Momentan tut es der Welt überall weh…

Lange schon liegt mir dieser Bericht auf der Seele, immer wieder habe ich ihn aufgeschoben und viele andere Blogeinträge habe ich in der Zwischenzeit über dieses Thema gelesen.
Nun möchte ich mich aber doch auch einmal äußern, vor allem, da ich in den letzten Woche wieder mehr und mehr höre „Ausländer raus“ oder „Ich fahr doch nicht nach Tunesien in Urlaub!“

Ihr seht schon worum es geht. Um die momentane Situation in der Welt.
Vorab möchte ich sagen, dass ich es wirklich auch furchtbar finde was es für verrückte Menschen in der Welt gibt, denen Menschenleben nichts wert zu sein scheinen. Ein absoluter Horror.

Letzte Nacht, kurz vorm Schlafengehen,
nahm ich den Globus vom Regal auf meinem Schoß,
strich sanft mit den Fingern über die Welt und fragte:
„Wo tut´s denn weh?“
„Überall,“ flüsterte sie, „überall.“

Ich habe versucht meine Meinung in einigen Absätzen, über die verschiedenen Aussagen zusammen zu fassen. Weiterlesen

Ich bin dann (mal wieder) weg

Hat jemand von euch die letzten 2 Monate gesehen? Wo sind sie hin frage ich mich immer und immer wieder, denn, wie es bei Urlauben meist der Fall ist, geht die Zeit viel zu schnell vorbei.

Tatsächlich habe ich es geschafft zwei Monate lang mein Heimatland Deutschland nicht zu verlassen. Wie untypisch von mir.
Wenig erlebt habe ich deswegen jedoch ganz und gar nicht. Vor allem habe ich endlich nochmal einen Urlaub gehabt in welchem ich viele Freunde getroffen habe und hier in der Umgebung unterwegs war. Weiterlesen

Jahresrückblick 2014

2014 – was warst du nur für ein Jahr. Ein Jahr voller Höhen und Tiefen wie sie im Bilderbuche stehen. Ein Jahr voller Entdeckungen, positiver wie negativer Natur. Ein Jahr des kennenlernens und ein Jahr des verabschiedens. Ein Jahr voller neuer und voller alter Ziele auf der ganzen Welt.

Ein Jahr voller Daten und Fakten

ca. 5500 Fotos
67 Häfen
35 Länder
27 Sprachen
2 Verträge
1x Urlaub über 2 Monate
1 Lebenstraum erfüllt
1 Handy gestohlen bekommen
Aus Fehlern gelernt -> undendlich

Mir kamen die Häfen viel weniger vor als ich sie gezählt habe, aber irgendwie kam diese Zahl dabei raus, wenn ich keinen vergessen habe.
Am besten gefallen hat es mir von den Häfen natürlich in Island, denn dort wäre ich am liebsten hängen geblieben und von Bord gegangen, weil ich mich zu Hause fühlte.


Die beste Fahrt war definitiv durch den Suez-Kanal. Was für ein Erlebnis wenn das Meer immer enger und enger wird und das Gefühl aufkommt das Schiff fahre direkt am Land entlang.

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Auch das schmutzige, chaotische Alexandria hat es mir angetan, auch wenn mich vor dem ersten Anlauf panische Alpträume plagten.

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Ein 25. Mal in Malta ließ mir die Insel noch immer nicht langweilig werden.

Einen riesigen Traum erfüllte ich mir mit La Réunion. Was für eine wundervolle Insel. Vulkane, Krater, Berge, Wanderwege – mehr ist nicht nötig mich glücklich zu machen und genau das war es.
Wenn ich mir heute nochmal die Fotos ansehe kann ich kaum glauben wirklich dort gewesen zu sein.

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Ich habe viele tolle Menschen dieses Jahr kennenlernen dürfen. Einige davon sind enge Freunde geworden, die hoffentlich für immer ein Teil meines Lebens bleiben werden.
Grade Freundschaften sind immer schwierig während ich auf großer Reise bin. Jeden Wechseltag wechseln auch einige aus der Crew. Hier lernt man Abschied zu nehmen.
Und doch ist es immer wieder faszinierend wie manche Freundschaften selbst große Distanzen überwinden. Danke dafür – ich denke ihr wißt wer gemeint ist.
Ebenso faszinierend finde ich es jedesmal, dass ich so treue Freunde zu Hause in Deutschland haben, die nun schon über 7 Jahre immer wieder für mich da sind wenn ich im Lande bin. Danke ihr Lieben – danke, dass es euch gibt!
Danke auch an meine Mutter – einfach für alles und weil sie die beste Mutter auf der ganzen weiten Welt ist.
Was passiert in 2015?
Das ist eine gute Frage. Erstmal geht es für mich Anfang Januar wieder in meinen wohlverdienten Urlaub. Das heißt, dass ihr auch wieder häufiger von mir etwas lesen werdet.
Die „böse“ 30 überschreite ich ebenfalls im Januar – doch das ist nur nebensächlich, denn so alt fühle ich mich noch gar nicht.
Natürlich werde ich weiterhin zur See fahren und sehen was mir die nächsten Verträge so alles bringen.

Und was ich mir vornehme?
Nicht mehr so emotional zu sein und das neue Jahr besser zu beginnen als das alte auszuklingen scheint. Nein, um ehrlich zu sein kann es im neuen Jahr nur besser werden denn immer wenn ich grade denke, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann, wird es noch schlimmer.

Was sind eure Vorsätze, irgendwelche Reiseplanungen?

Ein Blick zurück – Das Jahr 2013 in Wort und Bild

Es ist wieder an der Zeit, das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und da darf ein Jahresrückblick nicht fehlen.
Es war ein Jahr voller Neuerungen. Nach 4 Jahren Winter brauchte ich Sommer und welchste meinen Job von den Schlittenhunden zu einem Kreuzfahrtschiff, nach 28 Jahren langer Haare schnitt ich mir meine Haare kürzer als schulterlang ab, meine Beziehung zerbrach und erneuerte sich, Freunde haben geheiratet, wurden schwanger, Beziehungen zerbrachen und leider musste ein Freund auch von uns gehen … das einzige wo sich, mal wieder, nichts dran geändert hat, ist mein Gewicht und mein damit verbundener Hunger nach Schokolade.
Hunger, das habe ich auch immer nach neuen Herausforderungen, neuen Zielen und meinen Träumen. Somit steht das nächste Jahr hoffentlich ganz im Zeichen meiner Träume, aber dazu mehr später im Jahr.

Zuerst mein kleiner Jahresrückblick:

Januar

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Der Januar ist im Norden immer etwas Besonderes. Denn nach ca. 6 Wochen langer Dunkelheit ohne Sonnenschein, kommt die Sonne endlich wieder heraus.
Leider war ich an jenem Tag krank und saß nur bei einem Helfer im Schlittensack um mich um die Gäste zu kümmern. Umso schöner an diesem Tag war aber, dass wir das erste mal wieder die Sonne gesehen haben.
Geburtstag hatte ich auch im Januar und wurde 28 Jahre jung – aber das vergesse ich meistens sowieso.

Das Video zu meinem Januar gibt es hier: Januar-Video

Februar

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Im Februar wurde es diesmal gar nicht so kalt, wie ich es von Finnland aus kannte. Somit war es ziemlich angenehm und man konnte die Schlittenhundetouren in Schweden wirklich genießen, solang die Gäste mitspielten.
Die Sonne stand höher am Himmel und die Stimmung wurde immer besser.

Das Video zu Februar gibt es hier: Februar Video

März

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Im März bekamen wir endlich wieder mehr Sonnenstunden als alle südlicher von uns und die Tage wurden länger und länger.
Auch unsere Winter-Puppies wurden immer größer und fingen an die Gegend zu erkunden. Auch konnte man endlich anfangen mit ihnen Halsband- und Geschirrtraining zu machen.
Ich hatte ein paar wirklich super Touren im März und die Hunden waren in Hochform!

Das Video zum März findet ihr hier: März-Video

April

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Der April war der Monat, in dem alles anders wurde. Der Monat in dem ich vorerst den Norden verließ um über den Sommer einer anderen Beschäftigung nachzugehen.
Es war schwer oben allen Hunden, sowie Menschen „bye bye“ zu sagen und nach einer so emotionalen Saison weiß man erstmal gar nicht wohin mit den Gefühlen.
Meine erste große Aufgabe war es, am Copenhagener Flughafen 5 Stunden auszuharren. In Menschenmengen, welche ich nicht mehr gewöhnt war. Es war der blanke Horror, aber auch diese Stunden gingen vorbei dank lieber Menschen, die es schafften mich visa Skype und Facebook zu unterhalten – sowie mit ein paar guten weblogs die es zu lesen gab.
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Zuhause musste man sich erstmal eingewöhnen, aber da ich nicht viel Zeit hatte, bis es weitergehen sollte, ging die Zeit recht schnell rum und Zeit für Urlaub war nicht.
Zeit war aber, mit dem Reisebüro zusammen eine Wanderung im Sauerland zu unternehmen, welche u.A. den Kyrill-Pfad beinhaltete, von welchem ich bis dahin nur gehört, ihn aber nie gegangen war.
Wirklich wunderschön gemacht mit einzelnen Kletterabschnitten und vielen interessanten Fakten rund um den Sturm.

Das April Video, noch von Schweden, findet ihr hier: April Video

Mai

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Am 1. Mai war natürlich wandern mit Freunden angesagt. Wir besorgten uns einen Bollerwagen und wanderten los. Nicht sehr weit, dafür mit vielen Stops und anschließendem Grillen bei einer Freundin. Wie immer, wenn ich denn mal daheim bin, sehr entspannt und schön.
Am 07. Mai ging es dann für mich los in ein neues Abendteuer.
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Es ging aufs Schiff und an dieser Stelle legte ich mein Blog erstmal auf Eis.
Inzwischen weiß ich, dass Fotos, wo weder Arbeitsplatz, noch Menschen drauf sind, wohl okay gehen (das heißt ich melde mich im nächsten Jahr bestimmt zwischendurch mal – zumindest mit Fotos).
Oben das war Schröder, mein Reisemaskottchen in Kusadasi (Türkei) von welchem ich leider nicht ganz so viel zu sehen bekam da ich viele Trainings hatte.

Juni-September

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Diesmal ein paar mehr Fotos, da ich auch mehrere Monate zusammenfasse. Das arbeiten auf dem Schiff machte einfach unheimlich Spaß und man sah so viele neue Länder, Kulturen und Menschen, dass man von einer Eindruckswelle überrollte wurde, die beeindruckend war.
In dieser Zeit passierte es auch, dass meine Beziehung in die Brüche ging und meine Haare ebenfalls – okay, die brachen nicht, die wurden abgeschnitten.
Es entwickelten sich tolle neue Freundschaften, ich lernte neue tolle Sportgeräte, wie den TowerPower und PowerPlate kennen und machte tolle Wanderungen in manchen Destinationen.
In diesen Monaten bereiste ich Monacco, Frankreich (mit Korsika), Italien (mit Sizilien), Malta, Kroatien, Montenegro und Griechenland (Korfu).
Wirklich eine wundervolle Erfahrung.

Oktober

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Auch im Oktober arbeitete ich weiter auf dem Schiff und fuhr auch nochmal die Länder an, wie in den Monaten davor.
Allerdings hatten wir auch eine andere Route, meine letzte von meinem 1. Vertrag und somit habe ich im Oktober auch einige tolle andere Länder gesehen.
Sardinien, Tunesien, Spanien (Barcelona, Valencia, Malaga, Cadiz) und Portugal.
Auf meinen Vertrag zurückblickend war es wirklich genial mit vielen neuen Erfahrungen und super Menschen um mich herrum.
Vor allem meine Kabinenkollegin Annika, in der ich eine wunderbare Freundn gefunden habe!
Auch lernte ich Ende Oktober den Flughafen London Heathrow kennen und weiß jetzt, wieso man minimum 2 Stunden zum Umsteigen haben sollte, wenn man eine reele Chance haben möchte seinen Anschlussflug zu bekommen.

November

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Mitte November, nachdem ich erstmal Urlaub und Papierkram in Deutschland erledigt hatte, ging es los auf einen abendteuerlichen Roadtrip mit Annika von Schweden in Richtung Deutschland, inklusive Besuch von einigen Freunden und vielen Weihnachtsmärkten.
Unsere Station waren: KangosUmeaSundsvallStockholmJönköpingMalmöBerlinLeipzigDettingen (mit Ulm und Esslingen)
Auch war dies der Monat in der meine alte Beziehung auch wieder meine neue Beziehung wurde und ich unheimlich glücklich darüber bin :-*
Es war schön nochmal mit den Schlitten zu fahren, was mir zeigte, dass es ich sehr vermissen werde diesen Winter und es war auch schön mal woanders Halt zu machen unterwegs anstatt immer in denselben Städten – auch wenn die neuen Städte nicht wirklich viel zu bieten hatten.
Besonders schön fand ich Ulm und von Leipzig war ich überrascht, da ich mir vorher unter der Stadt kaum etwas vorstellen konnte.

Dezember

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Schon sind wir im Dezember angelangt, in welchem Monat wir uns grade befinden.
Der Dezember war stressiger als gedacht. Fast jeden Tag hatte ich irgendetwas vor, oder arbeitete halbtags im Reisebüro meiner Mutter. So richtig zur Ruhe kommen und Urlaub haben blieb da aus. Aber eigentlich ist das für mich ja grade gut, denn sonst gehe ich noch ein vor Langeweile.
Meine Mum und ich machten einen Ausflug nach Frankfurt um spontan zu sehen ob wir noch Karten für „Night of the Proms“ ergattern können und hatten sogar nach 2 Stunden „in der Kälte stehen“ Glück und konnten die Show, meine 10. Proms, von super Sitzen aus genießen.
Auch kam der erste Schnee und ich wurde, wie immer, wenn ich Schnee sehe, zum absoluten Kleinkind. Schnee ist für mich wettertechnisch das höchste der Gefühle.
Nachdem Annika und ich schon auf dem Roadtrip „blut geleckt“ hatten, beschäftigte ich mich diesen Monat viel mit geocachen, auch wenn ich mich noch nicht an die großen Caches traue.
Zum ersten Mal machte ich auch eine Nachtwächterführung mit, was wirklich lustig und interessant war.
Im ganzen holte ich nach, was ich die letzten Jahre verpasst hatte und ging auch hier in der Gegend auf viele Weihnachtsmärkte, wobei mir der in Siegburg am besten gefiel – was ja kein Wunder ist, da es sich hier um den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt handelt.
Ich feierte viel mit meinen Freunden, aber leider starb ein Freund zu Weihnachten, was einen großen Schatten über Weihnachten brachte.
Es sind harte Zeiten, aber so hart es auch klingt „Das Leben geht weiter“, auch wenn die Angehörigen vielleicht noch nicht wissen wie.
Dieses Jahr Ende Dezember ist dann auch der 10. Todestag meines Vaters. Es kommt einem gar nicht so lange vor, aber durch die neusten Geschehnisse hier, kam natürlich alles wieder hoch.

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So und zu guter letzt gab es noch was neues: Ein neues Design!
Nach fast 2 Jahren musste mal etwas anderes her und somit setze ich mich jetzt endlich mal dran und bastelte heute Nachmittag etwas dran rum.
Es gibt jetzt auch eine Bucket List unter „the world“, weil ich dachte, dass ich euch das ja auch mal sagen muss was hoffentlich noch alles in meinem Leben passiert 😉
Ich hoffe das Design gefällt euch – bzw. der neue header und der neue Hintergrund 🙂

Ich wünsche euch allen nochmal besinnliche Weihnachten und schließe damit meinen Jahresbericht ab.
Mein „Buch-Jahresbericht“ folgt die nächsten Tage, sobald ich mit meinem jetzigen Buch fertig bin und weiß, dass ich das nächste nicht mehr vor Jahresende fertig lesen werde 😉