Ein Schloss wie im Märchen – Neuschwanstein

Über unsere runden Geburtstage waren meine Mutter und ich Anfang des Jahres im Allgäu unterwegs, genauer gesagt im höchst gelegenen Bergdorf Deutschlands – Oberjoch.

Viel hatten wir nicht geplant, denn wir richten uns immer etwas nach unserer Lust und Laune.

Eine Sache durfte aber natürlich nicht fehlen: Das wunderbare Schloss Neuschwanstein in Füssen.
Immerhin kenne ich mich gut aus in der Welt, habe jedoch eins der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands noch nie gesehen. Weiterlesen

Deutschlands Thermalquellen – Mediterana vs. Die Schwaben Quellen

Die meisten kennen mich bloß als immer in Action, unterwegs, Wandern, Outdoorsports, joggen, räumen, sortieren – aber ich kann auch anders. Ganz ruhig.

Alles fing mal damit an, dass wir mit dem Reisebüro, wo ich einmal gelernt habe, ins Mediterana in Bensberg, bei Köln, fuhren.
Seitdem war ich fast jedes Jahr dort und ließ die Seele baumeln mit meinen Freundinnen, las, schlief und saunierte.
Leider hat es dieses Jahr zeitlich nicht geklappt. Dafür fuhr ich spontan mit einer Freundin in die Schwaben Quellen, welche ich bis dato noch nicht kannte.
Also wird es hier Zeit für einen Vergleich.

Anfahrt, Parken, Eintritt und Empfang
Die Anfahrt ist bei beiden Thermalquellen sehr einfach zu finden. Gut ausgeschildert und somit schnell zu finden. Das Mediterana liegt an der A4 in Bensberg bei Bergisch-Gladbach, während sich die Schwaben Quellen im SI-Centrum in Stuttgart befinden.
Doch schon beim Parken gibt es Unterschiede. Direkt vor dem Mediterana gibt es einen riesigen, kostenlosen Parkplatz. Hier habe ich bis jetzt immer einen Parkplatz bekommen. Da sich die Schwabenquellen im SI-Centrum befinden gibt es hier nur die kostenpflichtigen Parkplätze. Es gibt eine Vergünstigung, sodass alle Gäste der Quellen nur 2,50EUR für die ersten 4 Stunden und 0,50EUR für jede weitere Stunde bezahlen. Hier geht jedoch der Punkt eindeutig an das Mediterana.
Den Empfang habe ich bei beiden Thermalquellen als sehr freundlich und sauber empfunden.
Der Eintritt tut sich nicht viel.
Im Mediterana bezahlt ihr 37,50EUR für eine Tageskarte Montags-Freitags, während diese in den Schwabenquellen 35,70EUR. (was für eine Ironie, oder?)
2 Stunden kosten, wieder von Montags bis Freitags in Bensberg 22,50EUR während diese in Stuttgart 20,90EUR kosten.
Als kleines Extra gibt es jedoch in den Schwaben Quellen einen Nachtschwärmertarif für 15,90EUR von 20:00-23:00Uhr und in einem Sommer-Extra sind alle Preise im SI-Centrum nochmal günstiger. Somit gewinnen hier letztendlich doch die Schwaben Quellen in diesem Punkt.

Umkleidekabinen und Duschen
Bei beiden Thermalbädern bekommt man ein Armband mit einer Art Chip welcher zur Bezahlung während des Aufenthaltes gültig ist. Die Umkleidekabinen sind in Stuttgart mit moderner Technik eingerichtet, während in Bensberg noch das altbewehrte „Schlüsselprinzip“ gilt. (in diesem Fall das „Chip-Prinzip“)
Während es im Mediterana eine Frauen-, eine Männer-, und eine gemischte Umkleide gibt, existieren im SI-Centrum bloß eine Frauen-, und eine Männerumkleide.
Duschen gibt es reichlich bei beiden Anbietern in den Umkleiden sowie im Saunabereich. So gibt es in diesem Punkt ein klares Unentschieden.

Saunen und Aufgüsse
Kommen wir zum wichtigen Teil.
Das Mediterana ist teilweise im indischen Stil und zur anderen Hälfte im maurischen Stil errichtet. Hier befinden sich 15 verschiedene Saunen. Ob ihr nun lieber romantisch in der Kerzensauna sitzen wollt, im Salzkristallstollen die Lungen reinigen möchtet oder eine ganz normale finnische Sauna besuchen wollt. Für jeden ist etwas dabei. Ebenso gibt es einen Buddha-Tempel, eine Finka-Sauna und eine Kräutersauna.
Meine liebste Sauna, neben dem Himalaya Salzkristallstollen ist eindeutig das Haus der Elemente. Hier ist es einfach so gemütlich, dass ich gar nicht mehr weg möchte. In der Mitte des Raumes brutzelt ein Feuer, während ihr rings herum sitzt, mit den Füßen bis zu den Knien im Wasser und die wunderbare warme Luft atmet. Direkt vor dieser Sauna gibt es Regenwald-Kreationen und Wasserfallduschen. Einfach herrlich.
Auch in den Schwabenquellen gibt es 15 Sauna- und Dampfbadkreationen. Hier überragt jedoch das Angebot an den Dampfbädern.
Auch hier findet sich die klassische Finnische Sauna, neben dem kanadischen Blockhaus und dem osmanischen Schwitzbad. Hier hat man sich also nicht auf einen Stil geeinigt sondern direkt die ganze Welt unter Dach und Fach gebracht.
Ihr wollt wissen welche Sauna ich hier am besten fand? Den Südtiroler Hüttenzauber. Auch wenn Tiroler-Musik nicht wirklich zu meinen Favoriten gehört wurde hier wirklich viel Liebe zum Detail bewiesen. Geweihe an den Wänden und ein kleines Wasserrad, welches sich hinter dem Ofen dreht sind nur zwei Dinge, die mich wirklich beeindruckt haben.
Bei der Saunavielfalt muss ich sagen, dass mich beide fasziniert haben, aber auch sehr unterschiedlich sind. Ich gehe nicht so gerne in Dampfbäder und mag daher die klassischen Saunen im Mediterana ein wenig mehr.
Kommen wir zu den Aufgüssen.
In Bensberg sehr traditionell gehalten. Es herscht Ruhe, so dass ihr euch richtig entspannen könnt. Jeden Tag gibt es einen Aufguss-Plan für den ganzen Tag und man kann seinen Tag danach planen. Ob klassische Aufgüsse, einen Aloe-Vera-Minze-Aufguss oder eine Klangschalen-Zeremonie im Salzkristallstollen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Insgesamt gibt es, neben den klassischen Aufgüssen, 10 spezial-Aufgüsse, die sich auch über den Tag hinweg wiederholen.
Mein Lieblings-Aufguss ist definitiv die Weltreise in der Kräutersauna. Hier wird mit Wasser aufgegossen und mich Tüchern mit verschiedenen Düften gewedelt, während ihr eine Geschichte erzählt bekommt von einem wunderbaren Urlaub rund ums Mittelmeer. Einfach herrlich und wirklich entspannend.
Bei den Schwaben-Quellen ist das ganze etwas anders.
Hier gibt es traditionelle Aufgüsse, die immer etwas aufgepeppt werden. So gibt es keine Ruhe in den Saunen, sondern passende Musik. Man unterhält sich und alles ist etwas lockerer.
Jede Stunde wird ein Plan ausgehangen zu welchem ihr immer wieder hingehen müsst, wenn ihr wissen wollt, was als nächstes ansteht. Drei Aufgüsse pro Stunde werden zelebriert. Dabei gibt es im Anschluss immer ein Special. So bekommt ihr zum Beispiel Traubenzucker, Wassereis oder könnt euch mit Birkenwasser einsprühen. Eine wirklich tolle Idee.
Mein Lieblingsaufguss hier war der „Real-Man“-Aufguss. Hier wurde Rockmusik gespiel und richtig heiß aufgegossen. Eine schöne Idee.
Auch hier kann ich keine Punkte vergeben, denn die beiden Thermen sind grundverschieden. Während ihr im Mediterana mehr entspannen könnt und alles ruhiger zugeht, ist die Stimmung sehr locker in Stuttgart. Super finde ich aber wirklich die Idee mit den kleinen „Specials“ nach den Saunagängen, denn die taten wirklich gut – vor allem das Wassereis.

Wasser- und Ruhebereiche
In den Schweden Quellen gibt es viele Bäderkreationen. Ein riesiges Schwimmbad mit Hängematte und kleinem Wasserfall im Inneren und eine heiße Geysir-Quelle außen. Hier gibt es Massage-Drüsen und das Wasser ist wunderbar warm. Dazu kommt ein riesiges Jacuzzi, ebenfalls draußen, sowie ein etwas kleines im Innenbereich. Leider war es hier so voll, dass wir alle dicht an dicht saßen.
Im Mediterana gibt es einen Pool im Innenbereich, sowie einen im Außenbereich ohne viel Tata. Dazu gibt es jedoch noch ein Sole-Becken, welches immer sehr entspannend wirkt.
Hier geht der Punkt jedoch eindeutig an die Schwaben Quellen, da die Bäderkreationen einfach kreativer sind.
Die Ruhebereiche in Stuttgart habe ich nicht wirklich austesten können, da wir nur einen Abend dort waren, jedoch scheint hier eine riesige Vielfalt zu sein. Von Wasserbetten über Sofas bis hin zu normalen Sonnenliegen gibt es alles.
In Bensberg ist die Vielfalt ebenfalls groß und wieder im mediteranen Stil gehalten. So gibt es Bereich mit riesengroßen Kissen auf denen ich meistens einschlafe, bevor mein Kopf das Kissen berührt hat aber auch normale Liegestühle.
Hier gibt es keine Punktevergabe, da ich die Ruhebereiche in Stuttgart nicht testen konnte.

Restaurants und Cafés
Auch das gehört bei einem Wellnesstag dazu.
In den Schwaben Quellen habe ich leider nichts gegessen, aber ich habe mir durchaus das Restaurant angeschaut. Dieses ähnelt einer Kantine, wie man sie von Autobahnraststätten kennt, jedoch mit weitaus schmackhafteren Speisen und Getränken. Perfekt für den kleinen Hunger zwischendurch. Zusätzlich gibt es die Kanto Beach-Bar an welcher man sich mit Cocktails verwöhnen kann.
Das Angebot im Mediterana ist durchaus anders. Hier gibt es zwei Restaurants. Alle beide Bedien-Restaurants. Hier müsst ihr euch wirklich um nichts kümmern und die Preise sind auch angemessen für die Portionen die ihr hier bekommt.
Zwei Bars gibt es auch. Eine draußen im maurischen Teil und eine innen im indischen Bereich. Beide haben eine große Auswahl an Getränken und Cocktails sowie kleine Knabbereien.
Hier gewinnt eindeutig wieder das Mediterana dank der großen Auswahl und der Bedienrestaurants.

Alles andere
Natürlich es in beiden Thermalbädern Pflicht nackt saunieren zu gehen. So ist jeder gleichgestellt. Handtücher (mindestens 2), Bademäntel und Badelatschen solltet ihr auf jedenfall mitnehmen, sowie Wasser zum trinken.
Jedes Bad bietet ebenso SPA-Anwendungen wie Massagen und ähnliches. Darauf bin ich jedoch hier nicht eingegangen da ich diese noch nie genutzt habe.

Fazit
Das Mediterana liegt bei mir vorne. Das liegt vor allem daran, dass ich wirklich entspannen möchte, wenn ich in ein Thermalbad gehe und die Ruhe liebe, sowie das durchstruktorierte Design wo einfach alles zusammen passt.
In die Schwaben Quellen würde ich trotzdem immer wieder gehen. Denn es war ein lustiger Abend mit vielen neuen Eindrücken und viel guter Musik und Stimmung in den Saunen.

Habt ihr Thermalbäder in eurer Nähe? Könnt ihr noch welche Empfehlen? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Segwaytour im Schwabenländle

Ich denke die meisten sind heut zutage schon mindestens einmal Segway gefahren oder haben diese komischen Gefährte gesehen mit denen heute häufig Stadtrundgänge beschritten werden.
Viele Segwaytouren habe ich schon überall auf der Welt gemacht. Unter anderem auf einigen karibischen Inseln, in Valencia, Nizza und Dubrovnik. Aber in Deutschland selber hatte ich noch keine gemacht.

Als ich letztes Wochenende eine Freundin im Schwabenländle besuchen war, hatte ich dann aber doch einmal die Chance bei einer Segwaytour welche sie als Guide begleitet, mitfahren zu dürfen.

Für alle, die vielleicht nicht wissen was ein Segway ist:
Das ist ein batteriebetriebenes Gerät auf zwei Rädern das sich selber ausbalanciert. Ihr steht aufrecht auf den zwei Plattformen, die Hände am „Lenker“. Zum vorwärts fahren lehnt ihr euch nach vorne, zum rückwärts fahrn nach hinten und um eine Kurve rum bewegt ihr den Lenker nach rechts oder links.
Maximal kann ein Gerät 20 km/h fahren, wird jedoch bei den meisten Touren zu Anfang gedrosselt um sich einzugewöhnen.
Klingt einfach – ist es auch. Eigentlich kann das wirklich jeder machen und ihr solltet es echt mal ausprobieren.
Dafür gibt es die unterschiedlichsten Touren.
Da wären einmal ganz normale Stadttouren. Hier sind die Reifen der Segways meistens etwas schmaler und ihr bekommt viel erklärt zu den Städten, Sehenswürdigkeiten und vieles mehr. Meistens ist das schwerste an diesen Touren die anderen Fußgänger nicht zu überfahren.
Dann gibt es die Touren ins Gelände. Hier sind die Reisen dicker und haben mehr Profil. Mit ihnen kann man über Wiesen, Felder, Wälder fahren, wie es einem beliebt. Hier gibt es nicht so viele Sehenswürdigkeiten, sondern der Spaß steht im Vordergrund, sowie die tolle Natur und einige wunderschöne Ausblicke.

Jetzt denkt ihr vielleicht ich war in einer großen Stadt unterwegs. Aber nein – habt ihr schon einmal von Schorndorf gehört? Nein? Ich auch nicht bis zu jenem Tag.
Schorndorf liegt in Baden-Württemberg ungefähr 25min Fahrzeit von Stuttgart entfehrnt und hat eine wunderschöne Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern, Cafés Bars und einem großen Marktplatz.
Hier, in einer alten Fabrikhalle ist das Büro von mehrlebnis.
Mehrlebnis bietet nicht nur Segway Touren an, sondern ebenso Höhlentouren, Bogenschießen, Teamevents und vieles mehr.

Annika, unser Guide, begrüßte ihre Gruppe von 6 Personen und dann ging es erst einmal hinaus zu den Segways die wir zuvor zusammen bereit gemacht hatten.
Die Einweisung war ausführlich und gut verständlich. So können alle Anfänger die anfägliche Scheu überwinden und sich mit dem Gerät vertraut machen.
Natürlich darf auch nicht fehlen eine Haftungsbeschränkung zu unterschreiben. Das gehört zu allen Sportarten dazu und so auch hier, denn auch wenn es schwer ist zu fallen, passiert es doch hier und da mal.
Natürlich besteht auch Helmpflicht welchen die Firma stellt, man jedoch auch gerne seinen eigenen mitbringen darf. Die Helme werden nach jeder Tour desinfiziert. (glaubt mir, dass ich leider auch nicht überall so)

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Schon ging es raus aus dem Fabrikgelände und ein kleines Stück über die Straße. Erstmal hieß es ja warm werden bevor wir auf die Felder und Wälder umsteigen sollten.
An einem kleinen „Berg“ wurde geübt bergauf und bergab zu fahren bevor wir nach einem kurzen weiteren Stück die Zivilisation verließen und in den Wald abbogen.

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Immer wieder machten wir zwischendurch Fotostops und Annika wies auf die ein oder andere Besonderheit beim Fahren hin, verbreitete die ganze Zeit gute Laune.
Doch wir fuhren nicht nur durch den Wald. Weiter ging es über Feldwege wo es auch mal ganz schön holprig wurde.

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Eine Pause machten wir zwischendurch auch bei einem Aussichtspunkt über Schorndorf. Jeder durfte sich am Anfang der Tour eine Flasche Wasser oder Saft kostenlos mitnehmen und so standen wir erst einmal dort und genossen den schönen, sonnigen Tag.
Annika machte hier, wie auch schon zuvor ein paar Fotos von der Gruppe denn als besonderes Geschenk bekommt die Gruppe eine CD mit den Fotos nach der Tour zugeschickt. Das findet man wirklich selten.

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Zurück runter nach Schorndorf fuhren wir durch die Weinberge an denen die Trauben schon rot und prall hingen, bevor wir unten angekommen die letzten Feldwege nutzten und ein paar kleine Schlenker fuhren, da wir so fix unterwegs waren.

Alles in allem war es eine wunderschöne, 2,5 Stunden Tour mit einer menge Spaß, herausfordernen Wegen und guten Segways.

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An dieser Stelle ein riesen Dank an Stefan von mehrlebnis, der es mir diese Tour ermöglicht hat.
Danke auch an Annika, dafür dass sie Stefan für mich gefragt hat und mich mitgenommen hat. Es hat wirklich Spaß gemacht.

Rheinburgenweg – Ettape 8 – Rhens bis Bad Salzig

Ich gehe gerne wandern. Und da das letzte Mal wandern schon so lange her war musste ich letzten Donnerstag wieder raus.
Diesmal ging es auch nicht ganz so weit weg. Ich blieb in Deutschland.
Geplant waren 2 Etappen des RheinBurgenWegs, gemacht habe ich letztendlich eine, da mich eine Erkältung erwischte und ich mich die letzten km der ersten Etappe nur noch mehr oder weniger zum Ziel geschleppt habe.


Der Rheinburgenweg

Ihr kennt vielleicht den Rheinsteig, aber kennt ihr auch den Rheinburgenweg?
Auch dieser ist ein Fernwanderweg, einfach nur auf der linken Rheinseite gelegen – genau gegenüber vom Rheinsteig.
Burgen gibt es den ganzen Rhein entlang und so auch hier. Gut 20 Schlösser, Burgen und Festungen lassen sich auf den 196km entdecken. Dazu kommen die grandiosen Ausblicke auf die rechte Rheinseite mit ihren Burgen und Schlössern.
Der Weg führ durch das UNESCO-Weltkulturerbe Oberes-Mittelrheintal.
Die Wege variieren. Einige sind gut ausgebaut, breite Waldwege oder geteerte Straßen durch die kleinen Ortschaften. Häufig gibt es hier jedoch auch schmale Pfade durch den Wald und einige Strecken kann man durch einen Klettersteig ersetzen.
Meistens wird der Weg in 13 Etappen erwandert. Es gibt allerhand Einkehrmöglichkeiten unterwegs.
Auch für Übernachtungen ist gesorgt. In fast jedem Ort gibt es Hotels, Gästehäuser und sogar Campingplätze sind vorhanden.
Im Jahr 2010 wurde der Weg überarbeitet und entspricht seitdem den Kriterien des „Qualitätswegs Wanderbares Deutschland“. Einige ursprüngliche Wege wurde aus diesem Grund verlegt.
Trotzdem braucht sich niemand Sorgen zu machen. Die Wege sind sehr gut ausgeschildert mit dem roten R und der Burg oben links in der Ecke.
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Die Zugangswege sind gelb makiert.
Auf mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Rheinburgenweg gut ausgestattet. In jedem größeren Dorf gibt es einen Bahnhof, die Züge fahren jede Stunde in jede Richtung.

 

Etappe 8 – Rhens bis Bad Salzig

↑523hm ↓533hm 20,4km (offizielle Angaben im Internet variieren, 20,4km laut meinem GPS mit sämtlichen Abzweigungen & Besichtigung Boppards)

Quelle rheinburgenweg.com

 

 

 

 

 

 

 

© Quelle Foto: Rheinburgenweg.com

Alleine die Anfahrt wäre schon wieder ein eigenes Kapitel wert – aber das ist sie immer über den Westerwald.
Einmal wollte ich nicht so fahren wie ich es kenne, sondern meinem Navi folgen. Ein Fehler, denn ich fuhr von einer Baustelle in die nächste, fuhr von einer Umleitung in die nächste, einer Straßensperre in die nächste. Aber nach über 2 Stunden und 120km, statt 1,20 Stunde und 64km kam ich endlich in Rhens an.
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Dort war es sehr einfach einen kostenlosen Parkplatz zu finden. Die gibt es hier zu Hauf und sie sind sehr gut ausgeschildert. Allerdings müsst ihr in der Hauptsaison früh dort sein, denn sonst könnten doch auch alle belegt sein.
Der Einstieg war schnell gefunden dank meinem Rother Reiseführer.
Von hier an ging es erst einmal bergauf auf den Jakobsberg.
Die Wege waren hier gut ausgebaut und einfach zu laufen. Am Waldesrand gab es immer wieder Bromberen. Die meisten schon reif und pflückbereit.
Immer eine Hand voll Beeren stiefelte ich weiter und genoss den wunderschönen Wald mit bester Aussicht.
Am meisten freute ich mich auf den Vierseenblick, welcher den Rhein so aussehen lässt als wäre er kein Fluss, sondern 4 Seen.
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Dort war auch nicht viel Betrieb und ich konnte die Aussicht aus erster Reihe genießen.
Weiter ging es zum Gedoenseck, teilweise über die ausgebauten Wege, teilweise über den kleinen Nebenpfad. Auch hier war die Aussicht grandios runter auf Boppart.
Wenn ihr wollt, könnt ihr hier die Seilbahn nehmen – oder euer Gefährt die Seilbahn nehmen lassen
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Oder ihr steigt hinab. Der Weg ist steil, bei Regen rutschig und man sollte sehr trittsicher sein.
Hier gibt es jedoch auch einige Bänke die zur Pause einladen.
Leider fing es mir hier an schlecht zu gehen. Typisches Unwohlfühlen vor einer richtigen Erkältung.
In Boppart angekommen setze ich mich erstmal an den Rhein und überlegte, was ich machen sollte. Ich wollte doch zwei Tage wandern und fühlte mich aber so schwach.
Zuerst erkundschaftete ich die wunderbare Altstadt die ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
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Nach einer Cola für den Kreislauf und einer Nussecke für die Nerven entschloss ich mich, zumindest noch die Etappe bis zum Ende zu laufen bis nach Bad Salzig.
Der Weg führte zuerst entlang eines kleines Flusses und Sumpfgebietes bevor es steil in Serpentinen nach oben ging.
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Hier befand man sich auf einem schönen, kleineren, Waldweg. Rechts vom Weg immer wieder Wiesen, Weiden und Obstbäume, während links der Wald steil abfiehl und man immer wieder wunderschöne Blicke auf den Rhein erhaschen konnte oder einfach auch mal mitten in der Natur war.

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Wo es rauf geht, geht es normalerweise auch immer wieder runter und somit landete ich irgendwann am Nachmittag in Bad Salzig.
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Die Stadt war wie ausgestorben. Kaum eine Menschenseele, kein Licht. Nun war meine Entscheidung eindeutig. Hier würde ich mir keine Unterkunft suchen, sondern mit dem Zug zurück zu meinem Auto fahren und die Heimreise antreten. Manchmal muss man auch an seine Gesundheit denken und nicht immer auf den Dickkopf, der weiter wandern will, hören.

Ein Blick zurück – Das Jahr 2013 in Wort und Bild

Es ist wieder an der Zeit, das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und da darf ein Jahresrückblick nicht fehlen.
Es war ein Jahr voller Neuerungen. Nach 4 Jahren Winter brauchte ich Sommer und welchste meinen Job von den Schlittenhunden zu einem Kreuzfahrtschiff, nach 28 Jahren langer Haare schnitt ich mir meine Haare kürzer als schulterlang ab, meine Beziehung zerbrach und erneuerte sich, Freunde haben geheiratet, wurden schwanger, Beziehungen zerbrachen und leider musste ein Freund auch von uns gehen … das einzige wo sich, mal wieder, nichts dran geändert hat, ist mein Gewicht und mein damit verbundener Hunger nach Schokolade.
Hunger, das habe ich auch immer nach neuen Herausforderungen, neuen Zielen und meinen Träumen. Somit steht das nächste Jahr hoffentlich ganz im Zeichen meiner Träume, aber dazu mehr später im Jahr.

Zuerst mein kleiner Jahresrückblick:

Januar

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Der Januar ist im Norden immer etwas Besonderes. Denn nach ca. 6 Wochen langer Dunkelheit ohne Sonnenschein, kommt die Sonne endlich wieder heraus.
Leider war ich an jenem Tag krank und saß nur bei einem Helfer im Schlittensack um mich um die Gäste zu kümmern. Umso schöner an diesem Tag war aber, dass wir das erste mal wieder die Sonne gesehen haben.
Geburtstag hatte ich auch im Januar und wurde 28 Jahre jung – aber das vergesse ich meistens sowieso.

Das Video zu meinem Januar gibt es hier: Januar-Video

Februar

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Im Februar wurde es diesmal gar nicht so kalt, wie ich es von Finnland aus kannte. Somit war es ziemlich angenehm und man konnte die Schlittenhundetouren in Schweden wirklich genießen, solang die Gäste mitspielten.
Die Sonne stand höher am Himmel und die Stimmung wurde immer besser.

Das Video zu Februar gibt es hier: Februar Video

März

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Im März bekamen wir endlich wieder mehr Sonnenstunden als alle südlicher von uns und die Tage wurden länger und länger.
Auch unsere Winter-Puppies wurden immer größer und fingen an die Gegend zu erkunden. Auch konnte man endlich anfangen mit ihnen Halsband- und Geschirrtraining zu machen.
Ich hatte ein paar wirklich super Touren im März und die Hunden waren in Hochform!

Das Video zum März findet ihr hier: März-Video

April

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Der April war der Monat, in dem alles anders wurde. Der Monat in dem ich vorerst den Norden verließ um über den Sommer einer anderen Beschäftigung nachzugehen.
Es war schwer oben allen Hunden, sowie Menschen „bye bye“ zu sagen und nach einer so emotionalen Saison weiß man erstmal gar nicht wohin mit den Gefühlen.
Meine erste große Aufgabe war es, am Copenhagener Flughafen 5 Stunden auszuharren. In Menschenmengen, welche ich nicht mehr gewöhnt war. Es war der blanke Horror, aber auch diese Stunden gingen vorbei dank lieber Menschen, die es schafften mich visa Skype und Facebook zu unterhalten – sowie mit ein paar guten weblogs die es zu lesen gab.
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Zuhause musste man sich erstmal eingewöhnen, aber da ich nicht viel Zeit hatte, bis es weitergehen sollte, ging die Zeit recht schnell rum und Zeit für Urlaub war nicht.
Zeit war aber, mit dem Reisebüro zusammen eine Wanderung im Sauerland zu unternehmen, welche u.A. den Kyrill-Pfad beinhaltete, von welchem ich bis dahin nur gehört, ihn aber nie gegangen war.
Wirklich wunderschön gemacht mit einzelnen Kletterabschnitten und vielen interessanten Fakten rund um den Sturm.

Das April Video, noch von Schweden, findet ihr hier: April Video

Mai

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Am 1. Mai war natürlich wandern mit Freunden angesagt. Wir besorgten uns einen Bollerwagen und wanderten los. Nicht sehr weit, dafür mit vielen Stops und anschließendem Grillen bei einer Freundin. Wie immer, wenn ich denn mal daheim bin, sehr entspannt und schön.
Am 07. Mai ging es dann für mich los in ein neues Abendteuer.
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Es ging aufs Schiff und an dieser Stelle legte ich mein Blog erstmal auf Eis.
Inzwischen weiß ich, dass Fotos, wo weder Arbeitsplatz, noch Menschen drauf sind, wohl okay gehen (das heißt ich melde mich im nächsten Jahr bestimmt zwischendurch mal – zumindest mit Fotos).
Oben das war Schröder, mein Reisemaskottchen in Kusadasi (Türkei) von welchem ich leider nicht ganz so viel zu sehen bekam da ich viele Trainings hatte.

Juni-September

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20130924Dubrovnik

20130925Kotor

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Diesmal ein paar mehr Fotos, da ich auch mehrere Monate zusammenfasse. Das arbeiten auf dem Schiff machte einfach unheimlich Spaß und man sah so viele neue Länder, Kulturen und Menschen, dass man von einer Eindruckswelle überrollte wurde, die beeindruckend war.
In dieser Zeit passierte es auch, dass meine Beziehung in die Brüche ging und meine Haare ebenfalls – okay, die brachen nicht, die wurden abgeschnitten.
Es entwickelten sich tolle neue Freundschaften, ich lernte neue tolle Sportgeräte, wie den TowerPower und PowerPlate kennen und machte tolle Wanderungen in manchen Destinationen.
In diesen Monaten bereiste ich Monacco, Frankreich (mit Korsika), Italien (mit Sizilien), Malta, Kroatien, Montenegro und Griechenland (Korfu).
Wirklich eine wundervolle Erfahrung.

Oktober

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Auch im Oktober arbeitete ich weiter auf dem Schiff und fuhr auch nochmal die Länder an, wie in den Monaten davor.
Allerdings hatten wir auch eine andere Route, meine letzte von meinem 1. Vertrag und somit habe ich im Oktober auch einige tolle andere Länder gesehen.
Sardinien, Tunesien, Spanien (Barcelona, Valencia, Malaga, Cadiz) und Portugal.
Auf meinen Vertrag zurückblickend war es wirklich genial mit vielen neuen Erfahrungen und super Menschen um mich herrum.
Vor allem meine Kabinenkollegin Annika, in der ich eine wunderbare Freundn gefunden habe!
Auch lernte ich Ende Oktober den Flughafen London Heathrow kennen und weiß jetzt, wieso man minimum 2 Stunden zum Umsteigen haben sollte, wenn man eine reele Chance haben möchte seinen Anschlussflug zu bekommen.

November

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Mitte November, nachdem ich erstmal Urlaub und Papierkram in Deutschland erledigt hatte, ging es los auf einen abendteuerlichen Roadtrip mit Annika von Schweden in Richtung Deutschland, inklusive Besuch von einigen Freunden und vielen Weihnachtsmärkten.
Unsere Station waren: KangosUmeaSundsvallStockholmJönköpingMalmöBerlinLeipzigDettingen (mit Ulm und Esslingen)
Auch war dies der Monat in der meine alte Beziehung auch wieder meine neue Beziehung wurde und ich unheimlich glücklich darüber bin :-*
Es war schön nochmal mit den Schlitten zu fahren, was mir zeigte, dass es ich sehr vermissen werde diesen Winter und es war auch schön mal woanders Halt zu machen unterwegs anstatt immer in denselben Städten – auch wenn die neuen Städte nicht wirklich viel zu bieten hatten.
Besonders schön fand ich Ulm und von Leipzig war ich überrascht, da ich mir vorher unter der Stadt kaum etwas vorstellen konnte.

Dezember

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Schon sind wir im Dezember angelangt, in welchem Monat wir uns grade befinden.
Der Dezember war stressiger als gedacht. Fast jeden Tag hatte ich irgendetwas vor, oder arbeitete halbtags im Reisebüro meiner Mutter. So richtig zur Ruhe kommen und Urlaub haben blieb da aus. Aber eigentlich ist das für mich ja grade gut, denn sonst gehe ich noch ein vor Langeweile.
Meine Mum und ich machten einen Ausflug nach Frankfurt um spontan zu sehen ob wir noch Karten für „Night of the Proms“ ergattern können und hatten sogar nach 2 Stunden „in der Kälte stehen“ Glück und konnten die Show, meine 10. Proms, von super Sitzen aus genießen.
Auch kam der erste Schnee und ich wurde, wie immer, wenn ich Schnee sehe, zum absoluten Kleinkind. Schnee ist für mich wettertechnisch das höchste der Gefühle.
Nachdem Annika und ich schon auf dem Roadtrip „blut geleckt“ hatten, beschäftigte ich mich diesen Monat viel mit geocachen, auch wenn ich mich noch nicht an die großen Caches traue.
Zum ersten Mal machte ich auch eine Nachtwächterführung mit, was wirklich lustig und interessant war.
Im ganzen holte ich nach, was ich die letzten Jahre verpasst hatte und ging auch hier in der Gegend auf viele Weihnachtsmärkte, wobei mir der in Siegburg am besten gefiel – was ja kein Wunder ist, da es sich hier um den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt handelt.
Ich feierte viel mit meinen Freunden, aber leider starb ein Freund zu Weihnachten, was einen großen Schatten über Weihnachten brachte.
Es sind harte Zeiten, aber so hart es auch klingt „Das Leben geht weiter“, auch wenn die Angehörigen vielleicht noch nicht wissen wie.
Dieses Jahr Ende Dezember ist dann auch der 10. Todestag meines Vaters. Es kommt einem gar nicht so lange vor, aber durch die neusten Geschehnisse hier, kam natürlich alles wieder hoch.

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So und zu guter letzt gab es noch was neues: Ein neues Design!
Nach fast 2 Jahren musste mal etwas anderes her und somit setze ich mich jetzt endlich mal dran und bastelte heute Nachmittag etwas dran rum.
Es gibt jetzt auch eine Bucket List unter „the world“, weil ich dachte, dass ich euch das ja auch mal sagen muss was hoffentlich noch alles in meinem Leben passiert 😉
Ich hoffe das Design gefällt euch – bzw. der neue header und der neue Hintergrund 🙂

Ich wünsche euch allen nochmal besinnliche Weihnachten und schließe damit meinen Jahresbericht ab.
Mein „Buch-Jahresbericht“ folgt die nächsten Tage, sobald ich mit meinem jetzigen Buch fertig bin und weiß, dass ich das nächste nicht mehr vor Jahresende fertig lesen werde 😉

Dettingen 28.11.-01.12.2013

Bevor ich ganz vergesse was ich so alles erlebt habe, schaue ich mal, dass ich das heute irgendwie hinbekomme endlich den Roadtrip fertig zu schreiben 🙂

Die Fahrt von Leipzip war eins: LANG! Länger als gedacht, vor allem weil es einen wirklich miesen Nieselregen gab und ich die meiste Zeit schlicht und ergreifend NICHTS gesehen habe 😦
Irgendwann gegen Abend kamen wir dann aber doch noch bei Annika daheim an und aßen erstmal etwas zu Abend, bevor wir noch nett mit ihren Eltern zusammen saßen und irgendwann dann in Richtung Bett gingen.

Am nächsten Tag stand Ulm auf dem Plan.
Wir fuhren also nach Ulm und ich stellte fest, dass mein Navi vielleicht nicht das allerschlechteste ist 😉 (sorry Annika).
Eigentlich war unser Vorhaben auf das Münster rauf zu gehen, jedoch war dieses leider nur bis 70m begehbar, da weiter oberhalb alles vereist war.
Aber die 70m ließen wir uns nicht nehmen und stiegen mal hoch um von oben eine wunderbare Sicht über Ulm und die Umgebung zu bekommen und natürlich über den Weihnachtsmarkt 🙂

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Weiter ging es erstmal in Richtung Rathaus, welches wirklich wunderschön mit vielen Bildern verziert ist und eine wunderbare Rathausuhr aufweist, wo Annika auch einige Geschichten drüber zu erzählen wußte, aber wir konnten nicht alle Zeiger „entschlüsseln“.

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Bevor es auf den Weihnachtsmarkt gehen sollte spazierten wir noch etwas an der Donau entlang und durchs Fischerviertel unter anderem am schiefen Haus vorbei.

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Dabei entdeckte ich einen Laden, welcher „Cache-inn“ hieß. Ich nur „oh Annika schau ein geocaching laden“ und schon waren wir drinnen. Bis jetzt ja bloß 1x mit Maria in Stockholm gemacht, waren wir ja schon irgendwie angesteckt.
Insgesamt waren wir wohl über eine Stunde in dem Laden, redeten mit dem Besitzer und noch vielen anderen Leuten die immer mal wieder rein kamen und waren nachher viel schlauer und wollten am liebsten sofort loslegen (eine kleine Anmerkung meinerseits: Wollte grade heute meine ersten 2 Caches machen und was ist?! Ich habe wie bescheuert gesucht und NICHTS gefunden… naaaa super)

Danach aber ging es noch für 1-2 Stunden auf den Weihnachtsmarkt, Wurst und Magenbrot essen. Voller Erstaunen Annikas, dass ich Magenbrot gar nicht kannte. Ist aber wirklich lecker. Noch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk gekauft und schon fuhren wir wieder zu Annika nach Hause, schauten noch etwas TV mit ihren Eltern und spielten ein paar Mittelalterliche „Brettspiele“ .

Der nächste Tag stand im Zeichen der Natur erstmal.
Zuerst fuhren wir bis zum Parkplatz an der Teck und liefen zur Burg Teck hinauf, wo wir die schöne Aussicht genossen und uns im Cafe niederließen um etwas zu trinken.
Dort oben lag sogar schon Schnee 🙂 Wunderschön 🙂

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Schon ging es weiter zum Flugplatz Hahnweide, wo wir unser Auto abstellten und zu den Bürgerseen liefen.
Wir sahen viele kleine Flugzeuge starten und landen. Wir schätzen, da es dort eine Flugschule gibt, dass es aufgrund dessen war, dass grade Flugstunden waren. Besonders viele „starteten durch“, bestimmt als Übung.
Die Bürgerseen waren kleine, gemütliche Seen um welche wir herumliefen, bevor wir uns wieder zurück zu Fuß machten in Richtung Auto. Dabei erlebten wir einen total geniales Sonnenuntergnag 🙂

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Unser Tag war aber noch nicht vorbei, denn schon ging es weiter nach Esslingen.
Die erste große Aufgabe war, dort einen Parkplatz zu finden. Annika schmiss mich irgendwann einfach mal raus, damit ich mich schonmal mit Melly (kennen wir auch vom Schiff) treffen konnte.
Kurz darauf war aber auch ein Parkplatz gefunden und wir Mädels machten den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt unsicher.
Ein wirklich schöner Weihnachtsmarkt, nur leider viiiieeel zu voll (an einem Samstag Abend auch nicht weiter verwunderlich).
Wir kauften das ein oder andere, tranken Glühwein, bzw. ich Met und aßen etwas, bevor wir nach einem wunderbaren Abend wieder zu Annika fuhren (bzw. Melly nach Hause).

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Am Sonntag fuhr ich dann nach Hause. Mein Navi führte mich mal wieder komisch. Statt über die A5 und die A 45 einfach mal über die A3… hab das aber viel zu spät gemerkt und bin somit mal eben schnell übern Westerwald gefahren. Landschaftlich sicherlich schöner, auch mit viel weniger Baustellen (nämlich keine einzige) und noch dazu soll es wohl mehrfach an dem Tag auf der A45 gerummst haben… in diesem Sinne. DANKE Navi, fürs anders leiten 🙂

Leipzig 27.11.-28.11.2013

Ursprünglich wollten wir nach Stuttgart zu Annika durchfahren. Kurzfristig entschieden wir, dass das eindeutig eine zu lange Zeit ist und wir einen Zwischenstop einlegen sollten.
Ein kurzer Blick auf die Karte verriet uns, dass wir noch nie in Leipzip waren und uns das ja mal anschauen könnten.
Leider hatten die Couchsurfer, die wir anschrieben, alle keine Zeit.
Kurzfristig schrieb ich bei Claudia noch in eine Emergency Gruppe und hatte keine 30min später eine Antwort von einem Couchsurfer aus Leipzip.
Wir sagten natürlich zu, nachdem wir sein Profil studiert hatten und somit ging es am letzten Tag von Berlin weiter nach Leipzip.
Das war natürlich kein wirklich langer weg, mein Navi machte auch keine Zicken und wir waren schon am frühen Nachmittag dort.

Daniel begrüßte uns direkt und wir tranken erstmal alle Tee zusammen, bevor er noch mal zur UNI musste und Annika und ich ins Stadtzentrum liefen und uns die Weihnachtsmärkte von Leipzip etwas anschauten.
Wirklich schöne Märkte gab es dort.
Zum Beispiel einen Märchenwald, wo diverse Märchen aus Puppen gefertigt dargestellt wurden. Jedoch wurde in jedem Märchen ein Fehler versteckt. Ziemlich offensichtlich, aber für Kinder wirklich schön gemacht.

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Ein weiterer war ein historischer Markt, wo wir aber nur kurz drüber gingen, weil wir noch zusammen Abendessen kochen wollten.

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Also MarschMarsch zurück, eingekauft und die Kochlöffel geschwungen.
Nach dem Essen überlegten wir erst, ob wir noch mal auf nem Drink raus gehen… blieben jedoch letztendlich den ganzen Abend drinnen, da wir uns irgendwie mit Karten (Shithead) festspielten, bevor wir ins Bett gingen.

Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns, ohne Frühstück und gingen in Richtung Innenstadt.
Dort machten wir uns zurerst auf zur Touristeninfo und besorgten uns einen Stadtplan.
Von dort ging es weiter zur Thomaskirche, wo Bach gespielt hat und auch sein Grab seit 1950 liegt.
Diese besichtigten wir auch von innen. Eine wirklich schöne Kirche.

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Weiter ging es zum Burgplatz und zum Rathaus.

Schon war es Zeit für die Weihnachtsmärkte, wo wir natürlich zu Mittag aßen, ich eine heiße Schoki trank und wir einfach ein wenig bummelten.
Auf dem Weg zurück zum Auto legten wir dann noch einen Stopp ein in der Nikolaikirche, um diese auch mal gesehen zu haben.
Ich persönlich fand sie jetzt nicht so prickelnd mit ihrem „pinken“ Inneren, aber es war mal etwas anderes.

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Wir liefen also zurück zu Auto um weiter zu Annika nach Hause zu fahren. Aber auch das ist wieder eine andere Geschichte.

Berlin 25.11.-27.11.2013

Schon google-maps sagte uns, dass wir doch bitte die Fähre Gedser – Rostock nehmen sollten. Und darauf stellten wir uns auch ein.
Dumm nur, dass ich Annika sagte, dass sie doch mal schauen sollte, was denn das Navi sagt. Und dieses sagte „Rodby – Puttgarden“ … nach vielem hin und her überlegen (uns fehlt halt das „Entscheidungs-Gen“) beschlossen wir bei Gedser zu bleiben, da wir zeitlich genau darauf eingestellt waren und auch nicht wussten, wann denn nun die Rodby Fähre überhaupt fährt.

Die Fährfahrt verging auch Problemlos. Ich habe ein kleines Nickerchen gemacht, nachdem Annika und ich das Schiff inspiziert hatten wo und welche Rettungsboote und –inseln es hatte. Irgendwie sind wir schon ganz schön Schiffgeschädigt.

Die Fahrt nach Berlin selber verlief auch wieder reibungslos, doch dann spielte uns mein Navi mal wieder einen Streich.
Nach Berlin-Wedding fanden wir problemlos, allerdings behauptete mein Navi, dass Jenna in einer „nicht-vorhandenen“ Straße wohnen würde. Somit fuhren wir 2x im Kreis, bogen dann „aus versehen“ rechts ab, parkten und riefen Jenna an.
Diese sagte nur „Was ist euer Nummernzeichen? AK? Wenn ja, dann dreht euch mal um“… wir hatten durch Zufall direkt vor ihrer Wohnung geparkt 🙂 So einfach kanns manchmal gehen.

Nach einer riiieeeesengroßen Wiedersehensfreue (wir kennen uns alle vom Schiff), tranken wir erstmal eine Flasche Sekt, bevor wir uns ein Taxi riefen und zu einem total gemütlichen Lokal fuhren um dort zu Abend zu essen. Dort saßen wir, tranken Wein, quatschten über Gott und die Welt und ließen es uns einfach mal gut gehen.
Zurück bei Jenna saßen wir noch etwas weiter zusammen, bis ich fast am Tisch einschlief und schon war es Schlafenszeit.

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Am nächsten Morgen schliefen wir erstmal aus. Ich komischerweise auch, wo ich doch sonst so ein „Morgenmensch“ bin.
Schon ging es los Berlin zu erkunden. Der Plan war eine Spreerundfahrt zu machen. Dafür waren wir aber leider eine Woche zu spät.
Somit liefen wir eben weiter zum Brandenburger Tor (auf dass es keine Beine bekommen hat und weggelaufen ist) und zum Reichstagsgebäude.

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Dann mein Highlight: Mein erster Weihnachtsmarkt nach 7 (!!!) Jahren. Wir gingen zum Gendarmenmarkt auf einem kleinen, eher handwerktlichen Weihnachtsmarkt, welcher Jennas lieblingsweihanchtsmarkt ist.
Dort liefen wir etwas herum, aßen etwas und tranken eine heiße Schoki mit Baileys, bevor wir uns wieder auf den Weg zurück machten.

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Abends waren wir bei Claudia (kennen wir auch vom Schiff) und ihrem Mann eingeladen und fuhren nach Oranienburg.
Dort erwartete uns ein schönes Lagerfeuer um das wir herum tanzten, lachten und aßen Marshmallows.
Da es ohne Feuer irgendwann etwas kühl wurde gingen wir ins Haus wo sie schon eine leckere Kürbissuppe für uns vorbereitet hatte und wir dort noch etwas zusammensaßen.
Ein unheimlich gemütlicher Abend.

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Schon ging es wieder zurück zu Jenna wo wir einfach nur noch ins Bett fiehlen und am nächsten Morgen erstmal ausschliefen, bevor es losging ins nächste Abendteuer.

Anreise mit Hindernissen

What da day – what a day.

Noch gestern habe ich im Wald zu meiner Mutter gesagt, dass es einfach Personen gibt, die das Pech anziehen und dass ich froh bin, dass ich keine dieser Personen bin.
Weit gefehlt, denn wenn man schon so etwas sagt, kann es ja nicht lange dauern, bis das Pech auch einen selber einmal einholt.
Aber Pech und Glück liegen manchmal echt nahe beieinander.

Nachdem wir letzte Nacht sage und schreibe 3 Stunden Schlaf bekommen haben, standen wir um 2 Uhr auf, frühstückten und fuhren los zum Flughafen.
Bis hier her alles kein Problem. Wir waren sogar viel zu früh da (aber lieber zu früh als zu spät), lungerten noch ein wenig rum.
Der Flug nach Berlin war auch so ziemlich ereignislos.

In meinem „lieblingsflughafen“ Berlin mussten wir dann erstmal wieder eine halbe Weltreise auf uns nehmen und von einem Terminal ins übernächste zu kommen.
Unser Gepäck hatten wir, dank 2 AirBerlin Flügen, ja schon direkt durchgecheckt bis Stockholm.
Alles lief gut, das Gate war offen und los gings.

Uns brachte ein Bus zum Flugzeug – aber bis dahin ist es noch eine lange Geschichte.
Wir standen also im 2. Bus der zum Flugzeug fahren sollte. Und standen und standen und standen und standen und standen und standen und standen… der Bus fuhr nicht los. Auch nicht, als unser Flieger längst in den Lüften sein sollte.
Dann und wann kamen ein paar komische Gestalten (in kurzer Hose und Unterhemd ?! ?! ?!) und wir fuhren einfach nicht los.
Als es dann endlich los ging standen wir schon ca. 35minuten im Bus.
Zum Flugzeug fuhr der Bus weitere 15min und als wir endlich saßen machte der Pilot auch schon die Durchsage dass das Bording „complete“ sei und wir dann los könnten.
Außerdem könne man die 20min Verspätung noch einholen wieder unterwegs. Alles kein Problem – sprach er und das Flugzeug stand und stand und stand und stand.
Mit fast 1 Stunde Verspätung rollten wir endlich los.
Der Flug war ziemlich turbolent, so dass sogar der Servive eingestellt werden musste. Aber war schon okay – meine größte Sorge war, dass wir unseren Anschlussflug nach Kiruna (wir hatten 1,5 stunden) verpassen würden.

Mit 55min Verspätung landeten wir in Stockholm. Ich rannte raus und zum Bodenpersonal um zu fragen was wir machen sollten. 30min knapp Zeit bis unser Flieger fliegt und das Gepäck müssen wir natürlich erstmal holen und neu einchecken.
Der Typ schaute uns nur an und meinte „Either you RUN now and leave your luggage behind, or you will simply miss your flight. Out that door, to your left, terminal 4, run!“
Wir natürlich losgehechtet wie bescheuert. Kurz nach Terminal 3 konnten wir nicht mehr.

Auch der Flug nach Kiruna war sehr turbolent, wenn auch nicht ganz so arg wie der nach Stockholm.
Endlich angekommen hatten wir nur 3 Sachen im Kopf: Unser Gepäck, was wir in Stockholm ja stehen lassen mussten nach Kiruna ordern, ein Taxi besorgen, damit wir den Bus noch nach Junosuando bekommen.
Aber Überraschung, mich sprach auf einmal jemand an, die ich gar nicht kannte und wie es der Zufall so wollte ist sie dieses Jahr Guide bei Explore the north und hat gehört, dass sie einfach mal schauen sollte, ob wir zufällig mit dem Flieger ankommen.
PUH! Glück gehabt (muss man ja auch mal) und schon war der Transport nach Kangos gesichert. Ganz ohne Bus und Taxi.

Auf auf zum Schalter und nach unserem Gepäck forschen.
Der junge Herr erklärte uns erstmal, dass das System grade nicht funktionieren würde weltweit, er es aber handschriftlich aufnehmen würde.
Seine Vorgesetzte sagte auch, dass sie das schon kennen würde und dass wir von Glück reden könnten wenn das Gepäck heute Abend oder Morgen ankommen würde.
Noch dazu müssen wir es abholen in Kiruna weil AirBerlin ja den Schaden zu verzeichnen hat, wir aber mit SAS nach Kiruna geflogen sind. Na herzlichen Glückwunsch.
Ich stellte mich also schonmal darauf ein Nachts nochmal 4 Stunden zu fahren und unser Gepäck vielleicht aus Kiruna Flughafen abzuholen.
Netterweise bekamen wir ein SurvivalKit… damit wit SAS in guter Erinnerung behalten, denn eigentlich dürften sie uns das nicht geben, da ja nicht sie das Chaos verursacht haben.

Draußen tobte ein Schneesturm und wir fuhren nach Kangos.
Auf einmal dämmerte es mir unterwegs: MIST! Wo sind meine Nummernschilder von meinem Auto?! Genau, in meinem Koffer der ja noch in Stockholm ist.
Somit nichts mit „Koffer abholen“ in Kiruna am Abend… haha.
Ich hätte mich wirklich in den Hintern beißen können.

Hier in Kangos wurden wir dafür ganz lieb begrüßt und es war soooo schön so viele, vertraute Gesichter wieder zu erkennen 🙂
Und direkt wurden wir eingeladen dem „Festmahl“ beizuwohnen, dass es Abends für die ganze Belegschaft geben sollte.
Was ein Glück, dass wir an genau diesem Tag gekommen sind.

Wir bezogen unser Zimmer, machten eine kurze Rundtour im dunkeln (inzwischen ist es hier ja schon um 15Uhr dunkel) und legten uns nochmal für 30min hin… ich, ohne zu schlafen.
Sowieso habe ich grade seit 2 Uhr letzte NAcht genau 5min mal im Flieger geschlafen und werde nach diesem Beitrag direkt ins Bett gehen.

Das Essen war super. Hatte ja schon länger kein Rentier mehr haha 🙂 😉 Und sowieso haben wir viel gelacht und viel erzählt.

Ein Anruf kam auch zwischendrinnen, dass unsere Koffer dann in Kiruna seien 🙂 YEY… aber wie sollten wir sie abholen.
Kein Problem, hier werden Lösungen gefunden: Wir fahren morgen noch jemand neuen in Kiruna abholen mit nem Firmenauto und können gleichzeitig unsere Koffer abholen. Eine Hand wäscht ja bekanntlich die andere 🙂

Somit war es alles in allen doch noch ein ganz guter Tag, auch wenn wir jetzt, zumindest die übernachtungen in Umea und Sundsvall eine Nacht nach hinten schieben müssen…

In diesem Sinne: Gute Nacht!

Ein Wochenende in Norddeutschland

Kaum daheim muss ich mich auch schon wieder auf den Weg machen. Stillsitzen gibt es nicht und es gibt doch auch so viel zu entdecken auf der Welt.
Und diesmal ging es gar nicht so weit weg, sondern bloß in den Norden Deutschlands.

Ich war schon 1x in Bremen und ich war auch schon 1x in Bremerhaven. In Bremerhaven bin ich bloß mal vor vielen Jahren als Gast auf einem Kreuzfahrtschiff abgelegt und in Bremen war ich vor ca. 10-15 Jahren mal mit meinen Eltern. Somit war da nicht die große Erinnerung da.

Da wir eh was „Mutter/Tochter“ mäßiges machen wollten, schlug meine Mum vor, doch mal nach Bremen zu fahren. Gesagt getan.

Somit stiegen wir am Mittwoch ins Auto und ich fuhr nach 6 Monaten ohne Auto direkt mal fast 4 Stunden (inkl. Kleinem Stau) nach Bremen.
Das Hotel war schnell gefunden.
Hotel Landgut Horn****, nur zu empfehlen. Ca. 20min außerhalb des Stadtkerns mit der Straßenbahn. Nächste Straßenbahnstation 300m vom Hotel weg. Das Personal sehr freundlich und hilfsbereit und das Frühstücksbuffett riiieeesengroß. Die Zimmer schön groß und sauber 🙂

Wir brachten nur kurz unsere Sachen aufs Zimmer und schon ging’s los mit der Straßenbahn nach Bremen hinein.
Am Hauptbahnhof stiegen wir aus und machten uns zu Fuß auf den Weg etwas zu essen zu finden. Wir dachten an ein traditionell schönes Fischbrötchen, wenn man mal in Norddeutschland ist. Jedoch hatte alles zu und da wir Fisch wollten endeten wir bei einer Fischrestaurantkette… war aber auch okay.
Danach schauten wir uns den Domplatz und alles drum herum an. Von den Bremer Stadtmusikanten bis hin zum Roland war alles dabei.
Endlich hab ich den „Roland“ auch mal in groß gesehen, nachdem ich ihn den ganzen Sommer über nur in „klein“ in Dubrovnik gesehen habe.

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Weiter ging es zur berühmten Böttchergasse, eine kleine, enge Gasse mit ganz vielen tollen, kleinen Läden, viel Handwerk und einigen Figuren.
Wir hatten auch das Glück, dass grade die Glocken im Glockenturm läuteten und ihre Musikstücke zum besten gaben.
Weiter ging es zur „Schlachte“, dem Hafen von Bremen, wo wir einfach ein Stück am Wasser entlang spazierten und uns die Schiffe ansahen (hab ja so lang kein Schiff mehr gesehen…)
Von dort machten wir den Bogen ins Schnoor, dem ältesten Stadtviertel Bremens, wo sich die Häuser wie an einer Schnur (daher das Wort Schnoor) hintereinander auffädeln in vielen kleinen verwinkelten Gassen. Überall gibt es etwas neues zu sehen und zu entdecken.
In einem wunderbaren, kleinen Cafe tranken wir eine heiße Schokolade, die allerdings so „reich“ war, dass wir es nichtmal schafften die eine Tasse auszutrinken.

Nach einen Spaziergang zurück in Richtung Hauptbahnhof konnte ich nur sagen, dass Bremen wirklich eine wunderschöne Stadt ist – und das trotz des regnerischen Wetters.

Zurück im Hotel schnell geduscht, umgezogen und weiter nach Schiffdorf… Schiffdorf? Was will man denn da?!… da wohnt eine gute Freundin von mir, die ich schon seit über einem Jahr nicht gesehen habe… bzw sie und ihre 2 Hundis 🙂
Wir aßen, tranken Wein und unterhielten uns über Gott und die Welt. Man merkte gar nicht wie die Zeit verging und so fiehlen wir, zurück in Bremen im Hotel einfach totmüde ins Bett.

Am Donnerstag ging es dann nach einem ausgedehnten Frühstück weiter. Wieder die Autobahn in Richtung Norden genommen. Diesmal sogar bei schönem Wetter.
Jetzt ging es nach Bremerhaven, wo meine Mutter mir eins ihrer Lieblingsmuseen zeigen wollte: Das Klimahaus.
Liebe Blogleser, solltet ihr noch nie im Klimahaus gewesen sein: TUT ES!!!!
Mein absolutes Lieblingsmuseum in Deutschland war bis jetzt ungeschlagen das „Miniaturwunderland“ in Hamburg, aber jetzt stehen dort 2 Museen… das Klimahaus ist nämlich nicht mit dem Miniaturwunderland zu vergleichen, jedoch ist es genauso gut, auf andere Weise, weswegen beide Museen nun auf Platz 1 sind 🙂
Im Klimahaus macht man eine Reise. Man beginnt in Deutschland, in Bremerhaven und geht dann entlang des 8. Längengrades einmal um die Welt. Dabei lernt man allerhand über das Klima in den verschiedenen Zonen und über die Sitten, die Bräuche und die Probleme der Menschen in diesen Gebieten.
Überall kann man anfasse, ausprobieren, erkunden, Filme schauen, Musik hören, fremde Sprachen lernen… man könnte sich mehrere Tage in diesem Museum aufhalten.
Ich habe selten gesehen, dass ein Museum so wunderbar aufgeteilt ist und so viel liebe hineingesteckt wurde.
Ursprünglich wollten wir noch ins „Auswandererhaus“ gehen, aber nach ca. 4,5 Stunden Klimahaus waren wir erstmal fix und alle und hatten Hunger und Durst.

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Somit verbrachten wir die restliche Zeit des Tages einmal damit an den Dünen von Bremerhaven entlang zu spazieren, die frische Seeluft zu genießen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

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Zu guter letzt fuhren wir noch zum Fischereihafen, wo es einfach nur urgemütlich ist.
Leider hatten wir so schnell nach unserem Mittagessen keinen Hunger mehr, aber dort gibt soooo viele schöne, kleine Restaurants und Bars. Einfach herrlich.
Hier durften wir es uns einfach nicht nehmen lassen uns ein Fischbrötchen zu kaufen, welches wir nach Bremen mitnahmen und am Abend in unserem Hotelzimmer verspeisten.

Der nächste Tag war eigentlich so geplant, dass wir ins Überseemuseum gehen und danach noch etwas in Bremen schlendern.
Aber wir wissen ja alle es kommt 1. alles anders und 2. als man denkt.
Somit fuhren wir erstmal zum Künstlerdorf in Worpswerde,von welchem wir vollkommen enttäuscht waren. Wir dachten ein schönes „Künstlerdorf“ eben zu finden. Dabei war es bloß ein kleiner Hinterhof, total ausgestorben mit 2-3 Gallerien, die noch dazu geschlossen waren.

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Enttäuscht fuhren wir zurück nach Bremen mit dem Vorhaben in der Innenstadt zu parken und uns dort die Zeit zu vertreiben.
Dabei fuhren wir am „Universum“ vorbei und meine Mum sagte „Oh, da war ich auch schon, das ist soooo toll“… gesagt getan, gingen wir also ins „Universum“ anstatt in die Stadtmitte zu fahren.
Ich kann euch nur sagen: WOW – WOW – WOW
In diesem Museum hätte ich mich tagelang aufhalten können.
Erst gingen wir in die Zusatzausstellung über Teilchen. Da konnte man einen Test machen was für Eigenschaften man selber hat und welchem Teilchen das entspricht. Darf ich vorstellen ich bin ein Z0 Teilchen.
Ein Wissensquiz machten wir auch mit. Auch wenn wir nur zu 7 im Publikum waren gegen eine vom Universum gewannen wir ganz knapp mit einem Punkt mehr 🙂 YEY
Auch die weiteren Ausstellungen. Über Mensch, Erde und Kosmos waren unbeschreiblich. Überall konnte man draufdrücken, ausprobieren, experimentieren etc. Einfach Wahnsinn! Und wir hatten genauso ein Glück wie beim „Klimahaus“… es war menschenleer. Normalerweise presst man sich wohl durch die Massen.

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Nach Bremen rein fuhren wir trotzdem noch, aber nur, um etwas zu bummeln, uns Bremen bei Abenddämmerung anzusehen und wieder zum Hotel zu fahren.
Dort schnell schick gemacht und mal im Hotel zu Abend gegessen. Wirklich sehr sehr lecker, aber die Menschen dort. Ohje.
Ich könnte ja eh ein Buch über Menschen schreiben, aber außer uns sassen nur verrückte (im sinne von negativ verrückt) dort.
Ein Pärchen wo die Frau den Mann die ganze Zeit lauthals runtermachte, von wegen er könne ja eh nichts etc. Eine Famlie mit einem kleinen Minihund der ununterbrochen knurrte und bellte und mein Lieblingspärchen die sich über ALLES beschwerten. Ich meine wirklich ALLES. Das Brot hatte nicht die gewünschte Konsistenz, das Fleisch (Wild) war zu heftig im Geschmack, außerdem sah es verloren aus auf dem Teller, es gab nicht genug Rotkohl, die Weingläser waren nicht nach ihren Wünschen.
Für sowas kann man sich ja wirklich nur fremdschämen.

Heute letztendlich sind wir dann wieder gegen Süden gefahren und haben noch einen ganz ganz kurzen Stop in Münster eingelegt.

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Einfach so, weil wir noch nie in Münster waren. Sind ein wenig durch die Altstadt gelaufen und auf dem Domplatz war Markt wo wir noch etwas Obst und Gemüse einkauften fürs Wochenende und etwas zu Mittag aßen, bevor wir schon wieder weiterfuhren, weil wir schlicht und einfach keine Lust und Ausdauer mehr hatten.
Somit sind wir jetzt recht früh daheim und Morgen mache ich einfach mal nichts. Außer mal endlich weiter aufräumen, in den Wald joggen gehen und den Roadtrip mit Annika weiter planen 🙂