Schiffsbau auf großem Niveau: Die Meyer-Werft in Papenburg

„Bist du eigentlich schon einmal in Papenburg in der Meyer-Werft gewesen?“ fragte meine Mutter mich, als wir über unser gemeinsames Wochenende in Hamburg sprachen.

Tatsächlich war ich noch nie in irgendeiner Werft in meinem Leben. Seit 2,5 Jahren arbeite ich nun schon auf Kreuzfahrtschiffen, aber die Werft-Zeiten habe ich immer verpasst.

Wir kauften Karten für den Samstag Mittag, so dass wir bequem auf der Hinfahrt unseren Stopp dort einlegen konnten.

Samstag Morgen, 5 Uhr in der Früh, so langsam heißt es aufbrechen, denn wir haben eine lange Fahrt vor uns mit eventuell langen Staus, immerhin haben ein paar wenige Bundesländer noch Ferien.
Ziemlich erschöpft kommen wir in Papenburg an und parken neben dem Arbeitsamt.
Ganz in der Nähe soll sich das Touristenbüro befinden wo wir unsere vorbestellten Karten abholen können.
Wir fragen uns durch und werden einmal durch die ganze Stadt geschickt. (Später sollten wir feststellen, dass es noch ein zweites nur 200m von unserem Parkplatz entfernt gab)
Kurz nach 12 Uhr, selber Tag, wir finden uns an einer Bushaltestelle in der Nähe des Rathauses wieder mit einigen anderen Besuchern ein.
Der Bus kommt pünktlich und wir können dem strömenden Regen entfliehen.
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Reisen und damit Geld verdienen? – Teil 5 – Wie packe ich für meinen Auslands-Job

Sie sind überall zu finden:
Packlisten für Wandertouren, für Fahrradtouren, zum Backpacken, zum Flashbacken, für eine Fernreise, für einen Städtetrip.
Aber eine Packliste zum Arbeiten im Ausland habe ich noch nie gesehen.

Willkommen zu meinem nächsten Teil von Reisen und damit Geld verdienen. Was packe ich für die Arbeit im Ausland ein. Weiterlesen

Reisen und damit Geld verdienen – Teil 4 – WWOOF

Lange habe ich überlegt ob ich einen Bericht über WWOOF in meine Reihe „Reisen und damit Geld verdienen“ aufnehmen soll. Denn eigentlich verdient ihr hier kein Geld. Dafür bekommt ihr etwas viel wertvolleres: Menschen, Natur und Kultur.

WWOOF – das heißt übersetzt WorldWide Opportunities on Organic Farms.
Die beste Möglichkeit um mit Einheimischen in Kontakt zu kommen und von ihnen zu lernen.
Pro Tag sind normalerweise 4-6 Stunden Arbeit fällig. Dafür bekommt ihr freie Kost & Logis. Ein fairer Austausch und eine unbezahlbare Erfahrung.

In über 50 Ländern weltweit könnt ihr so ganz entspannt arbeiten, die Natur und die Kultur verstehen. Weiterlesen

Reisen und damit Geld verdienen? Teil 3 – Blogger berichten von Ihren Erfahrungen

Und jetzt ist er endlich hier, der dritte Teil von „Reisen und damit Geld verdienen“. In den ersten zwei Teilen habe ich euch schon einige Tipps gegeben wie ich an meine Jobs im Ausland gekommen bin und im zweiten Teil, wie mich das Arbeiten auf Reisen positiv verändert hat.

Schon im ersten Teil habe ich euch versprochen ein paar Blogger zu befragen und ihre Erfahrungen mit euch zu teilen.
Vier Blogger haben sich bereit erklärt mir ein paar Fragen zu beantworten. Es war sehr interessant ihre Antworten zu lesen. Aber lest selbst: Weiterlesen

Ich bin dann (mal wieder) weg

Hat jemand von euch die letzten 2 Monate gesehen? Wo sind sie hin frage ich mich immer und immer wieder, denn, wie es bei Urlauben meist der Fall ist, geht die Zeit viel zu schnell vorbei.

Tatsächlich habe ich es geschafft zwei Monate lang mein Heimatland Deutschland nicht zu verlassen. Wie untypisch von mir.
Wenig erlebt habe ich deswegen jedoch ganz und gar nicht. Vor allem habe ich endlich nochmal einen Urlaub gehabt in welchem ich viele Freunde getroffen habe und hier in der Umgebung unterwegs war. Weiterlesen

Reisen und damit Geld verdienen? Teil 1 – Wie bekomme ich die Jobs

Schon seit 7,5 Jahren habe ich Deutschland den Rücken zugedreht und arbeite mich seitdem durch die Welt. Bis jetzt bin ich durch die unterschiedlichsten Weisen an diese Jobs gekommen.
In diesem Bericht möchte ich euch erzählen wie ich an meine Jobs ran gekommen bin um euch einen kleinen Einblick zu geben, was es für Möglichkeiten gibt.

Dabei waren es gar keine typischen Backpacker Jobs. Natürlich bin ich in Neuseeland auch diverse Früchte pflücken gewesen, habe in Fabriken gestanden und faule Äpfel sortiert und Weinreben geschnitten. Weiterlesen

Ägypten – ist das überhaupt sicher?

Ägypten – das Land der Pyramiden, das Land von Tal der Könige und der wundervollen Tauchplätze im Roten Meer mit der farbenfrohen Unterwasserwelt.
Jahrelang eins der Familienreiseziele Nummer eins. Nicht nur für Taucher und Pauschalreisende, sondern auch für viele Kreuzfahrtschiffe.

Bis eines Tages die politischen Schwierigkeiten begannen.
Ägypten war überall in den Nachrichten. Ein Bombenanschlag hier, ein Aufstand dort.
Viele Reisegesellschaften stoppten den Tourismus dort und die Kreuzfahrtschiffe nahmen Umroutungen vor um Port Said und Alexandria zu meiden.
Zu groß war die Angst, dass etwas passiert.

18 Monate lebten die Menschen in Angst und Schrecken und vor allem ohne Job. Der fehlende Tourimus bedeutete für viele Ägypter, dass sie nicht mehr gebraucht wurden. Die Reiseleiter mussten sich irgendwie anders über Wasser halten was in einem Land, wo es mehr Menschen als Jobs gibt nicht wirklich einfach ist.

18 Monate ohne Kreuzfahrtschiff in Alexandria oder Port Said. Und dann, vor ca. 17 Tagen kamen wir. Das erste Kreuzfahrtschiff nach über einem Jahr.
Etwas mulmig war mir schon zumute, das gestehe ich hier ehrlich ein. Aber ich wurde überrascht.

Die Hafeneinfahrt in Alexandria ist schon abendteuerlich, wenn dort 2-3 Schiffswracks zur Begrüßung liegen, aber danach bekam ich ein ganz anderes Bild.

Zu Fuß ging es durch Alexandria und selbst der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen sich blicken zu lassen. Die Einheimischen sahen aus wie die glücklichsten Menschen, die ich jemals gesehen habe. Jeder grüßte nett, sogar auf Deutsch, niemand war aufdringlich, wie ich es von meinem 1. Ägypten Besuch vor 16 Jahren kannte.
Die Kinder schauten total erstaunt, da sie „weiße Menschen mit hellen Haaren und hellen Augen“ meistens nur aus dem Fehrnsehen kannten.
Zu keiner Minute dachte ich über die vergangene politische Situation nach, alles war friedlich und schien im Einklang zu sein.

Alexandria hat aber, abgesehen von den freundlichen Menschen und den vielen Souks und Basaren natürlich noch viel mehr zu bieten.
Die Strandpromenade, Corniche genannt, erstreckt sich wunderschön vorbei an kleinen Fischerhäfen und kleineren sowie größeren Strandabschnitten.
Sehenswert sind auf jeden Fall das Fort Kaitbai, eine wunderschöne Festung im Westen der Corniche gelegen, die Katakomben, auch wenn hier Vorsicht angesagt ist und das Nationalmuseum, welches viele schöne Ausgrabungsstücke enthält und ihr allerlei zur ägyptischen Geschichte lernen könnt.

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Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt ist natürlich die Alexandrina Bibliothek.
288 v. Chr. stand hier die erste Bibliothek welche 490 000 Schriftrollen fasste und damit die berühmteste Bibliothek der Vergangenheit war. Leider brannte diese in römischen Zeiten nieder und heute steht ein neues Prachtexemplar an Bibliothek da.
Bis zu 8 Millionen Bände kann die neue Bibliothek im futuristischen Design fassen, enthält im Moment jedoch nur ca. 550 000 Bände. Da geht also noch einiges mehr rein.
Ihr dürft von Alexandria natürlich nicht erwarten, dass es eine saubere Stadt ist. Überall liegen Müllberge, an jeder Ecke „riecht“ es anders und die Häuser sehen teilweise aus, als würden sie jeden Moment zusammenfallen. Aber genau das macht den Charme der Stadt aus.

Natürlich durfte auch ein Besuch in Kairo und an den Pyramiden nicht fehlen.
Allein der Weg nach Kairo ist schon eine Reise wert. Auf Ägyptens Straßen findet man wirklich alles. Da gehen die Menschen spazieren, während die Autos vorbeirauschen, der nächste fährt mit seinem Eselkarren einmal quer über die Straße und der nächste zieht einen Wagen mit frischem Essen hinter sich her.
In der über 16 Millionen Einwohner (die Dunkelzahl ist noch viel höher) Metropole angekommen merkt man ebenfalls nichts von aktuellen Aufständen. Hier und da gibt es ein paar ausgebrannte Gebäude, an jeder Ecke steht Militär. Sonst ist alles ruhig.
Hier gibt es natürlich einige Sehenswürdigkeiten. Der Nil ist nur eines davon.
Das reichste, jemals gefundene Grab war das des Tutenchamuns. Goldener Schmuck, vergoldete Sakrophage, Kinderspielzeug und allem vorran natürlich die goldene Totenmaske sind weltberühmt und befinden sich im Ägyptischen Museum direkt am Tahrir-Platz. Die Ausstellung beinhaltet natürlich auch viele andere Exponate.
Während der Revolution sind jedoch einige Stücke gestohlen worden. Selbst die Totenmaske wäre fast weg gewesen, hätte nicht jemand in letzter Sekunde den Dieb gestoppt.
Ich denke, dass jeder von euch Kairo mit etwas ganz bestimmten verbindet: Den Pyramiden von Giseh.
Auf dem Plateau stehen, neben den 3 Hauptpyramiden, Mykerinos, Chephren und Cheops auch einige kleine Pyramiden. Verschiedene Aussichtspunke gibt es und wenn ihr wollt, könnt ihr auch in eine Pyramide reinschauen. Jedoch gibt es dort nicht allzuviel drin zu sehen. Ein kleiner, enger Gang und eine leere Grabkammer am Ende. Ziemlich unspektakulär.
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Der Sphinx darf natürlich auch nicht fehlen. Ein Löwenkörper mit dem Kopf eines Menschens, fälschlicherweise oft als „die Sphinx“ bezeichnet gehört eigentlich ein „der“ vor das Wort.
Hier waren dann auch die Händler zugange. Hier gilt: Seid nicht nett, sondern streng und unhöflich. Ein „Nein Danke“ verstehen die Händler nicht. Ignorieren, oder einfach nur ein strenges „NEIN“ helfen da viel besser.
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Nie die Kamera aus der Hand geben. Lieber andere Touristen fragen, sonst seht ihr die Kamera vielleicht nie wieder und nie irgendetwas annehmen was die Händler als „Geschenk“ anpreisen. Einmal in der Hand kommt dann nämlich der Spruch „I gave you present – now you give me present“.
Wie ihr seht ist Ägypten gar nicht so gefährlich wie ihr es vielleicht aus den Nachrichten kennt. Inzwischwen waren wir sogar noch einmal in Alexandria, sind in 2 Tagen wieder dort und fahren zusätzlich auch noch Safaga und Sharm el-Sheikh an.

Natürlich sollte man sich der einheimischen Kultur anpassen.
Dazu ein paar einfache Tricks und Tipps:
Niemals in einem engen Top und Hotpants rumlaufen. Ägpyten ist zwar bei weitem nicht so streng wie manch andere arabischen Länder und ihr seht auf der Straße auch viele Frauen ohne Kopftuch rumlaufen, jedoch zeigt niemand viel Haut und somit solltet ihr so viel Respekt zeigen dies auch nicht zu tun.
Fotografieren ist in den meisten öffentlichen Gebäuden, wie z.B. Museen nicht gestattet. Ebenfalls solltet ihr die Ägypter fragen ob ihr ein Foto von Ihnen machen dürft. Meistens ist das kein Problem, aber der Höflichkeithalber ist es dennoch angemessen.
An öffentlichen Stränden nicht im Bikini baden gehen sondern in langen Anziehsachen. Ihr werdet sehen, dass das die ägyptischen Frauen auch tun. Natürlich könnt ihr auch an einen Hotelstrand gehen. Hier könnt ihr euch wie zu Hause fühlen.

Wie seht ihr das? Würdet ihr in ein Land reisen in dem eine Reisewarnung herrscht oder wäre euch das zu heikel?
Findet ihr die Reisewarnung übertrieben?
Ich bin auf eure Meinungen gespannt.

Bald ist es vorbei mit der Karibik

Man sollte es kaum glauben, aber nur noch 2,5 Wochen und es geht wieder in Richtung Europa mit dem Schiff.
Inzwischen weiß ich auch, dass ich euch doch ein paar Sachen schreiben darf von denen ich nicht wußte, dass ich sie euch schreiben darf.

Zuallererst mal die Route die ich die letzten 2,5 Monate gefahren bin:

La Romana/Dom Rep – Oranjestad/Aruba – Willemstad/Curacao – Castries/St. Lucia – St. George/Grenada – Bridgetown/Barbados – Rosseau/Dominica – St. Johns/Antigua – Philipsburg/St. Maarten – Road Town/Tortola

Es macht unheimlich viel Spaß und ich habe mid ei Karibik ganz anders vorgestellt. Es ist auf jedenfall besser als ich gedacht habe.
Die Arbeit auf dem Schiff macht wie immer unheimlich viel Spaß und ich habe jetzt auch doch erstmal noch Kanada sausen lassen um noch einmal eine Saison auf dem Schiff zu fahren. Irgendwie wird man infiziert und hat so viele tolle Freunde hier an Bord gefunden ohne die man nicht mehr sein möchte.
Noch dazu sieht man, grade in meinem Job, die Welt 🙂

Ich weiß nicht wie lange das noch so weitergehen soll, aber solange es mir Spaß macht, wird es weitergehen.

Was man so tolles erlebt, einfach mal in einem Foto ausgedrückt von einem Abendlichen Ausflug auf St. Maarten

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