Schiffsbau auf großem Niveau: Die Meyer-Werft in Papenburg

„Bist du eigentlich schon einmal in Papenburg in der Meyer-Werft gewesen?“ fragte meine Mutter mich, als wir über unser gemeinsames Wochenende in Hamburg sprachen.

Tatsächlich war ich noch nie in irgendeiner Werft in meinem Leben. Seit 2,5 Jahren arbeite ich nun schon auf Kreuzfahrtschiffen, aber die Werft-Zeiten habe ich immer verpasst.

Wir kauften Karten für den Samstag Mittag, so dass wir bequem auf der Hinfahrt unseren Stopp dort einlegen konnten.

Samstag Morgen, 5 Uhr in der Früh, so langsam heißt es aufbrechen, denn wir haben eine lange Fahrt vor uns mit eventuell langen Staus, immerhin haben ein paar wenige Bundesländer noch Ferien.
Ziemlich erschöpft kommen wir in Papenburg an und parken neben dem Arbeitsamt.
Ganz in der Nähe soll sich das Touristenbüro befinden wo wir unsere vorbestellten Karten abholen können.
Wir fragen uns durch und werden einmal durch die ganze Stadt geschickt. (Später sollten wir feststellen, dass es noch ein zweites nur 200m von unserem Parkplatz entfernt gab)
Kurz nach 12 Uhr, selber Tag, wir finden uns an einer Bushaltestelle in der Nähe des Rathauses wieder mit einigen anderen Besuchern ein.
Der Bus kommt pünktlich und wir können dem strömenden Regen entfliehen.
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Es ist Zeit zu gehen: Ein Rückblick auf meinen Urlaub vor Vertrag Nummer 5

Erstens kommt alles anders – und zweitens als man denkt

Vor 2 Monaten ging ich zum Arzt wegen meinen Fersenschmerzen. Und dann kam die Diagnose, die mein Sportarzt schon 6 Monate vorher vermutet hatte. Beidseitiger, entzündeter Fersensporn. 2-3x die Woche sollte ich nun in die Orthopädie fahren. Erst zur Reizstromtherapie und später zur Stoßwellentherapie. Dazu bekam ich starke Schmerzmittel verschrieben.

Ich sah meinen Urlaub genau vor mir: Arzt – Arzt – Arzt – Arzt -Arzt und zwischendurch vielleicht mal einen Abend mit meinen Freunden in der Umgebung essen gehen.
Nicht sehr abwechslungsreich – aber die Füße haben Vorrang. Immerhin habe ich noch vor, ganz viel von der Welt zu Fuß zu erkunden.
Ein wenig besser ist es sogar über die letzten Wochen geworden – weg ist es aber noch nicht.

Und dann kam alles anders.
Ich war fast jede Woche 2-3x beim Arzt. Aber dazwischen fand ich doch erstaunlich viel Zeit für andere Dinge. Weiterlesen

Das große Los – meine Meinung

Wie meine langjährigen Leser wissen, bin ich eine totale Leseratte.
Grade lese ich das Buch „Das große Los“ von der „Wer wird Millionär“ – Gewinnerin Meike Winnemuth, die mit ihrem Gewinn um die Welt reiste.

In ihrem Buch erzählt sie Ihre Geschichte in einer witzigen und kurzweiligen Art in Form von Briefen an verschiedenste Menschen in Ihrem Umfeld.
Über alle Höhen und Tiefen während des Reisens und was passiert, wenn es doch mal nicht so läuft wie sie es vorher geplant hatte. Frei nach dem Motto „Erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt.“

Irgendwie hat mich das Buch zum Denken angeregt.
Natürlich nicht das erste Mal. Ich denke wir alle haben schon häufiger darüber nachgedacht was wäre, wenn wir viel Geld hätten. Hab ich Recht? Weiterlesen

Gießener Kultursommer – Schandmaul & Gäste

Neben dem Reisen ist Musik mein Leben. Mit vielen Liedern verbinde ich Situationen und Gefühle, teilweise auch mit Bands.
Ich bin ziemlich „einfach“ wenn es um den Stil geht, denn ich höre fast alles.
Jedoch, seit über 10 Jahren schon, steht für mich der sogenannte „Folkrock“ im Vordergrund.
Der wiederum ist aufgeteilt in verschiedenste Bereiche „Speedfolk“, „Deutscher Folkrock“, „Mittelalter Folk“ und so weiter und so fort.

Eine Band steht für mich ganz Besonders im Vordergrund, denn ihre Lieder erzählen Geschichten – ach was sage ich – ganze Märchen, sie trösten, machen heiter und verbreiten einen wunderbaren Gemeinschaftsgedanken. Manche Lieder lassen einen in die Vergangenheit, dem Mittelalter, fliehen, andere besingen Bücher und Geschichten.
Diese Band besteht aus 6 wunderbaren Musikern: Schandmaul. Weiterlesen

Ich bin dann (mal wieder) weg

Hat jemand von euch die letzten 2 Monate gesehen? Wo sind sie hin frage ich mich immer und immer wieder, denn, wie es bei Urlauben meist der Fall ist, geht die Zeit viel zu schnell vorbei.

Tatsächlich habe ich es geschafft zwei Monate lang mein Heimatland Deutschland nicht zu verlassen. Wie untypisch von mir.
Wenig erlebt habe ich deswegen jedoch ganz und gar nicht. Vor allem habe ich endlich nochmal einen Urlaub gehabt in welchem ich viele Freunde getroffen habe und hier in der Umgebung unterwegs war. Weiterlesen

Der große Trip – auch ein Traum für mich

Meine Mutter entdeckte den Trailer zu „Der große Trip“ während sie auf dem Crosstrainer war und erzählte mir davon.
Nach einiger Recherche dachte ich „Oh ja, das Buch will ich lesen und dann will den ich den Film sehen“

Einen Tag nach unserem Urlaub feierte ich meinen Geburtstag mit meinen Freunden nach und bekam, lustigerweise, genau dieses Buch geschenkt.
Ein Zeichen wie gut mich meine Lieben kennen.
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Schlittenhunderennen so nah und doch so fern

Die meisten von euch wissen, dass ich 4 Jahre als Schlittenhundeguide gearbeitet habe. Drei Jahre habe ich in Finnland gearbeitet und ein Jahr in Schweden.

Noch heute sage ich, dass das mein absoluter Traumjob ist. Leider auch einer, den ich nicht mein ganzes Leben lang machen möchte. Ich bin ein Mensch der Abwechslung braucht in den beruflichen Tätigkeiten und nach 4 Jahren war es genug, ich brauchte Sonne und andere Länder.

Während ihr vor dem TV sitzt und vielleicht ein Fußballtunier verfolgt oder ein Formel 1 Rennen, sitze ich im Winter vor dem Internet und verfolge das Idiarod, das Yukon Quest und viele andere Schlittenhunderennen.
Live war ich noch nie bei einem dabei – bis jetzt. Weiterlesen

Mein Bücherjahr 2014

Nicht nur Reisen ist meine Leidenschaft, sondern ebenso das lesen, wenn ich einmal Zeit dazu finde.

Zu Schulzeiten dachte ich noch, dass ich gar keine Zeit habe zu lesen, habe aber trotzdem teilweise 60 Bücher im Jahr geschafft. Heute sind es weitaus weniger.
Manchmal wirklich schade.

Obwohl ich einen E-Reader habe komme ich nur noch im Urlaub zum lesen. Dann aber so viel wie ich auch nur Zeit finde.

2014 war kein überragendes Buchjahr – trotzdem hier ein kleiner Rückblick. Vielleicht entdeckt ihr ja noch das ein oder andere Buch für euch.
Diesmal habe ich einige Buchbände zu einer Bewertung zusammengefasst.
Die Sternenvergabe habe ich diesmal bewußt weg gelassen und schreibe zu jedem Buch einfach einen kleinen Text.

Cassandra Clare – Die Chroniken der Unterwelt 1-4
Eine gute Freundin empfahl mir diese Bücher und da ich schon einiges über die Chroniken der Unterwelt gehört habe, dachte ich mir, dass es nun an Zeit sei endlich mal zu entdecken was sich hinter diesem Titel verbirgt.
Das erste Buch, City of Bones, war wirklich gut und ich konnte kaum aufhören zu lesen. Wirklich spannend, auch wenn es sich um Jugendbücher handelt. Diese sind ja meistens wirklich gut.
Leider verzwickte sich die Geschichte immer mehr in sich selber und die Bücher wurden von Band zu Band schlechter.
Allgemein fand ich die Reihe der Chroniken der Unterwelt ganz gut, leider hatte sie Höhen und Tiefen, wobei die Höhen jedoch im Nachhinein überwiegen

Allesandro Baricco – Novecento
Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten – unzählige Male habe ich mir das Theaterstück schon mit diversen Schauspielern anschauen dürfen.
Endlich hatte ich, dank meiner Cabinemate, die Chance auch einmal das Buch dahinter kennen zu lernen.
Viele Formulierungen des Buches findet man 1 zu 1 im Theaterstück wieder. Eine Geschichte voller Drama, Gefühle und Emotionen über eine Freundschaft die im wahrsten Sinne des Wortes explosiv endet.
Wirklich wunderbar.

Sebastian Fitzek – P.S. Ich töte dich
Ein wahrer Fitzek Roman – endlich habe ich es nochmal geschafft ein Buch einer meiner Lieblingsautoren zu lesen.
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Teilweise kam ich gar nicht mehr von dem Gedanken los, dass jemand so etwas „krankes“ schreiben kann – aber doch, Sebastian Fitzek kann es.

Birgit Weidt – Die Insel des weigen Fühlings.
La Réunion – meine Lieblingsinsel. Zur Vorbereitung auf meinen Sommerurlaub las ich dieses, ausnahmsweise mal richtiges Buch, von Birgit Weidt.
Eine Erzählung über die Insel der Vulkane, der Wasserfälle und des Weltrekords des Briefträgers.
Eine tolle Einstimmung für den nächsten Urlaub

Stephen King – Der schwarze Turm
Viele von euch werden sich jetzt denken „Was? Die liest so viel und hat noch nie vorher „Der schwarze Turm“ gelesen?!
Richtig – von mehreren Menschen empfohlen bekommen und doch war ich nie dazu gekommen. Vor allem deswegen nicht, weil mich Buchreihen mit solch dicken Büchern seit meinem Versuch „Das Lied von Feuer und Eis“ zu lesen abschrecken.
Ein Kumpel „zwang“ mich dann jedoch dazu – und was soll ich sagen? Ich war froh, als diese Odysee endlich vorbei war!
Durch „Schwarz“ habe ich mich Seite um Seite gezwungen weiter zu lesen, weil ich es tötlich langweilig fand. „Drei“ fing gut an, wurde aber immer schwächer im Buch. „Tot“ war ausnahmsweise wirklich gut. „Glas“ und „Wind“ waren wieder einmal tötlich langweilig.
„Wolfsmond“ war mein absolutes Lieblingsbuch der Reihe – wirklich spannend und klasse. Hier dachte ich, dass es ab jetzt ja nur noch bergauf gehen kann.
Durch „Susanna“ und „Der Turm“ musste ich mich tatsächlich aber wirklich wieder durchprügeln um sie zu Ende zu lesen.
Das Ende an sich ist ganz gut, aber irgendwie war ich nur froh, dass ich endlich durch war und wußte wie es ausgeht.

Dora Heldt – Kein Wort zu Papa
Ein typischer Frauenroman.

Sebastian Fitzek – Das Kind
Ich brauchte dringend wieder mal einen Psychothriller und es war sowieso überfällig, dass ich das bekannteste Buch von Sebstian Fitzek noch nicht gelesen hatte.
Spannend wie eh und jeh. Ich kann verstehen wieso er durch dieses Buch so bekannt wurde.
Ein Kind welches vorhersagen kann wo eine Leiche gefunden wird? Ein wahrer Psychothriller. Nur zu empfehlen.

Wolfram Eilenberger – Finnen von Sinnen
3 Jahre in Finnland haben mich geprägt. Und nach „Populärmusik aus Vittula“ witterte ich ein weiteres sehr lustiges, unterhaltsames Buch über die finnische Kultur. Immerhin ist Wolfram Eilenberger mit einer Finnin verheiratet.
Leider aber werden in diesem Buch einfach sämtliche Klischees einmal aufgegriffen, aber nicht weiter vertieft. Ich war ziemlich enttäuscht von diesem Buch, denke aber, wer „Populärmusik aus Vittula“ nicht kennt, wird dieses Buch als gut befinden.

Christoph Maria Herbst – Ein Traum von einem Schiff. Eine Art Roman
Was hat Christoph Maria Herbst mit dem Traumschiff zu tun? Richtig – er hat mal mitgespielt.
Noch nie habe ich das Traumschiff jemals gesehen, also die MS Deutschland in Orginal schon wenn sie neben uns im Hafen lag, aber das Buch ist in jedem Fall sehr unterhaltsam was so alles bei den Dreharbeiten passiert ist. Eine sehr leichte Kost.

Somit habe ich 19 Bücher dieses Jahr gelesen, das macht 1,58 Bücher im Monat. Nicht wirklich viel, aber immerhin.
An einem Buch bin ich noch dran, mal schauen ob ich es noch vor dem neuen Jahr fertig gelesen bekomme.

Was habt ihr dieses Jahr gelesen?
Irgendwelche Tipps?

Nacht der 1000 Lichter

Jedes Jahr im Sommer gibt es in Siegen, wie in jeder größerer Stadt ein Sommerfestival.
Früher als ich noch klein war, war es eher schlicht gehalten. Es gab ein paar kleine Konzerte, Theateraufführungen, Kabaretisten und Artisten.
Aber was es immer gab war die „Nacht der 1000 Lichter“.

Auch diesmal, zum 26. Siegener Sommerfestival war es wieder so weit und es ergab sich, dass ich sogar zu Hause war.
Wir haben zwei Schlösser in Siegen (Unteres Schloss und Oberes Schloss – sehr orginell ich weiß) und das „Obere Schloss“ hat einen wunderschönen Schlosspark in dem sich vor allem im Sommer gut verweilen lässt.
Früher haben hier die Erzbischöfe von Köln und die Grafen von Nassau gehaust.
Heute beherbergt das Schloss das Siegerlandmuseum mit einer Ausstellungen von Peter Paul Ruben.

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Zur „Nacht der 1000 Lichter“ sieht dort aber alles ganz anders aus.
Wir liefen zuerst etwas durch die Stadt und schon dort war die Fußgängerzone komplett mit Fackeln an den Seiten ausgeleuchtet.
An der Nikolaikirche, einem der Wahrzeichen Siegens, waren aufwendige Lichtspiele aufgebaut und ein paar Schwedenfeuer hielten die Leute warm in diesem kalten Sommer.

Vor dem Schloss eine lange Schlange, aber das kannte ich ja schon von den letzten Malen wo ich noch jünger war.
Recht zügig und pünktlich zur Dunkelheit waren wir auch drin.
Alle Wege rund ums Schloss und durch den Park waren mit Teelichtern bestückt.
Früher gab es nicht viel mehr als das, 1-2 Shows und hier und da einen Feuerspucker. Jetzt, nach einigen Jahren meiner Abwesenheit muss ich sagen es hat sich einiges geändert – zum positiven natürlich.
Es gab ein Labyrinth aus Lichtern auf der großen Wiese und ein Zelt, wo man sich aufwärmen konnte.
Weiterhin war das Ensembler der Firedancer vor Ort, die den Abend wirklich perfekt machten.
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Auf der Zeltwiese gab es zu jeder vollen Stunde eine Show. Hier musste man schon sehr früh da sein um überhaupt etwas sehen zu können. Sehr abwechslungsreich. Teilweise mit live-Musik, dann wieder eine „Clown-Show“, alles rund um das Thema Feuer und Licht. Man merkte den Künstlern an, dass sie wirklich Spaß an ihrer Arbeit haben.
Doch nicht nur auf der Bühne war die Gruppe zu finden. Überall auf dem Gelände wurde jongliert, POI gespielt und vieles mehr. Auch die Musik blieb nicht auf der Bühne. Immer wieder hörte man die Live-Töne von einem anderen Ort spielen.
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Aber das war noch nicht alles. Überall waren Lichtinstallation an den Bäumen, teilweise wirklich simpel gemacht mit einer unglaublichen Wirkung.
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Eins der großen Highlight war jedoch auch der Sandmaler. Es fasziniert mich immer wieder wie diese Sandbilder entstehen und hier wurde es mit passender Musik und Lichtern auf eine große Leinwand produziert.
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In den Pausen zwischen den Bildern durften die Kinder auch gerne mal mitmalen, wie mir ein Bekannter später erzählte.

Alles in allem ein gelungener Abend, sehr abwechslungsreich und auf jedenfall ein Besuch wert.