Sonnenstunden – hättet ihr das gedacht?

Viele denken, wenn sie an Lappland denken, daran, dass es im Dezember ja so dunkel ist – keine Sonne, nichts.

Im Sommer dann die Mitternachtssonne, keine Stunde Dunkelheit, hell, warm, sommer, sonne, sonnenschein.

Was viele jedoch nicht wissen: Wie schnell es geht, dass wir hier oben wieder mehr Sonnenminuten haben als z.B. Deutschland.
Ab Montag nämlich.
Ja, genau, diesen Montag, den 18.03. haben wir hier oben in Kangos 12 Stunden 11 Minuten Sonnenscheindauer, während mein Heimatdorf in Deutschland 12 Stunden 08 Minuten abbekommt.
Was an diesem Tag nur ein paar Minuten sind, werden Ende des Monats schon viel mehr sein.
Am 31.03. nämlich haben wir hier oben 13 Stunden ud 50 Minuten Sonnenschein, während mein Heimatdorf „nur“ 12 Stunden 58 Minuten davon abbekommt.

Faszinierend oder?

Als kleinen „Zusatz“ ein kleinen Video, was eigentlich mehr ein Test war, da ich mir eine Actioncam (nein, KEINE GoPro, ich hab mich für die Sony entschieden) zugelegt habe. Aber so richtig habe ich es noch nicht raus sie grade an meinen Kopf zu befestigen.
Anyway ein kleines Testvideo vom Angeschirren und Starten, gestern, auf einer Tagestour.

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T-Puppies – Woche 22

Endlich nochmal ein Puppy update. Während ich mit meinen Tagestourgästen die kleinen, inzwischen jugendlichen racker, besucht habe.

Bei der anderen Hündin war es übrigens ein Fehlalarm, somit wird nur diese Reihe weiter geführt. 🙂

Eine Ankündigung habe ich jedoch noch zu machen: Von Mai bis November werde ich dieses weblog gar nicht bzw nur bedingt weiterführen. Einmal, weil in meinem Arbeitsvertrag für den Sommer (ja, ich habe einen Job) steht, dass ich kein weblog über meine Arbeit führen darf, aber auch, weil ich keine Zeit haben werde online zu gehen bzw nicht die Mittel.
Vielleicht wird es hin und wieder etwas geben worüber ich schreiben kann, aber das werde ich klären sobald ich die neue Stelle antrete 🙂

Aber erstmal hier die Puppyfotos:

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Februar – ein Video

Dafür, dass ich eigentlich längst einen neuen Puppyeintrag zum T-Wurf schreiben wollte, habe ich ganz schön lange nicht geschrieben.
Dafür habe ich mir jetzt einfach mal die Zeit genommen schnell ein Februar Video zu machen.

Ich weiss leider nicht wieso die Qualität immer schlechter wird. Ich bearbeite es mit der höchst möglichen Qualität und meine grosse Kamera macht eigentlich super Fotos – und die hatte ich dieses Jahr ein paar mal mit dabei.

Nunja, ich hoffe es gefällt euch trotzdem.

Für alle, die später dazu gekommen sind – hier meine anderen Videos:

Januar 2013

December video (youtube)

Sommervideo (facebook)

Training on the sleds (youtube)

Quad training (youtube) (mein liebstes 🙂 )

Sonne, Trails und neue Hütte

Letzte Woche war ich endlich nochmal auf Silence of the Winter mit 6 Gästen. Sogar richtig „exotisch“. 3 Deutsche (ja, noch nicht so exotisch), 2 Australier und eine Südafrikanerin.
Ich mag so gemischte Gruppe ja unheimlich gerne und ich muss sagen, dass es auch eine super Gruppe war.

Diese Woche war die erste Woche in welcher wir eine „neue“ Hütte angefahren sind. Natürlich ist die Hütte nicht neu, letztes Jahr wurde sie auch benutzt, aber ich war für diese Saison die erste die hingefahren ist, nachdem ich bloss 1x mit dem Schneemobil dort war.
Glücklicherweise hatte ich nicht nur eine super Gruppe, sondern auch perfektes Wetter und ich muss sagen: WOW – was für ein Trail. Ich freue mich schon ihn das nächste Mal zu fahren 🙂

Diesmal hatte ich ausnahmsweise mal meine Bridgecam dabei und wir hatten am zweiten Abend sogar ein kleiens Nordlicht in der neuen Cabin 🙂

Hier einfach mal ein paar Eindrücke:

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T-Wurf – Woche 18

Schon 18 Wochen die kleinen Racker.
Endlich habe ich nochmal Zeit gehabt zumindest mal 2 Fotos von ihnen zu machen.

Habe ich euch eigentlich erzählt, dass wir eine schwangere Hündin haben?
Wenn sie wirft muss ich schauen ob ich einfach die Serie hier weiter laufen lassen, nur eine neue starte oder Zeit für beides habe. Was meint ihr?

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Yukon Quest

Ich selber bin nicht so der „Renntyp“, aber ich verfolge schon die grossen Schlittenhunderennen jedes Jahr.
Es ist in etwa wie, wenn ihr zu Hause vielleicht Fussball schaut und für euer Team „hofft“, so hoffe ich, dass die mir am sympatischten Musher auch als erstes über die Ziellinie kommen.

Natürlich geht das ganze nicht nur ein paar Stunden, sondern über mehrere Tage, aber gerade das macht ja die Spannung aus.

Im Moment läuft das Yukon Quest, ein 1600km (1000milen) langes Schlittenhunderennen von Whitehorse (Yukon/Canada) bis nach Fairbanks (Alaska).
Vor einigen Tagen noch waren 25 Musher an der Startline in Whitehorse, während jetzt noch 21 im Rennen sind, wobei die ersten 2 Musher (Hugh Neff und Allen Moore) schon im 3. letzten Checkpoint sind.

Das Quest started jedes Jahr im Februar seit 1984 unter manchmal, heftigen Konditionen, da der Februar bekannterweise der kälteste Monat des Jahres ist.
Der Trail folgt in weiten Teilen dem Yukon River und damit verbunden einem historischen Weg aus der Zeit des Goldrausches.
Die Idee zu diesem Rennen ist schon älter, aber erst 1983 wurde entschieden, dass es dieses Rennen geben wird – vor allem in dieser Grösse.

Die Strecke ist unterteilt in 13 Checkpoints, wo die Musher und die Hunde rasten können. Dies können sie natürlich auch auf dem Trail, wie sie wollen oder wie sie sehen, dass ihre Hunde performen.
In den Checkpoint gibt es zusätzlich Tierärzte, welche die Hunde untersuchen und gegebenenfalls aus dem Rennen nehmen.

Die Musher starten mit 14 Hunden und müssen mit mindestens 9 Hunden über die Ziellinie fahren.

Auf halber Strecke, in Dawson City, gibt es einen 36 Stunden Stop für alle Musher, welcher mit der einzige Stop ist, wo die Musher einmal wirklich schlafen können auf ihrem Weg zwischen 10 und 15 Tagen, bis auch der letzte über die Ziellinie gefahren ist.

Wen es interessiert wie es aussieht und wer vorne liegt kann das hier nachschauen:
current standings
live tracking

wer sich dafür interessiert wie das Rennen letztes Jahr war kann es in diesem kleinen Video sehen:

Und falls ihr euch fragt für wen ich hoffe, dass er gewinnt: Hugh Neff 🙂 Gewinner vom letzten Jahr. Er kommt in allen Interviews einfach am sympatischten rüber.
Auch hoffe ich jedesmal, dass Lance MacKey immer vorne mit dabei ist. Leider hat er dieses Jahr jedoch das Rennen auf halben wege beendet, da es seinen Hunden nicht so gut ging – aber die Hunde gehen nunmal vor.

Januar – ein video

Es ist schon der 06.02. und es wird Zeit für ein kleines Video von Januar. Wieder eine kleine Zusammenfassung wie es so bei mir aussah.

Es war der mit abstand sonnigste Januar den ich in den letzten 4 Jahren hatte – was echt positiv ist, da die Trails superschnell waren.

Die Musik in dem Video ist ähnlich wie die vom letzten – da vom selben Künstler… ich finde, es passt einfach 🙂

Ich hoffe euch gefällt das Video

Für alle, die später dazu gekommen sind – hier meine anderen Videos:

December video (youtube)

Sommervideo (facebook)

Training on the sleds (youtube)

Quad training (youtube) (mein liebstes 🙂 )

T-Wurf – Woche 16

Die kleinen wachsen und wachsen und wachsen… einfach immer wieder fantastisch zuzusehen.

Jedesmal wenn ich von 2 Tages Tour oder „Silence of the Winter“ komme, erkenne ich die kleinen kaum wieder, da sie sooo sehr wachsen im Moment.

Allerdings hat es auch etwas gutes – immerhin müssen wir uns jetzt keine Gedanken mehr darüber machen, dass sie in die Rucksäcke der Gäste passen 😉

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Hilfe – es ist doch viel zu kalt…

… sagen viele Gäste schon ab minus 5 Grad.
Und um ehrlich zu sein, auch ich finde minus 5 Grad um einiges zu kalt – denn es ist nasskalt. Ab ca. 15 minus wird es eine angenehm, trockene Kälte, die bis 30 minus auch weiterhin recht angenehm ist.
Alles was darunter ist – ist einfach nur kalt. Ab 40 minus ist es einfach nur noch SAUkalt (entschuldigt den Ausdruck)

Viele Gäste glauben, dass wir Guides nicht frieren – glaubt uns, wir tun es auch, nur erst ab etwas kälteren Temperaturen – was unter anderem auch daran liegen könnte, dass unsere Nervenenden nach jahrelangem arbeiten in der Kälte eh nicht mehr das sind, was sie mal waren  😉

Aber mal Spass beiseite. Ich persönlich favorisiere ja die Kälte, denn ist es zu warm hat man irgendwann nichts mehr, was man noch ausziehen kann, während man, wenn einem zu kalt ist, immer mehr anziehen kann.

Ich habe schon alles gesehen – glaubt mir. Gäste, die in Nylonsocken kommen – das kann schlicht und einfach nicht warm geben. Gäste die die Klamotten von uns ablehnen, weil sie selber ihre „Skiklamotten“ dabei haben – und dann auf Tour frieren.
Zwingen können wir niemanden unsere Polarklamotten zu benutzen.

Die Gäste hier werden gut eingekleidet.
Gute Winterschuhe (bis minus 40 grad)
Skihosen und Parka von Bergans of Norway
Skimaske, Fellmütze und überhandschuhe ebenfalls von Bergans of Norway
Für die Hüttenübernachtungen im weiteren einen Innenschlaf (die aussenschlafsäcke lassen wir schon auf den Hütten), eine grosse Strinlampe und eine kleine.

Ich denke es kann niemand meckern bei dem, was er hier geboten bekommt. Dazu kann man an der Rezeption Wärmepads kaufen, was ich jedem, der kälteanfällig ist, empfehlen würde.
Es sind diese, die an der frischen Luft und durch schütteln warm werden und bis zu 6 Stunden warm bleiben.
Selbst ich habe immer ein Pack davon einstecken, da, wenn mal wieder ein Karabiner eingefrohren ist, den ich per blanken Hand wärmen muss, froh bin, in einen warmen Handschuh zu kommen.
An den Füssen brauche ich es persönlich nicht, weiss aber, dass die meisten Gäste welche an die Füsse tun – aber okay, als Guide laufe ich noch mehr als die Gäste 😉

Um euch ein Beispiel zu geben wie ich auf dem Schlitten stehe bei Durchschnittstemperaturen 10-30minus

Füsse:
Ich habe ein dünneres paar Armeewollsocken die bis zu den Knien hochgehen auf meiner Haut.
Darüber jeweils eine Plastiktüte zur zusätzlichen Isulation vor Feuchtigkeit.
Als oberste Schicht nochmal ein paar dicke Wollsocken 2 Nummern grösser als meine eigentliche Grösse, damit es nicht zu eng wird.
Als Schuhe benutze ich seit 4 Jahren Baffin Polar Schuhe, sage und schreibe 5 Nummern grösser als meine eigentliche Grösse, damit genug Luft an meinen Füssen zirkulieren kann und ich nicht kalt bekomme.

Beine:
Eine lange Fliessunterhose (diverse Marken), darüber eine Art Skihose von Bergans of Norway

Oberkörper:
Ein langes Thermounterhemd als Grundlage.
Darüber einen Fliesspullover.
Und dann entsprechend meiner Laune und was das Wetter so sagt entweder noch eine Fliessjacke und eine Daunen-Windproof Jacke ebenfalls von Bergans of Norway … oder… einen Parker von Bergans of Norway, ebenfalls Daunenjacke.

Hände:
Um mit den Hunden zu arbeiten, habe ich immer Fingerhandschuhe mit Thinsulate an, mit denen ich meistens auch anfange Schlitten zu fahren.
Unterwegs kann es aber, entsprechend der Kälte, oder, ob meine Handschuhe nass werden, sein, dass ich zu Fäustlingen wechsel.

Kopf:
Skimaske
1-2 Buffs (ich kaue gerne drauf rum, deswegen gefrieren die immer und ich muss 1-2x am Tag die obere und untere schicht wechseln… uuups)
Mütze (entsprechend meiner Laune habe ich 5 verschiedene Mützen, von Wellmützen über Merinowolle bis hin zu Fridolin… siehe ende des Beitrags)

Unter minus 30 ist der einzige Unterschied, dass ich zwischen Thermo und erster Fliessschicht noch ein T-Shirt anziehe, manchmal noch eine zweite lange Unterhose und ein drittes Paar Socken dabei habe für den Fall der Fälle.
Mein Beispiel soll nicht für alle Menschen gelten, da jeder unterschiedlich Kälteanfällig ist.
Für die Sicherheit gilt: Lieber eine Schicht zu viel als zu wenig!!!

Dazu sollte man versuchen sich immer in Bewegung zu halten. Nicht so viel, dass man schwitzt, sondern eher ruhige Bewegungen.
Leider neigen viele dazu sich total zu verkrampfen und sich gar nicht mehr zu bewegen – was das schlechteste ist, was man machen kann.

Trotz allem sieht man ziemlich lustig aus, wenn es kalt ist, und lachen gibt ja bekanntlich auch warm.
Männer bekommen graue Bärte, jeder bekommt graue Haare und eine kostenlose extra weisse Wimperntusche 🙂

überzeugt euch selber.
Ich, mit meiner „Spassmütze“ Fridolin bei minus 24 grad.

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T-Wurf – Woche 15

Schon wieder ein Puppyeintrag – diesmal mit meinen eigenen Fotos.

Heute war ich auch das erste mal mit den kleinen auf dem See spazieren, zusammen mit 4 Gästen von mir, die eine etwas kürzerer Tour hatten als geplant und ich ihnen somit, als kleinen Zusatz, einen Puppywalk versprochen hatte.

Es war wirklich unglaublich süss, wie die Minis durch den Tiefschnee rennen und in diesem beinahe „versinken“. Einfach herrlich 🙂

Aber jetzt mal Fotos von gestern – wo ich nochmal ein wenig Zeit für Fotos hatte 🙂

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