Mein Reiseschwein – Schröder

>Ich habe, wie viele Reisende, ein Reisemaskottchen.
Es ist ein Wildschwein und er heisst „Schröder“, simple, weil ich einen typischen deutschen Namen wollte und mir „Müller“ oder „Meyer“ nicht passend erschien.

Er war mit mir schon überall. Australien, Neuseeland, Singapur, Thailand, Malaysia, Island, Finnland, Dänemark, Schweden … nur, dass ich immer vergesse Fotos von ihm zu machen, obwohl ich es mir immer vornehme.

In Neuseeland und Malaysia habe ich es geschafft damals Fotos zu machen und da ich die letzten 2 Tage Kinder mit auf Tour hatte, habe ich doch tatsächlich dran gedacht auch ein paar Fotos hier in Schweden zu machen. 🙂

Also erstmal stelle ich ihn euch vor:

In Neuseeland:
franz josef

lower tama lake

In Singapur:

Singapur last day (11)

in Malaysia (Borneo)

mt kina

und schliesslich hier in Schweden auf meiner letzten Overnight Tour

P1060727 P1060731

Quad training – Eine Zusammenfassung

Schon seit mitte letzter Woche sprechen wir davon auf die Schlitten zu wechseln, was auch so langsam Zeit wird, damit wir die Trails lernen können.

Leider hat uns die Temperatur einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir haben wieder plusgrade.
Während wir letzte Woche schon auf den Seen spazieren gehen konnten ist jetzt nicht mehr daran zu denken 😦
Schnee haben wir schon…

Da ich aber positiv denke, dass wir nächste Woche endlich das Quadtraining abschliessen können habe ich euch ein Video zusammengestellt auf dem ihr sehr schön sehen könnt wie sich die konditionen draussen verändern 🙂

Ich habe es zweimal hoch geladen – auf facebook und auf youtube – ich hoffe euch gefällts 🙂

facebook

youtube

Das Sommervideo

Seit Jahren schon mache ich fûr mich, Freunde und Familie immer ein zusammengeschnittenes Video aus Fotos und Videos von meinen Sommer- und Wintersaisons.

Bis jetzt wirklich nur für privat. Jetzt bin ich jedoch auf eine Seite mit lizensfreier Musik im Internet gestossen und kann eine Sommerpresentation hochladen.

Das Orginal ist fast dreimal so lang aber ich wollte den Rahmen des ganzen nicht sprengen 🙂

Viel Spass, ich hoffe es gefällt euch…leider hat youtube bei mir versagt und ich musste es auf facebook hochladen.
summer video

Wie die Puppies trainiert werden….

Eine Email die meine facebookseite erreichte brachte mich auf eine Idee und ich war selber überrascht bis jetzt moch nichts darüber geschrieben zu haben: wie trainiert man den Hunden das „ziehen“ an.

Alaskan Huskies haben etwas, dass sich „will to go“ nennt. Dies ist ihnen natürlich angeboren.

Trotzdem muss man die jungen Hunde noch an Geschirr und Halsband gewöhnen.

Ein Halsband zieht man ihnen erstmal einfach an und schaut wie sie reagieren.

Danach spannt man ein Stake-out (eine Kette an welcher die Hunde auch im Winter an den Hütten übernachten) und setzt die Junghunde nur für eine kurze Zeit an diese dran.

Als Ablenkung gibtman ihnen etwas leckeres zu fressen und redet ihnen gut zu.

So lernen sie, dass es nichts schlimmes ist wenn es etwas am Hals zieht.

Mit dem Geschirr sieht es etwas anders aus. Diese ziehe wir den Hunden in aller Ruhe an damit sie sich drangewöhnen, dass e nichts schlimmes ist.

dann kenne ich zwei Variante, die ich beide gut finde.

Am alten Ort in Finnland sind wir jeweils zu zweit raus. Einer den zu trainierenden Hund mit dem Bauchgurt, der andere mit Futter vorran.

Hier haben wir auch den Bauchgurt, lassen aber andere Hunde einfach vorlaufen

anach werden die Hunde vor den Schlitten gespannt. Erst neben ruhige, alte Hunde, damit sie lernen können ruhig zu stehen… schon nach einiger Zeit kann man die Junghunde aber an jeglicher Position vor dem Schlitten ausprobieren könen.

Materialkunde

Heute möchte ich euch ein wenig über das Material erzählen, welche wir im Moment verwenden.

Sobald wir auf die Schlitten gehen gibt es dann nochmal ein update.

wir fahren zur Zeit mit drei Quads, auch ATVs gennant. An diesen sind eine Art Abschleppseile angebracht und an diesen ein grosser Karabiner an welchem die eigentlichen Zugseile hängen.

Diese wären da:

Gangline: eine mit draht durchzogene Leine etwas über 1m lang die das Quad eigentlich zieht. Rechts und Links von dieser verlaufen die jeweils anderen Seite und zu jeder Seite läuft ein Hund

Tugline: Hiermit zieht der Hund. Es ist mit dem Geschirr des Hundes fest verbunden bzw mit dessen Geschirr. An den Tuglines sieht man ob und wie viel ein Hund zieht. Hängen diese durch zieht ein Hunde nicht mehr.

Neckline: Eine kurze, wieder mit Draht durchzogene Leine, welche mit dem Halsband des Hundes verbunden ist und nur dafür da ist, dass der Hund vorne gehalten wird und nicht z.B. einem Rentier in den Wald hinterherläuft. Diese haben aber natürlich eine Schwachstelle, sollte doch mal irgendetwas sein und der Hund MUSS sich losreizen. Hier sind es Plastik-Karabiner, welche schnell reissen wenn ein Hund zu kräftig zieht.

So viel zu den Leinen, aber die sind natürlich nicht alles. Ganz wichtig sind die Geschirre.
Da gibt es auch die unterschiedlichsten. Am alten Ort gab es welche, die nur zur Seite ziehen. Heisst ein Hund konnte immer nur auf einer Seite laufen, wollte der Hund lieber auf der anderen Seite laufen, musste man diesen komplett umspannen.

Hier gibt es die gängisten Geschirre, die über den ganzen Rücken ziehen was besser für die Hunde ist (darüber streiten sich natürlich die Meinungen). Auch da gibt es verschiedene.
Welche die ein H-Geflecht am Rücken haben, aber auch welche die auf dem Rücken gekreuzt sind, wie die, die wir hauptsächlich benutzen. Diese haben hinten nochmal einen Bändel und an diesem entweder einen Eskimo-Haken, welchen man in die Tugline einhängt oder einen Karabiner… wobei glaub ich das langfristige Ziel ist alle mit Eskimohaken zu haben – sehr praktisch.

Eskimohaken

Das erstmal zum ersten Teil der Materialkunde 🙂 Wenn euch mehr von dem Material interessiert was wir im Moment benutzen schreib es in die Kommentare.

Training – 10 km – 4 Leute

Da wir ja erst vor zwei Wochen mit dem Training angefangen haben fahren wir im Moment noch 10km. So starten die Hunde wieder in die Trainings Saison bevor es dann auf 15km, 25km und schliesslich auf die Schlitten geht.

Als Martin und ich noch alleine trainiert haben sind wir noch zu zweit auf dem monkey mit 16 Hunden vor gefahren. Jetzt sind wir zu viert und fahren mit 32 Hunden gleichzeitig raus. Dass heisst zwei fahren mit dem monkey und zwei fahren jeweils auf einem unmotorisiertem quad mit 8 Hunden davor.

8 Hunde, das ist auch etwas anderes wie ich es kenne. In Finnland die letzten 3 Jahre waren es 9-11 Hunde vor noch leichteren quads. Hier ist 8 die absolute Obergrenze… und ich kann euch sagen, die haben eine Power, unbeschreiblich!

Erst hatten wir eine 10km strecke durch Wald und kleinen waldwegen, seit dieser Woche ist aber jagdsaison und wir fahren nur noch auf größeren forstrassen bis wir unseren neuen alternativail befahren können. Da warten wir eigentlich nur noch auf Material die Brücke die wir dafür brauchen fertig zu bauen.

Das Training im herbst ist immer eine harte zeit, körperlich. Während man im Winter eher mental arbeitet mit Gästen etc ist es im Moment an der zeit körperlich abzuhärten. Bei Temperaturen um die Null Grad und viel regen bin ich damals in meiner ersten Saison noch an meine grenzen gegangen während ich es jetzt mit Selbstverständlichkeit hin nehme. Schon faszinierend wie sich der Körper an Gegebenheiten anpasst.

Endlich wieder Training

Nachdem schon seit ein paar Tagen die Temperaturen in einen angenehmen Bereich gefallen sind, war es gestern endlich so weit.
Am Morgen versorgte ich die Hunde und bereitete die Halsbaender vor. M. bereitete in der Zeit die Gangline vor unserem „Monkey“ (eine Art ATV) vor.
Am Nachmittag, als unser Chef zurueck zum Camp kam ging es dann los. Das erste mal fuer diese Saison „Training“ mit den Hunden. 🙂
Man merkte – die Hunde waren mega aufgeregt und auch wir Menschen konnten es kaum erwarten unsere 4-Beiningen Freunde wieder ziehen zu sehen, wie sie gluecklich sie vor dem Quad ziehen.
Die erste Runde fuhren wir zusammen mit unserem Chef um den momentanen Trail kennen zu lernen – ab morgen trainieren wir dann alleine wenn es das Wetter zulaesst 🙂 Fun times!

Alaskan Husky

Die am haeufigst gestellte Frage als Huskyguide ist: „Sind das ueberhaupt Huskies? Die sehen ja ganz anders aus – wie normale Haushunde“

Viele kennen nur die eine Sorte Husky: Sibirian Husky. Einige kennen dazu auch noch Malamuten
Hier, sowie an meinem alten Arbeitsplatz in Finnland haben wir Alaskan Huskies… oder, as simple as it gets – Schlittenhunde.

Der Alaskan Husky ist kein reinrassiger Hund sondern eine gezuechtete Rasse seit Anfang des 20. Jahrhunders. Waehrend z.B. Sibirian Huskies sehr stark sind, werden sie niemals so schnell und ausdauernt wie Alaskan Huskies sein.
Anfangs war es noch verpoehnt Alaskan Huskies bei Rennen vor den Schlitten zu spannen. Heute sehen diejenigen meist alt aus, die noch reinrassige Sibirian Huskies nehmen anstatt sich dem Trend anzupassen.

Die Hunde haben meistens spitze Ohren und einen flauschigen Schwanz. Die Augenfarbe kann variieren, von braun, ueber blau bis gruen oder grau. Einige Hunde haben auch zweifarbige Augen. Das restliche Aussehen kommt ganz darauf an welche Blutlinien vermischt werden (die bekanntesten sind u.A. die Attla Linie oder die Aurora Linie).

Zwei weitere Besonderheiten sind die ausgesprochene Zuneigung zu Menschen sowie der sogenannte „Will to go“.
Ersteres macht die Tiere besonders vorteilhaft fuer den Tourismus mit den Hunden. Gaeste, die auf eine Huskyfarm kommen und Angst vor Hunden haben sind meist diejenigen die mit Traenen in den Augen auf dem Weg zum Fughafen sind, weil sie Hunde so schrecklich vermissen. Sie bekommen einfach nicht genug davon zu kuscheln und die volle Aufmerksamkeit zu bekommen.
Zweiteres, der „will to go“ ist das natuerliche Verlangen danach zu rennen und zu ziehen. Bei 99% der Hunde braucht man nicht grossartg zu zeigen, was es heisst etwas zu ziehen. Es ist in ihrem Blut und sie leben nur dafuer, dass sie laufen, laufen und laufen koennen.

Die Groesse sowie das Gewicht der Hunde variiert ebenfalls entsprechend der hineingezuechteten Rassen. Die meisten Hunde sind jedoch 17-35kg schwer.
Waehrend es im Sommer zu warm fuer sie ist und sie lieber auf der faulen Haut liegen, rennen sie, nach entsprechendem Training bis zu 70km am Tag mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 11-15km/h, bei grossen Rennen sogar noch mehr und noch schneller.

Diese meist gestellte Frage der Touristen, man beantwortet sie bis zu 5x pro Woche im Winter, jedoch nicht in dieser Ausfuehrlichkeit. Ich finde diese Frage eine durchaus berechtigte Frage und habe nichts dagegen sie noch 300x zu beantworten. Einige andere Fragen dagegen sind einfach, wie soll ich mich ausdruecken, laecherlich. Diesen Winter werde ich mal probieren „die duemmsten Gaestefragen“ zu sammeln und am Ende der Saison zu posten – aber das ist noch lange hin.

Sommergaeste

Nachdem ich die letzten 3 Jahre in Finnland immer nur im Winter Gaeste hatte, war es diesen Sommer auch einmal schoen zu sehen wie es mit den Sommergaesten so ablaeuft.

Auch fuer Explore The North war es der erste Sommer mit Gaesten. Als Guides waren Anders und ich zur Stelle. Ich fuer die meisten Hundesachen, er fuer den Rest.

Eine typische Woche sah fuer die, meist belgischen Gaeste, so aus:

Montag: Ankunft

Dienstag: Begruessung, Kenneltour und kennenlernen der Hunde, Wildernessskills walk, Sauna & Hot Tube

Mittwoch: Fischen und Tippi Dinner (den gefangenen Fisch natuerlich)

Donnerstag – Freitag: Kanu – Uebernachtungstour

Samstag: Moosefarm

Sonntag: Dogday – Mithelfen im Kennel, Puppywalk, ein Video ueber das Iditarod und dann eine ATV Safari

Meine Aufgaben waren die Kenneltour und der Dogday. Es hat wirklich Spass gemacht zu sehen wie interessiert die Gaeste an den Hunden sind und wie gerne, gerade die Kinder, mithelfen. Auch faszinierend fand ich wie die Hunde hier auf die Kinder reagiert haben, naemlich gar nicht. Es wurde niemand angesprungen oder angegriffen wie man es sonst haeufig hoert… nein, die Hunde lieben es von den Kindern gestreichelt zu werden. Hier ist einfach ein Familienbetrieb.

Jetzt sind die letzten Wochengaeste fuer den Sommer weg und wir warten sehnsuechtig auf kaeltere Temperaturen um mit dem Herbsttraining  beginnen zu koennen. Offiziell ist es am 01.09. soweit, aber man weiss ja nie was das Wetter einem bring.

A day in my life in Sweden

Nachdem ich euch schon ein paar Eindruecke von diversen Ereignissen etc geschildert habe, dachte ich, dass es an der Zeit sei euch mal meinen Tagesablauf naeher zu bringen.

Ich stehe meistens um 6.15Uhr morgens auf und fange dann um 7Uhr an zu arbeiten. Zuallererst heisst es „Hundescheisse vernichten“ und danach Hunde fuettern. Im moment bekommen die Hunde nur Trockenfutter, im Winter werden sie zusaetzlich noch Fleisch bekommen.

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