Eine Deutsch/Neuseeländische Behördenstory

Wie ihr wißt, hat bei mir mal alles mit meiner kleinen Weltreise angefangen, wo ich lange in NZ hängen blieb.

Florian von Travel Pins, berichtete im Januar über den „internationalen Führerschein
Dabei fiehl mir ein, was ich damals in Neuseeland alles so durchgemacht habe, was mit dem Führerschein zu tun hatte und da Flo auch ein paar Fragen hatte, beschloss ich, einfach gleich einen ganzen Artikel darüber zu schreiben.

Zuerst: Außerhalb Europas braucht man in den meisten Ländern zusätzlich zu dem normalen europäischen Führerschein auch noch einen internationalen.
Dieser kann ganz einfach bei den Behörden beantragt werden, kostet kleines Geld und schon hat man ihn.
Allerdings reicht der internationale Führerschein nicht alleine sondern ihr braucht dazu auch noch euren originalen.

Nun passierte es mir in Neuseeland, dass mir mein Portemonaie geklaut wurde. Gott sei Dank hatte ich nur etwas Bargeld drin und als Ausweis meinen Führerschein.
Trotzdem ärgerlich.
Somit ging ich am nächsten Tag zur Polizei, erstellte Anzeige gegen Unbekannt und fragte was ich nun bezüglich meines Führerscheins machen sollte.
„Kein Problem“ meinten die Polizisten und stellten mir einen Wisch aus, der mir erlaubte für meine Zeit in NZ auch ohne Führerschein zu fahren und nur den internationalen Führerschein vorzeigen zu müssen.

Es ging auch alles gut.
In Neuseeland kommt man ja deutlich öfter in eine Kontrolle als in Deutschland, allein schon deswegen, weil die Alkoholkontrollen dort so aussehen, dass die sich Abends an die Hauptstraße vor einer Stadt/einem Dorf stellen und JEDES Auto kontrollieren. Hier „darf“ man dann einmal in ein Gerät seinen Namen und Adresse sprechen und das Gerät sagt einem dann, ob Alkohol im Atem war, oder nicht.
Wenn nicht, darf man weiterfahren, wenn doch, dann gehts einmal rechts ran und ins Röhrchen pusten. (letzteres musste ich nie machen)

Bis es dann den 04.01. gab.
Nach einer „Pub-Nacht“ mit Backpackerkollegen fuhr ich alle nach Hause und wollte dann zu der WG fahren wo ich wohnte.
Ich war das einzige Auto auf der Straße, hielt mich an die Höchstgeschwindigkeiten, als plötzlich ein Polizeiauto hinter mir ausscherte um mich zu kontrollieren.
Na wunderbar. Ich frage was ich falsch gemacht hätte. Nichts, versicherten mir die Polizisten, sie wollten nur eine allgemeine Kontrolle machen.
Auch hier lief alles gut, bis sie fragten „Wie lange sind sie schon in Neuseeland?“ Ich „1 Jahr und 2 Tag“ … BUMM! Ob ich denn nicht wüßte, dass man nach einem Jahr in NZ einen Neuseeländischen Führerschein brauche?
Nein – wußte ich nicht und das glaubten mir die Beamten gott sei Dank auch. Eigentlich meinten sie, dass sie mich nach Hause laufen lassen müssten, aber sie würden ein Auge zudrücken, solange ich morgen früh als erstes zur AA/NZ Land Transportation gehen würde um mir einen neuseeländischen Führerschein ausstellen zu lassen, zur Polizei zu kommen und ihnen die Unterlagen davon zu zeigen.

Am nächsten Morgen zog ich also los, zu Fuß vorsichtshalber, zur AA/NZ.
Dort sagte man mir, dass es eigentlich ganz einfach gehen würde, es würde 40NZD kosten und schon hätte ich ihn, da ich aber nur einen internationalen Führerschein hätte würde das nicht gehen. Entweder müsste ich den Führerschein komplett neu machen oder mir aus Deutschland einen neuen schicken lassen.
Das sei ja kein Problem und hätten andere auch schon vor mir gemacht wurde mir gesagt.

Da es grade von der Zeit passte, klemmte ich mich also ans Telefon und rief in Deutschland bei den Behörden an.
Diese sagten mir, dass das ja in vielen Ländern so möglich sei, nicht aber in Deutschland. Hier müsste ich bitte persönlich vorbeikommen. Da könne ich auch nichts per Post oder ähnlichem schicken.
Sie könnten mir jedoch ein Formular schicken auf welchem alles vermerkt sei. Das sollte eigentlich auch als gültiges Dokument gehen, meinte der Herr, dem ich helfen musste ein Schreiben auf Englisch zu verfassen, da er selber der Sprache nicht mächtig war.

Danach lief ich zur Polizeiwache, die mir mitteilten, dass Z. (Polizistin vom Vorabend) erst nach 23Uhr wieder anzutreffen sei.
Also blieb ich bis 23Uhr wach und ging wieder hin. Nur um festzustellen, dass die Polizeistelle geschlossen hatte.
Ich war so sauer, dass ich spontan den Notruf drückte und in Christchurch bei der Hauptannahmestelle landete. Aber egal – kurze Zeit später öffnete mir ein Herr.
Er sagte, als ich nach Z. fragte, dass diese in Urlaub sei, er aber ihr Partner im Auto letzte Nacht gewesen sei und sie noch nichts eingetragen hätten, ich bitte in ein paar Tagen wiederkommen sollte.
In der Zwischenzeit würde er mir nicht verbieten zu fahren, aber er könne mir nicht garantieren, dass, wenn ich nochmal angehalten würde, seine Kollegen genauso nett seien. 😉

Am nächsten Tag rief ich wieder bei AA/NZ an, die mir mitteilten, dass die Dokumente, die mir aus Deutschland zugeschickt wurden nicht genug seien.
Ich könne aber vielleicht ein Ausnahmeformular ausfüllen. Die Beantragung des Formulars würde 10 Tage dauern und dann nochmal einige Tage bis der Führerschein kommen würde – wenn es überhaupt akzeptiert würde.

Ein paar Tage später kamen meine Sachen aus Deutschland, ich fuhr zu AA/NZ und füllte das Ausnahmeformular aus.
Auch ging ich wieder zur Polizei, wo ich Z. antraf und sie mir sagte, dass sie meine Sachen alle zerrissen hätte, weil sie mir glaubte, dass ich wirklich alles erdenkliche probiere und sie mir nicht noch mehr Probleme bereiten wollte. Echt lieb.

3 Wochen später. Noch immer hatte ich nichts von AA/NZ gehört und rief nochmal dahin an was das denn sollte und was aus meinem Formular geworden sei.
Die meinten, dass sie zwar eine Eingangsbestätigung meines Forumlars hatten, aber nicht wußten wo es aufzufinden sei.
Ich verlangte einen Vorgesetzen und dieser fand mein Formular irgendwo unter einem Berg anderer Forumlare und meinte, dass es noch ein paar Wochen dauern würde, bis man die Papiere durchgearbeitet hätte. Ich meinte „ICH HAB ABER KEINE WOCHEN MEHR“ und schon war es möglich es etwas vorzuziehen.

Keine 10 Tage später die gute Nachricht: Ich würde einen neuseeländischen Führerschein bekommen!
WOW – nach dem ganzen HickHack ENDLICH!
Nur war ich grade wieder am rumreisen und nicht am arbeiten. Also gab ich den Behörden die Adresse von dem Hostel wo ich erstmal wohnen würde.
Natürlich kam und kam der Führerschein nicht und es ergab sich, dass ich wieder auf einer Farm Arbeit gefunden hatte und nicht mehr im Hostel wohnte. Die nette Besitzerin sagte aber, dass sie mir Bescheid geben würde, wenn Post für mich kam.

Meine Zeit in NZ ging zu Ende und ich hatte noch 1 Woche, verkaufte mein Auto und wollte nach Christchurch per Anhalter fahren.
Und ein paar wenige Tage, bevor es soweit war, geschah es endlich: Ich bekam meinen Führerschein – den ich jetzt nicht mehr brauchte.

PUH! – DANKE NZ – das war damals wirklich fast Bürokratischer als Deutschland. Nur 3 Monate um einen Führerschein zu beantragen.
Aber so lernt man mit Behörden umgehen.

Wo habt ihr schonmal so Geschichten mit den Behörden gehabt? Gibt es da lustige oder nervige Geschichten?

Was tun bei Seekrankheit?

Ich selber kenne es (fast) gar nicht, aber durch meinen Job weiß ich, dass ein Großteil damit zu kämpfen hat: Die Seekrankheit.

Schon als ich noch im Norden arbeitete, habe ich mich mit dem Problem „Kälte“ auseinandergesetzt und was ihr am besten dabei tun könnt, dass euch warm ist/bleibt.
Jetzt kommen wir zur Seekrankheit, denn auch hier gibt es ein paar einfache Verhaltensregeln.

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Ursachen und Symptome
Die Seekrankheit gehört zur Reisekrankheit. Sie entsteht dadurch dass dem Körper widersprüchliche Signale von Lage und Bewegung gesendet werden. Wenn ihr also auf einem Schiff grade steht und alles um euch herum bewegt sich, dann denkt sich der Körper „irgendetwas stimmt hier nicht“ und schon wird vielen schlecht.
Die gute Nachricht ist, dass sich der Körper meistens nach 2-3 Tagen vollkommen daran gewöhnt hat und die Symptome abklingen.
Aber was sind die Symptome eigentlich? Erst tritt ein Schwindelgefühl ein, dazu kommt eine verlangsamte Reaktionsgeschwindigkeit und Ausbrüche mit kaltem Schweiß. Sollte es schlimmer werden, wird euch schlecht und wenn es ganz dicke kommt, dann müsst ihr euch sogar übergeben. („Die Fische füttern“ wie man auf Schiffen sagt)
Einige werden sogar richtig grün und blau im Gesicht.

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Was tun bei Seekrankheit?
Ihr kennt sie vielleicht. Die Reisetabletten. In jeder Apotheke rezeptfrei erhältlich. Wenn ihr also wisst, dass ihr schnell Seekrank werdet, dann am besten VOR der Reise eine Tablette oder ein Kaugummi nehmen. So beugt ihr dem Schwindel vor und nach einiger Zeit hat sich euer Körper eh daran gewöhnt.
Jetzt denkt ihr euch bestimmt „Dafür hätte sie jetzt auch keinen Bericht schreiben müssen. Das wissen wir selber“ – aber das ist ja noch nicht alles. Denn es gibt bessere Methoden als die Tabletten.
Da wäre zum einem die frische Luft. An der frischen Luft wird einem bekanntlich weniger schnell Schwindelig und so verhält es sich auch auf Schiffen. Also nicht in den Innenbereichen festkleben, nur weil man den Toiletten näher ist, sondern raus aufs offene Deck gehen.
Und da kommen wir auch schon zu dem nächsten Punkt. Wenn ihr draußen seid, könnt ihr direkt auf den Horizont schauen. Und der steht still (mehr oder weniger). Somit teilt ihr eurem Gehirn mit, dass die Bewegungen alle gar nicht so schlimm sind und schon werden die Symptome weniger und euer Körper beruhigt sich.
Wo wir schon zum letzten Punkt kommen: Füllt eure Mägen. „Ja klar“, denkt ihr euch jetzt, wenn eh wieder alles hoch kommt. Aber das ist ein Irrglaube. Natürlich solltet ihr keinen fettigen Schokoladenkuchen essen, sondern Gerichte, mit denen der Magen viel zu tun hat und somit abgelenkt ist.
Am besten geeignet dafür ist trockenes Brot. Es liegt „schwer“ im Magen und dieser kann erst gar nicht daran denken sich schlecht zu fühlen weil er mit etwas ganz anderem beschäftigt ist.
Natürlich eignen sich auch Reis, Nudeln oder Kartoffeln dafür.
Letztere Methode wende ich zum Beispiel auch gerne an, obwohl ich nicht so anfällig für die Reisekrankheit bin. Aber wenn wir in einen Sturm fahren und eine Warnung bekommen, dann gibt es für mich zum Abendessen 2 trockene Bötchen und alles ist gut.

Von Schiffsstabilisatoren und Stürmen auf See
Alle großen Passagierschiffe haben Schiffsstabilisatoren, die bei starkem Wind/Wellengang ausgefahren werden. Diese können auch individuell weit rausgefahren werden und fangen viele Stöße und Wellen ab.
Ab einer bestimmten Wellenhöhe nützen diese allerdings auch nicht mehr.
Ob ich schonmal in einem Sturm war? Ja natürlich. Obwohl – so natürlich ist das nicht. Vor 1,5 Jahren bin ich das erste mal arbeitend auf ein Schiff aufgestiegen und habe seitdem genau einen einzigen großen Sturm erlebt.
Also keine Angst, meistens ist es gar nicht so schlimm. Aber eins solltet ihr vor einer Kreuzfahrt wissen: Das Schiff bewegt sich – genau – es ist ja auch kein feststehendes Hotel und genau das macht den Reiz ja auch erst aus.

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Ich packe meinen Koffer – für eine Trekkingtour

Ich hatte schon einmal darüber berichtet, dass ich mich immer den Reisesituationen anpasse, was mein Gepäck betrifft.
Auch wie man sich am besten kleidet, wenn es richtig kalt ist habe ich schon einmal beschrieben.

Wie sieht es aber aus bei langen Trekkingtouren?
Genau das habe ich mich gefragt bevor es los ging nach La Réunion.
Bis jetzt kannte ich nur Tagestouren, oder 3-4 Tagestouren in Neuseeland. Also wie packe ich am besten.
Die Packliste von Wikinger war schon sehr hilfreich, letztendlich habe ich aber doch etwas anders gepackt.

8 Tage waren wir mit denselben Klamotten unterwegs und da gehört es sich schon wirklich gut ausgestattet zu sein.

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Der Rucksack
Ich bin ein großer Deuter-Fan und da ich die Auswahl hatte zwischen einem 24l Rucksack und einem 50+10l Rucksack, entschied ich mich für den letzteren.
Ich kann euch sagen, der war ganz schön groß – der größte von allen.
Natürlich müßt ihr große Rucksäcke nicht bis oben hin vollpacken. Das habe ich auch nicht getan.
Letztendlich müßt ihr aber daran denken, dass jeder Rucksack ein Eigengewicht mitbringt und das variiert natürlich je Marke, Ausstattung und Größe.
Nach La Réunion habe ich für mich beschlossen, dass ich vor der nächsten Trekking-Reise einen 35+10l Rucksack bekommen werde. Welchen genau weiß ich noch nicht, aber diese Größe scheint perfekt zu sein.
Eine große Auswahl an Rucksäcken und vielen weiteren Outdoorartikeln bietet zum Beispiel wildnisssport.de die auch sehr gute Beschreibungen mitliefern. Hier werdet ihr informiert über Größe, Gewicht und Verwendungszweck.
Das grenzt die Auswahl schon sehr ein.

Wanderschuhe und Stöcke

Wanderschuhe sind wichtig – und zwar die richtigen. Nehmt nicht einfach die günstigsten, sondern die, die passen. Ihr müsst mitunter 10 Stunden am Stück in ihnen gehen können über mehrere Tage.
Ich nehme seit Jahren schon Wanderschuhe der Firma LOWA. Ich habe beim letzten Schuhkauf auch andere Marken angehabt, aber für meinen Fuß sind einfach nur diese Schuhe gemacht.
Stöcke werden häufig unterschätzt. Wer von euch hat nicht schon einmal, grade beim bergab-gehen über schmerzende Knie geklagt?
Seit ich die Stöcke richtig einzusetzen weiß, hatte ich nie wieder Knieprobleme.
Bergauf eine gute Hilfe dem Körper die Last des Rucksacks abzunehmen, sollte man sie eher etwas kürzer halten.
Hinab werden sie verlängert, so habt ihr immer eine Stütze dabei um auch mal große Stufen zu meistern.
Beim geradeaus laufen ist ein 90 Grad Winkel der Arme sehr angenehm.

Nützliches auf Tour
Eine Stirnlampe sollte immer dabei sein. Wer weiß ob ihr von der Dunkelheit überrascht werdet oder mal auf einer Hütte übernachtet wo ihr diese Nachts braucht.
Ich habe viele Ausführungen von Stirnlampen (die hellste mit 1000 Lumen), hatte auf La Réunion jetzt zum Beispiel nur eine sehr günstige, aber dafür sehr leichte Lampe dabei. Hierbei Batterien nicht vergessen damit ihr nicht im Dunkeln steht.
Ein Seil hilft in vielen Lebenslagen. Zum Beispiel beim Waschen. Einfach zwischen zwei Pfosten oder zwischen Bett und Fenster spannen und schon könnt ihr eure frisch gewaschenen Sachen zum trocknen aufhängen.
Ein Taschenmesser kann ebenfalls in vielen Lebenslagen helfen. Sei es in Notsituationen oder auch einfach um sich zur Mittagszeit ein Brot schmieren oder ein Stück Wurst abschneiden zu können.
Eine Brotdose wiegt nicht viel und ihr könnt einiges darin aufbewahren. Nicht nur Essen, auch Steine, Blätter oder was auch immer ihr am Wegesrand findet.

Klamotten und Waschsachen
Bei den Anziehsachen ist Minimalismus gefragt.
8 Tage bedeuten nicht, dass ihr 8 T-Shirts mitnehmen müsst. Ich hatte genau 2 dabei. Eins an und eins im Rucksack, dass ich anziehen konnte, während das andere nach dem Waschen an meinem Rucksack trocknete.
Am besten ist es Funktionskleidung zu nehmen. Die ist leicht und trocknet rasend schnell.
Unterhosen reichen ebenfalls 2-3. Für Frauen hier ein kleiner Tipp am Rande: Slipeinlagen wiegen und kosten fast nichts. Und schon könnt ihr auch mal einen Tag länger ein Höschen tragen.
Für Socken gilt dasselbe. Hier hatte ich auch wieder genau 2 dabei. Ein Paar an, ein Paar im Rucksack. Bitte beachtet auch, dass ihr wirklich Wandersocken nehmt die euch passen – das ist ein ganz anderes Gefühl zum laufen.
Statt normalem BH gab es einen Sport-BH. Einen Ersatz im Rucksack, den ich letztendlich nicht brauchte.
Eine Wanderhose reicht vollkommen aus. Hier ist es sinnvoll eine Zip-Hose zu nehmen. So könnt ihr euch immer dem Wetter anpassen.
Es kommt darauf an welche Region ihr bewandert und wie Kälteempfindlich ihr seid, aber ich hatte auf La Réunion, trotz, das wir in den Tropen waren, einen Fließpulli, eine Mütze, Handschuhe und einen Buff dabei.
Wenn ihr in kälteren Gefilden unterwegs seid hilft es auch ein Set lange Unterwäsche dabei zu haben.
Regensachen sind ganz wichtig. Ich schwöre ja auf eine Regenhose und eine Regenjacke, auch wenn heut zutage die meisten einen Poncho nehmen. In einem solchen fühle ich mich allerdings unwohl und bis jetzt hat die Jacken/Hosen Kombination immer gut funktioniert.
Zum Waschen braucht ihr ebenfalls nicht viel. Zahnbürste, Zahnpasta, Shampoo – das wäre das minimalistischste. Denn mit Shampoo könnt ihr euch komplett waschen und eure Klamotten bekommt ihr damit auch noch sauber. Ich hatte zusätzlich noch eine kleine Tube Rei mit dabei und einen DEO-Kristall.
Als Handtuch/Duschtuch empfehlen sich auch wieder Reisehandtücher. Die sind klein, leicht und trocknen unheimlich schnell. Hier hatte ich ein kleines und ein mittleres dabei, wobei letztendlich das Mittlere gereicht hätte.

Medikamente und Erste Hilfe
In jeder Apotheke gibt es heut zutage ein „Reiseset“ mit Mullbinden, Pflastern, Tape, einer Warm/Kalt-Decke und weiterem Verbandszeug.
Abgesehen davon habe ich immer Blasenpflaster dabei. Man weiß ja nie.
Gelernt habe ich jetzt dass Hirschtalg den Füßen am Morgen auch sehr gut tut und das bilden von Hornhaut und Blasen mindert.
Weiter dürft ihr niemals die Sonne in den Bergen unterschätzen. Somit ist Sonnenmilch Pflicht und in vielen Gebieten ebenso das Mückenspray.
Früher hatte ich immer ein Gel dabei falls ich doch mal gestochen werde, bis mir zwei Engländer auf Borneo ZapperClick näher gebracht haben. Seitdem ist diese kleine Gerät mein ständiger Begleiter.
Eine Sonnenbrille schützt die Augen vor der UV-Einstrahlung. Für den Kopf nehme ich am liebsten ein Tuch oder eine Kappe.
Normale Medikamente solltet ihr auch dabei haben. Da wäre zum Beispiel etwas gegen Kopfschmerzen, Schmerzen allgemein, Anti-Allergika, etwas für den Magen und etwas gegen Durchfall.
Gebraucht habe ich außer Kopfschmerzen gott sei Dank noch nichts.
Last but not least natürlich einen Hüttenschlafsack. Die sind klein, leicht, handlich und man hat seine eigene „Decke“ um sich rum.

Essen und Trinken
Nüsse geben Energie und sind nicht schwer zu tragen. Somit habe ich immer etwas Studentenfutter und Müsliriegel dabei.
Wenn es sich um ein Trekking handelt wo man ab und an nochmal an einem Shop vorbeikommt reicht es, sich mit etwas Wurst und Brot einzudecken um den Hunger zu tilgen.
Solltet ihr länger unterwegs sein ist ein kleiner Kocher von Vorteil und ein paar Tütensuppen oder andere Fertiggerichte.
Ein Schokoladenriegel für die Seele habe ich eigentlich auch immer dabei.
2x 1 Liter Flaschen solltet ihr schon mitnehmen. Also insgesamt 2 Liter Wasser. Ob nun mit Trinkvorrichtungen am Rucksack, oder in Flaschenform. Ich habe je eine 1 Liter Flasche auf jeder Seite.
Und wenn es doch einmal nicht reicht? Aus frischen Quellen kann man das Wasser in den meisten Ländern bedenkenlos trinken. Und für alles andere gibt es zum Beispiel Micropur. Eine Tablette in 1 Liter Wasser, 2 Stunden warten und schon hat man wieder frisches, trinkbares Wasser.

Persönliche Sachen

Meine Kameras müssen immer mit. Genau, Kameras. Meine groß Olympus om-d em5, meine kleine Nikon Outdoorkamera und meine GoPro3+. Dazu jeweils 1 Ersatzakku, denn es gibt nichts ärgerlicheres als wenn die Kamera plötzlich versagt im schönsten Moment.
Geld in einem kleinen Geldbeutel mit den nötigsten Sachen und ein Handy gehören auch zu meiner Standartausrüstung.
Ein kleines Büchlein und 2 Stifte (einen als Ersatz) findet ihr auch immer in meinem Rucksack. Immerhin will ich das erlebte aufschreiben und mir nützliche Tipps und Tricks von anderen merken können.
Auch eine Kopie des Impfpasses ist immer zu empfehlen. Wenn euch etwas passiert weiß man wenigstens direkt Bescheid welche Impfungen ihr habt.
Wenn ich alleine unterwegs bin habe ich zusätzlich noch meinen mp3-player und mein Kindle dabei.
In der Gruppe habe ich es im Hauptgepäck zurückgelassen, denn hier hatten wir genug Unterhaltungen zwischendurch.

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Natürlich ist dies alles dem Trekking anzupassen welches ihr beschreiten wollt.
Wollt ihr campen? Dann braucht ihr natürlich noch ein Zelt, Schlafsack und eventuell Isomatte.
Dieser Bericht ist voll und ganz dem Packsystem für meine La Réunion Tour gewidmet.

Was nehmt ihr normalerweise mit? Hab ich etwas vergessen?

Wieso man beim „Alleinreisen“ nie lange alleine reist.

Zu zweit, zu dritt oder alleine, jeder hat eine andere Vorliebe zu reisen.
Ich reise am liebsten alleine.
Das heißt nicht, dass ich ausschließlich so unterwegs bin. So habe ich zum Beispiel in meinem letzten Urlaub einen Roadtrip zusammen mit einer Freundin von Schweden nach Deutschland und durch Deutschland erlebt was wunderschön war.
Aber alleine kann ich immer selber bestimmen worauf ich Lust habe, wann ich dazu Lust habe und wie lange ich darauf Lust habe.

Für alle, grade Frauen, die schon immer einmal selber raus wollten und es sich nicht getraut haben: Traut euch! Ihr seid nie lange alleine – zumindest dann nicht, wenn ihr nicht alleine sein wollt.

Nach Australien und Neuseeland war Südostasien natürlich schon sehr anders.
Auf einmal war ich nicht mehr ausschließlich in Hostels unterwegs, sondern größtenteils in Gästehäusern. Da war es schon einmal anstrengender andere Reisende kennen zu lernen.

Aber wie lerne ich bei Reisen eigentlich Menschen kennen?
Hier ein paar Tipps und Tricks für euch.

Im Vorfeld über das Internet
Ihr wollt grade in der Anfangszeit jemanden dabei haben? Ganz einfach: Es gibt so viele Internetportale wo ihr posten könnt, wenn ihr jemanden zum gemeinsamen Reisen sucht. Schaut doch zum Beispiel mal bei der Reisebine vorbei, oder für das weltweite reisen auch gerne beim Weltreiseforum.

WWOOFing
So habe ich meinen Australien-Aufenthalt begonnen. Ich dachte es ist für den Anfang bestimmt gut, dass ich mich erstmal aklimatisieren kann und auf einer Farm arbeiten kann.
WWOOF steht übrigens für World Wide Opportunities on organic Farms und dieses system gibt es in fast jedem Land der Welt. So lernt ihr ein paar Mitreisende kennen, da ihr meistens nicht die einzigen helfenden Hände, zumindest auf großen Farmen, seid und ihr bekommt einen Eindruck in das Leben in dem jeweiligen Land.

Hostels
In einem Hostel ist es immer sehr einfach andere Backpacker kennen zu lernen. So ist die Gemeinschaftsküche schon mal ein zentraler Treffpunkt und geht einem das Salz aus, dann musst du eben jemanden fragen. Und schon seid ihr ins Gespräch gekommen.
Viele dieser Unterkünfte haben auch einen Gemeinschaftsraum wo gelesen, gespielt oder Filme angeschaut werden. Einfach mal dazu setzen, so kommt ihr automatisch in ein Gespräch. Vielleicht liest ja auch jemand dasselbe Buch wie ihr oder spielt ein Spiel wo ihr gerne mitspielen würdet?
Hostels gibt es fast überall schaut doch einfach mal hier vorbei: Hostelworld oder auch hostelbookers ebenso wie hostels.com

Schwarze Bretter und Kleinanzeigen
Schwarze Bretter gibt es in jedem Hostel der Welt in dem ich jemals war. Ihr wollt ein Auto mieten, dies aber nicht alleine tun? Schreibt einen Zettel, vielleicht mit Farbe und kleinen Bildchen, damit er etwas heraussticht und hängt ihn an mehrere schwarze Bretter. Ein schwarzes Brett alleine reicht meistens nicht, aber in den meisten Städten gibt es weit mehr als ein Hostel.
Oder wenn ihr länger an einem Ort seid schaltet doch einfach eine Kleinanzeige in einer Zeitung.

Bahn/Bus
Viele Menschen verraten schon viel über sich, wenn man ihre Koffer/Taschen anschaut.
Auch ist es einfach zu fragen wo jemand hin möchte oder gewesen ist. Der Sitznachbar bietet sich dazu an, oder auch die Reihe vor oder hinter euch.
Vor allem in Malaysia konnte ich mich immer gut im Bus unterhalten. Meistens mit Einheimischen da ich die einzige weiße im Bus war und mir viele Fragen gestellt wurden. Aber auch mit anderen Backpackern, weil man sich eben „erkannte“.

Touren
Das ist wohl der einfachste Weg jemanden kennen zu lernen. Ab und zu auch mal eine Tour buchen.
Auch wenn ihr individuell sein wollt und denkt „Nein, ich will alles alleine machen“, manche Sachen machen mit anderen mehr Spaß und bei einer Tour bekommt ihr auch noch viele nützliche Sachen erzählt.
So bin ich zum Beispiel froh, dass ich im Outback einer Tour beigewohnt habe, ebenso wie bei der Wanderung auf den Mt. Kinabalu.
Also habt keine Angst, es ist keine Blamage auch mal etwas nicht komplett selbstständig zu machen.

Und selbst wenn man glaub man wird alleine sein
Manchmal bekommt ihr das Gefühl, dass ihr grade niemanden kennenlernt und das alles scheiße ist? Dann habe ich eine Geschichte für euch:
Als ich damals auf Koh Phi Phi ankam drehte sich mir bei dem Anblick des Hostels der Magen um – und dafür braucht es bei mir schon viel. Somit musste ein Gästehaus her.
Nach einigem Suchen fand ich ein nettes kleines Zimmer für wenig Geld. Hier gab es jedoch nicht einen Backpacker, die Insel war voll mit Pauschalreisenden.
Ich hatte eine anstrengende Busfahrt von Malaysia hinter mir und wollte so gerne mit jemandem darüber reden. Also schlenderte ich durch die Gassen und bekam eine Idee: Ich wollte einfach Ausschau halten nach jemandem der alleine in einem Restaurant sitzt und mich dazu setzen.
Gesagt getan. In einer Pizzaria entdeckte ich eine junge Frau in meinem Alter, ging auf sie zu und meinte „You eat alone? Can I sit with you as I don’t want to eat alone“ und schon waren wir im Gespräch. Es stellte sich heraus, dass sie aus der Schweiz kam und wir unterhielten uns den ganzen Abend lang.
So schnell könnt auch ihr in ein Gespräch vertieft sein. Dazu zählt etwas Mut, aber der Mut wird meistens belohnt.

Was mit auch immer geholfen hat war Reiseberichte von anderen zu lesen.
Viele Reiseblogs findet ihr hier:
umdiewelt.de –> Auch super wenn ihr euren ersten Reisebericht schreiben wollt. Eine sehr nette Betreuung und einfach zu bedienen
Reiseblogger Kodex Einfach etwas runterscrollen und schon sehr ihr 100te an Reiseblogs

Ich hoffe, dass ich euch ein paar Tipps geben konnte und euch ein wenig die Angst vorm „Alleinreisen“ genommen habe – denn ihr seid nie lange allein!

Die Idee zu diesem Artikel ist mir übrigens dank Pink-Compass gekommen. Danke dafür.

Ich packe meinen Rucksack. Oder Koffer? Oder Tasche?

Ich muss sagen, was das packen angeht bin ich ziemlich anpassungsfähig.
Natürlich reise ich am liebsten mit meinem Rucksack, aber manchmal muss es eben auch anders gehen.

Rucksack:
+ man hat ihn immer auf dem Rücken
+ man kann ich ihn gerne auch mal irgendwo rein quetschen (vor allem wenn er nicht ganz voll ist)
+ er hat viele Fächer um Sachen aufzuteilen
+ auch auf Schotterpisten gut zu gebrauchen
– wenn man jetzt grade das T-Shirt haben will, welches irgendwo mittem im Rucksack liegt, heißt es „alles andere erstmal ausräumen“
– wenn er zu schwer wird tut es an den Schultern weh

Koffer:
+ er lässt sich einfach ziehen
+ man kommt immer schnell an genau die Sachen an welche man grade kommen möchte
+ sicherer weil meistens abschließbar
– über Schotterpisten lässt ein Koffer sich schlecht ziehen
– allgemein muss der Koffer getragen werden ist es ziemlich unhandlich

Als ich damals die fast 2 Jahre Backpacken war, hatte ich 2 Rucksäcke und eine kleine Handtasche dabei. Dabei wog mein Rucksack ungefähr 17kg. Ich weiß, andere reisen leichter, aber ich fands okay.
Mein Handgepäck-Rucksack war fast genauso schwer, aber auch nur, weil ich meine Kamera und mein Laptop darin hatte.

Deuter 50 + 10
Ein Deuter 50 + 10 als Hauptrucksack

Deuter comfort 40l
Deuter Comfort 40 als Handgepäck

Ja, irgendwie habe ich es geschafft immer einen 40l Rucksack als Handgepäck durch zu bekommen. Und das bei 8 verschiedenen Airlines. WOW!
Übrigens wisst ihr woran man einen deutschen Backpacker erkennt? Am Deuter Rucksack! 😉
Ich bin ja ein kleiner Fan dieser Marke, da ich bis jetzt nur gute Erfahrung mit eben dieser gehabt habe.

Aber was nehme ich beim Backpacken alles mit?
– genug Wäsche für 1 Woche
– 3-4 T-Shirts, 2 Hosen (1x lang, 1x kurz), 1 Pullover/Jacke
– Kamera
– Badezimmerartikel (nur das nötigste)
– Laptop
– Ipod
– Papiere
– Was zum Tagebuch schreiben

Um es mal grob zu sagen. Natürlich variiert das ganze auch mal.

Diesen Winter habe ich mich komplett neu „ausgerüstet“.

stratic, travelight, Deuter 24

Natürlich ist und bleibt der Deuter 50+10 mein Hauptrucksack, aber z.B. für meine Arbeit auf dem Schiff kann ich den nicht gebrauchen. Hier brauche ich weitaus mehr Sachen.
Somit gab es diesen Weihnachten einen Stratic Koffer und zum Geburtstag in ein paar Tagen gibt es einen Deuter SL 24l (den ich jetzt schon habe). Mir selber habe ich noch einen kleinen Travelight Koffer gegönnt. Immerhin darf man als Seefahrer 2 Koffer auf seinen Flug zur Arbeit mitnehmen. 🙂

Ich mag keine ganz großen Koffer. Wo sollen die später in der Kabine bzw. im Hotelzimmer überhaupt hin? Darüber denken die meisten bestimmt nicht nach.

Fürs Schiff packe ich auch anders.
Klamotten brauche ich kaum. Man läuft sowieso den ganzen Tag in Uniform rum und die wird einem an Bord gewaschen. Somit habe ich nur genug Wäsche für 14 Tage dabei und 3-4 Outfits für Abends oder falls man mal kurz privat an Land gehen kann.
Dafür habe ich einen ganzen Koffer nur Badezimmerartikel dabei. Immerhin ist es schwer an Land Zeit zu haben in einen Supermarkt zu gehen und sich neu auszurüsten. Beim ersten mal hatte ich noch nicht so viel dabei. Diesmal bin ich gerüstet für mindestens 3 Monate. 🙂

Wie packt ihr? Was sind die wichtigsten Sachen für euch im Urlaub? Nehmt ihr eine Tasche/Koffer/Rucksack?

Ich bin gespannt auf eure Antworten!
– Buch/Kindle

Fotos, Fotos, nichts als Fotos

Wer hätte es gedacht? – Ich LIEBE Fotos!
Andere kaufen Souveniers – ich mache Fotos. Die einzigen Souveniers die ich mir angefangen habe sind Kühlschrankmagneten (obwohl ich gar keinen Kühlschrank habe) von allen Häfen die wir anlaufen, aber ansonsten habe ich eigentlich keine Souveniers außer mal ein paar neue Ohrringe wenn ich etwas ausgefallenes sehe.

Aber wieso erzähle ich euch das alles?! Weil ich euch erzählen möchte wie ich eigentlich zur Fotografie gekommen bin, was ich alles schon erlebt habe und wie ich es heute handhabe.

Meine erste Analoge Kamera hatte ich schon in ganz ganz ganz jungen Jahren.

Ich habe schon versucht online die erste Digital-Kamera zu finden, die ich jemals bessen habe, aber leider finde ich sie nicht und weiß auch nicht mehr wie sie hieß.
Ich war damit der Star an der Schule. Eigentlich gehörte die Kamera meinem Vater, aber wie das häufig ist benutzt das Kind, in dem Fall ich, die Kamera natürlich fast noch mehr.
Wir waren mit die ersten überhaupt die eine digitale Kamera sowie Internet hatten. Damals war das alles noch sehr spannend und die Fotos sind natürlich so überpixelt, dass man sich heute fragt, wie man damals überhaupt etwas darauf erkennen konnte.

Ich habe immer viele Fotos gemacht und alles festgehalten. Heute (also wo ich das grade schreibe ist der 06.01. – veröffentlichen werde ich es später) bin ich mal durch unser Haus gegangen und habe geschaut was wir eigentlich noch alles für Kameras haben.
Irgendwo müssen wir eine Polaroidkamera haben, aber leider habe ich das alte Schmuckstück nicht gefunden.

Dafür aber ein paar alte Knipsen:
Konika Z-ulp140super
Konika Z Ulp 140 super – noch analog

Olympus Camedia C719
Olympus Camedia C719

Auch eine alte analoge Spiegelreflex ist dabei. Ein richtiges Schätzchen noch:

Canon EOS 1000F
Canon EOS 1000F

Eine „Knips-Kamera“ die glaub ich definitiv mal mir gehört hat war diese hier:
Casio Exilim EX-Z12
Casio Exilim EX-Z12

Irgendwann waren mir meine „Knipsen“ nicht mehr genug und es musste eine digitale Spiegelreflex Kamera her.
Dabei entschied ich mich für ein Model von Canon. Einfach weil ich die Objektive der EOS 1000F dafür ebenfalls nutzen konnte.
Es wurde eine Canon EOS 350D, die damals glaub ich jeder hatte.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Dazu habe ich folgende Objektive:
Canon EF-S 18-55mm
Canon EF 35 – 105mm
Sigma 70-300/4-5,6 DG MACRO APO
Tamron 18 – 200 / 3,5 – 6,3 DI II ASP
Canon 50mm/1.8
Canon 10-20mm

Zur selben Zeit benutze ich auch eine Casio Exilim EX-S 600 und eine Olympus C-720, welche alle beide leider nicht mehr auffindbar sind.

Das war auch die Zeit wo ich anfing mehr oder weniger „professionell“ zu fotografieren.
Es fing damit an, dass ich mich mit anderen Fotografen traf, wir befreundete Models, oder Leute die gerne Models wären, einluden um einfach ohne Bezahlung Fotos zu machen und ein wenig zu experimentieren.
Vieler dieser Fotografen sind heute mehr oder weniger hauptberuflich Fotografen.
Durch Mundpropaganda fotografierte ich bald Hochzeiten oder Freunde von Freunden von Freunden die Fotos für Kalender oder ähnliches haben wollte gegen kleines Geld auf die Hand.
Auch fotografierte ich für die erste Zeitungsanzeige für eins der Fitnessstudios in denen ich damals arbeitete.
Das Highlight schlechthin war aber, dass ich für ein deutsches Magazin dann und wann fotografieren durfte. Sogar ein „High-Society“ magazin. Das „Top-Magazin“. Hier fotografierte ich meist „Heftvorstellungen“ und einmal durfte ich sogar mit VIP Tickets zum „Rock im Bruch“ wo u.A. BAP und Fury in the Slaughterhouse auftraten.
Das war der Höhepunkt meiner bisherigen Fotografen-Karriere.

Doch an diesem Höhepunkt entschied ich mich reisen zu gehen und fing im September 2007 an backpacken zu gehen.
Auch während dem Backpacken bekam ich noch eine Anfrage einer Zeitung ob sie eins meiner Fotos als Titelfoto nehmen dürften. Klaro doch 🙂

Was hat dieser ganze Post mit Reisen zu tun?
Ich will euch erzählen wie ich es während dem Reisen handhabe und wie sich meine Kamera-Perspektive über die Jahre verändert hat.

Ich fing also an zu backpacken und nahm auf meinen fast 2-jährigen Trip auf einiges mit.
Meine Canon EOS 350D mit 3 verschiedenen Objektiven. (dem 18-200mm, 10-20mm, 70-300mm) und dazu die Casio Exilim EX-S 600.
Heute frage ich mich, wie ich das alles mitschleppen konnte. Aber sonst hätte ich wohl nie so schöne Aufnahmen machen können.

Dann kam meine erste Saison in Finnland. Hier hatte ich erst dieselben Kameras dabei wie die 2 Jahre zuvor bis ich mir statt der Casio eine Fujifilm Z33 kaufte, da diese Wasser- und staubfest war.
Schnell merkte ich, dass ich meine Spiegelreflex beim Schlittenhundefahren nicht gebrauchen kann und immer nur die kleine dabei hatte. Mir war es eh zu gefährlich die große mit zu schleppen und so lag sie meistens in der Ecke.

Schon in meiner zweiten Saison in Finnland bekam ich zum Geburtstag eine Bridgekamera.

Panasonic Lumix FZ38

Eine Panasonic Lumix FZ38.
Das war für mich die perfekte Kamera da ich sie mitnehmen konnte auf Tour und mal schnell ausgepackt hatte. Auch den ein oder anderen Sturz überlebte die Kamera ohne Probleme.
Bis vor einem Monat war dies auch noch meine „Hauptkamera“ und auch heute würde ich sie noch mitnehmen, wenn ich eine Kamera dabeihaben will, die ich schnell mal ausgepackt habe und die dennoch qualitativ gute Fotos schießt.

In meiner dritten Saison in Finnland verlor ich leider meine Fujifilm Outdoorkamera irgendwo im Schnee und kaufte mir eine neue, kleine, Outdoorkamera

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Eine Nikon Coolpix AW100 – und ich liebe diese Kamera bis heute.
Nicht nur, weil ich sie schon öfter zum schnorcheln mit hatte und mit ihr baden gehen kann, sie durch die Luft schmeißen kann und einfach nichts passiert – nein, auch weil sie mir schon einen sehr lustigen Moment beschert hat.
Bei Temperaturen um minus 30 Grad funktionierte die Kamera einwandfrei.
Dann kam ein Wärmeeinbruch in Finnland. Plus 2 Grad. Ich schalte auf dem Schlitten die Kamera ein, sie geht an und sagt „Overheated“ (Überhitzt)… ich habe Tränen gelacht.
Der Service von Nikon war einwandfrei – nach 1 Woche hatte ich eine neue Kamera.
Auch meine verschollene Fujifilm tauchte wieder auf. Sie hatte den Winter wirklich im Hundecamp unter einer dicken Schneedecke verbracht und funktioniert bis heute. (RESPEKT!)

In Schweden, auf allen Roadtrips (1, 2, 3), sowie meine erste Saison auf dem Schiff hatte ich auch die Bridgekamera, sowie die Nikon Outdoor dabei.
Aber irgendwie fehlte mir immer etwas – mir fehlte die ENTSCHEIDENTE Qualität!

Somit überlegte ich mir auf dem Schiff eine neue Spiegelreflex zu kaufen. Ich überlegte an einer Canon EOS 70D oder ähnlichem. Bis mich ein Gast, ebenfalls ein Fotograf, darauf brachte mir eine Systemkamera zu kaufen.
Und genau diese schenkte ich mir selber zu Weihnachten.

Olympus OM-D EM5

Eine Olympus OM-D E-M5. Ein Meister unter den Systemkameras. Spritzwasser- und staubgeschützt und jeder schwärmt nur so von dieser Kamera.
Sie ist die teuerste Kamera, welche ich je besessen habe, aber bis jetzt bin ich durchweg begeistert!
Gekauft habe ich sie mir bei einem Bekannten, wo ich wirklich die beste Beratung überhaupt bekommen habe.
Dabei ist ein 12-50mm Objektiv und dazu kaufte ich mir noch ein 75-300mm Objektiv. Das sollte fürs erste reichen.

Diese Kamera, die so viel leichter ist als die Spiegelreflex, sowie wie gewohnt meine kleine Nikon, werden mich auch diesmal während meinem zweiten Vertrag begleiten.

Wenn ich diesen Artikel veröffentliche habe ich die Kamera bestimmt schon diverser Proben in der Karibik unterzogen und habe hoffentlich einen Heidenspaß damit!