Gießener Kultursommer – Schandmaul & Gäste

Neben dem Reisen ist Musik mein Leben. Mit vielen Liedern verbinde ich Situationen und Gefühle, teilweise auch mit Bands.
Ich bin ziemlich „einfach“ wenn es um den Stil geht, denn ich höre fast alles.
Jedoch, seit über 10 Jahren schon, steht für mich der sogenannte „Folkrock“ im Vordergrund.
Der wiederum ist aufgeteilt in verschiedenste Bereiche „Speedfolk“, „Deutscher Folkrock“, „Mittelalter Folk“ und so weiter und so fort.

Eine Band steht für mich ganz Besonders im Vordergrund, denn ihre Lieder erzählen Geschichten – ach was sage ich – ganze Märchen, sie trösten, machen heiter und verbreiten einen wunderbaren Gemeinschaftsgedanken. Manche Lieder lassen einen in die Vergangenheit, dem Mittelalter, fliehen, andere besingen Bücher und Geschichten.
Diese Band besteht aus 6 wunderbaren Musikern: Schandmaul. Weiterlesen

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Konzert: Fiddler’s Green in Köln – ein spannender Abend

Wir gehen zurück ins Jahr 2007. Ich stehe kurz davor Deutschland zu verlassen, mein „geregeltes Leben“ aufzugeben und die Welt zu bereisen. Es ist der 24.08.2007 … es gibt das erste und letzte Mal das „Freuseburg Festival“ und wir sind dabei.
Klar auch, Fiddler’s Green spielt ja auch.
Was für eine Party! Katha und ich springen und tanzen und es ist ein wunderbares Konzert unter freiem Himmel.

Wir springen in die jetztzeit. Fast 7 Jahren später, 04.01.2014 ist es soweit.
Ich fahre am späten Nachmittag nach Friesenhagen um mich noch mit anderen zu treffen, die mich netterweise mitnehmen nach Köln.
Nach kurzer Parkplatzssuche sind wir auch schon an der „Live Music Hall“ in Köln.

Früher gab es für mich nur eine Art ein Konzert zu erleben: Ganz vorne stehen und zwar schon Ewigkeiten vor dem Konzert.
Schon auf dem letzten Schandmaul Konzert habe ich die Erfahrung gemacht, dass es doch viel lustiger ist sich einfach mal treiben zu lassen.
Und so tat ich es auch.
Die Vorband, Nachtgeschrei, hörten wir uns von draußen an mit noch genug Zeit nochmal etwas zu trinken oder kurz etwas Wasser zu lassen.
Aber die Musik hörte sich wirklich gut an!

Gegen Ende der Vorband standen wir natürlich recht weit hinten, aber wir kämpften uns, zumindest zu zweit, durch und schafften es sogar rechtzeitig zum Start von Fiddler’s Green ganz vorne (3.-4. Reihe) etwas rechts von der Bühne zu stehen.
Und dann ging das Spektakel los. WAS FÜR EINE SHOW!

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Fiddler’s Green was ist das eigentlich?! – Die Musikrichtung nennt sich „Speedfolk“. Stellt euch irischen Folk vor und den einfach auf schnell, rockiger, „speediger“.

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Seit 2006 „kenne“ ich die Musik von Fiddler’s Green schon und kann mich von ihrer Musik gar nicht mehr losreißen. Wie ich dazu gekommen bin, weiß ich schon gar nicht mehr, ich glaube durch meine beste Freundin, die wiederum durch ihren Bruder drauf gekommen war – ich kann mich aber auch irren 🙂
Bei dieser Musik kann man einfach nicht stillstehen (und wer es doch tut hat schlicht und einfach keinen Spaß 😉 ).
Man springt, man tanzt, man singt – das ist der Inhalt eines Konzerts.

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Jede Band hat ihre „Rituale“ und so auch Fiddler’s Green.
Um nur mal einige zu beschreiben, damit ihr einen Eindruck bekommt, was für eine große Party jedes Konzert ist:
Bei dem Song „Donkey Riding“ dürfen sich Pärchen/Freunde/Bekannte/Unbekannte, gegenseitig auf den Schultern tragen und ihren „Donkey“-Reiten 😉
Ein Lied spielt die Band immer mitten in Ihrem Publikum, wo sie sich einen Weg bahnen und einmal quer durchlaufen.

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Dann gibt es die „Wall of Folk“. Vielleicht kennen einige die „Wall of Death„.
Bei einer „Wall of Death“ geht es darum ineinander hinein zu laufen und gegeneinander zu springen. Sie ist ein Teil des „Pogo“-Tanzens.
Die „Wall of Folk“ ist eine etwas abgeschwächte Version bei welcher sich auch das Publikum in 2 Hälften teilt, es aber darum geht nicht gegeneinader zu springen, sondern durcheinander durch zu tanzen, bis sich beide Hälften getauscht haben.
Auch dies gilt natürlich als großes Ritual bei dem Lied „The Rocky Road to Dublin“.
Es gibt natürlich viele Rituale, aber ich will euch ja nicht den ganzen Überaschungseffekt verderben, solltet ihr mal selber auf ein Konzert gehen.
Vielleicht nur eins noch: Nicht nur die Band kommt ins Publikum – nein, das Publikum darf zum Schluss auch auf die Bühne 😉

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Alles in allem war es ein grandioses Konzert, natürlich super Musik, eine klasse Liveshow mit viel Spaß.
Was ich aber an allen „Folkrock“ Bands so klasse finde: Sie sind „auf dem Boden geblieben“ und kommen später noch runter in den Zuschauerraum für Gespräche, ein Autogram/Foto oder ähnliches.
Wir standen noch ca. 1 Stunde und unterhielten uns, wobei ich viele neue Leute kennenlernte, was echt schön war.

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Dann kam der Teil, wo es darum ging nach Hause zu fahren – und hier fing das eigentliche Abendteuer an!

Wir liefen wieder zum Auto, welches glücklicherweise noch da stand wo wir es abgestellt hatten.
Kaum auf der A4 fing das Auto an zu ruckeln und A. entschied auf den nächsten Parkplatz runter zu fahren. Grade noch rechtzeitig könnte man sagen, denn noch im fahren auf der Abbremsspur leuchtete die Batterielampe auf und das Auto schaltete sich aus und war auch nicht mehr an zu kriegen.
Ein kurzer Anruf bei der Versicherung und keine 15min später (WOW) kam auch schon der ADAC, die leider nichts weiter machen konnten.
Somit mussten wir abgeschleppt werden. Da vorne kein Platz für uns alle war mussten wir alle im Auto sitzen bleiben. Zitat A.: „Ich seh ja gar nicht mehr wo ich hinfahre“ 😉
Beim ADAC mussten wir dann warten bis jemand von der Leihwagenfirma kam.
Mit diesem mussten wir dann zu dem Sitz der Firma fahren um dort dann das Auto zu übernehmen, welches so wenig PS hatte, dass wir kaum vorwärts kamen.
Vorn Friesenhagen aus musste ich ja auch wieder nach Hause und war erst um 3.20Uhr daheim.
Was für eine Nacht!
Aber lustig wars und ich habe echt ein paar nette Leute kennengelernt!

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Und hiermit werde ich euch ein wenig nerven bis ich wieder weg bin.
Bitte einmal mit 5 Sternen für mich voten 🙂
Klickst du hier 🙂 – DANKESCHÖN!

Night of the Proms 2013

Früher gab es bei uns eine Tradtion: Jedes Jahr fuhren wir nach Köln zur „Night of the Proms“. Genauer gesagt fing meine Mutter damit 1997 an, steckte uns alle an und ab 1998 fuhren wir immer in einer Gruppe von 10-20 Leuten nach Köln und schauten uns 9 Jahre hintereinander das wunderbare Konzert an.
2006 war nach 9 Jahren hintereinander also meine letzte, bevor ich dann 2007 auf Weltreisewanderschaft ging 🙂

Aber was ist „Night of the Proms“ eigentlich, für alle, die noch nie davon gehört haben. Es ist „Klassik trifft Rock“. Es gibt ein wunderbares, großes, Symphonieorchester „Il Novecento“, einen großen Chor „Fine Fleur“, eine elektric band und das ganze unter der Leitung des wunderbar, lustigen Dirigenten Robert Groslot.
Dazu gibt es jedes Jahr eine Stimme, oder ein Instrument, welches im Vordergrund steht. Zum Beispiel die Opernsängerin Nathalie Coquette oder der Geiger David Garrett oder ein Jahr war es sogar Safri Duo mit den Percussions.
Um noch eins obendrauf zu setzen werden jedes Jahr Künstler aus den 80ern, 90ern und der heutigen Zeit eingeladen um mit dem Orchester zu spielen. In den letzten Jahren habe ich u.A. live gesehen: Joe Cocker, Meat Loaf, Status Quo, Nena, Wet Wet Wet, Mannfred Man uvm.
Einer darf nie fehlen, bzw. hatte schon 1x gefehlt, gehört aber dazu: John Miles. Mr. Music (was my first love), was sich zur Hymne der Night of the Proms gemacht hat.
Wer mehr lesen will der klicke hier

Früher war es so, dass wir jedes Jahr direkt für das nächste Jahr Karten bestellt haben.
Diesmal habe ich gar nicht dran gedacht, dass ich ja grade daheim bin, bis meine Mutter meinte „Wollen wir nicht probieren noch kurzfristig Karten zu besorgen?“
Klar, da war ich natürlich dabei und so stellten meine Mum und ich etwas verrücktes an, was ich früher bei vielen Musicals gemacht habe und meistens Glück dabei hatte: Wir fuhren nach Frankfurt und warteten mal ab, was passiert.

Leider gab es dort, vor der Festhalle Frankfurt auch einige „Professionelle“… das man denen das aber auch ansieht… Die waren auf Kartenjagt um diese dann später wieder teuer zu verkaufen.
Wir schworen uns aber, wenn wir keine Katen so bekommen, dann gehen wir gar nicht!
Mit der Zeit wurden es immer mehr Leute die Karten kaufen wollten, aber niemand, der verkaufen wollte. 1-2x Einzelkarten, aber das wars. Furchtbar!
Damals in Köln standen immer so viele draußen, die Karten verkaufen wollten, hier – gar nicht.
Aber wir gaben nicht auf und nach 2,5 Stunden in der Kälte stehen fand ich 2 Pärchen von denen eine Person krank geworden war. Ihr Freund beschloß kurzerhand auch nicht mit rein zu gehen und uns seine 2 Karten zu verkaufen! Sogar etwas günstiger als der Normalpreis!
Und so kamen wir zu „1. Kategorie Sitzplatzkarten“ muhahaha 🙂

Ich war zwar schon öfters bei diversen Messen in der Frankfurter Festhalle, aber die ist ja wirklich klein und putzig 🙂
Wir saßen hinter dem Innenraum direkt gegenüber von der Bühne – ein wundervoller Platz!

Die Show war mal wieder total genial.
Das Orchester, der Chor, die elektrische Band und Robert Groslot waren einfach mal wieder genial!!!
Mein absolutes Highlight war ein „Kampf“ zwischen dem Chor und dem Orchester. WAS FÜR EIN MEISTERWERK aus verschiedenen Songs die sich beide Parteien immer „zuspielten“. Und das nicht nur ältere Songs, nein, auch „Wake me up“ von Avicii war dabei! (waaaaaahhhh soooo cooooool!)
Mein wirklich absolutes Highlight!!!

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Im Vordergrund stand diesmal das Klavier und mit ihr Hiromi – eine kleine Japanerin mit verrückter Frisur… aber WAS für ein Engeriebündel!
So schnell habe ich noch nie jemanden Klavierspielen sehen. Die Finger flogen nur so über die Tasten und ihr Gesicht brachte viele Lacher im Publikum. Wirklich herrlich!

Auch die Künstler waren super ausgewählt.
Als erstes fingen „The Baseballs“ an die Halle aufzuwärmen und sie schafften es auch, dass (fast) alle sich von ihren Sitzplätzen erhoben und mitrockten! Eine mega-Stimmung von den 3 sympatischen Männern.
Ein wirklich super Auftakt von den Künstlern wie die über die Bühne rockten.

Nach einigen klassischen Stücken und „It’s a beautiful day“ gesunden von John Miles kam dann die „Lady“ des Abends: Amy MacDonald
WAS FÜR EINE FRAU!
Super-sympatisch, humorvoll und: Live noch 1000x besser als auf CD! Sie sang ihre bekanntesten Songs und das ganze Publikum ging mit. Sei es mit einem Lichtermeer bei „Dancing in the dark“ oder einem mitgesinge bei „This is the life“
Die Frau hat einfach jeden mitgenommen!

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Nach der Pause und einigen weiteren Stücken kam dann Mark King (Level42) auf die Bühne.
Er war nun schon zum 2. Mal bei den Proms mit dabei und hat, genau wie damals, die Bühne einfach nur gerockt.
Schon bei den ersten Klängen sprangen alle Leute von ihren Sitzen auf und feierten eine riesige Party in der Frankfurter Festhalle.
Natürlich spielte er „lessons in love“ und „running the family“, aber auch weniger bekannte Lieder.

Dann kam natürlich das Highlight jeder Proms: „Music was my first love“ von John Miles!
Wie immer ein wunderbares Lichtermeer und eine MEGA Stimmung.
Auch toll war der Gefangenen Chor von Verdi, da 2013 wohl das „Verdi-Jahr“ war. Da mussten wir natürlich alle mitsingen. Aber natürlich den „deutschen Text“ der da ging: Lalalalalalalalalalalala 😉

Zum Schluss dann der Headliner für den Abend: Morten Harket von a-ha.
Der Mann ist echt klasse live. WAS FÜR EINE STIMME!!! Unbeschreiblich.
Er spielte auch bekanntere Lieder wie z.B. „The sun always shines on TV“, aber auch 2 ganz neue Stücke.
Er war echt super, aber ich persönlich fand, dass jemand, der Balladen singt, nicht ans Ende einer so „Rockigen“ Show gehört. Zumindest mich hat es ziemlich müde gemacht so gegen Ende.

Zum Abschluss noch einmal alle auf die Bühne und „Hey Jude“ von den Beatles gesungen 🙂 Wie immer ein super Abschluss.

Wer noch mehr Bilder sehen will schaue mal hier rein: Hr3-Fotogalerie

Der Abend war echt klasse und ich bin soooo froh, dass wir so spontan hin gefahren sind!
Und es hat mich daran erinnert mir Karten für Fiddler’s Green in Köln zu bestellen 🙂 Geht da zufällig noch jemand von euch hin?

Das erste mal Schandmaul in 5 Jahren

Frueher war ich jedes Jahr 1-2x auf einem Schandmaulkonzert. Ueberhaupt bin ich immer gerne auf Konzerte gegangen, aber Schandmaul war immer das A und O. Leider musste ich frueher immer nach Koeln/Duesseldorf/Bonn fahren.

Seit ich 2007 Deutschland verlassen habe spielten Schandmaul oefters mal „in der Gegend“ z.B. auf dem Kultur!Pur Festival. Grrrrr. Wann immer ich mal in Deutschland war gab es jedoch kein Konzert. Auch dieses Jahr waere es so gewesen, wenn das Konzert, wie eigentlich geplant, im Februar gewesen waere. Weiterlesen