Ich bin dann (mal wieder) weg

Hat jemand von euch die letzten 2 Monate gesehen? Wo sind sie hin frage ich mich immer und immer wieder, denn, wie es bei Urlauben meist der Fall ist, geht die Zeit viel zu schnell vorbei.

Tatsächlich habe ich es geschafft zwei Monate lang mein Heimatland Deutschland nicht zu verlassen. Wie untypisch von mir.
Wenig erlebt habe ich deswegen jedoch ganz und gar nicht. Vor allem habe ich endlich nochmal einen Urlaub gehabt in welchem ich viele Freunde getroffen habe und hier in der Umgebung unterwegs war. Weiterlesen

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Nachtwächterführung in Siegen

Schon oft habe ich von „Nachtwächterführungen“ gelesen oder gehört. Einige habe ich auch bei Besuchen diverser Städte gesehen. Aber mitgemacht habe ich bis jetzt noch keine. Bis gestern.

Für alle, denen das vielleicht neu ist: Eine Nachtwächterführung ist eine Stadtführung der anderen Art.
Am Abend, wenn alles dunkel ist, beginnt eine solche Führung durch die Altstädte dieser Welt, zusammen mit einem Nachtwächter, welcher mit Hellebarde und Laterne ausgestattet ist.
Erzählt wird nicht in einem trockenen „blabla“, sondern interessante und gar gruselige Geschichten aus dem Mittelalter werden erzählt und der ein oder andere wird direkt mit ins Geschehen eingebunden.

Gestern war es also soweit, ich habe endlich mal in Siegen bei einer Nachtwächterführung beigewohnt, dank meiner Mutter, welche diese grandiose Idee hatte.
Begrüßt wurden wir an Siegens Wahrzeichen, der Nikolaikirche, von Balthasar III.

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Er stellte sich uns vor und wir mussten uns ihm danach vorstellen.
Zu jedem hatte er das passende zu sagen, ich war zum Beispiel „die kleine Melanie“. Daraufhin habe ich mich erstmal als „Vagabund auf hoher See“ zu erkennen gegeben.
Er erzählte uns viel zur Nikolaikirche, bevor wir immer weiter gingen.
Oft machten wir Halt und bekamen wundersame Stories zu hören, wie z.B. auch beim Rathaus, wo 2 der anderen „Gäste“ als die Rubensfamilie dargestellt wurden.

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Schon an der nächsten Station bekamen weitere Passanten ihre Rollen zugeteilt.
So musste einer für den Rest des Abends die Hellebarde tragen und unser einzigstes kleines Kind musste den „Armleuchter“ spielen und mit der Laterne voraus laufen.
Dann ging es um die „Waschweiber von früher und wie diese bestraft wurden, wenn sie Streit auszutragen hatten. Das ganze sah dann früher so aus:

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Im Mittelalter durften die Frauen dann von allen anderen mit faulen Eiern und allem anderen beschmissen werden. LEIDER hatte niemand von uns faule Eier dabei 🙂

Schon ging es weiter in die Altstadt hinein und ich war verwundert, habe ich es doch in fast 29 Jahren nicht einmal geschafft in die Altstadt von Siegen zu gehen.
Zu sehen gibt es bei Tage wohl nicht so viel, jedoch sind dort wirklich wunderschöne, alte Fachwerkhäuser und das ein oder andere nette Restaurant.
Durch die Geschichten des Nachtwächters wurden die Straßen jedoch lebendig und die Geschichten zogen alle in ihren Bann.

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Zum aufwärmen gab es dann noch gegen Ende einen kleinen Snaps für jeden und schon ging es weiter zu einer der Kirchen in Siegen.
Dort musste ich mal wieder herhalten und ihm sagen, ob ich die Kirche dort sehe. Ich natürlich nur „ja“ – TJA, falsch, im Mittelalter stand die ja noch gar nicht 😉

An der Nikolaikirche endete auch schon wieder die Führung und wir verabschiedeten uns. Allen von uns Gästen, die so fleissig mitgemacht haben, wurde nochmal gedankt und wir gingen unserer Wege.

Ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen eine solche Führung mitzumachen. Es gibt sie in fast jeder Deutschen Stadt und man sollte sich diese wirklich nicht entgehen lassen.

Malmö 24.11.-25.11.2013

Die Fahrt nach Malmö verlief auch mal wieder problemlos (es wird langweilig, oder?) und wir kamen sogar noch im hellen an.
Die Parkplatzsuche stellte sich dann als schwerer heraus als gedacht, da entweder alles voll, oder weit weg von der Alstadt war.

Letztendlich parkten wir am Bahnhof, wo man nur 1 Stunde parken durfte. Aber egal, also raus aus dem Auto und rein in die Altstadt. Natürlich etwas zeitgeraffter als entspannend.
Wir sahen uns die Kirche an und liefen auch über die beiden großen Plätze, bevor wir wieder zum Auto „rannten“.

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Danach fuhren wir noch zu dem Twisting Tower um von dort mehr oder weniger den letzten Rest des Sonnenunterganges anzuschauen.

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Schon ging es weiter zu Kjell, unserem Couchsurfing Host in Malmö. Schon Martin und ich haben vor über einem Jahr bei ihm gewohnt und es war wieder ein richtig gemütlicher Abend.
Wir saßen zusammen, tranken Tee und kochten Abendessen zusammen, bevor wir uns ein Video ansahen von Malmö im 19. Jahrhundert.
Ich habe echt vieles verstanden von dem schwedischen, aber am lustigsten war es dann doch noch, dass damals alle so fasziniert waren von der Filmkamera, dass sie wirklich teilweise rückwärts gelaufen sind, nur um länger zu sehen zu sein.

Irgendwie war ich aber sooo müde am Abend, dass ich nach dem Film nur noch schnell geduscht habe und schon ins Bett gefallen bin.

Am nächsten Morgen bekamen wir ein riesiges Frühstück mit Omlette und ließen den Tag gemütlicher angehen.
Schon ging es los in ein anderes Viertel in Malmö wo wir eigentlich die Brauerei und die Schokoladenfabrik besuchen wollten, die aber leider zu hatten und erst Nachmittags aufmachen würden.
Somit suchten wir für Annika Postkarten und wurden nicht wirklich fündig, bevor wir weiterfuhren zu einem Aussichtspunkt direkt unter der Oeresundbrücke um ein paar Fotos zu machen.

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