Natursteig Sieg – Etappe 8 – Schladern bis Au (Sieg) (oder anders herum)

Ein paar Monate ist es bereits her, dass ich die 7. Etappe des Natursteig Sieg erwandert habe. Aber immerhin habe ich diesen Sommer noch einen zweiten Teil hinzufügen können.

Mit dem Zug fuhren wir in Richtung Schladern, denn dieses Mal sollte es die Etappe 8 werden.
Unser Zug hatte in Au jedoch 5min Verspätung und daher verpassten wir den Anschlusszug in Richtung Schladern.
Jetzt gab es zwei Möglichkeiten: 30min auf den nächsten Zug warten – oder – die Etappe einfach in die entgegengesetzte Richtung laufen.

Da wir beide keine „Rumsteher“ sind, beschlossen wir einfach von Au nach Schladern die Etappe 8 des Natursteig Sieg zu erwandern.

Der Zuweg zum Steig ging durch sehr hoch gewachsenes Gras und viele Brennesseln.
Das hörte aber auf, sobald wir den Steig erreichten.

Mit dem Wetter hatten wir großes Glück. Es war etwas bedeckt und auch die große Hitze blieb aus. Ebenso war, innerhalb der Woche, sehr wenig Betrieb und wir begegneten nur einer einzigen anderen Wanderin auf dem gesamten Weg.

Wie auch schon bei der 7. Etappe, ging es, wie erwartet, sehr oft sehr steil bergauf und berab. Aber genau das macht einen Natursteig ja auch aus.
Auch wechselten sich breite Wege und schmale Pfade wieder wunderbar ab.

Breite und schmale Wege wechseln sich wunderbar ab

Was bei der 8. Etappe des Natursteig Sieg etwas kurz kam, war die Sieg selber. Zwar gab es immer wieder schöne Ausblicke in das Siegtal – der Fluss selber versteckte sich meistens. Wirklich gesehen haben wir die Sieg von oben nur 2-3x.
Die wunderbaren Aussichtspunkte über die Täler entschädigten jedoch dafür.

Einer der tollen Aussichtspunkte über das Siegtal

Nach ungefähr einer Stunde erreichten wir einen tollen Aussichtspunkt. Den müsst ihr euch merken. Egal von welcher Seite kommend gibt es hier zwar nicht die schönste Aussicht, jedoch eine wirklich nette Ecke zum verweilen. Hier steht, zum Beispiel, eine „Traatschbank“ und ein paar alte Schuhe, die als Blumentöpfe umfunktioniert wurden. Ein schönes Plätzchen, mit viel Liebe gestaltet.

Ein schöner Platz zum Verweilen.

Da wir, wie beschrieben, die Strecke in die entgegengesetzte Richtung gelaufen sind, kam für uns das Highlight zum Schluss. Nach einem letzten anstrengenden Anstieg, erreichten wir die Burgruine Windeck. Von hier oben konnten wir sogar den Bahnhof Schladern schon sehen.
Für Burgruinen bin ich sowieso immer wieder gerne zu haben. Besonders gefallen hat es mir, dass es überall Informationstafeln gab, welche die Geschichte der Burg erläuterten.
Und wer jetzt glaubt, dass es ein Hin- und Rückweg zur Burgruine ist, der hat sich geirrt, denn tatsächlich ist der Rundweg durch die Ruine ebenfalls mit Schildern des Natursteig Sieg ausgeschildert.

Burgruine Windeck

Im Tal angekommen war der Wegweiser zwischen der 7. und 8. Etappe sehr zugewachsen, aber ich erinnerte mich noch daran, wie wir vor ein paar Monaten von der anderen Seite kamen. Somit war auch hier wieder der letzte Abschnitt der Zuweg zum Bahnhof Schladern über sehr viel Straße und Asphalt.

Fazit: Wieder eine tolle Etappe des Natursteig Sieg. Auch wenn wir hier die Sieg kaum zu Gesicht bekamen, ging es doch durch wunderschöne Wälder und entlang wunderschöner Felder mit tollen Aussichten auf das Siegtal. Die Beschilderung war auch in „umgekehrter Richtung“ sehr gut. Nur gegen Ende führten uns die Pfeile einen kleinen Bogen, bevor wir wieder, dank Navi, auf den Originalweg, querfeldein, zurückfanden.

Eigentlich eine sehr gut ausgeschilderte Strecke. Egal in welche Richtung.

Fakten:
Natursteig Sieg: 200km von Siegburg nach Mudersbach in 14 Etappen
Anfahrt: Es gibt jeweils einen Bahnhof an jedem Start- sowie Endpunkt der Etappen
Beschilderung: Die Zuwege sind mit einem S auf gelben Grund ausgeschildert, der eigentliche Weg dann mit einem S auf blauen Grund. Verlaufen kann man sich hier nicht.

Etappe 8:
Länge: Laut Internet 17,4km Gesamtweg (insklusive Zuwege) von Bahnhof zu Bahnhof. Laut GPS haben wir knapp 18km gebraucht.
Höhenmeter: 666hm↑ 667hm↓
Zeit: Laut Internet 5,5 Stunden. Und siehe da, wir haben mit einigen Pausen 5,5 Stunden gebraucht.
Anforderung: Auch hier ist wieder eine gute körperliche Verfassung notwendig, da es sehr oft bergab und bergauf geht über steile und meist unebene Wege.
Informtionen im Internet: naturregion-sieg.de

Welche Etappen seid ihr bis jetzt gewandert? Hat jemand von euch einen Geheimtipp?

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