Manchmal gibt es Dinge, die ich einfach lieber mache…

Als ich 7 Jahre alt war begann ich handschriftlich Tagebuch zu führen. Mein erstes Tagbuche habe ich auch noch – wirklich.
Über Jahre hinweg ging das immer so weiter, von Mädchen-Problemen und Teenie-Problemen bis hin zu meinen ersten kleinen Reiseberichten. Irgendwann kam dann auch das Internet und somit mein erster Blog (damals noch bei blog.de).
Natürlich ging es hier nicht nur ums Reisen, sondern um alles, was eine junge Dame bewegt – dazu zählten natürlich auch Reisen.
So sprang ich von einem Blog-Portal zum nächsten, bis ich irgendwann bei wordpress hängen blieb.

Warum ich euch das alles erzähle? Weil ich euch damit sagen will, dass ich irgendwie schon immer Lust am Bloggen hatte.
Es gab kein Jahr in dem ich nicht irgendwo irgendetwas geschrieben habe.
Und ja, meine Bloglust ist sehr groß und wenn der Tag nicht 24, sonder 48 Stunden hätte würde ich natürlich viel mehr schreiben: Wenn es da nicht so viele andere tolle Dinge gäbe.

Grade wenn ich wieder einen Vertrag auf einem Kreuzfahrtschiff fahre wisst ihr ja inzwischen, dass ihr teilweise 4-6 Monate gar nichts, oder nur sehr wenig von mir hört.
Liegt es dann jeweils daran, dass ich Blogfrust schiebe?
Nein – ganz und gar nicht! Oft denke ich tagsüber darüber nach was für tolle Beiträge ich doch schreiben könnte über all die fantastischen Ziele die wir anlaufen. Weiterlesen

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Eine Packliste für die Antarktis

Die Entscheidung in die Antarktis zu reisen stand ja schon seit Jahren bei mir fest.
Gebucht war das ganze schnell und die Vorfreude stieg.
Aber da stand noch eine Entscheidung im Haus: Was packe ich ein?

Ich bin normalerweise ein Mensch, der es sich leicht tut zu packen. Ich nehme auch immer recht wenig mit im Gegensatz zu den meisten anderen Reisenden.
Alles hat ein System.
Aber als es darum ging für die Reise in die Antarktis zu packen warf das Ganze schon einige Fragen auf: Weiterlesen

Die Hightlights der Antarktis

„Wer noch nie in der Antarktis war,
kann sich nicht vorstellen,
wie es dort aussieht
und wer schon einmal dort war,
vermag es nicht mit Worten zu beschreiben“

Getreu diesem Motto habe ich lange gegrübelt, wie ich einen Bericht über das Unfassbare verfassen kann.
Und ich habe festgestellt: Egal wie ich es wende und drehe, es wird es doch nicht beschreiben können.

Bevor ich euch aber gar nichts schreibe, habe ich mich dazu entschieden die Highlights der Reise raus zu picken.
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Reisen und damit Geld verdienen? – Teil 5 – Wie packe ich für meinen Auslands-Job

Sie sind überall zu finden:
Packlisten für Wandertouren, für Fahrradtouren, zum Backpacken, zum Flashbacken, für eine Fernreise, für einen Städtetrip.
Aber eine Packliste zum Arbeiten im Ausland habe ich noch nie gesehen.

Willkommen zu meinem nächsten Teil von Reisen und damit Geld verdienen. Was packe ich für die Arbeit im Ausland ein. Weiterlesen

Reisen und damit Geld verdienen – Teil 4 – WWOOF

Lange habe ich überlegt ob ich einen Bericht über WWOOF in meine Reihe „Reisen und damit Geld verdienen“ aufnehmen soll. Denn eigentlich verdient ihr hier kein Geld. Dafür bekommt ihr etwas viel wertvolleres: Menschen, Natur und Kultur.

WWOOF – das heißt übersetzt WorldWide Opportunities on Organic Farms.
Die beste Möglichkeit um mit Einheimischen in Kontakt zu kommen und von ihnen zu lernen.
Pro Tag sind normalerweise 4-6 Stunden Arbeit fällig. Dafür bekommt ihr freie Kost & Logis. Ein fairer Austausch und eine unbezahlbare Erfahrung.

In über 50 Ländern weltweit könnt ihr so ganz entspannt arbeiten, die Natur und die Kultur verstehen. Weiterlesen

Arabische Länder – Ein paar Regeln

Viele Länder im arabischen Raum haben Regeln die sich zu unseren komplett oder zumindest ansatzweise unterscheiden.
Alle Regeln sind unmöglich in einem Beitrag zusammen zu fassen aber ein paar möchte ich doch mit euch teilen und euch auch die Unterschiede von Land zu Land zeigen, so dass ihr für euren nächsten Urlaub vorbereitet seid. Weiterlesen

Ich bin dann (mal wieder) weg

Hat jemand von euch die letzten 2 Monate gesehen? Wo sind sie hin frage ich mich immer und immer wieder, denn, wie es bei Urlauben meist der Fall ist, geht die Zeit viel zu schnell vorbei.

Tatsächlich habe ich es geschafft zwei Monate lang mein Heimatland Deutschland nicht zu verlassen. Wie untypisch von mir.
Wenig erlebt habe ich deswegen jedoch ganz und gar nicht. Vor allem habe ich endlich nochmal einen Urlaub gehabt in welchem ich viele Freunde getroffen habe und hier in der Umgebung unterwegs war. Weiterlesen

Von Hamburg nach Dubai in knapp 10 Wochen

Eine ganze Zeit schon befinden wir uns nun im Orient und mir fehlt diesen Vertrag schlicht und einfach die Zeit zwischendurch einen Bericht zu schreiben.
Aber einen Versuch ist es ja wert.

Seit dem 10.09. bin ich nun schon wieder am arbeiten und wie immer macht es wirklich Spaß.

Aufgestiegen bin ich dieses Mal in Hamburg und habe seitdem einige Seemeilen zurück gelegt.
Könnt ihr euch vorstellen, dass man 10 Wochen braucht um von Hamburg nach Dubai zu gelangen? Die meisten von euch denken bestimmt „wieso so lange“ – nunja, per Schiff und mit vielen tollen Zielen dazwischen dauert es nunmal eine ganze Zeit lang.

Angefangen hat mein Vertrag diesmal in Hamburg. Etwas ganz Besonderes, in Deutschland aufzusteigen. Im Seemannsheim hatte ich mich eingebucht und habe schon das Einlaufen meines 2. Zuhauses um 5 Uhr Morgens geschaut. Wirklich faszinierend.

Weiter ging es über Zeebrügge nach Le Havre wo ich endlich die Chance hatte das wirklich süße, typische französische Dorf Honfleur kennen und lieben zu lernen sind. Ein typisch französischer Charme.
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In Bilbao durfte ich mir das Hinterland anschauen, was sich wirklich lohnte, bevor es weiter ging nach Lissabon und Cadiz, zwei meiner absoluten Lieblingsstädte.
Vor allem der Donana Nationalpark überraschte mich mit seiner Vielfältigkeit in Cadiz.
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Mir bekannte Ziele waren schon Mallorca, sowie Malta. Vor allem Malta gab mir ein unbeschreibliches Gefühl der Wiesersehensfreude bei meinem inzwischen 25. Anlauf.

Auf Sizilien bekam ich endlich die Alcantara Schlucht zu spüren im wahrsten Sinne des Wortes, denn es ging im Bodyrafting die Schlucht hinab.

Und schon waren wir im östlichen Mittelmeer angekommen, wo wir uns ein paar Reisen aufhielten.

Piräus wartete mit Sehenswürdigkeiten wie der Akropolis auf, die sich ab besten vom Lycabettushügel bestaunen lässt. Gelernt habe ich hier, dass ich keinen griechischen Frappe trinken sollte, da mein Körper mit so viel Koffein in keinem Fall klar gekommen ist.
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Auf dem Bosporus nach Istanbul. Eine Stadt voller Geschichte und Religion.

Über Antalya ging es unter anderem auch nach Rhodos und Zypern. Zwei Inseln die sich in mein Herz gebrannt haben.
Vor allem Rhodos-Altstadt war mir schon immer in guter Erinnerung geblieben von einem früheren Urlaub. Und auch jetzt konnte ich nichts gegensätzliches feststellen – was natürlich auch an dem guten griechischen Essen gelegen haben könnte.
Lindos
Unter Zypern dagegen konnte ich mir nicht viel vorstellen, verliebte mich aber in die Insel schon beim ersten Anlauf.
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Ein Zwischenstopp in Marmaris mit der wunderschönen Hafenpromenade ging es auch nach Santorini – was für eine faszinierende Insel.
Wer kann schon behaupten auf einem Vulkankrater der aus dem Meer ragt spazieren gegangen zu sein? Die weißen Häuser mit dem blauen Kuppeln reihen sich prachtvoll auf der Caldera auf und bieten wunderbare Ausblicke.
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Ephesus ist natürlich das absolute Highlight von Kusadasi, ehemals am Wasser gelegen liegt es aufgrund von Versandungen nun inmitten wunderschöner Landschaft und nennt Kusadasi seinen neuen Hafen.
Mein absolutes Highlight dort waren jedoch andere Ausgrabsungsstätten. Um genau zu sein Milet, Priene und Didyma. Inmitten weißer Baumwollfeldern gelegen beherbergen diese Ruinen ein unglaubliches Ausmaß an Geschichte.
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Zu Ägpyten habe ich schon einen eigenen Bericht geschrieben. Alexandria, Sharm el-Sheikh und Safaga waren dort unsere Häfen.
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Neben den Highlights der Pyramiden und des Tals der Könige war für mich das größte Highlight meines bisherigen Vertrags der Suez-Kanal.
Nachts fuhren wir immer dichter an Port Said heran, das Meer wurde enger und enger.
Von weitem hätte Port Said auch gut und gerne Istanbul sein können mit den Moscheen und den freundlich winkenden Menschen.
Dann jedoch schloss sich der 195km Kanal immer enger um uns. Was bei Nacht schon beeindruckend aussah, war bei Tage noch einmal besser. In einer langen Schiffskolonne ging es durch den teilweise nur 195m breiten Kanal. Ich hatte das Gefühl direkt an Land springen zu können.
Die meiste Zeit umgab uns Wüste immer wieder durchsetzt mit Beduinendörfern und grünen Oasen. Ein wahrer Augenschmaus.
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Jordanien steht sowieso auf meiner Liste der noch zu besuchenden Länder. Nun war ich dort, wenn auch nur für einen Tag und bin mir sicher, dass es nicht mein letzter Besuch war.
Petra habe ich dieses Mal ausgelassen und habe dafür Wadi Rum, ein ausgetrocknetes Flussbett, zu Fuß entdeckt. Eine der schönsten Halbtageswanderungen die ich auf dieser Welt jemals in Anspruch genommen habe. Hier muss ich mal länger hin, die Wüste erwandern und mich mehr mit den unheimlich netten Einheimischen unterhalten.
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Nach 6 Schiffstagen durch den Golf von Aden kamen wir endlich in unserem Winterzielgebiet an.

Khor Fakkan beeindruckt durch schroffe Berge, ebenso wie Khasab, das „Norwegen Arabiens“ mit seinen wunderschönen Fjorden.
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Muscat, die Hauptstadt Omans hat viel zu bieten, wie zum Beispiel den indisch angehauchten Al-Alam Palast oder die große Moschee mit dem zweitgrößten Teppich der Welt. Dazu ein unbeschreiblich schönes Hinterland, ganz anders als andere Teile der arabischen Welt.
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Manama in Bahrain hat kulinarisch so einiges zu bieten.
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Die beiden Städte der Superlative sind jedoch Abu Dhabi und Dubai. So viel Reichtum auf einmal habe ich noch niergendwo auf der Welt gesehen und als ich das Emirates Palace Hotel besichtigen durfte, kam ich mir vor, als sei ich in einem falschen Film. Immerhin ist es noch nicht so lange her, dass ich mich im Matsch gesuhlt habe und jetzt schritt ich durch vergoldete Wände, benutzte eine vergoldete Toilette und aß Kuchen mit Balttgold.
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Die Aussicht vom Burj Khalifa in Dubai ist einfach der Wahnsinn und die Jeeptouren ins Hinterland sind besser als Achterbahnfahren.
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Bis Januar bin ich nun noch hier bis ich in meinen Urlaub gehe und ihr wieder häufiger von mir lest.
Bis dahin bin ich gespannt wie sich der Orient weiterhin mir gegenüber verhalten wird. Aber ich bin da ganz zuversichtlich mich in dieser, komplett anderen Welt, zurecht zu finden.