Dinge die man tut, wenn man nach dem Vertrag wieder zu Hause ist

Mein dritter Vertrag ist schon wieder vorbei und seit gestern ist Urlaub angesagt. Auch dieser Vertrag war sehr abwechslungsreich auch wenn ich viele der Ziele schon kannte.
Letztendlich habe ich es jedoch geschafft dieses Mal die Zahl 50 meiner schon besuchten Länder zu knacken. Weiterlesen

Von Hamburg nach Dubai in knapp 10 Wochen

Eine ganze Zeit schon befinden wir uns nun im Orient und mir fehlt diesen Vertrag schlicht und einfach die Zeit zwischendurch einen Bericht zu schreiben.
Aber einen Versuch ist es ja wert.

Seit dem 10.09. bin ich nun schon wieder am arbeiten und wie immer macht es wirklich Spaß.

Aufgestiegen bin ich dieses Mal in Hamburg und habe seitdem einige Seemeilen zurück gelegt.
Könnt ihr euch vorstellen, dass man 10 Wochen braucht um von Hamburg nach Dubai zu gelangen? Die meisten von euch denken bestimmt „wieso so lange“ – nunja, per Schiff und mit vielen tollen Zielen dazwischen dauert es nunmal eine ganze Zeit lang.

Angefangen hat mein Vertrag diesmal in Hamburg. Etwas ganz Besonderes, in Deutschland aufzusteigen. Im Seemannsheim hatte ich mich eingebucht und habe schon das Einlaufen meines 2. Zuhauses um 5 Uhr Morgens geschaut. Wirklich faszinierend.

Weiter ging es über Zeebrügge nach Le Havre wo ich endlich die Chance hatte das wirklich süße, typische französische Dorf Honfleur kennen und lieben zu lernen sind. Ein typisch französischer Charme.
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In Bilbao durfte ich mir das Hinterland anschauen, was sich wirklich lohnte, bevor es weiter ging nach Lissabon und Cadiz, zwei meiner absoluten Lieblingsstädte.
Vor allem der Donana Nationalpark überraschte mich mit seiner Vielfältigkeit in Cadiz.
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Mir bekannte Ziele waren schon Mallorca, sowie Malta. Vor allem Malta gab mir ein unbeschreibliches Gefühl der Wiesersehensfreude bei meinem inzwischen 25. Anlauf.

Auf Sizilien bekam ich endlich die Alcantara Schlucht zu spüren im wahrsten Sinne des Wortes, denn es ging im Bodyrafting die Schlucht hinab.

Und schon waren wir im östlichen Mittelmeer angekommen, wo wir uns ein paar Reisen aufhielten.

Piräus wartete mit Sehenswürdigkeiten wie der Akropolis auf, die sich ab besten vom Lycabettushügel bestaunen lässt. Gelernt habe ich hier, dass ich keinen griechischen Frappe trinken sollte, da mein Körper mit so viel Koffein in keinem Fall klar gekommen ist.
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Auf dem Bosporus nach Istanbul. Eine Stadt voller Geschichte und Religion.

Über Antalya ging es unter anderem auch nach Rhodos und Zypern. Zwei Inseln die sich in mein Herz gebrannt haben.
Vor allem Rhodos-Altstadt war mir schon immer in guter Erinnerung geblieben von einem früheren Urlaub. Und auch jetzt konnte ich nichts gegensätzliches feststellen – was natürlich auch an dem guten griechischen Essen gelegen haben könnte.
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Unter Zypern dagegen konnte ich mir nicht viel vorstellen, verliebte mich aber in die Insel schon beim ersten Anlauf.
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Ein Zwischenstopp in Marmaris mit der wunderschönen Hafenpromenade ging es auch nach Santorini – was für eine faszinierende Insel.
Wer kann schon behaupten auf einem Vulkankrater der aus dem Meer ragt spazieren gegangen zu sein? Die weißen Häuser mit dem blauen Kuppeln reihen sich prachtvoll auf der Caldera auf und bieten wunderbare Ausblicke.
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Ephesus ist natürlich das absolute Highlight von Kusadasi, ehemals am Wasser gelegen liegt es aufgrund von Versandungen nun inmitten wunderschöner Landschaft und nennt Kusadasi seinen neuen Hafen.
Mein absolutes Highlight dort waren jedoch andere Ausgrabsungsstätten. Um genau zu sein Milet, Priene und Didyma. Inmitten weißer Baumwollfeldern gelegen beherbergen diese Ruinen ein unglaubliches Ausmaß an Geschichte.
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Zu Ägpyten habe ich schon einen eigenen Bericht geschrieben. Alexandria, Sharm el-Sheikh und Safaga waren dort unsere Häfen.
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Neben den Highlights der Pyramiden und des Tals der Könige war für mich das größte Highlight meines bisherigen Vertrags der Suez-Kanal.
Nachts fuhren wir immer dichter an Port Said heran, das Meer wurde enger und enger.
Von weitem hätte Port Said auch gut und gerne Istanbul sein können mit den Moscheen und den freundlich winkenden Menschen.
Dann jedoch schloss sich der 195km Kanal immer enger um uns. Was bei Nacht schon beeindruckend aussah, war bei Tage noch einmal besser. In einer langen Schiffskolonne ging es durch den teilweise nur 195m breiten Kanal. Ich hatte das Gefühl direkt an Land springen zu können.
Die meiste Zeit umgab uns Wüste immer wieder durchsetzt mit Beduinendörfern und grünen Oasen. Ein wahrer Augenschmaus.
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Jordanien steht sowieso auf meiner Liste der noch zu besuchenden Länder. Nun war ich dort, wenn auch nur für einen Tag und bin mir sicher, dass es nicht mein letzter Besuch war.
Petra habe ich dieses Mal ausgelassen und habe dafür Wadi Rum, ein ausgetrocknetes Flussbett, zu Fuß entdeckt. Eine der schönsten Halbtageswanderungen die ich auf dieser Welt jemals in Anspruch genommen habe. Hier muss ich mal länger hin, die Wüste erwandern und mich mehr mit den unheimlich netten Einheimischen unterhalten.
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Nach 6 Schiffstagen durch den Golf von Aden kamen wir endlich in unserem Winterzielgebiet an.

Khor Fakkan beeindruckt durch schroffe Berge, ebenso wie Khasab, das „Norwegen Arabiens“ mit seinen wunderschönen Fjorden.
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Muscat, die Hauptstadt Omans hat viel zu bieten, wie zum Beispiel den indisch angehauchten Al-Alam Palast oder die große Moschee mit dem zweitgrößten Teppich der Welt. Dazu ein unbeschreiblich schönes Hinterland, ganz anders als andere Teile der arabischen Welt.
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Manama in Bahrain hat kulinarisch so einiges zu bieten.
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Die beiden Städte der Superlative sind jedoch Abu Dhabi und Dubai. So viel Reichtum auf einmal habe ich noch niergendwo auf der Welt gesehen und als ich das Emirates Palace Hotel besichtigen durfte, kam ich mir vor, als sei ich in einem falschen Film. Immerhin ist es noch nicht so lange her, dass ich mich im Matsch gesuhlt habe und jetzt schritt ich durch vergoldete Wände, benutzte eine vergoldete Toilette und aß Kuchen mit Balttgold.
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Die Aussicht vom Burj Khalifa in Dubai ist einfach der Wahnsinn und die Jeeptouren ins Hinterland sind besser als Achterbahnfahren.
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Bis Januar bin ich nun noch hier bis ich in meinen Urlaub gehe und ihr wieder häufiger von mir lest.
Bis dahin bin ich gespannt wie sich der Orient weiterhin mir gegenüber verhalten wird. Aber ich bin da ganz zuversichtlich mich in dieser, komplett anderen Welt, zurecht zu finden.

Ägypten – ist das überhaupt sicher?

Ägypten – das Land der Pyramiden, das Land von Tal der Könige und der wundervollen Tauchplätze im Roten Meer mit der farbenfrohen Unterwasserwelt.
Jahrelang eins der Familienreiseziele Nummer eins. Nicht nur für Taucher und Pauschalreisende, sondern auch für viele Kreuzfahrtschiffe.

Bis eines Tages die politischen Schwierigkeiten begannen.
Ägypten war überall in den Nachrichten. Ein Bombenanschlag hier, ein Aufstand dort.
Viele Reisegesellschaften stoppten den Tourismus dort und die Kreuzfahrtschiffe nahmen Umroutungen vor um Port Said und Alexandria zu meiden.
Zu groß war die Angst, dass etwas passiert.

18 Monate lebten die Menschen in Angst und Schrecken und vor allem ohne Job. Der fehlende Tourimus bedeutete für viele Ägypter, dass sie nicht mehr gebraucht wurden. Die Reiseleiter mussten sich irgendwie anders über Wasser halten was in einem Land, wo es mehr Menschen als Jobs gibt nicht wirklich einfach ist.

18 Monate ohne Kreuzfahrtschiff in Alexandria oder Port Said. Und dann, vor ca. 17 Tagen kamen wir. Das erste Kreuzfahrtschiff nach über einem Jahr.
Etwas mulmig war mir schon zumute, das gestehe ich hier ehrlich ein. Aber ich wurde überrascht.

Die Hafeneinfahrt in Alexandria ist schon abendteuerlich, wenn dort 2-3 Schiffswracks zur Begrüßung liegen, aber danach bekam ich ein ganz anderes Bild.

Zu Fuß ging es durch Alexandria und selbst der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen sich blicken zu lassen. Die Einheimischen sahen aus wie die glücklichsten Menschen, die ich jemals gesehen habe. Jeder grüßte nett, sogar auf Deutsch, niemand war aufdringlich, wie ich es von meinem 1. Ägypten Besuch vor 16 Jahren kannte.
Die Kinder schauten total erstaunt, da sie „weiße Menschen mit hellen Haaren und hellen Augen“ meistens nur aus dem Fehrnsehen kannten.
Zu keiner Minute dachte ich über die vergangene politische Situation nach, alles war friedlich und schien im Einklang zu sein.

Alexandria hat aber, abgesehen von den freundlichen Menschen und den vielen Souks und Basaren natürlich noch viel mehr zu bieten.
Die Strandpromenade, Corniche genannt, erstreckt sich wunderschön vorbei an kleinen Fischerhäfen und kleineren sowie größeren Strandabschnitten.
Sehenswert sind auf jeden Fall das Fort Kaitbai, eine wunderschöne Festung im Westen der Corniche gelegen, die Katakomben, auch wenn hier Vorsicht angesagt ist und das Nationalmuseum, welches viele schöne Ausgrabungsstücke enthält und ihr allerlei zur ägyptischen Geschichte lernen könnt.

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Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt ist natürlich die Alexandrina Bibliothek.
288 v. Chr. stand hier die erste Bibliothek welche 490 000 Schriftrollen fasste und damit die berühmteste Bibliothek der Vergangenheit war. Leider brannte diese in römischen Zeiten nieder und heute steht ein neues Prachtexemplar an Bibliothek da.
Bis zu 8 Millionen Bände kann die neue Bibliothek im futuristischen Design fassen, enthält im Moment jedoch nur ca. 550 000 Bände. Da geht also noch einiges mehr rein.
Ihr dürft von Alexandria natürlich nicht erwarten, dass es eine saubere Stadt ist. Überall liegen Müllberge, an jeder Ecke „riecht“ es anders und die Häuser sehen teilweise aus, als würden sie jeden Moment zusammenfallen. Aber genau das macht den Charme der Stadt aus.

Natürlich durfte auch ein Besuch in Kairo und an den Pyramiden nicht fehlen.
Allein der Weg nach Kairo ist schon eine Reise wert. Auf Ägyptens Straßen findet man wirklich alles. Da gehen die Menschen spazieren, während die Autos vorbeirauschen, der nächste fährt mit seinem Eselkarren einmal quer über die Straße und der nächste zieht einen Wagen mit frischem Essen hinter sich her.
In der über 16 Millionen Einwohner (die Dunkelzahl ist noch viel höher) Metropole angekommen merkt man ebenfalls nichts von aktuellen Aufständen. Hier und da gibt es ein paar ausgebrannte Gebäude, an jeder Ecke steht Militär. Sonst ist alles ruhig.
Hier gibt es natürlich einige Sehenswürdigkeiten. Der Nil ist nur eines davon.
Das reichste, jemals gefundene Grab war das des Tutenchamuns. Goldener Schmuck, vergoldete Sakrophage, Kinderspielzeug und allem vorran natürlich die goldene Totenmaske sind weltberühmt und befinden sich im Ägyptischen Museum direkt am Tahrir-Platz. Die Ausstellung beinhaltet natürlich auch viele andere Exponate.
Während der Revolution sind jedoch einige Stücke gestohlen worden. Selbst die Totenmaske wäre fast weg gewesen, hätte nicht jemand in letzter Sekunde den Dieb gestoppt.
Ich denke, dass jeder von euch Kairo mit etwas ganz bestimmten verbindet: Den Pyramiden von Giseh.
Auf dem Plateau stehen, neben den 3 Hauptpyramiden, Mykerinos, Chephren und Cheops auch einige kleine Pyramiden. Verschiedene Aussichtspunke gibt es und wenn ihr wollt, könnt ihr auch in eine Pyramide reinschauen. Jedoch gibt es dort nicht allzuviel drin zu sehen. Ein kleiner, enger Gang und eine leere Grabkammer am Ende. Ziemlich unspektakulär.
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Der Sphinx darf natürlich auch nicht fehlen. Ein Löwenkörper mit dem Kopf eines Menschens, fälschlicherweise oft als „die Sphinx“ bezeichnet gehört eigentlich ein „der“ vor das Wort.
Hier waren dann auch die Händler zugange. Hier gilt: Seid nicht nett, sondern streng und unhöflich. Ein „Nein Danke“ verstehen die Händler nicht. Ignorieren, oder einfach nur ein strenges „NEIN“ helfen da viel besser.
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Nie die Kamera aus der Hand geben. Lieber andere Touristen fragen, sonst seht ihr die Kamera vielleicht nie wieder und nie irgendetwas annehmen was die Händler als „Geschenk“ anpreisen. Einmal in der Hand kommt dann nämlich der Spruch „I gave you present – now you give me present“.
Wie ihr seht ist Ägypten gar nicht so gefährlich wie ihr es vielleicht aus den Nachrichten kennt. Inzwischwen waren wir sogar noch einmal in Alexandria, sind in 2 Tagen wieder dort und fahren zusätzlich auch noch Safaga und Sharm el-Sheikh an.

Natürlich sollte man sich der einheimischen Kultur anpassen.
Dazu ein paar einfache Tricks und Tipps:
Niemals in einem engen Top und Hotpants rumlaufen. Ägpyten ist zwar bei weitem nicht so streng wie manch andere arabischen Länder und ihr seht auf der Straße auch viele Frauen ohne Kopftuch rumlaufen, jedoch zeigt niemand viel Haut und somit solltet ihr so viel Respekt zeigen dies auch nicht zu tun.
Fotografieren ist in den meisten öffentlichen Gebäuden, wie z.B. Museen nicht gestattet. Ebenfalls solltet ihr die Ägypter fragen ob ihr ein Foto von Ihnen machen dürft. Meistens ist das kein Problem, aber der Höflichkeithalber ist es dennoch angemessen.
An öffentlichen Stränden nicht im Bikini baden gehen sondern in langen Anziehsachen. Ihr werdet sehen, dass das die ägyptischen Frauen auch tun. Natürlich könnt ihr auch an einen Hotelstrand gehen. Hier könnt ihr euch wie zu Hause fühlen.

Wie seht ihr das? Würdet ihr in ein Land reisen in dem eine Reisewarnung herrscht oder wäre euch das zu heikel?
Findet ihr die Reisewarnung übertrieben?
Ich bin auf eure Meinungen gespannt.

Was tun bei Seekrankheit?

Ich selber kenne es (fast) gar nicht, aber durch meinen Job weiß ich, dass ein Großteil damit zu kämpfen hat: Die Seekrankheit.

Schon als ich noch im Norden arbeitete, habe ich mich mit dem Problem „Kälte“ auseinandergesetzt und was ihr am besten dabei tun könnt, dass euch warm ist/bleibt.
Jetzt kommen wir zur Seekrankheit, denn auch hier gibt es ein paar einfache Verhaltensregeln.

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Ursachen und Symptome
Die Seekrankheit gehört zur Reisekrankheit. Sie entsteht dadurch dass dem Körper widersprüchliche Signale von Lage und Bewegung gesendet werden. Wenn ihr also auf einem Schiff grade steht und alles um euch herum bewegt sich, dann denkt sich der Körper „irgendetwas stimmt hier nicht“ und schon wird vielen schlecht.
Die gute Nachricht ist, dass sich der Körper meistens nach 2-3 Tagen vollkommen daran gewöhnt hat und die Symptome abklingen.
Aber was sind die Symptome eigentlich? Erst tritt ein Schwindelgefühl ein, dazu kommt eine verlangsamte Reaktionsgeschwindigkeit und Ausbrüche mit kaltem Schweiß. Sollte es schlimmer werden, wird euch schlecht und wenn es ganz dicke kommt, dann müsst ihr euch sogar übergeben. („Die Fische füttern“ wie man auf Schiffen sagt)
Einige werden sogar richtig grün und blau im Gesicht.

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Was tun bei Seekrankheit?
Ihr kennt sie vielleicht. Die Reisetabletten. In jeder Apotheke rezeptfrei erhältlich. Wenn ihr also wisst, dass ihr schnell Seekrank werdet, dann am besten VOR der Reise eine Tablette oder ein Kaugummi nehmen. So beugt ihr dem Schwindel vor und nach einiger Zeit hat sich euer Körper eh daran gewöhnt.
Jetzt denkt ihr euch bestimmt „Dafür hätte sie jetzt auch keinen Bericht schreiben müssen. Das wissen wir selber“ – aber das ist ja noch nicht alles. Denn es gibt bessere Methoden als die Tabletten.
Da wäre zum einem die frische Luft. An der frischen Luft wird einem bekanntlich weniger schnell Schwindelig und so verhält es sich auch auf Schiffen. Also nicht in den Innenbereichen festkleben, nur weil man den Toiletten näher ist, sondern raus aufs offene Deck gehen.
Und da kommen wir auch schon zu dem nächsten Punkt. Wenn ihr draußen seid, könnt ihr direkt auf den Horizont schauen. Und der steht still (mehr oder weniger). Somit teilt ihr eurem Gehirn mit, dass die Bewegungen alle gar nicht so schlimm sind und schon werden die Symptome weniger und euer Körper beruhigt sich.
Wo wir schon zum letzten Punkt kommen: Füllt eure Mägen. „Ja klar“, denkt ihr euch jetzt, wenn eh wieder alles hoch kommt. Aber das ist ein Irrglaube. Natürlich solltet ihr keinen fettigen Schokoladenkuchen essen, sondern Gerichte, mit denen der Magen viel zu tun hat und somit abgelenkt ist.
Am besten geeignet dafür ist trockenes Brot. Es liegt „schwer“ im Magen und dieser kann erst gar nicht daran denken sich schlecht zu fühlen weil er mit etwas ganz anderem beschäftigt ist.
Natürlich eignen sich auch Reis, Nudeln oder Kartoffeln dafür.
Letztere Methode wende ich zum Beispiel auch gerne an, obwohl ich nicht so anfällig für die Reisekrankheit bin. Aber wenn wir in einen Sturm fahren und eine Warnung bekommen, dann gibt es für mich zum Abendessen 2 trockene Bötchen und alles ist gut.

Von Schiffsstabilisatoren und Stürmen auf See
Alle großen Passagierschiffe haben Schiffsstabilisatoren, die bei starkem Wind/Wellengang ausgefahren werden. Diese können auch individuell weit rausgefahren werden und fangen viele Stöße und Wellen ab.
Ab einer bestimmten Wellenhöhe nützen diese allerdings auch nicht mehr.
Ob ich schonmal in einem Sturm war? Ja natürlich. Obwohl – so natürlich ist das nicht. Vor 1,5 Jahren bin ich das erste mal arbeitend auf ein Schiff aufgestiegen und habe seitdem genau einen einzigen großen Sturm erlebt.
Also keine Angst, meistens ist es gar nicht so schlimm. Aber eins solltet ihr vor einer Kreuzfahrt wissen: Das Schiff bewegt sich – genau – es ist ja auch kein feststehendes Hotel und genau das macht den Reiz ja auch erst aus.

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Die Letzte und Beste

Wie ihr ja sicherlich gelesen habt, habe ich in den letzten 6 Monaten viel erlebt.
Trotzdem schulde ich euch noch einen Bericht von der letzten Route, welche auch gleichzeitig die schönste war.

Bergen kannte ich schon von der Nordkap-Route. Diesmal betrachtete ich die gemütliche Kleinstadt nicht aus der Vogelperspektive, sondern vom Boden aus. Auch hier hat die Stadt einiges zu bieten, auch wenn ein großer Schiffsbrand vor vielen Jahren einige Teile der Stadt niedergebrannt hat.
Die kleinen Gässchen im Stadtteil Bryggen lassen die Zeit stillstehen und man findet sich zu den Zeiten wieder wo in den Geschäften noch Lagerhallen waren und keine Souvenirgeschäfte wie heut zutage.
Das Wetter spielte diesmal nicht wirklich mit, was der Schönheit der Stadt jedoch keinen Abbruch tat.
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Als nächstes ging es nach Olden.
Auf der Nordkap-Route waren wir ja schon einmal in Geiranger – also ziemlich im selben Gebiet.
Auch wenn ich in Geiranger damals nicht wirklich raus kam durfte ich hier umso mehr die Natur genießen.
Dazu zählt auf jedenfall der atemberaubende See Oldevatnet, welcher sich wunderbar in die Berg- und Wasserfall Kulisse Südnorwegens einfügt. Sehr idyllisch.
Das eigentliche Ziel war jedoch der Briksdal-Gletscher.
Am Fuße des Wanderwegs gibt es Toiletten, Souvenirgeschäfte und Cafes und ab dort beginnt die Wanderung. – Okay, als Wanderung kann man es nicht unbedingt bezeichnen.
Die Wege sind gut ausgebaut, meistens geht man über geteerte Straßen. Der Grund dazu ist schnell gefunden, denn wer nicht laufen möchte, kann alternativ auch mit einem Trollwagen bis nahe an den Gletscher heran fahren. Trollwagen sind große Quads, Monkeys, auf denen mehrere Personen Platz nehmen können.
Der, ich nenne ihn mal weiterhin Wanderweg, geht über ein paar Stufen vorbei an eindrucksvollen Wasserfällen, bis zum Fuße des Gletschers.
Aufpassen muss man hier selber, dass man nicht zu nah heran geht. Aber auch von unten hat man eine super Sicht.
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Nach 2 Schifftagen während denen uns die See zeigte, was sie als Wellengang eigentlich so drauf hat kamen wir endlich in meinem geliebten Island an.
Für alle die mich noch nicht so lange kennen: Ich habe 6 Monate in Island gearbeitet und mich in das Land verliebt. Seitdem war ich nie wieder dort und somit war ich aufgeregt, wie es wohl werden würde.
Akureyri war – regnerisch. Sehr regnerisch, aber trotzdem habe ich mich direkt zu Hause gefühlt mit den ganzen „Herzampeln“ und Supermärkten in denen man Skyr kaufen kann.
Auch die Region um den Godafoss und Myvatn waren mir schon bekannt und ich genoß schon gesehenes noch mal ganz anders aufzunehmen.
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Isafjördur am nächsten Tag war mir weitaus unbekannt. Zwar bin ich während meines Island-Aufenthaltes auch schon einmal per Auto durch die Westfjorde gefahren, jedoch hatten wir damals nur 2 Tage Zeit für allen und die Erinnerung ist entsprechend gering.
Was für eine WUNDERBARE Stadt – Städtchen. Eingebettet in einen hohen Fjord, welcher durch die Eiszeit geformt wurde, umgeben von kleinen Wasserfällen hat Isafjördur seinen eigenen Charme.
Der Spaziergang auf den Trollsitz ist ein Muss um die Aussicht zu genießen. Hier soll der Sage nach ein großer Troll gesessen und die Berge, sowie die Landschaft geformt haben. Und wirklich sieht das Stück im Berg wie ein riesengroßer Sitz aus.
Der Weg ist mit 500m kurz, aber sehr steil. Oben gibt es ein Buch wo man sich eintragen kann, sowie einen Stempel.
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Reykjavik war mein persönliches Highlight. Allein schon deswegen da ich die 6 Monate in Hveragerdi, ganz in der Nähe, gearbeitet habe.
Mein Guide sagte auch direkt „I know you! You’ve been working around here, right?“… Faszinierend, dass er sich noch daran erinnern konnte, nur weil er damals Gäste in das Gästehaus brachte wo ich mal gearbeitet habe.
Ich bekam nichts von der selber mit, dafür aber vom Umland umso mehr.
Ein Höhelnabendteuer der besonderen Art, ganz abgelegen, heiße Quellen in Krysuvik und der Spaziergang auf einem Vulkankrater. All das gehörte zu meinem Tag.
So schön das auch alles war, etwas war noch schöner: Dass ich weiß, wo ich mal leben möchte. Kaum sah ich alles bekannte wieder, hätte ich weinen können vor Freude. Hier fühle ich mich zu Hause, hier will ich sein, genau hier werde ich mal sesshaft.
Es ist schön so etwas zu fühlen und genau zu wissen wie es in ein paar Jahren einmal sein wird. Ich habe jetzt ein Ziel und es fühlt sich gut an.
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Den meisten völlig unbekannt sind die Färöer Inseln. Viele wissen wo sich diese Inselgruppe aus 14 Inselgruppen, gehörig zu Dänemark, befindet, die wenigsten waren jemals selber dort.
Schade – wie ich feststellen durfte, denn diese kleinen Inselchen entpuppten sich als eins der größten Highlight der gesamten Reise.
Eine Natur, dazu eine Ruhe und freundliche Menschen, wie sie im Buche stehen.
Der Nebel in den Fjorden passte in das Bild von welchem man dachte ein Maler hätte Papier und Pinsel in die Hand genommen und das schönste Bild gezeichnet was ihm jemals möglich war.
Es war wie in einem Märchen, nur noch viel schöner! Zu schön um es in Worten auszudrücken.
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Der letzte Hafen war wieder in Norwegen, Stavanger. Viel von gehört, viel von geschwärmt worden und dank der kurzen Busfahrt konnte ich auch einen schnellen Einblick in dieses wunderschöne Städtchen bekommen.
Jedoch lag mein Ziel des Tages noch eine Fährfahrt, eine weitere Busfahrt und einen anstrengenden Fußmarsch entfehrnt.
Der Preikestolen. Dieses Wort steht für Predigerstuhl übersetzt und kommt aus dem Norwegischen.
604m hoch drohnt diese Felsplatte über den Lysefjord und bietet Ausblicke auf den türkisblauen Fjord und die umliegende Berglandschaft.
Der Aufstieg geht stetig steil bergauf über unterschiedlich große Steinstufen und weitläufige Plateaus.
Tausende Wandere beschreiten in den Sommermonaten diesen Weg, viele übernehmen sich, einige drehen nach der Hälfte wieder um – und doch war die Kanzel an diesem Tag brechend voll.
Ca. 2 Stunden sind für den Aufstieg vorgesehen, ich war nach 1,5 Stunden oben und konnte umso länger die Aussicht genießen.
Ein erfolgreicher Abschluss von 6 wunderbaren Monaten an Bord.
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Bis September habt ihr mich jetzt wieder in der Bloggerwelt – mehr oder weniger, denn nächste Woche geht es erstmal nach Österreich und danach die Woche für 2,5 Wochen nach La Reunion.

Vom Schnee im Sommer

Das ich ein absolutes Schneekind bin, brauche ich glaub ich niemandem zu erzählen, das ist allgemein bekannt. Dass es mich aber sogar freut im Sommer Schnee zu sehen, das können die wenigsten verstehen.

Aber ganz von vorne. Nach fast 3 Jahren in Finnland und 1 Jahr in Schweden fehlte mir nur noch Norwegen als Land zu erkundschaften.
Das wurde vor ein paar Wochen Wirklichkeit.

Schon in Bergen war ich verliebt. Im Nachhinein auch: Ich BIN in Bergen verliebt. Eine Küstenstadt wie sie schöner fast nicht sein könnte. Umgeben von 7 Bergen in einer zerklüfteten Küstenlandschaft gelegen, durchsetzt mit vielen Wanderwegen durch Wald und Wiesen wirkt es richtig idyllisch.
Aber auch Geschichte kann man wiederfinden. Vor allem im ältesten Stadtteil Bryggen wo die alten Lagerhäuser heute noch genauso schief aussehen wie früher, jedoch heute Souvenirläden und Cafes beinhalten.
Die alte Festung am Ende des Stadtteils wurde wieder neu aufgebaut, nachdem eine Explosion eines Bootes im Hafen diese fast komplett zerstörrte.
Die Menschen sind alle wirklich freundlich und herzlich.
Hier könnte ich mir durchaus vorstellen zu leben. Und das sage ich nicht sehr häufig.
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Geiranger. Was soll ich sagen. Leider war es mir nicht möglich die Aussicht von der Adlerkehre oder von Dalsniba genießen zu dürfen, da ich an diesem Tag andere Aufgaben hatte.
Die Schönheit des Fjords lässt sich jedoch nicht in Worte fassen. Die 7 Schwestern entfalteten sich in ihrer vollen Pracht und die Sonne brannte vom Himmel und es fühlte sich an, als sei man in ein Märchen hineingeboren worden.
Perfekter ging es wirklich nicht.
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Dann kam endlich etwas lang ersehntes: Honningsvag.
Die meisten werden jetzt denken „Honningsvag? Noch nie von gehört!“.
Dann will ich es euch leichter machen: Das Nordkap.
Ursprünglich wollte ich zum wirklich nördlichsten Punkt, welches nicht das Nordkap ist, Europas wandern. Jedoch empfing uns ein ganz spezielles Wetter dort oben: Schneesturm.
Somit fuhr ich spontan mit zum Nordkap mit einem Wetter, welches alle paar Minuten zu wechseln schien. Sonne, Wolken, Schneesturm, Schneeregen.
Aber genau das machte die Stimmung dort oben aus. Genauso sollte es sein. Sonnig kann jeder, aber im Norden sollte es Schnee haben und so war es auch.
Die Plattform selber ist genau wie es sich jeder von euch bestimmt schon einmal vorgestellt hat: Weltkugel, Cafe und Souvenirshop. Aber es lohnt sich wirklich.
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Als nächstes stand Alta auf dem Plan.
Die Stadt selber hat sich noch nicht auf Tourismus eingestellt, was man wirklich merkte. Hier gab es nicht viel zu entdecken wenn man in der Stadt blieb.
Der Staudamm bot da eine viel schönere Kulisse. Selbst bei Regenwetter beeindruckte der Altacanyon mit seiner Größer.
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Tromso ist im Gegensatz zu Alta voll und ganz auf Tourismus eingestellt.
Auf der einen Seite der Storsteinen, welcher eine wunderbare Aussicht auf die umliegende Berglandschaft bietet, auf der anderen Seite eine wunderschöne Altstadt die Shoppingherzen höher schlagen lässt.
Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist dann natürlich die Eismeerkathedrale, welche nach dem Vorbild von Eisschollen gebaut wurde.
Von innen eher wie einer normale Kirche, aber von außen schon faszinierend anzusehen.
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Alesund war eine gemütliche, kleine Stadt mit besonderem Flair mit seinen vielen Inseln die alle irgendwie unterirdisch miteinander verbunden sind.
Auch hier bietet der Hausberg Aksla einen wunderbaren Rundumblick über die Umgebung.
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Alles in allem hat mir Norwegen sehr gut gefallen, die Norweger sind allesamt sehr nett, einladend und ich verstehe sie aufgrund meiner Kenntnisse der schwedischen Sprache.
Ob ich dort leben könnte? Ich denke ja. Alles ist zwar sehr, sehr teuer, aber selbst die Reiseleiter vor Ort erzählten, dass man gut verdient und sich deswegen den Lebenstil dort leisten kann.
Irgendwann, sollte ich jemals sesshaft werden, ist somit meine Liste der Länder in denen ich leben könnte um eins erweitert worden und umfasst nun: Island, Neuseeland, Kanada, Schweden und Norwegen.

Eine Übersicht über meine letzten 6 Monate findest du hier: Coming home coming home – tell the world that I’m coming home

Die etwas andere Anreise nach Deutschland

Wie schafft man es 14 Tage von Mallorca nach Hamburg zu brauchen?
Richtig – man fährt mit einem Kreuzfahrtschiff und macht zwischendurch Halt an wundervollen Häfen.
Schon vor einigen Jahren hatte ich das Glück eine solche Reise unternehmen zu dürfen. Das war jedoch noch als Gast. Diesmal durfte ich die Reise arbeitend erleben.

Lissabon war wie immer eine Augenweide. Sie ist eine sehr saubere Stadt, voller Leben, vor allem vor einem Fußballspiel, welches ein Wochenende später dort stattfand.
Das Ozeanarium im Expogelände ist ein Besuch besonders wert. Aufgebaut wie ein Zoo ist es etwas für Jung und Alt. In der Mitte befindet sich ein Tank mit Wasser, welches 5 Olympia-Schwimmbecken füllen könnte. Dort leben alle Fische friedlich miteinander zusammen.
Außenrum gibt es 4 Ecken, die die 4 Weltmeere darstellen. Passend dazu immer typische Tiere, sei es ein paar unglaublich goldige Biber, ein paar Puffins oder Pinguine.
Die Becken sind riesig und man sieht, dass es den Tieren dort sehr gut geht.
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Der nächste Hafen brachte uns ganz in die Nähe des Jakobsweges. Nach La Coruna.
Ich wollte jedoch nicht nach Santiago de Compostela machen, da der Jakobsweg noch auf meiner Bucket-List steht und ich gerne Compostela erst sehen möchte, wenn ich vorher mehrere 100km gewandert bin.
Somit blieb in in La Coruna, welche sich als süße, kleine Stadt zeigte mit einem wunderbaren Archäologischen Museum.
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In Bilbao war grade der Tag der Museen und somit durfte ein Besuch im Guggenheim Museum nicht fehlen. Dazu muss ich jedoch sagen, dass mir moderne Kunst nicht sonderlich liegt.
Faszinierend fand ich jedoch das Videoprjekt „The Clock“.
Hierbei durchsuchte der Kunstler sämtliche Videodatenbanken und suchte sich Filmszenen zusammen, welche mit der Zeit zu tun haben. Wo man eine Uhr im Hintergrund sieht, oder aber über die Uhrzeit gesprochen wird.
Diese Szenen schnitt er zusammen und schon war sein Videoprojekt vollkommen und während man es schaut wird immer die aktuelle Uhrzeit angezeigt – Ja es funktioniert, wie ich feststellen durfte.
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Unser nächster Anlaufhafen war La Pallice, der Hafen von La Rochelle, eine süße, kleine, französische Hafenstadt.
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Le Havre hat mich etwas aus dem Ruder gebracht.
Nein, nicht Le Havre selber, aber Rouen. Ich habe mich neu verliebt – in diese Stadt. Frankreich ist normalerweise gar nicht mein Land – Rouen jedoch zeigte mir, dass es auch anders geht. Es regnete – nein – es schüttete in Strömen! Und doch ließ der Todesort von Jeanne D’Arc mein Herz höher schlagen. Viele kleine, bunte, Fachwerkhäuser, nicht eins wie ein anderes. Architektonische Meisterwerke wie sie im Bilderbuch stehen.
Auch Giverny, Monets Garten und Wohnhaus, sah trotz Regen einfach wunderbar aus.
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Brügge ist eine Stadt der Superlative. Sehr touristisch, aber ein Ort voller geschichtsträchtiger Bauten.
Nicht zu vergessen ist natürlich die Belgische Schokolade, die das Land natürlich ausmacht.
Zu Fuß ist Brügge wunderbar zu erwandern, alles ist nah beieinander und man erkundschaftet immer wieder neue, kleine Gäschen.
Was als Zusatz nicht fehlen darf ist dann natürlich eine Fahrt auf einer der Grachten mit einem offenen Boot. Teilweise geht es unter kleinen Brücken hindurch und fast glaubt man, dass es besser wäre den Kopf einzuziehen.
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Schon erkundschafteten wir das nächste Land. Um genauer zu sein, Amsterdam.
Die Stadt der Freiheit. Wieso Freiheit? Hier gibt es eine weiße, erlaubte Seite, eine schwarze, verbotene Seite und eine riesige Grauzone zwischendrinnen.
Wie sonst wäre es möglich, dass die Coffeeshops ganz legal Haschisch verkaufen dürfen, es jedoch in der Grauzone liegt ob sie neues einkaufen dürfen?
Wie kann es sein, dass ein Künstler einfach Kopfsteinpflaster aus dem Boden reißt, seinen eigenen Kunststein einbaut und niemand etwas dazu sagt?
Nur so was passiert in Amsterdam. Hier toleriert man so ziemlich alles und diese Lockerheit ist in der ganzen Stadt zu spüren.
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Das Einlaufen in Hamburg war etwas ganz Besonderes – etwas anderes.
Noch nie bin ich mit einem Schiff in einem deutschen Hafen angekommen und somit stand ich schon ziemlich früh auf um das Einlaufen schauen zu können. Und das bei einem wundervollen Sonnenaufgang – sehr emotional.
Schon beim Anlegen stand eine Freundin an der Pier um uns zu winken und als wir endlich das Schiff verlassen konnten war auch meine Mutter nicht mehr weit.
Es war ein komisches Gefühl wieder deutschen Boden unter den Füßen zu spüren. Vor allem weil ich in den Cafes alle auf Englisch ansprechen wollte.
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An dieses Gefühl müssen wir uns jetzt gewöhnen, denn unser Wechselhafen für den Sommer wird ein deutscher Hafen bleiben, auch wenn wir jetzt erstmal das Nordland, die Ostsee und den Baltikum erkundschaften.
Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt freue ich mich darauf am meisten, denn der Norden ist wie ein Zuhause für mich.

Wo fühlt ihr euch zu Hause?

Die Überfahrt und das Mittelmeer

Was passiert, wenn man eine Reise mit 9 Schiffstagen verbringt und davon 6 hintereinander? Genau, man befindet sich auf einer Transatlantik Reise.
Diese ist jetzt auch schon wieder 16 Tage her, aber meine Eindrücke will ich euch trotzdem schildern. Vor allem, weil ich mich das letzte Mal aus der Karibik gemeldet habe.

Die Transatlantikreise war Barbados – Dominica – Antigua – St. Maarten – Madeira – Cadiz – Mallorca
Der Abschied in St. Maarten war nicht ganz so schwer wie der letztes Jahr in Malta… aber okay, auf Malta waren wir 24x, das ist schon etwas anderes und letztes Jahr fast wie ein Zuhause geworden.

Auf den 6 Schiffstagen wurden wir immer wieder gefragt ob wir denn jetzt 6 Tage frei hätten. Nein, natürlich nicht. Auch dort gab es viel zu tun. Immerhin sind die nächsten Reisen alle neue Ziele. Für manche alle Häfen, für manche ein paar Häfen und einige komplett neue Destinationen, die zum ersten mal angefahren werden von uns.
Da gab es einiges vorzubereiten und die 6 Tage gingen unheimlich schnell rum und der Seegang auf dem Atlantik blieb auch aus.

Auf Madeira angekommen war es trotzdem recht schön wieder Boden unter den Füßen zu fühlen.

Dann kamen 2 Wochen westliches Mittelmeer. Davon waren Palermo und Neapel neue Häfen für mich.
Somit ein bischen was zu lernen und auch was spannendes neues.

Das Highlight war dann aber Civitavecchia. Wie schön es ist bekannte Gesichter zu sehen. Wieder die ganzen Escorts und Guides die man 12x letztes Jahr gesehen hat. In den Arm genommen zu werden und die Wiedersehensfreude zu spüren.
In Monacco durfte ich auch wieder nach Nizza und ein leckeres Eis in der besten Eisdiele der Welt futtern zusammen mit meinen Gästen.
Barcelona war super wie immer. Auch wenn sich die Ausflüge irgendwie alle ähneln sind sie doch unterschiedlich, was den Reiseleiter ausmacht.

Letztes mal Barcelona konnten wir dann auch raus gehen und ein wenig das Nachtleben genießen. Hiebei draf ich dann auch direkt einen Kumpel, den ich noch aus Finnland kannte. Wunderschön jemanden zu sehen den man 4 Jahre lang nicht gesehen hat.
Somit landeten wir in einem wunderbaren Lokal zum Tapas essen fern ab von jedem Touristenstrom.

Heute ist es soweit und wir fahren einmal Rund um Westeuropa bis Hamburg.
Bis auf die ersten zwei Häfen sind hierbei alle komplett neu für mich und ich kann es kaum erwarten neue Ziele und Weltperspektiven kennen zu lernen 🙂

Zum Schluss wollte ich euch eigentlich ein paar Fotos zeigen, aber irgendwie will wordpress gerade keine einfügen 😦 Somit wird das dann mal ein extra-post 🙂

Das Blogjahr 2013 – und was wird 2014 sein?

Das war nun wirklich 2013 und natürlich habe ich auch eine Statistik von wordpress bekommen. Es waren über das Jahr gesehen ca. 1000 Leute mehr hier als letztes Jaht. Jedoch habe ich auch ganze 6 Monate nichts gebloggt, sonst wären es wohl mehr geworden.
Aber stoppt nicht mit dieser Statistik hier, sondern schaut auch weiter unten nach.

Hier ist ein Auszug:

Ein New York City U-Bahnzug fasst 1.200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 7.300 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 6 Fahrten nötig.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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Natürlich kommen auch Leute auf mein Blog, die nach irgendetwas auf google gesucht haben. Neben den üblichen „Husky“ „hund“ „Reisen“ „Schweden“ „wandern“, sind aber auch immer Sachen dabei wo man sich einfach nur denkt „WIESO?!“

ein paar Beispiele hier:

Küchen Party
Eine Küchenparty sollte man allgemein nicht bei google suchen, aber wie jemand auf meinen Blog dabei stößt weiß ich wirklich nicht. Ich stehe zwar gerne in Küchen während Partys, weil es dort die besten Gespräche gibt, aber ich bezweifele jemals darüber geschrieben zu haben…

Was ist wenn morgen die Sonne nicht aufgeht
Okay, warum jemand auf meinem Blog landet, wenn er das sucht kann ich ja verstehen, aufgrund meiner Berichte aus meiner Schwedenzeit, aber wieso sucht man nach so etwas? Was soll dann schon sein? Wenn die Sonne morgen nicht aufgeht bleibt es dunkel… und sollte die Sonne explodiert sein über Nacht und deswegen nicht mehr aufgehen werden wir den Sonnenaufgang nicht mehr miterleben.

Kann ich in Kopenhangen Flughafen einen Kaffee trinken gehen
NEIN – seit wann gibt es Kaffee am Flughafen?!

Flugzeug läuft vor mir weg
HaHaHaHa – ROFL – LOL – DAS stelle ich mir grade bildlich vor!


Wie ziehe ich das Hundehalsband an

Einmal um den Schwanz wickeln – wie auch sonst!

Liebe Selma, hiermit lade ich dich zu meinem Geburtstag ein
Das ist ja nett – aber ich heiße doch Melanie…

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Was bringt 2014 – Was gibt es neues – Was habe ich geplant

Ja, heute Nacht gilt es dann: 2014 hinter jedes Datum setzen.

Welche Berichte stehen euch im Januar so vor?

– Eine Wanderung mit meinem ersten Earthcache zum Druidenstein
– Ein Bericht zur „Rocky Horror Picture Show“ an Silvester in Siegen
– Ein Bericht zum „Fiddler’s Green“ Konzert in Köln
– vielleicht diverse andere Wanderungen
– mit welchen Kameras fotografiere ich eigentlich?!

Ob ich noch alle Berichte schreibe bevor ich wieder Deutschland verlasse weiß ich noch nicht, aber dann habe ich wenigstens etwas zu tun/schreiben, falls ich mal Internet habe.

Was steht arbeitstechnisch und Urlaubstechnisch so an?

Erstmal geht es wieder ab Anfang Januar für 6 Monate zurück aufs Schiff, worauf ich mich schon sehr freue! Diesmal stehen an: Karibik, Transatlantik, Mittelmeer, Transeuropa, Nordland, Ostsee, Baltikum. Wie ihr wisst werde ich nichts über meine Arbeit schreiben, aber vielleicht hebe ich mir den ein oder anderen Bericht von daheim auf. Auch gibt es vielleicht mal einen Gastbeitrag von anderen Reisebloggern oder ein Interview von diesen.
Auch denke ich, dass es okay sein wird, wenn ich euch ein paar Fotos zeigen werde. Natürlich nichts arbeitverbindendes, sondern einfach von den verschiedenen Destinationen.

Wenn ich zurück bin würde ich gerne Mitte/Ende Juli für ein langes Wochenende ins Allgäu wandern gehen. Immerhin brauche ich nochmal ein wenig Bergtraining für meine weiteren Pläne dieses Jahr.
Hat hier jemand einen guten Tipp für mich, wo ins Allgäu, welches Gästehaus/Hotel und welche Wanderung? Ruhig Mehrtageswanderungen mit mittlerem Schwierigkeitsgrad. Ich möchte nicht klettern, aber schmale Wege sind super und steil bergauf darf es ruhig auch gehen. Hauptsache man hat von oben eine schöne Aussicht.

Danach werde ich mir einen Wunsch auf meiner Bucket-List erfüllen. ENDLICH nach La Reunion – 17 Tage Trekking mit Wikinger-Reisen. Und das werde ich ganz ohne Freunde/Bekannte machen, weil ich einfach die Reise für mich genießen möchte und meinen Traum leben möchte.
Dafür müssen sich nur noch genug zu dieser Reise anmelden, dass auch die Mindestteilnehmerzahl erreicht wird.
Ich werde diese jetzt auch schon im Januar buchen, damit ich immer vor Augen habe, wieso ich hart trainieren muss auf dem Schiff. 😉

Im Anschluss daran bin ich grade bei Wikinger am erfragen ob es möglich ist noch 4-5 Tage Seychellen dran zu hängen. Zum entspannen und vielleicht sogar um endlich mal wieder zu tauchen! Natürlich auch um mir etwas anzuschauen, denn die Ecke da unten kenne ich ja noch gar nicht.

Ende August/Anfang September geht es dann wieder für +- 1 Woche nach Schweden, da ich meinen Ex-Chefs Johan und Sara und natürlich auch Martin das versprochen habe und die Hundis natürlich wiedersehen möchte.

Auch hoffe ich, dass ich dieses Jahr irgendwie das Working Holiday Visa für Kanada bekomme und einen weiteren Traum von meiner Bucket Liste streichen kann: 1 Jahr Work&Holiday in Kanada.
Da würde ich dann so im September losfliegen wollen und im Winter erstmal auf einer Husky-Farm arbeiten wollen. Entweder als Guide bei einem Tourenanbieter oder aber als Handler bei einem Rennmusher.
Nochmal den Ansporn dazu gegeben hat mir einer der Trainer auf dem Schiff und auch mein Vorgesetzter 🙂

Und dann ist 2015 – da werden wir dann sehen was das Jahr bringt – und was 2014 eigentlich gebracht hat.
Vielleicht gehe ich auch wieder aufs Schiff – einfach weil es Spaß macht und man so viele toller Länder sieht.

Wir werden sehen.

Was habt ihr so geplant? Habt ihr euch irgendwelche Vorsätze gemacht? Wohin wollt ihr reisen? Erfüllt ihr euch irgendwelche Träume?

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Bis dahin wünsche ich euch einen GUTEN RUTSCH ins neue Jahr – und bitte rutscht nicht aus!

Happy new year! copy

Ein Blick zurück – Das Jahr 2013 in Wort und Bild

Es ist wieder an der Zeit, das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und da darf ein Jahresrückblick nicht fehlen.
Es war ein Jahr voller Neuerungen. Nach 4 Jahren Winter brauchte ich Sommer und welchste meinen Job von den Schlittenhunden zu einem Kreuzfahrtschiff, nach 28 Jahren langer Haare schnitt ich mir meine Haare kürzer als schulterlang ab, meine Beziehung zerbrach und erneuerte sich, Freunde haben geheiratet, wurden schwanger, Beziehungen zerbrachen und leider musste ein Freund auch von uns gehen … das einzige wo sich, mal wieder, nichts dran geändert hat, ist mein Gewicht und mein damit verbundener Hunger nach Schokolade.
Hunger, das habe ich auch immer nach neuen Herausforderungen, neuen Zielen und meinen Träumen. Somit steht das nächste Jahr hoffentlich ganz im Zeichen meiner Träume, aber dazu mehr später im Jahr.

Zuerst mein kleiner Jahresrückblick:

Januar

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Der Januar ist im Norden immer etwas Besonderes. Denn nach ca. 6 Wochen langer Dunkelheit ohne Sonnenschein, kommt die Sonne endlich wieder heraus.
Leider war ich an jenem Tag krank und saß nur bei einem Helfer im Schlittensack um mich um die Gäste zu kümmern. Umso schöner an diesem Tag war aber, dass wir das erste mal wieder die Sonne gesehen haben.
Geburtstag hatte ich auch im Januar und wurde 28 Jahre jung – aber das vergesse ich meistens sowieso.

Das Video zu meinem Januar gibt es hier: Januar-Video

Februar

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Im Februar wurde es diesmal gar nicht so kalt, wie ich es von Finnland aus kannte. Somit war es ziemlich angenehm und man konnte die Schlittenhundetouren in Schweden wirklich genießen, solang die Gäste mitspielten.
Die Sonne stand höher am Himmel und die Stimmung wurde immer besser.

Das Video zu Februar gibt es hier: Februar Video

März

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Im März bekamen wir endlich wieder mehr Sonnenstunden als alle südlicher von uns und die Tage wurden länger und länger.
Auch unsere Winter-Puppies wurden immer größer und fingen an die Gegend zu erkunden. Auch konnte man endlich anfangen mit ihnen Halsband- und Geschirrtraining zu machen.
Ich hatte ein paar wirklich super Touren im März und die Hunden waren in Hochform!

Das Video zum März findet ihr hier: März-Video

April

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Der April war der Monat, in dem alles anders wurde. Der Monat in dem ich vorerst den Norden verließ um über den Sommer einer anderen Beschäftigung nachzugehen.
Es war schwer oben allen Hunden, sowie Menschen „bye bye“ zu sagen und nach einer so emotionalen Saison weiß man erstmal gar nicht wohin mit den Gefühlen.
Meine erste große Aufgabe war es, am Copenhagener Flughafen 5 Stunden auszuharren. In Menschenmengen, welche ich nicht mehr gewöhnt war. Es war der blanke Horror, aber auch diese Stunden gingen vorbei dank lieber Menschen, die es schafften mich visa Skype und Facebook zu unterhalten – sowie mit ein paar guten weblogs die es zu lesen gab.
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Zuhause musste man sich erstmal eingewöhnen, aber da ich nicht viel Zeit hatte, bis es weitergehen sollte, ging die Zeit recht schnell rum und Zeit für Urlaub war nicht.
Zeit war aber, mit dem Reisebüro zusammen eine Wanderung im Sauerland zu unternehmen, welche u.A. den Kyrill-Pfad beinhaltete, von welchem ich bis dahin nur gehört, ihn aber nie gegangen war.
Wirklich wunderschön gemacht mit einzelnen Kletterabschnitten und vielen interessanten Fakten rund um den Sturm.

Das April Video, noch von Schweden, findet ihr hier: April Video

Mai

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Am 1. Mai war natürlich wandern mit Freunden angesagt. Wir besorgten uns einen Bollerwagen und wanderten los. Nicht sehr weit, dafür mit vielen Stops und anschließendem Grillen bei einer Freundin. Wie immer, wenn ich denn mal daheim bin, sehr entspannt und schön.
Am 07. Mai ging es dann für mich los in ein neues Abendteuer.
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Es ging aufs Schiff und an dieser Stelle legte ich mein Blog erstmal auf Eis.
Inzwischen weiß ich, dass Fotos, wo weder Arbeitsplatz, noch Menschen drauf sind, wohl okay gehen (das heißt ich melde mich im nächsten Jahr bestimmt zwischendurch mal – zumindest mit Fotos).
Oben das war Schröder, mein Reisemaskottchen in Kusadasi (Türkei) von welchem ich leider nicht ganz so viel zu sehen bekam da ich viele Trainings hatte.

Juni-September

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Diesmal ein paar mehr Fotos, da ich auch mehrere Monate zusammenfasse. Das arbeiten auf dem Schiff machte einfach unheimlich Spaß und man sah so viele neue Länder, Kulturen und Menschen, dass man von einer Eindruckswelle überrollte wurde, die beeindruckend war.
In dieser Zeit passierte es auch, dass meine Beziehung in die Brüche ging und meine Haare ebenfalls – okay, die brachen nicht, die wurden abgeschnitten.
Es entwickelten sich tolle neue Freundschaften, ich lernte neue tolle Sportgeräte, wie den TowerPower und PowerPlate kennen und machte tolle Wanderungen in manchen Destinationen.
In diesen Monaten bereiste ich Monacco, Frankreich (mit Korsika), Italien (mit Sizilien), Malta, Kroatien, Montenegro und Griechenland (Korfu).
Wirklich eine wundervolle Erfahrung.

Oktober

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Auch im Oktober arbeitete ich weiter auf dem Schiff und fuhr auch nochmal die Länder an, wie in den Monaten davor.
Allerdings hatten wir auch eine andere Route, meine letzte von meinem 1. Vertrag und somit habe ich im Oktober auch einige tolle andere Länder gesehen.
Sardinien, Tunesien, Spanien (Barcelona, Valencia, Malaga, Cadiz) und Portugal.
Auf meinen Vertrag zurückblickend war es wirklich genial mit vielen neuen Erfahrungen und super Menschen um mich herrum.
Vor allem meine Kabinenkollegin Annika, in der ich eine wunderbare Freundn gefunden habe!
Auch lernte ich Ende Oktober den Flughafen London Heathrow kennen und weiß jetzt, wieso man minimum 2 Stunden zum Umsteigen haben sollte, wenn man eine reele Chance haben möchte seinen Anschlussflug zu bekommen.

November

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Mitte November, nachdem ich erstmal Urlaub und Papierkram in Deutschland erledigt hatte, ging es los auf einen abendteuerlichen Roadtrip mit Annika von Schweden in Richtung Deutschland, inklusive Besuch von einigen Freunden und vielen Weihnachtsmärkten.
Unsere Station waren: KangosUmeaSundsvallStockholmJönköpingMalmöBerlinLeipzigDettingen (mit Ulm und Esslingen)
Auch war dies der Monat in der meine alte Beziehung auch wieder meine neue Beziehung wurde und ich unheimlich glücklich darüber bin :-*
Es war schön nochmal mit den Schlitten zu fahren, was mir zeigte, dass es ich sehr vermissen werde diesen Winter und es war auch schön mal woanders Halt zu machen unterwegs anstatt immer in denselben Städten – auch wenn die neuen Städte nicht wirklich viel zu bieten hatten.
Besonders schön fand ich Ulm und von Leipzig war ich überrascht, da ich mir vorher unter der Stadt kaum etwas vorstellen konnte.

Dezember

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Schon sind wir im Dezember angelangt, in welchem Monat wir uns grade befinden.
Der Dezember war stressiger als gedacht. Fast jeden Tag hatte ich irgendetwas vor, oder arbeitete halbtags im Reisebüro meiner Mutter. So richtig zur Ruhe kommen und Urlaub haben blieb da aus. Aber eigentlich ist das für mich ja grade gut, denn sonst gehe ich noch ein vor Langeweile.
Meine Mum und ich machten einen Ausflug nach Frankfurt um spontan zu sehen ob wir noch Karten für „Night of the Proms“ ergattern können und hatten sogar nach 2 Stunden „in der Kälte stehen“ Glück und konnten die Show, meine 10. Proms, von super Sitzen aus genießen.
Auch kam der erste Schnee und ich wurde, wie immer, wenn ich Schnee sehe, zum absoluten Kleinkind. Schnee ist für mich wettertechnisch das höchste der Gefühle.
Nachdem Annika und ich schon auf dem Roadtrip „blut geleckt“ hatten, beschäftigte ich mich diesen Monat viel mit geocachen, auch wenn ich mich noch nicht an die großen Caches traue.
Zum ersten Mal machte ich auch eine Nachtwächterführung mit, was wirklich lustig und interessant war.
Im ganzen holte ich nach, was ich die letzten Jahre verpasst hatte und ging auch hier in der Gegend auf viele Weihnachtsmärkte, wobei mir der in Siegburg am besten gefiel – was ja kein Wunder ist, da es sich hier um den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt handelt.
Ich feierte viel mit meinen Freunden, aber leider starb ein Freund zu Weihnachten, was einen großen Schatten über Weihnachten brachte.
Es sind harte Zeiten, aber so hart es auch klingt „Das Leben geht weiter“, auch wenn die Angehörigen vielleicht noch nicht wissen wie.
Dieses Jahr Ende Dezember ist dann auch der 10. Todestag meines Vaters. Es kommt einem gar nicht so lange vor, aber durch die neusten Geschehnisse hier, kam natürlich alles wieder hoch.

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So und zu guter letzt gab es noch was neues: Ein neues Design!
Nach fast 2 Jahren musste mal etwas anderes her und somit setze ich mich jetzt endlich mal dran und bastelte heute Nachmittag etwas dran rum.
Es gibt jetzt auch eine Bucket List unter „the world“, weil ich dachte, dass ich euch das ja auch mal sagen muss was hoffentlich noch alles in meinem Leben passiert 😉
Ich hoffe das Design gefällt euch – bzw. der neue header und der neue Hintergrund 🙂

Ich wünsche euch allen nochmal besinnliche Weihnachten und schließe damit meinen Jahresbericht ab.
Mein „Buch-Jahresbericht“ folgt die nächsten Tage, sobald ich mit meinem jetzigen Buch fertig bin und weiß, dass ich das nächste nicht mehr vor Jahresende fertig lesen werde 😉