Wien – eine Stadt wie ein Museum

Ich gehe gerne in Museen. Vor allem wenn ich alles ausprobieren und anfassen darf. Dass Wien ein einziges Museum ist, hatte ich bis jetzt immer nur gehört.
Jeder schwärmt von der Hauptstadt Österreichs – aber nur von der Stadt selber – nicht von ihren Menschen.

Dank einer lieben Freundin und Kollegin vom Schiff kam ich endlich dazu einen weiteren Punkt auf meiner Bucket List abzuharken und endlich einmal ein paar Tage mich selber davon zu überzeugen was von dem erzählten stimmt – und was eben nicht. Weiterlesen

Eventwandern – Krimiwanderung in der Wisentwildniss

Wie passen wandern, ein Krimi und Wisente zusammen? Ganz klar – Eventwandern nennt sich das ganze und wird angeboten von Heidi Dickel, einer Wanderführerin aus dem Sauerland.

Schon einmal hatte ich das Glück mit Heidi Dickel unterwegs zu sein. Damals noch auf dem Kyrill Pfad am Rothaarsteig. Dieses mal war es ein Geburtstagsgeschenk des Reisebüros an meine Mutter – und die nahm mich und ein paar Freunde natürlich gerne mit. Weiterlesen

Was tun bei Seekrankheit?

Ich selber kenne es (fast) gar nicht, aber durch meinen Job weiß ich, dass ein Großteil damit zu kämpfen hat: Die Seekrankheit.

Schon als ich noch im Norden arbeitete, habe ich mich mit dem Problem „Kälte“ auseinandergesetzt und was ihr am besten dabei tun könnt, dass euch warm ist/bleibt.
Jetzt kommen wir zur Seekrankheit, denn auch hier gibt es ein paar einfache Verhaltensregeln.

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Ursachen und Symptome
Die Seekrankheit gehört zur Reisekrankheit. Sie entsteht dadurch dass dem Körper widersprüchliche Signale von Lage und Bewegung gesendet werden. Wenn ihr also auf einem Schiff grade steht und alles um euch herum bewegt sich, dann denkt sich der Körper „irgendetwas stimmt hier nicht“ und schon wird vielen schlecht.
Die gute Nachricht ist, dass sich der Körper meistens nach 2-3 Tagen vollkommen daran gewöhnt hat und die Symptome abklingen.
Aber was sind die Symptome eigentlich? Erst tritt ein Schwindelgefühl ein, dazu kommt eine verlangsamte Reaktionsgeschwindigkeit und Ausbrüche mit kaltem Schweiß. Sollte es schlimmer werden, wird euch schlecht und wenn es ganz dicke kommt, dann müsst ihr euch sogar übergeben. („Die Fische füttern“ wie man auf Schiffen sagt)
Einige werden sogar richtig grün und blau im Gesicht.

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Was tun bei Seekrankheit?
Ihr kennt sie vielleicht. Die Reisetabletten. In jeder Apotheke rezeptfrei erhältlich. Wenn ihr also wisst, dass ihr schnell Seekrank werdet, dann am besten VOR der Reise eine Tablette oder ein Kaugummi nehmen. So beugt ihr dem Schwindel vor und nach einiger Zeit hat sich euer Körper eh daran gewöhnt.
Jetzt denkt ihr euch bestimmt „Dafür hätte sie jetzt auch keinen Bericht schreiben müssen. Das wissen wir selber“ – aber das ist ja noch nicht alles. Denn es gibt bessere Methoden als die Tabletten.
Da wäre zum einem die frische Luft. An der frischen Luft wird einem bekanntlich weniger schnell Schwindelig und so verhält es sich auch auf Schiffen. Also nicht in den Innenbereichen festkleben, nur weil man den Toiletten näher ist, sondern raus aufs offene Deck gehen.
Und da kommen wir auch schon zu dem nächsten Punkt. Wenn ihr draußen seid, könnt ihr direkt auf den Horizont schauen. Und der steht still (mehr oder weniger). Somit teilt ihr eurem Gehirn mit, dass die Bewegungen alle gar nicht so schlimm sind und schon werden die Symptome weniger und euer Körper beruhigt sich.
Wo wir schon zum letzten Punkt kommen: Füllt eure Mägen. „Ja klar“, denkt ihr euch jetzt, wenn eh wieder alles hoch kommt. Aber das ist ein Irrglaube. Natürlich solltet ihr keinen fettigen Schokoladenkuchen essen, sondern Gerichte, mit denen der Magen viel zu tun hat und somit abgelenkt ist.
Am besten geeignet dafür ist trockenes Brot. Es liegt „schwer“ im Magen und dieser kann erst gar nicht daran denken sich schlecht zu fühlen weil er mit etwas ganz anderem beschäftigt ist.
Natürlich eignen sich auch Reis, Nudeln oder Kartoffeln dafür.
Letztere Methode wende ich zum Beispiel auch gerne an, obwohl ich nicht so anfällig für die Reisekrankheit bin. Aber wenn wir in einen Sturm fahren und eine Warnung bekommen, dann gibt es für mich zum Abendessen 2 trockene Bötchen und alles ist gut.

Von Schiffsstabilisatoren und Stürmen auf See
Alle großen Passagierschiffe haben Schiffsstabilisatoren, die bei starkem Wind/Wellengang ausgefahren werden. Diese können auch individuell weit rausgefahren werden und fangen viele Stöße und Wellen ab.
Ab einer bestimmten Wellenhöhe nützen diese allerdings auch nicht mehr.
Ob ich schonmal in einem Sturm war? Ja natürlich. Obwohl – so natürlich ist das nicht. Vor 1,5 Jahren bin ich das erste mal arbeitend auf ein Schiff aufgestiegen und habe seitdem genau einen einzigen großen Sturm erlebt.
Also keine Angst, meistens ist es gar nicht so schlimm. Aber eins solltet ihr vor einer Kreuzfahrt wissen: Das Schiff bewegt sich – genau – es ist ja auch kein feststehendes Hotel und genau das macht den Reiz ja auch erst aus.

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Deutschlands Thermalquellen – Mediterana vs. Die Schwaben Quellen

Die meisten kennen mich bloß als immer in Action, unterwegs, Wandern, Outdoorsports, joggen, räumen, sortieren – aber ich kann auch anders. Ganz ruhig.

Alles fing mal damit an, dass wir mit dem Reisebüro, wo ich einmal gelernt habe, ins Mediterana in Bensberg, bei Köln, fuhren.
Seitdem war ich fast jedes Jahr dort und ließ die Seele baumeln mit meinen Freundinnen, las, schlief und saunierte.
Leider hat es dieses Jahr zeitlich nicht geklappt. Dafür fuhr ich spontan mit einer Freundin in die Schwaben Quellen, welche ich bis dato noch nicht kannte.
Also wird es hier Zeit für einen Vergleich.

Anfahrt, Parken, Eintritt und Empfang
Die Anfahrt ist bei beiden Thermalquellen sehr einfach zu finden. Gut ausgeschildert und somit schnell zu finden. Das Mediterana liegt an der A4 in Bensberg bei Bergisch-Gladbach, während sich die Schwaben Quellen im SI-Centrum in Stuttgart befinden.
Doch schon beim Parken gibt es Unterschiede. Direkt vor dem Mediterana gibt es einen riesigen, kostenlosen Parkplatz. Hier habe ich bis jetzt immer einen Parkplatz bekommen. Da sich die Schwabenquellen im SI-Centrum befinden gibt es hier nur die kostenpflichtigen Parkplätze. Es gibt eine Vergünstigung, sodass alle Gäste der Quellen nur 2,50EUR für die ersten 4 Stunden und 0,50EUR für jede weitere Stunde bezahlen. Hier geht jedoch der Punkt eindeutig an das Mediterana.
Den Empfang habe ich bei beiden Thermalquellen als sehr freundlich und sauber empfunden.
Der Eintritt tut sich nicht viel.
Im Mediterana bezahlt ihr 37,50EUR für eine Tageskarte Montags-Freitags, während diese in den Schwabenquellen 35,70EUR. (was für eine Ironie, oder?)
2 Stunden kosten, wieder von Montags bis Freitags in Bensberg 22,50EUR während diese in Stuttgart 20,90EUR kosten.
Als kleines Extra gibt es jedoch in den Schwaben Quellen einen Nachtschwärmertarif für 15,90EUR von 20:00-23:00Uhr und in einem Sommer-Extra sind alle Preise im SI-Centrum nochmal günstiger. Somit gewinnen hier letztendlich doch die Schwaben Quellen in diesem Punkt.

Umkleidekabinen und Duschen
Bei beiden Thermalbädern bekommt man ein Armband mit einer Art Chip welcher zur Bezahlung während des Aufenthaltes gültig ist. Die Umkleidekabinen sind in Stuttgart mit moderner Technik eingerichtet, während in Bensberg noch das altbewehrte „Schlüsselprinzip“ gilt. (in diesem Fall das „Chip-Prinzip“)
Während es im Mediterana eine Frauen-, eine Männer-, und eine gemischte Umkleide gibt, existieren im SI-Centrum bloß eine Frauen-, und eine Männerumkleide.
Duschen gibt es reichlich bei beiden Anbietern in den Umkleiden sowie im Saunabereich. So gibt es in diesem Punkt ein klares Unentschieden.

Saunen und Aufgüsse
Kommen wir zum wichtigen Teil.
Das Mediterana ist teilweise im indischen Stil und zur anderen Hälfte im maurischen Stil errichtet. Hier befinden sich 15 verschiedene Saunen. Ob ihr nun lieber romantisch in der Kerzensauna sitzen wollt, im Salzkristallstollen die Lungen reinigen möchtet oder eine ganz normale finnische Sauna besuchen wollt. Für jeden ist etwas dabei. Ebenso gibt es einen Buddha-Tempel, eine Finka-Sauna und eine Kräutersauna.
Meine liebste Sauna, neben dem Himalaya Salzkristallstollen ist eindeutig das Haus der Elemente. Hier ist es einfach so gemütlich, dass ich gar nicht mehr weg möchte. In der Mitte des Raumes brutzelt ein Feuer, während ihr rings herum sitzt, mit den Füßen bis zu den Knien im Wasser und die wunderbare warme Luft atmet. Direkt vor dieser Sauna gibt es Regenwald-Kreationen und Wasserfallduschen. Einfach herrlich.
Auch in den Schwabenquellen gibt es 15 Sauna- und Dampfbadkreationen. Hier überragt jedoch das Angebot an den Dampfbädern.
Auch hier findet sich die klassische Finnische Sauna, neben dem kanadischen Blockhaus und dem osmanischen Schwitzbad. Hier hat man sich also nicht auf einen Stil geeinigt sondern direkt die ganze Welt unter Dach und Fach gebracht.
Ihr wollt wissen welche Sauna ich hier am besten fand? Den Südtiroler Hüttenzauber. Auch wenn Tiroler-Musik nicht wirklich zu meinen Favoriten gehört wurde hier wirklich viel Liebe zum Detail bewiesen. Geweihe an den Wänden und ein kleines Wasserrad, welches sich hinter dem Ofen dreht sind nur zwei Dinge, die mich wirklich beeindruckt haben.
Bei der Saunavielfalt muss ich sagen, dass mich beide fasziniert haben, aber auch sehr unterschiedlich sind. Ich gehe nicht so gerne in Dampfbäder und mag daher die klassischen Saunen im Mediterana ein wenig mehr.
Kommen wir zu den Aufgüssen.
In Bensberg sehr traditionell gehalten. Es herscht Ruhe, so dass ihr euch richtig entspannen könnt. Jeden Tag gibt es einen Aufguss-Plan für den ganzen Tag und man kann seinen Tag danach planen. Ob klassische Aufgüsse, einen Aloe-Vera-Minze-Aufguss oder eine Klangschalen-Zeremonie im Salzkristallstollen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Insgesamt gibt es, neben den klassischen Aufgüssen, 10 spezial-Aufgüsse, die sich auch über den Tag hinweg wiederholen.
Mein Lieblings-Aufguss ist definitiv die Weltreise in der Kräutersauna. Hier wird mit Wasser aufgegossen und mich Tüchern mit verschiedenen Düften gewedelt, während ihr eine Geschichte erzählt bekommt von einem wunderbaren Urlaub rund ums Mittelmeer. Einfach herrlich und wirklich entspannend.
Bei den Schwaben-Quellen ist das ganze etwas anders.
Hier gibt es traditionelle Aufgüsse, die immer etwas aufgepeppt werden. So gibt es keine Ruhe in den Saunen, sondern passende Musik. Man unterhält sich und alles ist etwas lockerer.
Jede Stunde wird ein Plan ausgehangen zu welchem ihr immer wieder hingehen müsst, wenn ihr wissen wollt, was als nächstes ansteht. Drei Aufgüsse pro Stunde werden zelebriert. Dabei gibt es im Anschluss immer ein Special. So bekommt ihr zum Beispiel Traubenzucker, Wassereis oder könnt euch mit Birkenwasser einsprühen. Eine wirklich tolle Idee.
Mein Lieblingsaufguss hier war der „Real-Man“-Aufguss. Hier wurde Rockmusik gespiel und richtig heiß aufgegossen. Eine schöne Idee.
Auch hier kann ich keine Punkte vergeben, denn die beiden Thermen sind grundverschieden. Während ihr im Mediterana mehr entspannen könnt und alles ruhiger zugeht, ist die Stimmung sehr locker in Stuttgart. Super finde ich aber wirklich die Idee mit den kleinen „Specials“ nach den Saunagängen, denn die taten wirklich gut – vor allem das Wassereis.

Wasser- und Ruhebereiche
In den Schweden Quellen gibt es viele Bäderkreationen. Ein riesiges Schwimmbad mit Hängematte und kleinem Wasserfall im Inneren und eine heiße Geysir-Quelle außen. Hier gibt es Massage-Drüsen und das Wasser ist wunderbar warm. Dazu kommt ein riesiges Jacuzzi, ebenfalls draußen, sowie ein etwas kleines im Innenbereich. Leider war es hier so voll, dass wir alle dicht an dicht saßen.
Im Mediterana gibt es einen Pool im Innenbereich, sowie einen im Außenbereich ohne viel Tata. Dazu gibt es jedoch noch ein Sole-Becken, welches immer sehr entspannend wirkt.
Hier geht der Punkt jedoch eindeutig an die Schwaben Quellen, da die Bäderkreationen einfach kreativer sind.
Die Ruhebereiche in Stuttgart habe ich nicht wirklich austesten können, da wir nur einen Abend dort waren, jedoch scheint hier eine riesige Vielfalt zu sein. Von Wasserbetten über Sofas bis hin zu normalen Sonnenliegen gibt es alles.
In Bensberg ist die Vielfalt ebenfalls groß und wieder im mediteranen Stil gehalten. So gibt es Bereich mit riesengroßen Kissen auf denen ich meistens einschlafe, bevor mein Kopf das Kissen berührt hat aber auch normale Liegestühle.
Hier gibt es keine Punktevergabe, da ich die Ruhebereiche in Stuttgart nicht testen konnte.

Restaurants und Cafés
Auch das gehört bei einem Wellnesstag dazu.
In den Schwaben Quellen habe ich leider nichts gegessen, aber ich habe mir durchaus das Restaurant angeschaut. Dieses ähnelt einer Kantine, wie man sie von Autobahnraststätten kennt, jedoch mit weitaus schmackhafteren Speisen und Getränken. Perfekt für den kleinen Hunger zwischendurch. Zusätzlich gibt es die Kanto Beach-Bar an welcher man sich mit Cocktails verwöhnen kann.
Das Angebot im Mediterana ist durchaus anders. Hier gibt es zwei Restaurants. Alle beide Bedien-Restaurants. Hier müsst ihr euch wirklich um nichts kümmern und die Preise sind auch angemessen für die Portionen die ihr hier bekommt.
Zwei Bars gibt es auch. Eine draußen im maurischen Teil und eine innen im indischen Bereich. Beide haben eine große Auswahl an Getränken und Cocktails sowie kleine Knabbereien.
Hier gewinnt eindeutig wieder das Mediterana dank der großen Auswahl und der Bedienrestaurants.

Alles andere
Natürlich es in beiden Thermalbädern Pflicht nackt saunieren zu gehen. So ist jeder gleichgestellt. Handtücher (mindestens 2), Bademäntel und Badelatschen solltet ihr auf jedenfall mitnehmen, sowie Wasser zum trinken.
Jedes Bad bietet ebenso SPA-Anwendungen wie Massagen und ähnliches. Darauf bin ich jedoch hier nicht eingegangen da ich diese noch nie genutzt habe.

Fazit
Das Mediterana liegt bei mir vorne. Das liegt vor allem daran, dass ich wirklich entspannen möchte, wenn ich in ein Thermalbad gehe und die Ruhe liebe, sowie das durchstruktorierte Design wo einfach alles zusammen passt.
In die Schwaben Quellen würde ich trotzdem immer wieder gehen. Denn es war ein lustiger Abend mit vielen neuen Eindrücken und viel guter Musik und Stimmung in den Saunen.

Habt ihr Thermalbäder in eurer Nähe? Könnt ihr noch welche Empfehlen? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Ein sandiger Abschluss und ein abendteuerlicher Rückflug

Einen letzten hab ich noch für euch von La Réunion.

L’Ermitage les Bains
Nachdem der erste „Strandschock“ nach den Bergen überwunden war gingen wir noch an dem Abend in einer Strandbar essen. Diesmal gab es kein Cari, sondern endlich einen leckeren Salat. Auch wenn ich kurz davor war mir wirklich noch einmal Cari zu bestellen.
Zurück im Zimmer bekam ich erstmal einen kurzen Schock als ein Gecko die Wand entlang flitze genau neben mir als ich grade das Licht anschaltete. Aber ich liebe diese Tiere, somit durfte er bleiben.
Gewohnt haben wir für die zwei letzten Nächte im Novotel in L’ermitage les Bains in der Nähe von St. Gilles.
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Das 3-Sterne Hotel ist im Halbkreis angeordnet und direkt am Strand gelegen.
Zusätzlich gibt es zwei Schwimmbecken mit einigen Liegestühlen.
Der Frühstückssaal ist halb überdacht und man kann sich aussuchen ob man einen Platz an der Sonne oder lieber im Schatten einnimmt.
Nur ein Zaun trennt das Hotel von dem öffentlichen Strandabschnitt an dem sich vor allem Vormittags Einheimische zum „Picknick“ treffen. Schatten gibt es genügend da viele Filaos Bäume die Promenade säumen.
Hier ist es sicher zu schwimmen, denn es existiert ein vorgelagertes Riff, welches die vielen Haie im indischen Ozean fernhält. Der Sand ist korallensand, deswegen auch sehr hell, aber auch voller abgestorbener Korallen. Vor allem wenn man ins Meer geht ist es besser Schuhe zu tragen um sich nicht die Füße aufzuschneiden.
Dank der vielen Korallen ist es natürlich aber auch ein Schnorchel- und Tauchparadies mit leichter Strömung.
Der Eismann fährt laufend auf und ab und auch Strandbars sind alle paar Meter anzutreffen.
Nach einem sehr ausgedehnten Frühstück stiefelten wir zu sechst los uns den Ort etwas näher anzuschauen.
Es gibt eine kleine Einkaufsstraße mit Souvenirläden und einem Obst- und Gemüsestand. Ein typischer, kleiner Touristenort.
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Auch hier waren alle Menschen wieder sehr sehr freundlich, einige sprachen sogar Deutsch (ein junger Mann verriet uns, dass er mal einen Schüleraustausch nach Berlin gemacht hätte).
Vier unserer kleinen Gruppe verabschiedeten sich zum Strand während eine Mitreisende und ich weiter zu Fuß nach St. Gilles liefen.
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Dieser Ort ist schon um einiges größer mit einem kleinen Hafen und vielen Cafés und Bars.
Wir tranken etwas, schlenderten durch die Geschäfte und liefen am Strand zurück zu unserem Hotel wo wir uns auch in die Sonne legten und den letzten Tag auf der Insel genossen.
Am Abend liefen wir schon wieder nach St. Gilles mit der ganzen Gruppe um dort in einem Fischrestaurant Abend zu essen.
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Gleichzeitig war es auch unser Abschiedsessen, es wurde viel gelacht, gesungen, erzählt und geschenkt.
Ein schöner Abschluss des Urlaubs.

Der Rückflug
So richtig ist der Urlaub ja erst vorbei, wenn man im Flieger sitzt. Dies sollte sich noch als äußerst schwer herausstellen.
Am letzten Morgen saßen wir nichtsahnend am Frühstückstisch als unsere Reiseleiterin auf uns zukam und sagte „Unser Flug wurde annuliert“.
Ich glaube wir hielten es alle zuerst für einen schlechten Scherz, aber es war leider die Wahrheit.
Aufgrund Streiks von AirFrance sollten wir jetzt statt um 21:25Uhr um 0:40Uhr fliegen.
Unsere Reiseleiertin probierte noch unseren Transfer nach hinten zu verlegen, aber das gelang leider nicht. Somit stellten wir uns auf eine lange Nacht ein.
Den Tag verbrachten wir noch mit relaxen, die Seele baumeln lassen und spazieren gehen bis wir um 17:30Uhr abgeholt wurde.
In St. Denis angekommen bekamen wir von AirFrance einen „Snack-Gutschein“, was in anbetracht einer Verspätung von über 3 Stunden relativ wenig ist.
Noch dazu war dieser nur in einem einzigen Café einsetzbar.
Was macht man also 5 Stunden auf La Rèunion am Flughafen? Durch die Geschäfte laufen? Die hatten schon geschlossen, in einer Snackbar sitzen? Davon gab es zwei die total überfüllt waren und die eine machte sogar kurze Zeit später zu. Auf Verspätungen war man hier wohl nicht vorbereitet.
Wir liefen zu dritt sogar aus lauter Langeweile einmal draußen um den Autoparkplatz, damit die Zeit irgendwie vergeht.
Die Besucherterasse war gut gefüllt und um 23:00Uhr landete unsere Maschine.
Sofort kam die Durchsage, dass wir uns durch die Sicherheitskontrolle begeben sollten.
Einmal durch war weiteres warten angesagt, denn letztendlich hoben wir nicht vor 1Uhr ab.
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Ihr erinnert euch vielleicht noch daran, was ich zu den Flügen geschrieben habe? Mit dem Umsteigen von Charles de Gaulle nach Orly und umgekehrt?
Einige Anschlussflüge waren schon umgebucht worden, der von einer Mitreisenden und mir nicht und somit wurde es knapp.
Das Flugzeug war wieder eine sehr alte Maschine, das Personal noch unfreundlicher als auf dem Hinflug – sichtlich selber genervt von der langen Verspätung. Auf die Frage ob wir es in 2 Stunden schaffen würden unser Gepäck zu holen, den Shuttlebus zu nehmen, in CDG wieder einzuchecken und unseren Flieger zu bekommen und ob wir irgendetwas beachten sollten kam als Antwort nur, dass wir es auf jedenfall schaffen werden. Mehr nicht.
K. (Mitreisende) und ich stürmten kaum gelandet in Orly aus dem Flugzeug, durch die Kontrollen und zum Gepäckband. Das Gepäck sollte in 10min kommen. Buh! Wir hatten unser Gepäck als Priority einchecken lassen in St. Denis damit wir es uns nur nehmen brauchten und losrennen konnten.
Die ersten Gepäckstücke waren jedoch keine Priority-Koffer sondern ganz normales Gepäck. Langsam wurde es echt knapp – dann endlich erst K.’s Tasche, dann mein Rucksack und losgerannt.
Beim Shuttlebus hatten wir mehr Glück, denn dieser fuhr genau 2 Minuten nachdem wir einstiegen los und „oh überraschung“, die Straßen waren leer und innerhalb von 40 Minuten kamen wir in Charles de Gaulle an.
Zuerst Terminal A-D. Wir versuchten uns im schlechtesten Französisch zu verständigen ob er auch bei den anderen Terminals halten würde. „Oui“.
Also gut, ich musste zu Terminal F und K. zu Terminal G.
Nur hielt der Bus nicht, er fuhr weiter und der Fahrer telefonierte angeregt. Er könne nicht dort halten und müsste zu Terminal A-D zurückfahren.
Ab hier begann eine Hetzjagdt.
K. ihre Tasche auf einen Wagen, ich meinen schweren Rucksack auf dem Rücken und die Beine in die Hand genommen – immerhin sind Terminal E-F in einem anderen Gebäude und G in einem noch weiter entfehrnt.
Außer Puste kamen wir in Terminal F an. Und kamen nicht weiter. Überall stand Militär und Polizei, schwer bewaffnet (ich weiß bis heute nicht warum. Wegen den Streiks?!) und wir kamen nicht weiter durch.
Ich sprach jemanden an, dass ich aber ans Ende des Terminals müsste und er fragte jemanden vom Flughafenpersonal die mich völlig entgeistert anschaute ob ich denn noch nicht mein Gepäck eingecheckt hätte. NEIN! Wie auch?
Ich verabschiedete mich schnell von K. und folgte der Beschreibung der Dame vom Flughafen, dass ich die Treppe runter und über die Ankunftshalle nach ganz hinten durchlaufen sollte, da könnte ich wieder hoch.
Schade, dass die nächste Treppe weit weg war.
Inzwischen völlig durchgeschwitzt rannte ich durch die Ankunftshalle, bis ich wieder von einem Polizisten gestoppt wurde. Ich könne hier nicht weiter.
In dem Moment waren meine Worte nur noch „I AM LATE – MY FLIGHT WAS DELAYED – I NEED TO GO TO CHECK IN MY LUGGAGE“.
Daraufhin sagte er mir, dass ich doch bitte komplett das Gebäude verlassen sollte und über den Parkplatz nach ganz hinten laufen sollte. Da könnte ich dann wieder rein und hoch.
Also wieder woanders her gerannt und endlich an meinem Schalter angekommen.
Rechts eine mega lange Schlange an den normalen „Gepäckaufgabeschaltern“, links am „schnell Check in“ eine ebenfalls recht lange Schlange.
Ich zeigte mein Ticket vor, wurde ungläubig angeschaut und durch sämtliche Absperrungen nach ganz vorne durchgelassen. Endlich mal Flughafenmitarbeiter die es begriffen hatten, dass es knapp würde.
Mein Glück ging die Sicherheitskontrolle dann ganz schnell und ich war sogar noch einige Minuten vor Bording an meinem Gate.
Völlig erschöpft sank ich in meinen Sitzplatz im Flugzeug und bekam nicht einmal mehr den Start mit da ich dort schon im Traumland verschwunden war.

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Ich kann bis jetzt noch immer nicht glauben, dass ich mir diesen Traum erfüllt habe und dass ich wirklich auf dieser Insel war.
Wenn ich mir die Fotos anschaue, dann kommt es mir vor wie in einem Traum.
Es wird bestimmt noch einige Zeit dauern, bis ich realisiert habe, dass dies alles Reality war.
Ich würde immer wieder mit Wikinger-Reisen reisen. Gut organisiert und ein super Programm.
Das war jetzt auch mein „großer“ Urlaub für dieses Jahr.
Und wohin geht es nächstes Jahr? Ich weiß es noch nicht genau. Vielleicht endlich einmal zum Everest Base Camp? Die Alpenüberquerung steht auch noch aus.
Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit.

Alle La Réunion Berichte auch nochmal hier:
La Réunion? – Wo bist du gewesen?
Ankunft und das erste Beschnuppern der Insel
Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 1
Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 2 & Cilaos
Erklimmt die beiden Vulkane!

La Réunion? – Wo bist du gewesen?

Oft wurde ich nur komisch angeschaut, wenn ich sagte, dass ich nach „La Réunion“ fliege. Die meisten haben noch nie von dieser Insel auch nur gehört.
Bevor ich mit meinem Reisebericht starte, dachte ich mir, dass es angebracht wäre, euch etwas über La Réunion, mein Wunschreiseziel seit so langer Zeit, zu berichten.
Einfach damit ihr euch das alles ein wenig besser vorstellen könnt, denn eigentlich kann man diese wunderbare Insel nicht mir Worten beschreiben, da sie mit nichts vergleichbar ist.

Allgemein
La Réunion ist ein Übersee-Departement von Frankreich, nur erreichbar mit einem Flug über Paris.
Air France hat sämtliche Rechte ihre kleine Insel anzufliegen.
Früher hieß die Insel „Ile de Bourbon“, wurde aber umbenannt in „Ile de la Réunion“, was soviel heißt wie „Insel der Zusammenkunft“
Flächenmäßig etwa mit dem Saarland gleich zu setzen liegt Reunion im indischen Ozean, gehörig zu der Inselgruppe der Maskerenen zu denen noch Mauritius, Madagaskar und Rodriguez gehören.
Entstanden ist die Insel durch die Erhebung des bereits erloschenen Vulkans Piton des Neiges, vor ca. 3 Millionen Jahren.
Die ersten dauerhaften Siedler ließen sich um 1665 nieder.

Landschaft
Neben dem Piton des Neiges hat sich vor ca. 380.000 Jahren der Piton de la Fournaise aus dem Meer erhoben.
Letztere ist einer der aktivsten Vulkane der Welt mit einer Höhe von 2631m im Südosten der Insel.
Der höchste Punkt jedoch bleibt der Piton des Neiges relativ mittig gelegen und von 3 Talkesseln umgeben. Den sogenannten Cirques: Salazi, Mafate und Cilaos.
Ursprünglich gab es noch einen vierten Talkessel der heute der Forêt de Bélouve ist da dieser mit Lava aufgefüllt wurde.
Salazi und Cilaos sind größtenteils per Auto befahrbar und gut bewohnt.
Im Cirque Mafate sieht das ganze schon anders aus. Hier gibt es keine Straßen, nur steile Wanderwege. Einen Pfad, der länger als 5m geradeaus geht gibt es hier nicht.
An den Küsten ist La Reunion ziemlich flach, es gibt einige Städte, Touristenorte, Strände und eine Hauptstraße, die um die Insel herumführt.
Jedoch wird gesagt, dass man nur La Reunion gesehen hat, wenn man in den Cirques wandern war. (dazu dann auch noch mehr in den Reiseberichten)

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Klima, Flora und Fauna
Die Insel befindet sich in den Tropen, was nicht bedeutet, dass es nicht auch mal Nachts unter 10 Grad werden kann, sowie auf dem Piton des Neiges Minusgrade hat.
Es gibt unzählige Mikroklimen, was die Insel sehr abwechslungsreich macht. Auch ist das Vulkangestein ein sehr reichhaltiger Boden.
Leider gibt es auch immer wieder Zyklonen, die Teile der Insel zerstören.
Es gibt über 800 Endemiten unter den Pflazen. Darunter zum Beispiel die Höhentamarinde.
Auch die Vogel- und Tierwelt hat etwas für sich. Da gibt es zum Beispiel den Tenrek, eine Igelart mit nur wenigen Stacheln, die man moistens nur selten zu sehen bekommt.
Oder auch den Tec Tec, eine Schwarzkehlchen Art, welche die Wanderer begleitet. Es ist unheimlich süß, die kleinen Vögel verfolgen einen meistens und sind sehr zutreulich.

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Menschen, Sprache und Essen
Die Hauptsprache ist natürlich Französisch, jedoch findet sich im Hinterland auch noch häufig die ursprüngliche Kreol-Sprache.
Diese Sprache basiert auf dem Französischen, hat jedoch auch Einflügge des Magadasy, Hindi, Portugisisch und einigen mehr.
Die Menschen sind sehr freundlich und aufgeschlossen. Im Gegensatz zu den “Metros”, wie die Franzosen des Festlandes dort genannt werden, sind sie sehr interessiert, sprechen häufig auch ein paar Worte Englisch oder Deutsch und bemühen sich notfalls auch mit Händen und Füßen.
Interessiert sind sie auch an allem.
Das Nationalgericht nennt sich “Cari”. Das ist Reis mit Bohnen oder Linsen, dazu ein scharfes Wurstgulasch oder eine andere Fleischart (einfach kleingehackt mit Knochen) und ganz wichtig Sauche Rougail.
Letztere wird mit Piments (sehr scharfen, kleinen Chilis) hergestellt in Verbindung mit z.B. Orangenschalen, Tomaten oder Gurken. Sehr scharf, aber auch sehr lecker.
Getrunken wird dazu Rum Arrangé. Rum mit eingelegten Früchten, meistens Ananas, Orangen, Geranium und vielen anderen.

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Anreise, Geld und anderes
Die Anreise erfolgt über Paris. Zur Zeit muss man noch bis Charles de Gaulle fliegen und einen Transfer nach Orly nehmen. Jedoch wird es ab nächstem Jahr auch Direktflüge von Charles de Gaulle geben.
Die Flugzeit beträgt ca. 11 Stunden und die Zeitverschiebung zu Deutschland +2 Stunden im Sommer, sowie +3 Stunden im Winter.
Die Währung ist EURO.
Von den Preisen ist La Reunion mit Frankreich zu vergleichen und somit im Gegensatz zu unseren Preisen recht teuer.

Ich hoffe, ich konnte euch schonmal eine kleine Übersicht bieten. Die Reiseberichte folgen in den nächsten Tagen – auf jedenfall war es ein guter Traum und sehr schön ihn zu verwirklichen.
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Stockholm 20.11.-23.11.2013

Nachdem wir alles von Sundsvall gesehen hatten fuhren wir weiter in Richtung Stockholm. Wir fuhren auch mehr oder weniger durch, ignorierten alle Versuche des Navis uns von der E4 runter zu locken und aßen irgendwann auf einer Autobahnraststätte etwas zu Mittag.

Bis hierher war die Fahrt also ziemlich ereignislos. (ein Wunder oder?)
Ich schrieb meiner Couchsurferin in Stockholm, bei welcher ich ja schon jetzt das 3. mal war um wieviel uhr wir ungefähr ankommen würden und wir fuhren schon weiter.
Eigentlich wollten wir in Uppsala stoppen, da es aber super dunkel und regnerisch war, beschlossen wir, komplett durch zu fahren.

Mitten auf der E4 dann eine SMS von Maria „Könnt ihr noch Weißwein mitbringen und zwar dieunddie Sorte“. Wir hielten Ausschau nach einem Alkoholshop (hier in Schweden kann man Alk ja nur in speziellen Läden bekommen) und als wir keinen fanden, fragte ich bei ihr nochmal nach.
Sie gab uns eine Adresse, schnell ins Navi eingegeben und los.
Soviel zu „Ein Laden in meiner Nähe“ war dann, dass wir einmal quer durch Stockholm gefahren sind und ich bei Regen in einer Stadt die ich kaum kenne einen Alkoholshop suchen musste.
Gefunden haben wir ihn dann, den gewünschten Wein auch und keine 3min später waren wir schon da.

Wie immer ist es einfach wunderbar hier zu sein. Couchsurfing bringt einem echt viele neue, gute Freunde – und Maria ist eine von diesen.
Diesmal durfte ich auch endlich den „Haushund“ Harry kennenlernen. Echt ein freudiger, lieber Hundiwuff 🙂 Die letzten 2x war dieser leider nicht zu Hause.
Wir wurden auch direkt mit einer französischen Fischsuppe begrüßt, tranken dazu Weißwein und quaschten bis in die Nacht hinein über Gott und die Welt.

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Auch wenn das fahren bis hierhin noch nicht ganz so spektakulär war – das parken ist es hier schon. Ich bekam nur noch einen Parkplatz auf der Seite der Straße wo Donnerstags das parken verboten ist von 8-16Uhr an. Somit musste am nächsten Morgen, vor 8Uhr, mein Auto da weg.
Während alle anderen also noch friedlich am schlafen waren, machte ich mich um 7.30Uhr auf den Weg nach draußen – parkte im Halbschlaf das Auto um, ging wieder in die Wohnung und ZACK – war ich dank der frischen Luft zu wach um wieder einzuschlafen. Also ein wenig gesurft und gelesen bis auch die anderen beiden Mädels wach waren.

Nach einem ausgedehnten Frühstück ging es dann los: erste priorität – mein Auto. Reifen wechseln von Spikes zu normalen Winterreifen, da ich ja mit Spikes nur noch bis zu Schwedens Grenze gekommen wäre und keinen Meter weiter.
Das alles ging auch erstaunlich schnell. In weniger als 30min war alles geregelt und wir konnten uns auf den Weg in die Innenstadt machen.

Das taten wir natürlich mit der Bahn und noch immer in einem Wetter was nur mit einem Wort zu beschreiben war: GRAU!
Wir sahen uns die Weihnachtsfenster an, an welchen Maria sogar mitgearbeitet hatte. Wirklich wunder wunder wunderschön. Schlenderten durch die Gassen, machten eine kleine Pause um heiße Schoki zu trinken und gingen eine Runde über den Essensmarkt bevor wir schon wieder zu Maria zurück fuhren.

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Unterwegs kauften wir noch etwas ein und bereiteten alle zusammen später das Abendessen zu. Tortillas 🙂
Da gab es natürlich einiges zu schnippeln und das Fleisch zu braten bevor wir die große Schlemmerei starten.
Auch hier saßen wir später wieder etwas zusammen, quatschten, lachten und spielten ein wenig ein Computerspiel, bevor wir alle in Richtung Bett bzw. Annika und ich in Richtung Couch verschwanden.

Am nächsten Tag schliefen wir erstmal aus und hatten ein ausgedehntes Frühstück. So ein richtig fauler Urlaubstag.
Wir fuhren wieder in die Stadt, machten ein wenig schaufensterbummeln und Maria brachte uns Geocaching näher. Wenn auch nur bei einem kleinen, einfachen Cache. Aber es war lustig. 🙂
Wir liefen noch ein wenig durch die Gassen und machten einen Abstecher in die Bar, wo wir auch am Abend hingehen wollten und fuhren wieder zu ihr nach Hause um etwas zu Abend zu essen und uns schick zu machen.
Etwas zu essen zu kochen war dann auch mal wieder richtige Teamarbeit und es war soooo lecker.

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Um den Abend dann noch abzuschließen fuhren wir wieder in die Stadt zu einem Rockclub, welchen Maria mit organisiert. Dort spielen immer 5 Bands aus der Rock/Punk/Ska Branche in einer gemütlichen Bar mit kleiner Tanzfläche.
Es war ein sehr gemütlicher Abend mit wirklich, wirklich guter Musik.

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Nach einer 3. und letzten Nacht hier in Stockholm heißt es dann jetzt „Aufbruch nach Jönköping“ … da war ich auch noch nicht, bin aber schon sehr gespannt drauf.

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Anreise mit Hindernissen

What da day – what a day.

Noch gestern habe ich im Wald zu meiner Mutter gesagt, dass es einfach Personen gibt, die das Pech anziehen und dass ich froh bin, dass ich keine dieser Personen bin.
Weit gefehlt, denn wenn man schon so etwas sagt, kann es ja nicht lange dauern, bis das Pech auch einen selber einmal einholt.
Aber Pech und Glück liegen manchmal echt nahe beieinander.

Nachdem wir letzte Nacht sage und schreibe 3 Stunden Schlaf bekommen haben, standen wir um 2 Uhr auf, frühstückten und fuhren los zum Flughafen.
Bis hier her alles kein Problem. Wir waren sogar viel zu früh da (aber lieber zu früh als zu spät), lungerten noch ein wenig rum.
Der Flug nach Berlin war auch so ziemlich ereignislos.

In meinem „lieblingsflughafen“ Berlin mussten wir dann erstmal wieder eine halbe Weltreise auf uns nehmen und von einem Terminal ins übernächste zu kommen.
Unser Gepäck hatten wir, dank 2 AirBerlin Flügen, ja schon direkt durchgecheckt bis Stockholm.
Alles lief gut, das Gate war offen und los gings.

Uns brachte ein Bus zum Flugzeug – aber bis dahin ist es noch eine lange Geschichte.
Wir standen also im 2. Bus der zum Flugzeug fahren sollte. Und standen und standen und standen und standen und standen und standen und standen… der Bus fuhr nicht los. Auch nicht, als unser Flieger längst in den Lüften sein sollte.
Dann und wann kamen ein paar komische Gestalten (in kurzer Hose und Unterhemd ?! ?! ?!) und wir fuhren einfach nicht los.
Als es dann endlich los ging standen wir schon ca. 35minuten im Bus.
Zum Flugzeug fuhr der Bus weitere 15min und als wir endlich saßen machte der Pilot auch schon die Durchsage dass das Bording „complete“ sei und wir dann los könnten.
Außerdem könne man die 20min Verspätung noch einholen wieder unterwegs. Alles kein Problem – sprach er und das Flugzeug stand und stand und stand und stand.
Mit fast 1 Stunde Verspätung rollten wir endlich los.
Der Flug war ziemlich turbolent, so dass sogar der Servive eingestellt werden musste. Aber war schon okay – meine größte Sorge war, dass wir unseren Anschlussflug nach Kiruna (wir hatten 1,5 stunden) verpassen würden.

Mit 55min Verspätung landeten wir in Stockholm. Ich rannte raus und zum Bodenpersonal um zu fragen was wir machen sollten. 30min knapp Zeit bis unser Flieger fliegt und das Gepäck müssen wir natürlich erstmal holen und neu einchecken.
Der Typ schaute uns nur an und meinte „Either you RUN now and leave your luggage behind, or you will simply miss your flight. Out that door, to your left, terminal 4, run!“
Wir natürlich losgehechtet wie bescheuert. Kurz nach Terminal 3 konnten wir nicht mehr.

Auch der Flug nach Kiruna war sehr turbolent, wenn auch nicht ganz so arg wie der nach Stockholm.
Endlich angekommen hatten wir nur 3 Sachen im Kopf: Unser Gepäck, was wir in Stockholm ja stehen lassen mussten nach Kiruna ordern, ein Taxi besorgen, damit wir den Bus noch nach Junosuando bekommen.
Aber Überraschung, mich sprach auf einmal jemand an, die ich gar nicht kannte und wie es der Zufall so wollte ist sie dieses Jahr Guide bei Explore the north und hat gehört, dass sie einfach mal schauen sollte, ob wir zufällig mit dem Flieger ankommen.
PUH! Glück gehabt (muss man ja auch mal) und schon war der Transport nach Kangos gesichert. Ganz ohne Bus und Taxi.

Auf auf zum Schalter und nach unserem Gepäck forschen.
Der junge Herr erklärte uns erstmal, dass das System grade nicht funktionieren würde weltweit, er es aber handschriftlich aufnehmen würde.
Seine Vorgesetzte sagte auch, dass sie das schon kennen würde und dass wir von Glück reden könnten wenn das Gepäck heute Abend oder Morgen ankommen würde.
Noch dazu müssen wir es abholen in Kiruna weil AirBerlin ja den Schaden zu verzeichnen hat, wir aber mit SAS nach Kiruna geflogen sind. Na herzlichen Glückwunsch.
Ich stellte mich also schonmal darauf ein Nachts nochmal 4 Stunden zu fahren und unser Gepäck vielleicht aus Kiruna Flughafen abzuholen.
Netterweise bekamen wir ein SurvivalKit… damit wit SAS in guter Erinnerung behalten, denn eigentlich dürften sie uns das nicht geben, da ja nicht sie das Chaos verursacht haben.

Draußen tobte ein Schneesturm und wir fuhren nach Kangos.
Auf einmal dämmerte es mir unterwegs: MIST! Wo sind meine Nummernschilder von meinem Auto?! Genau, in meinem Koffer der ja noch in Stockholm ist.
Somit nichts mit „Koffer abholen“ in Kiruna am Abend… haha.
Ich hätte mich wirklich in den Hintern beißen können.

Hier in Kangos wurden wir dafür ganz lieb begrüßt und es war soooo schön so viele, vertraute Gesichter wieder zu erkennen 🙂
Und direkt wurden wir eingeladen dem „Festmahl“ beizuwohnen, dass es Abends für die ganze Belegschaft geben sollte.
Was ein Glück, dass wir an genau diesem Tag gekommen sind.

Wir bezogen unser Zimmer, machten eine kurze Rundtour im dunkeln (inzwischen ist es hier ja schon um 15Uhr dunkel) und legten uns nochmal für 30min hin… ich, ohne zu schlafen.
Sowieso habe ich grade seit 2 Uhr letzte NAcht genau 5min mal im Flieger geschlafen und werde nach diesem Beitrag direkt ins Bett gehen.

Das Essen war super. Hatte ja schon länger kein Rentier mehr haha 🙂 😉 Und sowieso haben wir viel gelacht und viel erzählt.

Ein Anruf kam auch zwischendrinnen, dass unsere Koffer dann in Kiruna seien 🙂 YEY… aber wie sollten wir sie abholen.
Kein Problem, hier werden Lösungen gefunden: Wir fahren morgen noch jemand neuen in Kiruna abholen mit nem Firmenauto und können gleichzeitig unsere Koffer abholen. Eine Hand wäscht ja bekanntlich die andere 🙂

Somit war es alles in allen doch noch ein ganz guter Tag, auch wenn wir jetzt, zumindest die übernachtungen in Umea und Sundsvall eine Nacht nach hinten schieben müssen…

In diesem Sinne: Gute Nacht!

Saison – Einführungtag

Am Samstag hatten wir offizielle Saison-Einführung. Sowas kannte ich bis jetzt nur als simples Abendessen, aber noch nicht als ganzen Tag.

Um 8 uhr fingen wir hundeleute an die hunde zu versorgen, denn das hat immerhin erste priorität 🙂
Um 10uhr trafen wir uns dann alle im Hotel zu einem riesigen Frühstückbuffett.

Danach ging das Program los.

Zuerst stellte Johan die Firma vor und wie alles angefangen hat damals 2005.
Die Vorstellung der Firma gin nahtlos über in die Vorstellun des Teams bei dem jeder von uns von sich erzählen sollte sowie den Grund wieso man da ist.

Ich möchte euch auch unser Team vorstellen:
Chefs – Johan und Sara
Activity manager – Anders
Activity Guides – Matthias, Jan und Dennis
Husky Guide – ich, Martin und Lisa
Doghandler – Chiara (plus noch einer der erst in zwei wochen kommt)
Küche – Johan, Hanna, Ulla-Britt
Lodge (zimmer, rezeption, küche, service) – Catherine, Silla, Gillis, Marianne

Weiter gings mit allgemeinen Regeln und Verhaltensregeln allgemein und auc gegenüber Gästen, bevor wir wieder ein grosses Lunchbuffett bekamen und etws Pause machten.

Später ging es dann weiter mit einem allgemeinen Überblick über die Saison und die Buchungen, sowie dem Arbeitsplan.
Einzelgepräche mit Johan standen danach auf dem Program.
Während jeweils immer einer von uns im Office war bekamen wir anderen unsere Arbeitsklamotten.
Zwei Unterjacken, eine Überjacke, eine Mütze, eine Hose für drinnen und zwei für draussen.
Alles niegelnagelneu von Bergans of Norway.

Nun war es wieder Zeit für die Hunde und diesmal kamen alle mit hoch um zu sehen wie das so abläuft.
Danach hatten wir noch etwas Zeit bis zum Abendessen und die vertrieben wir uns mit dem wa wir Mädels am besten können – abtanzen.
Egal ob Macarena oder Ymca es war legendär 🙂

Dann war es Zeit für das Highlight des Abends. A la carte dinner.
Koch-Johan bereitete drei Starter und vier Hauptgerichte vor von denen er jeweils einen Teller wie für die Gäste zubereitete und dann noch extra essen so auf den Tisch stellte.
Es war ein fünf sterne essen… einfach legendär. Ich wüsste nicht, dass ich jemals so gut gegessen habe 🙂



Der Abend klang aus mit, für manche mehr und für manche weniger, Alkohol und guter Musik.
Um 24uhr war ich allerdings eine von den ersten die gegangen sind da ich am Sonntag eine Halbtagestour guiden sollte 🙂

Das war wirklich die beste Saisoneröffnung die ich je hatte und es fühlt sich an wie eine riesen grosse Familie 🙂