1. Mai wandern

Der 1. Mai war gestern „Der Tag der Arbeit“. Für viele Deutsche wieder ein fester Brauch: Wandern gehen.

Dazu trifft man sich in kleinen oder großen Gruppen, nimmt einen Bollerwagen, befüllt diesen mit (hauptsächlich) Alkohol und zieht durch den Wald.

Da ich noch keine Ahnung hatte, was ich diesen 1. Mai mache, fragte ich rum und eine sehr gute Freundin von mir lud mit ein mit ihr, ihrem Bruder, dessen Frau und einem Haufen Leute die ich nicht kannte, oder nur vom sehen her kannte, mit zu wandern.

Um 10.30Uhr trafen wir uns bei uns im Ort mit ca. 20 Leuten und einem Hund.
Dabei hatten wir: Alkohol in Hülle und Fülle, Wasser, Softdrinks, was zum knabbern –> in einem Bollerwagen und einen zweiten Bollerwagen vollgepackt mit einer riesigen Anlage und Lautsprechern mit Musik.

Dann ging es los in den Wald. Wer das kleine Dörfchen kennt, in welchem ich lebe weiss genau, das heisst: Es geht erstmal nur bergauf und das an manchen Stellen recht steil.
Natürlich durften wir Mädels hauptsächlich einen der Wagen ziehen 😉

Es war eine lustige Gruppe und überraschenderweise kannte ich noch ein paar Mädels von meiner Kindheit von Schule und Sport.
Auch mit denen die ich nicht kannte, kam ich schnell ins Gespräch.

Wir liefen zu einem Punkt, der sich „Kreuzeiche“ nennt. Dort ist immer was los da sich dort die meisten Wanderwege bei uns treffen. Heisst dort ist immer Musik und Bierausschank sowie Würstchenverkauf.
Dort blieben wir über eine Stunde, lachten, tanzten und hatten einfach Spaß.

Dann ging es zurück zum Dorf, was diesmal nicht ganz einfach war, da die meisten doch ziemlich einen im Kasten hatten und alle paar Minuten stehen bleiben mussten.
Da war ich ganz froh, dass ich vorne mitgelaufen bin bei denen die wußten wo ihre Grenzen waren und nüchtern oder nur leicht angeschwipst waren. Auch wenn das hieß alle paar Minuten auf die anderen warten zu müssen.

Dann gingen wir zu besagtem Bruder der sehr guten Freundin und dessen Frau um zu grillen.
Es gab Würstchen und 4 verschiedene Salate.
Zu dem Zeitpunkt waren wir auch nur noch ca. 15 Leute.

Das Wetter spielte den ganzen Tag mit und wir hatten blauen Himmel mit wenigen Wolken und Sonnenschein. Perfekt!
Auch sonst war es echt schön und gegen 20Uhr war ich dann wieder daheim und bin ziemlich sofort ins Bett gestiefelt.

Maibaum setzen 30.04.

In weiten Teilen Deutschlands ist es brauch am 30.04. einen Maibaum aufzustellen und damit verbunden ein großes Dorffest zu feiern.
Normalerweise wird getanzt, gesungen, getrunken und gegessen.
Der Ursprung des Maibaum aufstellens ist umstritten, aber eine Theorie ist, dass damit der Waldgeist gehuldigt werden soll.

Eine weitere Tratdion ist, dass der Maibaum Nachts gestohlen wird. Bei unseren Dörfern fast jährlich ausgeübt, dass sich unser Dorf und unser Nachbardorf gegenseitig den Maibaum des Nachts stehlen.

Ich traf mich somit gestern mit meiner besten Freundin an unserem Feuerwehrhaus, wo auch schon einige aus dem Dorf versammelt waren.
Der Kindergarten und die Grundschule machten ein paar Aufführungen und es wurden ein paar Mailieder gesungen.

Leider war die „Party“ danach zu Ende 😦
Wir stellten uns noch etwa zu den Eltern meiner besten Freundin und tranken ein Bier und ich quatschte noch mit einer ehemaligen Klassenkameradin.
Jedoch muss ich sagen, dass, seit ich schon seit 6 Jahren nicht mehr wirklich in Brachbach lebe, ich kaum noch jemanden kannte. 2-3 Leute kannte ich vom sehen her, aber es scheinen unheimlich viele dazugezogen zu sein.
Selbiges sagte auch besagte ehemalige Klassenkameradin, die inzwischen auch nicht mehr hier wohnt.

Schon um 19.30Uhr liefen wir wieder nach Hause. Es war nett etwas zu quatschen, aber das große „Dorffest“ blieb leider aus.

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