Alpenüberquerung im Sommer

Schon länger steht es auf meiner Bucket List – die Alpenüberquerung. Einfach mal sagen können „Genau DAS habe ich geschafft“

Natürlich ist das alles noch etwas hin, bis es soweit ist, aber natürlich ist es immer besser sich vorzeitig Gedanken zu machen.

Alleine, zu zweit oder in der Gruppe? Diese Frage stellt sich mir natürlich auch. Generell bin ich ein Mensch der gerne alleine in Urlaub fährt und/oder wandert. Was die Alpenüberquerung angeht mit teilweise „schwierigen“ Passagen über die Gipfel war für mich klar, dass ich diese Hürde nicht alleine nehmen möchte.

Da ich erst einmal nicht davon ausging jemanden überzeugen zu können mit mir zu wandern schaute ich mich bei diversen Veranstaltern um. Schon mit einem schlechten Gewissen im Nacken.
Exotische Ziele, wie La Réunion im letzten Sommer mache ich auch gerne ganz ohne schlechtes Gewissen in Gruppen, aber von Deutschland, über Östereich nach Italien? Das wollte und will ich nicht in einer Gruppe machen, vor allem weil alle Anbieter die ich gefunden habe nicht komplett wandern, sondern diverse Transfers zwischen den einzelnen Stationen nehmen.
Nach so einer Tour könnte ich nicht sagen dass ich „Zu Fuß die Alpen überquert“ habe.
Eine liebe ehemalige Kollegin vom Schiff ist ebenfalls so „Zu Fuß unterwegs“- begeistert wie ich. Sie sagte sofort „ja“ zu dem Unternehmen.
Puh! Was ein Glück.

Nun geht es darum welche Strecke wir laufen werden.
Viele Meinungen habe ich schon gelesen.
Sie wird etwa 3 Wochen im Sommer Zeit haben – ich habe theoretish 2 Monate, die ich aber natürlich nicht ununterbrochen wandern möchte.
Jetzt steht zur Überlegung die klassische Route über den Fernwanderweg E5 zu wandern. Von Obersdorf nach Meran. Das ganze wird mit einer Dauer von ca. 12 Tagen angegeben. Hier hätten wir also noch Zeit um z.B. den Meraner Höhenweg zu laufen oder vielleicht mal irgendwo länger zu bleiben.
Die andere Überlegung ist von München nach Venedig zu laufen. 29 Etappen sagt mir da mein Reiseführer. Das ist natürlich heftig und etwas zu lang für uns. Hier könnten wir aber vielleicht nicht ganz von München aus laufen sondern ein paar Etappen später erst einsteigen.

Auch ans Gepäck muss gedacht werden.
Ich besitze ja einen Tagesrucksack mit 24l und einen Rucksack fürs Backpacking mit einem Fassungsvermögen von 55+10l. Jetzt muss vor dem Sommer auf jedenfall ein 35+10 oder 48l – mal schauen – her. Dank ein paar sehr guter Freunde von mir habe ich noch einen Gutschein für unseren Outdoorladen hier daheim. Der wird wohl dafür drauf gehen.
Aber auch an alles andere muss gedacht werden. Ein Schlafsack der klein und leicht ist, Wanderschuhe (die ich schon besitze), gute Outdoorbekleidung und vieles vieles mehr.
Das ist natürlich alles immer recht teuer, aber für so manches gibt es ja auch gute Online-Gutscheine. Für alle Outdoorartikel zum Beispiel von bergfreunde. Ganz passend zur Alpenüberquerung.

Und wann steht fest ob wir laufen werden?
Tja, das hängt natürlich von einem davon ab, ob meine Freundin auch wirklich 3 Wochen Urlaub im Sommer hat und davon, wie schnell mein Fersensporn wieder verschwindet.
Ich sehe dem ganzen aber positiv entgegen. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden.

Ist jemand von euch schon einmal die Alpenüberquerung gelaufen? Wenn ja, welche Route habt ihr gewählt? Habt ihr noch ein paar Vorbereitungs-Tipps für mich?

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Offenlegung: Durch die Verlinking für die Bergfreunde bekomme ich eine kleine Provision. Dies beeinflusst meine eigene Meinung jedoch nicht.

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9 Gedanken zu “Alpenüberquerung im Sommer

  1. Nadine schreibt:

    Hope your plans will work out, Mel. Bevor ich Oberstdorf-Meran gelaufen bin, habe ich ziemlich rigoros jeden Fahrstuhl Aufzug sein lassen und habe statt dessen die Treppe unter die Füße genommen. Kann man natürlich auch ohne Alpenüberquerung so handhaben. 😉 Zwölf Tage sind wirklich super reichlich und geben dir einige Möglichkeiten. Schau mal in den Rother-Wanderführer über den E5 rein, der hilft dir sicher gut für die Streckenplanung. In meinem Blog findest du übrigens auch ein paar weitere Tipps fürs Packen etc. – einfach mal ins „Special Alpenüberquerung“ reinlesen. Also: Viel Glück! Denn ja, es ist wirklich eine sehr schöne Erfahrung dann zu sagen: „Genau DAS habe ich geschafft!“

    • World Whisperer schreibt:

      Hallo Nadine 🙂
      Ich fahre sowieso nie Fahrstuhl. Selbst auf dem Schiff wo ich arbeite laufe ich grundsätzlich von Deck 3 auf Deck 12 rauf … es sei denn ich bin krank lol. Deswegen bekomme ich auch nie die „News“ mit die in den Aufzügen ausgehängt werden.
      Ich glaube schon, dass ich sehr fit bin. La Réunion hat mir ja auch nichts ausgemacht und da haben wir ja auch mehrere 1000hm am Tag gemacht. Mein größtes Problem ist eben der Fersensporn. Joggen kann ich grade gar nicht mehr und nach 3 Stunden wandern tun mir meine Fersen weh wie nichts gutes.
      Der muss bis zum Sommer weg sein.
      Grade wird der Wanderführer von Rother E5 überarbeitet – und kommt natürlich erst raus, wenn ich wieder am arbeiten bin. Gott sei Dank kommt aber eine Bekannte meiner Mum aufs Schiff und bringt ihn mir mit. 🙂 Dann wird „studiert“
      Hab schon deine ganzen Artikel über die alpenüberquerung gelesen und fand diese echt klasse 🙂 Habe sie mir sogar mal gespeichert (also die Links) damit ich noch ein paar mal drüber schauen kann.

      LG
      Mel

  2. minibares schreibt:

    Wow, liebe Mel, da hast du dir ja was vorgenommen.
    Prima, dass du hoffentlich eine Begleiterin hast, die du schon kennst.
    Ja, Planung ist die halbe Miete.
    Für deinen Fersensporn, hast du es mit Teebaumöl versucht? Jeden Morgen und Abend einen Tropfen drauf.
    deine Bärbel

    • World Whisperer schreibt:

      Huhu Bärbel,
      Teebaumöl steht auf meiner Einkaufsliste aber ich habe es bis jetzt nicht in die Stadt egschafft und unser Supermarkt hat keins 😦 Da hab ich schon geschaut.
      Donnerstag gehts aber in die Stadt noch einmal letzte Besorgungen machen, da steht das auch mit an 🙂

      LG
      Mel

  3. Stefan schreibt:

    Super Idee, Mel. Hier ein paar Tipps betreffend Mehr-Tages-Wanderung, denn davon hab ich schon einge hinter mir…
    Überlege Dir gut, was Du in deinen Rucksack einpacken möchtest. Couss-Couss z.B. hat sehr viel Energie, ist sehr schnell zubereitet und nimmt sehr wenig Platz weg im Gepäck. Trockenfleisch ist sehr gut haltbar und liefert Proteine. Verzichte auf Schockolade und Müsliriegel, die liefern sehr schnell Energie, welche aber auch genauso schnell wieder weg ist. So schlimm, wie es sich anhören mag, aber nimm nicht zu viel Unterwäsche mit. Lieber ein Stück Kernseife und alle drei Tage Handwäsche… Wollt ihr wirklich ein Zelt mitschleppen oder genügt evt. auch ein Biwack-Schlafsack? Selbstverständlich kann es auf eurer Route sehr ungemütlich werden, da ihr mehrheitlich im Gebirge unterwegs seid. Dort kann es sehr schnell zu Temperaturstürzen kommen und das Thermometer zeigt im Hochsommer plötzlich Minus-Grade an. Auch Schneefall und Eisregen sind möglich. Aber ihr habt auch sehr viele Höhenmeter zu überwinden und gerade bei heissem Sommerwetter einen Aufstieg mit viel Gepäck geht an die Substanz. Rechnet nicht mit mehr als 1000 – 1200 kcal pro Tag; ich hab bei meiner letzten 14-tägigen Wanderung 6 kg abgenommen… Da ihr auch nicht völlig in der Wildnis herumwandert (wie wir hier im Norden Lapplands), könnt ihr ganz easy eure Nahrungsvorräte untwerwegs wieder aufstocken.
    Betreffend der Wanderroute: Kommt draufan, wann ihr loslauft. Im Hochsommer von Norden nach Süden zu laufen heisst, dass ihr mehrheitlich die heisse Mittagssonne im Gesicht habt, dafür aber evtl. Aufstiege im Schatten bewältigen könnt. Lauft ihr von Süden nach Norden, habt ihr bei Hochdrucklage den Föhn (schnelle Talwinde aus Richtung Süden) im Rücken… Plant ihr auch Hüttenübernachtungen mitein, reserviert diese unbedingt im Voraus, da viele im Sommer sehr gut belegt sind.

    • World Whisperer schreibt:

      Couss Couss klingt gut. Ich habe bis jetzt immer Nüsse, Trockenfleisch und Haferflocken dabei gehabt bei den Meertageswanderungen die ich bisher gemacht habe.
      Bei der Alpenüberquerung ist es ja gut, dass es immer wieder Einkehrmöglichkeiten gibt. Somit überlege ich ob ich überhaupt einen Kocher mitnehme.
      Auf La Réunion hatte ich während der Wanderung nur sehr wenig Klamotten dabei. Ein T-Shirt am Leib, eins im Rucksack, 1x Flies, 1x Regenhose/jacke, eine Hose an und eine im Rucksack. 1 Paar Socken an und 2 Paar im Rucksack. Ich glaube, dass mir das nicht schwer fallen wird 😉
      Zelt schleppen wir wahrscheinlich gar nicht mit sondern schlafen in Hütten. Gibt es ja genug auf dem Weg.
      Ich habe auf La Réunion als einzige von der Gruppe mein Gewicht gehalten während alle anderen abgenommen haben. Und falls du dich an Finnland erinnerst: Wärehnd alle immer während der Saison abgenommen haben, habe ich immer zugenommen 😦 Mein Körper ist halt etwas „strange“

      Danke für deine Tipps
      LG
      Mel

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