Auf den höchsten Berg Tschechiens: Die Schneekoppe

Eigentlich erwandere ich lieber die höchsten Gipfel der Länder dieser Erde – diesen Sommer sollte es aber mit einer Seilbahn zum höchsten Punkt eines Landes gehen.
Hoch zur Schneekoppe, dem höchstem Berg Tschechiens mit 1603m.

Schon am frühen Morgen machten wir uns auf den Weg zur Talstation. Zu unserer Überraschung mussten wir hier gar nicht anstehen und konnten sofort in die nächsten Gondeln einsteigen. Weiterlesen

Alpenüberquerung im Sommer

Schon länger steht es auf meiner Bucket List – die Alpenüberquerung. Einfach mal sagen können „Genau DAS habe ich geschafft“

Natürlich ist das alles noch etwas hin, bis es soweit ist, aber natürlich ist es immer besser sich vorzeitig Gedanken zu machen.

Alleine, zu zweit oder in der Gruppe? Diese Frage stellt sich mir natürlich auch. Generell bin ich ein Mensch der gerne alleine in Urlaub fährt und/oder wandert. Was die Alpenüberquerung angeht mit teilweise „schwierigen“ Passagen über die Gipfel war für mich klar, dass ich diese Hürde nicht alleine nehmen möchte.
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Ich packe meinen Koffer – für eine Trekkingtour

Ich hatte schon einmal darüber berichtet, dass ich mich immer den Reisesituationen anpasse, was mein Gepäck betrifft.
Auch wie man sich am besten kleidet, wenn es richtig kalt ist habe ich schon einmal beschrieben.

Wie sieht es aber aus bei langen Trekkingtouren?
Genau das habe ich mich gefragt bevor es los ging nach La Réunion.
Bis jetzt kannte ich nur Tagestouren, oder 3-4 Tagestouren in Neuseeland. Also wie packe ich am besten.
Die Packliste von Wikinger war schon sehr hilfreich, letztendlich habe ich aber doch etwas anders gepackt.

8 Tage waren wir mit denselben Klamotten unterwegs und da gehört es sich schon wirklich gut ausgestattet zu sein.

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Der Rucksack
Ich bin ein großer Deuter-Fan und da ich die Auswahl hatte zwischen einem 24l Rucksack und einem 50+10l Rucksack, entschied ich mich für den letzteren.
Ich kann euch sagen, der war ganz schön groß – der größte von allen.
Natürlich müßt ihr große Rucksäcke nicht bis oben hin vollpacken. Das habe ich auch nicht getan.
Letztendlich müßt ihr aber daran denken, dass jeder Rucksack ein Eigengewicht mitbringt und das variiert natürlich je Marke, Ausstattung und Größe.
Nach La Réunion habe ich für mich beschlossen, dass ich vor der nächsten Trekking-Reise einen 35+10l Rucksack bekommen werde. Welchen genau weiß ich noch nicht, aber diese Größe scheint perfekt zu sein.
Eine große Auswahl an Rucksäcken und vielen weiteren Outdoorartikeln bietet zum Beispiel wildnisssport.de die auch sehr gute Beschreibungen mitliefern. Hier werdet ihr informiert über Größe, Gewicht und Verwendungszweck.
Das grenzt die Auswahl schon sehr ein.

Wanderschuhe und Stöcke

Wanderschuhe sind wichtig – und zwar die richtigen. Nehmt nicht einfach die günstigsten, sondern die, die passen. Ihr müsst mitunter 10 Stunden am Stück in ihnen gehen können über mehrere Tage.
Ich nehme seit Jahren schon Wanderschuhe der Firma LOWA. Ich habe beim letzten Schuhkauf auch andere Marken angehabt, aber für meinen Fuß sind einfach nur diese Schuhe gemacht.
Stöcke werden häufig unterschätzt. Wer von euch hat nicht schon einmal, grade beim bergab-gehen über schmerzende Knie geklagt?
Seit ich die Stöcke richtig einzusetzen weiß, hatte ich nie wieder Knieprobleme.
Bergauf eine gute Hilfe dem Körper die Last des Rucksacks abzunehmen, sollte man sie eher etwas kürzer halten.
Hinab werden sie verlängert, so habt ihr immer eine Stütze dabei um auch mal große Stufen zu meistern.
Beim geradeaus laufen ist ein 90 Grad Winkel der Arme sehr angenehm.

Nützliches auf Tour
Eine Stirnlampe sollte immer dabei sein. Wer weiß ob ihr von der Dunkelheit überrascht werdet oder mal auf einer Hütte übernachtet wo ihr diese Nachts braucht.
Ich habe viele Ausführungen von Stirnlampen (die hellste mit 1000 Lumen), hatte auf La Réunion jetzt zum Beispiel nur eine sehr günstige, aber dafür sehr leichte Lampe dabei. Hierbei Batterien nicht vergessen damit ihr nicht im Dunkeln steht.
Ein Seil hilft in vielen Lebenslagen. Zum Beispiel beim Waschen. Einfach zwischen zwei Pfosten oder zwischen Bett und Fenster spannen und schon könnt ihr eure frisch gewaschenen Sachen zum trocknen aufhängen.
Ein Taschenmesser kann ebenfalls in vielen Lebenslagen helfen. Sei es in Notsituationen oder auch einfach um sich zur Mittagszeit ein Brot schmieren oder ein Stück Wurst abschneiden zu können.
Eine Brotdose wiegt nicht viel und ihr könnt einiges darin aufbewahren. Nicht nur Essen, auch Steine, Blätter oder was auch immer ihr am Wegesrand findet.

Klamotten und Waschsachen
Bei den Anziehsachen ist Minimalismus gefragt.
8 Tage bedeuten nicht, dass ihr 8 T-Shirts mitnehmen müsst. Ich hatte genau 2 dabei. Eins an und eins im Rucksack, dass ich anziehen konnte, während das andere nach dem Waschen an meinem Rucksack trocknete.
Am besten ist es Funktionskleidung zu nehmen. Die ist leicht und trocknet rasend schnell.
Unterhosen reichen ebenfalls 2-3. Für Frauen hier ein kleiner Tipp am Rande: Slipeinlagen wiegen und kosten fast nichts. Und schon könnt ihr auch mal einen Tag länger ein Höschen tragen.
Für Socken gilt dasselbe. Hier hatte ich auch wieder genau 2 dabei. Ein Paar an, ein Paar im Rucksack. Bitte beachtet auch, dass ihr wirklich Wandersocken nehmt die euch passen – das ist ein ganz anderes Gefühl zum laufen.
Statt normalem BH gab es einen Sport-BH. Einen Ersatz im Rucksack, den ich letztendlich nicht brauchte.
Eine Wanderhose reicht vollkommen aus. Hier ist es sinnvoll eine Zip-Hose zu nehmen. So könnt ihr euch immer dem Wetter anpassen.
Es kommt darauf an welche Region ihr bewandert und wie Kälteempfindlich ihr seid, aber ich hatte auf La Réunion, trotz, das wir in den Tropen waren, einen Fließpulli, eine Mütze, Handschuhe und einen Buff dabei.
Wenn ihr in kälteren Gefilden unterwegs seid hilft es auch ein Set lange Unterwäsche dabei zu haben.
Regensachen sind ganz wichtig. Ich schwöre ja auf eine Regenhose und eine Regenjacke, auch wenn heut zutage die meisten einen Poncho nehmen. In einem solchen fühle ich mich allerdings unwohl und bis jetzt hat die Jacken/Hosen Kombination immer gut funktioniert.
Zum Waschen braucht ihr ebenfalls nicht viel. Zahnbürste, Zahnpasta, Shampoo – das wäre das minimalistischste. Denn mit Shampoo könnt ihr euch komplett waschen und eure Klamotten bekommt ihr damit auch noch sauber. Ich hatte zusätzlich noch eine kleine Tube Rei mit dabei und einen DEO-Kristall.
Als Handtuch/Duschtuch empfehlen sich auch wieder Reisehandtücher. Die sind klein, leicht und trocknen unheimlich schnell. Hier hatte ich ein kleines und ein mittleres dabei, wobei letztendlich das Mittlere gereicht hätte.

Medikamente und Erste Hilfe
In jeder Apotheke gibt es heut zutage ein „Reiseset“ mit Mullbinden, Pflastern, Tape, einer Warm/Kalt-Decke und weiterem Verbandszeug.
Abgesehen davon habe ich immer Blasenpflaster dabei. Man weiß ja nie.
Gelernt habe ich jetzt dass Hirschtalg den Füßen am Morgen auch sehr gut tut und das bilden von Hornhaut und Blasen mindert.
Weiter dürft ihr niemals die Sonne in den Bergen unterschätzen. Somit ist Sonnenmilch Pflicht und in vielen Gebieten ebenso das Mückenspray.
Früher hatte ich immer ein Gel dabei falls ich doch mal gestochen werde, bis mir zwei Engländer auf Borneo ZapperClick näher gebracht haben. Seitdem ist diese kleine Gerät mein ständiger Begleiter.
Eine Sonnenbrille schützt die Augen vor der UV-Einstrahlung. Für den Kopf nehme ich am liebsten ein Tuch oder eine Kappe.
Normale Medikamente solltet ihr auch dabei haben. Da wäre zum Beispiel etwas gegen Kopfschmerzen, Schmerzen allgemein, Anti-Allergika, etwas für den Magen und etwas gegen Durchfall.
Gebraucht habe ich außer Kopfschmerzen gott sei Dank noch nichts.
Last but not least natürlich einen Hüttenschlafsack. Die sind klein, leicht, handlich und man hat seine eigene „Decke“ um sich rum.

Essen und Trinken
Nüsse geben Energie und sind nicht schwer zu tragen. Somit habe ich immer etwas Studentenfutter und Müsliriegel dabei.
Wenn es sich um ein Trekking handelt wo man ab und an nochmal an einem Shop vorbeikommt reicht es, sich mit etwas Wurst und Brot einzudecken um den Hunger zu tilgen.
Solltet ihr länger unterwegs sein ist ein kleiner Kocher von Vorteil und ein paar Tütensuppen oder andere Fertiggerichte.
Ein Schokoladenriegel für die Seele habe ich eigentlich auch immer dabei.
2x 1 Liter Flaschen solltet ihr schon mitnehmen. Also insgesamt 2 Liter Wasser. Ob nun mit Trinkvorrichtungen am Rucksack, oder in Flaschenform. Ich habe je eine 1 Liter Flasche auf jeder Seite.
Und wenn es doch einmal nicht reicht? Aus frischen Quellen kann man das Wasser in den meisten Ländern bedenkenlos trinken. Und für alles andere gibt es zum Beispiel Micropur. Eine Tablette in 1 Liter Wasser, 2 Stunden warten und schon hat man wieder frisches, trinkbares Wasser.

Persönliche Sachen

Meine Kameras müssen immer mit. Genau, Kameras. Meine groß Olympus om-d em5, meine kleine Nikon Outdoorkamera und meine GoPro3+. Dazu jeweils 1 Ersatzakku, denn es gibt nichts ärgerlicheres als wenn die Kamera plötzlich versagt im schönsten Moment.
Geld in einem kleinen Geldbeutel mit den nötigsten Sachen und ein Handy gehören auch zu meiner Standartausrüstung.
Ein kleines Büchlein und 2 Stifte (einen als Ersatz) findet ihr auch immer in meinem Rucksack. Immerhin will ich das erlebte aufschreiben und mir nützliche Tipps und Tricks von anderen merken können.
Auch eine Kopie des Impfpasses ist immer zu empfehlen. Wenn euch etwas passiert weiß man wenigstens direkt Bescheid welche Impfungen ihr habt.
Wenn ich alleine unterwegs bin habe ich zusätzlich noch meinen mp3-player und mein Kindle dabei.
In der Gruppe habe ich es im Hauptgepäck zurückgelassen, denn hier hatten wir genug Unterhaltungen zwischendurch.

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Natürlich ist dies alles dem Trekking anzupassen welches ihr beschreiten wollt.
Wollt ihr campen? Dann braucht ihr natürlich noch ein Zelt, Schlafsack und eventuell Isomatte.
Dieser Bericht ist voll und ganz dem Packsystem für meine La Réunion Tour gewidmet.

Was nehmt ihr normalerweise mit? Hab ich etwas vergessen?

Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 2 & Cilaos

5. Tag Grand Place Cayenne bis Roche Plate

↑1086hm ↓517hm 15,09km

Unser Weg führte zuerst teilweise bergauf und bergab und durch eine sehr bekannte Siedlung Ilet de Lataniers. Hier wohnt der Briefträger von Mafate. Ein Briefträger in einem Cirque ohne Autos? Natürlich zu Fuß.
Sein Name ist Ivrin Pausé und er ist einer der berühmtesten Briefträger der Welt. In seiner Amtszeit von 40 Jahren ist er ca. 250.000km gelaufen und hat damit 5.5x die Welt umrundet.
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Danach ging es erstmal wieder bergauf bis zur Canalisation. Das ist nicht etwa die Kanalisation für Schmutzwasser, sehr wohl aber ein Wasserrohr von Mafate bis an die Küste zur Versorgung mit Frischwasser.
Wir liefen mit allen Frauen ein kleines Stück diesem Haupt-Fußweg aus dem Talkessel entlang, genoßen die Aussicht und schossen lustige Fotos, während die Männer auf die Rucksäcke aufpassten.
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Der Weg entlang des Flusses führte durch sagenhafte Schluchten, ein paar Mal mussten wir ihn auch überqueren, aber die Szenerie war schon wieder total anders, wunderschön und ließ einen nicht darüber nachdenken, dass man noch einen langen Fußmarsch vor sich hatte.
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Ein kleines Stück bergauf erreichten wir Ilet des Orangers wo wir unsere Mittagspause hielten und die Sonne genoßen vor dem letzten, großen Anstieg für diesen Tag.
Der Weg ging fortan nur noch bergauf in unzähligen Serpentinen.
Doch dieser Aufstieg lohnte sich in jedem Fall, denn die Aussicht vom Kamm war unbezahlbar. Damit hatte niemand gerechnet. Ein komplett anderer Blickwinkel, keine Bäume und somit freie Sicht. Unbeschreiblich.
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Nach einer kurzen Snackpause ging es weiter entlang der Felswand bis wir ein kleines Waldstück erreichten, durch welches wir noch durch mussten bevor wir in Grand Place ankamen.
Da unsere Reiseleiterin den Schlüssel holen musste für unsere Zimmer gönnten wir uns schonmal unser DoDo, bevor wir zur Schlafhütte, Thiburce Juliette (1100m) liefen. Wieder 8-Bett-Zimmer und wir trafen sogar eine andere Wandergruppe wieder, die wir in der Roche Ecrite Hütte das letzte mal gesehen hatten.
Zum Abendessen mussten wir 15 Minuten bis zu Madame Thiburce Küche selber laufen mit Stirnlampen, da sie auf ihrer Veranda für uns servierte. Ein tolles Ambiente und die beste Sauce Rougail die ich während der ganzen Zeit hatte mit frischen Orangenschalen aus ihrem Garten.

6. Tag Grand Place bis Marla

↑1001hm ↓487hm 13,07km

Nach einem weiteren Frühstück bei Madame Thiburce machten wir uns auf den Weg.
Immer an einer steilen Felswand entlang auf der einen Seite und der Schlucht auf der anderen Seite.
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Dabei ging es im Wechsel immer leicht bergauf oder bergab. Jedoch tendentiell erstmal bergab bis wir auf ein Plateau trafen. Hier befanden wir uns bei den „Les Troius Roches“. Ein flaches Felsplateau welches ein Loch in der Mitte hat mit einem tiefen Abgrund.
Es gibt jedes Jahr einige Wanderer, die zu nah an den Abgrund gehen um die Wasserfälle besser zu sehen und dann 60m in die Tiefe stürzen.
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Deswegen blieben wir auch in gebürtigem Abstand stehen und betrachteten diese Naturschönheit von weitem während wir unsere Mittagspause auf dem Felsplateau einnahmen.
Gestärkt ging es erstmal relativ flach weiter entlang des Flussbetts wo unsere Reiseleiterin uns eine kleine „Geologie-Stunde“ gab zu dem Vulkanischen Gestein welches hier zu finden war. Sehr interessant, wo ich mich ja eh so für Vulkane interessiere.
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Der Weg stieg nach verlassen des Flusses wieder etwas an bevor wir uns vor einer Felswand wiederfanden, welche es noch zu bezwingen galt.
In Marla, der am höchsten gelegenen Siedlung von Mafate angekommen, überraschte eine ausgesprochene Kälte.
Wir kehrten zuerst an der Samoussa Bar des Campingplatzes ein um uns einen Snack zu gönnen und das unvermeindliche DoDo, bevor wir die letzten 10 Minuten zu unserer Hütte Fanélle César (1650m) gingen.
Hier war es wirklich kalt. Die 4rer-Zimmer glichen einem Gefrierfach und wenn ich das schon sage, wo ich normalerweise wirklich sehr kälte-resistent bin, dann heißt das schon was.
Der Essensraum dagegen war sehr warm.
Nachts beim schlafen war die Temperatur jedoch relativ angenehm.
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7. Tag von Marla nach Cilaos

↑937hm ↓1401hm 17,01km

Nach einem üppigem Frühstück mussten wir etwas warten und machten uns warm indem wir sangen und tanzten.
Schon ging es los, auf den Weg nach Cilaos im Cirque de Cilaos, raus aus dem Cirque de Mafate.
Das bedeutete natürlich wieder rüber über die Calderawand und erstmal nur hoch, hoch und hoch.
Oben angekommen machten wir eine kurze Pause um uns von Mafate zu verabschieden, einen letzten Blick zurück zu werfen und Cilaos wilkommen zu heißen.
Bye Bye Mafate
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Welcome Cilaos
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Von hier an ging es, laut unserer Reiseleiterin „tendentiell bergab“. Sie hatte wohl vergessen dass es noch eine ganze Zeit lang immer mal wieder runter und wieder bergauf gehen sollte, bis wir irgendwann an dem Parkplatz ankamen (jawohl, die Zivilisation hatte uns wieder, auch wenn wir uns fragten was das für komische 4-rädrige Tiere waren die auf diesem komischen dunklen Asphalt fuhren) wo unsere Tour enden sollte.
Zumindest laut Programm von Wikinger ist hier Schluss und man fährt mit dem Bus weiter nach Cilaos.
So aber nicht mit unserer fitten Gruppe. Wir wollten geschlossen nach Cilaos laufen. Unsere Reiseleiterin war total begeistert, da sie normalerweise nur mit einem Teil der Gruppe läuft, während der Rest wirklich Bus fährt. Wir waren wohl die erste aller ihrer Gruppen die komplett mitlaufen wollte.
Gesagt, getan.
Somit ging es hinunter in eine Schlucht bis zum Fluss Bras Rouge. Ein beliebtes Ausflugsziel für die Einheimischen, wie wir feststellen konnten. Überall entlang des Flusses wurde gepicknikt, geplanscht und einfach die Sonne genossen.
Wir taten dem gleich und legten eine kleine Erfrischungspause ein während unserer Flussüberquerung um die Füße in kaltes Wasser zu tauchen nach dem erschwerlichen, langen Abstieg.
Auch bestaunten wir einen tollen Wasserfall der in einer Welle aus dem Fels heraus zu springen scheint. Fast etwas surreal.
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Cliaos selber lag nun jedoch noch einige Höhenmeter weiter oben und somit hieß es „Schuhe an und los“.
Diesmal war es ganz und gar nicht steil sondern angenehm sanft ansteigend. Dafür zog sich der Weg.
Immer wieder sahen wir die Kirche wo unser Weg rauskommen sollte und im nächsten Moment war sie wieder verschwunden.
Und doch schafften wir es hinauf nach Cilaos und auch in unser Hotel Tsilaosa.
Hier gingen wir außerhalb etwas Essen und durften uns sogar zwischen verschiedenen Gerichten… ähm Varianten des Caris, entscheiden. Sehr sehr schön.
Die Zimmer waren groß und geräumig mit Brausebadewanne. Das tat natürlich sehr gut.

Cilaos

Den nächsten Tag hatten wir „wanderfrei“.
Zu 4. machten wir uns auf den Weg die Kleinstadt zu erkundschaften.
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Cilaos hat etwa 6000 Einwohner und der Name bedeutet soviel wie „schneebdeckte Bergspitzen“.
Bekannt ist der Ort auch, weil hier der größte Niederschlag eines Tages jemals auf der ganzen Welt gemessen wurde mit 1870 Liter/m² Regen innerhalb 24 Stunden. Im Vergleich: In Deutschland fällt im ganzen Jahr durchschnittlich 700 Liter/m².
Wir schlenderten die Hauptstraße bei schönem Sonnenschein entlang bis zur Touristeninformation wo wir uns mit Postkarten und kleinen Mitbringseln eindeckten. Immerhin hatten wir für diesen einen Tag unser Hauptgepäck wieder und konnten Sachen verstauen.
Weiter ging es zur Kirche L’église Notre-Dame-des-Neiges, welche 1934 im Art Deco Stil erbaut wurde. Der Glockenturm umfasst 48 Glocken und ist damit einer der größten der Welt. (und das alles auf dieser kleinen Insel)
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Zurück im Hotel legten wir die Beine etwas hoch, entspannten und schrieben Postkarten, bevor wir uns auf tolle Crêpes im Hotelcafe trafen.
Immerhin mussten wir gestärkt sein, denn Abends ging es zur wohl bekanntesten Weinprobe La Réunions.
Der Cirque de Cilaos ist bekannt für den Weinanbau.
Allerdings ist der Wein der hier eigentlich wächst teilweise verboten oder bestenfalls einfach nicht gelistet. Früher wurden die Menschen von den Reeben blind.
Heute wird auch „europäischer Wein“ angebaut der anerkannt wird. Verkauft wird aber auch noch der Wein von Cilaos. Zuckersüß und teilweise so genießbar als würde man ein Glas Wasser mit 20 Löffeln Zucker füllen.
In unserem Weinkeller des Hotels wurden wir von Herr Dijoux begrüßt. Ein kleiner Mann mit einem unglaublichen Charme. 9 Flaschen Wein sahen wir vor uns auf dem Tisch stehen – na das konnte ja heiter werden so vor dem Abendessen.
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Aus den 9 Weinen wurden aber ganz schnell 11 oder 12, da der liebe Herr Dijoux immer und immer wieder neue Flaschen aus den Regalen zog.
Wir haben unglaublich viel gelacht und jeder sollte diese Weinprobe einmal mitgemacht haben. Eine der besten, die ich jemals mitgemacht habe – und glaubt mir, ich habe schon viele mitgemacht in vielen Ländern dieser Erde.
Zum Abendessen trokelten gingen wir wieder etwas außerhalb essen, ich verabschiedete mich jedoch sehr schnell da ich schlicht und einfach keinen Alkohol gewöhnt bin und mein Bett sehr laut rufen hörte an diesem Abend.

Am nächsten Tag begann unser nächstes Trekking – aber das ist mal wieder eine andere Geschichte und wird in den nächsten Tagen folgen.

La Reunion Reiseberichte:
La Réunion? – Wo bist du gewesen?
Ankunft und das erste Beschnuppern der Insel
Trekking durch den Talkessel von Mafate Teil 1

Vom wandern in den Bergen – Tag 4 – bergauf und kein Ende in Sicht

Die Wettervorhersage für heute war alles andere als gut. Unser Hotelwirt sagte aber, dass wir uns keinen Kopf machen sollten, es würde sich schon halten und Regen oder Gewitter wäre ja nicht so schlimm.
Regen – da geben wir ihm recht – Gewitter, naja, ich habe mein Leben schon sehr lieb.

Als erstes fuhren wir nur ein kurzes Stück zum Parkplatz Hopffeldboden auf 1067m Höhe.
Von dort ging es über eine Straße die ich locker als Hauptverkehrsstraße sehen könnte. Alle paar Minuten kam ein LKW oder ein PKW an uns vorbei gefahren. Die Straße war breit und ausgebaut und alle die mich kennen wissen: Ich mag solche Wanderwege gar nicht. Aussichten gab es auch nicht wirklich.
Stetig ging es einfach bergauf, noch etwas geschützt durch die Bäume war es trotzdem schon sehr schwül und die Sonne brannte vom Himmel.
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Kurze Zeit später bogen wir rechts ab, laut Karte wieder ein Weg über Stock und Stein – aber nein, seit kurzen wurde der Weg ausgebaut, damit die Besitzer der Alm mit ihrem Quad den Weg hochfahren können.
Somit waren wir auf einer Straße aus Serpentinen, die sich weiterhin unaufhörlich bergauf schlängelte. Und das ohne Schattenmöglichkeit bei fast 30°C.
Meine Mutter sagte irgendwann nach 1,5 Stunden, dass sie nicht mehr kann und drehte um. Ich ging weiter.
Es ging bergauf, bergauf und noch mal bergauf. Ohne irgendeine Abwechslung.
Meine Uhr klingelte schon seit 2 Stunden „Sturmwarnung“ und in den Bergen sah man schon, dass sich etwas zusammen braute.
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Geschlagene 2 Stunden und 30 Minuten später, reines bergauf gehen kam ich an der Seebachalm auf 1995m Höhe an und sah das Schild „20min bis Seebachsee“.
Ich wusste, wenn ich mich jetzt hier richtig hinsetze, stehe ich nicht mehr auf und ging weiter. Die 20 Minuten sollten doch zu schaffen sein.
Und plötzlich war der Weg: WUNDERSCHÖN!
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Diese 20min waren die schönsten 20 Minuten des ganzen Tages. Über Weiden und Wiesen, über einen Bachlauf, vorbei an grasenden Kühnen mit ihren Kälbern, die faul in der Sonne lagen bis hinauf zum Seebachsee.
Der Name erinnerte mich irgendwie an Jokijärvi in Finnland. Das bedeutet übersett so viel wie „Flusssee“.
Dieser See hier lag jedoch wunderschön in einer Bergkullise von 2-3 tausendern und wurde von vielen Wasserfällen gespeist.
Dort, auf knapp über 2000m Höhe angekommen saß ich mutterseelenallein am See, aß meine mitgebrachte Wurst und Müsliriegel und genoß die Ruhe und die Einsamkeit.
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Inzwischen zeigte meine Uhr an, dass es höchste Zeit wurde wieder umzukehren und das machte ich auch.
Es hätte die Möglichkeit gegeben einen anderen, etwas längeren Weg, hinunter zu nehmen, jedoch wollte ich meine Mutter nicht zu lange unten warten lassen und beschloss denselben Weg wieder hinab zu gehen.
Meine Knie bedanken sich noch jetzt bei mir 2 Stunden lang stetig, steil bergab zu laufen. Auch wenn ich normalerweise bergab einfach durchgehe – hier musste ich Pausen machen, denn es war verdammt anstrengend steil und über Geröll hinab zu steigen.
Kurz bevor ich wieder an der Abzweigung zur „Hauptstraße“ war, brach der Himmel auf und mal wieder wurde mir gezeigt wie sehr ich mich doch auf meine Uhr verlassen kann. Also schnell Regenschutz über den Rucksack und weiter gings durch den Regen zurück zum Parkplatz.

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An sich ist das Ziel der Wanderung sehr schön. Der Seebachsee ist auf jedenfall eine Wanderung wert, jedoch würde ich allen raten den längeren Weg rauf und wieder runter zu laufen, denn dieser Weg war nur steil und nicht sonderlich schön.
Mit 3 Stunden war die Zeit wieder super angegeben, da ich nach 2 Stunden und 50 Minuten am Seebachsee war mit 2 längeren (10min) Pausen zwischendrin und einigen Gelegenheiten Fotos zu schießen.
Hier muss man wirklich fit sein und sich nicht davor scheuen viel bergauf zu laufen – um genau zu sein kontinuierlich bergauf zu laufen.
Hier ist definitiv nicht der Weg das Ziel, sondern das Ziel der See – ein wunderbarer Bergsee.

Nach dieser Wanderung probierte ich erstmal den Wellnessbereich unseren Hotels aus und machte 2 entspannte Saunagänge um dem Muskelkater vorzubeugen.
Ob das funktioniert hat? Das wird sich morgen zeigen.

Die ersten paar Tage in Österreich findest du hier:
Tag 1-3

Vom Wandern in den Bergen – Tag 1 bis 3

Jeden Urlaub versuchen meine Mutter und ich auch mindestens 1x zusammen etwas zu unternehmen.
In meinem letzten Urlaub war es Bremen und Umgebung, dieses Mal ist es Österreich zum wandern.
Wir sind unterschiedliche Wanderer versuchen aber trotzdem zusammen zu wandern. Ich kann auch mal warten zwischendurch.

1. Tag Anreise
Die Anreise war lang und anstrengend. Um 5.30Uhr ging es los mit dem Auto über die Autobahnen und gefühlten 100 Baustellen und Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 100 km/h.
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2 Pausen, 4x Stop and go und 9 Stunden später kamen wir in Österreich an.
Wo genau eigentlich?
In Neukirchen am Großklockner in einem wunderbaren Hotel, dem Hotel Steiger.

Direkt bei Ankunft schon mal eine schlechte Nachricht für mich: Die Wanderung, für welche ich mich Donnerstags angemeldet hatte auf den Larmkogel wurde abgesagt. Schade auch, wollte ich noch etwas Bergtraining bekommen, bevor es nächste Woche für 17 Tage nach La Reunion geht.

Nach einem bereits langen Tag schauten wir uns den Ort zu Fuß an, kauften ein paar Müsliriegel für den nächsten Tag und gingen wieder zurück zum Hotel um früh schlafen zu gehen um am nächsten Tag auch wirklich ausgeschlafen zu sein.

2. Tag – So war das nicht geplant
Schon in der Nacht bekam ich starke Magenkrämpfe, die auch am nächsten Morgen nicht aufhörten. Ich schwitzte, bekam Kreislaufprobleme und konnte mich vor Schmerzen kaum bewegen. Also ab zum Arzt.
Der hätte mich am liebsten direkt in die Notaufnahme genommen, jedoch gab er mir erstmal ein paar Medikamente mit.
Für mich hieß das „ab ins Bett – nix mit wandern“ – obwohl es draußen wunderschönes Wetter war.
Meine Mutter ging somit alleine los und ich blieb im Bett liegen und nahm meine Medizin.
Gut für mich – am Abend ging es mir schon viel besser.
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3. Tag – Endlich die Bergwelt erkunden

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Mir ging es wieder sehr viel besser und es konnte endlich losgehen.
Zuerst fuhren wir über eine alte, sehr serpentinenreiche Straße nach Gerlos, genaugenommen zum Gasthof Finkau auf 1420m.
Von hier startete unsere Wanderung zur Zittauer Hütte auf 2328m.
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Angegeben war die Wanderung mit 3 Stunden rauf zu unserem Ziel.
Zuerst startete der Weg sehr steil, auf Schotterwegen, durch ein Waldstück bevor sich vor uns ein riesiges Tal öffnete.
Nicht mehr ganz so steil und begleitet von vielen Kühen ging es an einem Gletscherfluss entlang stetig leicht bergauf. Links und rechts des Weges zeigten sich immer mehr Wasserfälle, welche von den Gletschern auf den höheren Bergen mit Wasser gespeißt werden.
Meine Mutter sagte noch, dass sie sehr gerne Murmeltiere sehen würde und was sahen wir? Eine ganze Murmeltierfamilie. Eine Mama und 4 Kleine die alle ausgelassen miteinander spielten und sich erst von uns stören ließen, als wir ganz nah waren, da der Weg an ihnen vorbei lief.
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Auf 1880m veränderten sich die Begebenheiten drastisch. Die Schotterpiste hörte auf und der Weg – war kein Weg mehr. Über Stock und Stein, über Wasserläufe und felsige Stufen hinauf. Teilweise mit Seilen zum festhalten an der Seite, teilweise ging es aber auch einfach nur neben dem Weg direkt steil bergab.
Nach 2 Stunden 58min kamen wir, inklusive 2 Pausen und vielen Fotomomenten, an der Zittauer Hütte an.
Die Hütte liegt wunderschön an einem See gelegen mit einem atemberaubenden Ausblick auf die Umgebung.
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Der Hüttenwirt ist sehr bemüht und so tranken und aßen wir oben erstmal um uns wieder zu stärken.
Ursprünglich wollte ich noch eine Etappe weiter laufen, jedoch sagte man uns, dass es zwischen 15-16Uhr gewittern soll und das war mir dann doch zu heikel. Immerhin geht mir meine Gesundheit und mein Leben vor und wir beschlossen nach einer Stunde Pause wieder mit dem Abstieg zu beginnen.
Für die, die mich noch nicht kennen: Ich LIEBE bergauf-wandern, bergab ist dagegen nicht wirklich meine Stärke. Vor allem nicht über Geröll, welches es dort in Hülle und Fülle gab.
Diesmal ging alles gut und nach ca. 2 Stunden waren wir wieder unten, wo wir uns noch einen Almdudler gönnten und zurück zu unserem Hotel fuhren.

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Die Wanderung würde ich als medium – anspruchsvoll einstufen, da man wirklich trittsicher sein muss und teilweise schwindelfrei sein sollte. Grade an heißen Tagen gibt es kein Entkommen von der Sonne.
Die Gehzeit hinauf ist mit 3 Stunden gut beschrieben inklusive kleinen Pausen zum Landschaft genießen und fotografieren.
Insgesamt eine wirklich umwerfend tolle Wanderung die ich nur weiterempfehlen kann!
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Grundmodul Wandern in Österreich

Am 30.04. war es soweit. Endlich durfte ich Deutschland wieder verlassen, wenn auch nur fuer ein paar Tage. Diesmal ging es nach Oesterreich. Das letzte mal, dass ich dort gewesen bin ist bestimmt 6 Jahre her.

Die Zugfahrt von Siegen nach Salzburg fing schon gut an. Erst schmiss sich ein Mensch vor einen Zug und dann eine Kuh. Meinen Anschlusszug nach Vöcklabruck konnte ich vergessen. Gott sei Dank treffe ich aber immer wieder auf nette Menschen und lernte eine Deutsche und einen Amerikaner kennen die ähnliche Probleme hatten und wir fuhren zusammen mit einem anderen Zug weiter. Weiterlesen