Reisen und damit Geld verdienen? Teil 1 – Wie bekomme ich die Jobs

Schon seit 7,5 Jahren habe ich Deutschland den Rücken zugedreht und arbeite mich seitdem durch die Welt. Bis jetzt bin ich durch die unterschiedlichsten Weisen an diese Jobs gekommen.
In diesem Bericht möchte ich euch erzählen wie ich an meine Jobs ran gekommen bin um euch einen kleinen Einblick zu geben, was es für Möglichkeiten gibt.

Dabei waren es gar keine typischen Backpacker Jobs. Natürlich bin ich in Neuseeland auch diverse Früchte pflücken gewesen, habe in Fabriken gestanden und faule Äpfel sortiert und Weinreben geschnitten. Weiterlesen

Schlittenhunderennen so nah und doch so fern

Die meisten von euch wissen, dass ich 4 Jahre als Schlittenhundeguide gearbeitet habe. Drei Jahre habe ich in Finnland gearbeitet und ein Jahr in Schweden.

Noch heute sage ich, dass das mein absoluter Traumjob ist. Leider auch einer, den ich nicht mein ganzes Leben lang machen möchte. Ich bin ein Mensch der Abwechslung braucht in den beruflichen Tätigkeiten und nach 4 Jahren war es genug, ich brauchte Sonne und andere Länder.

Während ihr vor dem TV sitzt und vielleicht ein Fußballtunier verfolgt oder ein Formel 1 Rennen, sitze ich im Winter vor dem Internet und verfolge das Idiarod, das Yukon Quest und viele andere Schlittenhunderennen.
Live war ich noch nie bei einem dabei – bis jetzt. Weiterlesen

Kangos 15.11. – 18.11.

Morgen geht unser Roadtrip dann richtig los und bis dahin erzähle ich euch, was so alles in Kangos passiert ist.

Passiert ist eigentlich nichts, zumindest nichts negatives.
Nach meinem letzten Beitrag sind wir wirklich schlafen gegangen, wurden kurze Zeit später jedoch schon wieder geweckt. Martin rief an und informierte uns, dass es draußen Nordlichter geben würde.
Das waren einige der größten Nordlichter, die ich jemals gesehen hatte und für Annika fand ich es natürlich auch umso schöner, dass sie ihre ersten Nordlichter sehen konnte und dann auch noch in DIESEM Umfang.
Fast alle standen draußen und staunten. Einfach wunderbar.
Leider habe ich ja (noch) keine sooo gute Kamera und somit sind meine Fotos auch eher bescheiden ausgefallen.
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Am nächsten Morgen dann direkt nach nächste Highlight. Wir durften mit auf eine kuzr 14km Tour mit Martin kommen. Ich habe mir ja schon gewünscht, dass ich nochmal auf dem Schlitten stehen darf, aber dass es wirklich geklappt hat, war super. 🙂
Es war eine schöne, kleine Tour, von der ich, zumindest einige Meter vom Trail, auch noch gar nicht kannte.
Die Hunde sind in einer wirklich super Verfassung 🙂

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Dann war es Zeit für unseren „Deal“. Wir holen den neuen Guide vom Flughafen ab und haben somit einen Firmenwagen um unser Gepäck abzuholen.
Auf dem Weg dorthin muss ich sagen, dass die Leute vom Flughafen völlig unenspannt waren. Die haben 2x unterwegs angerufen wann wir denn kommen würden um unser Gepäck abzuholen. Echt ziemlich nervtötend.
NAtürlich kamen wir auch 5min zu spät zum Flughafen, weil wir so lange an einer Baustellenampel standen.

Zurück in Kangos fing ich an mein Auto auszumisten, während Annika etwas auf dem Zimmer blieb.
Ich plauschte ein wenig mit den neuen Guides und mit Martin und zu guter letzt spielten Annika, Martin und ich noch ein paar Runden das Kartenspiel „Shithead“

Heute ging es dann in die nächste Runde Schlitten fahren. Diesmal 50km und größtenteils… okay eigentlich bis auf eine Abzweigung, Trails die ich auch schon kannte. Einige mit neuen „Abendteuerkurven“ und Stöcken die ja ganz normal sind beim Training.
Die Schneeanker halten natürlich auch noch nicht überall, aber irgendwie ging das schon alles gut und wir hatten schon wieder suuuuperwetter 🙂
Einfach herrlich wieder durch den Schnee zu gleiten.
Ich werde es echt vermissen diesen Winter und morgen, wenn wir unseren Roadtrip starten, wird mir das Herz bluten – das weiß ich schon jetzt.
Aber hier an dieser Stelle nochmal: DANKE – an Martin, dass er uns mitgenommen hat 🙂

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Nachdem ich nochmal mitgeholfen hatte „Scheiße zu kratzen“ ging es dann wirklich mal ans Auto-aufräumen. Meine Winterreifen abtauen, Schnee wegschaufeln vom Auto und umpacken/ausmisten.
Ich hoffe unsere Sachen, die wir jetzt mitgenommen haben, passen auch noch hinein und dann kann es morgen früh auch schon losgehen.
Gleich hole ich mal noch meine Gitarre bei Anders und es wird eine weitere lustige Runde „Shithead“ gespielt.

Alles in allem eine wunderbare Zeit hier oben und ich weiß, dass mein Herz noch immer hier oben hängt, im Schnee, bei den Hunden, in der ruhigen Natur.

März – ein Video

Es ist wieder soweit. Und da grade Ostern ist, ist das nun mein Ostergeschenk an euch 🙂 Ein neues Video, direkt am 31.03. über den März bei Explore the North.
Es war sehr sehr sonnig mit vielen netten Gästen und superfitten Hunden.

Jetzt geht die Saison nur noch 15 Tage, danach habe ich gut 20 Tage Urlaub bevor ich mich ins nächste Abendteuer stürze.

Viel Spass mit dem Video und feiert schön mit euren liebsten.

Für alle, die später dazu gekommen sind – hier meine anderen Videos:

Februar 2013

Januar 2013

December video (youtube)

Sommervideo (facebook)

Training on the sleds (youtube)

Quad training (youtube) (mein liebstes 🙂 )

Karfreitag in Kangos

Ich hatte heute überraschend frei und muss sagen: Hier im Dorf hat der Bär gesteppt. Das hätte ich jetzt wirklich nicht gedacht.

Rund um das Schulhaus waren diverse Aktivitäten zugange. Kinderspiele, Gesichter bemalen, etwas trinken, Schneemobil treffen und mein Boss, sowie 3 meiner Kolleginnen, waren auf dem See hinter unserem Haus mit 4 Hundeteams. Eine Runde um den See kostete 50kr und das Geld wird der Schule gespendet, die wohl einige finanzielle Probleme im Moment hat.
Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen auch ein stündchen unten zu stehen und mit meinen Kolleginnen zu quatschen und ein wenig zu helfen.
Heute Abend ist dann noch Pub – ob ich hingehe weiss ich noch nicht, da es Eintritt kostet und ich sowieso Morgen arbeiten muss – aber wir werden sehen.

Ein paar Fotos von heute habe ich natürlich auch gemacht.

In diesem Sinne wünsche ich euch: FROHE OSTERN!

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T-Wurf – Woche 24

Nachdem ich versprochen habe, wieder öfter zu schreiben bevor ich meinen neuen Job antrete, fange ich nun mal damit an.
Ich glaube zumindest, dass wir in Woche 24 sind von den Puppies 🙂

Inzwischen sind die kleinen schon so gross, dass wir mit ihnen Halsbandtraining machen.
Dabei ziehen wir ihnen Halsbänder an und gehen einfach mal 30min mit ihnen spazieren und schauen wie sie sich so anstellen. Einfach, um sie an das spätere ständige tragen der Halsbänder zu gewöhnen.

Heute, als ich mit einer Kollegin dieses Training mit Tamira und Taiga gemacht habe, hatte ich zufällig meine Kamera dabei und es sind sogar ein paar süsse fotos entstanden 🙂

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T-Puppies – Woche 22

Endlich nochmal ein Puppy update. Während ich mit meinen Tagestourgästen die kleinen, inzwischen jugendlichen racker, besucht habe.

Bei der anderen Hündin war es übrigens ein Fehlalarm, somit wird nur diese Reihe weiter geführt. 🙂

Eine Ankündigung habe ich jedoch noch zu machen: Von Mai bis November werde ich dieses weblog gar nicht bzw nur bedingt weiterführen. Einmal, weil in meinem Arbeitsvertrag für den Sommer (ja, ich habe einen Job) steht, dass ich kein weblog über meine Arbeit führen darf, aber auch, weil ich keine Zeit haben werde online zu gehen bzw nicht die Mittel.
Vielleicht wird es hin und wieder etwas geben worüber ich schreiben kann, aber das werde ich klären sobald ich die neue Stelle antrete 🙂

Aber erstmal hier die Puppyfotos:

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Sonne, Trails und neue Hütte

Letzte Woche war ich endlich nochmal auf Silence of the Winter mit 6 Gästen. Sogar richtig „exotisch“. 3 Deutsche (ja, noch nicht so exotisch), 2 Australier und eine Südafrikanerin.
Ich mag so gemischte Gruppe ja unheimlich gerne und ich muss sagen, dass es auch eine super Gruppe war.

Diese Woche war die erste Woche in welcher wir eine „neue“ Hütte angefahren sind. Natürlich ist die Hütte nicht neu, letztes Jahr wurde sie auch benutzt, aber ich war für diese Saison die erste die hingefahren ist, nachdem ich bloss 1x mit dem Schneemobil dort war.
Glücklicherweise hatte ich nicht nur eine super Gruppe, sondern auch perfektes Wetter und ich muss sagen: WOW – was für ein Trail. Ich freue mich schon ihn das nächste Mal zu fahren 🙂

Diesmal hatte ich ausnahmsweise mal meine Bridgecam dabei und wir hatten am zweiten Abend sogar ein kleiens Nordlicht in der neuen Cabin 🙂

Hier einfach mal ein paar Eindrücke:

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Yukon Quest

Ich selber bin nicht so der „Renntyp“, aber ich verfolge schon die grossen Schlittenhunderennen jedes Jahr.
Es ist in etwa wie, wenn ihr zu Hause vielleicht Fussball schaut und für euer Team „hofft“, so hoffe ich, dass die mir am sympatischten Musher auch als erstes über die Ziellinie kommen.

Natürlich geht das ganze nicht nur ein paar Stunden, sondern über mehrere Tage, aber gerade das macht ja die Spannung aus.

Im Moment läuft das Yukon Quest, ein 1600km (1000milen) langes Schlittenhunderennen von Whitehorse (Yukon/Canada) bis nach Fairbanks (Alaska).
Vor einigen Tagen noch waren 25 Musher an der Startline in Whitehorse, während jetzt noch 21 im Rennen sind, wobei die ersten 2 Musher (Hugh Neff und Allen Moore) schon im 3. letzten Checkpoint sind.

Das Quest started jedes Jahr im Februar seit 1984 unter manchmal, heftigen Konditionen, da der Februar bekannterweise der kälteste Monat des Jahres ist.
Der Trail folgt in weiten Teilen dem Yukon River und damit verbunden einem historischen Weg aus der Zeit des Goldrausches.
Die Idee zu diesem Rennen ist schon älter, aber erst 1983 wurde entschieden, dass es dieses Rennen geben wird – vor allem in dieser Grösse.

Die Strecke ist unterteilt in 13 Checkpoints, wo die Musher und die Hunde rasten können. Dies können sie natürlich auch auf dem Trail, wie sie wollen oder wie sie sehen, dass ihre Hunde performen.
In den Checkpoint gibt es zusätzlich Tierärzte, welche die Hunde untersuchen und gegebenenfalls aus dem Rennen nehmen.

Die Musher starten mit 14 Hunden und müssen mit mindestens 9 Hunden über die Ziellinie fahren.

Auf halber Strecke, in Dawson City, gibt es einen 36 Stunden Stop für alle Musher, welcher mit der einzige Stop ist, wo die Musher einmal wirklich schlafen können auf ihrem Weg zwischen 10 und 15 Tagen, bis auch der letzte über die Ziellinie gefahren ist.

Wen es interessiert wie es aussieht und wer vorne liegt kann das hier nachschauen:
current standings
live tracking

wer sich dafür interessiert wie das Rennen letztes Jahr war kann es in diesem kleinen Video sehen:

Und falls ihr euch fragt für wen ich hoffe, dass er gewinnt: Hugh Neff 🙂 Gewinner vom letzten Jahr. Er kommt in allen Interviews einfach am sympatischten rüber.
Auch hoffe ich jedesmal, dass Lance MacKey immer vorne mit dabei ist. Leider hat er dieses Jahr jedoch das Rennen auf halben wege beendet, da es seinen Hunden nicht so gut ging – aber die Hunde gehen nunmal vor.