Dormero Hotel Stuttgart ****

Schon lange habe ich keine Hotel-Bewertung mehr geschrieben. Das liegt aber vor allem daran, dass ich selten länger als eine Nacht in einem Hotel schlafe, nämlich vor meinem Schiffs-Verträgen. Und da kann ich mir relativ schlecht ein Urteil erlauben.

2017 war ein Jahr, in welchem ich eigentlich nie so richtig verreisen konnte aufgrund sehr kurzer Urlaube.

Seit einiger Zeit planten wir mit ein paar Freundinnen, dass wir uns im Großraum Stuttgart treffen wollten. Das passte mir gut, somit fiel mir die Wahl nicht schwer. Von Freitag bis Dienstag ging es für mich nach Stuttgart ins Dormero Hotel Stuttgart.
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Unser Hotel im Allgäu: Hotel Lanig

Heute versuche ich mich an meiner ersten reinen Hotel – Bewertung.

Während wir im Allgäu Urlaub machten, nächtigten wir in dem Hotel Lanig in Oberjoch, dem höchsten Ski- und Bergdorf Deutschlands.
Während ich noch auf dem Schiff am arbeiten war schaute meine Mutter nach verschiedenen Hotels und schickte mir letztendlich nur dieses eine zu.
Mein erster Eindruck „Teuer, sieht aber super aus“ und somit wurde gebucht. Denn ab und an soll man sich ja mal etwas gutes gönnen. Weiterlesen

Ein sandiger Abschluss und ein abendteuerlicher Rückflug

Einen letzten hab ich noch für euch von La Réunion.

L’Ermitage les Bains
Nachdem der erste „Strandschock“ nach den Bergen überwunden war gingen wir noch an dem Abend in einer Strandbar essen. Diesmal gab es kein Cari, sondern endlich einen leckeren Salat. Auch wenn ich kurz davor war mir wirklich noch einmal Cari zu bestellen.
Zurück im Zimmer bekam ich erstmal einen kurzen Schock als ein Gecko die Wand entlang flitze genau neben mir als ich grade das Licht anschaltete. Aber ich liebe diese Tiere, somit durfte er bleiben.
Gewohnt haben wir für die zwei letzten Nächte im Novotel in L’ermitage les Bains in der Nähe von St. Gilles.
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Das 3-Sterne Hotel ist im Halbkreis angeordnet und direkt am Strand gelegen.
Zusätzlich gibt es zwei Schwimmbecken mit einigen Liegestühlen.
Der Frühstückssaal ist halb überdacht und man kann sich aussuchen ob man einen Platz an der Sonne oder lieber im Schatten einnimmt.
Nur ein Zaun trennt das Hotel von dem öffentlichen Strandabschnitt an dem sich vor allem Vormittags Einheimische zum „Picknick“ treffen. Schatten gibt es genügend da viele Filaos Bäume die Promenade säumen.
Hier ist es sicher zu schwimmen, denn es existiert ein vorgelagertes Riff, welches die vielen Haie im indischen Ozean fernhält. Der Sand ist korallensand, deswegen auch sehr hell, aber auch voller abgestorbener Korallen. Vor allem wenn man ins Meer geht ist es besser Schuhe zu tragen um sich nicht die Füße aufzuschneiden.
Dank der vielen Korallen ist es natürlich aber auch ein Schnorchel- und Tauchparadies mit leichter Strömung.
Der Eismann fährt laufend auf und ab und auch Strandbars sind alle paar Meter anzutreffen.
Nach einem sehr ausgedehnten Frühstück stiefelten wir zu sechst los uns den Ort etwas näher anzuschauen.
Es gibt eine kleine Einkaufsstraße mit Souvenirläden und einem Obst- und Gemüsestand. Ein typischer, kleiner Touristenort.
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Auch hier waren alle Menschen wieder sehr sehr freundlich, einige sprachen sogar Deutsch (ein junger Mann verriet uns, dass er mal einen Schüleraustausch nach Berlin gemacht hätte).
Vier unserer kleinen Gruppe verabschiedeten sich zum Strand während eine Mitreisende und ich weiter zu Fuß nach St. Gilles liefen.
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Dieser Ort ist schon um einiges größer mit einem kleinen Hafen und vielen Cafés und Bars.
Wir tranken etwas, schlenderten durch die Geschäfte und liefen am Strand zurück zu unserem Hotel wo wir uns auch in die Sonne legten und den letzten Tag auf der Insel genossen.
Am Abend liefen wir schon wieder nach St. Gilles mit der ganzen Gruppe um dort in einem Fischrestaurant Abend zu essen.
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Gleichzeitig war es auch unser Abschiedsessen, es wurde viel gelacht, gesungen, erzählt und geschenkt.
Ein schöner Abschluss des Urlaubs.

Der Rückflug
So richtig ist der Urlaub ja erst vorbei, wenn man im Flieger sitzt. Dies sollte sich noch als äußerst schwer herausstellen.
Am letzten Morgen saßen wir nichtsahnend am Frühstückstisch als unsere Reiseleiterin auf uns zukam und sagte „Unser Flug wurde annuliert“.
Ich glaube wir hielten es alle zuerst für einen schlechten Scherz, aber es war leider die Wahrheit.
Aufgrund Streiks von AirFrance sollten wir jetzt statt um 21:25Uhr um 0:40Uhr fliegen.
Unsere Reiseleiertin probierte noch unseren Transfer nach hinten zu verlegen, aber das gelang leider nicht. Somit stellten wir uns auf eine lange Nacht ein.
Den Tag verbrachten wir noch mit relaxen, die Seele baumeln lassen und spazieren gehen bis wir um 17:30Uhr abgeholt wurde.
In St. Denis angekommen bekamen wir von AirFrance einen „Snack-Gutschein“, was in anbetracht einer Verspätung von über 3 Stunden relativ wenig ist.
Noch dazu war dieser nur in einem einzigen Café einsetzbar.
Was macht man also 5 Stunden auf La Rèunion am Flughafen? Durch die Geschäfte laufen? Die hatten schon geschlossen, in einer Snackbar sitzen? Davon gab es zwei die total überfüllt waren und die eine machte sogar kurze Zeit später zu. Auf Verspätungen war man hier wohl nicht vorbereitet.
Wir liefen zu dritt sogar aus lauter Langeweile einmal draußen um den Autoparkplatz, damit die Zeit irgendwie vergeht.
Die Besucherterasse war gut gefüllt und um 23:00Uhr landete unsere Maschine.
Sofort kam die Durchsage, dass wir uns durch die Sicherheitskontrolle begeben sollten.
Einmal durch war weiteres warten angesagt, denn letztendlich hoben wir nicht vor 1Uhr ab.
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Ihr erinnert euch vielleicht noch daran, was ich zu den Flügen geschrieben habe? Mit dem Umsteigen von Charles de Gaulle nach Orly und umgekehrt?
Einige Anschlussflüge waren schon umgebucht worden, der von einer Mitreisenden und mir nicht und somit wurde es knapp.
Das Flugzeug war wieder eine sehr alte Maschine, das Personal noch unfreundlicher als auf dem Hinflug – sichtlich selber genervt von der langen Verspätung. Auf die Frage ob wir es in 2 Stunden schaffen würden unser Gepäck zu holen, den Shuttlebus zu nehmen, in CDG wieder einzuchecken und unseren Flieger zu bekommen und ob wir irgendetwas beachten sollten kam als Antwort nur, dass wir es auf jedenfall schaffen werden. Mehr nicht.
K. (Mitreisende) und ich stürmten kaum gelandet in Orly aus dem Flugzeug, durch die Kontrollen und zum Gepäckband. Das Gepäck sollte in 10min kommen. Buh! Wir hatten unser Gepäck als Priority einchecken lassen in St. Denis damit wir es uns nur nehmen brauchten und losrennen konnten.
Die ersten Gepäckstücke waren jedoch keine Priority-Koffer sondern ganz normales Gepäck. Langsam wurde es echt knapp – dann endlich erst K.’s Tasche, dann mein Rucksack und losgerannt.
Beim Shuttlebus hatten wir mehr Glück, denn dieser fuhr genau 2 Minuten nachdem wir einstiegen los und „oh überraschung“, die Straßen waren leer und innerhalb von 40 Minuten kamen wir in Charles de Gaulle an.
Zuerst Terminal A-D. Wir versuchten uns im schlechtesten Französisch zu verständigen ob er auch bei den anderen Terminals halten würde. „Oui“.
Also gut, ich musste zu Terminal F und K. zu Terminal G.
Nur hielt der Bus nicht, er fuhr weiter und der Fahrer telefonierte angeregt. Er könne nicht dort halten und müsste zu Terminal A-D zurückfahren.
Ab hier begann eine Hetzjagdt.
K. ihre Tasche auf einen Wagen, ich meinen schweren Rucksack auf dem Rücken und die Beine in die Hand genommen – immerhin sind Terminal E-F in einem anderen Gebäude und G in einem noch weiter entfehrnt.
Außer Puste kamen wir in Terminal F an. Und kamen nicht weiter. Überall stand Militär und Polizei, schwer bewaffnet (ich weiß bis heute nicht warum. Wegen den Streiks?!) und wir kamen nicht weiter durch.
Ich sprach jemanden an, dass ich aber ans Ende des Terminals müsste und er fragte jemanden vom Flughafenpersonal die mich völlig entgeistert anschaute ob ich denn noch nicht mein Gepäck eingecheckt hätte. NEIN! Wie auch?
Ich verabschiedete mich schnell von K. und folgte der Beschreibung der Dame vom Flughafen, dass ich die Treppe runter und über die Ankunftshalle nach ganz hinten durchlaufen sollte, da könnte ich wieder hoch.
Schade, dass die nächste Treppe weit weg war.
Inzwischen völlig durchgeschwitzt rannte ich durch die Ankunftshalle, bis ich wieder von einem Polizisten gestoppt wurde. Ich könne hier nicht weiter.
In dem Moment waren meine Worte nur noch „I AM LATE – MY FLIGHT WAS DELAYED – I NEED TO GO TO CHECK IN MY LUGGAGE“.
Daraufhin sagte er mir, dass ich doch bitte komplett das Gebäude verlassen sollte und über den Parkplatz nach ganz hinten laufen sollte. Da könnte ich dann wieder rein und hoch.
Also wieder woanders her gerannt und endlich an meinem Schalter angekommen.
Rechts eine mega lange Schlange an den normalen „Gepäckaufgabeschaltern“, links am „schnell Check in“ eine ebenfalls recht lange Schlange.
Ich zeigte mein Ticket vor, wurde ungläubig angeschaut und durch sämtliche Absperrungen nach ganz vorne durchgelassen. Endlich mal Flughafenmitarbeiter die es begriffen hatten, dass es knapp würde.
Mein Glück ging die Sicherheitskontrolle dann ganz schnell und ich war sogar noch einige Minuten vor Bording an meinem Gate.
Völlig erschöpft sank ich in meinen Sitzplatz im Flugzeug und bekam nicht einmal mehr den Start mit da ich dort schon im Traumland verschwunden war.

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Ich kann bis jetzt noch immer nicht glauben, dass ich mir diesen Traum erfüllt habe und dass ich wirklich auf dieser Insel war.
Wenn ich mir die Fotos anschaue, dann kommt es mir vor wie in einem Traum.
Es wird bestimmt noch einige Zeit dauern, bis ich realisiert habe, dass dies alles Reality war.
Ich würde immer wieder mit Wikinger-Reisen reisen. Gut organisiert und ein super Programm.
Das war jetzt auch mein „großer“ Urlaub für dieses Jahr.
Und wohin geht es nächstes Jahr? Ich weiß es noch nicht genau. Vielleicht endlich einmal zum Everest Base Camp? Die Alpenüberquerung steht auch noch aus.
Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit.

Alle La Réunion Berichte auch nochmal hier:
La Réunion? – Wo bist du gewesen?
Ankunft und das erste Beschnuppern der Insel
Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 1
Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 2 & Cilaos
Erklimmt die beiden Vulkane!

Ein Wochenende in Norddeutschland

Kaum daheim muss ich mich auch schon wieder auf den Weg machen. Stillsitzen gibt es nicht und es gibt doch auch so viel zu entdecken auf der Welt.
Und diesmal ging es gar nicht so weit weg, sondern bloß in den Norden Deutschlands.

Ich war schon 1x in Bremen und ich war auch schon 1x in Bremerhaven. In Bremerhaven bin ich bloß mal vor vielen Jahren als Gast auf einem Kreuzfahrtschiff abgelegt und in Bremen war ich vor ca. 10-15 Jahren mal mit meinen Eltern. Somit war da nicht die große Erinnerung da.

Da wir eh was „Mutter/Tochter“ mäßiges machen wollten, schlug meine Mum vor, doch mal nach Bremen zu fahren. Gesagt getan.

Somit stiegen wir am Mittwoch ins Auto und ich fuhr nach 6 Monaten ohne Auto direkt mal fast 4 Stunden (inkl. Kleinem Stau) nach Bremen.
Das Hotel war schnell gefunden.
Hotel Landgut Horn****, nur zu empfehlen. Ca. 20min außerhalb des Stadtkerns mit der Straßenbahn. Nächste Straßenbahnstation 300m vom Hotel weg. Das Personal sehr freundlich und hilfsbereit und das Frühstücksbuffett riiieeesengroß. Die Zimmer schön groß und sauber 🙂

Wir brachten nur kurz unsere Sachen aufs Zimmer und schon ging’s los mit der Straßenbahn nach Bremen hinein.
Am Hauptbahnhof stiegen wir aus und machten uns zu Fuß auf den Weg etwas zu essen zu finden. Wir dachten an ein traditionell schönes Fischbrötchen, wenn man mal in Norddeutschland ist. Jedoch hatte alles zu und da wir Fisch wollten endeten wir bei einer Fischrestaurantkette… war aber auch okay.
Danach schauten wir uns den Domplatz und alles drum herum an. Von den Bremer Stadtmusikanten bis hin zum Roland war alles dabei.
Endlich hab ich den „Roland“ auch mal in groß gesehen, nachdem ich ihn den ganzen Sommer über nur in „klein“ in Dubrovnik gesehen habe.

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Weiter ging es zur berühmten Böttchergasse, eine kleine, enge Gasse mit ganz vielen tollen, kleinen Läden, viel Handwerk und einigen Figuren.
Wir hatten auch das Glück, dass grade die Glocken im Glockenturm läuteten und ihre Musikstücke zum besten gaben.
Weiter ging es zur „Schlachte“, dem Hafen von Bremen, wo wir einfach ein Stück am Wasser entlang spazierten und uns die Schiffe ansahen (hab ja so lang kein Schiff mehr gesehen…)
Von dort machten wir den Bogen ins Schnoor, dem ältesten Stadtviertel Bremens, wo sich die Häuser wie an einer Schnur (daher das Wort Schnoor) hintereinander auffädeln in vielen kleinen verwinkelten Gassen. Überall gibt es etwas neues zu sehen und zu entdecken.
In einem wunderbaren, kleinen Cafe tranken wir eine heiße Schokolade, die allerdings so „reich“ war, dass wir es nichtmal schafften die eine Tasse auszutrinken.

Nach einen Spaziergang zurück in Richtung Hauptbahnhof konnte ich nur sagen, dass Bremen wirklich eine wunderschöne Stadt ist – und das trotz des regnerischen Wetters.

Zurück im Hotel schnell geduscht, umgezogen und weiter nach Schiffdorf… Schiffdorf? Was will man denn da?!… da wohnt eine gute Freundin von mir, die ich schon seit über einem Jahr nicht gesehen habe… bzw sie und ihre 2 Hundis 🙂
Wir aßen, tranken Wein und unterhielten uns über Gott und die Welt. Man merkte gar nicht wie die Zeit verging und so fiehlen wir, zurück in Bremen im Hotel einfach totmüde ins Bett.

Am Donnerstag ging es dann nach einem ausgedehnten Frühstück weiter. Wieder die Autobahn in Richtung Norden genommen. Diesmal sogar bei schönem Wetter.
Jetzt ging es nach Bremerhaven, wo meine Mutter mir eins ihrer Lieblingsmuseen zeigen wollte: Das Klimahaus.
Liebe Blogleser, solltet ihr noch nie im Klimahaus gewesen sein: TUT ES!!!!
Mein absolutes Lieblingsmuseum in Deutschland war bis jetzt ungeschlagen das „Miniaturwunderland“ in Hamburg, aber jetzt stehen dort 2 Museen… das Klimahaus ist nämlich nicht mit dem Miniaturwunderland zu vergleichen, jedoch ist es genauso gut, auf andere Weise, weswegen beide Museen nun auf Platz 1 sind 🙂
Im Klimahaus macht man eine Reise. Man beginnt in Deutschland, in Bremerhaven und geht dann entlang des 8. Längengrades einmal um die Welt. Dabei lernt man allerhand über das Klima in den verschiedenen Zonen und über die Sitten, die Bräuche und die Probleme der Menschen in diesen Gebieten.
Überall kann man anfasse, ausprobieren, erkunden, Filme schauen, Musik hören, fremde Sprachen lernen… man könnte sich mehrere Tage in diesem Museum aufhalten.
Ich habe selten gesehen, dass ein Museum so wunderbar aufgeteilt ist und so viel liebe hineingesteckt wurde.
Ursprünglich wollten wir noch ins „Auswandererhaus“ gehen, aber nach ca. 4,5 Stunden Klimahaus waren wir erstmal fix und alle und hatten Hunger und Durst.

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Somit verbrachten wir die restliche Zeit des Tages einmal damit an den Dünen von Bremerhaven entlang zu spazieren, die frische Seeluft zu genießen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

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Zu guter letzt fuhren wir noch zum Fischereihafen, wo es einfach nur urgemütlich ist.
Leider hatten wir so schnell nach unserem Mittagessen keinen Hunger mehr, aber dort gibt soooo viele schöne, kleine Restaurants und Bars. Einfach herrlich.
Hier durften wir es uns einfach nicht nehmen lassen uns ein Fischbrötchen zu kaufen, welches wir nach Bremen mitnahmen und am Abend in unserem Hotelzimmer verspeisten.

Der nächste Tag war eigentlich so geplant, dass wir ins Überseemuseum gehen und danach noch etwas in Bremen schlendern.
Aber wir wissen ja alle es kommt 1. alles anders und 2. als man denkt.
Somit fuhren wir erstmal zum Künstlerdorf in Worpswerde,von welchem wir vollkommen enttäuscht waren. Wir dachten ein schönes „Künstlerdorf“ eben zu finden. Dabei war es bloß ein kleiner Hinterhof, total ausgestorben mit 2-3 Gallerien, die noch dazu geschlossen waren.

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Enttäuscht fuhren wir zurück nach Bremen mit dem Vorhaben in der Innenstadt zu parken und uns dort die Zeit zu vertreiben.
Dabei fuhren wir am „Universum“ vorbei und meine Mum sagte „Oh, da war ich auch schon, das ist soooo toll“… gesagt getan, gingen wir also ins „Universum“ anstatt in die Stadtmitte zu fahren.
Ich kann euch nur sagen: WOW – WOW – WOW
In diesem Museum hätte ich mich tagelang aufhalten können.
Erst gingen wir in die Zusatzausstellung über Teilchen. Da konnte man einen Test machen was für Eigenschaften man selber hat und welchem Teilchen das entspricht. Darf ich vorstellen ich bin ein Z0 Teilchen.
Ein Wissensquiz machten wir auch mit. Auch wenn wir nur zu 7 im Publikum waren gegen eine vom Universum gewannen wir ganz knapp mit einem Punkt mehr 🙂 YEY
Auch die weiteren Ausstellungen. Über Mensch, Erde und Kosmos waren unbeschreiblich. Überall konnte man draufdrücken, ausprobieren, experimentieren etc. Einfach Wahnsinn! Und wir hatten genauso ein Glück wie beim „Klimahaus“… es war menschenleer. Normalerweise presst man sich wohl durch die Massen.

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Nach Bremen rein fuhren wir trotzdem noch, aber nur, um etwas zu bummeln, uns Bremen bei Abenddämmerung anzusehen und wieder zum Hotel zu fahren.
Dort schnell schick gemacht und mal im Hotel zu Abend gegessen. Wirklich sehr sehr lecker, aber die Menschen dort. Ohje.
Ich könnte ja eh ein Buch über Menschen schreiben, aber außer uns sassen nur verrückte (im sinne von negativ verrückt) dort.
Ein Pärchen wo die Frau den Mann die ganze Zeit lauthals runtermachte, von wegen er könne ja eh nichts etc. Eine Famlie mit einem kleinen Minihund der ununterbrochen knurrte und bellte und mein Lieblingspärchen die sich über ALLES beschwerten. Ich meine wirklich ALLES. Das Brot hatte nicht die gewünschte Konsistenz, das Fleisch (Wild) war zu heftig im Geschmack, außerdem sah es verloren aus auf dem Teller, es gab nicht genug Rotkohl, die Weingläser waren nicht nach ihren Wünschen.
Für sowas kann man sich ja wirklich nur fremdschämen.

Heute letztendlich sind wir dann wieder gegen Süden gefahren und haben noch einen ganz ganz kurzen Stop in Münster eingelegt.

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Einfach so, weil wir noch nie in Münster waren. Sind ein wenig durch die Altstadt gelaufen und auf dem Domplatz war Markt wo wir noch etwas Obst und Gemüse einkauften fürs Wochenende und etwas zu Mittag aßen, bevor wir schon wieder weiterfuhren, weil wir schlicht und einfach keine Lust und Ausdauer mehr hatten.
Somit sind wir jetzt recht früh daheim und Morgen mache ich einfach mal nichts. Außer mal endlich weiter aufräumen, in den Wald joggen gehen und den Roadtrip mit Annika weiter planen 🙂

Ein gemütliches Wochenende in Kiruna

Einfach mal ein paar Tage weg von allem, bevor wir uns 6 Monate nicht sehen, das war unser Vorhaben und so fuhren wir am Samstag Spätnachmittag nach Kiruna.

Im Hotel, Scandic Ferrum, angekommen, checkten wir ein und gingen ein wenig durch das kleine Städtchen spazieren. Zu sehen gab es nicht viel und an einem Samstag Abend war alles schon geschlossen.
Somit verbrachten wir einfach einen schönen Abend im Hotel mit einer ATEMBERAUBENDEN Aussicht von unserem Zimmerfenster auf die Mine.

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Am nächsten Morgen, nach einem riesigen und leckerem Frühstücksbuffet, vertraten wir uns die Beine ein wenig und schauten, was die kleine Stadt so alles zu bieten hat.

Wir schafften es sogar zum Rathaus und zur Kirche. Das Rathaus selber hat mich nicht umgehauen. Der Kirche schenkten wir schon etwas mehr Beachtung. Sie zählt zu den schönsten Kirchen Schwedens und wurde zwischen 1903 und 1912 erbaut. Der Baustil vereinigt amerikanischen Holzstil mit norwegischem Stabkirchen und samischen Koten.

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Danach gingen wir noch zu einem Park von wo aus man einen schönen Blick auf die Mine hatte – auch wenn das Wetter nicht das schönste war.

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Um 15Uhr war es dann soweit und wir  taten etwas, was wirklich typisch touristisch ist und machten eine Tour in die Mine mit.

Es handelt sich hierbei um die grösste natürliche Eisenerzader der Welt. Sie ist 80m breit, 4km lang und mindestens 2km tief (weiter hat man noch nicht geforscht). Seit den Anfängen wurde mehr als 1 Billionen Tonnen Eisenerz abgebaut und der momentane Level liegt bei 1365m.

Zudem zählt sie zu einer der sichersten Minen der Erde.

Wir fuhren mit dem Bus unter Tage, denn unter dem Berg Kiirunavaara (Schneehuhnberg), gibt es ein richtig ausgebautes Strassennetz, damit die Arbeiter gut zur und von der Arbeit weg kommen.

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Wir stoppten auf der Besucheretage und unser Guide gab uns zuallererst Helme, die wir die ganze Zeit tragen mussten und gab uns eine kurze Einführung, bevor wir umhergingen und alles haargenau erklärt bekamen. Vom Abbau, über die Verarbeitung und Verschiffung.

Dazu sahen wir einen Film über LKAB (die Firma der Mine) und es gab etwas Kaffee und Kuchen bevor wir noch etwas Zeit hatten das Museum auf eigene Faust zu erkundschaften.

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Schröder war auch mit dabei und ich habe sogar mal dran gedacht ein Foto von ihm zu machen.

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Ein weiterer interessanter Fakt zu der Mine ist, dass Kiruna in den nächsten 10 Jahren komplett umziehen muss. Wieso? Weil es sonst im Erdboden versinkt. LKAB wird dafür sämtliche Kosten übernehmen und die Leute können sich sogar aussuchen ob sie lieber ihr altes Haus mitnehmen wollen oder ein komplett neues wollen. Wirklich faszinierend.

Wieso es im Erdboden versinken würde? Die Seite von der Erzader in welcher nicht gearbeitet wird rutscht immer weiter nach unten, da Eisenerz abgebaut wird und Geröll nachrutscht um den Berg stabil zu halten. Und da ist Kiruna leider im Weg je tiefer man kommt.

 

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Abends gönnten wir uns etwas feines. Ein Essen in „Mommas Steakhouse“, direkt neben unserem Hotel. Das war ein Gaumengenuss der Extraklasse. Ich habe in den letzten Jahren nie ein Steak gegessen welches soooooo lecker war. Nur zu empfehlen.

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Alles in allem war es ein super Wochenende und ein schöner Abschluss, bevor wir morgen und übermorgen dann ausziehen und ich am Donnerstag nach Hause fliege.

Martin hat jetzt übrigens auch ein weblog. abbythesleddog  schaut doch mal vorbei 🙂

Ein Wochenende weg von allem

Manchmal braucht man das einfach – ein paar Tage weg von allem.

Wir leben nahe an unserer Arbeitsstelle und meistens läuft man Kollegen auch an freien Tagen übern den Weg oder bekommt eine SMS oder einen Anruf mit Informationen. Ist ja auch nicht so schlecht, aber manchmal muss man einfach mal ne Nacht weg.
So wie dieses Wochenende.

Martin lud mich nach Finnland ein. Genauer gesagt ins Ylläskaltio Hotelli nach äkäslompolo.

Gestern Morgen fuhren wir los und kamen gegen früher Nachmittag in äkäslompolo an, wo wir eincheckten und es uns erstmal bequem machten in dem geräumigen Zimmer mit Sicht aufs Tipi.
Gegen Abend machten wir einen Spaziergang zu Jullis Bar, wo ich früher, als ich noch in Finnland gearbeitet habe, 1-2x im Monat mit Kollegen eingegangen bin.
Auch diesmal trafen wir uns mit 2 ehemaligen Kollegen die noch am alten Ort arbeiten und noch einem Kollegen der auch noch hier oben arbeitet, jedoch auch für eine andere Firma.
Leider hatten die anderen keine Zeit auch zu kommen.
Es war ein lustiger Abend, mit guten Burgern, guten Pizzas und viel Informationsaustausch und Witzen. Wirklich schön und entspannend.
Leider verliessen uns nach 2 Stunden 2 ehemalige Kollegen und es blieben übrig, Martin, Stefan und ich.

Wir zogen weiter nach Selvä Pyy, einer Bar in welcher ich vorher noch nie gewesen bin.
Dort quatschten wir noch eine Weile gemütlich, bevor eine Band anfingt zu spielen, da gerade das „Jazz & Blues Festival“ stattfindet.
Die Musik war ganz gut, auch wenn ich eigentlich andere Musik bevorzuge, aber es war viel zu laut und wir mussten uns fast anschreien um noch etwas zu verstehen.

Spät in der Nacht gingen wir zum Hotel wo wir eigentlich noch gemütlich in die Zimmereigene Sauna gehen wollten, jedoch doch zu müde dafür waren und einfach nur einschliefen.

Nach einer erholsamen Nacht wollten wir eigentlich noch in die Lodge vom ehemaligen Arbeitsplatz fahren, erreichten aber die Kollegin nicht, die wir dort antreffen wollten und machten uns somit, direkt nach einem üppigen Frühstück, auf den Weg zurück nach Schweden.

Was mir bisher nie aufgefallen war, war, dass die Strassen in Finnland um einiges schlechter waren, als die in Schweden.
Während ich in Schweden locker mit 100km/h fahren kann ohne auch nur 1m zu rutschen, rutschte ich in Finnland schon bei 80km/h, aufgrund vieler Spurrillen.

Auch faszinierend war, dass wir ungefähr doppelt so viel Schnee haben wie die da drüben.
Aber okay, wir haben einen Schneerekord hier – und so langsam könnte es wirklich aufhören zu schneien. So sehr ich auch den Schnee liebe. Die Sonne hat sich schon länger nicht mehr wirklich blicken lassen…

Erholsam war es aber allemal und ich hoffe es in naher Zukunft mal wiederholen zu können.