Rucksack ein Eigengewicht mitbringt und das variiert natürlich je Marke, Ausstattung und Größe.
Nach La Réunion habe ich für mich beschlossen, dass ich vor der nächsten Trekking-Reise einen 35+10l Rucksack bekommen werde. Welchen genau weiß ich noch nicht, aber diese Größe scheint perfekt zu sein.
Eine große Auswahl an Rucksäcken und vielen weiteren Outdoorartikeln bietet zum Beispiel wildnisssport.de die auch sehr gute Beschreibungen mitliefern. Hier werdet ihr informiert über Größe, Gewicht und Verwendungszweck.
Das grenzt die Auswahl schon sehr ein.

Wanderschuhe und Stöcke

Wanderschuhe sind wichtig – und zwar die richtigen. Nehmt nicht einfach die günstigsten, sondern die, die passen. Ihr müsst mitunter 10 Stunden am Stück in ihnen gehen können über mehrere Tage.
Ich nehme seit Jahren schon Wanderschuhe der Firma LOWA. Ich habe beim letzten Schuhkauf auch andere Marken angehabt, aber für meinen Fuß sind einfach nur diese Schuhe gemacht.
Stöcke werden häufig unterschätzt. Wer von euch hat nicht schon einmal, grade beim bergab-gehen über schmerzende Knie geklagt?
Seit ich die Stöcke richtig einzusetzen weiß, hatte ich nie wieder Knieprobleme.
Bergauf eine gute Hilfe dem Körper die Last des Rucksacks abzunehmen, sollte man sie eher etwas kürzer halten.
Hinab werden sie verlängert, so habt ihr immer eine Stütze dabei um auch mal große Stufen zu meistern.
Beim geradeaus laufen ist ein 90 Grad Winkel der Arme sehr angenehm.

Nützliches auf Tour
Eine Stirnlampe sollte immer dabei sein. Wer weiß ob ihr von der Dunkelheit überrascht werdet oder mal auf einer Hütte übernachtet wo ihr diese Nachts braucht.
Ich habe viele Ausführungen von Stirnlampen (die hellste mit 1000 Lumen), hatte auf La Réunion jetzt zum Beispiel nur eine sehr günstige, aber dafür sehr leichte Lampe dabei. Hierbei Batterien nicht vergessen damit ihr nicht im Dunkeln steht.
Ein Seil hilft in vielen Lebenslagen. Zum Beispiel beim Waschen. Einfach zwischen zwei Pfosten oder zwischen Bett und Fenster spannen und schon könnt ihr eure frisch gewaschenen Sachen zum trocknen aufhängen.
Ein Taschenmesser kann ebenfalls in vielen Lebenslagen helfen. Sei es in Notsituationen oder auch einfach um sich zur Mittagszeit ein Brot schmieren oder ein Stück Wurst abschneiden zu können.
Eine Brotdose wiegt nicht viel und ihr könnt einiges darin aufbewahren. Nicht nur Essen, auch Steine, Blätter oder was auch immer ihr am Wegesrand findet.

Klamotten und Waschsachen
Bei den Anziehsachen ist Minimalismus gefragt.
8 Tage bedeuten nicht, dass ihr 8 T-Shirts mitnehmen müsst. Ich hatte genau 2 dabei. Eins an und eins im Rucksack, dass ich anziehen konnte, während das andere nach dem Waschen an meinem Rucksack trocknete.
Am besten ist es Funktionskleidung zu nehmen. Die ist leicht und trocknet rasend schnell.
Unterhosen reichen ebenfalls 2-3. Für Frauen hier ein kleiner Tipp am Rande: Slipeinlagen wiegen und kosten fast nichts. Und schon könnt ihr auch mal einen Tag länger ein Höschen tragen.
Für Socken gilt dasselbe. Hier hatte ich auch wieder genau 2 dabei. Ein Paar an, ein Paar im Rucksack. Bitte beachtet auch, dass ihr wirklich Wandersocken nehmt die euch passen – das ist ein ganz anderes Gefühl zum laufen.
Statt normalem BH gab es einen Sport-BH. Einen Ersatz im Rucksack, den ich letztendlich nicht brauchte.
Eine Wanderhose reicht vollkommen aus. Hier ist es sinnvoll eine Zip-Hose zu nehmen. So könnt ihr euch immer dem Wetter anpassen.
Es kommt darauf an welche Region ihr bewandert und wie Kälteempfindlich ihr seid, aber ich hatte auf La Réunion, trotz, das wir in den Tropen waren, einen Fließpulli, eine Mütze, Handschuhe und einen Buff dabei.
Wenn ihr in kälteren Gefilden unterwegs seid hilft es auch ein Set lange Unterwäsche dabei zu haben.
Regensachen sind ganz wichtig. Ich schwöre ja auf eine Regenhose und eine Regenjacke, auch wenn heut zutage die meisten einen Poncho nehmen. In einem solchen fühle ich mich allerdings unwohl und bis jetzt hat die Jacken/Hosen Kombination immer gut funktioniert.
Zum Waschen braucht ihr ebenfalls nicht viel. Zahnbürste, Zahnpasta, Shampoo – das wäre das minimalistischste. Denn mit Shampoo könnt ihr euch komplett waschen und eure Klamotten bekommt ihr damit auch noch sauber. Ich hatte zusätzlich noch eine kleine Tube Rei mit dabei und einen DEO-Kristall.
Als Handtuch/Duschtuch empfehlen sich auch wieder Reisehandtücher. Die sind klein, leicht und trocknen unheimlich schnell. Hier hatte ich ein kleines und ein mittleres dabei, wobei letztendlich das Mittlere gereicht hätte.

Medikamente und Erste Hilfe
In jeder Apotheke gibt es heut zutage ein „Reiseset“ mit Mullbinden, Pflastern, Tape, einer Warm/Kalt-Decke und weiterem Verbandszeug.
Abgesehen davon habe ich immer Blasenpflaster dabei. Man weiß ja nie.
Gelernt habe ich jetzt dass Hirschtalg den Füßen am Morgen auch sehr gut tut und das bilden von Hornhaut und Blasen mindert.
Weiter dürft ihr niemals die Sonne in den Bergen unterschätzen. Somit ist Sonnenmilch Pflicht und in vielen Gebieten ebenso das Mückenspray.
Früher hatte ich immer ein Gel dabei falls ich doch mal gestochen werde, bis mir zwei Engländer auf Borneo ZapperClick näher gebracht haben. Seitdem ist diese kleine Gerät mein ständiger Begleiter.
Eine Sonnenbrille schützt die Augen vor der UV-Einstrahlung. Für den Kopf nehme ich am liebsten ein Tuch oder eine Kappe.
Normale Medikamente solltet ihr auch dabei haben. Da wäre zum Beispiel etwas gegen Kopfschmerzen, Schmerzen allgemein, Anti-Allergika, etwas für den Magen und etwas gegen Durchfall.
Gebraucht habe ich außer Kopfschmerzen gott sei Dank noch nichts.
Last but not least natürlich einen Hüttenschlafsack. Die sind klein, leicht, handlich und man hat seine eigene „Decke“ um sich rum.

Essen und Trinken
Nüsse geben Energie und sind nicht schwer zu tragen. Somit habe ich immer etwas Studentenfutter und Müsliriegel dabei.
Wenn es sich um ein Trekking handelt wo man ab und an nochmal an einem Shop vorbeikommt reicht es, sich mit etwas Wurst und Brot einzudecken um den Hunger zu tilgen.
Solltet ihr länger unterwegs sein ist ein kleiner Kocher von Vorteil und ein paar Tütensuppen oder andere Fertiggerichte.
Ein Schokoladenriegel für die Seele habe ich eigentlich auch immer dabei.
2x 1 Liter Flaschen solltet ihr schon mitnehmen. Also insgesamt 2 Liter Wasser. Ob nun mit Trinkvorrichtungen am Rucksack, oder in Flaschenform. Ich habe je eine 1 Liter Flasche auf jeder Seite.
Und wenn es doch einmal nicht reicht? Aus frischen Quellen kann man das Wasser in den meisten Ländern bedenkenlos trinken. Und für alles andere gibt es zum Beispiel Micropur. Eine Tablette in 1 Liter Wasser, 2 Stunden warten und schon hat man wieder frisches, trinkbares Wasser.

Persönliche Sachen

Meine Kameras müssen immer mit. Genau, Kameras. Meine groß Olympus om-d em5, meine kleine Nikon Outdoorkamera und meine GoPro3+. Dazu jeweils 1 Ersatzakku, denn es gibt nichts ärgerlicheres als wenn die Kamera plötzlich versagt im schönsten Moment.
Geld in einem kleinen Geldbeutel mit den nötigsten Sachen und ein Handy gehören auch zu meiner Standartausrüstung.
Ein kleines Büchlein und 2 Stifte (einen als Ersatz) findet ihr auch immer in meinem Rucksack. Immerhin will ich das erlebte aufschreiben und mir nützliche Tipps und Tricks von anderen merken können.
Auch eine Kopie des Impfpasses ist immer zu empfehlen. Wenn euch etwas passiert weiß man wenigstens direkt Bescheid welche Impfungen ihr habt.
Wenn ich alleine unterwegs bin habe ich zusätzlich noch meinen mp3-player und mein Kindle dabei.
In der Gruppe habe ich es im Hauptgepäck zurückgelassen, denn hier hatten wir genug Unterhaltungen zwischendurch.

______________________________________________________________

Natürlich ist dies alles dem Trekking anzupassen welches ihr beschreiten wollt.
Wollt ihr campen? Dann braucht ihr natürlich noch ein Zelt, Schlafsack und eventuell Isomatte.
Dieser Bericht ist voll und ganz dem Packsystem für meine La Réunion Tour gewidmet.

Was nehmt ihr normalerweise mit? Hab ich etwas vergessen?

Ein sandiger Abschluss und ein abendteuerlicher Rückflug

Einen letzten hab ich noch für euch von La Réunion.

L’Ermitage les Bains
Nachdem der erste „Strandschock“ nach den Bergen überwunden war gingen wir noch an dem Abend in einer Strandbar essen. Diesmal gab es kein Cari, sondern endlich einen leckeren Salat. Auch wenn ich kurz davor war mir wirklich noch einmal Cari zu bestellen.
Zurück im Zimmer bekam ich erstmal einen kurzen Schock als ein Gecko die Wand entlang flitze genau neben mir als ich grade das Licht anschaltete. Aber ich liebe diese Tiere, somit durfte er bleiben.
Gewohnt haben wir für die zwei letzten Nächte im Novotel in L’ermitage les Bains in der Nähe von St. Gilles.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Das 3-Sterne Hotel ist im Halbkreis angeordnet und direkt am Strand gelegen.
Zusätzlich gibt es zwei Schwimmbecken mit einigen Liegestühlen.
Der Frühstückssaal ist halb überdacht und man kann sich aussuchen ob man einen Platz an der Sonne oder lieber im Schatten einnimmt.
Nur ein Zaun trennt das Hotel von dem öffentlichen Strandabschnitt an dem sich vor allem Vormittags Einheimische zum „Picknick“ treffen. Schatten gibt es genügend da viele Filaos Bäume die Promenade säumen.
Hier ist es sicher zu schwimmen, denn es existiert ein vorgelagertes Riff, welches die vielen Haie im indischen Ozean fernhält. Der Sand ist korallensand, deswegen auch sehr hell, aber auch voller abgestorbener Korallen. Vor allem wenn man ins Meer geht ist es besser Schuhe zu tragen um sich nicht die Füße aufzuschneiden.
Dank der vielen Korallen ist es natürlich aber auch ein Schnorchel- und Tauchparadies mit leichter Strömung.
Der Eismann fährt laufend auf und ab und auch Strandbars sind alle paar Meter anzutreffen.
Nach einem sehr ausgedehnten Frühstück stiefelten wir zu sechst los uns den Ort etwas näher anzuschauen.
Es gibt eine kleine Einkaufsstraße mit Souvenirläden und einem Obst- und Gemüsestand. Ein typischer, kleiner Touristenort.
DSCN5838
Auch hier waren alle Menschen wieder sehr sehr freundlich, einige sprachen sogar Deutsch (ein junger Mann verriet uns, dass er mal einen Schüleraustausch nach Berlin gemacht hätte).
Vier unserer kleinen Gruppe verabschiedeten sich zum Strand während eine Mitreisende und ich weiter zu Fuß nach St. Gilles liefen.
DSCN5841
Dieser Ort ist schon um einiges größer mit einem kleinen Hafen und vielen Cafés und Bars.
Wir tranken etwas, schlenderten durch die Geschäfte und liefen am Strand zurück zu unserem Hotel wo wir uns auch in die Sonne legten und den letzten Tag auf der Insel genossen.
Am Abend liefen wir schon wieder nach St. Gilles mit der ganzen Gruppe um dort in einem Fischrestaurant Abend zu essen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Gleichzeitig war es auch unser Abschiedsessen, es wurde viel gelacht, gesungen, erzählt und geschenkt.
Ein schöner Abschluss des Urlaubs.

Der Rückflug
So richtig ist der Urlaub ja erst vorbei, wenn man im Flieger sitzt. Dies sollte sich noch als äußerst schwer herausstellen.
Am letzten Morgen saßen wir nichtsahnend am Frühstückstisch als unsere Reiseleiterin auf uns zukam und sagte „Unser Flug wurde annuliert“.
Ich glaube wir hielten es alle zuerst für einen schlechten Scherz, aber es war leider die Wahrheit.
Aufgrund Streiks von AirFrance sollten wir jetzt statt um 21:25Uhr um 0:40Uhr fliegen.
Unsere Reiseleiertin probierte noch unseren Transfer nach hinten zu verlegen, aber das gelang leider nicht. Somit stellten wir uns auf eine lange Nacht ein.
Den Tag verbrachten wir noch mit relaxen, die Seele baumeln lassen und spazieren gehen bis wir um 17:30Uhr abgeholt wurde.
In St. Denis angekommen bekamen wir von AirFrance einen „Snack-Gutschein“, was in anbetracht einer Verspätung von über 3 Stunden relativ wenig ist.
Noch dazu war dieser nur in einem einzigen Café einsetzbar.
Was macht man also 5 Stunden auf La Rèunion am Flughafen? Durch die Geschäfte laufen? Die hatten schon geschlossen, in einer Snackbar sitzen? Davon gab es zwei die total überfüllt waren und die eine machte sogar kurze Zeit später zu. Auf Verspätungen war man hier wohl nicht vorbereitet.
Wir liefen zu dritt sogar aus lauter Langeweile einmal draußen um den Autoparkplatz, damit die Zeit irgendwie vergeht.
Die Besucherterasse war gut gefüllt und um 23:00Uhr landete unsere Maschine.
Sofort kam die Durchsage, dass wir uns durch die Sicherheitskontrolle begeben sollten.
Einmal durch war weiteres warten angesagt, denn letztendlich hoben wir nicht vor 1Uhr ab.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Ihr erinnert euch vielleicht noch daran, was ich zu den Flügen geschrieben habe? Mit dem Umsteigen von Charles de Gaulle nach Orly und umgekehrt?
Einige Anschlussflüge waren schon umgebucht worden, der von einer Mitreisenden und mir nicht und somit wurde es knapp.
Das Flugzeug war wieder eine sehr alte Maschine, das Personal noch unfreundlicher als auf dem Hinflug – sichtlich selber genervt von der langen Verspätung. Auf die Frage ob wir es in 2 Stunden schaffen würden unser Gepäck zu holen, den Shuttlebus zu nehmen, in CDG wieder einzuchecken und unseren Flieger zu bekommen und ob wir irgendetwas beachten sollten kam als Antwort nur, dass wir es auf jedenfall schaffen werden. Mehr nicht.
K. (Mitreisende) und ich stürmten kaum gelandet in Orly aus dem Flugzeug, durch die Kontrollen und zum Gepäckband. Das Gepäck sollte in 10min kommen. Buh! Wir hatten unser Gepäck als Priority einchecken lassen in St. Denis damit wir es uns nur nehmen brauchten und losrennen konnten.
Die ersten Gepäckstücke waren jedoch keine Priority-Koffer sondern ganz normales Gepäck. Langsam wurde es echt knapp – dann endlich erst K.’s Tasche, dann mein Rucksack und losgerannt.
Beim Shuttlebus hatten wir mehr Glück, denn dieser fuhr genau 2 Minuten nachdem wir einstiegen los und „oh überraschung“, die Straßen waren leer und innerhalb von 40 Minuten kamen wir in Charles de Gaulle an.
Zuerst Terminal A-D. Wir versuchten uns im schlechtesten Französisch zu verständigen ob er auch bei den anderen Terminals halten würde. „Oui“.
Also gut, ich musste zu Terminal F und K. zu Terminal G.
Nur hielt der Bus nicht, er fuhr weiter und der Fahrer telefonierte angeregt. Er könne nicht dort halten und müsste zu Terminal A-D zurückfahren.
Ab hier begann eine Hetzjagdt.
K. ihre Tasche auf einen Wagen, ich meinen schweren Rucksack auf dem Rücken und die Beine in die Hand genommen – immerhin sind Terminal E-F in einem anderen Gebäude und G in einem noch weiter entfehrnt.
Außer Puste kamen wir in Terminal F an. Und kamen nicht weiter. Überall stand Militär und Polizei, schwer bewaffnet (ich weiß bis heute nicht warum. Wegen den Streiks?!) und wir kamen nicht weiter durch.
Ich sprach jemanden an, dass ich aber ans Ende des Terminals müsste und er fragte jemanden vom Flughafenpersonal die mich völlig entgeistert anschaute ob ich denn noch nicht mein Gepäck eingecheckt hätte. NEIN! Wie auch?
Ich verabschiedete mich schnell von K. und folgte der Beschreibung der Dame vom Flughafen, dass ich die Treppe runter und über die Ankunftshalle nach ganz hinten durchlaufen sollte, da könnte ich wieder hoch.
Schade, dass die nächste Treppe weit weg war.
Inzwischen völlig durchgeschwitzt rannte ich durch die Ankunftshalle, bis ich wieder von einem Polizisten gestoppt wurde. Ich könne hier nicht weiter.
In dem Moment waren meine Worte nur noch „I AM LATE – MY FLIGHT WAS DELAYED – I NEED TO GO TO CHECK IN MY LUGGAGE“.
Daraufhin sagte er mir, dass ich doch bitte komplett das Gebäude verlassen sollte und über den Parkplatz nach ganz hinten laufen sollte. Da könnte ich dann wieder rein und hoch.
Also wieder woanders her gerannt und endlich an meinem Schalter angekommen.
Rechts eine mega lange Schlange an den normalen „Gepäckaufgabeschaltern“, links am „schnell Check in“ eine ebenfalls recht lange Schlange.
Ich zeigte mein Ticket vor, wurde ungläubig angeschaut und durch sämtliche Absperrungen nach ganz vorne durchgelassen. Endlich mal Flughafenmitarbeiter die es begriffen hatten, dass es knapp würde.
Mein Glück ging die Sicherheitskontrolle dann ganz schnell und ich war sogar noch einige Minuten vor Bording an meinem Gate.
Völlig erschöpft sank ich in meinen Sitzplatz im Flugzeug und bekam nicht einmal mehr den Start mit da ich dort schon im Traumland verschwunden war.

___________________________________________________
Ich kann bis jetzt noch immer nicht glauben, dass ich mir diesen Traum erfüllt habe und dass ich wirklich auf dieser Insel war.
Wenn ich mir die Fotos anschaue, dann kommt es mir vor wie in einem Traum.
Es wird bestimmt noch einige Zeit dauern, bis ich realisiert habe, dass dies alles Reality war.
Ich würde immer wieder mit Wikinger-Reisen reisen. Gut organisiert und ein super Programm.
Das war jetzt auch mein „großer“ Urlaub für dieses Jahr.
Und wohin geht es nächstes Jahr? Ich weiß es noch nicht genau. Vielleicht endlich einmal zum Everest Base Camp? Die Alpenüberquerung steht auch noch aus.
Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit.

Alle La Réunion Berichte auch nochmal hier:
La Réunion? – Wo bist du gewesen?
Ankunft und das erste Beschnuppern der Insel
Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 1
Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 2 & Cilaos
Erklimmt die beiden Vulkane!

Erklimmt die beiden Vulkane!

Weiter geht es mit unserem 3-Tages-Trekking. Auch dieses zusammengefasst in einem Beitrag.
Und bevor ihr runter scrollt solltet ihr wissen, dass ganz andere Fotos kommen werden als in den letzten Beiträgen, denn die Insel hat tausend Gesichter. Jedes einzelne anders.

1. Tag von Cilaos bis Caverne Dufour

↑1120hm ↓35hm 7,78km

In Cilaos konnten wir erst einmal einigermaßen ausschlafen und nochmal ein üppiges Frühstücksbuffett genießen.
Dann liefen wir eine wirklich weite Strecke – bis zur Bushaltestelle.
Dort die erste Hürde: Der Bus war schon voll. Unsere Reiseleiterin klärte das und ein paar Minuten später kam ein neuer Bus daher gefahren.
Unser Ausgangspunkt war La Bloc. Von dort starten die meisten die Ersteigung des Piton de Neiges und kommen auch wieder hierher zurück. Für uns sollte es jedoch nur der Ausgangspunkt sein.
Der Weg führte sehr steil bergauf und wir machten sehr schnell sehr viele Höhenmeter. Darüber waren alle sehr überrascht, aber es ging wirklich schnell.
Zwischendurch machten wir etwas abseits des Weges eine kleine Mittagspause bevor wir den restlichen Aufstieg auf den Pass begannen.
Kaum waren wir oben zogen die Wolken zu, wie es der Wetterbericht auch schon vorhergesagt hatte.
Die Hütte konnten wir schon nicht weit vom Kamm entfehrnt erahnen und wir bekamen sogar nochmal einen Nebel-Umrundeten Blick zurück auf Cilaos.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Die Hütte war voll – sehr voll. Viele möchten den höchsten Punkt La Réunions erklimmen und somit teilten wir uns mit vielen anderen die Nächtigungsmöglichkeit.
Vor dem Essen gab es noch eine kleine Lesestunde von unserer Reiseleiterin. Der Bericht von Manuel Antrak „Hinterher“ wo er mal mit dem Postboten durch Mafate gelaufen ist. Wir haben viel gelacht da wir uns häufig in seinen Erzählungen wiedererkannten.
Zum Essen gab es wieder Cari und dazu starken Schnaps, der mir leider auf dieser Höhe schnell in den Kopf stieg und ich sofort ins Bett ging.

2. Tag On Top of Piton des Neiges und weiter bis Plaine des Cafres

↑863hm ↓1733hm 21,74km

Um 3:45Uhr klingelte der Wecker, denn um 4:15Uhr sollte es losgehen.
Draußen stürmte und regnete es in Strömen. Erfahrungsgemäß ist man am Gipfel jedoch über den Wolken und somit maschierten wir in voller Regenmontur durch die schwarze Nacht. Stetig bergauf durch Lavageröllfelder. Das Wetter war nass und kalt – doch plötzlich tat sich der Himmel über uns auf. Hunderte und Tausende von Sternen und wir darunter. Wir hatten es über die Wolkendecke geschafft.
Und schon begann das Morgenrot.“Oh Nein“ dachten wir, wollten wir doch zum Sonnenaufgang oben sein. Wir waren schließlich in den Tropen und vermuteten, dass es unheimlich schnell gehen würde jetzt und sich der Hüttenwirt bestimmt mit der Zeit vertan hatte.
Überaschenderweise hielt die Röte aber an und an.
Einige hundert Meter vor dem Gipfel signalisierte unsere Reiseleiterin uns, dass wir, wenn wir möchten, vorlaufen können.
Das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Zwei meiner Mitreisenden lieferten sich einen regelrechten Wettkampf wer als erstes oben ist, ich hetzte so schnell ich konnte hinterher.
Wir drei schafften es auch bis ganz zum Gipfel (3071m) rauf ca. 2 Minuten vor Sonnenaufgang.
Was für eine Stimmung! Einfach unbeschreiblich. Ein riesiges Wolkenmeer aus dem die Sonne auftaucht und den Berg in rotes Licht hüllt.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Wir standen oben und brüllten vor Freude, namen uns in den Arm und waren einfach nur überglücklich, dass wir es geschafft hatten.
Zum kleinen Nebengipfel liefen wir natürlich auch noch.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Es war kalt und windig und da wir so frohren stiegen wir recht bald wieder ab. Recht bald? Ich stellte fest, dass wir mit die letzten waren die hinabstiegen.
Nun konnten wir auch sehen, wie der Weg aussah, alles halb so wild. Im Dunkeln kommts einem immer heftiger vor.
Zurück an der Hütte frühstückten wir erstmal labbriges Toastbrot bevor wir weitergingen – denn heute sollten wir von 4:15Uhr bis 17:30Uhr unterwegs sein und das meiste davon auch noch bergab.
Schon wieder veränderte sich die Landschaft und wir hätten gut irgendwo in Skandinavien in einer Moorlandschaft sein können. Eine richtige Hochebene, Sümpfe, Matsch, Gebüsch, Flechten und Moose.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Dementsprechend war auch der Weg. Sehr rutschig, matschig und nach nicht langer Zeit sahen wir aus, als hätten wir uns im Dreck gesuhlt. Aber genauso muss man auch nach einer Wanderung aussehen.
Die Wanderung machten wir an einer schönen Wasserhöhle.

Kurz darauf unser nächster Anstieg, denn noch einmal mussten wir hoch hinaus, nur um auf der anderen Seite wieder hinunter zu steigen.
Wir hatten noch Glück. Unsere Reiseleiterin sagte, dass normalerweise es noch viel matschiger ist und es häufig regnet. Wir hatten Sonnenschein – mal wieder. So viel Glück wie wir muss man erstmal mit dem Wetter haben.
DSCN5781
Schon wieder veränderte sich die Natur und wir befanden uns landschaftlich in Östereich auf einer Alm. Kühe, Kuhweiden, im Hintergrund Berge.
DSCN5792
Ich kann einfach nicht aufhören erstaunt über die Vielfältigkeit der Insel zu sein.
Am Parkplatz an der Plaine des Cafres wartete auch schon unser Bus auf uns.
Der Busfahrer war wohl genervt und es folgte die furchtbarste Busfahrt meines Lebens. Er schlitterte um die Kurven rum und rummste durch die Schlaglöcher, dass es selbst mir zeitweise schlecht wurde.
Die Reise ging zu unserer Hütte am Piton de la Fournaise, der Volcano Hütte.
Außer zum kurzen Abendessen und ins Bett fallen war ich auch zu nichts mehr im Stande und schlief die Nacht so gut wie nie zuvor auf dieser Reise.

3. Tag Piton de la Fournaise bis L’ermitage les Bains

↑677hm ↓740m 14,46km

Nach einem guten Frühstück stiefelten wir los. Mal wieder im Regen und in Regenmontur.
Zuerst ging es die Calderawand hinauf. Nur ein kurzes Stück und wir waren oben und sahen: Nichts. Dichter Nebel, irgendwo vor uns musste der Vulkan sein.
DSCN5799
Nichtsdestotrotz entschieden wir uns weiter zu gehen.
Serpentinenartig ging es hinunter über viele Stufen bis wir auf dem Plateau standen.
Ab hier ging es ziemlich grade über Lavaplatten und Stricklava weiter in Richtung Vulkan.
Zwischendurch brach der Himmel immer mal wieder für 2-3 Minuten auf, nur um dann wieder in dichten Nebelschwaden zu verschwinden.
Wir machten einige Stops an denen uns unsere Reiseleiterin die Gesteinsarten und Formen erklärte. Sehr interessant.
Der Weg schlängelte sich nun entlang des Vulkans nach oben. Sehr gute Wegmakierungen machten ein Verfehlen des Weges fast unmöglich. Jeden Meter gibt es einen weißen Punkt, sehr gut zu sehen auf dem dunklen Vulkangestein.
Am Kraterrand angekommen dann die Enttäuschung. Aufgrund des Wetter war keine Sicht in einen der aktivsten Vulkane der Welt möglich.
Wir warteten noch 20min ab und konnten sogar einen sehr kurzen, noch Nebeldurchhangenen Blick hinein werfen.
Dann machten wir uns auf den selben Weg zurück.
Zur Hälfte wieder unten klarte der Himmel plötzlich komplett auf und wir hatten schönstes Sonnenwetter, als wäre nie etwas gewesen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Leider hatten wir keine Zeit mehr zurück zu gehen.
Somit genossen wir das Wetter etwas und stiegen weiter hinab bis zur Ebene. Nun konnte man auch Formica Leo sehen. Einen kleinen Nebenkrater, der auf dem Hinweg auch nur im Nebel lag.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Vom Meer aus stiegen schon wieder Wolken heran und wir wurden hibbelig.
Würden wir es noch schaffen die Calderawand hinauf und das wohl berühmteste Foto La Réunions zu schießen? Der Piton de la Fournaise im Hintergrund mit der Ebene und Formica Leo darin.
Unsere Reiseleiterin sagte wieder zu uns, dass wir gerne vorlaufen könnten, da es ja sowieso nur der eine Weg zurück sei.
Somit namen eine Mitreisende und ich die Beine in die Hand und stiefelten, ja rannten fast, los. Irgendwann auf der Calderawand hing sie mich ab und ich blieb immer wieder stehen um Fotos zu machen solange das Wetter schön war.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Aber oh wunder, die Wolken lösten sich auf und auch alle zurückgebliebenen konnten noch tolle Fotos machen.
Dafür hatte ich meinen Sport für diesen Tag getan. Puh!
Zurück an der Hütte packen wir unsere Sachen ein und stiegen in den Bus der uns in eine andere Welt bringen sollte: L’Ermitage les Bains an der Küste.
Und was für eine andere Welt das war! Auf einmal waren wir in einem Hotel in einem Touristenort am Strand.
Völlig unwirklich, nachdem man so lange in den Bergen verbracht hatte und nur relativ wenigen Menschen begegnet war.
Wir holten unser DoDo, setzen uns an den Strand und bestaunten den Sonnenuntergang.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Der Trekkingreisebericht ist hier leider zu Ende.
Ein Bericht von La Réunion wird noch folgen. Strandurlaub und der Rückflug, welcher an sich schon ein ganzes Buch wert wäre.
Lasst euch überraschen.

Die weiteren La Réunion Berichte findet ihr übrigens hier:
La Réunion? – Wo bist du gewesen?
Ankunft und das erste Beschnuppern der Insel
Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 1
Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 2 & Cilaos

Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 2 & Cilaos

5. Tag Grand Place Cayenne bis Roche Plate

↑1086hm ↓517hm 15,09km

Unser Weg führte zuerst teilweise bergauf und bergab und durch eine sehr bekannte Siedlung Ilet de Lataniers. Hier wohnt der Briefträger von Mafate. Ein Briefträger in einem Cirque ohne Autos? Natürlich zu Fuß.
Sein Name ist Ivrin Pausé und er ist einer der berühmtesten Briefträger der Welt. In seiner Amtszeit von 40 Jahren ist er ca. 250.000km gelaufen und hat damit 5.5x die Welt umrundet.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Danach ging es erstmal wieder bergauf bis zur Canalisation. Das ist nicht etwa die Kanalisation für Schmutzwasser, sehr wohl aber ein Wasserrohr von Mafate bis an die Küste zur Versorgung mit Frischwasser.
Wir liefen mit allen Frauen ein kleines Stück diesem Haupt-Fußweg aus dem Talkessel entlang, genoßen die Aussicht und schossen lustige Fotos, während die Männer auf die Rucksäcke aufpassten.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Der Weg entlang des Flusses führte durch sagenhafte Schluchten, ein paar Mal mussten wir ihn auch überqueren, aber die Szenerie war schon wieder total anders, wunderschön und ließ einen nicht darüber nachdenken, dass man noch einen langen Fußmarsch vor sich hatte.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Ein kleines Stück bergauf erreichten wir Ilet des Orangers wo wir unsere Mittagspause hielten und die Sonne genoßen vor dem letzten, großen Anstieg für diesen Tag.
Der Weg ging fortan nur noch bergauf in unzähligen Serpentinen.
Doch dieser Aufstieg lohnte sich in jedem Fall, denn die Aussicht vom Kamm war unbezahlbar. Damit hatte niemand gerechnet. Ein komplett anderer Blickwinkel, keine Bäume und somit freie Sicht. Unbeschreiblich.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA
Nach einer kurzen Snackpause ging es weiter entlang der Felswand bis wir ein kleines Waldstück erreichten, durch welches wir noch durch mussten bevor wir in Grand Place ankamen.
Da unsere Reiseleiterin den Schlüssel holen musste für unsere Zimmer gönnten wir uns schonmal unser DoDo, bevor wir zur Schlafhütte, Thiburce Juliette (1100m) liefen. Wieder 8-Bett-Zimmer und wir trafen sogar eine andere Wandergruppe wieder, die wir in der Roche Ecrite Hütte das letzte mal gesehen hatten.
Zum Abendessen mussten wir 15 Minuten bis zu Madame Thiburce Küche selber laufen mit Stirnlampen, da sie auf ihrer Veranda für uns servierte. Ein tolles Ambiente und die beste Sauce Rougail die ich während der ganzen Zeit hatte mit frischen Orangenschalen aus ihrem Garten.

6. Tag Grand Place bis Marla

↑1001hm ↓487hm 13,07km

Nach einem weiteren Frühstück bei Madame Thiburce machten wir uns auf den Weg.
Immer an einer steilen Felswand entlang auf der einen Seite und der Schlucht auf der anderen Seite.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Dabei ging es im Wechsel immer leicht bergauf oder bergab. Jedoch tendentiell erstmal bergab bis wir auf ein Plateau trafen. Hier befanden wir uns bei den „Les Troius Roches“. Ein flaches Felsplateau welches ein Loch in der Mitte hat mit einem tiefen Abgrund.
Es gibt jedes Jahr einige Wanderer, die zu nah an den Abgrund gehen um die Wasserfälle besser zu sehen und dann 60m in die Tiefe stürzen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Deswegen blieben wir auch in gebürtigem Abstand stehen und betrachteten diese Naturschönheit von weitem während wir unsere Mittagspause auf dem Felsplateau einnahmen.
Gestärkt ging es erstmal relativ flach weiter entlang des Flussbetts wo unsere Reiseleiterin uns eine kleine „Geologie-Stunde“ gab zu dem Vulkanischen Gestein welches hier zu finden war. Sehr interessant, wo ich mich ja eh so für Vulkane interessiere.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Der Weg stieg nach verlassen des Flusses wieder etwas an bevor wir uns vor einer Felswand wiederfanden, welche es noch zu bezwingen galt.
In Marla, der am höchsten gelegenen Siedlung von Mafate angekommen, überraschte eine ausgesprochene Kälte.
Wir kehrten zuerst an der Samoussa Bar des Campingplatzes ein um uns einen Snack zu gönnen und das unvermeindliche DoDo, bevor wir die letzten 10 Minuten zu unserer Hütte Fanélle César (1650m) gingen.
Hier war es wirklich kalt. Die 4rer-Zimmer glichen einem Gefrierfach und wenn ich das schon sage, wo ich normalerweise wirklich sehr kälte-resistent bin, dann heißt das schon was.
Der Essensraum dagegen war sehr warm.
Nachts beim schlafen war die Temperatur jedoch relativ angenehm.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

7. Tag von Marla nach Cilaos

↑937hm ↓1401hm 17,01km

Nach einem üppigem Frühstück mussten wir etwas warten und machten uns warm indem wir sangen und tanzten.
Schon ging es los, auf den Weg nach Cilaos im Cirque de Cilaos, raus aus dem Cirque de Mafate.
Das bedeutete natürlich wieder rüber über die Calderawand und erstmal nur hoch, hoch und hoch.
Oben angekommen machten wir eine kurze Pause um uns von Mafate zu verabschieden, einen letzten Blick zurück zu werfen und Cilaos wilkommen zu heißen.
Bye Bye Mafate
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Welcome Cilaos
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Von hier an ging es, laut unserer Reiseleiterin „tendentiell bergab“. Sie hatte wohl vergessen dass es noch eine ganze Zeit lang immer mal wieder runter und wieder bergauf gehen sollte, bis wir irgendwann an dem Parkplatz ankamen (jawohl, die Zivilisation hatte uns wieder, auch wenn wir uns fragten was das für komische 4-rädrige Tiere waren die auf diesem komischen dunklen Asphalt fuhren) wo unsere Tour enden sollte.
Zumindest laut Programm von Wikinger ist hier Schluss und man fährt mit dem Bus weiter nach Cilaos.
So aber nicht mit unserer fitten Gruppe. Wir wollten geschlossen nach Cilaos laufen. Unsere Reiseleiterin war total begeistert, da sie normalerweise nur mit einem Teil der Gruppe läuft, während der Rest wirklich Bus fährt. Wir waren wohl die erste aller ihrer Gruppen die komplett mitlaufen wollte.
Gesagt, getan.
Somit ging es hinunter in eine Schlucht bis zum Fluss Bras Rouge. Ein beliebtes Ausflugsziel für die Einheimischen, wie wir feststellen konnten. Überall entlang des Flusses wurde gepicknikt, geplanscht und einfach die Sonne genossen.
Wir taten dem gleich und legten eine kleine Erfrischungspause ein während unserer Flussüberquerung um die Füße in kaltes Wasser zu tauchen nach dem erschwerlichen, langen Abstieg.
Auch bestaunten wir einen tollen Wasserfall der in einer Welle aus dem Fels heraus zu springen scheint. Fast etwas surreal.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Cliaos selber lag nun jedoch noch einige Höhenmeter weiter oben und somit hieß es „Schuhe an und los“.
Diesmal war es ganz und gar nicht steil sondern angenehm sanft ansteigend. Dafür zog sich der Weg.
Immer wieder sahen wir die Kirche wo unser Weg rauskommen sollte und im nächsten Moment war sie wieder verschwunden.
Und doch schafften wir es hinauf nach Cilaos und auch in unser Hotel Tsilaosa.
Hier gingen wir außerhalb etwas Essen und durften uns sogar zwischen verschiedenen Gerichten… ähm Varianten des Caris, entscheiden. Sehr sehr schön.
Die Zimmer waren groß und geräumig mit Brausebadewanne. Das tat natürlich sehr gut.

Cilaos

Den nächsten Tag hatten wir „wanderfrei“.
Zu 4. machten wir uns auf den Weg die Kleinstadt zu erkundschaften.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Cilaos hat etwa 6000 Einwohner und der Name bedeutet soviel wie „schneebdeckte Bergspitzen“.
Bekannt ist der Ort auch, weil hier der größte Niederschlag eines Tages jemals auf der ganzen Welt gemessen wurde mit 1870 Liter/m² Regen innerhalb 24 Stunden. Im Vergleich: In Deutschland fällt im ganzen Jahr durchschnittlich 700 Liter/m².
Wir schlenderten die Hauptstraße bei schönem Sonnenschein entlang bis zur Touristeninformation wo wir uns mit Postkarten und kleinen Mitbringseln eindeckten. Immerhin hatten wir für diesen einen Tag unser Hauptgepäck wieder und konnten Sachen verstauen.
Weiter ging es zur Kirche L’église Notre-Dame-des-Neiges, welche 1934 im Art Deco Stil erbaut wurde. Der Glockenturm umfasst 48 Glocken und ist damit einer der größten der Welt. (und das alles auf dieser kleinen Insel)
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Zurück im Hotel legten wir die Beine etwas hoch, entspannten und schrieben Postkarten, bevor wir uns auf tolle Crêpes im Hotelcafe trafen.
Immerhin mussten wir gestärkt sein, denn Abends ging es zur wohl bekanntesten Weinprobe La Réunions.
Der Cirque de Cilaos ist bekannt für den Weinanbau.
Allerdings ist der Wein der hier eigentlich wächst teilweise verboten oder bestenfalls einfach nicht gelistet. Früher wurden die Menschen von den Reeben blind.
Heute wird auch „europäischer Wein“ angebaut der anerkannt wird. Verkauft wird aber auch noch der Wein von Cilaos. Zuckersüß und teilweise so genießbar als würde man ein Glas Wasser mit 20 Löffeln Zucker füllen.
In unserem Weinkeller des Hotels wurden wir von Herr Dijoux begrüßt. Ein kleiner Mann mit einem unglaublichen Charme. 9 Flaschen Wein sahen wir vor uns auf dem Tisch stehen – na das konnte ja heiter werden so vor dem Abendessen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Aus den 9 Weinen wurden aber ganz schnell 11 oder 12, da der liebe Herr Dijoux immer und immer wieder neue Flaschen aus den Regalen zog.
Wir haben unglaublich viel gelacht und jeder sollte diese Weinprobe einmal mitgemacht haben. Eine der besten, die ich jemals mitgemacht habe – und glaubt mir, ich habe schon viele mitgemacht in vielen Ländern dieser Erde.
Zum Abendessen trokelten gingen wir wieder etwas außerhalb essen, ich verabschiedete mich jedoch sehr schnell da ich schlicht und einfach keinen Alkohol gewöhnt bin und mein Bett sehr laut rufen hörte an diesem Abend.

Am nächsten Tag begann unser nächstes Trekking – aber das ist mal wieder eine andere Geschichte und wird in den nächsten Tagen folgen.

La Reunion Reiseberichte:
La Réunion? – Wo bist du gewesen?
Ankunft und das erste Beschnuppern der Insel
Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 1

Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 1

Wieso eigentlich Teil 1? Gestern hatte ich noch vor das komplette 7-Tages-Trekking auf einmal zu posten, aber nachdem ich noch nicht mit dem schreiben fertig bin und jetzt schon fast 3000 Wörter habe, dachte ich, dass das eh niemand von euch mehr auf einmal liest und ich es in 2 Teile teilen werde.
Die ersten 4 Tage kommen schon einmal jetzt, die zweite Hälfte folgt dann am Abend.

1. Tag – Hell-Bourg bis Plaine des Chicots

Der Abstieg von Morgens (siehe letzter Artikel) +
↑1094hm ↓318hm 9,94km

Nachdem wir in Hell-Bourg am frühen Morgen die letzten Versorgungen getätigt hatten, fuhr der Bus uns zum Ausgangspunkt des Trekkings.
Von da an ging es erstmal 1000hm bergauf – steil bergauf wohlgemerkt.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Der Weg ist teilweise so glitschig, mit einigen Klettereinladen und Leitern, dass wir diesen bei Regen nicht gegangen wären. Da es „nur“ bewölkt war begannen wir jedoch den Aufstieg.
Sehr schön war, dass es alle 100hm ein Schild gab, dass wir die nächste Hürde geschafft hatten. Da gab es von uns „vorderen“ natürlich schonmal den ein oder anderen Scherz á la „Wir sind auf 600hm, da kommt ihr in 10min auch noch hin“.
War natürlich ein Scherz, da wir als Gruppe schon ziemlich zusammen waren die meiste Zeit.
Auf 1000hm angekommen zog dichter Nebel auf und wir wollten grade gemütlich unsere Picknickpause einlegen als es auch noch anfing zu regnen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Somit wurden die Regensachen schnell übergeworfen und wir beschlossen weiter zu gehen.
Unsere Reiseleiterin hatte uns schon darauf vorbereitet, dass wir beim schlechten Wetter uns den Weg hoch zum Roche Ecrit sparen können, da man da nichts anderes sieht als von dem Felsplateau auf welchem wir standen.
Somit ging es auf direktem Weg zur Hütte. Die Landschaft war total anders als am Vortag oder auch während des Aufstiegs. Steinplatten mit vielen Moosen und Flechten, nur wenigen kleinen Büschen.
Das sah im Nebel natürlich umso besser aus.
Die Sonne kämpfte und wir hatten sogar eine Art farblosen Regenbogen – sehr interessant.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
In der Roche Ecrite Hütte (2270m) angekommen bezogen wir erstmal unser 8-Bett-Zimmer und machten uns etwas frisch (richtig frisch machen ging ja nicht, wir hatten ja kaum Anziehsachen dabei) bevor es zum Abendessen ging. Lecker Cari, was auch sonst und dazu Rum Arrangé.

2. Tag Plaine des Chicots bis Dos d’Ane

↑324hm ↓1172hm 12,44km

Nach einem sehr schlichten Frühstück (Zwieback mit Butter und Marmelade) machten wir uns auf in die nächste Etappe.
Zunächst liefen wir dur einen reinen Märchenwald mit Tamarinden, Moosen und Flechten wohin das Auge blicken konnte.
Ein Aussichtspunkt ließ uns einen ersten Blick in den Talkessel von Mafate und auf das Piton des Neiges Massiv blicken. Und dieser, lasst euch sagen und zeigen, war unbeschreiblich!
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Diesen Talkessel sollten wir also durchqueren – sah gar nicht so weit aus – wenn nicht die ganzen Felsen, Gratwege und Schluchten zwischendrin wären. Und hier sollten Menschen leben? Noch sah man kein einziges Haus.
Straßen gibt es dort nicht. Man sah und hörte nur hier und dort einen Helikopter fliegen.
Nach einem weiteren Stück Märchenwald gelangten wir an einen der äußeren Gratwege von Mafate auf welchem sich unser Weg bis Dos d’Ane befand.
Links und rechts des schmalen Weges gab es nichts außer üppigen Pflanzenwuchs. Man musste aufpassen, dass man nicht neben den Weg trat.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Immer wieder boten sich grandiose Ausblicke auf Mafate.
Nach mehr als 10x auf und ab (wir haben am Schluss gezählt) kamen wir an unseren Rastplatz schon gegen Ende des Gratweges. Dort legten wir uns in die Sonne und genossen den Nachmittag mit Blick auf Mafate auf der einen und Dos d’Ane auf der anderen Seite.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Weiter sollte es gehen zum gefährlichsten Part, denn Dos d’Ane liegt noch nicht im Talkessel und besitzt deswegen noch Straßen und Autos. Und auf dem Beton mussten wir bis zu unserer Hütte laufen.
Unterwegs entdeckten wir eine kleine Bar (2 Tage vorher eröffnet, wie wir erfuhren), tranken ein Dodo (bzw. ich einen Tee, weil ich etwas erkältet war) und probierten den Käse der Region.
Die Dos d’Ane Hütte (1400m) war wunderschön mit Blick hinunter zur Küste, die noch ewig entfehrnt schien, gelegen. Hier nutzen wir die Chance mal Unterwäsche und Socken zu waschen, da es viele Wäschenleinen gab.
Was gab es Abends zu essen? Natürlich Cari! Diesmal aber etwas Besonderes. Das Fleisch war diesmal Wachtelfleisch. Das habe ich vorher auch noch nicht gegessen, war aber wirklich lecker.
Als Vorspeise gab es Salat, was nicht zuletzt daran liegt, dass Dos d’Ane Hauptanbaugebiet für Salat auf La Réunion ist und die ganze Insel damit versorgt.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Die Nacht verbrachten wir in 6 Bett Zimmern.

3. Tag Dos d’Ane bis Ilet a Malheur

↑976hm ↓1126hm 21,86km

Zu Abend gab es Wachtelfleisch was glaubt ihr was es dann zum Frühstück gab? Richtig! Wachteleier! Hatte ich bis dato auch noch nie gegessen. Somit wurde es Zeit und ich muss sagen: Sie schmecken wie ganz normale Eier, nur, dass man 5 davon essen muss um die Größe eines normalen Hühnereis zu erreichen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Schon packten wir wieder unsere Sachen und weiter gings.
2 aus unserer Gruppe holten noch Baguettes für das Mittagessen ab, während wir anderen schonmal zum Supermarkt liefen. Dieser bot – rein gar nichts.
Als die anderen dann auch kamen konnte unsere Wanderung beginnen – diesmal richtig in den Talkessel von Mafate hinein.
Das hieß natürlich erstmal bergab, bergab, bergab, da wir hinunter mussten zum Rivière des Galets, einem der Flüsse durch den Talkessel.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Der Weg dorthin wurde durch viele Klettereinlagen schwierig gestaltet. Immer wieder hatte man eine Leiter oder eine Stelle mit Seil zu überwinden. Dafür hatten wir aber auch unbeschreiblich schöne Blicke in den Talkessel und die Vegetation veränderte sich schon wieder bis wir durch einen Wald gingen der eher an Mangroven erinnerte.
Am Fluss angekommen mussten wir einen Seitenarm auch schon einmal überqueren (Manuel Antrak, Journalist, sagte mal in einem Interview dass er es komisch findet, dass man den Fluss 15x überqueren muss und wieso man sich nicht für eine Seite hätte entscheiden können).
Nach der ersten Überquerung kam auch schon die Mittagspause. Diesmal mit Bademöglichkeit. Es war sehr heiß und die Abkühlung tat richtig gut für die Füße und wir konnten erholt weitergehen.
Ein Schotterweg führte zum letzten Parkplatz in Mafate. Hier kommen nur Pickups und Helikopter hin um sich um die Versorgung der Menschen in Mafate zu kümmern oder um Personen abzuholen die es nötig haben.
Der ganze Platz war vollgepackt mit Lebensmittel, in der prallen Sonne und Menschen, die auf etwas warteten.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Nach ungezählten weiteren Flussüberquerungen ging es dann auch wieder steil bergauf. Und das in der prallen Sonne. Puh! Ganz schön anstrengend. Der Schweiß lief und mein Wasser war bald, sowie das einiger anderer Mitreisenden zuende.
Gott sei Dank hatte ich Micropur dabei und wir konnten die Flaschen mit Wasser aus einem Rinnsal an der Felswand wieder auffüllen.
Normalerweise ist das Wasser auf La Réunion Trinkwasser. Jedoch weiß man bei Gebirgsbächen nie, was weiter oberhalb des einsehbaren Bereichs liegt.
Wo wir schon einmal oben waren konnten wir auch direkt wieder hinabsteigen zu einer kleinen Schlucht über welche eine kleine Brücke führte.
Noch einmal ein kurzes Stück den Berg hinauf durch einen Laubbaumwald der aussah wie ein Nadelbaumwald voller Filaos Bäume und schon waren wir in Ilet a Malheur.
Das Gästehaus (1400m) lag direkt neben der Kirche und hatte ein 4 und ein 6 Bett Zimmer.
Hier waren sogar einige andere Wanderer untergebracht und wir genossen, genau, Cari zum Abendessen bevor wir hundemüde in unsere Betten flielen.

4. Tag Ilat a Malheur bis Grand Place Cayenne

↑281hm ↓288hm 4km

Die oberen Angaben kommen euch recht wenig vor? Ist auch so, denn an diesem Tag haben wir 2 Wanderungen gemacht und die Angaben oben sind nur die, von der ersten Wanderung.
Diese bot unsere Reiseleiterin uns an zu machen für alle die wollen direkt nach dem Frühstück nach Aurère, einer der ältesten Siedlungen in Mafate.
Zu 5 Frauen inklusive Reiseleiterin brachen wir auf während die anderen sich ausruhten auf der Hütte. Zuerst ging es zurück zur Schlucht vom Vorabend, diesmal jedoch nicht über die Brücke, sondern hinab zum Fluss, welchen wir überqueren mussten.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Der Weg schlängelte sich immer weiter bergauf und überall hingen die großen Netzspinnen La Réunions, deren Namen mir leider entfallen sind. Faszinierende Geschöpfe deren Netze so stabil sind dass sie nichtmal kaputt gehen wenn man sie anfäßt. Die Spinnen selber lassen sich dadurch auch nicht wirklich erschrecken. Ich glaube das ist auch der Grund wieso mir diese Spinnen nichts ausmachen – die hängen einfach nur ca. 2m oberhalb der Wege in ihren Netzen rum.
In Aurère angekommen bestaunten wir die grandiose Aussicht vom Helikopter Landeplatz aus. Unsere Reiseleiterin sagte uns jedoch, dass wir aufpassen sollten. Wenn ein Heli kommt, sollten wir schauen, dass wir rennen, da sie nur ein begrenztes Zeitfenster haben und landen, egal ob da jemand steht oder nicht.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Auch das Schulhaus schauten wir uns von außen an. Auch wenn jede Siedlung nur 10-50 Einwohner (die größte 150 Einwohner) hat, gibt es viele Schulen überall verteilt.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Zurück ging es wieder über den Weg vom Vorabend zur Hütte, wo die anderen schon warteten.
Genau in diesem Moment fing es an zu regnen und wir begannen unsere Hauptwanderung des Tages in Regenklamotten.

↑526hm ↓738hm 10km

Durch zwei Schluchten mussten wir heute gehen und die Wege waren durch den Matsch ziemlich rutschig.
DSCN5744
Dafür legten wir aber auch ein paar Aussichts-Pausen ein.
DSCN5746
Nach der zweiten Schlucht kamen wir in Ilet a Bourse bei Sonnenschein an und machten eine Sonnen- und Trocknungspause auf einer großen Wiese.
DSCN5756
Da unser Weg heute recht kurz war konnten wir es uns erlauben ein paar Pausen einzulegen und so liefen wir weiter zu einem kleinen Shop/Bar in Grand Place, nicht weit von unserer eigentlichen Hütte entfehrnt um schon einmal unser „Ankunfts-DoDo“ zu trinken und uns mit ein paar Sachen einzudecken.
Wirklich jedesmal faszinierend, dass all diese Sachen einfach per Helikopter hergeflogen werden, da es einfach keine andere Möglichkeit gibt.
Und die Menschen sind alle so freundlich und glücklich. Wie die meisten Menschen die nicht in Saus und Braus leben.
Einen kurzen Fußmarsch weiter kamen wir in der Grand Place Cayenne Hütte (1200m) an und bezogen unsere 4-Bett-Zimmer. Es war noch recht früh und somit hatten wir Zeit eine kurze Dusche im, naja nennen wir es netterweise lauwarmen, Wasser zu nehmen.
Das Abendessen muss ich glaube ich nicht weiter beschreiben, ihr wißt was es gab.

Teil 2 des Trekkings folgt heute Abend – die weiteren Reiseberichte von La Reunion folgen in den nächsten Tagen.

Ihr habt die ersten verpasst? Kein Problem, hier sind sie:
La Reunion – Wo bist du gewesen?
Ankunft und das erste Beschnuppern der Insel

Ankunft und das erste Beschnuppern der Insel

Ich habe lange überlegt in wie viele Teile ich meinen La Réunion Bericht gliedere. Ich glaube ich muss von Tag zu Tag schauen wie ich es am schlausten anstelle.
Hier bekommt ihr aber erstmal die Anreise, die ersten Eindrücke und den Probewandertag.
Als Information für euch: Ich war mit Wikinger-Reisen unterwegs, meine erste so richtige Gruppenreise und ich muss sagen: Es war super organisiert, hat Spaß gemacht und ich würde noch einmal mit diesem Unternehmen eine Tour machen.

Wie unterschiedlich kann Air France sein?
Schon im Januar flog ich mit Air France in die Dominikanische Republik und hatte eine wunderbare Erfahrung, freute mich deswegen auch darauf wieder mit dieser Fluggesellschaft fliegen zu dürfen.
Morgens ging es los von Frankfurt nach Paris Charles de Gaulle. Der Flieger ein A318 war sehr voll, aber das Personal war gewohnt freundlich, es gab etwas zu trinken und ein paar Kekse – völlig ausreichend für einen Flug von einer Stunde.
Dann begann mein Abendteuer. Trotz, dass ich schon unzählige Male geflogen bin in meinem Leben musste ich noch nie den Flughafen wechseln.
Also Gepäck geholt und raus zum Shuttlebus zum Flughafen Paris Orly.
Das Ticket für diesen hatte ich schon in Frankfurt bekommen, aber ich nahm mir trotzdem Zeit, da ich insgesamt 6 Stunden Zeit hatte.
Es standen nur 5 andere Personen an und der Bus fuhr angeblich alle 20 Minuten. Nach 40 Minuten in der prallen Sonne fing ich allerdings so langsam an daran zu zweifeln.
Die Menschenschlage umfasste inzwischen ungefähr 100 Personen und noch immer kein Bus in Sicht.
Nach 50 Minuten kam endlich einer und die hinteren der Schlange wollten direkt vorrennen. Hier ein großes Lob an das Personal dort, die diese aufhielten und uns, vorne in der Schlange, als erstes einstiegen ließen.
Wieso es so lange dauerte fanden wir auch recht bald heraus. Man fuhr nicht zum anderen Flughafen, man schlich!
An einem Werktag wöllte ich nie selber durch Paris fahren. Die Fahrt von normalerweise 45-60min dauerte fast 2 Stunden.
Gott sei Dank hatte ich so viel Zeit zum umsteigen, dachte aber schon an meine Mitreisenden aus Berlin, die sehr viel weniger Zeit hatten.
In Orly hatte ich noch Zeit und gönnte mir erstmal ein Baguette bevor ich meinen Rucksack eincheckte und mich so langsam durch die Kontrolle begab.
Bald war es Zeit zum bording und niemand aus meiner Gruppe war zu sehen. Ein bischen mulmig war mir schon aber als ich mich grade dazu entschloss ins Flugzeug zu steigen sah ich die anderen kommen.
Das Flugzeug, in welchem ich mich die nächsten 11 Stunden aufhalten sollte war sehr alt. Die Bildschirme wackelten, die Sitze hatten Flecken und auch sonst sah es nicht gut aus. Meine Reiseleiterin gerklärte später, dass es normal sei, da es sich um einen „Inlandsflug“ handeln würde.
Das Essen war gewohnt gut (und typisch französisch gab es eine Flasche Rotwein und einen Schnaps dazu), das Personal sah teilweise sehr gestresst aus.
Ich kann im Flugzeug ja schlecht schlafen und so kam ich am nächsten Tag, mit nur 1,5 Stunden Schlaf, in St. Denis, der Hauptstadt La Reunions an.

Der erste Eindruck
Die Gruppe stellte sich als eine bunte Mischung heraus. 6 Frauen, 2 Männer und unsere Reiseleiterin. Eine schöne, kleine Gruppe mit ganz unterschiedlichen, aber sehr interessanten Charakteren.
Unsere Reiseleiterin musste noch kurz etwas abklären, was uns Zeit gab uns schon einmal zu „beschnuppern“ und den Blick vom Flughafen, über St. Denis bis hin zum Piton des Neiges zu bewundern. Da oben würden wir in einigen Tagen bei hoffentlich genauso schönem Wetter stehen.
Ein Bus holte uns ab um uns nach Hell Bourg, unserer ersten Station, zu fahren.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Hell-Bourg
In Hell-Bourg angekommen bezogen wir unser kleines Hotel „Relais des Cimes“. An der „Hauptstraße“ gelegen, die Zimmer mit eigenem Bad, sonst recht simpel ausgestattet.
Unsere Reiseleiterin schlug uns vor einen Spaziergang durch den Ort zu machen wozu wir natürlich alle trotz Müdigkeit nicht nein sagen konnten.
Hell-Bourg ist ein Dorf in dem Talkessen Salazi, 930m über dem Meeresspiegel gelegen.
Bekannt wurde Hell-Bourg in den 1830er Jahren, als Europäer heiße Thermalquellen entdeckten, diese ausbauten und das Dorf zum Kurort machten.
Leider kam es 1948 zu einem Erdrutsch, ausgelöst durch einen Zyklon, welcher die Quellen verschüttete. Es wurde versucht durch Sprengungen noch einiges zu retten, jedoch wurde es dadurch nur noch viel schlimmer und das Dorf verlor den Status als Kurort.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Dafür gehört es heute zu den Les Plus Beaux Villages de France („Die schönsten Dörfer Frankreichs“) als einziger Teil La Réunions.
Das liegt wohl nicht zuletzt an den wunderschöne kreolischen Villen von denen 26 neu restauriert wurden und die sich durch den ganzen Ort ziehen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Auch sehenswert ist der bunte Friedhof mit einem unglaublich schönen Ausblick über den Cirque de Salazi, sowie auf den Roche Ecrit.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Nach einem kleinen Snack zur Mittagszeit hieß es Tourenbesprechung und packen, bevor es zum Abendessen kam, wo wir das erste Mal das traditionelle „Cari“ (Reis, Linsen/Bohnen, Fleisch/Wurst, Sauce Rougail) probieren durften.

Man muss es einmal ausprobieren – die erste Wanderung

↑940hm ↓369hm 18,47km

Da wir ein langes Trekking vor uns hatten gab es einen „Probetag“.
Wir packen unsere Rucksäcke für die nächsten 8 Tage, obwohl wir am nächsten Tag noch einmal an unser Hauptgepäck kommen sollten. Aber wir mussten schauen, dass wir unsere Kilos selber tragen können.
Nach einer Lagebesprechung liefen wir los, ein kurzes Stück durch Hell-Bourg und dann eine Steilwand hinauf.
Noch am Vortag konnte sich niemand von uns vorstellen, dass es auf diese Steilwand einen Weg gibt, aber den gab es. In Serpentinen nach oben schlängelnd bis hinauf zur Hütte auf 1500hm. Unterwegs gab es eine Seilbahn, die durch einen der Zyklone mal zerstört wurde und nie wieder aufgebaut wurde.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Viele Jogger kamen uns entgegen oder überholten uns, die für den berühmtesten Lauf, den Grand Raid am trainieren waren.
Nach einer Pause an der Belouve Hütte durften wir unser Gepäck nicht absetzen, da es weiter ging.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Diesmal durch den ursprünglichsten Wald der Insel. Ein wilder Höhentamarindenwald mit gut ausgebauten Waldwegen, auf denen es sehr bequem war zu laufen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Zwischendurch machten wir einen Abstecher zu einer der ältesten Tamarinden. Wirklich beeindruckend und weiter zum Aussichtspunkt „Le Trour de Fer“ wo uns leider erstemal Nebel überraschte.
Kurz klarte es auf für wenige Sekunden und somit liefen wir nach einer kurzen Snackpause wieder zurück zur Hütte.
Dort tranken wir erstmal unser „Ankunfst-Dodo“, das heimische Bier.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Anscheinend noch nicht müde und zur Belustigung anderer Wanderer machten wir zuerst Dehnübungen, die schnell in Tanz, Gesang und Kraftübungen übergingen.

Die Belouve Hütte besteht aus Drei Gebäuden. Wir schliefen auf dem Dachboden, welcher aus einem Matratzenlager bestand. Dusche (mit warmen Wasser) und WCs befanden sich im gegenüberliegenden Gebäude und zum Abendessen (mhmm lecker Cari) mussten wir ca. 2min zu einem weiteren Gebäude laufen.
Schon hier bemerkten wir, dass es Gang und gebe war, dass auch noch ein Schnaps (Rum Arrangé) zum Essen getrunken wird – oder 2 oder 3.
Schon war die Überlegung da „Wie ich auf La Réunion zum Alkoholiker wurde“ als Buch zu verfassen.

↑23hm ↓579hm 4,43km

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Nach der ersten Nacht, wo sich schon herausstellte, wer schnarchte oder andere Angewohnheiten hatte, ging es nach einem ausgiebigen Frühstück zurück auf die Steilwand nach Hell-Bourg hinunter um ein letztes Mal fehlende Sachen einzukaufen oder ein paar Sachen aus dem Rucksack raus zu schmeissen, die wir doch nicht benötigten und/oder tragen mochten.
Der Bus holte uns ab um uns zu unserem Ausgangspunkt für unser Trekking, unterhalb des Roche Ecrits, abzuholen.

Aber das wird die nächste Geschichte.

Meinen allgemeinen Artikel über La Réunion findest du hier:
La Reunion – Wo bist du gewesen?

La Réunion? – Wo bist du gewesen?

Oft wurde ich nur komisch angeschaut, wenn ich sagte, dass ich nach „La Réunion“ fliege. Die meisten haben noch nie von dieser Insel auch nur gehört.
Bevor ich mit meinem Reisebericht starte, dachte ich mir, dass es angebracht wäre, euch etwas über La Réunion, mein Wunschreiseziel seit so langer Zeit, zu berichten.
Einfach damit ihr euch das alles ein wenig besser vorstellen könnt, denn eigentlich kann man diese wunderbare Insel nicht mir Worten beschreiben, da sie mit nichts vergleichbar ist.

Allgemein
La Réunion ist ein Übersee-Departement von Frankreich, nur erreichbar mit einem Flug über Paris.
Air France hat sämtliche Rechte ihre kleine Insel anzufliegen.
Früher hieß die Insel „Ile de Bourbon“, wurde aber umbenannt in „Ile de la Réunion“, was soviel heißt wie „Insel der Zusammenkunft“
Flächenmäßig etwa mit dem Saarland gleich zu setzen liegt Reunion im indischen Ozean, gehörig zu der Inselgruppe der Maskerenen zu denen noch Mauritius, Madagaskar und Rodriguez gehören.
Entstanden ist die Insel durch die Erhebung des bereits erloschenen Vulkans Piton des Neiges, vor ca. 3 Millionen Jahren.
Die ersten dauerhaften Siedler ließen sich um 1665 nieder.

Landschaft
Neben dem Piton des Neiges hat sich vor ca. 380.000 Jahren der Piton de la Fournaise aus dem Meer erhoben.
Letztere ist einer der aktivsten Vulkane der Welt mit einer Höhe von 2631m im Südosten der Insel.
Der höchste Punkt jedoch bleibt der Piton des Neiges relativ mittig gelegen und von 3 Talkesseln umgeben. Den sogenannten Cirques: Salazi, Mafate und Cilaos.
Ursprünglich gab es noch einen vierten Talkessel der heute der Forêt de Bélouve ist da dieser mit Lava aufgefüllt wurde.
Salazi und Cilaos sind größtenteils per Auto befahrbar und gut bewohnt.
Im Cirque Mafate sieht das ganze schon anders aus. Hier gibt es keine Straßen, nur steile Wanderwege. Einen Pfad, der länger als 5m geradeaus geht gibt es hier nicht.
An den Küsten ist La Reunion ziemlich flach, es gibt einige Städte, Touristenorte, Strände und eine Hauptstraße, die um die Insel herumführt.
Jedoch wird gesagt, dass man nur La Reunion gesehen hat, wenn man in den Cirques wandern war. (dazu dann auch noch mehr in den Reiseberichten)

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Klima, Flora und Fauna
Die Insel befindet sich in den Tropen, was nicht bedeutet, dass es nicht auch mal Nachts unter 10 Grad werden kann, sowie auf dem Piton des Neiges Minusgrade hat.
Es gibt unzählige Mikroklimen, was die Insel sehr abwechslungsreich macht. Auch ist das Vulkangestein ein sehr reichhaltiger Boden.
Leider gibt es auch immer wieder Zyklonen, die Teile der Insel zerstören.
Es gibt über 800 Endemiten unter den Pflazen. Darunter zum Beispiel die Höhentamarinde.
Auch die Vogel- und Tierwelt hat etwas für sich. Da gibt es zum Beispiel den Tenrek, eine Igelart mit nur wenigen Stacheln, die man moistens nur selten zu sehen bekommt.
Oder auch den Tec Tec, eine Schwarzkehlchen Art, welche die Wanderer begleitet. Es ist unheimlich süß, die kleinen Vögel verfolgen einen meistens und sind sehr zutreulich.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Menschen, Sprache und Essen
Die Hauptsprache ist natürlich Französisch, jedoch findet sich im Hinterland auch noch häufig die ursprüngliche Kreol-Sprache.
Diese Sprache basiert auf dem Französischen, hat jedoch auch Einflügge des Magadasy, Hindi, Portugisisch und einigen mehr.
Die Menschen sind sehr freundlich und aufgeschlossen. Im Gegensatz zu den “Metros”, wie die Franzosen des Festlandes dort genannt werden, sind sie sehr interessiert, sprechen häufig auch ein paar Worte Englisch oder Deutsch und bemühen sich notfalls auch mit Händen und Füßen.
Interessiert sind sie auch an allem.
Das Nationalgericht nennt sich “Cari”. Das ist Reis mit Bohnen oder Linsen, dazu ein scharfes Wurstgulasch oder eine andere Fleischart (einfach kleingehackt mit Knochen) und ganz wichtig Sauche Rougail.
Letztere wird mit Piments (sehr scharfen, kleinen Chilis) hergestellt in Verbindung mit z.B. Orangenschalen, Tomaten oder Gurken. Sehr scharf, aber auch sehr lecker.
Getrunken wird dazu Rum Arrangé. Rum mit eingelegten Früchten, meistens Ananas, Orangen, Geranium und vielen anderen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Anreise, Geld und anderes
Die Anreise erfolgt über Paris. Zur Zeit muss man noch bis Charles de Gaulle fliegen und einen Transfer nach Orly nehmen. Jedoch wird es ab nächstem Jahr auch Direktflüge von Charles de Gaulle geben.
Die Flugzeit beträgt ca. 11 Stunden und die Zeitverschiebung zu Deutschland +2 Stunden im Sommer, sowie +3 Stunden im Winter.
Die Währung ist EURO.
Von den Preisen ist La Reunion mit Frankreich zu vergleichen und somit im Gegensatz zu unseren Preisen recht teuer.

Ich hoffe, ich konnte euch schonmal eine kleine Übersicht bieten. Die Reiseberichte folgen in den nächsten Tagen – auf jedenfall war es ein guter Traum und sehr schön ihn zu verwirklichen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Das Blogjahr 2013 – und was wird 2014 sein?

Das war nun wirklich 2013 und natürlich habe ich auch eine Statistik von wordpress bekommen. Es waren über das Jahr gesehen ca. 1000 Leute mehr hier als letztes Jaht. Jedoch habe ich auch ganze 6 Monate nichts gebloggt, sonst wären es wohl mehr geworden.
Aber stoppt nicht mit dieser Statistik hier, sondern schaut auch weiter unten nach.

Hier ist ein Auszug:

Ein New York City U-Bahnzug fasst 1.200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 7.300 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 6 Fahrten nötig.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

_____________________________________________________________________________________________________

Natürlich kommen auch Leute auf mein Blog, die nach irgendetwas auf google gesucht haben. Neben den üblichen „Husky“ „hund“ „Reisen“ „Schweden“ „wandern“, sind aber auch immer Sachen dabei wo man sich einfach nur denkt „WIESO?!“

ein paar Beispiele hier:

Küchen Party
Eine Küchenparty sollte man allgemein nicht bei google suchen, aber wie jemand auf meinen Blog dabei stößt weiß ich wirklich nicht. Ich stehe zwar gerne in Küchen während Partys, weil es dort die besten Gespräche gibt, aber ich bezweifele jemals darüber geschrieben zu haben…

Was ist wenn morgen die Sonne nicht aufgeht
Okay, warum jemand auf meinem Blog landet, wenn er das sucht kann ich ja verstehen, aufgrund meiner Berichte aus meiner Schwedenzeit, aber wieso sucht man nach so etwas? Was soll dann schon sein? Wenn die Sonne morgen nicht aufgeht bleibt es dunkel… und sollte die Sonne explodiert sein über Nacht und deswegen nicht mehr aufgehen werden wir den Sonnenaufgang nicht mehr miterleben.

Kann ich in Kopenhangen Flughafen einen Kaffee trinken gehen
NEIN – seit wann gibt es Kaffee am Flughafen?!

Flugzeug läuft vor mir weg
HaHaHaHa – ROFL – LOL – DAS stelle ich mir grade bildlich vor!


Wie ziehe ich das Hundehalsband an

Einmal um den Schwanz wickeln – wie auch sonst!

Liebe Selma, hiermit lade ich dich zu meinem Geburtstag ein
Das ist ja nett – aber ich heiße doch Melanie…

____________________________________________________________________________________________________

Was bringt 2014 – Was gibt es neues – Was habe ich geplant

Ja, heute Nacht gilt es dann: 2014 hinter jedes Datum setzen.

Welche Berichte stehen euch im Januar so vor?

– Eine Wanderung mit meinem ersten Earthcache zum Druidenstein
– Ein Bericht zur „Rocky Horror Picture Show“ an Silvester in Siegen
– Ein Bericht zum „Fiddler’s Green“ Konzert in Köln
– vielleicht diverse andere Wanderungen
– mit welchen Kameras fotografiere ich eigentlich?!

Ob ich noch alle Berichte schreibe bevor ich wieder Deutschland verlasse weiß ich noch nicht, aber dann habe ich wenigstens etwas zu tun/schreiben, falls ich mal Internet habe.

Was steht arbeitstechnisch und Urlaubstechnisch so an?

Erstmal geht es wieder ab Anfang Januar für 6 Monate zurück aufs Schiff, worauf ich mich schon sehr freue! Diesmal stehen an: Karibik, Transatlantik, Mittelmeer, Transeuropa, Nordland, Ostsee, Baltikum. Wie ihr wisst werde ich nichts über meine Arbeit schreiben, aber vielleicht hebe ich mir den ein oder anderen Bericht von daheim auf. Auch gibt es vielleicht mal einen Gastbeitrag von anderen Reisebloggern oder ein Interview von diesen.
Auch denke ich, dass es okay sein wird, wenn ich euch ein paar Fotos zeigen werde. Natürlich nichts arbeitverbindendes, sondern einfach von den verschiedenen Destinationen.

Wenn ich zurück bin würde ich gerne Mitte/Ende Juli für ein langes Wochenende ins Allgäu wandern gehen. Immerhin brauche ich nochmal ein wenig Bergtraining für meine weiteren Pläne dieses Jahr.
Hat hier jemand einen guten Tipp für mich, wo ins Allgäu, welches Gästehaus/Hotel und welche Wanderung? Ruhig Mehrtageswanderungen mit mittlerem Schwierigkeitsgrad. Ich möchte nicht klettern, aber schmale Wege sind super und steil bergauf darf es ruhig auch gehen. Hauptsache man hat von oben eine schöne Aussicht.

Danach werde ich mir einen Wunsch auf meiner Bucket-List erfüllen. ENDLICH nach La Reunion – 17 Tage Trekking mit Wikinger-Reisen. Und das werde ich ganz ohne Freunde/Bekannte machen, weil ich einfach die Reise für mich genießen möchte und meinen Traum leben möchte.
Dafür müssen sich nur noch genug zu dieser Reise anmelden, dass auch die Mindestteilnehmerzahl erreicht wird.
Ich werde diese jetzt auch schon im Januar buchen, damit ich immer vor Augen habe, wieso ich hart trainieren muss auf dem Schiff. 😉

Im Anschluss daran bin ich grade bei Wikinger am erfragen ob es möglich ist noch 4-5 Tage Seychellen dran zu hängen. Zum entspannen und vielleicht sogar um endlich mal wieder zu tauchen! Natürlich auch um mir etwas anzuschauen, denn die Ecke da unten kenne ich ja noch gar nicht.

Ende August/Anfang September geht es dann wieder für +- 1 Woche nach Schweden, da ich meinen Ex-Chefs Johan und Sara und natürlich auch Martin das versprochen habe und die Hundis natürlich wiedersehen möchte.

Auch hoffe ich, dass ich dieses Jahr irgendwie das Working Holiday Visa für Kanada bekomme und einen weiteren Traum von meiner Bucket Liste streichen kann: 1 Jahr Work&Holiday in Kanada.
Da würde ich dann so im September losfliegen wollen und im Winter erstmal auf einer Husky-Farm arbeiten wollen. Entweder als Guide bei einem Tourenanbieter oder aber als Handler bei einem Rennmusher.
Nochmal den Ansporn dazu gegeben hat mir einer der Trainer auf dem Schiff und auch mein Vorgesetzter 🙂

Und dann ist 2015 – da werden wir dann sehen was das Jahr bringt – und was 2014 eigentlich gebracht hat.
Vielleicht gehe ich auch wieder aufs Schiff – einfach weil es Spaß macht und man so viele toller Länder sieht.

Wir werden sehen.

Was habt ihr so geplant? Habt ihr euch irgendwelche Vorsätze gemacht? Wohin wollt ihr reisen? Erfüllt ihr euch irgendwelche Träume?

_______________________________________________________________________________________________________

Bis dahin wünsche ich euch einen GUTEN RUTSCH ins neue Jahr – und bitte rutscht nicht aus!

Happy new year! copy