Vom Schnee im Sommer

Das ich ein absolutes Schneekind bin, brauche ich glaub ich niemandem zu erzählen, das ist allgemein bekannt. Dass es mich aber sogar freut im Sommer Schnee zu sehen, das können die wenigsten verstehen.

Aber ganz von vorne. Nach fast 3 Jahren in Finnland und 1 Jahr in Schweden fehlte mir nur noch Norwegen als Land zu erkundschaften.
Das wurde vor ein paar Wochen Wirklichkeit.

Schon in Bergen war ich verliebt. Im Nachhinein auch: Ich BIN in Bergen verliebt. Eine Küstenstadt wie sie schöner fast nicht sein könnte. Umgeben von 7 Bergen in einer zerklüfteten Küstenlandschaft gelegen, durchsetzt mit vielen Wanderwegen durch Wald und Wiesen wirkt es richtig idyllisch.
Aber auch Geschichte kann man wiederfinden. Vor allem im ältesten Stadtteil Bryggen wo die alten Lagerhäuser heute noch genauso schief aussehen wie früher, jedoch heute Souvenirläden und Cafes beinhalten.
Die alte Festung am Ende des Stadtteils wurde wieder neu aufgebaut, nachdem eine Explosion eines Bootes im Hafen diese fast komplett zerstörrte.
Die Menschen sind alle wirklich freundlich und herzlich.
Hier könnte ich mir durchaus vorstellen zu leben. Und das sage ich nicht sehr häufig.
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Geiranger. Was soll ich sagen. Leider war es mir nicht möglich die Aussicht von der Adlerkehre oder von Dalsniba genießen zu dürfen, da ich an diesem Tag andere Aufgaben hatte.
Die Schönheit des Fjords lässt sich jedoch nicht in Worte fassen. Die 7 Schwestern entfalteten sich in ihrer vollen Pracht und die Sonne brannte vom Himmel und es fühlte sich an, als sei man in ein Märchen hineingeboren worden.
Perfekter ging es wirklich nicht.
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Dann kam endlich etwas lang ersehntes: Honningsvag.
Die meisten werden jetzt denken „Honningsvag? Noch nie von gehört!“.
Dann will ich es euch leichter machen: Das Nordkap.
Ursprünglich wollte ich zum wirklich nördlichsten Punkt, welches nicht das Nordkap ist, Europas wandern. Jedoch empfing uns ein ganz spezielles Wetter dort oben: Schneesturm.
Somit fuhr ich spontan mit zum Nordkap mit einem Wetter, welches alle paar Minuten zu wechseln schien. Sonne, Wolken, Schneesturm, Schneeregen.
Aber genau das machte die Stimmung dort oben aus. Genauso sollte es sein. Sonnig kann jeder, aber im Norden sollte es Schnee haben und so war es auch.
Die Plattform selber ist genau wie es sich jeder von euch bestimmt schon einmal vorgestellt hat: Weltkugel, Cafe und Souvenirshop. Aber es lohnt sich wirklich.
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Als nächstes stand Alta auf dem Plan.
Die Stadt selber hat sich noch nicht auf Tourismus eingestellt, was man wirklich merkte. Hier gab es nicht viel zu entdecken wenn man in der Stadt blieb.
Der Staudamm bot da eine viel schönere Kulisse. Selbst bei Regenwetter beeindruckte der Altacanyon mit seiner Größer.
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Tromso ist im Gegensatz zu Alta voll und ganz auf Tourismus eingestellt.
Auf der einen Seite der Storsteinen, welcher eine wunderbare Aussicht auf die umliegende Berglandschaft bietet, auf der anderen Seite eine wunderschöne Altstadt die Shoppingherzen höher schlagen lässt.
Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist dann natürlich die Eismeerkathedrale, welche nach dem Vorbild von Eisschollen gebaut wurde.
Von innen eher wie einer normale Kirche, aber von außen schon faszinierend anzusehen.
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Alesund war eine gemütliche, kleine Stadt mit besonderem Flair mit seinen vielen Inseln die alle irgendwie unterirdisch miteinander verbunden sind.
Auch hier bietet der Hausberg Aksla einen wunderbaren Rundumblick über die Umgebung.
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Alles in allem hat mir Norwegen sehr gut gefallen, die Norweger sind allesamt sehr nett, einladend und ich verstehe sie aufgrund meiner Kenntnisse der schwedischen Sprache.
Ob ich dort leben könnte? Ich denke ja. Alles ist zwar sehr, sehr teuer, aber selbst die Reiseleiter vor Ort erzählten, dass man gut verdient und sich deswegen den Lebenstil dort leisten kann.
Irgendwann, sollte ich jemals sesshaft werden, ist somit meine Liste der Länder in denen ich leben könnte um eins erweitert worden und umfasst nun: Island, Neuseeland, Kanada, Schweden und Norwegen.

Eine Übersicht über meine letzten 6 Monate findest du hier: Coming home coming home – tell the world that I’m coming home

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8 Gedanken zu “Vom Schnee im Sommer

  1. minibares schreibt:

    Oh, wieder ein Loblied auf den Norden, lach.
    Super Bilder hast du mitgebracht, wunderschön, liebe Mel.
    Wo du dann mal wirklich leben wirst, ob wir es erfahren?
    Ganze liebe Grüße Bärbel

  2. Jörg schreibt:

    Schnee im Sommer habe ich in Norwegen auch schon erlebt. Im August 2012 waren wir im Nationalpark Jotunheimen und oben auf dem Goldhoppigen (oder so ähnlich) hatten wir Schneegestöber. Da waren wir froh, dass es dort oben eine Hütte mit heißem Kaffee gab.

    Liebe Grüße, Jörg

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