Anreise mit Hindernissen

What da day – what a day.

Noch gestern habe ich im Wald zu meiner Mutter gesagt, dass es einfach Personen gibt, die das Pech anziehen und dass ich froh bin, dass ich keine dieser Personen bin.
Weit gefehlt, denn wenn man schon so etwas sagt, kann es ja nicht lange dauern, bis das Pech auch einen selber einmal einholt.
Aber Pech und Glück liegen manchmal echt nahe beieinander.

Nachdem wir letzte Nacht sage und schreibe 3 Stunden Schlaf bekommen haben, standen wir um 2 Uhr auf, frühstückten und fuhren los zum Flughafen.
Bis hier her alles kein Problem. Wir waren sogar viel zu früh da (aber lieber zu früh als zu spät), lungerten noch ein wenig rum.
Der Flug nach Berlin war auch so ziemlich ereignislos.

In meinem „lieblingsflughafen“ Berlin mussten wir dann erstmal wieder eine halbe Weltreise auf uns nehmen und von einem Terminal ins übernächste zu kommen.
Unser Gepäck hatten wir, dank 2 AirBerlin Flügen, ja schon direkt durchgecheckt bis Stockholm.
Alles lief gut, das Gate war offen und los gings.

Uns brachte ein Bus zum Flugzeug – aber bis dahin ist es noch eine lange Geschichte.
Wir standen also im 2. Bus der zum Flugzeug fahren sollte. Und standen und standen und standen und standen und standen und standen und standen… der Bus fuhr nicht los. Auch nicht, als unser Flieger längst in den Lüften sein sollte.
Dann und wann kamen ein paar komische Gestalten (in kurzer Hose und Unterhemd ?! ?! ?!) und wir fuhren einfach nicht los.
Als es dann endlich los ging standen wir schon ca. 35minuten im Bus.
Zum Flugzeug fuhr der Bus weitere 15min und als wir endlich saßen machte der Pilot auch schon die Durchsage dass das Bording „complete“ sei und wir dann los könnten.
Außerdem könne man die 20min Verspätung noch einholen wieder unterwegs. Alles kein Problem – sprach er und das Flugzeug stand und stand und stand und stand.
Mit fast 1 Stunde Verspätung rollten wir endlich los.
Der Flug war ziemlich turbolent, so dass sogar der Servive eingestellt werden musste. Aber war schon okay – meine größte Sorge war, dass wir unseren Anschlussflug nach Kiruna (wir hatten 1,5 stunden) verpassen würden.

Mit 55min Verspätung landeten wir in Stockholm. Ich rannte raus und zum Bodenpersonal um zu fragen was wir machen sollten. 30min knapp Zeit bis unser Flieger fliegt und das Gepäck müssen wir natürlich erstmal holen und neu einchecken.
Der Typ schaute uns nur an und meinte „Either you RUN now and leave your luggage behind, or you will simply miss your flight. Out that door, to your left, terminal 4, run!“
Wir natürlich losgehechtet wie bescheuert. Kurz nach Terminal 3 konnten wir nicht mehr.

Auch der Flug nach Kiruna war sehr turbolent, wenn auch nicht ganz so arg wie der nach Stockholm.
Endlich angekommen hatten wir nur 3 Sachen im Kopf: Unser Gepäck, was wir in Stockholm ja stehen lassen mussten nach Kiruna ordern, ein Taxi besorgen, damit wir den Bus noch nach Junosuando bekommen.
Aber Überraschung, mich sprach auf einmal jemand an, die ich gar nicht kannte und wie es der Zufall so wollte ist sie dieses Jahr Guide bei Explore the north und hat gehört, dass sie einfach mal schauen sollte, ob wir zufällig mit dem Flieger ankommen.
PUH! Glück gehabt (muss man ja auch mal) und schon war der Transport nach Kangos gesichert. Ganz ohne Bus und Taxi.

Auf auf zum Schalter und nach unserem Gepäck forschen.
Der junge Herr erklärte uns erstmal, dass das System grade nicht funktionieren würde weltweit, er es aber handschriftlich aufnehmen würde.
Seine Vorgesetzte sagte auch, dass sie das schon kennen würde und dass wir von Glück reden könnten wenn das Gepäck heute Abend oder Morgen ankommen würde.
Noch dazu müssen wir es abholen in Kiruna weil AirBerlin ja den Schaden zu verzeichnen hat, wir aber mit SAS nach Kiruna geflogen sind. Na herzlichen Glückwunsch.
Ich stellte mich also schonmal darauf ein Nachts nochmal 4 Stunden zu fahren und unser Gepäck vielleicht aus Kiruna Flughafen abzuholen.
Netterweise bekamen wir ein SurvivalKit… damit wit SAS in guter Erinnerung behalten, denn eigentlich dürften sie uns das nicht geben, da ja nicht sie das Chaos verursacht haben.

Draußen tobte ein Schneesturm und wir fuhren nach Kangos.
Auf einmal dämmerte es mir unterwegs: MIST! Wo sind meine Nummernschilder von meinem Auto?! Genau, in meinem Koffer der ja noch in Stockholm ist.
Somit nichts mit „Koffer abholen“ in Kiruna am Abend… haha.
Ich hätte mich wirklich in den Hintern beißen können.

Hier in Kangos wurden wir dafür ganz lieb begrüßt und es war soooo schön so viele, vertraute Gesichter wieder zu erkennen 🙂
Und direkt wurden wir eingeladen dem „Festmahl“ beizuwohnen, dass es Abends für die ganze Belegschaft geben sollte.
Was ein Glück, dass wir an genau diesem Tag gekommen sind.

Wir bezogen unser Zimmer, machten eine kurze Rundtour im dunkeln (inzwischen ist es hier ja schon um 15Uhr dunkel) und legten uns nochmal für 30min hin… ich, ohne zu schlafen.
Sowieso habe ich grade seit 2 Uhr letzte NAcht genau 5min mal im Flieger geschlafen und werde nach diesem Beitrag direkt ins Bett gehen.

Das Essen war super. Hatte ja schon länger kein Rentier mehr haha 🙂 😉 Und sowieso haben wir viel gelacht und viel erzählt.

Ein Anruf kam auch zwischendrinnen, dass unsere Koffer dann in Kiruna seien 🙂 YEY… aber wie sollten wir sie abholen.
Kein Problem, hier werden Lösungen gefunden: Wir fahren morgen noch jemand neuen in Kiruna abholen mit nem Firmenauto und können gleichzeitig unsere Koffer abholen. Eine Hand wäscht ja bekanntlich die andere 🙂

Somit war es alles in allen doch noch ein ganz guter Tag, auch wenn wir jetzt, zumindest die übernachtungen in Umea und Sundsvall eine Nacht nach hinten schieben müssen…

In diesem Sinne: Gute Nacht!

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Roadtrip – here we go

Was soll ich sagen. Es ist wieder soweit, es geht auf in Richtung Schweden. Mit einem großen Unterschied diesmal: Nicht zum arbeiten, sondern um meine Sachen zu holen.

Unendlich froh bin ich darüber, dass eine super Freundin vom Schiff mit mir kommt. Wir haben einige Monate die Kabine geteilt und sind gute Freunde geworden, da wir uns sehr ähnlich sind.
Heute Nachmittag werde ich sie vom Bahnhof abholen und heute Nacht fährt uns meine Mutter zum Flughafen.

Dann haben wir eine echt spannende Flugreise vor uns. Es geht über Köln, nach Berlin und über Stockholm nach Kiruna… puh… und jeweils haben wir nur ca. 1 Stunde Zeit zwischen den Flügen. Nach meinen Erfahrungen mit Berlin bin ich da doch etwas misstrauisch 😉

Meine Sachen holen… tja, das wird noch was. Ich freue mich natürlich darauf oben in Schweden alle wieder zu sehen mit denen ich letztes Jahr zusammen gearbeitet habe, aber es ist ein unglaublich komisches Gefühl. Vor allem den Hunden erstmal tschüß zu sagen, wird mir schwer fallen.

Danach fahren wir mit Sack und Pack einmal durch Schweden und fahren in Deutschland dann noch einen riesen Umweg über Berlin um die liebe Jenna zu besuchen 🙂
Annika fahre ich dann natürlich auch noch nach Hause und dann geht es für mich nach Hause um bestimmt 3 Tage lang damit beschäftigt zu sein mein Auto auszuräumen 🙂

Sollte ich unterwegs mal Zeit und Internet haben, melde ich mich natürlich. Ansonsten in 2-3 Wochen wieder 🙂

Weekly Photo Challenge: My 2012 in pictures

So, das wird jetzt auch das erste mal sein, dass ich bei der Weekly Photo Challange mitmache, aber ich fand das Thema einfach so passend jetzt zum Jahresende hin.

Hier also ein paar Eindrücke von meinem letzten Jahr… ich habe es nicht ganz geschafft mich nur auf wenige Photos zu reduzieren.

Nach 3 Jahres in äkäskero in Finnland wurde es Zeit für mich zu gehen und nach neuen Herausforderungen zu sehen. Nichtsdestotrotz war meine letzte Saison in Finnland die beste von allen. Unter anderem weil ich das Glück hatte Martin dort kennen und lieben zu lernen 🙂
Leider geht es mir noch immer so, dass ich Heimweh nach „meinen“ Hunden von dort hatte, da sie in den letzten Jahren einfach meine Babys geworden sind.
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Am Ende von äkäskero machte ich einen Roadtrip nach Deutschland mit einem ehemaligen Gast von mir, Michael. Es war ein wirklich lustiger Trip runter mit viel Couchsurfing und gutem Wetter.

Wir gingen von Lulea, über Sundsvall, Stockholm, Helsingor nach Deutschland.

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In Deutschland ging ich viel mit meiner Mutter wandern. Zum Beispiel in Dauersberg auf dem Westerwald oder auch die Königsetappe des Rheinsteigs, welche wirklich fantastisch war.

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Vom wandern im Heimatland zum wandern in österreich wo ich das Wanderführer-Grundmodul des Vavö besuchte, welches eine wirklich tolle Erfahrung war und ich mich schon darauf freue das Aufbaumodul nächstes Jahr besuchen und hoffentlich erfolgreich abschliessen zu können

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Eins der grössten Highlights war natürlich wieder meine Freunde und Familie zu Hause besuchen zu kommen, auch wenn meine beste Freundin, Katha, diesmal fehlte da sie in Australien war. Trotzdem war es ein superlustiger Abend in Siegen, wenn auch recht kalt und voller Fussballfans. Ebenso das Grillen bei Jenny mit der Reisebüro Crew mit den ersten verzweifelten Versuchen den Grill zu starten und auch ein Treffen mit Ina in Düsseldorf wo wir einen Mädelsabend veranstalteten und Frisbeegolf spielen gingen.

GrillenJenny Ina siegen

Dann hiess es wieder Abschied nehmen von Deutschland und mit Martin gemeinsam einen längeren Roadtrip in Richtung Schweden machen. Von daheim, über Hamburg, Malmoe, Stockholm, Tampere, Oulu, Levi – bis schliesslich nach Kangos. Dieser Trip hat wirklich Erholungsbedarf.

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Daraufhin folgte mein erster Sommer in Explore The North, meinem momentanen Arbeitgeber.

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auf den Sommer folgte natürlich der Winter – welchen wir noch immer haben und welcher hoffentlich eine wunderbare Saison wird 🙂 So wie sie bis jetzt schon war.

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Ich hoffe ihr hattet mindestens genauso ein schönes Jahr 2012 wie ich 🙂

Somit wünsche ich euch auch noch einen

GUTEN RUTSCH INS JAHR 2013

6. Tampere – Oulu – Levi – Kangos 29.05. – 01.06.2012

Am naechsten Tag fuhren wir weiter nach Oulu. Wieder eine sehr lange Strecke, aber unser Couchsurf-Host hatte mir sowieso geschrieben, dass er erst ab 19.30Uhr daheim sein wuerde und somit hatten wir sogar ein wenig mehr Zeit und hielten unterwegs immer mal wieder an um uns das ein oder andere anzusehen wie z.B. Yvaskylla, was aber nicht sehr empfehlenswert ist. Vor allem, weil, haltet euch fest: Auch dort kosteten die Toiletten 1EUR!!!! WAAAAAHHH!

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5. Tampere 27.-28.05.2012

In Tampere angekommen machten wir uns auf zu einer der wenigen „Nicht-Couchsurfing-Unterkuenften“ – eine kleine Huette auf einem Campingplatz. Es war ein wunderschoenes Stueck Natur, direkt an einem grossen See gelegen.

Nach einem Abendbrot im Camp fuhren wir in die Stadt wo wir erstmal einige Zeit mit “Parkplatzsuchen” verbrachten und lustigem “im Kreis fahren” bevor wir kostenlos parkten und in Richtung Finlayson-Center liefen.

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4. Stockholm 25.05. bis Turku 27.05. Morgens frueh

Am  naechsten Morgen, nachdem wir mal ausnahmsweise ausschlafen konnten, was mir nicht viel gebracht hatte, da ich, dachte ich haette Heuschnupfen, es sich aber in den letzten Tagen zu einer Erkaeltung entwickeln sollte mit allem drum und dran, und deswegen nicht schlafen konnte.

Ma. fruehstueckte noch mit uns uns und dann fuhren wir per Bahn in die Stadt.

Das erste Mal als ich in Stockholm war, bin ich noch selber rumgelaufen, kann aber nur sagen: Es lohnt sich mit jemandem zu gehen der sich auskennt denn vieles sieht man nicht, wenn man alleine rumlaeuft. Weiterlesen

3. Malmoe – Stockholm 25.05.2012

Am naechsten Morgen fuhren wir sehr sehr frueh nach einer Nacht mit wenig Schlaf los in Richtung Stockholm. 612km und das im mueden Zustand. Aber okay. Die ersten paar Stunden gingen sehr angenehm und schnell rum … dann wurde es waermer und waermer und die Hitze im Auto drueckte auf die Muedigkeit.

In Graenna machten wir einen Stop. Dort stoppte ich bereits letztes Jahr, aber eher durch Zufall. Jetzt assen wir dort etwas zu Mittag und vertraten uns die Beine bevor wir ueber die „schoenere Route“ am See entlang weiter fuhren. Diese hatte ich auch bereits versucht das letzte Mal zu finden, war jedoch gescheitert, da ich mein Navi zu frueh wieder einschaltete. Weiterlesen

2. Hamburg – Malmö 24.05.2012

Am naechsten Morgen ging es los in Richtung Malmö. Da es nur eine recht kurze Strecke war beschlossen wir bei dem fast 30 grad warmen Wetter noch irgendwo an den Strand zu gehen.

Dazu bot sich natuerlich der Timmendorfer Strand an – eins der beliebtesten Ferienziele der Deutschen an der Ostsee. Ich selber war noch nie dort und ich kann auch nur sagen dass es glaub ich nicht mein Fall waere.

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1. Daheim bis Hamburg 23.05.2012

Endlich war es wieder Zeit los zu ziehen in Richtung hohen Norden, dorthin wo nicht so viele Menschen wohnen, dafuer aber viele tolle Hunde. Diesmal nicht nach Finnland, sondern nach Schweden.

Und nachdem ich die letzten Male immer hoch und runter durch Schweden gefahren bin von/nach Finnland, war es jetzt an der Zeit durch Finnland von/nach Schweden zu fahren – mal etwas anderes.

Die erste Station jedoch sollte Hamburg sein – also noch Deutschland, da M. Hamburg noch nie gesehen hatte. Weiterlesen

Stockholm – Helsingør – Heimat 1369km

Nach dem Aufwachen der Schock: SCHNEE! In Stockholm, Mitte April. Damit hat wohl niemand gerechnet. M kam aus ihrem Zimmer, schaut uns an und fragt: „What have you done?“, L kommt aus ihrem Zimmer, schaut aus dem Fenster, schaut uns an und sagt: „What have you done?“ und schliesslich kommt D aus seinem Zimmer, schaut raus und sagt nur: „OH MY GOD“

Schoener, nasser, rutschiger Matschschnee Weiterlesen