Schiffsbau auf großem Niveau: Die Meyer-Werft in Papenburg

„Bist du eigentlich schon einmal in Papenburg in der Meyer-Werft gewesen?“ fragte meine Mutter mich, als wir über unser gemeinsames Wochenende in Hamburg sprachen.

Tatsächlich war ich noch nie in irgendeiner Werft in meinem Leben. Seit 2,5 Jahren arbeite ich nun schon auf Kreuzfahrtschiffen, aber die Werft-Zeiten habe ich immer verpasst.

Wir kauften Karten für den Samstag Mittag, so dass wir bequem auf der Hinfahrt unseren Stopp dort einlegen konnten.

Samstag Morgen, 5 Uhr in der Früh, so langsam heißt es aufbrechen, denn wir haben eine lange Fahrt vor uns mit eventuell langen Staus, immerhin haben ein paar wenige Bundesländer noch Ferien.
Ziemlich erschöpft kommen wir in Papenburg an und parken neben dem Arbeitsamt.
Ganz in der Nähe soll sich das Touristenbüro befinden wo wir unsere vorbestellten Karten abholen können.
Wir fragen uns durch und werden einmal durch die ganze Stadt geschickt. (Später sollten wir feststellen, dass es noch ein zweites nur 200m von unserem Parkplatz entfernt gab)
Kurz nach 12 Uhr, selber Tag, wir finden uns an einer Bushaltestelle in der Nähe des Rathauses wieder mit einigen anderen Besuchern ein.
Der Bus kommt pünktlich und wir können dem strömenden Regen entfliehen.
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Ich bin dann (mal wieder) weg

Hat jemand von euch die letzten 2 Monate gesehen? Wo sind sie hin frage ich mich immer und immer wieder, denn, wie es bei Urlauben meist der Fall ist, geht die Zeit viel zu schnell vorbei.

Tatsächlich habe ich es geschafft zwei Monate lang mein Heimatland Deutschland nicht zu verlassen. Wie untypisch von mir.
Wenig erlebt habe ich deswegen jedoch ganz und gar nicht. Vor allem habe ich endlich nochmal einen Urlaub gehabt in welchem ich viele Freunde getroffen habe und hier in der Umgebung unterwegs war. Weiterlesen

Schlittenhunderennen so nah und doch so fern

Die meisten von euch wissen, dass ich 4 Jahre als Schlittenhundeguide gearbeitet habe. Drei Jahre habe ich in Finnland gearbeitet und ein Jahr in Schweden.

Noch heute sage ich, dass das mein absoluter Traumjob ist. Leider auch einer, den ich nicht mein ganzes Leben lang machen möchte. Ich bin ein Mensch der Abwechslung braucht in den beruflichen Tätigkeiten und nach 4 Jahren war es genug, ich brauchte Sonne und andere Länder.

Während ihr vor dem TV sitzt und vielleicht ein Fußballtunier verfolgt oder ein Formel 1 Rennen, sitze ich im Winter vor dem Internet und verfolge das Idiarod, das Yukon Quest und viele andere Schlittenhunderennen.
Live war ich noch nie bei einem dabei – bis jetzt. Weiterlesen

Nacht der 1000 Lichter

Jedes Jahr im Sommer gibt es in Siegen, wie in jeder größerer Stadt ein Sommerfestival.
Früher als ich noch klein war, war es eher schlicht gehalten. Es gab ein paar kleine Konzerte, Theateraufführungen, Kabaretisten und Artisten.
Aber was es immer gab war die „Nacht der 1000 Lichter“.

Auch diesmal, zum 26. Siegener Sommerfestival war es wieder so weit und es ergab sich, dass ich sogar zu Hause war.
Wir haben zwei Schlösser in Siegen (Unteres Schloss und Oberes Schloss – sehr orginell ich weiß) und das „Obere Schloss“ hat einen wunderschönen Schlosspark in dem sich vor allem im Sommer gut verweilen lässt.
Früher haben hier die Erzbischöfe von Köln und die Grafen von Nassau gehaust.
Heute beherbergt das Schloss das Siegerlandmuseum mit einer Ausstellungen von Peter Paul Ruben.

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Zur „Nacht der 1000 Lichter“ sieht dort aber alles ganz anders aus.
Wir liefen zuerst etwas durch die Stadt und schon dort war die Fußgängerzone komplett mit Fackeln an den Seiten ausgeleuchtet.
An der Nikolaikirche, einem der Wahrzeichen Siegens, waren aufwendige Lichtspiele aufgebaut und ein paar Schwedenfeuer hielten die Leute warm in diesem kalten Sommer.

Vor dem Schloss eine lange Schlange, aber das kannte ich ja schon von den letzten Malen wo ich noch jünger war.
Recht zügig und pünktlich zur Dunkelheit waren wir auch drin.
Alle Wege rund ums Schloss und durch den Park waren mit Teelichtern bestückt.
Früher gab es nicht viel mehr als das, 1-2 Shows und hier und da einen Feuerspucker. Jetzt, nach einigen Jahren meiner Abwesenheit muss ich sagen es hat sich einiges geändert – zum positiven natürlich.
Es gab ein Labyrinth aus Lichtern auf der großen Wiese und ein Zelt, wo man sich aufwärmen konnte.
Weiterhin war das Ensembler der Firedancer vor Ort, die den Abend wirklich perfekt machten.
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Auf der Zeltwiese gab es zu jeder vollen Stunde eine Show. Hier musste man schon sehr früh da sein um überhaupt etwas sehen zu können. Sehr abwechslungsreich. Teilweise mit live-Musik, dann wieder eine „Clown-Show“, alles rund um das Thema Feuer und Licht. Man merkte den Künstlern an, dass sie wirklich Spaß an ihrer Arbeit haben.
Doch nicht nur auf der Bühne war die Gruppe zu finden. Überall auf dem Gelände wurde jongliert, POI gespielt und vieles mehr. Auch die Musik blieb nicht auf der Bühne. Immer wieder hörte man die Live-Töne von einem anderen Ort spielen.
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Aber das war noch nicht alles. Überall waren Lichtinstallation an den Bäumen, teilweise wirklich simpel gemacht mit einer unglaublichen Wirkung.
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Eins der großen Highlight war jedoch auch der Sandmaler. Es fasziniert mich immer wieder wie diese Sandbilder entstehen und hier wurde es mit passender Musik und Lichtern auf eine große Leinwand produziert.
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In den Pausen zwischen den Bildern durften die Kinder auch gerne mal mitmalen, wie mir ein Bekannter später erzählte.

Alles in allem ein gelungener Abend, sehr abwechslungsreich und auf jedenfall ein Besuch wert.

Rocky Horror Picture Show – Spätvorstellung im Apollo

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Es gibt nur eine Show wo man so bepackt hingeht. (ich habe wohl vergessen den Reis, der natürlich mit Gepäck war hochzuhalten)

Silvester habe ich schon länger nicht mehr wirklich gefeiert, da ich in Schweden/Finnland meistens irgendwo in einer Wildnisshütte verbracht habe, oder aber den nächsten Tag so früh arbeiten musste, dass ich nicht bis 24Uhr wachbleiben konnte.
Mein letztes Silvester, welches ich gefeiert habe, war 2007/2008 in Sydney… und das war grandios!

Meine Mutter geht immer in unser Stadttheater. Entweder mit Freunden oder alleine und fragte ob ich diesmal nicht mit wöllte. Ich wäre bei allem mitgegangen, aber da es sich um die „Rocky Horror Picture Show“ handelte gab es nichtmal ein zögern, als ich „ja“ sagte.

Vor ungefähr 10-11 Jahren habe ich diese Show das letzte mal in unserem Konzertsaal, der Siegerlandhalle, gesehen und das war damals schon einfach gigantisch. Ich war dort mit 2 Freundinnen, ganz vorne in der ersten Reihe und wir hatten einfach unheimlich viel Spaß.

Dieses Mal sprechen wir hier von den „Siegerländern“, die eigentlich ein gehobenes Programm im Apollo-Theater erwarten und eigentlich als ziemlich verklemmt bekannt sind.
Wer die Story kennt, zum Beispiel die DVD von RHPS kennt, weiß, dass es bei der Geschichte nicht zimperlich zugeht.
Da wird gestrippt, sich „geliebt“ und mit derben Sprüchen um sich geworfen.
Das Musical ist sogar teilweise noch heftiger als der Film selber – man darf also nicht prüde sein.

Zur Show gehören ein paar spezielle Sachen:

Man zieht sich der Show entsprechend an. Sprich, Männer verkleiden sich als Transvestiten, Frauen auch. Viele kommen in Netzstrumpfhosen oder total ausgeflippten, bunten Kostümen.
Ich passe leider in meine ganzen alten Klamotten nicht mehr rein und somit mussten hochhackige Schuhe (ich dachte, ich muss sterben!), Netzstrumpfhose, Minirock und ein etwas alternatives schwarz-weißes Oberteil, sowie knatschgrüner Lidschatten bei mir reichen.
Und Anfangs war ich echt die einzige, die überhaupt irgendwie etwas anderes anhatte als wie Galaklamotten oder Jeans & T-Shirt.
Nach einiger Zeit kamen dann aber doch auch einige eingefleischte Fans, die wirklich genial verkleidet waren. Was für ein Spaß! Es gibt also doch noch lockere Siegerländer!

Die weiteren Traditionen sind, das man folgende Utensilien dabei haben sollte:
Reis / Konfetti -> Wird bei der Hochzeit von Brad & Janet geworfen
Wasserpistolen -> Das Gewitter muss natürlich auch im Zuschauersaal stattfinden
Zeitungspapier -> um sich den Kopf bei all dem Regen zu bedecken
Leuchtstab/Taschenlampe -> bei dem Lied „There’s a light“
Klopapier -> Wenn Rocky ausgewickelt wird
Toast -> Wenn Rank n Furter einen Toast ausspricht
Hier muss ich sagen, dass das Publikum wirklich super mitgemacht hat. Erst hatte ich da meine Zweifel, aber dank der verkauften „Starter Kits“ im Theater, konnten auch alle „Firsttimer“ mitmachen. Eine Anleitung gab es inklusive dazu – und das Toast aufgemalt auf Bierdeckeln.

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Auch darf man reinrufen ins Geschehen. Alles kannte ich auch nicht, aber um ein paar Beispiele zu nennen:
Wenn der Erzähler auf die Bühne kommt -> „BORING“ „LANGWEILIG“ rufen oder laut gähnen
Frank n Furter sagt „It’s not easy having a good time“ -> „Try disney land“ rufen
und viele mehr.
Hier riefen wirklich nur die eingefleischten Fans rein. Auch ich kannte nur das Boring und das „Slut“ nach „Janet“. Trotzdem haben viele mitgemacht.

Das einzige enttäuschende war, dass beim „Time Warp“ nur ungefähr 20 Leute aufstanden und mittanzten (inklusive meiner Mutter und mir). Wirklich schade, da es so einfach ist einen „jump to the left“ und einen „step to the right“ zu machen.

Die Cast war vom Westfälischen Landestheater war wirklich klasse. Die Stimmen stimmten und schauspielerisch war es auch 1. Sahne.
Selbst wenn die Technik nicht mitspielt wusste man zu improvisieren.
So fing gegen Ende der Show das Mikrofon des Frank N. Furter an zu knistern und zu rauschen. Er machte weiter, als sei nichts gewesen und kurze Zeit später wurde ihm schnell durch einen Bühnentechniker ein Handmikrofon ausgehändigt.
Wirklich klasse wie reibungslos das ganze ablief.
Auch die Band war super und spielte die Lieder 1A.

Um 23.54Uhr war diese grandiose Show zu Ende und der Leiter des Apollo-Theater in Siegen kam auf die Bühne.
Gleichzeitig wurde eine große Leinwand runter gefahren und eine große Uhr erschien.
Der Leiter des Theaters sagte ein paar Worte und meinte ihm käme es komisch vor, dass er „ganz ohne Strapse“ auf der Bühne stände, voraufhin eine der Darstellerinnen ihm wenigstens etwas Kopfschmuck gab.

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Sehr gut war, dass man seinen eigenen Sekt mit in den Theatersaal nehmen durfte.
So konnten wir alle gemeinsam um 24Uhr anstoßen, nachdem wir runtergezählt hatten.
Draußen, mitten in Siegens Innenstadt, hörte man schon die Raketen knallen und so gesellten wir uns auch hinaus und sahen ein, für Siegen, großes Feuerwerk.
Überall knallte es und ich ärgerte mich etwas meine große Kamera nicht dabei zu haben (aber die darf man ja leider in Theatern nicht immer mit rein nehmen und so hatte ich nur meine „Knipse“ dabei).

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Drinnen im Theater legte ein DJ noch Musik zum tanzen auf. Doch sooo viel war das mit dem tanzen nicht – denn es war sooo voll, dass man nach dem tanzen sagen konnte „Heute habe ich mich an fremder Haut gerieben“.
Wir blieben noch ca. 1 Stunde, bevor meine Füße entgültig sagten, dass sie nicht mehr auf hohen Schuhen laufen können und fuhren dann noch auf 2 andere Silvesterfeiern (in anderen Schuhen).

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Ein wirklich klasse Musical – welches ich hoffentlich nicht zum letzten Mal gesehen habe.

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9 Weihnachtsmärkte in 4 Wochen…

Nachdem ich 7 Jahre lang auf keinem Weihnachtsmarkt war, wurde es dieses Jahr mal wieder Zeit.
Auch wenn ich gar kein Weihnachtsmensch bin, die gemütliche Atmosphäre mit Freunden auf Weihnachtsmärkten habe ich schon irgendwie vermisst.

Dass es aber 9 verschiedene Weihnachtsmärkte seien sollten, hätte ich auch nicht gedacht.

Berlin – Gendarmenmarkt

Den ersten gab es bereits bei unserem Roadtrip in Berlin, wo Jenna uns auf ihren Lieblingsweihnachtsmarkt Berlin entführte. Dem Gendarmenmarkt.
Dort musste man 1€ Eintritt bezahlen, was sich aber sicherlich jedermann leisten kann.
Dafür kommt man auf einen kleinen Markt, wo nicht allzuviel los ist. Die „Buden“ sind weiße Stände und in der Mitte steht eine Bühne, auf welcher stündlich live-Musik gespielt wurde.
neben den üblichen Ständen, wie z.B. Essen & Trinken, gab es auch viele handwerkliche Stände.
Mein Favorit war einer, der Münzen aus aller Herren Länder nahm und diese „aussägte“, so, dass nur noch das Motiv der Münze zu erkennen war. Wirklich eine interessante Idee.
Alles in allem ein wunderschöner Weihnachtsmarkt.

Leipzig – diverse Weihnachtsmärkte

Unser nächster Stop auf dem Roadtrip war Leipzig.
Hier liefen wir Abends einmal über den normalen Weihnachtsmarkt, welcher wirklich ungünstig in die Fußgängerzone gesetzt wurde. Alles war so eng, dass man sich fast gar nicht mehr links und rechts von den Buden hindurch quetschen konnte. Dieser „Einkaufsstraßenweihnachtsmarkt“ zählt bestimmt nicht zu meinen Favoriten von allen Märkten, die ich gesehen habe.
Schön fand ich allerdings einen Märchenmarkt für die Kinder, wo verschiedene Märchen dargestellt wurden mit Fehlern, die man finden musste.
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Am nächsten Tag erkundeten wir noch weitere 2 Weihnachtsmärkte in Leipzig.
Zum einen den Hauptmarkt am Marktplatz. Dort gab es Holzbuden und alles mögliche zu kaufen. Sei es Schmuck, Kerzen, Holzssachen, das ganze, normale Weihnachtsmarktangebot.
Weiter ging es auf den historischen Markt. Diesen hatten wir uns ganz kurz schon einmal am Vorabend angesehen, jedoch fehlte noch das ausführliche Besichtigen.
Im Gegensatz zu anderen historischen Märkten, fand ich es sehr schade, dass gar nicht in „mittelalterlich“ gesprochen wurde, sondern ganz ganz normal. Die Musik, welche lief war super – Mittelalterrock.
Aber es war ein nett aufgebauter Weihnachtsmarkt mit schönen Holzhütten oder auch Zelten.
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Ulm – der kleine Weihnachtsmarkt vorm Münster

Ulm – der Weihnachtsmarkt, auf welchem ich Magenbrot kennenlernte.
Zu allererst durfte ich den Weihnachtsmarkt von oben vom Münster begutachten. Schön angeordnete Holzhütten in Reih und Glied. Also ein wirklich sehr „strickt“ aufgeteilter Weihnachtsmarkt.
Dennoch einer der schönsten Deutschlands für mich.
Auch wenn es gegen Abend sehr voll wurde, gab es zwischen den „typischen“ Weihnachtsmarktständen auch einige Buden, die ich nicht kannte mit interessantem Schmuck und anderen nützlichen und unnützlichen Sachen.
Lecker gegessen haben wir dort auch – und ich durfte das erste mal Magenbrot probieren. Das gibt es bei uns nämlich gar nicht so wirklich. Aber es war sooo lecker, dass wir zu zweit fast 300g Magenbrot auf einmal aufaßen.
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Esslingen – der Mittelalter Weihnachtsmarkt

Esslingen, das war ein MUSS auf unserem Roadtrip.
Es gibt dort nicht nur den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, sondern auch einen ganz normalen.
Wir trafen uns noch mit Melly und machten, nach ewig langer Parkplatzssuche, zuerst den mittelalterlichen Markt unsicher.
Auf wie vielen Märkten und MPSen ich schon war – einen Stand mit mittelalterlichen Spielen hatte ich bisher noch nie gesehen. Annika erzählte mir schon den Abend zuvor davon und jetzt durfte ich mich selber davon überzeugen, dass man sich kaum entscheiden kann, welches Spiel man wohl kaufen sollte.
Natürlich durfte es nicht fehlen etwas Met zu trinken und eine kleine Feuershow anzuschauen.
Auch hier und da wurde getrunken und auch das ein oder andere für mich selbst als auch als Weihnachtsgeschenke gekauft.
Leider war es soooo voll, wie es auch schon die Parksituation vermuten ließ und wir mussten uns förmlich durch die Gassen quetschen. Somit ist nur noch ganz zum Schluss ein Foto entstanden.
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Siegen – es wird immer schlimmer

Der nächste Weihnachtsmarkt wer der, welcher am nächsten an mir dran ist: Siegen.
Als ich vor 7 Jahren das letzte mal dort war, war er noch zwischen Karstadt und dem unterem Schloss und war wunderschön mit einer Eisbahn, es war Leben auf dem Markt und viele schöne, interessante Buden.
Jetzt herscht hier völliges Chaos.
In der Bahnhofstraße stehen ein paar wenige Buden, genauso wie am Busbahnhof, 3 Buden gibts vorm Apollo Theater und nochmal 4-5 Buden auf dem Weg in die Oberstadt. Und das wars.
90% sind nur Ess- und Trinkstände, während viele andere Stände nur „Ramsch“ verkaufen. Wie soll da Weihnachtsstimmung aufkommen?
Gott sei Dank gibts den Stand „bim Käs“, wo ich mit 3 Freundinnen ein paar heiße Schokis mit Baileys trank und einen echten Seejerlänner Reewekuchen aß.
Ansonsten belegt dieser Weihnachtsmarkt von allen auf denen ich war den letzten Platz. Es kommt einfach nicht die richtige Stimmung auf und es gibt nicht wirklich etwas interessantes zu sehen.
Bleibt zu hoffen, dass, sobald die Siegfreilegung fertig ist, es wieder schönere Märkte geben wird.
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Koblenz – leider ohne Fotos

In Koblenz war ich eigentlich zum Klassentreffen meiner ehemaligen Berufschulklasse.
Wir trafen uns im Cafe Extrablatt, tranken und aßen etwas und beschlossen doch noch eine Runde auf den Weihnachtsmarkt zu gehen.
Ich war schon seit Ewigkeiten nicht in Koblenz – was für eine wunderschöne Stadt.
Der Weihnachtsmarkt war auch schön aufgeteilt. Auf jedem „Platz“ waren Buden aufgebaut, in den kleinen engen Gassen dazwischen war nichts.
Nicht so schön war, dass auf einem Platz eine Michael Jackson CD rauf und runter gespielt wurde.
Leider blieb keine Zeit den Markt noch mehr zu erkunden, da ich ja auch noch irgendwann Nachts nach Hause fahren musste.
Aber von dem, was ich gesehen habe, ein wirklich toller Markt.

Köln – MenschenMASSEN

Mit Petra traf ich mich vor dem Dom und schon hier war abzusehen: Es ist voll – und es wird noch voller!
Wir liefen zuerst über den Markt am Domplatz. Hier war ein gigantisches Lichternetz über den Platz gespannt, was wirklich wunderschön aussah. Auch war hier noch nicht sooo viel los und man konnte sich noch die Buden rechts und links ansehen.
Weiter ging es zum nächsten Platz. Hier wurde es schon viel voller. Die Bäume waren alle mit roten Herzen mit Bildchen drauf geschmückt, was wirklich süß aussah und in der Mitte war eine Bühne, wo eine Kapelle Weihnachtslieder spielte.
Schon hier kamen wir kaum durch und flüchteten zeitweise außerhalb des Weihnachtsmarktes um den Massen zu entkommen und wenigstens langsam voran zu kommen.
Am Heumarkt wurde es dann zu viel. Wir liefen mehr um den Weihnachtsmarkt herrum als uns ins Getümmel zu stürzen, da man hier das Gefühl hatte rückwärts zu gehen, so langsam ging es voran. Selbst wenn man gewollt hätte, hätte man nicht an den Ständen stehenbleiben und gucken können, da die Massen einen weiterdrückten.
Also setzten wir uns an die Seite, quatschten ein wenig und machten es uns schon auf den Weg zurück in Richtung Dom, wo es inzwischen auch voller geworden war und ich aber auch bald die Heimreise antrat im überraschend nicht überfüllten Zug.
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Siegburg – Kindheitserinnerungen auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt

Früher sind wir jedes Jahr in Siegburg gewesen. Daher wohl auch mein Interesse an den ganzen mittelalter Märkten. 🙂
Somit fuhr ich mit 2 Freunden und deren Sohn nach Siegburg und traf dort noch einen Kumpel vom Schiff.
Der Markt ist etwas kleiner als früher, aber dadurch nicht weniger schön.
Endlich ein Mittelalter Markt, wo noch „mittelalterlich“ gesprochen wird, man in Silbermünzen bezahlt und alle so schön angezogen sind. Ein Markt, wo noch das Handwerk vor den Augen aller praktiziert wird und man sich in der Zeit zurückversetzt fühlt.
Natürlich gab es einen tollen Met-Stand und dazu einen Gemüsereis im essbaren Teller.
Hier fühlte ich mich am wohlsten und es ist wohl einer der schönsten Weihnachtsmärkten auf denen ich dieses Jahr war.
Auch gab es dort ein Kinderkarussell was man noch per Hand ankurbeln musste. Ein Heidenspaß für meine Freunde – und natürlich für mich zum zugucken 🙂
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Weidenau – der Letzte dieses Jahr

Eigentlich sollte Siegburg mein letzter Weihnachtsmarkt sein, aber da eine Freundin zu Besuch im Siegerland war, die ich bestimmt schon 10 Jahre nicht gesehen habe, war es natürlich auch wieder ein Muss heute nochmal los zu ziehen.
Der Weihnachtsmarkt in Weidenau ist wirklich geschrumpft – total. Früher konnte man sich dort wirklich länger aufhalten, heute gibt es auch hier, ähnlich wie in Siegen, nur noch Ess- und Trinkbuden und ein paar kleine Kinderkarussels. Sogar ein Obststand war dazwischen – obwohl – bei diesen warmen Temperaturen dieses Jahr vielleicht gar nicht so verkehrt. 😉
Es war nett mit meinen Freunden zusammen über den Markt zu gehen und zu quatschen, aber des Weihnachtsmarkts wegen hätte es nicht unbedingt sein müssen.

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In diesem Sinne – das wars – ich bin für die nächsten 7 Jahre mit Weihnachtsmärkten fertig und hoffe, dass ich nächstes Jahr dann wieder außerhalb von Deutschland feiern werde. Wir werden sehen – es wird spannend – noch habe ich nicht vor mich irgendwo nieder zu lassen – auch wenn der längere Urlaub in Deutschland jetzt auch mal schön war. (in 18 Tagen bin ich wieder weg – wie schnell die Zeit vergeht)

Nachtwächterführung in Siegen

Schon oft habe ich von „Nachtwächterführungen“ gelesen oder gehört. Einige habe ich auch bei Besuchen diverser Städte gesehen. Aber mitgemacht habe ich bis jetzt noch keine. Bis gestern.

Für alle, denen das vielleicht neu ist: Eine Nachtwächterführung ist eine Stadtführung der anderen Art.
Am Abend, wenn alles dunkel ist, beginnt eine solche Führung durch die Altstädte dieser Welt, zusammen mit einem Nachtwächter, welcher mit Hellebarde und Laterne ausgestattet ist.
Erzählt wird nicht in einem trockenen „blabla“, sondern interessante und gar gruselige Geschichten aus dem Mittelalter werden erzählt und der ein oder andere wird direkt mit ins Geschehen eingebunden.

Gestern war es also soweit, ich habe endlich mal in Siegen bei einer Nachtwächterführung beigewohnt, dank meiner Mutter, welche diese grandiose Idee hatte.
Begrüßt wurden wir an Siegens Wahrzeichen, der Nikolaikirche, von Balthasar III.

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Er stellte sich uns vor und wir mussten uns ihm danach vorstellen.
Zu jedem hatte er das passende zu sagen, ich war zum Beispiel „die kleine Melanie“. Daraufhin habe ich mich erstmal als „Vagabund auf hoher See“ zu erkennen gegeben.
Er erzählte uns viel zur Nikolaikirche, bevor wir immer weiter gingen.
Oft machten wir Halt und bekamen wundersame Stories zu hören, wie z.B. auch beim Rathaus, wo 2 der anderen „Gäste“ als die Rubensfamilie dargestellt wurden.

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Schon an der nächsten Station bekamen weitere Passanten ihre Rollen zugeteilt.
So musste einer für den Rest des Abends die Hellebarde tragen und unser einzigstes kleines Kind musste den „Armleuchter“ spielen und mit der Laterne voraus laufen.
Dann ging es um die „Waschweiber von früher und wie diese bestraft wurden, wenn sie Streit auszutragen hatten. Das ganze sah dann früher so aus:

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Im Mittelalter durften die Frauen dann von allen anderen mit faulen Eiern und allem anderen beschmissen werden. LEIDER hatte niemand von uns faule Eier dabei 🙂

Schon ging es weiter in die Altstadt hinein und ich war verwundert, habe ich es doch in fast 29 Jahren nicht einmal geschafft in die Altstadt von Siegen zu gehen.
Zu sehen gibt es bei Tage wohl nicht so viel, jedoch sind dort wirklich wunderschöne, alte Fachwerkhäuser und das ein oder andere nette Restaurant.
Durch die Geschichten des Nachtwächters wurden die Straßen jedoch lebendig und die Geschichten zogen alle in ihren Bann.

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Zum aufwärmen gab es dann noch gegen Ende einen kleinen Snaps für jeden und schon ging es weiter zu einer der Kirchen in Siegen.
Dort musste ich mal wieder herhalten und ihm sagen, ob ich die Kirche dort sehe. Ich natürlich nur „ja“ – TJA, falsch, im Mittelalter stand die ja noch gar nicht 😉

An der Nikolaikirche endete auch schon wieder die Führung und wir verabschiedeten uns. Allen von uns Gästen, die so fleissig mitgemacht haben, wurde nochmal gedankt und wir gingen unserer Wege.

Ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen eine solche Führung mitzumachen. Es gibt sie in fast jeder Deutschen Stadt und man sollte sich diese wirklich nicht entgehen lassen.

Maibaum setzen 30.04.

In weiten Teilen Deutschlands ist es brauch am 30.04. einen Maibaum aufzustellen und damit verbunden ein großes Dorffest zu feiern.
Normalerweise wird getanzt, gesungen, getrunken und gegessen.
Der Ursprung des Maibaum aufstellens ist umstritten, aber eine Theorie ist, dass damit der Waldgeist gehuldigt werden soll.

Eine weitere Tratdion ist, dass der Maibaum Nachts gestohlen wird. Bei unseren Dörfern fast jährlich ausgeübt, dass sich unser Dorf und unser Nachbardorf gegenseitig den Maibaum des Nachts stehlen.

Ich traf mich somit gestern mit meiner besten Freundin an unserem Feuerwehrhaus, wo auch schon einige aus dem Dorf versammelt waren.
Der Kindergarten und die Grundschule machten ein paar Aufführungen und es wurden ein paar Mailieder gesungen.

Leider war die „Party“ danach zu Ende 😦
Wir stellten uns noch etwa zu den Eltern meiner besten Freundin und tranken ein Bier und ich quatschte noch mit einer ehemaligen Klassenkameradin.
Jedoch muss ich sagen, dass, seit ich schon seit 6 Jahren nicht mehr wirklich in Brachbach lebe, ich kaum noch jemanden kannte. 2-3 Leute kannte ich vom sehen her, aber es scheinen unheimlich viele dazugezogen zu sein.
Selbiges sagte auch besagte ehemalige Klassenkameradin, die inzwischen auch nicht mehr hier wohnt.

Schon um 19.30Uhr liefen wir wieder nach Hause. Es war nett etwas zu quatschen, aber das große „Dorffest“ blieb leider aus.

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