Deutsche Post Halbmarathon Bonn

Hier war er also, mein erster offizieller, etwas größerer, Stadthalbmarathon.
Am 07.04. waren ja in ganz Europa viele Laufevents gleichzeitig.
Aufgrund meiner „Vorgeschichte“ und der Nähe an meine Heimat entschied ich mich jedoch für den Deutsche Post Halbmarathon in Bonn.

Normalerweise beginne ich meine Beiträge mit der Ankunft am Gelände.
Bei diesem Lauf muss ich jedoch früher beginnen – bei meinem Abflug in Puerto Vallarta.

Der Abflug
Wir sind ja bekanntlich im Winter immer mit dem Schiff auf Weltreise.
Mein Abstiegshafen wir dieses Mal Puerto Vallarta in Mexiko. Am Donnerstag den 04.04. startete ich also morgens um 6:00 Uhr mit meiner Arbeit, um 15:00 Uhr ging es Richtung Flughafen um den Flug um 19:05 Uhr anzutreten.
Erster Stopp: Zwischenlandung in Santo Domingo um 1:00 Uhr Nachts,
Weiterflug ca. 1,5 Stunden später.
Langstreckenflug nach Frankfurt mit Ankunft gegen 19:00 Uhr am 05.04.
Dazwischen: 8 Stunden Zeitverschiebung.
Ich bin unglaublich anfällig für Jet Lags und brauche normalerweise mindestens 1 Woche um wieder in den Deutschen Rythmus zu kommen. Somit erklärte mich auch jeder für verrückt, direkt am 07.04. einen Halbmarathon zu laufen.
Schlug der Jet Lag zu? Ja, er schlug zu! Samstags morgens war ich schon um 03:45 Uhr hellwach und fühlte mich, als könnte ich Bäume ausreißen. Abends fiel ich totmüde ins Bett und war in der Nacht auf Sonntag schon ab 1:30 Uhr hellwach.
Soviel zur Ausgangssituation – mir war klar, dass mir „ankommen“ als Zielzeit vollkommen reichen würde.

Die Ankunft
Wir fuhren um 5.45 Uhr los und fanden den vorgeschlagenen Parkplatz recht schnell.
Kostenlose Parkplätze – was will man mehr bei einem Sportevent?
Ein Shuttlebus sollte die Läufer in die Innenstadt von Bonn bringen. Leider war man wohl nicht auf einen solchen Ansturm vorbereitet und es standen Menschenmassen an der Shuttlebusstation.
Der nächste Bus kam, die ersten drängelten sich rein und der Bus bewegte sich: NICHT. Somit hieß es für alle: Wieder aussteigen.
Einige Läufer beschlossen daraufhin zu Fuß in die Innenstadt zu laufen.
Kaum waren diese weg, durften wir wieder in den Bus einsteigen und dieses Mal fuhr er auch ohne Probleme los.

Bonn HM

Geschafft und Glücklich!

Das Gelände
In der Innenstadt war alles sehr gut ausgeschildert. Leider war man bei der Startnummernausgabe wohl auch nicht auf einen Halbmarathon-Ansturm vorbereitet. An den Ausgabestellen für den Marathon war nichts los, während die Schlange für den Halbmarathon einmal um den halben Platz ging.
Dixi-Klos waren zu hauf aufgestellt, so dass hier die Anstehzeit wenigstens begrenzt war.
Für mich war es ja der erste große Lauf und so suchte ich meinen „Startblock“ und stellte mich an. Da die Startblöcke vor mir nochmal unterteilt wurden, dauerte es noch ca. 45min nach offiziellem Halbmarathonstart, bis ich endlich an der Startlinie stand und der berühmte Countdown kam.

Die Strecke
Zuerst ging es auf die andere Rheinseite in den Wohnbezirk von Bonn. Besonders schön fand ich hier, dass so viele Menschen vor ihren Häusern standen, teilweise ganze Familienfeste aus dem Lauf machten. Eine gute Stimmung trotz geringer Sehenswürdigkeiten. Zurück auf der anderen Seite des Rheins ging es eine zeitlang auch erst einmal an diesem entlang. Das war wohl die schönste Strecke mit dem Rhein im Blick. Die nächsten Kilometer sollten sich dann aber ziehen wie Butter. Immer entlang einer Haupstraße mit insgesamt 4 Spuren.
Purer Asphalt, einmal hin und wieder zurück die gleiche Strecke nach dem Wendepunkt.
Hatte man diesen Punkt aber einmal überwunden, führte die Strecke durch die wunderschöne Altstadt von Bonn bis ins Ziel hinein.

Das Ziel
Die Medaille bekam ich direkt um den Hals gehangen.
Was anders war als bei meinen bisherigen Läufen: Es musste zuerst eine kleine Strecke zurückgelegt werden zum REWE-Dorf mit der Zielverpflegung.
Dort angekommen konnte man sich jedoch nicht sattsehen – oder vielleicht doch. Denn es gab eine unsagbar große Auswahl an Speisen und Getränken.
Ob alkoholfreies Bier in diversen Sorten, Wasser, Softdrinks, Sojamilch – für jeden etwas dabei.
Das Essen lässt sich kaum in Worte fassen. Extra Stände für Obst, Salziges, Deftiges, Süßes und eine große Grill-Station.
Mein Highlight war das „Salzige“: Brot mit Frischkäse und Salz.
Was gibt es besseres nach einem Lauf?

Bonn HM

Zielverpflegung – zumindest ein kleiner Teil

Der Lauf für mich
Aus oben genannten Gründen wollte ich einfach eine gute Zeit haben und ankommen. Ich startete jedoch schon viel zu schnell und hatte Mühe mich wieder runter zu bremsen.
Irgendwie konnte ich das Tempo jedoch mehr oder weniger halten. So war mir nach 16 km klar: Ich könnte es schaffen diesen Halbmarathon in Bonn in unter 2 Stunden zu beenden.
Auf den letzten 2 km zog ich daher noch einmal richtig an und sprintete ins Ziel.
Meine Laufuhr zeigte mir eine Zielzeit von haargenau 2:00:00 an. Ich war mega happy, fragte mich aber, ob die offizielle Zeit tatsächlich unter 2 Stunden liegt.
Und das tat sie tatsächlich: 1:59:51. Knapp, aber geschafft!
Die Organisation am Anfang hätte etwas besser sein können, der Lauf war spitze und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Halbmarathon im Mai.

Schlusswort
Und auch wenn dich alle für total verrückt halten – zeig ihnen, dass sie damit recht haben!

Meine bisherigen Laufveranstaltungen:
Barmer Woman’s Run Köln
Westerwaldlauf – Wiesensee
Silvesterlauf Obernau-Talsperre
Charity Walk & Run Herdorf (Bericht folgt)

Meine nächsten Läufe für 2019 sind schon geplant:
Vivawest Halbmarathon
Ecotrail Oslo
Hubut Shorttrail

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