Fuerteventura – viel mehr als eine Strandinsel

Woran denkt ihr als erstes wenn ihr an die Kanaren denkt? Bei manchen würdet ihr jetzt sicherlich sagen „Wanderurlaub„, „Delfine und Wale beobachten“ oder „Cesar Manrique als Künstler„. Bei Fuerteventura, der zweitgrößten Insel der Inselgruppe denkt aber jeder von euch sicherlich als erstes an eines: Die tollen Sandstrände.

Im Norden liegt die Touristenhochburg Corralejo mit den berühmten Sanddünen und dem Hafen um zur Nachbarinsel „Los Lobos“ hinüber zu fahren.
Im Süden wiederum liegt Jandia, eine noch größere Touristenhochburg mit wahrhaften Traumstränden. Dieser ist gesäumt von einer langen Strandpromenade mit Souvenirläden, Cafés und Nachtbars. Hier tobt das Leben und Millionen Touristen aus Deutschland, England, Russland und skandinavischen Ländern lassen sich hier die Sonne auf den Bauch brutzeln.

Von der Inselmitte spricht kaum jemand. Vielleicht hat der ein oder andere ja schon einmal von den vielen Aloe Vera Farmen gehört, die ebenfalls prägend für das Inselbild sind. Sonst wissen die meisten nur, dass das Inselinnere von Fuerteventura sehr karg ist und es sich nicht unbedingt lohnt dieses zu erkundschaften.

Weit gefehlt!
Denn ich durfte Fuerteventura als absolut atemberaubende Wanderinsel kennen lernen.

Betancuria

Betancuria

Eine kurze Fahrt geht ins Landesinnere, durch spektakuläre, wenn auch karge Landschaft nach Bentancuria.
Dieser kleine Ort hat eine wichtige historische Bedeutung für Fuerteventura und hier gibt es sogar schon einiges zu sehen wie zum Beispiel das Museum für alte Handwerkskunst in welchem es ebenfalls eine tolle Show über die Insel selber gibt sowie über das Leben früher und heute.

Von hier schlängelt sich ein Wanderweg südwärts entlang eines Barranco (trockenes Flussbett / Tal). Der Weg ist breit und die einzige Schwierigkeit besteht darin nicht über loses Geröll zu fallen.
Auch wenn der Weg nur leicht bergab führt solltet ihr hier auf jeden Fall festes Schuhwerk tragen da man auf den Steinen gerne auch mal ausrutscht.

Der Weg durch das Barranco

Der Weg durch das Barranco

Vorbei an vielen Molinos (Windmühlen) gelangt man nach ca. 6,5km vorbei an dem kleinen Ort Vega de Rio Palmas. Hier gibt es die ein oder andere Möglichkeit einzukehren.
Aber ich empfehle euch etwas ganz anderes. Lauft noch ein kleines Stückchen weiter und ihr gelangt zur „Casa de la Naturaleza“. Das Café und Restaurant wird von einem Deutschen geführt, mitten in der Natur gelegen.

Hier lässt es sich aushalten

Hier lässt es sich aushalten

Auch hier gibt es wieder ein kleines Museum zu besichtigen und richtig guten Kaffee zu trinken. Auch hauseigene Produkte, wie zum Beispiel Palmenhonig (der ja gar kein Honig ist) können hier erworben werden.
Ein Ort zum verweilen.

Nach einer Pause führt der Weg erst wieder entlang des Barrancos bevor er immer schmaler wird und sich zwischen zwei großen Felsen hindurch schlängelt. Hier findet sich auch der größte Stausee Fuerteventuras. Der ist eigentlich recht klein, kann sich aber in der Umgebung sehen lassen.

Groß ist der größte Stausee Fuerteventuras nicht

Groß ist der größte Stausee Fuerteventuras nicht

Jetzt wird der Weg richtig schmal und auch das Gefälle wird steiler. Ab hier ist es nur noch möglich hintereinander zu gehen.

Dieser Anblick raubt einem den Atem

Dieser Anblick raubt einem den Atem

Nach den zwei großen Felsen öffnet sich ein weites Tal und der Weg trifft nach einer kleinen Schleife auf die Hauptstraße Camino Pajara.

Ich war selber überrascht, dass Fuerteventura so viel zu bieten hat. Vor allem Wandertechnisch.
Die Wege sind super gekennzeichnet mit roten Wegweisern auf denen jeweils das nächste Ziel, sowie die Kilometerangabe zu finden ist.
Festes Schuhwerk empfehle ich in jedem Fall, sowie guten Sonnenschutz. Grade dadurch, dass es sich um eine sehr karge Insel handelt gibt es wenig bis gar keine Schattenplätze. Dazu kommt, dass aufgrund der niedrigen Erhebungen auf Fuerteventura selten Wolken hängen bleiben und die Sonne vom blauen Himmel herabscheint.

Also liebe Wanderer: Es sind nicht nur La Gomera und La Palma die sich als Wanderinseln auszeichnen, sondern ebenso das schöne Fuerteventura.

Seid ihr schon einmal auf Fuerteventura gewandert oder war es bis jetzt für euch eine reine Strandinsel?

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11 Gedanken zu “Fuerteventura – viel mehr als eine Strandinsel

  1. minibares schreibt:

    Liebe Mel, da war ich noch nicht, werde auch nicht hinkommen.
    Deine Fotos sind so wundervoll!
    6,5 km habe ich damals mit Leichtigkeit genommen. War für mich kein Problem.
    deine Bärbel

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