Mallorca – ein Wintermärchen

Was verbindet, vor allem die jüngere Generation mit Mallorca?
Party, Ballermann, Bierkönig
Was verbindet der Kreuzfahrt-Gast mit Mallorca?
Vor allem die Hauptstadt Palma mit ihrer Kathedrale, eine überfüllte Insel im Sommer, Stau.
Was verbinden Familienurlauber mit Mallorca?
Clubhotels, Lange Sandstrände, Animation, ein riesiges Angebot an Freizeitbeschäftigungen.
Was verbinden Wanderer mit Mallorca?
Wunderbare Wanderwege in den Bergen, welche jedoch im Sommer oft auch überfüllt sind mit Gruppenreisen.

Aber all das findet ihr nur im Sommer. Selbst im Frühjahr und Herbst ist noch einiges los, wenn auch nicht mehr ganz der Massenandrang.

Wie sieht es auf Mallorca eigentlich im Winter aus? Ende November / Anfang Dezember zum Beispiel?

Wir haben es ausprobiert. Weiterlesen

Rodeln am Mittagberg

Wir befinden uns zeitlich noch immer in unserem Geburtstagsurlaub.
Neuschwanstein war natürlich ein Muss – eine Idee meiner Mutter war die beste Überhaupt. Rodeln!

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Wann seid ihr das letzte Mal mit dem Schlitten gefahren?
Bei mir ist es bestimmt 20 Jahre her. Ich war zwischendurch mal Ski-fahren und bin natürlich 4 Jahre per Hundeschlitten unterwegs gewesen, aber so ein richtig alter Holzsschlitten? Schon Ewigkeiten nicht mehr. Weiterlesen

Ägypten – ist das überhaupt sicher?

Ägypten – das Land der Pyramiden, das Land von Tal der Könige und der wundervollen Tauchplätze im Roten Meer mit der farbenfrohen Unterwasserwelt.
Jahrelang eins der Familienreiseziele Nummer eins. Nicht nur für Taucher und Pauschalreisende, sondern auch für viele Kreuzfahrtschiffe.

Bis eines Tages die politischen Schwierigkeiten begannen.
Ägypten war überall in den Nachrichten. Ein Bombenanschlag hier, ein Aufstand dort.
Viele Reisegesellschaften stoppten den Tourismus dort und die Kreuzfahrtschiffe nahmen Umroutungen vor um Port Said und Alexandria zu meiden.
Zu groß war die Angst, dass etwas passiert.

18 Monate lebten die Menschen in Angst und Schrecken und vor allem ohne Job. Der fehlende Tourimus bedeutete für viele Ägypter, dass sie nicht mehr gebraucht wurden. Die Reiseleiter mussten sich irgendwie anders über Wasser halten was in einem Land, wo es mehr Menschen als Jobs gibt nicht wirklich einfach ist.

18 Monate ohne Kreuzfahrtschiff in Alexandria oder Port Said. Und dann, vor ca. 17 Tagen kamen wir. Das erste Kreuzfahrtschiff nach über einem Jahr.
Etwas mulmig war mir schon zumute, das gestehe ich hier ehrlich ein. Aber ich wurde überrascht.

Die Hafeneinfahrt in Alexandria ist schon abendteuerlich, wenn dort 2-3 Schiffswracks zur Begrüßung liegen, aber danach bekam ich ein ganz anderes Bild.

Zu Fuß ging es durch Alexandria und selbst der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen sich blicken zu lassen. Die Einheimischen sahen aus wie die glücklichsten Menschen, die ich jemals gesehen habe. Jeder grüßte nett, sogar auf Deutsch, niemand war aufdringlich, wie ich es von meinem 1. Ägypten Besuch vor 16 Jahren kannte.
Die Kinder schauten total erstaunt, da sie „weiße Menschen mit hellen Haaren und hellen Augen“ meistens nur aus dem Fehrnsehen kannten.
Zu keiner Minute dachte ich über die vergangene politische Situation nach, alles war friedlich und schien im Einklang zu sein.

Alexandria hat aber, abgesehen von den freundlichen Menschen und den vielen Souks und Basaren natürlich noch viel mehr zu bieten.
Die Strandpromenade, Corniche genannt, erstreckt sich wunderschön vorbei an kleinen Fischerhäfen und kleineren sowie größeren Strandabschnitten.
Sehenswert sind auf jeden Fall das Fort Kaitbai, eine wunderschöne Festung im Westen der Corniche gelegen, die Katakomben, auch wenn hier Vorsicht angesagt ist und das Nationalmuseum, welches viele schöne Ausgrabungsstücke enthält und ihr allerlei zur ägyptischen Geschichte lernen könnt.

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Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt ist natürlich die Alexandrina Bibliothek.
288 v. Chr. stand hier die erste Bibliothek welche 490 000 Schriftrollen fasste und damit die berühmteste Bibliothek der Vergangenheit war. Leider brannte diese in römischen Zeiten nieder und heute steht ein neues Prachtexemplar an Bibliothek da.
Bis zu 8 Millionen Bände kann die neue Bibliothek im futuristischen Design fassen, enthält im Moment jedoch nur ca. 550 000 Bände. Da geht also noch einiges mehr rein.
Ihr dürft von Alexandria natürlich nicht erwarten, dass es eine saubere Stadt ist. Überall liegen Müllberge, an jeder Ecke „riecht“ es anders und die Häuser sehen teilweise aus, als würden sie jeden Moment zusammenfallen. Aber genau das macht den Charme der Stadt aus.

Natürlich durfte auch ein Besuch in Kairo und an den Pyramiden nicht fehlen.
Allein der Weg nach Kairo ist schon eine Reise wert. Auf Ägyptens Straßen findet man wirklich alles. Da gehen die Menschen spazieren, während die Autos vorbeirauschen, der nächste fährt mit seinem Eselkarren einmal quer über die Straße und der nächste zieht einen Wagen mit frischem Essen hinter sich her.
In der über 16 Millionen Einwohner (die Dunkelzahl ist noch viel höher) Metropole angekommen merkt man ebenfalls nichts von aktuellen Aufständen. Hier und da gibt es ein paar ausgebrannte Gebäude, an jeder Ecke steht Militär. Sonst ist alles ruhig.
Hier gibt es natürlich einige Sehenswürdigkeiten. Der Nil ist nur eines davon.
Das reichste, jemals gefundene Grab war das des Tutenchamuns. Goldener Schmuck, vergoldete Sakrophage, Kinderspielzeug und allem vorran natürlich die goldene Totenmaske sind weltberühmt und befinden sich im Ägyptischen Museum direkt am Tahrir-Platz. Die Ausstellung beinhaltet natürlich auch viele andere Exponate.
Während der Revolution sind jedoch einige Stücke gestohlen worden. Selbst die Totenmaske wäre fast weg gewesen, hätte nicht jemand in letzter Sekunde den Dieb gestoppt.
Ich denke, dass jeder von euch Kairo mit etwas ganz bestimmten verbindet: Den Pyramiden von Giseh.
Auf dem Plateau stehen, neben den 3 Hauptpyramiden, Mykerinos, Chephren und Cheops auch einige kleine Pyramiden. Verschiedene Aussichtspunke gibt es und wenn ihr wollt, könnt ihr auch in eine Pyramide reinschauen. Jedoch gibt es dort nicht allzuviel drin zu sehen. Ein kleiner, enger Gang und eine leere Grabkammer am Ende. Ziemlich unspektakulär.
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Der Sphinx darf natürlich auch nicht fehlen. Ein Löwenkörper mit dem Kopf eines Menschens, fälschlicherweise oft als „die Sphinx“ bezeichnet gehört eigentlich ein „der“ vor das Wort.
Hier waren dann auch die Händler zugange. Hier gilt: Seid nicht nett, sondern streng und unhöflich. Ein „Nein Danke“ verstehen die Händler nicht. Ignorieren, oder einfach nur ein strenges „NEIN“ helfen da viel besser.
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Nie die Kamera aus der Hand geben. Lieber andere Touristen fragen, sonst seht ihr die Kamera vielleicht nie wieder und nie irgendetwas annehmen was die Händler als „Geschenk“ anpreisen. Einmal in der Hand kommt dann nämlich der Spruch „I gave you present – now you give me present“.
Wie ihr seht ist Ägypten gar nicht so gefährlich wie ihr es vielleicht aus den Nachrichten kennt. Inzwischwen waren wir sogar noch einmal in Alexandria, sind in 2 Tagen wieder dort und fahren zusätzlich auch noch Safaga und Sharm el-Sheikh an.

Natürlich sollte man sich der einheimischen Kultur anpassen.
Dazu ein paar einfache Tricks und Tipps:
Niemals in einem engen Top und Hotpants rumlaufen. Ägpyten ist zwar bei weitem nicht so streng wie manch andere arabischen Länder und ihr seht auf der Straße auch viele Frauen ohne Kopftuch rumlaufen, jedoch zeigt niemand viel Haut und somit solltet ihr so viel Respekt zeigen dies auch nicht zu tun.
Fotografieren ist in den meisten öffentlichen Gebäuden, wie z.B. Museen nicht gestattet. Ebenfalls solltet ihr die Ägypter fragen ob ihr ein Foto von Ihnen machen dürft. Meistens ist das kein Problem, aber der Höflichkeithalber ist es dennoch angemessen.
An öffentlichen Stränden nicht im Bikini baden gehen sondern in langen Anziehsachen. Ihr werdet sehen, dass das die ägyptischen Frauen auch tun. Natürlich könnt ihr auch an einen Hotelstrand gehen. Hier könnt ihr euch wie zu Hause fühlen.

Wie seht ihr das? Würdet ihr in ein Land reisen in dem eine Reisewarnung herrscht oder wäre euch das zu heikel?
Findet ihr die Reisewarnung übertrieben?
Ich bin auf eure Meinungen gespannt.

Vom Wandern in den Bergen – Tag 5 – Gesunder Genuss

Um auch einmal eine etwas leichtere Wanderung einzubauen standen heute die Krimmler Wasserfälle an.
Habt ihr schon einmal von den Wasserfällen gehört? Die meisten bestimmt schon.
Diese Wasserfälle beinhalten elektrisch gelandene Teilchen die Asthmatikern und Allergikern besonders gut tun. Einige Krankenkassen bezahlen sogar eine Kur in Krimml da es wissenschaftlich bewiesen wurde, dass Patienten nach 3 Wochen an den Krimmler Wasserfällen als gesund entlassen werden konnten.
In Krimml gibt es sehr viele kostenpflichtige Parkplätze, aber wenn man sucht, oder etwas rumfragt kann man auch kostenlos parken. So bekamen wir mal wieder von unserem „Hotelpapa“ einen guten Tipp – oder besser gesagt viele gute Tipps.

Der Hauptweg an den 3 Wasserfällen rauf kostet 3€ pro Person, wir folgten jedoch den weisen Worten von Sepp und gingen den alten Tauernweg, einen alten Römerweg, hinauf. Mit diesem Weg umgeht man einerseits die Gebühr und andererseits ist er von den Beschaffenheiten um einiges genialer!
So gingen wir durch dichten Wald über Stock und Stein und beschlossen schon hier, dass wir diesen Weg nicht bergab gehen werden. Die Steine waren, aufgrund des Regenwetters, so rutschig, dass wir bergauf schon immer wieder abrutschten. Die Schönheit des Weges tat dies aber nichts im geringsten. Links und rechts des Weges war der ganze Wald moosbewachsen und wir marschierten teilweise durch hohe Gras- und Buschfelder.
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Immer wieder konnte man auch an die Wasserfälle heranwandern auf einem „normalen“ Weg.
Ein weiterer „Pro-Grund“ für diese Alternative: Außer ganz am Anfang trafen wir auf keine Menschenseele auf diesem Weg und konnten die Ruhe, abgesehen vom Wasserrauschen, genießen.
Am oberen Wasserfall angekommen, hörte der Tauernweg auf und mischte sich mit dem touristischen Wanderweg.
Wir beschlossen noch bis zur Hölzlahneralm weiter zu gehen um dort zur Jausen Zeit einen Snack zu uns zu nehmen.
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Die ganze Zeit regnete es, mal mehr, mal weniger, aber wir liefen wunderschön an dem Fluss entlang durch das enge Tal hindurch und sahen auch schon bald unser Ziel vor Augen.
Die Alm war sehr gut besucht und die Hüttenwirtin gestresst. Das Essen war jedoch sehr gut, ebenso wie die Getränke.
Gestärkt gingen wir den touristischen Weg wieder hinunter. Hier trafen wir auf reinen „Massentourismus“ – zumindest wenn es um Wanderungen in den Bergen geht. Der Weg war gut ausgebaut und dann und wann gab es ein Kiosk oder ein Cafe zum einkehren, was wir aber selbstverständlich nicht nutzen.
Schön war, dass man sehr nah an die Wasserfälle heran kam und noch einmal so richtig die Kraft des Wassers spüren konnte. Einfach gigantisch was für eine Power dahinter steckt.
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Der Tag und die Wanderung waren, trotz des Regenwetters, sehr schön.
Rauf brauchten wir ca. 2 Stunden, machten aber viele Pausen um den Wasserfall zu genießen.
Den alten Tauernweg würde ich nur empfehlen, wenn ihr sehr trittsicher seid und eine gute Grundfitness mitbringt.
Den touristischen Weg kann so ziemlich jeder laufen der gerne auch einmal spazieren geht. Ihr müsst euch nur darauf einstellen, dass ihr diesen Weg nicht für euch alleine habt, sondern mit hunderten anderen teilen müsst. Natürlich geht es auch hier bergauf und später wieder bergab, somit sollte eine gesunde Grundfitness vorhanden sein.
Es war ein guter, ruhiger, Tag, nicht so schwer wie die letzten Tage und super zum entspannen.
Für die Radfahrer unter euch: Der touristische Weg ist auch ein ausgeschriebener Radweg und viele waren auch dort unterwegs.

Am Abend spielte der TMK-Neukirchen noch ein Platzkonzert auf dem Dorfplatz. Leider regnete es in Strömen, aber die Atmosphäre war schön und die Stimmung war super.
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Die anderen Tage findet ihr hier:
Tag 1-3
Tag 4