Jahresrückblick 2014

2014 – was warst du nur für ein Jahr. Ein Jahr voller Höhen und Tiefen wie sie im Bilderbuche stehen. Ein Jahr voller Entdeckungen, positiver wie negativer Natur. Ein Jahr des kennenlernens und ein Jahr des verabschiedens. Ein Jahr voller neuer und voller alter Ziele auf der ganzen Welt.

Ein Jahr voller Daten und Fakten

ca. 5500 Fotos
67 Häfen
35 Länder
27 Sprachen
2 Verträge
1x Urlaub über 2 Monate
1 Lebenstraum erfüllt
1 Handy gestohlen bekommen
Aus Fehlern gelernt -> undendlich

Mir kamen die Häfen viel weniger vor als ich sie gezählt habe, aber irgendwie kam diese Zahl dabei raus, wenn ich keinen vergessen habe.
Am besten gefallen hat es mir von den Häfen natürlich in Island, denn dort wäre ich am liebsten hängen geblieben und von Bord gegangen, weil ich mich zu Hause fühlte.


Die beste Fahrt war definitiv durch den Suez-Kanal. Was für ein Erlebnis wenn das Meer immer enger und enger wird und das Gefühl aufkommt das Schiff fahre direkt am Land entlang.

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Auch das schmutzige, chaotische Alexandria hat es mir angetan, auch wenn mich vor dem ersten Anlauf panische Alpträume plagten.

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Ein 25. Mal in Malta ließ mir die Insel noch immer nicht langweilig werden.

Einen riesigen Traum erfüllte ich mir mit La Réunion. Was für eine wundervolle Insel. Vulkane, Krater, Berge, Wanderwege – mehr ist nicht nötig mich glücklich zu machen und genau das war es.
Wenn ich mir heute nochmal die Fotos ansehe kann ich kaum glauben wirklich dort gewesen zu sein.

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Ich habe viele tolle Menschen dieses Jahr kennenlernen dürfen. Einige davon sind enge Freunde geworden, die hoffentlich für immer ein Teil meines Lebens bleiben werden.
Grade Freundschaften sind immer schwierig während ich auf großer Reise bin. Jeden Wechseltag wechseln auch einige aus der Crew. Hier lernt man Abschied zu nehmen.
Und doch ist es immer wieder faszinierend wie manche Freundschaften selbst große Distanzen überwinden. Danke dafür – ich denke ihr wißt wer gemeint ist.
Ebenso faszinierend finde ich es jedesmal, dass ich so treue Freunde zu Hause in Deutschland haben, die nun schon über 7 Jahre immer wieder für mich da sind wenn ich im Lande bin. Danke ihr Lieben – danke, dass es euch gibt!
Danke auch an meine Mutter – einfach für alles und weil sie die beste Mutter auf der ganzen weiten Welt ist.
Was passiert in 2015?
Das ist eine gute Frage. Erstmal geht es für mich Anfang Januar wieder in meinen wohlverdienten Urlaub. Das heißt, dass ihr auch wieder häufiger von mir etwas lesen werdet.
Die „böse“ 30 überschreite ich ebenfalls im Januar – doch das ist nur nebensächlich, denn so alt fühle ich mich noch gar nicht.
Natürlich werde ich weiterhin zur See fahren und sehen was mir die nächsten Verträge so alles bringen.

Und was ich mir vornehme?
Nicht mehr so emotional zu sein und das neue Jahr besser zu beginnen als das alte auszuklingen scheint. Nein, um ehrlich zu sein kann es im neuen Jahr nur besser werden denn immer wenn ich grade denke, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann, wird es noch schlimmer.

Was sind eure Vorsätze, irgendwelche Reiseplanungen?

Von Hamburg nach Dubai in knapp 10 Wochen

Eine ganze Zeit schon befinden wir uns nun im Orient und mir fehlt diesen Vertrag schlicht und einfach die Zeit zwischendurch einen Bericht zu schreiben.
Aber einen Versuch ist es ja wert.

Seit dem 10.09. bin ich nun schon wieder am arbeiten und wie immer macht es wirklich Spaß.

Aufgestiegen bin ich dieses Mal in Hamburg und habe seitdem einige Seemeilen zurück gelegt.
Könnt ihr euch vorstellen, dass man 10 Wochen braucht um von Hamburg nach Dubai zu gelangen? Die meisten von euch denken bestimmt „wieso so lange“ – nunja, per Schiff und mit vielen tollen Zielen dazwischen dauert es nunmal eine ganze Zeit lang.

Angefangen hat mein Vertrag diesmal in Hamburg. Etwas ganz Besonderes, in Deutschland aufzusteigen. Im Seemannsheim hatte ich mich eingebucht und habe schon das Einlaufen meines 2. Zuhauses um 5 Uhr Morgens geschaut. Wirklich faszinierend.

Weiter ging es über Zeebrügge nach Le Havre wo ich endlich die Chance hatte das wirklich süße, typische französische Dorf Honfleur kennen und lieben zu lernen sind. Ein typisch französischer Charme.
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In Bilbao durfte ich mir das Hinterland anschauen, was sich wirklich lohnte, bevor es weiter ging nach Lissabon und Cadiz, zwei meiner absoluten Lieblingsstädte.
Vor allem der Donana Nationalpark überraschte mich mit seiner Vielfältigkeit in Cadiz.
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Mir bekannte Ziele waren schon Mallorca, sowie Malta. Vor allem Malta gab mir ein unbeschreibliches Gefühl der Wiesersehensfreude bei meinem inzwischen 25. Anlauf.

Auf Sizilien bekam ich endlich die Alcantara Schlucht zu spüren im wahrsten Sinne des Wortes, denn es ging im Bodyrafting die Schlucht hinab.

Und schon waren wir im östlichen Mittelmeer angekommen, wo wir uns ein paar Reisen aufhielten.

Piräus wartete mit Sehenswürdigkeiten wie der Akropolis auf, die sich ab besten vom Lycabettushügel bestaunen lässt. Gelernt habe ich hier, dass ich keinen griechischen Frappe trinken sollte, da mein Körper mit so viel Koffein in keinem Fall klar gekommen ist.
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Auf dem Bosporus nach Istanbul. Eine Stadt voller Geschichte und Religion.

Über Antalya ging es unter anderem auch nach Rhodos und Zypern. Zwei Inseln die sich in mein Herz gebrannt haben.
Vor allem Rhodos-Altstadt war mir schon immer in guter Erinnerung geblieben von einem früheren Urlaub. Und auch jetzt konnte ich nichts gegensätzliches feststellen – was natürlich auch an dem guten griechischen Essen gelegen haben könnte.
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Unter Zypern dagegen konnte ich mir nicht viel vorstellen, verliebte mich aber in die Insel schon beim ersten Anlauf.
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Ein Zwischenstopp in Marmaris mit der wunderschönen Hafenpromenade ging es auch nach Santorini – was für eine faszinierende Insel.
Wer kann schon behaupten auf einem Vulkankrater der aus dem Meer ragt spazieren gegangen zu sein? Die weißen Häuser mit dem blauen Kuppeln reihen sich prachtvoll auf der Caldera auf und bieten wunderbare Ausblicke.
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Ephesus ist natürlich das absolute Highlight von Kusadasi, ehemals am Wasser gelegen liegt es aufgrund von Versandungen nun inmitten wunderschöner Landschaft und nennt Kusadasi seinen neuen Hafen.
Mein absolutes Highlight dort waren jedoch andere Ausgrabsungsstätten. Um genau zu sein Milet, Priene und Didyma. Inmitten weißer Baumwollfeldern gelegen beherbergen diese Ruinen ein unglaubliches Ausmaß an Geschichte.
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Zu Ägpyten habe ich schon einen eigenen Bericht geschrieben. Alexandria, Sharm el-Sheikh und Safaga waren dort unsere Häfen.
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Neben den Highlights der Pyramiden und des Tals der Könige war für mich das größte Highlight meines bisherigen Vertrags der Suez-Kanal.
Nachts fuhren wir immer dichter an Port Said heran, das Meer wurde enger und enger.
Von weitem hätte Port Said auch gut und gerne Istanbul sein können mit den Moscheen und den freundlich winkenden Menschen.
Dann jedoch schloss sich der 195km Kanal immer enger um uns. Was bei Nacht schon beeindruckend aussah, war bei Tage noch einmal besser. In einer langen Schiffskolonne ging es durch den teilweise nur 195m breiten Kanal. Ich hatte das Gefühl direkt an Land springen zu können.
Die meiste Zeit umgab uns Wüste immer wieder durchsetzt mit Beduinendörfern und grünen Oasen. Ein wahrer Augenschmaus.
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Jordanien steht sowieso auf meiner Liste der noch zu besuchenden Länder. Nun war ich dort, wenn auch nur für einen Tag und bin mir sicher, dass es nicht mein letzter Besuch war.
Petra habe ich dieses Mal ausgelassen und habe dafür Wadi Rum, ein ausgetrocknetes Flussbett, zu Fuß entdeckt. Eine der schönsten Halbtageswanderungen die ich auf dieser Welt jemals in Anspruch genommen habe. Hier muss ich mal länger hin, die Wüste erwandern und mich mehr mit den unheimlich netten Einheimischen unterhalten.
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Nach 6 Schiffstagen durch den Golf von Aden kamen wir endlich in unserem Winterzielgebiet an.

Khor Fakkan beeindruckt durch schroffe Berge, ebenso wie Khasab, das „Norwegen Arabiens“ mit seinen wunderschönen Fjorden.
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Muscat, die Hauptstadt Omans hat viel zu bieten, wie zum Beispiel den indisch angehauchten Al-Alam Palast oder die große Moschee mit dem zweitgrößten Teppich der Welt. Dazu ein unbeschreiblich schönes Hinterland, ganz anders als andere Teile der arabischen Welt.
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Manama in Bahrain hat kulinarisch so einiges zu bieten.
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Die beiden Städte der Superlative sind jedoch Abu Dhabi und Dubai. So viel Reichtum auf einmal habe ich noch niergendwo auf der Welt gesehen und als ich das Emirates Palace Hotel besichtigen durfte, kam ich mir vor, als sei ich in einem falschen Film. Immerhin ist es noch nicht so lange her, dass ich mich im Matsch gesuhlt habe und jetzt schritt ich durch vergoldete Wände, benutzte eine vergoldete Toilette und aß Kuchen mit Balttgold.
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Die Aussicht vom Burj Khalifa in Dubai ist einfach der Wahnsinn und die Jeeptouren ins Hinterland sind besser als Achterbahnfahren.
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Bis Januar bin ich nun noch hier bis ich in meinen Urlaub gehe und ihr wieder häufiger von mir lest.
Bis dahin bin ich gespannt wie sich der Orient weiterhin mir gegenüber verhalten wird. Aber ich bin da ganz zuversichtlich mich in dieser, komplett anderen Welt, zurecht zu finden.

Ägypten – ist das überhaupt sicher?

Ägypten – das Land der Pyramiden, das Land von Tal der Könige und der wundervollen Tauchplätze im Roten Meer mit der farbenfrohen Unterwasserwelt.
Jahrelang eins der Familienreiseziele Nummer eins. Nicht nur für Taucher und Pauschalreisende, sondern auch für viele Kreuzfahrtschiffe.

Bis eines Tages die politischen Schwierigkeiten begannen.
Ägypten war überall in den Nachrichten. Ein Bombenanschlag hier, ein Aufstand dort.
Viele Reisegesellschaften stoppten den Tourismus dort und die Kreuzfahrtschiffe nahmen Umroutungen vor um Port Said und Alexandria zu meiden.
Zu groß war die Angst, dass etwas passiert.

18 Monate lebten die Menschen in Angst und Schrecken und vor allem ohne Job. Der fehlende Tourimus bedeutete für viele Ägypter, dass sie nicht mehr gebraucht wurden. Die Reiseleiter mussten sich irgendwie anders über Wasser halten was in einem Land, wo es mehr Menschen als Jobs gibt nicht wirklich einfach ist.

18 Monate ohne Kreuzfahrtschiff in Alexandria oder Port Said. Und dann, vor ca. 17 Tagen kamen wir. Das erste Kreuzfahrtschiff nach über einem Jahr.
Etwas mulmig war mir schon zumute, das gestehe ich hier ehrlich ein. Aber ich wurde überrascht.

Die Hafeneinfahrt in Alexandria ist schon abendteuerlich, wenn dort 2-3 Schiffswracks zur Begrüßung liegen, aber danach bekam ich ein ganz anderes Bild.

Zu Fuß ging es durch Alexandria und selbst der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen sich blicken zu lassen. Die Einheimischen sahen aus wie die glücklichsten Menschen, die ich jemals gesehen habe. Jeder grüßte nett, sogar auf Deutsch, niemand war aufdringlich, wie ich es von meinem 1. Ägypten Besuch vor 16 Jahren kannte.
Die Kinder schauten total erstaunt, da sie „weiße Menschen mit hellen Haaren und hellen Augen“ meistens nur aus dem Fehrnsehen kannten.
Zu keiner Minute dachte ich über die vergangene politische Situation nach, alles war friedlich und schien im Einklang zu sein.

Alexandria hat aber, abgesehen von den freundlichen Menschen und den vielen Souks und Basaren natürlich noch viel mehr zu bieten.
Die Strandpromenade, Corniche genannt, erstreckt sich wunderschön vorbei an kleinen Fischerhäfen und kleineren sowie größeren Strandabschnitten.
Sehenswert sind auf jeden Fall das Fort Kaitbai, eine wunderschöne Festung im Westen der Corniche gelegen, die Katakomben, auch wenn hier Vorsicht angesagt ist und das Nationalmuseum, welches viele schöne Ausgrabungsstücke enthält und ihr allerlei zur ägyptischen Geschichte lernen könnt.

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Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt ist natürlich die Alexandrina Bibliothek.
288 v. Chr. stand hier die erste Bibliothek welche 490 000 Schriftrollen fasste und damit die berühmteste Bibliothek der Vergangenheit war. Leider brannte diese in römischen Zeiten nieder und heute steht ein neues Prachtexemplar an Bibliothek da.
Bis zu 8 Millionen Bände kann die neue Bibliothek im futuristischen Design fassen, enthält im Moment jedoch nur ca. 550 000 Bände. Da geht also noch einiges mehr rein.
Ihr dürft von Alexandria natürlich nicht erwarten, dass es eine saubere Stadt ist. Überall liegen Müllberge, an jeder Ecke „riecht“ es anders und die Häuser sehen teilweise aus, als würden sie jeden Moment zusammenfallen. Aber genau das macht den Charme der Stadt aus.

Natürlich durfte auch ein Besuch in Kairo und an den Pyramiden nicht fehlen.
Allein der Weg nach Kairo ist schon eine Reise wert. Auf Ägyptens Straßen findet man wirklich alles. Da gehen die Menschen spazieren, während die Autos vorbeirauschen, der nächste fährt mit seinem Eselkarren einmal quer über die Straße und der nächste zieht einen Wagen mit frischem Essen hinter sich her.
In der über 16 Millionen Einwohner (die Dunkelzahl ist noch viel höher) Metropole angekommen merkt man ebenfalls nichts von aktuellen Aufständen. Hier und da gibt es ein paar ausgebrannte Gebäude, an jeder Ecke steht Militär. Sonst ist alles ruhig.
Hier gibt es natürlich einige Sehenswürdigkeiten. Der Nil ist nur eines davon.
Das reichste, jemals gefundene Grab war das des Tutenchamuns. Goldener Schmuck, vergoldete Sakrophage, Kinderspielzeug und allem vorran natürlich die goldene Totenmaske sind weltberühmt und befinden sich im Ägyptischen Museum direkt am Tahrir-Platz. Die Ausstellung beinhaltet natürlich auch viele andere Exponate.
Während der Revolution sind jedoch einige Stücke gestohlen worden. Selbst die Totenmaske wäre fast weg gewesen, hätte nicht jemand in letzter Sekunde den Dieb gestoppt.
Ich denke, dass jeder von euch Kairo mit etwas ganz bestimmten verbindet: Den Pyramiden von Giseh.
Auf dem Plateau stehen, neben den 3 Hauptpyramiden, Mykerinos, Chephren und Cheops auch einige kleine Pyramiden. Verschiedene Aussichtspunke gibt es und wenn ihr wollt, könnt ihr auch in eine Pyramide reinschauen. Jedoch gibt es dort nicht allzuviel drin zu sehen. Ein kleiner, enger Gang und eine leere Grabkammer am Ende. Ziemlich unspektakulär.
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Der Sphinx darf natürlich auch nicht fehlen. Ein Löwenkörper mit dem Kopf eines Menschens, fälschlicherweise oft als „die Sphinx“ bezeichnet gehört eigentlich ein „der“ vor das Wort.
Hier waren dann auch die Händler zugange. Hier gilt: Seid nicht nett, sondern streng und unhöflich. Ein „Nein Danke“ verstehen die Händler nicht. Ignorieren, oder einfach nur ein strenges „NEIN“ helfen da viel besser.
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Nie die Kamera aus der Hand geben. Lieber andere Touristen fragen, sonst seht ihr die Kamera vielleicht nie wieder und nie irgendetwas annehmen was die Händler als „Geschenk“ anpreisen. Einmal in der Hand kommt dann nämlich der Spruch „I gave you present – now you give me present“.
Wie ihr seht ist Ägypten gar nicht so gefährlich wie ihr es vielleicht aus den Nachrichten kennt. Inzwischwen waren wir sogar noch einmal in Alexandria, sind in 2 Tagen wieder dort und fahren zusätzlich auch noch Safaga und Sharm el-Sheikh an.

Natürlich sollte man sich der einheimischen Kultur anpassen.
Dazu ein paar einfache Tricks und Tipps:
Niemals in einem engen Top und Hotpants rumlaufen. Ägpyten ist zwar bei weitem nicht so streng wie manch andere arabischen Länder und ihr seht auf der Straße auch viele Frauen ohne Kopftuch rumlaufen, jedoch zeigt niemand viel Haut und somit solltet ihr so viel Respekt zeigen dies auch nicht zu tun.
Fotografieren ist in den meisten öffentlichen Gebäuden, wie z.B. Museen nicht gestattet. Ebenfalls solltet ihr die Ägypter fragen ob ihr ein Foto von Ihnen machen dürft. Meistens ist das kein Problem, aber der Höflichkeithalber ist es dennoch angemessen.
An öffentlichen Stränden nicht im Bikini baden gehen sondern in langen Anziehsachen. Ihr werdet sehen, dass das die ägyptischen Frauen auch tun. Natürlich könnt ihr auch an einen Hotelstrand gehen. Hier könnt ihr euch wie zu Hause fühlen.

Wie seht ihr das? Würdet ihr in ein Land reisen in dem eine Reisewarnung herrscht oder wäre euch das zu heikel?
Findet ihr die Reisewarnung übertrieben?
Ich bin auf eure Meinungen gespannt.

Die etwas andere Anreise nach Deutschland

Wie schafft man es 14 Tage von Mallorca nach Hamburg zu brauchen?
Richtig – man fährt mit einem Kreuzfahrtschiff und macht zwischendurch Halt an wundervollen Häfen.
Schon vor einigen Jahren hatte ich das Glück eine solche Reise unternehmen zu dürfen. Das war jedoch noch als Gast. Diesmal durfte ich die Reise arbeitend erleben.

Lissabon war wie immer eine Augenweide. Sie ist eine sehr saubere Stadt, voller Leben, vor allem vor einem Fußballspiel, welches ein Wochenende später dort stattfand.
Das Ozeanarium im Expogelände ist ein Besuch besonders wert. Aufgebaut wie ein Zoo ist es etwas für Jung und Alt. In der Mitte befindet sich ein Tank mit Wasser, welches 5 Olympia-Schwimmbecken füllen könnte. Dort leben alle Fische friedlich miteinander zusammen.
Außenrum gibt es 4 Ecken, die die 4 Weltmeere darstellen. Passend dazu immer typische Tiere, sei es ein paar unglaublich goldige Biber, ein paar Puffins oder Pinguine.
Die Becken sind riesig und man sieht, dass es den Tieren dort sehr gut geht.
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Der nächste Hafen brachte uns ganz in die Nähe des Jakobsweges. Nach La Coruna.
Ich wollte jedoch nicht nach Santiago de Compostela machen, da der Jakobsweg noch auf meiner Bucket-List steht und ich gerne Compostela erst sehen möchte, wenn ich vorher mehrere 100km gewandert bin.
Somit blieb in in La Coruna, welche sich als süße, kleine Stadt zeigte mit einem wunderbaren Archäologischen Museum.
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In Bilbao war grade der Tag der Museen und somit durfte ein Besuch im Guggenheim Museum nicht fehlen. Dazu muss ich jedoch sagen, dass mir moderne Kunst nicht sonderlich liegt.
Faszinierend fand ich jedoch das Videoprjekt „The Clock“.
Hierbei durchsuchte der Kunstler sämtliche Videodatenbanken und suchte sich Filmszenen zusammen, welche mit der Zeit zu tun haben. Wo man eine Uhr im Hintergrund sieht, oder aber über die Uhrzeit gesprochen wird.
Diese Szenen schnitt er zusammen und schon war sein Videoprojekt vollkommen und während man es schaut wird immer die aktuelle Uhrzeit angezeigt – Ja es funktioniert, wie ich feststellen durfte.
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Unser nächster Anlaufhafen war La Pallice, der Hafen von La Rochelle, eine süße, kleine, französische Hafenstadt.
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Le Havre hat mich etwas aus dem Ruder gebracht.
Nein, nicht Le Havre selber, aber Rouen. Ich habe mich neu verliebt – in diese Stadt. Frankreich ist normalerweise gar nicht mein Land – Rouen jedoch zeigte mir, dass es auch anders geht. Es regnete – nein – es schüttete in Strömen! Und doch ließ der Todesort von Jeanne D’Arc mein Herz höher schlagen. Viele kleine, bunte, Fachwerkhäuser, nicht eins wie ein anderes. Architektonische Meisterwerke wie sie im Bilderbuch stehen.
Auch Giverny, Monets Garten und Wohnhaus, sah trotz Regen einfach wunderbar aus.
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Brügge ist eine Stadt der Superlative. Sehr touristisch, aber ein Ort voller geschichtsträchtiger Bauten.
Nicht zu vergessen ist natürlich die Belgische Schokolade, die das Land natürlich ausmacht.
Zu Fuß ist Brügge wunderbar zu erwandern, alles ist nah beieinander und man erkundschaftet immer wieder neue, kleine Gäschen.
Was als Zusatz nicht fehlen darf ist dann natürlich eine Fahrt auf einer der Grachten mit einem offenen Boot. Teilweise geht es unter kleinen Brücken hindurch und fast glaubt man, dass es besser wäre den Kopf einzuziehen.
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Schon erkundschafteten wir das nächste Land. Um genauer zu sein, Amsterdam.
Die Stadt der Freiheit. Wieso Freiheit? Hier gibt es eine weiße, erlaubte Seite, eine schwarze, verbotene Seite und eine riesige Grauzone zwischendrinnen.
Wie sonst wäre es möglich, dass die Coffeeshops ganz legal Haschisch verkaufen dürfen, es jedoch in der Grauzone liegt ob sie neues einkaufen dürfen?
Wie kann es sein, dass ein Künstler einfach Kopfsteinpflaster aus dem Boden reißt, seinen eigenen Kunststein einbaut und niemand etwas dazu sagt?
Nur so was passiert in Amsterdam. Hier toleriert man so ziemlich alles und diese Lockerheit ist in der ganzen Stadt zu spüren.
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Das Einlaufen in Hamburg war etwas ganz Besonderes – etwas anderes.
Noch nie bin ich mit einem Schiff in einem deutschen Hafen angekommen und somit stand ich schon ziemlich früh auf um das Einlaufen schauen zu können. Und das bei einem wundervollen Sonnenaufgang – sehr emotional.
Schon beim Anlegen stand eine Freundin an der Pier um uns zu winken und als wir endlich das Schiff verlassen konnten war auch meine Mutter nicht mehr weit.
Es war ein komisches Gefühl wieder deutschen Boden unter den Füßen zu spüren. Vor allem weil ich in den Cafes alle auf Englisch ansprechen wollte.
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An dieses Gefühl müssen wir uns jetzt gewöhnen, denn unser Wechselhafen für den Sommer wird ein deutscher Hafen bleiben, auch wenn wir jetzt erstmal das Nordland, die Ostsee und den Baltikum erkundschaften.
Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt freue ich mich darauf am meisten, denn der Norden ist wie ein Zuhause für mich.

Wo fühlt ihr euch zu Hause?

Die Überfahrt und das Mittelmeer

Was passiert, wenn man eine Reise mit 9 Schiffstagen verbringt und davon 6 hintereinander? Genau, man befindet sich auf einer Transatlantik Reise.
Diese ist jetzt auch schon wieder 16 Tage her, aber meine Eindrücke will ich euch trotzdem schildern. Vor allem, weil ich mich das letzte Mal aus der Karibik gemeldet habe.

Die Transatlantikreise war Barbados – Dominica – Antigua – St. Maarten – Madeira – Cadiz – Mallorca
Der Abschied in St. Maarten war nicht ganz so schwer wie der letztes Jahr in Malta… aber okay, auf Malta waren wir 24x, das ist schon etwas anderes und letztes Jahr fast wie ein Zuhause geworden.

Auf den 6 Schiffstagen wurden wir immer wieder gefragt ob wir denn jetzt 6 Tage frei hätten. Nein, natürlich nicht. Auch dort gab es viel zu tun. Immerhin sind die nächsten Reisen alle neue Ziele. Für manche alle Häfen, für manche ein paar Häfen und einige komplett neue Destinationen, die zum ersten mal angefahren werden von uns.
Da gab es einiges vorzubereiten und die 6 Tage gingen unheimlich schnell rum und der Seegang auf dem Atlantik blieb auch aus.

Auf Madeira angekommen war es trotzdem recht schön wieder Boden unter den Füßen zu fühlen.

Dann kamen 2 Wochen westliches Mittelmeer. Davon waren Palermo und Neapel neue Häfen für mich.
Somit ein bischen was zu lernen und auch was spannendes neues.

Das Highlight war dann aber Civitavecchia. Wie schön es ist bekannte Gesichter zu sehen. Wieder die ganzen Escorts und Guides die man 12x letztes Jahr gesehen hat. In den Arm genommen zu werden und die Wiedersehensfreude zu spüren.
In Monacco durfte ich auch wieder nach Nizza und ein leckeres Eis in der besten Eisdiele der Welt futtern zusammen mit meinen Gästen.
Barcelona war super wie immer. Auch wenn sich die Ausflüge irgendwie alle ähneln sind sie doch unterschiedlich, was den Reiseleiter ausmacht.

Letztes mal Barcelona konnten wir dann auch raus gehen und ein wenig das Nachtleben genießen. Hiebei draf ich dann auch direkt einen Kumpel, den ich noch aus Finnland kannte. Wunderschön jemanden zu sehen den man 4 Jahre lang nicht gesehen hat.
Somit landeten wir in einem wunderbaren Lokal zum Tapas essen fern ab von jedem Touristenstrom.

Heute ist es soweit und wir fahren einmal Rund um Westeuropa bis Hamburg.
Bis auf die ersten zwei Häfen sind hierbei alle komplett neu für mich und ich kann es kaum erwarten neue Ziele und Weltperspektiven kennen zu lernen 🙂

Zum Schluss wollte ich euch eigentlich ein paar Fotos zeigen, aber irgendwie will wordpress gerade keine einfügen 😦 Somit wird das dann mal ein extra-post 🙂