Was tun bei Seekrankheit?

Ich selber kenne es (fast) gar nicht, aber durch meinen Job weiß ich, dass ein Großteil damit zu kämpfen hat: Die Seekrankheit.

Schon als ich noch im Norden arbeitete, habe ich mich mit dem Problem „Kälte“ auseinandergesetzt und was ihr am besten dabei tun könnt, dass euch warm ist/bleibt.
Jetzt kommen wir zur Seekrankheit, denn auch hier gibt es ein paar einfache Verhaltensregeln.

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Ursachen und Symptome
Die Seekrankheit gehört zur Reisekrankheit. Sie entsteht dadurch dass dem Körper widersprüchliche Signale von Lage und Bewegung gesendet werden. Wenn ihr also auf einem Schiff grade steht und alles um euch herum bewegt sich, dann denkt sich der Körper „irgendetwas stimmt hier nicht“ und schon wird vielen schlecht.
Die gute Nachricht ist, dass sich der Körper meistens nach 2-3 Tagen vollkommen daran gewöhnt hat und die Symptome abklingen.
Aber was sind die Symptome eigentlich? Erst tritt ein Schwindelgefühl ein, dazu kommt eine verlangsamte Reaktionsgeschwindigkeit und Ausbrüche mit kaltem Schweiß. Sollte es schlimmer werden, wird euch schlecht und wenn es ganz dicke kommt, dann müsst ihr euch sogar übergeben. („Die Fische füttern“ wie man auf Schiffen sagt)
Einige werden sogar richtig grün und blau im Gesicht.

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Was tun bei Seekrankheit?
Ihr kennt sie vielleicht. Die Reisetabletten. In jeder Apotheke rezeptfrei erhältlich. Wenn ihr also wisst, dass ihr schnell Seekrank werdet, dann am besten VOR der Reise eine Tablette oder ein Kaugummi nehmen. So beugt ihr dem Schwindel vor und nach einiger Zeit hat sich euer Körper eh daran gewöhnt.
Jetzt denkt ihr euch bestimmt „Dafür hätte sie jetzt auch keinen Bericht schreiben müssen. Das wissen wir selber“ – aber das ist ja noch nicht alles. Denn es gibt bessere Methoden als die Tabletten.
Da wäre zum einem die frische Luft. An der frischen Luft wird einem bekanntlich weniger schnell Schwindelig und so verhält es sich auch auf Schiffen. Also nicht in den Innenbereichen festkleben, nur weil man den Toiletten näher ist, sondern raus aufs offene Deck gehen.
Und da kommen wir auch schon zu dem nächsten Punkt. Wenn ihr draußen seid, könnt ihr direkt auf den Horizont schauen. Und der steht still (mehr oder weniger). Somit teilt ihr eurem Gehirn mit, dass die Bewegungen alle gar nicht so schlimm sind und schon werden die Symptome weniger und euer Körper beruhigt sich.
Wo wir schon zum letzten Punkt kommen: Füllt eure Mägen. „Ja klar“, denkt ihr euch jetzt, wenn eh wieder alles hoch kommt. Aber das ist ein Irrglaube. Natürlich solltet ihr keinen fettigen Schokoladenkuchen essen, sondern Gerichte, mit denen der Magen viel zu tun hat und somit abgelenkt ist.
Am besten geeignet dafür ist trockenes Brot. Es liegt „schwer“ im Magen und dieser kann erst gar nicht daran denken sich schlecht zu fühlen weil er mit etwas ganz anderem beschäftigt ist.
Natürlich eignen sich auch Reis, Nudeln oder Kartoffeln dafür.
Letztere Methode wende ich zum Beispiel auch gerne an, obwohl ich nicht so anfällig für die Reisekrankheit bin. Aber wenn wir in einen Sturm fahren und eine Warnung bekommen, dann gibt es für mich zum Abendessen 2 trockene Bötchen und alles ist gut.

Von Schiffsstabilisatoren und Stürmen auf See
Alle großen Passagierschiffe haben Schiffsstabilisatoren, die bei starkem Wind/Wellengang ausgefahren werden. Diese können auch individuell weit rausgefahren werden und fangen viele Stöße und Wellen ab.
Ab einer bestimmten Wellenhöhe nützen diese allerdings auch nicht mehr.
Ob ich schonmal in einem Sturm war? Ja natürlich. Obwohl – so natürlich ist das nicht. Vor 1,5 Jahren bin ich das erste mal arbeitend auf ein Schiff aufgestiegen und habe seitdem genau einen einzigen großen Sturm erlebt.
Also keine Angst, meistens ist es gar nicht so schlimm. Aber eins solltet ihr vor einer Kreuzfahrt wissen: Das Schiff bewegt sich – genau – es ist ja auch kein feststehendes Hotel und genau das macht den Reiz ja auch erst aus.

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Vom Wandern in den Bergen – Tag 1 bis 3

Jeden Urlaub versuchen meine Mutter und ich auch mindestens 1x zusammen etwas zu unternehmen.
In meinem letzten Urlaub war es Bremen und Umgebung, dieses Mal ist es Österreich zum wandern.
Wir sind unterschiedliche Wanderer versuchen aber trotzdem zusammen zu wandern. Ich kann auch mal warten zwischendurch.

1. Tag Anreise
Die Anreise war lang und anstrengend. Um 5.30Uhr ging es los mit dem Auto über die Autobahnen und gefühlten 100 Baustellen und Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 100 km/h.
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2 Pausen, 4x Stop and go und 9 Stunden später kamen wir in Österreich an.
Wo genau eigentlich?
In Neukirchen am Großklockner in einem wunderbaren Hotel, dem Hotel Steiger.

Direkt bei Ankunft schon mal eine schlechte Nachricht für mich: Die Wanderung, für welche ich mich Donnerstags angemeldet hatte auf den Larmkogel wurde abgesagt. Schade auch, wollte ich noch etwas Bergtraining bekommen, bevor es nächste Woche für 17 Tage nach La Reunion geht.

Nach einem bereits langen Tag schauten wir uns den Ort zu Fuß an, kauften ein paar Müsliriegel für den nächsten Tag und gingen wieder zurück zum Hotel um früh schlafen zu gehen um am nächsten Tag auch wirklich ausgeschlafen zu sein.

2. Tag – So war das nicht geplant
Schon in der Nacht bekam ich starke Magenkrämpfe, die auch am nächsten Morgen nicht aufhörten. Ich schwitzte, bekam Kreislaufprobleme und konnte mich vor Schmerzen kaum bewegen. Also ab zum Arzt.
Der hätte mich am liebsten direkt in die Notaufnahme genommen, jedoch gab er mir erstmal ein paar Medikamente mit.
Für mich hieß das „ab ins Bett – nix mit wandern“ – obwohl es draußen wunderschönes Wetter war.
Meine Mutter ging somit alleine los und ich blieb im Bett liegen und nahm meine Medizin.
Gut für mich – am Abend ging es mir schon viel besser.
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3. Tag – Endlich die Bergwelt erkunden

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Mir ging es wieder sehr viel besser und es konnte endlich losgehen.
Zuerst fuhren wir über eine alte, sehr serpentinenreiche Straße nach Gerlos, genaugenommen zum Gasthof Finkau auf 1420m.
Von hier startete unsere Wanderung zur Zittauer Hütte auf 2328m.
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Angegeben war die Wanderung mit 3 Stunden rauf zu unserem Ziel.
Zuerst startete der Weg sehr steil, auf Schotterwegen, durch ein Waldstück bevor sich vor uns ein riesiges Tal öffnete.
Nicht mehr ganz so steil und begleitet von vielen Kühen ging es an einem Gletscherfluss entlang stetig leicht bergauf. Links und rechts des Weges zeigten sich immer mehr Wasserfälle, welche von den Gletschern auf den höheren Bergen mit Wasser gespeißt werden.
Meine Mutter sagte noch, dass sie sehr gerne Murmeltiere sehen würde und was sahen wir? Eine ganze Murmeltierfamilie. Eine Mama und 4 Kleine die alle ausgelassen miteinander spielten und sich erst von uns stören ließen, als wir ganz nah waren, da der Weg an ihnen vorbei lief.
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Auf 1880m veränderten sich die Begebenheiten drastisch. Die Schotterpiste hörte auf und der Weg – war kein Weg mehr. Über Stock und Stein, über Wasserläufe und felsige Stufen hinauf. Teilweise mit Seilen zum festhalten an der Seite, teilweise ging es aber auch einfach nur neben dem Weg direkt steil bergab.
Nach 2 Stunden 58min kamen wir, inklusive 2 Pausen und vielen Fotomomenten, an der Zittauer Hütte an.
Die Hütte liegt wunderschön an einem See gelegen mit einem atemberaubenden Ausblick auf die Umgebung.
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Der Hüttenwirt ist sehr bemüht und so tranken und aßen wir oben erstmal um uns wieder zu stärken.
Ursprünglich wollte ich noch eine Etappe weiter laufen, jedoch sagte man uns, dass es zwischen 15-16Uhr gewittern soll und das war mir dann doch zu heikel. Immerhin geht mir meine Gesundheit und mein Leben vor und wir beschlossen nach einer Stunde Pause wieder mit dem Abstieg zu beginnen.
Für die, die mich noch nicht kennen: Ich LIEBE bergauf-wandern, bergab ist dagegen nicht wirklich meine Stärke. Vor allem nicht über Geröll, welches es dort in Hülle und Fülle gab.
Diesmal ging alles gut und nach ca. 2 Stunden waren wir wieder unten, wo wir uns noch einen Almdudler gönnten und zurück zu unserem Hotel fuhren.

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Die Wanderung würde ich als medium – anspruchsvoll einstufen, da man wirklich trittsicher sein muss und teilweise schwindelfrei sein sollte. Grade an heißen Tagen gibt es kein Entkommen von der Sonne.
Die Gehzeit hinauf ist mit 3 Stunden gut beschrieben inklusive kleinen Pausen zum Landschaft genießen und fotografieren.
Insgesamt eine wirklich umwerfend tolle Wanderung die ich nur weiterempfehlen kann!
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1 – hier kommt die Sonne

Nachdem wir die nun die „grosse Dunkelheit“ hinter uns haben, (hier nachzulesen) warteten wir alle gespannt darauf, dass uns die Sonne wieder „beglückt“

Ich erinnere mich noch an die vergangenen Jahre sehr genau – allerdings irgendwie nur an die letzten zwei.

2011 im Januar standen zwei damalige Arbeitskolleginnen und ich in meinem Zimmerfenster, welches im zweiten Stock lag und wir von dort aus die Sonne am Horizont sehen konnten. Aus meinem Laptop tönten Ramstein mit „Sonne“ und wir sangen lauthals mit, weil wir so glücklich waren einen Blick auf die Sonne erhaschen zu können.

2012 im Januar war ich gerade mit Gästen auf einer Tour über einen „Hügel“ und auf einmal rief ein Gast von hinten „ICH KANN DIE SONNE SEHEN“ und wir legten eine extra Pause ein, um die Sonne geniessen zu können. 🙂 Zurück im Camp glaubte uns erst niemand, was wir gesehen hatten – aber wir hatten ja Beweisfotos.

Gestern musste ich Martins Tagestour übernehmen, da dieser krank im Bett lag. Mir ging es nicht viel besser bzw. geht es auch noch nicht viel besser, aber irgendjemand musste ja die Tour fahren (und da wir Frauen ja härter im nehmen sind ;-p).
Zu meinem Glück passierte aber dann das unglaubliche: Ich sah die Sonne am Horizont. Für diesen kurzen Moment ging es mir direkt etwas besser und ich war glücklich.

Diesen Moment nach so vielen Wochen wieder den grossen, roten Ball am Horizont zu sehen, kann man glaub ich nur nachempfinden, wenn man selber mal hier oben gelebt hat – einfach herrlich!

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