Manchmal gibt es Dinge, die ich einfach lieber mache…

Als ich 7 Jahre alt war begann ich handschriftlich Tagebuch zu führen. Mein erstes Tagbuche habe ich auch noch – wirklich.
Über Jahre hinweg ging das immer so weiter, von Mädchen-Problemen und Teenie-Problemen bis hin zu meinen ersten kleinen Reiseberichten. Irgendwann kam dann auch das Internet und somit mein erster Blog (damals noch bei blog.de).
Natürlich ging es hier nicht nur ums Reisen, sondern um alles, was eine junge Dame bewegt – dazu zählten natürlich auch Reisen.
So sprang ich von einem Blog-Portal zum nächsten, bis ich irgendwann bei wordpress hängen blieb.

Warum ich euch das alles erzähle? Weil ich euch damit sagen will, dass ich irgendwie schon immer Lust am Bloggen hatte.
Es gab kein Jahr in dem ich nicht irgendwo irgendetwas geschrieben habe.
Und ja, meine Bloglust ist sehr groß und wenn der Tag nicht 24, sonder 48 Stunden hätte würde ich natürlich viel mehr schreiben: Wenn es da nicht so viele andere tolle Dinge gäbe.

Grade wenn ich wieder einen Vertrag auf einem Kreuzfahrtschiff fahre wisst ihr ja inzwischen, dass ihr teilweise 4-6 Monate gar nichts, oder nur sehr wenig von mir hört.
Liegt es dann jeweils daran, dass ich Blogfrust schiebe?
Nein – ganz und gar nicht! Oft denke ich tagsüber darüber nach was für tolle Beiträge ich doch schreiben könnte über all die fantastischen Ziele die wir anlaufen. Weiterlesen

Festlegen? Nein danke!

Wie lange ich schon an diesem Beitrag überlege weiß ich schon gar nicht mehr.
Sehr lange auf jeden Fall.

Als ich damals anfing einen Blog zu schreiben war diese Art mit zu Hause Kontakt zu halten oder anderen Informationen weiter zu geben noch ganz neu. Immerhin ist das inzwischen 16 Jahre her – auch wenn ich damals noch nicht übers Reisen bloggte.

Während meiner Zeit als Backpacker vor 8 Jahren war ich eine von wenigen, die ihr erlebtes online und offen für die Welt festhielt. Die meisten schrieben schlicht und einfach „Rundmails„. Weiterlesen

Ich bin dann (mal wieder) weg

Hat jemand von euch die letzten 2 Monate gesehen? Wo sind sie hin frage ich mich immer und immer wieder, denn, wie es bei Urlauben meist der Fall ist, geht die Zeit viel zu schnell vorbei.

Tatsächlich habe ich es geschafft zwei Monate lang mein Heimatland Deutschland nicht zu verlassen. Wie untypisch von mir.
Wenig erlebt habe ich deswegen jedoch ganz und gar nicht. Vor allem habe ich endlich nochmal einen Urlaub gehabt in welchem ich viele Freunde getroffen habe und hier in der Umgebung unterwegs war. Weiterlesen

Wieso man beim „Alleinreisen“ nie lange alleine reist.

Zu zweit, zu dritt oder alleine, jeder hat eine andere Vorliebe zu reisen.
Ich reise am liebsten alleine.
Das heißt nicht, dass ich ausschließlich so unterwegs bin. So habe ich zum Beispiel in meinem letzten Urlaub einen Roadtrip zusammen mit einer Freundin von Schweden nach Deutschland und durch Deutschland erlebt was wunderschön war.
Aber alleine kann ich immer selber bestimmen worauf ich Lust habe, wann ich dazu Lust habe und wie lange ich darauf Lust habe.

Für alle, grade Frauen, die schon immer einmal selber raus wollten und es sich nicht getraut haben: Traut euch! Ihr seid nie lange alleine – zumindest dann nicht, wenn ihr nicht alleine sein wollt.

Nach Australien und Neuseeland war Südostasien natürlich schon sehr anders.
Auf einmal war ich nicht mehr ausschließlich in Hostels unterwegs, sondern größtenteils in Gästehäusern. Da war es schon einmal anstrengender andere Reisende kennen zu lernen.

Aber wie lerne ich bei Reisen eigentlich Menschen kennen?
Hier ein paar Tipps und Tricks für euch.

Im Vorfeld über das Internet
Ihr wollt grade in der Anfangszeit jemanden dabei haben? Ganz einfach: Es gibt so viele Internetportale wo ihr posten könnt, wenn ihr jemanden zum gemeinsamen Reisen sucht. Schaut doch zum Beispiel mal bei der Reisebine vorbei, oder für das weltweite reisen auch gerne beim Weltreiseforum.

WWOOFing
So habe ich meinen Australien-Aufenthalt begonnen. Ich dachte es ist für den Anfang bestimmt gut, dass ich mich erstmal aklimatisieren kann und auf einer Farm arbeiten kann.
WWOOF steht übrigens für World Wide Opportunities on organic Farms und dieses system gibt es in fast jedem Land der Welt. So lernt ihr ein paar Mitreisende kennen, da ihr meistens nicht die einzigen helfenden Hände, zumindest auf großen Farmen, seid und ihr bekommt einen Eindruck in das Leben in dem jeweiligen Land.

Hostels
In einem Hostel ist es immer sehr einfach andere Backpacker kennen zu lernen. So ist die Gemeinschaftsküche schon mal ein zentraler Treffpunkt und geht einem das Salz aus, dann musst du eben jemanden fragen. Und schon seid ihr ins Gespräch gekommen.
Viele dieser Unterkünfte haben auch einen Gemeinschaftsraum wo gelesen, gespielt oder Filme angeschaut werden. Einfach mal dazu setzen, so kommt ihr automatisch in ein Gespräch. Vielleicht liest ja auch jemand dasselbe Buch wie ihr oder spielt ein Spiel wo ihr gerne mitspielen würdet?
Hostels gibt es fast überall schaut doch einfach mal hier vorbei: Hostelworld oder auch hostelbookers ebenso wie hostels.com

Schwarze Bretter und Kleinanzeigen
Schwarze Bretter gibt es in jedem Hostel der Welt in dem ich jemals war. Ihr wollt ein Auto mieten, dies aber nicht alleine tun? Schreibt einen Zettel, vielleicht mit Farbe und kleinen Bildchen, damit er etwas heraussticht und hängt ihn an mehrere schwarze Bretter. Ein schwarzes Brett alleine reicht meistens nicht, aber in den meisten Städten gibt es weit mehr als ein Hostel.
Oder wenn ihr länger an einem Ort seid schaltet doch einfach eine Kleinanzeige in einer Zeitung.

Bahn/Bus
Viele Menschen verraten schon viel über sich, wenn man ihre Koffer/Taschen anschaut.
Auch ist es einfach zu fragen wo jemand hin möchte oder gewesen ist. Der Sitznachbar bietet sich dazu an, oder auch die Reihe vor oder hinter euch.
Vor allem in Malaysia konnte ich mich immer gut im Bus unterhalten. Meistens mit Einheimischen da ich die einzige weiße im Bus war und mir viele Fragen gestellt wurden. Aber auch mit anderen Backpackern, weil man sich eben „erkannte“.

Touren
Das ist wohl der einfachste Weg jemanden kennen zu lernen. Ab und zu auch mal eine Tour buchen.
Auch wenn ihr individuell sein wollt und denkt „Nein, ich will alles alleine machen“, manche Sachen machen mit anderen mehr Spaß und bei einer Tour bekommt ihr auch noch viele nützliche Sachen erzählt.
So bin ich zum Beispiel froh, dass ich im Outback einer Tour beigewohnt habe, ebenso wie bei der Wanderung auf den Mt. Kinabalu.
Also habt keine Angst, es ist keine Blamage auch mal etwas nicht komplett selbstständig zu machen.

Und selbst wenn man glaub man wird alleine sein
Manchmal bekommt ihr das Gefühl, dass ihr grade niemanden kennenlernt und das alles scheiße ist? Dann habe ich eine Geschichte für euch:
Als ich damals auf Koh Phi Phi ankam drehte sich mir bei dem Anblick des Hostels der Magen um – und dafür braucht es bei mir schon viel. Somit musste ein Gästehaus her.
Nach einigem Suchen fand ich ein nettes kleines Zimmer für wenig Geld. Hier gab es jedoch nicht einen Backpacker, die Insel war voll mit Pauschalreisenden.
Ich hatte eine anstrengende Busfahrt von Malaysia hinter mir und wollte so gerne mit jemandem darüber reden. Also schlenderte ich durch die Gassen und bekam eine Idee: Ich wollte einfach Ausschau halten nach jemandem der alleine in einem Restaurant sitzt und mich dazu setzen.
Gesagt getan. In einer Pizzaria entdeckte ich eine junge Frau in meinem Alter, ging auf sie zu und meinte „You eat alone? Can I sit with you as I don’t want to eat alone“ und schon waren wir im Gespräch. Es stellte sich heraus, dass sie aus der Schweiz kam und wir unterhielten uns den ganzen Abend lang.
So schnell könnt auch ihr in ein Gespräch vertieft sein. Dazu zählt etwas Mut, aber der Mut wird meistens belohnt.

Was mit auch immer geholfen hat war Reiseberichte von anderen zu lesen.
Viele Reiseblogs findet ihr hier:
umdiewelt.de –> Auch super wenn ihr euren ersten Reisebericht schreiben wollt. Eine sehr nette Betreuung und einfach zu bedienen
Reiseblogger Kodex Einfach etwas runterscrollen und schon sehr ihr 100te an Reiseblogs

Ich hoffe, dass ich euch ein paar Tipps geben konnte und euch ein wenig die Angst vorm „Alleinreisen“ genommen habe – denn ihr seid nie lange allein!

Die Idee zu diesem Artikel ist mir übrigens dank Pink-Compass gekommen. Danke dafür.