Natursteig Sieg – Etappe 7 – Herchen bis Schladern

Es gibt so viele Wanderwege um uns herum – doch von dem Natursteig Sieg hatte ich bisher noch nie etwas gehört.

Tatsächlich war es meine Mutter, die mich auf diese Strecke brachte, als ich, zusammen mit meiner besten Freundin, eine geeignete Wanderstrecke für Christi Himmelfahrt suchte.

Wir schauten uns die Etappen des 200km langen Natursteigs an und beschlossen, dass es entweder Etappe 3 oder Etappe 7 werden wird. Wir wollten es an selbigen Morgen entscheiden.

Es wurde die Etappe 7…

Das Gute am Natursteig Sieg ist sicherlich, dass jede Etappe sehr einfach mit dem Zug zu erreichen ist. Und so fuhren wir auch mit dem Zug nach Herchen um von dort zu starten.

Schon am Bahnhof stellten wir fest, wie gut der Weg ausgeschildert ist. Direkt am Bahnhof fanden wir das S auf gelben Grund, welches den Zuweg zum Steig beschildert.
Nach einer kurzen Strecke entlang der Straße, der Bahnlinie und ein paar steilen Treppen hinauf, fanden wir uns im Wald wieder.

Der Weg ist sehr gut ausgeschildert

Ab diesem Zeitpunkt schlängelt der Weg sich erst in einer Schlaufe durch den Wald steil hinauf, bevor es auf einer Höhe über Weiden und Felder geht. Bei diesen hohen Sommertemperaturen haben wir uns hier nach Schatten gesehnt.
Die Sieg ist auf diesem Stück nicht zu sehen.

Wunderbarer Weitblick über die Felder.

Aber bekanntlich ist es ja so, dass alles, was man bergauf läuft, auch wieder bergab geht. Dieser Berg hinunter war steil – also nicht einfach nur steil, sondern SEHR steil. Aber gerade so macht es ja Spaß.
Jetzt konnten wir die Sieg auch endlich wieder sehen und mussten feststellen, dass sehr viele mit ihren Kanus oder Tretbooten unterwegs waren. Sehr idyllisch.

Immer wieder gibt es tolle Ausblicke auf die Sieg

Und alles, was bergab geht, geht natürlich dann auch wieder bergauf. Oben angekommen gab es einen kleinen Aussichtspunkt an dem wir auch ein paar andere Wanderer trafen, die genauso erschöpft von dem Anstieg wie wir.

Wir machten jedoch nur eine kurze Pause, wollten wir doch im nächsten Dorf eine Kaffeepause einlegen irgendwo. Wir waren ja schließlich nicht auf der Flucht.

Kurz vor Dattenfeld begannen wir viele Biker zu hören. Natürlich ist es für diese auch schön die Kurven an der Sieg entlang zu fahren. Das Wanderherz hat es dann aber doch ziemlich gestörrt. Von weitem sahen wir eine Kneipe/Café und freuten uns schon über einen Kaffee.
Als wir näher kamen mussten wir jedoch feststellen, dass es sich um einen riesigen Bikertreff handelte, der mit hunderten von Bikern rappel voll war.
Also wanderten wir weiter.

Nach ein paar hundert Metern über den Asphalt biegt der Natursteig Sieg wieder nach rechts in den Wald ab. Hier war für mich die schönste Strecke. Der Pfad ist hier klein, eng und schlängelt sich über kleine Holzbrücken mit leichter Tendenz bergauf, der Sieg entlang.

Für mich das absolute Highlight der Etappe

Wer jetzt denkt, der Weg ginge weiter an der Sieg entlang, der hat sich geirrt. Ab jetzt ging es wieder, bergauf und in einer großen Schleife durch den Wald. Die Sonne brannte uns auf den Kopf und es ging bergauf immer und immer weiter über einen breiten Weg.
Nach einer Weile setzen wir uns auf eine Bank um unsere größte Pause einzulegen und mal ein paar Brote zu essen.
Ein paar andere Wanderer sagten uns, dass es nicht mehr weit bergauf sei.

Sie sollten recht behalten. Nur noch wenige Minuten und wir fanden uns auf ebenem Gefilde wieder.
Wie wir das schon kennen, blieb es dabei natürlich nicht allzu lange und der Weg schlängelte sich hinunter nach Windeck.

Dort mussten wir uns wieder über Asphalt bewegen und überquerten die Sieg. Wir rechneten schon damit, dass es über den Asphalt weiter geht – aber weit gefehlt.
Hinein ging es in den Wald – und zwar steil bergauf. So steil, dass sogar Seile an einigen Stellen angebracht waren.
Oben angekommen gab es dann eine kleine Schutzhütte um nach dem Anstieg zu verschnaufen.

Direkt hinter der Schutzhütte geht es direkt wieder bergab in Richtung Schladern. Das war also nur ein kurzes Waldstück.
Dafür führte der Natursteig weiter über Wiesen und Weiden, vorbei an Wohnhäusern und Pferdekoppeln. Sehr idyllisch.

Zum Schluss noch einmal flach über Wiesen und Weiden

Kaum auf dem Asphalt heißt es dann sich entscheiden. Die nächste Etappe des Natursteig Sieg geht geradeaus weiter, wir aber bogen nach rechts ab auf den Zuweg zum Bahnhof Schladern.
Von hier aus ist es nur noch etwas über einen Kilometer zum Bahnhof, der sich aber länger zieht als die gesamte Strecke zuvor. Es geht geradeaus an den Bahnlinien entlang, in der Ferne konnten wir schon den Bahnhof sehen, welcher einfach nicht näher kommen wollte.

Das Glück war dann jedoch auf unserer Seite, dass wir nur 10min auf den nächsten Zug nach Hause warten mussten wo wir erstmal ein kühles Bier schlürften und eine Pizza innerhalb von wenigen Minuten inhalierten.

Fazit: Eine wunderschöne Wanderstrecke, welche trotz Christi Himmelfahrt überhaupt nicht überlaufen war. Wir sind auf der gesamten Strecke höchstens 10 anderen Wanderern begegnet. Die Ausblicke waren herrlich, die Wege großteils naturbelassen und nur selten über Asphalt. Ich hoffe, dass ich bald die anderen Etappen erwandern kann.

Fakten:
Natursteig Sieg: 200km von Siegburg nach Mudersbach in 14 Etappen
Anfahrt: Es gibt jeweils einen Bahnhof an jedem Start- sowie Endpunkt der Etappen
Beschilderung: Die Zuwege sind mit einem S auf gelben Grund ausgeschildert, der eigentliche Weg dann mit einem S auf blauen Grund. Verlaufen kann man sich hier nicht.

Das S auf blauen Grund kennzeichnet den Hauptweg

Etappe 7:
Länge: Laut Internet 18,1km Gesamtweg von Bahnhof zu Bahnhof. Laut GPS haben wir knapp 19km gebraucht.
Zeit: Laut Internet 6 Stunden. Wir haben den Weg mit vielen Pausen in 5 Stunden und 20 Minuten gemeistert.
Anforderung: Gute körperliche Kondition ist für diesen Abschnitt notwenig, da es eigentlich ununterbrochen bergauf und bergab geht.
Informtionen im Internet: naturregion-sieg.de

Kennt ihr den Natursteig Sieg schon? Welche ist eure liebste Etappe?

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2 Gedanken zu “Natursteig Sieg – Etappe 7 – Herchen bis Schladern

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