Winterwunderland Breitachklamm

Ein Bericht fehlt noch von unserem runden Geburtstagsurlaub im Allgäu.
Schon ziemlich zu Anfang wollten wir eigentlich die Breitachklamm besuchen, jedoch war diese immer geschlossen aufgrund von Glatteisgefahr.

Am letzten Tag, meinem Geburtstag, war sie jedoch tatsächlich geöffnet.
Somit stand unsere Entscheidung schnell fest, denn alles, was wir bisher gehört hatten, war durchweg positiv. Weiterlesen

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Eine Deutsch/Neuseeländische Behördenstory

Wie ihr wißt, hat bei mir mal alles mit meiner kleinen Weltreise angefangen, wo ich lange in NZ hängen blieb.

Florian von Travel Pins, berichtete im Januar über den „internationalen Führerschein
Dabei fiehl mir ein, was ich damals in Neuseeland alles so durchgemacht habe, was mit dem Führerschein zu tun hatte und da Flo auch ein paar Fragen hatte, beschloss ich, einfach gleich einen ganzen Artikel darüber zu schreiben.

Zuerst: Außerhalb Europas braucht man in den meisten Ländern zusätzlich zu dem normalen europäischen Führerschein auch noch einen internationalen.
Dieser kann ganz einfach bei den Behörden beantragt werden, kostet kleines Geld und schon hat man ihn.
Allerdings reicht der internationale Führerschein nicht alleine sondern ihr braucht dazu auch noch euren originalen.

Nun passierte es mir in Neuseeland, dass mir mein Portemonaie geklaut wurde. Gott sei Dank hatte ich nur etwas Bargeld drin und als Ausweis meinen Führerschein.
Trotzdem ärgerlich.
Somit ging ich am nächsten Tag zur Polizei, erstellte Anzeige gegen Unbekannt und fragte was ich nun bezüglich meines Führerscheins machen sollte.
„Kein Problem“ meinten die Polizisten und stellten mir einen Wisch aus, der mir erlaubte für meine Zeit in NZ auch ohne Führerschein zu fahren und nur den internationalen Führerschein vorzeigen zu müssen.

Es ging auch alles gut.
In Neuseeland kommt man ja deutlich öfter in eine Kontrolle als in Deutschland, allein schon deswegen, weil die Alkoholkontrollen dort so aussehen, dass die sich Abends an die Hauptstraße vor einer Stadt/einem Dorf stellen und JEDES Auto kontrollieren. Hier „darf“ man dann einmal in ein Gerät seinen Namen und Adresse sprechen und das Gerät sagt einem dann, ob Alkohol im Atem war, oder nicht.
Wenn nicht, darf man weiterfahren, wenn doch, dann gehts einmal rechts ran und ins Röhrchen pusten. (letzteres musste ich nie machen)

Bis es dann den 04.01. gab.
Nach einer „Pub-Nacht“ mit Backpackerkollegen fuhr ich alle nach Hause und wollte dann zu der WG fahren wo ich wohnte.
Ich war das einzige Auto auf der Straße, hielt mich an die Höchstgeschwindigkeiten, als plötzlich ein Polizeiauto hinter mir ausscherte um mich zu kontrollieren.
Na wunderbar. Ich frage was ich falsch gemacht hätte. Nichts, versicherten mir die Polizisten, sie wollten nur eine allgemeine Kontrolle machen.
Auch hier lief alles gut, bis sie fragten „Wie lange sind sie schon in Neuseeland?“ Ich „1 Jahr und 2 Tag“ … BUMM! Ob ich denn nicht wüßte, dass man nach einem Jahr in NZ einen Neuseeländischen Führerschein brauche?
Nein – wußte ich nicht und das glaubten mir die Beamten gott sei Dank auch. Eigentlich meinten sie, dass sie mich nach Hause laufen lassen müssten, aber sie würden ein Auge zudrücken, solange ich morgen früh als erstes zur AA/NZ Land Transportation gehen würde um mir einen neuseeländischen Führerschein ausstellen zu lassen, zur Polizei zu kommen und ihnen die Unterlagen davon zu zeigen.

Am nächsten Morgen zog ich also los, zu Fuß vorsichtshalber, zur AA/NZ.
Dort sagte man mir, dass es eigentlich ganz einfach gehen würde, es würde 40NZD kosten und schon hätte ich ihn, da ich aber nur einen internationalen Führerschein hätte würde das nicht gehen. Entweder müsste ich den Führerschein komplett neu machen oder mir aus Deutschland einen neuen schicken lassen.
Das sei ja kein Problem und hätten andere auch schon vor mir gemacht wurde mir gesagt.

Da es grade von der Zeit passte, klemmte ich mich also ans Telefon und rief in Deutschland bei den Behörden an.
Diese sagten mir, dass das ja in vielen Ländern so möglich sei, nicht aber in Deutschland. Hier müsste ich bitte persönlich vorbeikommen. Da könne ich auch nichts per Post oder ähnlichem schicken.
Sie könnten mir jedoch ein Formular schicken auf welchem alles vermerkt sei. Das sollte eigentlich auch als gültiges Dokument gehen, meinte der Herr, dem ich helfen musste ein Schreiben auf Englisch zu verfassen, da er selber der Sprache nicht mächtig war.

Danach lief ich zur Polizeiwache, die mir mitteilten, dass Z. (Polizistin vom Vorabend) erst nach 23Uhr wieder anzutreffen sei.
Also blieb ich bis 23Uhr wach und ging wieder hin. Nur um festzustellen, dass die Polizeistelle geschlossen hatte.
Ich war so sauer, dass ich spontan den Notruf drückte und in Christchurch bei der Hauptannahmestelle landete. Aber egal – kurze Zeit später öffnete mir ein Herr.
Er sagte, als ich nach Z. fragte, dass diese in Urlaub sei, er aber ihr Partner im Auto letzte Nacht gewesen sei und sie noch nichts eingetragen hätten, ich bitte in ein paar Tagen wiederkommen sollte.
In der Zwischenzeit würde er mir nicht verbieten zu fahren, aber er könne mir nicht garantieren, dass, wenn ich nochmal angehalten würde, seine Kollegen genauso nett seien. 😉

Am nächsten Tag rief ich wieder bei AA/NZ an, die mir mitteilten, dass die Dokumente, die mir aus Deutschland zugeschickt wurden nicht genug seien.
Ich könne aber vielleicht ein Ausnahmeformular ausfüllen. Die Beantragung des Formulars würde 10 Tage dauern und dann nochmal einige Tage bis der Führerschein kommen würde – wenn es überhaupt akzeptiert würde.

Ein paar Tage später kamen meine Sachen aus Deutschland, ich fuhr zu AA/NZ und füllte das Ausnahmeformular aus.
Auch ging ich wieder zur Polizei, wo ich Z. antraf und sie mir sagte, dass sie meine Sachen alle zerrissen hätte, weil sie mir glaubte, dass ich wirklich alles erdenkliche probiere und sie mir nicht noch mehr Probleme bereiten wollte. Echt lieb.

3 Wochen später. Noch immer hatte ich nichts von AA/NZ gehört und rief nochmal dahin an was das denn sollte und was aus meinem Formular geworden sei.
Die meinten, dass sie zwar eine Eingangsbestätigung meines Forumlars hatten, aber nicht wußten wo es aufzufinden sei.
Ich verlangte einen Vorgesetzen und dieser fand mein Formular irgendwo unter einem Berg anderer Forumlare und meinte, dass es noch ein paar Wochen dauern würde, bis man die Papiere durchgearbeitet hätte. Ich meinte „ICH HAB ABER KEINE WOCHEN MEHR“ und schon war es möglich es etwas vorzuziehen.

Keine 10 Tage später die gute Nachricht: Ich würde einen neuseeländischen Führerschein bekommen!
WOW – nach dem ganzen HickHack ENDLICH!
Nur war ich grade wieder am rumreisen und nicht am arbeiten. Also gab ich den Behörden die Adresse von dem Hostel wo ich erstmal wohnen würde.
Natürlich kam und kam der Führerschein nicht und es ergab sich, dass ich wieder auf einer Farm Arbeit gefunden hatte und nicht mehr im Hostel wohnte. Die nette Besitzerin sagte aber, dass sie mir Bescheid geben würde, wenn Post für mich kam.

Meine Zeit in NZ ging zu Ende und ich hatte noch 1 Woche, verkaufte mein Auto und wollte nach Christchurch per Anhalter fahren.
Und ein paar wenige Tage, bevor es soweit war, geschah es endlich: Ich bekam meinen Führerschein – den ich jetzt nicht mehr brauchte.

PUH! – DANKE NZ – das war damals wirklich fast Bürokratischer als Deutschland. Nur 3 Monate um einen Führerschein zu beantragen.
Aber so lernt man mit Behörden umgehen.

Wo habt ihr schonmal so Geschichten mit den Behörden gehabt? Gibt es da lustige oder nervige Geschichten?

Konzert: Fiddler’s Green in Köln – ein spannender Abend

Wir gehen zurück ins Jahr 2007. Ich stehe kurz davor Deutschland zu verlassen, mein „geregeltes Leben“ aufzugeben und die Welt zu bereisen. Es ist der 24.08.2007 … es gibt das erste und letzte Mal das „Freuseburg Festival“ und wir sind dabei.
Klar auch, Fiddler’s Green spielt ja auch.
Was für eine Party! Katha und ich springen und tanzen und es ist ein wunderbares Konzert unter freiem Himmel.

Wir springen in die jetztzeit. Fast 7 Jahren später, 04.01.2014 ist es soweit.
Ich fahre am späten Nachmittag nach Friesenhagen um mich noch mit anderen zu treffen, die mich netterweise mitnehmen nach Köln.
Nach kurzer Parkplatzssuche sind wir auch schon an der „Live Music Hall“ in Köln.

Früher gab es für mich nur eine Art ein Konzert zu erleben: Ganz vorne stehen und zwar schon Ewigkeiten vor dem Konzert.
Schon auf dem letzten Schandmaul Konzert habe ich die Erfahrung gemacht, dass es doch viel lustiger ist sich einfach mal treiben zu lassen.
Und so tat ich es auch.
Die Vorband, Nachtgeschrei, hörten wir uns von draußen an mit noch genug Zeit nochmal etwas zu trinken oder kurz etwas Wasser zu lassen.
Aber die Musik hörte sich wirklich gut an!

Gegen Ende der Vorband standen wir natürlich recht weit hinten, aber wir kämpften uns, zumindest zu zweit, durch und schafften es sogar rechtzeitig zum Start von Fiddler’s Green ganz vorne (3.-4. Reihe) etwas rechts von der Bühne zu stehen.
Und dann ging das Spektakel los. WAS FÜR EINE SHOW!

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Fiddler’s Green was ist das eigentlich?! – Die Musikrichtung nennt sich „Speedfolk“. Stellt euch irischen Folk vor und den einfach auf schnell, rockiger, „speediger“.

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Seit 2006 „kenne“ ich die Musik von Fiddler’s Green schon und kann mich von ihrer Musik gar nicht mehr losreißen. Wie ich dazu gekommen bin, weiß ich schon gar nicht mehr, ich glaube durch meine beste Freundin, die wiederum durch ihren Bruder drauf gekommen war – ich kann mich aber auch irren 🙂
Bei dieser Musik kann man einfach nicht stillstehen (und wer es doch tut hat schlicht und einfach keinen Spaß 😉 ).
Man springt, man tanzt, man singt – das ist der Inhalt eines Konzerts.

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Jede Band hat ihre „Rituale“ und so auch Fiddler’s Green.
Um nur mal einige zu beschreiben, damit ihr einen Eindruck bekommt, was für eine große Party jedes Konzert ist:
Bei dem Song „Donkey Riding“ dürfen sich Pärchen/Freunde/Bekannte/Unbekannte, gegenseitig auf den Schultern tragen und ihren „Donkey“-Reiten 😉
Ein Lied spielt die Band immer mitten in Ihrem Publikum, wo sie sich einen Weg bahnen und einmal quer durchlaufen.

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Dann gibt es die „Wall of Folk“. Vielleicht kennen einige die „Wall of Death„.
Bei einer „Wall of Death“ geht es darum ineinander hinein zu laufen und gegeneinander zu springen. Sie ist ein Teil des „Pogo“-Tanzens.
Die „Wall of Folk“ ist eine etwas abgeschwächte Version bei welcher sich auch das Publikum in 2 Hälften teilt, es aber darum geht nicht gegeneinader zu springen, sondern durcheinander durch zu tanzen, bis sich beide Hälften getauscht haben.
Auch dies gilt natürlich als großes Ritual bei dem Lied „The Rocky Road to Dublin“.
Es gibt natürlich viele Rituale, aber ich will euch ja nicht den ganzen Überaschungseffekt verderben, solltet ihr mal selber auf ein Konzert gehen.
Vielleicht nur eins noch: Nicht nur die Band kommt ins Publikum – nein, das Publikum darf zum Schluss auch auf die Bühne 😉

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Alles in allem war es ein grandioses Konzert, natürlich super Musik, eine klasse Liveshow mit viel Spaß.
Was ich aber an allen „Folkrock“ Bands so klasse finde: Sie sind „auf dem Boden geblieben“ und kommen später noch runter in den Zuschauerraum für Gespräche, ein Autogram/Foto oder ähnliches.
Wir standen noch ca. 1 Stunde und unterhielten uns, wobei ich viele neue Leute kennenlernte, was echt schön war.

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Dann kam der Teil, wo es darum ging nach Hause zu fahren – und hier fing das eigentliche Abendteuer an!

Wir liefen wieder zum Auto, welches glücklicherweise noch da stand wo wir es abgestellt hatten.
Kaum auf der A4 fing das Auto an zu ruckeln und A. entschied auf den nächsten Parkplatz runter zu fahren. Grade noch rechtzeitig könnte man sagen, denn noch im fahren auf der Abbremsspur leuchtete die Batterielampe auf und das Auto schaltete sich aus und war auch nicht mehr an zu kriegen.
Ein kurzer Anruf bei der Versicherung und keine 15min später (WOW) kam auch schon der ADAC, die leider nichts weiter machen konnten.
Somit mussten wir abgeschleppt werden. Da vorne kein Platz für uns alle war mussten wir alle im Auto sitzen bleiben. Zitat A.: „Ich seh ja gar nicht mehr wo ich hinfahre“ 😉
Beim ADAC mussten wir dann warten bis jemand von der Leihwagenfirma kam.
Mit diesem mussten wir dann zu dem Sitz der Firma fahren um dort dann das Auto zu übernehmen, welches so wenig PS hatte, dass wir kaum vorwärts kamen.
Vorn Friesenhagen aus musste ich ja auch wieder nach Hause und war erst um 3.20Uhr daheim.
Was für eine Nacht!
Aber lustig wars und ich habe echt ein paar nette Leute kennengelernt!

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Und hiermit werde ich euch ein wenig nerven bis ich wieder weg bin.
Bitte einmal mit 5 Sternen für mich voten 🙂
Klickst du hier 🙂 – DANKESCHÖN!

Mel und der erste Schnee

Eigentlich hatte ich ja schon meinen ersten Schnee diesen Winter oben in Kangos die paar Tage, sowie in Sundsvall, wo es ja über Nacht geschneit hatte.
Aber der erste Schnee „daheim“ war für mich schon immer etwas Besonderes… wenn plötzlich diese weißen, schönen Flocken vom Himmel segeln, ist das für mich immer wieder ein Zeichen dafür, dass Winter die schönste Zeit des Jahres ist 🙂

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Ein negatives hat das ganze natürlich auch: Ich habe ganz vergessen, dass die Deutschen denken „Winter existiert nicht“
Ist ja auch ungewöhntlich, dass im Dezember, im Winter, es AUF EINMAL anfängt zu schneien!!!
Was für eine Frechheit, wer hätte das gedacht?!
Somit wurde das Tempo auf den Straßen heute Morgen auf sage und schreibe 5km/h runter geschraubt.
Autos rutschten hin und her, Räder drehten durch, manche Sommerreifen fanden sich wohl auch noch unter dem ein oder anderen Auto und ich musste lächeln als an einem sehr steilen Berg vor mir ein Fahrer mehrfach probierte anzufahren, es aber nie wirklich schaffte, während ich gar keine Probleme damit hatte… Übung macht den Meister 😉
So lange habe ich noch nie bis nach Siegen rein gebraucht, aber ich habe es doch tatsächlich rechtzeitig zu meinen Terminen geschafft… ich hatte da ja schon so etwas geahnt 😉

Am Nachmittag begab ich mich dann ans Schneeschieben, damit meine Mutter wenigstens gut in unsere Einfahrt fahren konnte.
Dazu eine kleine Story: YEY, kein Verkehr auf dem Weg bei mir nach Hause, aber natürlich als ich in unsere Straße (geht bergauf) einbog, stand ein Firmenwagen einer Paketzustellfirma schräg und rutschte immer weiter die Straße runter auf mich zu. Somit entschied ich doch lieber wieder rückwärts runter zu fahren und außen rum zu fahren. Ich muss bei uns aber rückwärts reinfahren… also wie am besten… somit rutschte ich einfach die gesamte Straße von oben rückwärts runter 😉 War auch lustig.

Aber auch beim Schneeschieben hatte ich Spaß! Glaubt ihr nicht? Zeig ich euch: Hier:

Rheinsteig – Koenigsetappe ca. 23km

Endlich mal hier raus kommen – ganz in diesem Motto stand der gestrige Tag. Im Winter arbeite ich normalerweise auch viel koerperlich, aber ein Schlittenhundeguide benutzt einige andere Muskeln als wie beim wandern. Da ich naechste Woche jedoch einen Bergwanderfuehrerkurs in Oesterreich besuche versuche ich im Moment natuerlich die noetige Kondition zu bekommen um dort auch wirklich mithalten zu koennen.

Das ging bis jetzt erstaunlich gut. Ich konnte selbst unsere Waldjogginstrecke komplett durchjoggen was mich wirklich erstaunte. Was allerdings etwas daneben ging war mein ca. 2 Stuendiger Walking-Ausflug letzte Woche. Ich hatte wohl nicht die besten Socken an und schwuuups zeigte sich eine Blase an meiner Ferse.

Nichtsdestotrotz ging es gestern, zusammen mit meiner Mutter, an den Rheinsteig. Blasepflaster drauf und auf gings zur so genannten Koenigsetappe des Wandersteigs durch das wunderschoene Rheintal. Weiterlesen