Ein Blick zurück – Das Jahr 2013 in Wort und Bild

Es ist wieder an der Zeit, das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und da darf ein Jahresrückblick nicht fehlen.
Es war ein Jahr voller Neuerungen. Nach 4 Jahren Winter brauchte ich Sommer und welchste meinen Job von den Schlittenhunden zu einem Kreuzfahrtschiff, nach 28 Jahren langer Haare schnitt ich mir meine Haare kürzer als schulterlang ab, meine Beziehung zerbrach und erneuerte sich, Freunde haben geheiratet, wurden schwanger, Beziehungen zerbrachen und leider musste ein Freund auch von uns gehen … das einzige wo sich, mal wieder, nichts dran geändert hat, ist mein Gewicht und mein damit verbundener Hunger nach Schokolade.
Hunger, das habe ich auch immer nach neuen Herausforderungen, neuen Zielen und meinen Träumen. Somit steht das nächste Jahr hoffentlich ganz im Zeichen meiner Träume, aber dazu mehr später im Jahr.

Zuerst mein kleiner Jahresrückblick:

Januar

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Der Januar ist im Norden immer etwas Besonderes. Denn nach ca. 6 Wochen langer Dunkelheit ohne Sonnenschein, kommt die Sonne endlich wieder heraus.
Leider war ich an jenem Tag krank und saß nur bei einem Helfer im Schlittensack um mich um die Gäste zu kümmern. Umso schöner an diesem Tag war aber, dass wir das erste mal wieder die Sonne gesehen haben.
Geburtstag hatte ich auch im Januar und wurde 28 Jahre jung – aber das vergesse ich meistens sowieso.

Das Video zu meinem Januar gibt es hier: Januar-Video

Februar

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Im Februar wurde es diesmal gar nicht so kalt, wie ich es von Finnland aus kannte. Somit war es ziemlich angenehm und man konnte die Schlittenhundetouren in Schweden wirklich genießen, solang die Gäste mitspielten.
Die Sonne stand höher am Himmel und die Stimmung wurde immer besser.

Das Video zu Februar gibt es hier: Februar Video

März

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Im März bekamen wir endlich wieder mehr Sonnenstunden als alle südlicher von uns und die Tage wurden länger und länger.
Auch unsere Winter-Puppies wurden immer größer und fingen an die Gegend zu erkunden. Auch konnte man endlich anfangen mit ihnen Halsband- und Geschirrtraining zu machen.
Ich hatte ein paar wirklich super Touren im März und die Hunden waren in Hochform!

Das Video zum März findet ihr hier: März-Video

April

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Der April war der Monat, in dem alles anders wurde. Der Monat in dem ich vorerst den Norden verließ um über den Sommer einer anderen Beschäftigung nachzugehen.
Es war schwer oben allen Hunden, sowie Menschen „bye bye“ zu sagen und nach einer so emotionalen Saison weiß man erstmal gar nicht wohin mit den Gefühlen.
Meine erste große Aufgabe war es, am Copenhagener Flughafen 5 Stunden auszuharren. In Menschenmengen, welche ich nicht mehr gewöhnt war. Es war der blanke Horror, aber auch diese Stunden gingen vorbei dank lieber Menschen, die es schafften mich visa Skype und Facebook zu unterhalten – sowie mit ein paar guten weblogs die es zu lesen gab.
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Zuhause musste man sich erstmal eingewöhnen, aber da ich nicht viel Zeit hatte, bis es weitergehen sollte, ging die Zeit recht schnell rum und Zeit für Urlaub war nicht.
Zeit war aber, mit dem Reisebüro zusammen eine Wanderung im Sauerland zu unternehmen, welche u.A. den Kyrill-Pfad beinhaltete, von welchem ich bis dahin nur gehört, ihn aber nie gegangen war.
Wirklich wunderschön gemacht mit einzelnen Kletterabschnitten und vielen interessanten Fakten rund um den Sturm.

Das April Video, noch von Schweden, findet ihr hier: April Video

Mai

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Am 1. Mai war natürlich wandern mit Freunden angesagt. Wir besorgten uns einen Bollerwagen und wanderten los. Nicht sehr weit, dafür mit vielen Stops und anschließendem Grillen bei einer Freundin. Wie immer, wenn ich denn mal daheim bin, sehr entspannt und schön.
Am 07. Mai ging es dann für mich los in ein neues Abendteuer.
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Es ging aufs Schiff und an dieser Stelle legte ich mein Blog erstmal auf Eis.
Inzwischen weiß ich, dass Fotos, wo weder Arbeitsplatz, noch Menschen drauf sind, wohl okay gehen (das heißt ich melde mich im nächsten Jahr bestimmt zwischendurch mal – zumindest mit Fotos).
Oben das war Schröder, mein Reisemaskottchen in Kusadasi (Türkei) von welchem ich leider nicht ganz so viel zu sehen bekam da ich viele Trainings hatte.

Juni-September

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Diesmal ein paar mehr Fotos, da ich auch mehrere Monate zusammenfasse. Das arbeiten auf dem Schiff machte einfach unheimlich Spaß und man sah so viele neue Länder, Kulturen und Menschen, dass man von einer Eindruckswelle überrollte wurde, die beeindruckend war.
In dieser Zeit passierte es auch, dass meine Beziehung in die Brüche ging und meine Haare ebenfalls – okay, die brachen nicht, die wurden abgeschnitten.
Es entwickelten sich tolle neue Freundschaften, ich lernte neue tolle Sportgeräte, wie den TowerPower und PowerPlate kennen und machte tolle Wanderungen in manchen Destinationen.
In diesen Monaten bereiste ich Monacco, Frankreich (mit Korsika), Italien (mit Sizilien), Malta, Kroatien, Montenegro und Griechenland (Korfu).
Wirklich eine wundervolle Erfahrung.

Oktober

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Auch im Oktober arbeitete ich weiter auf dem Schiff und fuhr auch nochmal die Länder an, wie in den Monaten davor.
Allerdings hatten wir auch eine andere Route, meine letzte von meinem 1. Vertrag und somit habe ich im Oktober auch einige tolle andere Länder gesehen.
Sardinien, Tunesien, Spanien (Barcelona, Valencia, Malaga, Cadiz) und Portugal.
Auf meinen Vertrag zurückblickend war es wirklich genial mit vielen neuen Erfahrungen und super Menschen um mich herrum.
Vor allem meine Kabinenkollegin Annika, in der ich eine wunderbare Freundn gefunden habe!
Auch lernte ich Ende Oktober den Flughafen London Heathrow kennen und weiß jetzt, wieso man minimum 2 Stunden zum Umsteigen haben sollte, wenn man eine reele Chance haben möchte seinen Anschlussflug zu bekommen.

November

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Mitte November, nachdem ich erstmal Urlaub und Papierkram in Deutschland erledigt hatte, ging es los auf einen abendteuerlichen Roadtrip mit Annika von Schweden in Richtung Deutschland, inklusive Besuch von einigen Freunden und vielen Weihnachtsmärkten.
Unsere Station waren: KangosUmeaSundsvallStockholmJönköpingMalmöBerlinLeipzigDettingen (mit Ulm und Esslingen)
Auch war dies der Monat in der meine alte Beziehung auch wieder meine neue Beziehung wurde und ich unheimlich glücklich darüber bin :-*
Es war schön nochmal mit den Schlitten zu fahren, was mir zeigte, dass es ich sehr vermissen werde diesen Winter und es war auch schön mal woanders Halt zu machen unterwegs anstatt immer in denselben Städten – auch wenn die neuen Städte nicht wirklich viel zu bieten hatten.
Besonders schön fand ich Ulm und von Leipzig war ich überrascht, da ich mir vorher unter der Stadt kaum etwas vorstellen konnte.

Dezember

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Schon sind wir im Dezember angelangt, in welchem Monat wir uns grade befinden.
Der Dezember war stressiger als gedacht. Fast jeden Tag hatte ich irgendetwas vor, oder arbeitete halbtags im Reisebüro meiner Mutter. So richtig zur Ruhe kommen und Urlaub haben blieb da aus. Aber eigentlich ist das für mich ja grade gut, denn sonst gehe ich noch ein vor Langeweile.
Meine Mum und ich machten einen Ausflug nach Frankfurt um spontan zu sehen ob wir noch Karten für „Night of the Proms“ ergattern können und hatten sogar nach 2 Stunden „in der Kälte stehen“ Glück und konnten die Show, meine 10. Proms, von super Sitzen aus genießen.
Auch kam der erste Schnee und ich wurde, wie immer, wenn ich Schnee sehe, zum absoluten Kleinkind. Schnee ist für mich wettertechnisch das höchste der Gefühle.
Nachdem Annika und ich schon auf dem Roadtrip „blut geleckt“ hatten, beschäftigte ich mich diesen Monat viel mit geocachen, auch wenn ich mich noch nicht an die großen Caches traue.
Zum ersten Mal machte ich auch eine Nachtwächterführung mit, was wirklich lustig und interessant war.
Im ganzen holte ich nach, was ich die letzten Jahre verpasst hatte und ging auch hier in der Gegend auf viele Weihnachtsmärkte, wobei mir der in Siegburg am besten gefiel – was ja kein Wunder ist, da es sich hier um den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt handelt.
Ich feierte viel mit meinen Freunden, aber leider starb ein Freund zu Weihnachten, was einen großen Schatten über Weihnachten brachte.
Es sind harte Zeiten, aber so hart es auch klingt „Das Leben geht weiter“, auch wenn die Angehörigen vielleicht noch nicht wissen wie.
Dieses Jahr Ende Dezember ist dann auch der 10. Todestag meines Vaters. Es kommt einem gar nicht so lange vor, aber durch die neusten Geschehnisse hier, kam natürlich alles wieder hoch.

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So und zu guter letzt gab es noch was neues: Ein neues Design!
Nach fast 2 Jahren musste mal etwas anderes her und somit setze ich mich jetzt endlich mal dran und bastelte heute Nachmittag etwas dran rum.
Es gibt jetzt auch eine Bucket List unter „the world“, weil ich dachte, dass ich euch das ja auch mal sagen muss was hoffentlich noch alles in meinem Leben passiert 😉
Ich hoffe das Design gefällt euch – bzw. der neue header und der neue Hintergrund 🙂

Ich wünsche euch allen nochmal besinnliche Weihnachten und schließe damit meinen Jahresbericht ab.
Mein „Buch-Jahresbericht“ folgt die nächsten Tage, sobald ich mit meinem jetzigen Buch fertig bin und weiß, dass ich das nächste nicht mehr vor Jahresende fertig lesen werde 😉

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Dettingen 28.11.-01.12.2013

Bevor ich ganz vergesse was ich so alles erlebt habe, schaue ich mal, dass ich das heute irgendwie hinbekomme endlich den Roadtrip fertig zu schreiben 🙂

Die Fahrt von Leipzip war eins: LANG! Länger als gedacht, vor allem weil es einen wirklich miesen Nieselregen gab und ich die meiste Zeit schlicht und ergreifend NICHTS gesehen habe 😦
Irgendwann gegen Abend kamen wir dann aber doch noch bei Annika daheim an und aßen erstmal etwas zu Abend, bevor wir noch nett mit ihren Eltern zusammen saßen und irgendwann dann in Richtung Bett gingen.

Am nächsten Tag stand Ulm auf dem Plan.
Wir fuhren also nach Ulm und ich stellte fest, dass mein Navi vielleicht nicht das allerschlechteste ist 😉 (sorry Annika).
Eigentlich war unser Vorhaben auf das Münster rauf zu gehen, jedoch war dieses leider nur bis 70m begehbar, da weiter oberhalb alles vereist war.
Aber die 70m ließen wir uns nicht nehmen und stiegen mal hoch um von oben eine wunderbare Sicht über Ulm und die Umgebung zu bekommen und natürlich über den Weihnachtsmarkt 🙂

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Weiter ging es erstmal in Richtung Rathaus, welches wirklich wunderschön mit vielen Bildern verziert ist und eine wunderbare Rathausuhr aufweist, wo Annika auch einige Geschichten drüber zu erzählen wußte, aber wir konnten nicht alle Zeiger „entschlüsseln“.

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Bevor es auf den Weihnachtsmarkt gehen sollte spazierten wir noch etwas an der Donau entlang und durchs Fischerviertel unter anderem am schiefen Haus vorbei.

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Dabei entdeckte ich einen Laden, welcher „Cache-inn“ hieß. Ich nur „oh Annika schau ein geocaching laden“ und schon waren wir drinnen. Bis jetzt ja bloß 1x mit Maria in Stockholm gemacht, waren wir ja schon irgendwie angesteckt.
Insgesamt waren wir wohl über eine Stunde in dem Laden, redeten mit dem Besitzer und noch vielen anderen Leuten die immer mal wieder rein kamen und waren nachher viel schlauer und wollten am liebsten sofort loslegen (eine kleine Anmerkung meinerseits: Wollte grade heute meine ersten 2 Caches machen und was ist?! Ich habe wie bescheuert gesucht und NICHTS gefunden… naaaa super)

Danach aber ging es noch für 1-2 Stunden auf den Weihnachtsmarkt, Wurst und Magenbrot essen. Voller Erstaunen Annikas, dass ich Magenbrot gar nicht kannte. Ist aber wirklich lecker. Noch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk gekauft und schon fuhren wir wieder zu Annika nach Hause, schauten noch etwas TV mit ihren Eltern und spielten ein paar Mittelalterliche „Brettspiele“ .

Der nächste Tag stand im Zeichen der Natur erstmal.
Zuerst fuhren wir bis zum Parkplatz an der Teck und liefen zur Burg Teck hinauf, wo wir die schöne Aussicht genossen und uns im Cafe niederließen um etwas zu trinken.
Dort oben lag sogar schon Schnee 🙂 Wunderschön 🙂

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Schon ging es weiter zum Flugplatz Hahnweide, wo wir unser Auto abstellten und zu den Bürgerseen liefen.
Wir sahen viele kleine Flugzeuge starten und landen. Wir schätzen, da es dort eine Flugschule gibt, dass es aufgrund dessen war, dass grade Flugstunden waren. Besonders viele „starteten durch“, bestimmt als Übung.
Die Bürgerseen waren kleine, gemütliche Seen um welche wir herumliefen, bevor wir uns wieder zurück zu Fuß machten in Richtung Auto. Dabei erlebten wir einen total geniales Sonnenuntergnag 🙂

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Unser Tag war aber noch nicht vorbei, denn schon ging es weiter nach Esslingen.
Die erste große Aufgabe war, dort einen Parkplatz zu finden. Annika schmiss mich irgendwann einfach mal raus, damit ich mich schonmal mit Melly (kennen wir auch vom Schiff) treffen konnte.
Kurz darauf war aber auch ein Parkplatz gefunden und wir Mädels machten den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt unsicher.
Ein wirklich schöner Weihnachtsmarkt, nur leider viiiieeel zu voll (an einem Samstag Abend auch nicht weiter verwunderlich).
Wir kauften das ein oder andere, tranken Glühwein, bzw. ich Met und aßen etwas, bevor wir nach einem wunderbaren Abend wieder zu Annika fuhren (bzw. Melly nach Hause).

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Am Sonntag fuhr ich dann nach Hause. Mein Navi führte mich mal wieder komisch. Statt über die A5 und die A 45 einfach mal über die A3… hab das aber viel zu spät gemerkt und bin somit mal eben schnell übern Westerwald gefahren. Landschaftlich sicherlich schöner, auch mit viel weniger Baustellen (nämlich keine einzige) und noch dazu soll es wohl mehrfach an dem Tag auf der A45 gerummst haben… in diesem Sinne. DANKE Navi, fürs anders leiten 🙂

Leipzig 27.11.-28.11.2013

Ursprünglich wollten wir nach Stuttgart zu Annika durchfahren. Kurzfristig entschieden wir, dass das eindeutig eine zu lange Zeit ist und wir einen Zwischenstop einlegen sollten.
Ein kurzer Blick auf die Karte verriet uns, dass wir noch nie in Leipzip waren und uns das ja mal anschauen könnten.
Leider hatten die Couchsurfer, die wir anschrieben, alle keine Zeit.
Kurzfristig schrieb ich bei Claudia noch in eine Emergency Gruppe und hatte keine 30min später eine Antwort von einem Couchsurfer aus Leipzip.
Wir sagten natürlich zu, nachdem wir sein Profil studiert hatten und somit ging es am letzten Tag von Berlin weiter nach Leipzip.
Das war natürlich kein wirklich langer weg, mein Navi machte auch keine Zicken und wir waren schon am frühen Nachmittag dort.

Daniel begrüßte uns direkt und wir tranken erstmal alle Tee zusammen, bevor er noch mal zur UNI musste und Annika und ich ins Stadtzentrum liefen und uns die Weihnachtsmärkte von Leipzip etwas anschauten.
Wirklich schöne Märkte gab es dort.
Zum Beispiel einen Märchenwald, wo diverse Märchen aus Puppen gefertigt dargestellt wurden. Jedoch wurde in jedem Märchen ein Fehler versteckt. Ziemlich offensichtlich, aber für Kinder wirklich schön gemacht.

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Ein weiterer war ein historischer Markt, wo wir aber nur kurz drüber gingen, weil wir noch zusammen Abendessen kochen wollten.

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Also MarschMarsch zurück, eingekauft und die Kochlöffel geschwungen.
Nach dem Essen überlegten wir erst, ob wir noch mal auf nem Drink raus gehen… blieben jedoch letztendlich den ganzen Abend drinnen, da wir uns irgendwie mit Karten (Shithead) festspielten, bevor wir ins Bett gingen.

Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns, ohne Frühstück und gingen in Richtung Innenstadt.
Dort machten wir uns zurerst auf zur Touristeninfo und besorgten uns einen Stadtplan.
Von dort ging es weiter zur Thomaskirche, wo Bach gespielt hat und auch sein Grab seit 1950 liegt.
Diese besichtigten wir auch von innen. Eine wirklich schöne Kirche.

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Weiter ging es zum Burgplatz und zum Rathaus.

Schon war es Zeit für die Weihnachtsmärkte, wo wir natürlich zu Mittag aßen, ich eine heiße Schoki trank und wir einfach ein wenig bummelten.
Auf dem Weg zurück zum Auto legten wir dann noch einen Stopp ein in der Nikolaikirche, um diese auch mal gesehen zu haben.
Ich persönlich fand sie jetzt nicht so prickelnd mit ihrem „pinken“ Inneren, aber es war mal etwas anderes.

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Wir liefen also zurück zu Auto um weiter zu Annika nach Hause zu fahren. Aber auch das ist wieder eine andere Geschichte.

Berlin 25.11.-27.11.2013

Schon google-maps sagte uns, dass wir doch bitte die Fähre Gedser – Rostock nehmen sollten. Und darauf stellten wir uns auch ein.
Dumm nur, dass ich Annika sagte, dass sie doch mal schauen sollte, was denn das Navi sagt. Und dieses sagte „Rodby – Puttgarden“ … nach vielem hin und her überlegen (uns fehlt halt das „Entscheidungs-Gen“) beschlossen wir bei Gedser zu bleiben, da wir zeitlich genau darauf eingestellt waren und auch nicht wussten, wann denn nun die Rodby Fähre überhaupt fährt.

Die Fährfahrt verging auch Problemlos. Ich habe ein kleines Nickerchen gemacht, nachdem Annika und ich das Schiff inspiziert hatten wo und welche Rettungsboote und –inseln es hatte. Irgendwie sind wir schon ganz schön Schiffgeschädigt.

Die Fahrt nach Berlin selber verlief auch wieder reibungslos, doch dann spielte uns mein Navi mal wieder einen Streich.
Nach Berlin-Wedding fanden wir problemlos, allerdings behauptete mein Navi, dass Jenna in einer „nicht-vorhandenen“ Straße wohnen würde. Somit fuhren wir 2x im Kreis, bogen dann „aus versehen“ rechts ab, parkten und riefen Jenna an.
Diese sagte nur „Was ist euer Nummernzeichen? AK? Wenn ja, dann dreht euch mal um“… wir hatten durch Zufall direkt vor ihrer Wohnung geparkt 🙂 So einfach kanns manchmal gehen.

Nach einer riiieeeesengroßen Wiedersehensfreue (wir kennen uns alle vom Schiff), tranken wir erstmal eine Flasche Sekt, bevor wir uns ein Taxi riefen und zu einem total gemütlichen Lokal fuhren um dort zu Abend zu essen. Dort saßen wir, tranken Wein, quatschten über Gott und die Welt und ließen es uns einfach mal gut gehen.
Zurück bei Jenna saßen wir noch etwas weiter zusammen, bis ich fast am Tisch einschlief und schon war es Schlafenszeit.

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Am nächsten Morgen schliefen wir erstmal aus. Ich komischerweise auch, wo ich doch sonst so ein „Morgenmensch“ bin.
Schon ging es los Berlin zu erkunden. Der Plan war eine Spreerundfahrt zu machen. Dafür waren wir aber leider eine Woche zu spät.
Somit liefen wir eben weiter zum Brandenburger Tor (auf dass es keine Beine bekommen hat und weggelaufen ist) und zum Reichstagsgebäude.

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Dann mein Highlight: Mein erster Weihnachtsmarkt nach 7 (!!!) Jahren. Wir gingen zum Gendarmenmarkt auf einem kleinen, eher handwerktlichen Weihnachtsmarkt, welcher Jennas lieblingsweihanchtsmarkt ist.
Dort liefen wir etwas herum, aßen etwas und tranken eine heiße Schoki mit Baileys, bevor wir uns wieder auf den Weg zurück machten.

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Abends waren wir bei Claudia (kennen wir auch vom Schiff) und ihrem Mann eingeladen und fuhren nach Oranienburg.
Dort erwartete uns ein schönes Lagerfeuer um das wir herum tanzten, lachten und aßen Marshmallows.
Da es ohne Feuer irgendwann etwas kühl wurde gingen wir ins Haus wo sie schon eine leckere Kürbissuppe für uns vorbereitet hatte und wir dort noch etwas zusammensaßen.
Ein unheimlich gemütlicher Abend.

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Schon ging es wieder zurück zu Jenna wo wir einfach nur noch ins Bett fiehlen und am nächsten Morgen erstmal ausschliefen, bevor es losging ins nächste Abendteuer.

Malmö 24.11.-25.11.2013

Die Fahrt nach Malmö verlief auch mal wieder problemlos (es wird langweilig, oder?) und wir kamen sogar noch im hellen an.
Die Parkplatzsuche stellte sich dann als schwerer heraus als gedacht, da entweder alles voll, oder weit weg von der Alstadt war.

Letztendlich parkten wir am Bahnhof, wo man nur 1 Stunde parken durfte. Aber egal, also raus aus dem Auto und rein in die Altstadt. Natürlich etwas zeitgeraffter als entspannend.
Wir sahen uns die Kirche an und liefen auch über die beiden großen Plätze, bevor wir wieder zum Auto „rannten“.

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Danach fuhren wir noch zu dem Twisting Tower um von dort mehr oder weniger den letzten Rest des Sonnenunterganges anzuschauen.

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Schon ging es weiter zu Kjell, unserem Couchsurfing Host in Malmö. Schon Martin und ich haben vor über einem Jahr bei ihm gewohnt und es war wieder ein richtig gemütlicher Abend.
Wir saßen zusammen, tranken Tee und kochten Abendessen zusammen, bevor wir uns ein Video ansahen von Malmö im 19. Jahrhundert.
Ich habe echt vieles verstanden von dem schwedischen, aber am lustigsten war es dann doch noch, dass damals alle so fasziniert waren von der Filmkamera, dass sie wirklich teilweise rückwärts gelaufen sind, nur um länger zu sehen zu sein.

Irgendwie war ich aber sooo müde am Abend, dass ich nach dem Film nur noch schnell geduscht habe und schon ins Bett gefallen bin.

Am nächsten Morgen bekamen wir ein riesiges Frühstück mit Omlette und ließen den Tag gemütlicher angehen.
Schon ging es los in ein anderes Viertel in Malmö wo wir eigentlich die Brauerei und die Schokoladenfabrik besuchen wollten, die aber leider zu hatten und erst Nachmittags aufmachen würden.
Somit suchten wir für Annika Postkarten und wurden nicht wirklich fündig, bevor wir weiterfuhren zu einem Aussichtspunkt direkt unter der Oeresundbrücke um ein paar Fotos zu machen.

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Jönköping 23.11.-24.11.2013

Von Stockholm ging es schon früh am Morgen los – denn es gibt ja einiges zu erleben. Vor allem in einer area wo man noch nie vorher war.

Und was soll ich sagen?! Unsere Fahrt verlief total unspektakulär. Wie langweilig, wenn man bedenkt wie viel wir sonst von unseren Fahrten zu erzählen hatten.
Nur in Jönköping selber war mein Navi verwirrt wo es denn langgehen soll, aber das Problem war innerhalb von 2min auch wieder behoben.
Angehalten haben wir auch nicht wirklich.

In Jönköping angekommen trafen wir uns mit unserem CS Host und fuhren nach Gränna (also eigentlich wieder nach Norden).
Was für eine süße, kleine Stadt 🙂 Gränna ist eine Stadt am südlichen Teil von dem See Vättern gelegen, dem zweitgrößten See Schwedens.
Bekannt ist die Kleinstadt (eher Dorf) für die Herstellung von Zuckerstangen. Polkagris, wie sie in schwedisch heißen. Hier kann man sogar zuschauen, wie diese hergestellt werden, was wir uns natürlich nicht nehmen ließen, genausowenig, wie wir es uns nehmen ließen, welche zu kaufen.

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DSCN4270Natürlich durfte es davor nicht daran fehlen noch in einem richtig kleinen, urigen Cafe etwas kleines zu Mittag zu essen.

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Zu guter letzt spazierten wir noch etwas am See entlang bevor wir wieder nach Jönköping fuhren.

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Natürlich war es inzwischen dunkel und wir gingen noch kurz einkaufen.
Da ihre (CSHost) Küche sehr klein ist, kochte sie alleine Köttbullar mit Kartoffeln und zeigte mir vorher noch ein paar Griffe mit meiner Gitarre.
Somit verbrachten Annika und ich die Zeit mit Gitarre spielen… bzw. ich mit ein paar Akkorden greifen.

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Nach dem Abendessen schauten wir zusammen einen Film und machten uns einen gemütlichen, ruhigen Abend.

Nach einer erholsamen Nacht liefen wir erstmal in die Stadt hinein.
Natürlich ist grade Nebensaison und die Stadt wie ausgestorben.
Zuerst liefen wir in Richtung Hauptbahnhof, wo wir uns das alte Viertel anschauten, welches bekannt ist für die Herstellung von Wetterfesten Streichhölzern. Auch hier, alles ausgestorben.
Weiter ging es zur vermeindlichen „Altstadt“ bzw zur „Einkaufsstraße mit alte Häusern“.
Leider konnten wir auch hier nichts weiteres, schöneres entdecken und beschlossen weiter nach Malmö zu fahren um vielleicht dort noch im hellen anzukommen.

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Stockholm 20.11.-23.11.2013

Nachdem wir alles von Sundsvall gesehen hatten fuhren wir weiter in Richtung Stockholm. Wir fuhren auch mehr oder weniger durch, ignorierten alle Versuche des Navis uns von der E4 runter zu locken und aßen irgendwann auf einer Autobahnraststätte etwas zu Mittag.

Bis hierher war die Fahrt also ziemlich ereignislos. (ein Wunder oder?)
Ich schrieb meiner Couchsurferin in Stockholm, bei welcher ich ja schon jetzt das 3. mal war um wieviel uhr wir ungefähr ankommen würden und wir fuhren schon weiter.
Eigentlich wollten wir in Uppsala stoppen, da es aber super dunkel und regnerisch war, beschlossen wir, komplett durch zu fahren.

Mitten auf der E4 dann eine SMS von Maria „Könnt ihr noch Weißwein mitbringen und zwar dieunddie Sorte“. Wir hielten Ausschau nach einem Alkoholshop (hier in Schweden kann man Alk ja nur in speziellen Läden bekommen) und als wir keinen fanden, fragte ich bei ihr nochmal nach.
Sie gab uns eine Adresse, schnell ins Navi eingegeben und los.
Soviel zu „Ein Laden in meiner Nähe“ war dann, dass wir einmal quer durch Stockholm gefahren sind und ich bei Regen in einer Stadt die ich kaum kenne einen Alkoholshop suchen musste.
Gefunden haben wir ihn dann, den gewünschten Wein auch und keine 3min später waren wir schon da.

Wie immer ist es einfach wunderbar hier zu sein. Couchsurfing bringt einem echt viele neue, gute Freunde – und Maria ist eine von diesen.
Diesmal durfte ich auch endlich den „Haushund“ Harry kennenlernen. Echt ein freudiger, lieber Hundiwuff 🙂 Die letzten 2x war dieser leider nicht zu Hause.
Wir wurden auch direkt mit einer französischen Fischsuppe begrüßt, tranken dazu Weißwein und quaschten bis in die Nacht hinein über Gott und die Welt.

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Auch wenn das fahren bis hierhin noch nicht ganz so spektakulär war – das parken ist es hier schon. Ich bekam nur noch einen Parkplatz auf der Seite der Straße wo Donnerstags das parken verboten ist von 8-16Uhr an. Somit musste am nächsten Morgen, vor 8Uhr, mein Auto da weg.
Während alle anderen also noch friedlich am schlafen waren, machte ich mich um 7.30Uhr auf den Weg nach draußen – parkte im Halbschlaf das Auto um, ging wieder in die Wohnung und ZACK – war ich dank der frischen Luft zu wach um wieder einzuschlafen. Also ein wenig gesurft und gelesen bis auch die anderen beiden Mädels wach waren.

Nach einem ausgedehnten Frühstück ging es dann los: erste priorität – mein Auto. Reifen wechseln von Spikes zu normalen Winterreifen, da ich ja mit Spikes nur noch bis zu Schwedens Grenze gekommen wäre und keinen Meter weiter.
Das alles ging auch erstaunlich schnell. In weniger als 30min war alles geregelt und wir konnten uns auf den Weg in die Innenstadt machen.

Das taten wir natürlich mit der Bahn und noch immer in einem Wetter was nur mit einem Wort zu beschreiben war: GRAU!
Wir sahen uns die Weihnachtsfenster an, an welchen Maria sogar mitgearbeitet hatte. Wirklich wunder wunder wunderschön. Schlenderten durch die Gassen, machten eine kleine Pause um heiße Schoki zu trinken und gingen eine Runde über den Essensmarkt bevor wir schon wieder zu Maria zurück fuhren.

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Unterwegs kauften wir noch etwas ein und bereiteten alle zusammen später das Abendessen zu. Tortillas 🙂
Da gab es natürlich einiges zu schnippeln und das Fleisch zu braten bevor wir die große Schlemmerei starten.
Auch hier saßen wir später wieder etwas zusammen, quatschten, lachten und spielten ein wenig ein Computerspiel, bevor wir alle in Richtung Bett bzw. Annika und ich in Richtung Couch verschwanden.

Am nächsten Tag schliefen wir erstmal aus und hatten ein ausgedehntes Frühstück. So ein richtig fauler Urlaubstag.
Wir fuhren wieder in die Stadt, machten ein wenig schaufensterbummeln und Maria brachte uns Geocaching näher. Wenn auch nur bei einem kleinen, einfachen Cache. Aber es war lustig. 🙂
Wir liefen noch ein wenig durch die Gassen und machten einen Abstecher in die Bar, wo wir auch am Abend hingehen wollten und fuhren wieder zu ihr nach Hause um etwas zu Abend zu essen und uns schick zu machen.
Etwas zu essen zu kochen war dann auch mal wieder richtige Teamarbeit und es war soooo lecker.

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Um den Abend dann noch abzuschließen fuhren wir wieder in die Stadt zu einem Rockclub, welchen Maria mit organisiert. Dort spielen immer 5 Bands aus der Rock/Punk/Ska Branche in einer gemütlichen Bar mit kleiner Tanzfläche.
Es war ein sehr gemütlicher Abend mit wirklich, wirklich guter Musik.

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Nach einer 3. und letzten Nacht hier in Stockholm heißt es dann jetzt „Aufbruch nach Jönköping“ … da war ich auch noch nicht, bin aber schon sehr gespannt drauf.

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Sundsvall 19.11.-20.11.2013

Wir fuhren also im Regen los in Richtung Sundsvall mit einem guten Tipp im „Gepäck“, dass wir in Örnsköldsvik halten sollten, da dort ein riesiger Fjällräven Outlet sei und noch dazu eine Keksfabrik.

Auf der Fahrt nach Örnsköldsvik lerne ich erstmal sehr gut meinem Navi zu wiedersprechen, da es uns zweimal wieder von der E4 runter haben wollte. Diesmal nicht um uns in die Wallapampa zu schicken, sondern schlicht und einfach um uns 200m später wieder AUF die E4 zu schicken.
Ich wiedersprach dem Navi und wir blieben auf der E4.

Uns wurde schon gesagt, dass wir in Örnsköldsvik nur nach Fjällräven Ausschau halten sollen und es super ausgeschildert sei.
Also hinein in den Ort und schon stand da „Fjällräven“. YEEEY, also schnell abgebogen und los gehts – dachten wir, denn auf einmal standen wir vor der Hockeyarena. Super!
Wir fragten nach und erfuhren, dass wir noch mindestens 5-6km von dem Outlet weg seien, die Arena bloß auch Fjällräven hieße.
Wir uns also wieder auf den Weg gemacht und schon im halbdunkeln das Outlet gefunden.
Es ist wirklich recht groß, aber nicht unbedingt viiieeel günstiger, als in einem normalen Shop.
Egal, kaufen hätte ich ALLES können, aber Platz hatte ich ja nicht mehr im Auto. Somit gab es nur neues Campinggeschirr.
Auf, auf, weiter zur Keksfabrik – hieß es als nächstes. Diese fanden wir auch recht schnell, jedoch mussten wir leider feststellen, dass der Verkaufsraum nur Freitags offen hat 😦

Also weiter in Richtung Sundsvall, wo wir auch Schnell das Apartement von unserem nächsten Couchsurfer fanden.
Und es war: GIGANTISCH!!! Was für ein einmaliges Apartement. HAMMER! Das Wohnzimmer mit einer riiieeesigen Couch, einer mega Leinwand und einem Dolby Surround system.
Wir kochten gemeinsam Abendessen und spielten eine Runde „Siedler von Catan“, welches ich seit bestimmt 10 Jahren nicht gespielt hatte – und trotzdem gewann. 🙂

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Am nächsten Morgen schaute ich aus dem Fenster und sah: Schnee. Wie schön, wir bringen den Schnee also mit uns in Richtung Süden. (wer weiß, vielleicht schneit es dann ja auch in Germania?!)
Also schnell Annika aus dem Bett geschmissen und los ging es in Richtung Innenstadt.
Das Wetter war einfach herrlich, strahlender Sonnenschein und nicht zuuu kalt.
Wir parkten und liefen ein wenig durch die Stadt, schossen ein paar Fotos und kauften das ein oder andere ein.
Hier muss ich auch wieder sagen: Wunder, wunder, wunderschöne Stadt 🙂 Hier könnte ich immer einen Halt einlegen.

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Gegen Mittag ging es weiter mit der Fahrt in Richtung Stockholm – und mit dieser Fahrt melde ich mich dann wieder…

Umea 18.11.-19.11.2013

Schröder hat auch sehr gut bei Explore the North geschlafen

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Nach einem guten Frühstück verabschiedeten wir uns bei Explore The North, was ich natürlich nicht konnte, ohne ein paar Tränchen dabei zu vergießen.
Versprechen musste ich auch, dass ich nach meinem nächsten Vertrag aufm Schiff noch mal zu Besuch komme. (was ich natürlich machen werde)

Die darauffolgende Fahrt war, typisch für uns, spannend.
Was wäre es auch, wenn auf dieser Reise alles gut gehen würde?
An meinem Auto lag es nicht, dass lief auch nach 6 Monaten rumstehen erstaunlich gut.
Aber mein Navi machte echt super Sachen mit uns.
Es gab eine Baustelle auf der Straße und leider nicht wirklich ausgeschildert in welche Richtung ich nun weiterfahren müsse. Somit bog ich einfach mal nach rechts ab und schon war ich falsch.
Egal, das Navi berechnete die Route neu und wollte jetzt, dass wir doch bitte auf einen kleinen Waldweg abbiegen sollten, wo nichtmal Schnee geräumt war.
Haben wir natürlich nicht gemacht und haben dafür einen Umweg in Kauf genommen von einigen km.
Weiter ging es auf der E4 als wir in einer Kleinstadt auf einmal rechts abbiegen sollten, also weg von der E4. Mir kam das irgendwie spanisch vor, aber okay, vielleicht hat das Navi ja recht.
Letztendlich sind wir dann auch in Umea angekommen – aber wie…
Es ging über Straßen ohne Namen, Waldwege, Ortschaften die nur aus 1 Haus und 1 Scheune bestanden. Wir waren überall, rutschten über pures Eis und lernten Orte kennen von denen wir nichtmal wussten, dass sie existieren.
Tja, mit uns auf Tour wird es nie langweilig 🙂

Aber wo in Umea sind wir eigentlich angekommen.
Wir wollen ja durch Schweden durch komplett Couchsurfen.
Auch in Umea hatten wir eine Couchsurferin. Als ich sie jedoch noch mal anschrieb vor 2 Tagen meinte sie nur „Oh ich hab euch total vergessen, ich habe doch keine Zeit“.
So kurzfristig bekamen wir niemand anderen mehr bei Couchsurfing. Wir schrieben noch ein paar an, aber niemand antwortete rechtzeitig.
Was also tun.
Als wir uns bei Explore The North verabschiedeten, frage ich Sara, ob sie jemanden in Umea kennt. Sie rief auch spontan eine Freundin an, die mal in Umea gewohnt hat. Diese wiederum meinte, sie habe eine Freundin, die sogar bei Couchsurfing ist, würde sie probieren anzurufen und uns dann Bescheid geben.
Sara gab uns ihre Nummer und wir fuhren los.
Auf der Höhe von Lulea riefen wir sie an und sie meinte, dass ihre Freundin grade nicht in Umea sei, uns also nicht hosten könnte, aber diese wüsste wiederum ein paar Freunde, die sie anrufen könnte und fragen könnte ob sie uns aufnehmen.
Keine 2 Stunden später bekamen wir eine SMS, dass sie jemanden für uns gefunden hatte.
Somit haben wir letztendlich bei einer Freundin, von einer Freundin, von einer Freundin von Sara geschlafen in einer großen Studenten WG, auf 2 bequemen Matratzen.
Bibi, bei der wir übernachteten war wirklich sehr nett und ich glaube wir haben sie ein wenig dazu gebracht zu überlegen, ob sie nicht doch nach ihrem Studium ein wenig reisen gehen sollte.
Auch brachte sie uns so viel Vertrauen gegenüber, dass sie uns ihr Zimmer auch zum ausschlafen ließ, obwohl sie recht früh zur Arbeit musste.

(Schröder hat auch hier sehr gut geschlafen – ich Dütlitü habe aber vergessen ein Foto zu machen)

Auch hier Frühstückten wir und machten uns auf in die Innenstadt von Umea. Schön im Regen – wunderbar.
Bis jetzt hatten wir ja echt Glück mit dem Wetter.
Wir parkten für günstige 2EUR die Stunde und sahen uns erstmal die Stadtkirche an. Ein recht schickes Gebäude mit vielen großen Baustellen drum herum.

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Weiter ging es auf der Suche nach einer Touristeninformation. – Ja, auch ich bin mal Tourist.
Wir liefen durch die Straßen und entdeckten einen wunderschönen Rathausplatz – wäre dieser nicht voll mit Baustellen gewesen.

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Weiter ging es zum nächsten Platz und „WOW“ wir fanden eine Touristeninformation 🙂
Wir gingen hinein und fragten die Frau hinter dem Tresen, was es denn alles zu sehen gäbe.
Sie meinte nur die Kirche und ein Kunstmuseum – sonst nichts. Na super.
Aufs Kunstmuseum hatten wir keine Lust, aber sie meinte, dass das Gebäude wohl auch sehr schön sei.
Somit schlängelten wir uns den Weg vorbei an all den Baustellen bis zum Kunstmuseum – welches sich als potthäßliches Gebäude herausstellte.
Mein Highlight auf dem Weg dahin war allerdings ein Postauto einer Art, wie ich es vorher auch noch nicht gesehen hatte.

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Danach trafen wir uns mit einem Couchsurfer, welchen wir ursprünglich angeschrieben hatten, er uns aber zu kurzfristig geantwortet hatte und wir da schon mit dem Auto unterwegs waren und gingen noch in Umea zu Mittag essen.
Ein nettes kleines Restaurant wo wir jeder ein großes Fetasandwich und Salat verdrückten, bevor Annika und ich weiterfuhren nach Sundsvall, wo wir grade sitzen.
Aber das, meine lieben Leser, wird die nächste Geschichte sein.

Kangos 15.11. – 18.11.

Morgen geht unser Roadtrip dann richtig los und bis dahin erzähle ich euch, was so alles in Kangos passiert ist.

Passiert ist eigentlich nichts, zumindest nichts negatives.
Nach meinem letzten Beitrag sind wir wirklich schlafen gegangen, wurden kurze Zeit später jedoch schon wieder geweckt. Martin rief an und informierte uns, dass es draußen Nordlichter geben würde.
Das waren einige der größten Nordlichter, die ich jemals gesehen hatte und für Annika fand ich es natürlich auch umso schöner, dass sie ihre ersten Nordlichter sehen konnte und dann auch noch in DIESEM Umfang.
Fast alle standen draußen und staunten. Einfach wunderbar.
Leider habe ich ja (noch) keine sooo gute Kamera und somit sind meine Fotos auch eher bescheiden ausgefallen.
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Am nächsten Morgen dann direkt nach nächste Highlight. Wir durften mit auf eine kuzr 14km Tour mit Martin kommen. Ich habe mir ja schon gewünscht, dass ich nochmal auf dem Schlitten stehen darf, aber dass es wirklich geklappt hat, war super. 🙂
Es war eine schöne, kleine Tour, von der ich, zumindest einige Meter vom Trail, auch noch gar nicht kannte.
Die Hunde sind in einer wirklich super Verfassung 🙂

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Dann war es Zeit für unseren „Deal“. Wir holen den neuen Guide vom Flughafen ab und haben somit einen Firmenwagen um unser Gepäck abzuholen.
Auf dem Weg dorthin muss ich sagen, dass die Leute vom Flughafen völlig unenspannt waren. Die haben 2x unterwegs angerufen wann wir denn kommen würden um unser Gepäck abzuholen. Echt ziemlich nervtötend.
NAtürlich kamen wir auch 5min zu spät zum Flughafen, weil wir so lange an einer Baustellenampel standen.

Zurück in Kangos fing ich an mein Auto auszumisten, während Annika etwas auf dem Zimmer blieb.
Ich plauschte ein wenig mit den neuen Guides und mit Martin und zu guter letzt spielten Annika, Martin und ich noch ein paar Runden das Kartenspiel „Shithead“

Heute ging es dann in die nächste Runde Schlitten fahren. Diesmal 50km und größtenteils… okay eigentlich bis auf eine Abzweigung, Trails die ich auch schon kannte. Einige mit neuen „Abendteuerkurven“ und Stöcken die ja ganz normal sind beim Training.
Die Schneeanker halten natürlich auch noch nicht überall, aber irgendwie ging das schon alles gut und wir hatten schon wieder suuuuperwetter 🙂
Einfach herrlich wieder durch den Schnee zu gleiten.
Ich werde es echt vermissen diesen Winter und morgen, wenn wir unseren Roadtrip starten, wird mir das Herz bluten – das weiß ich schon jetzt.
Aber hier an dieser Stelle nochmal: DANKE – an Martin, dass er uns mitgenommen hat 🙂

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Nachdem ich nochmal mitgeholfen hatte „Scheiße zu kratzen“ ging es dann wirklich mal ans Auto-aufräumen. Meine Winterreifen abtauen, Schnee wegschaufeln vom Auto und umpacken/ausmisten.
Ich hoffe unsere Sachen, die wir jetzt mitgenommen haben, passen auch noch hinein und dann kann es morgen früh auch schon losgehen.
Gleich hole ich mal noch meine Gitarre bei Anders und es wird eine weitere lustige Runde „Shithead“ gespielt.

Alles in allem eine wunderbare Zeit hier oben und ich weiß, dass mein Herz noch immer hier oben hängt, im Schnee, bei den Hunden, in der ruhigen Natur.