Eine Deutsch/Neuseeländische Behördenstory

Wie ihr wißt, hat bei mir mal alles mit meiner kleinen Weltreise angefangen, wo ich lange in NZ hängen blieb.

Florian von Travel Pins, berichtete im Januar über den „internationalen Führerschein
Dabei fiehl mir ein, was ich damals in Neuseeland alles so durchgemacht habe, was mit dem Führerschein zu tun hatte und da Flo auch ein paar Fragen hatte, beschloss ich, einfach gleich einen ganzen Artikel darüber zu schreiben.

Zuerst: Außerhalb Europas braucht man in den meisten Ländern zusätzlich zu dem normalen europäischen Führerschein auch noch einen internationalen.
Dieser kann ganz einfach bei den Behörden beantragt werden, kostet kleines Geld und schon hat man ihn.
Allerdings reicht der internationale Führerschein nicht alleine sondern ihr braucht dazu auch noch euren originalen.

Nun passierte es mir in Neuseeland, dass mir mein Portemonaie geklaut wurde. Gott sei Dank hatte ich nur etwas Bargeld drin und als Ausweis meinen Führerschein.
Trotzdem ärgerlich.
Somit ging ich am nächsten Tag zur Polizei, erstellte Anzeige gegen Unbekannt und fragte was ich nun bezüglich meines Führerscheins machen sollte.
„Kein Problem“ meinten die Polizisten und stellten mir einen Wisch aus, der mir erlaubte für meine Zeit in NZ auch ohne Führerschein zu fahren und nur den internationalen Führerschein vorzeigen zu müssen.

Es ging auch alles gut.
In Neuseeland kommt man ja deutlich öfter in eine Kontrolle als in Deutschland, allein schon deswegen, weil die Alkoholkontrollen dort so aussehen, dass die sich Abends an die Hauptstraße vor einer Stadt/einem Dorf stellen und JEDES Auto kontrollieren. Hier „darf“ man dann einmal in ein Gerät seinen Namen und Adresse sprechen und das Gerät sagt einem dann, ob Alkohol im Atem war, oder nicht.
Wenn nicht, darf man weiterfahren, wenn doch, dann gehts einmal rechts ran und ins Röhrchen pusten. (letzteres musste ich nie machen)

Bis es dann den 04.01. gab.
Nach einer „Pub-Nacht“ mit Backpackerkollegen fuhr ich alle nach Hause und wollte dann zu der WG fahren wo ich wohnte.
Ich war das einzige Auto auf der Straße, hielt mich an die Höchstgeschwindigkeiten, als plötzlich ein Polizeiauto hinter mir ausscherte um mich zu kontrollieren.
Na wunderbar. Ich frage was ich falsch gemacht hätte. Nichts, versicherten mir die Polizisten, sie wollten nur eine allgemeine Kontrolle machen.
Auch hier lief alles gut, bis sie fragten „Wie lange sind sie schon in Neuseeland?“ Ich „1 Jahr und 2 Tag“ … BUMM! Ob ich denn nicht wüßte, dass man nach einem Jahr in NZ einen Neuseeländischen Führerschein brauche?
Nein – wußte ich nicht und das glaubten mir die Beamten gott sei Dank auch. Eigentlich meinten sie, dass sie mich nach Hause laufen lassen müssten, aber sie würden ein Auge zudrücken, solange ich morgen früh als erstes zur AA/NZ Land Transportation gehen würde um mir einen neuseeländischen Führerschein ausstellen zu lassen, zur Polizei zu kommen und ihnen die Unterlagen davon zu zeigen.

Am nächsten Morgen zog ich also los, zu Fuß vorsichtshalber, zur AA/NZ.
Dort sagte man mir, dass es eigentlich ganz einfach gehen würde, es würde 40NZD kosten und schon hätte ich ihn, da ich aber nur einen internationalen Führerschein hätte würde das nicht gehen. Entweder müsste ich den Führerschein komplett neu machen oder mir aus Deutschland einen neuen schicken lassen.
Das sei ja kein Problem und hätten andere auch schon vor mir gemacht wurde mir gesagt.

Da es grade von der Zeit passte, klemmte ich mich also ans Telefon und rief in Deutschland bei den Behörden an.
Diese sagten mir, dass das ja in vielen Ländern so möglich sei, nicht aber in Deutschland. Hier müsste ich bitte persönlich vorbeikommen. Da könne ich auch nichts per Post oder ähnlichem schicken.
Sie könnten mir jedoch ein Formular schicken auf welchem alles vermerkt sei. Das sollte eigentlich auch als gültiges Dokument gehen, meinte der Herr, dem ich helfen musste ein Schreiben auf Englisch zu verfassen, da er selber der Sprache nicht mächtig war.

Danach lief ich zur Polizeiwache, die mir mitteilten, dass Z. (Polizistin vom Vorabend) erst nach 23Uhr wieder anzutreffen sei.
Also blieb ich bis 23Uhr wach und ging wieder hin. Nur um festzustellen, dass die Polizeistelle geschlossen hatte.
Ich war so sauer, dass ich spontan den Notruf drückte und in Christchurch bei der Hauptannahmestelle landete. Aber egal – kurze Zeit später öffnete mir ein Herr.
Er sagte, als ich nach Z. fragte, dass diese in Urlaub sei, er aber ihr Partner im Auto letzte Nacht gewesen sei und sie noch nichts eingetragen hätten, ich bitte in ein paar Tagen wiederkommen sollte.
In der Zwischenzeit würde er mir nicht verbieten zu fahren, aber er könne mir nicht garantieren, dass, wenn ich nochmal angehalten würde, seine Kollegen genauso nett seien. 😉

Am nächsten Tag rief ich wieder bei AA/NZ an, die mir mitteilten, dass die Dokumente, die mir aus Deutschland zugeschickt wurden nicht genug seien.
Ich könne aber vielleicht ein Ausnahmeformular ausfüllen. Die Beantragung des Formulars würde 10 Tage dauern und dann nochmal einige Tage bis der Führerschein kommen würde – wenn es überhaupt akzeptiert würde.

Ein paar Tage später kamen meine Sachen aus Deutschland, ich fuhr zu AA/NZ und füllte das Ausnahmeformular aus.
Auch ging ich wieder zur Polizei, wo ich Z. antraf und sie mir sagte, dass sie meine Sachen alle zerrissen hätte, weil sie mir glaubte, dass ich wirklich alles erdenkliche probiere und sie mir nicht noch mehr Probleme bereiten wollte. Echt lieb.

3 Wochen später. Noch immer hatte ich nichts von AA/NZ gehört und rief nochmal dahin an was das denn sollte und was aus meinem Formular geworden sei.
Die meinten, dass sie zwar eine Eingangsbestätigung meines Forumlars hatten, aber nicht wußten wo es aufzufinden sei.
Ich verlangte einen Vorgesetzen und dieser fand mein Formular irgendwo unter einem Berg anderer Forumlare und meinte, dass es noch ein paar Wochen dauern würde, bis man die Papiere durchgearbeitet hätte. Ich meinte „ICH HAB ABER KEINE WOCHEN MEHR“ und schon war es möglich es etwas vorzuziehen.

Keine 10 Tage später die gute Nachricht: Ich würde einen neuseeländischen Führerschein bekommen!
WOW – nach dem ganzen HickHack ENDLICH!
Nur war ich grade wieder am rumreisen und nicht am arbeiten. Also gab ich den Behörden die Adresse von dem Hostel wo ich erstmal wohnen würde.
Natürlich kam und kam der Führerschein nicht und es ergab sich, dass ich wieder auf einer Farm Arbeit gefunden hatte und nicht mehr im Hostel wohnte. Die nette Besitzerin sagte aber, dass sie mir Bescheid geben würde, wenn Post für mich kam.

Meine Zeit in NZ ging zu Ende und ich hatte noch 1 Woche, verkaufte mein Auto und wollte nach Christchurch per Anhalter fahren.
Und ein paar wenige Tage, bevor es soweit war, geschah es endlich: Ich bekam meinen Führerschein – den ich jetzt nicht mehr brauchte.

PUH! – DANKE NZ – das war damals wirklich fast Bürokratischer als Deutschland. Nur 3 Monate um einen Führerschein zu beantragen.
Aber so lernt man mit Behörden umgehen.

Wo habt ihr schonmal so Geschichten mit den Behörden gehabt? Gibt es da lustige oder nervige Geschichten?

Was tun bei Seekrankheit?

Ich selber kenne es (fast) gar nicht, aber durch meinen Job weiß ich, dass ein Großteil damit zu kämpfen hat: Die Seekrankheit.

Schon als ich noch im Norden arbeitete, habe ich mich mit dem Problem „Kälte“ auseinandergesetzt und was ihr am besten dabei tun könnt, dass euch warm ist/bleibt.
Jetzt kommen wir zur Seekrankheit, denn auch hier gibt es ein paar einfache Verhaltensregeln.

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Ursachen und Symptome
Die Seekrankheit gehört zur Reisekrankheit. Sie entsteht dadurch dass dem Körper widersprüchliche Signale von Lage und Bewegung gesendet werden. Wenn ihr also auf einem Schiff grade steht und alles um euch herum bewegt sich, dann denkt sich der Körper „irgendetwas stimmt hier nicht“ und schon wird vielen schlecht.
Die gute Nachricht ist, dass sich der Körper meistens nach 2-3 Tagen vollkommen daran gewöhnt hat und die Symptome abklingen.
Aber was sind die Symptome eigentlich? Erst tritt ein Schwindelgefühl ein, dazu kommt eine verlangsamte Reaktionsgeschwindigkeit und Ausbrüche mit kaltem Schweiß. Sollte es schlimmer werden, wird euch schlecht und wenn es ganz dicke kommt, dann müsst ihr euch sogar übergeben. („Die Fische füttern“ wie man auf Schiffen sagt)
Einige werden sogar richtig grün und blau im Gesicht.

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Was tun bei Seekrankheit?
Ihr kennt sie vielleicht. Die Reisetabletten. In jeder Apotheke rezeptfrei erhältlich. Wenn ihr also wisst, dass ihr schnell Seekrank werdet, dann am besten VOR der Reise eine Tablette oder ein Kaugummi nehmen. So beugt ihr dem Schwindel vor und nach einiger Zeit hat sich euer Körper eh daran gewöhnt.
Jetzt denkt ihr euch bestimmt „Dafür hätte sie jetzt auch keinen Bericht schreiben müssen. Das wissen wir selber“ – aber das ist ja noch nicht alles. Denn es gibt bessere Methoden als die Tabletten.
Da wäre zum einem die frische Luft. An der frischen Luft wird einem bekanntlich weniger schnell Schwindelig und so verhält es sich auch auf Schiffen. Also nicht in den Innenbereichen festkleben, nur weil man den Toiletten näher ist, sondern raus aufs offene Deck gehen.
Und da kommen wir auch schon zu dem nächsten Punkt. Wenn ihr draußen seid, könnt ihr direkt auf den Horizont schauen. Und der steht still (mehr oder weniger). Somit teilt ihr eurem Gehirn mit, dass die Bewegungen alle gar nicht so schlimm sind und schon werden die Symptome weniger und euer Körper beruhigt sich.
Wo wir schon zum letzten Punkt kommen: Füllt eure Mägen. „Ja klar“, denkt ihr euch jetzt, wenn eh wieder alles hoch kommt. Aber das ist ein Irrglaube. Natürlich solltet ihr keinen fettigen Schokoladenkuchen essen, sondern Gerichte, mit denen der Magen viel zu tun hat und somit abgelenkt ist.
Am besten geeignet dafür ist trockenes Brot. Es liegt „schwer“ im Magen und dieser kann erst gar nicht daran denken sich schlecht zu fühlen weil er mit etwas ganz anderem beschäftigt ist.
Natürlich eignen sich auch Reis, Nudeln oder Kartoffeln dafür.
Letztere Methode wende ich zum Beispiel auch gerne an, obwohl ich nicht so anfällig für die Reisekrankheit bin. Aber wenn wir in einen Sturm fahren und eine Warnung bekommen, dann gibt es für mich zum Abendessen 2 trockene Bötchen und alles ist gut.

Von Schiffsstabilisatoren und Stürmen auf See
Alle großen Passagierschiffe haben Schiffsstabilisatoren, die bei starkem Wind/Wellengang ausgefahren werden. Diese können auch individuell weit rausgefahren werden und fangen viele Stöße und Wellen ab.
Ab einer bestimmten Wellenhöhe nützen diese allerdings auch nicht mehr.
Ob ich schonmal in einem Sturm war? Ja natürlich. Obwohl – so natürlich ist das nicht. Vor 1,5 Jahren bin ich das erste mal arbeitend auf ein Schiff aufgestiegen und habe seitdem genau einen einzigen großen Sturm erlebt.
Also keine Angst, meistens ist es gar nicht so schlimm. Aber eins solltet ihr vor einer Kreuzfahrt wissen: Das Schiff bewegt sich – genau – es ist ja auch kein feststehendes Hotel und genau das macht den Reiz ja auch erst aus.

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Segwaytour im Schwabenländle

Ich denke die meisten sind heut zutage schon mindestens einmal Segway gefahren oder haben diese komischen Gefährte gesehen mit denen heute häufig Stadtrundgänge beschritten werden.
Viele Segwaytouren habe ich schon überall auf der Welt gemacht. Unter anderem auf einigen karibischen Inseln, in Valencia, Nizza und Dubrovnik. Aber in Deutschland selber hatte ich noch keine gemacht.

Als ich letztes Wochenende eine Freundin im Schwabenländle besuchen war, hatte ich dann aber doch einmal die Chance bei einer Segwaytour welche sie als Guide begleitet, mitfahren zu dürfen.

Für alle, die vielleicht nicht wissen was ein Segway ist:
Das ist ein batteriebetriebenes Gerät auf zwei Rädern das sich selber ausbalanciert. Ihr steht aufrecht auf den zwei Plattformen, die Hände am „Lenker“. Zum vorwärts fahren lehnt ihr euch nach vorne, zum rückwärts fahrn nach hinten und um eine Kurve rum bewegt ihr den Lenker nach rechts oder links.
Maximal kann ein Gerät 20 km/h fahren, wird jedoch bei den meisten Touren zu Anfang gedrosselt um sich einzugewöhnen.
Klingt einfach – ist es auch. Eigentlich kann das wirklich jeder machen und ihr solltet es echt mal ausprobieren.
Dafür gibt es die unterschiedlichsten Touren.
Da wären einmal ganz normale Stadttouren. Hier sind die Reifen der Segways meistens etwas schmaler und ihr bekommt viel erklärt zu den Städten, Sehenswürdigkeiten und vieles mehr. Meistens ist das schwerste an diesen Touren die anderen Fußgänger nicht zu überfahren.
Dann gibt es die Touren ins Gelände. Hier sind die Reisen dicker und haben mehr Profil. Mit ihnen kann man über Wiesen, Felder, Wälder fahren, wie es einem beliebt. Hier gibt es nicht so viele Sehenswürdigkeiten, sondern der Spaß steht im Vordergrund, sowie die tolle Natur und einige wunderschöne Ausblicke.

Jetzt denkt ihr vielleicht ich war in einer großen Stadt unterwegs. Aber nein – habt ihr schon einmal von Schorndorf gehört? Nein? Ich auch nicht bis zu jenem Tag.
Schorndorf liegt in Baden-Württemberg ungefähr 25min Fahrzeit von Stuttgart entfehrnt und hat eine wunderschöne Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern, Cafés Bars und einem großen Marktplatz.
Hier, in einer alten Fabrikhalle ist das Büro von mehrlebnis.
Mehrlebnis bietet nicht nur Segway Touren an, sondern ebenso Höhlentouren, Bogenschießen, Teamevents und vieles mehr.

Annika, unser Guide, begrüßte ihre Gruppe von 6 Personen und dann ging es erst einmal hinaus zu den Segways die wir zuvor zusammen bereit gemacht hatten.
Die Einweisung war ausführlich und gut verständlich. So können alle Anfänger die anfägliche Scheu überwinden und sich mit dem Gerät vertraut machen.
Natürlich darf auch nicht fehlen eine Haftungsbeschränkung zu unterschreiben. Das gehört zu allen Sportarten dazu und so auch hier, denn auch wenn es schwer ist zu fallen, passiert es doch hier und da mal.
Natürlich besteht auch Helmpflicht welchen die Firma stellt, man jedoch auch gerne seinen eigenen mitbringen darf. Die Helme werden nach jeder Tour desinfiziert. (glaubt mir, dass ich leider auch nicht überall so)

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Schon ging es raus aus dem Fabrikgelände und ein kleines Stück über die Straße. Erstmal hieß es ja warm werden bevor wir auf die Felder und Wälder umsteigen sollten.
An einem kleinen „Berg“ wurde geübt bergauf und bergab zu fahren bevor wir nach einem kurzen weiteren Stück die Zivilisation verließen und in den Wald abbogen.

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Immer wieder machten wir zwischendurch Fotostops und Annika wies auf die ein oder andere Besonderheit beim Fahren hin, verbreitete die ganze Zeit gute Laune.
Doch wir fuhren nicht nur durch den Wald. Weiter ging es über Feldwege wo es auch mal ganz schön holprig wurde.

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Eine Pause machten wir zwischendurch auch bei einem Aussichtspunkt über Schorndorf. Jeder durfte sich am Anfang der Tour eine Flasche Wasser oder Saft kostenlos mitnehmen und so standen wir erst einmal dort und genossen den schönen, sonnigen Tag.
Annika machte hier, wie auch schon zuvor ein paar Fotos von der Gruppe denn als besonderes Geschenk bekommt die Gruppe eine CD mit den Fotos nach der Tour zugeschickt. Das findet man wirklich selten.

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Zurück runter nach Schorndorf fuhren wir durch die Weinberge an denen die Trauben schon rot und prall hingen, bevor wir unten angekommen die letzten Feldwege nutzten und ein paar kleine Schlenker fuhren, da wir so fix unterwegs waren.

Alles in allem war es eine wunderschöne, 2,5 Stunden Tour mit einer menge Spaß, herausfordernen Wegen und guten Segways.

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An dieser Stelle ein riesen Dank an Stefan von mehrlebnis, der es mir diese Tour ermöglicht hat.
Danke auch an Annika, dafür dass sie Stefan für mich gefragt hat und mich mitgenommen hat. Es hat wirklich Spaß gemacht.

Konzert: Fiddler’s Green in Köln – ein spannender Abend

Wir gehen zurück ins Jahr 2007. Ich stehe kurz davor Deutschland zu verlassen, mein „geregeltes Leben“ aufzugeben und die Welt zu bereisen. Es ist der 24.08.2007 … es gibt das erste und letzte Mal das „Freuseburg Festival“ und wir sind dabei.
Klar auch, Fiddler’s Green spielt ja auch.
Was für eine Party! Katha und ich springen und tanzen und es ist ein wunderbares Konzert unter freiem Himmel.

Wir springen in die jetztzeit. Fast 7 Jahren später, 04.01.2014 ist es soweit.
Ich fahre am späten Nachmittag nach Friesenhagen um mich noch mit anderen zu treffen, die mich netterweise mitnehmen nach Köln.
Nach kurzer Parkplatzssuche sind wir auch schon an der „Live Music Hall“ in Köln.

Früher gab es für mich nur eine Art ein Konzert zu erleben: Ganz vorne stehen und zwar schon Ewigkeiten vor dem Konzert.
Schon auf dem letzten Schandmaul Konzert habe ich die Erfahrung gemacht, dass es doch viel lustiger ist sich einfach mal treiben zu lassen.
Und so tat ich es auch.
Die Vorband, Nachtgeschrei, hörten wir uns von draußen an mit noch genug Zeit nochmal etwas zu trinken oder kurz etwas Wasser zu lassen.
Aber die Musik hörte sich wirklich gut an!

Gegen Ende der Vorband standen wir natürlich recht weit hinten, aber wir kämpften uns, zumindest zu zweit, durch und schafften es sogar rechtzeitig zum Start von Fiddler’s Green ganz vorne (3.-4. Reihe) etwas rechts von der Bühne zu stehen.
Und dann ging das Spektakel los. WAS FÜR EINE SHOW!

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Fiddler’s Green was ist das eigentlich?! – Die Musikrichtung nennt sich „Speedfolk“. Stellt euch irischen Folk vor und den einfach auf schnell, rockiger, „speediger“.

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Seit 2006 „kenne“ ich die Musik von Fiddler’s Green schon und kann mich von ihrer Musik gar nicht mehr losreißen. Wie ich dazu gekommen bin, weiß ich schon gar nicht mehr, ich glaube durch meine beste Freundin, die wiederum durch ihren Bruder drauf gekommen war – ich kann mich aber auch irren 🙂
Bei dieser Musik kann man einfach nicht stillstehen (und wer es doch tut hat schlicht und einfach keinen Spaß 😉 ).
Man springt, man tanzt, man singt – das ist der Inhalt eines Konzerts.

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Jede Band hat ihre „Rituale“ und so auch Fiddler’s Green.
Um nur mal einige zu beschreiben, damit ihr einen Eindruck bekommt, was für eine große Party jedes Konzert ist:
Bei dem Song „Donkey Riding“ dürfen sich Pärchen/Freunde/Bekannte/Unbekannte, gegenseitig auf den Schultern tragen und ihren „Donkey“-Reiten 😉
Ein Lied spielt die Band immer mitten in Ihrem Publikum, wo sie sich einen Weg bahnen und einmal quer durchlaufen.

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Dann gibt es die „Wall of Folk“. Vielleicht kennen einige die „Wall of Death„.
Bei einer „Wall of Death“ geht es darum ineinander hinein zu laufen und gegeneinander zu springen. Sie ist ein Teil des „Pogo“-Tanzens.
Die „Wall of Folk“ ist eine etwas abgeschwächte Version bei welcher sich auch das Publikum in 2 Hälften teilt, es aber darum geht nicht gegeneinader zu springen, sondern durcheinander durch zu tanzen, bis sich beide Hälften getauscht haben.
Auch dies gilt natürlich als großes Ritual bei dem Lied „The Rocky Road to Dublin“.
Es gibt natürlich viele Rituale, aber ich will euch ja nicht den ganzen Überaschungseffekt verderben, solltet ihr mal selber auf ein Konzert gehen.
Vielleicht nur eins noch: Nicht nur die Band kommt ins Publikum – nein, das Publikum darf zum Schluss auch auf die Bühne 😉

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Alles in allem war es ein grandioses Konzert, natürlich super Musik, eine klasse Liveshow mit viel Spaß.
Was ich aber an allen „Folkrock“ Bands so klasse finde: Sie sind „auf dem Boden geblieben“ und kommen später noch runter in den Zuschauerraum für Gespräche, ein Autogram/Foto oder ähnliches.
Wir standen noch ca. 1 Stunde und unterhielten uns, wobei ich viele neue Leute kennenlernte, was echt schön war.

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Dann kam der Teil, wo es darum ging nach Hause zu fahren – und hier fing das eigentliche Abendteuer an!

Wir liefen wieder zum Auto, welches glücklicherweise noch da stand wo wir es abgestellt hatten.
Kaum auf der A4 fing das Auto an zu ruckeln und A. entschied auf den nächsten Parkplatz runter zu fahren. Grade noch rechtzeitig könnte man sagen, denn noch im fahren auf der Abbremsspur leuchtete die Batterielampe auf und das Auto schaltete sich aus und war auch nicht mehr an zu kriegen.
Ein kurzer Anruf bei der Versicherung und keine 15min später (WOW) kam auch schon der ADAC, die leider nichts weiter machen konnten.
Somit mussten wir abgeschleppt werden. Da vorne kein Platz für uns alle war mussten wir alle im Auto sitzen bleiben. Zitat A.: „Ich seh ja gar nicht mehr wo ich hinfahre“ 😉
Beim ADAC mussten wir dann warten bis jemand von der Leihwagenfirma kam.
Mit diesem mussten wir dann zu dem Sitz der Firma fahren um dort dann das Auto zu übernehmen, welches so wenig PS hatte, dass wir kaum vorwärts kamen.
Vorn Friesenhagen aus musste ich ja auch wieder nach Hause und war erst um 3.20Uhr daheim.
Was für eine Nacht!
Aber lustig wars und ich habe echt ein paar nette Leute kennengelernt!

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Und hiermit werde ich euch ein wenig nerven bis ich wieder weg bin.
Bitte einmal mit 5 Sternen für mich voten 🙂
Klickst du hier 🙂 – DANKESCHÖN!

Roadtrip – here we go

Was soll ich sagen. Es ist wieder soweit, es geht auf in Richtung Schweden. Mit einem großen Unterschied diesmal: Nicht zum arbeiten, sondern um meine Sachen zu holen.

Unendlich froh bin ich darüber, dass eine super Freundin vom Schiff mit mir kommt. Wir haben einige Monate die Kabine geteilt und sind gute Freunde geworden, da wir uns sehr ähnlich sind.
Heute Nachmittag werde ich sie vom Bahnhof abholen und heute Nacht fährt uns meine Mutter zum Flughafen.

Dann haben wir eine echt spannende Flugreise vor uns. Es geht über Köln, nach Berlin und über Stockholm nach Kiruna… puh… und jeweils haben wir nur ca. 1 Stunde Zeit zwischen den Flügen. Nach meinen Erfahrungen mit Berlin bin ich da doch etwas misstrauisch 😉

Meine Sachen holen… tja, das wird noch was. Ich freue mich natürlich darauf oben in Schweden alle wieder zu sehen mit denen ich letztes Jahr zusammen gearbeitet habe, aber es ist ein unglaublich komisches Gefühl. Vor allem den Hunden erstmal tschüß zu sagen, wird mir schwer fallen.

Danach fahren wir mit Sack und Pack einmal durch Schweden und fahren in Deutschland dann noch einen riesen Umweg über Berlin um die liebe Jenna zu besuchen 🙂
Annika fahre ich dann natürlich auch noch nach Hause und dann geht es für mich nach Hause um bestimmt 3 Tage lang damit beschäftigt zu sein mein Auto auszuräumen 🙂

Sollte ich unterwegs mal Zeit und Internet haben, melde ich mich natürlich. Ansonsten in 2-3 Wochen wieder 🙂