Karibik – ein allgemeiner Rückblick

Wer hätte es gedacht, dass wir nun wirklich bei der letzten reinen Karibik-Route angekommen wären? Es ging verdammt schnell, aber genau deswegen möchte ich die Karibik noch einmal Revue passieren lassen.

Noch nie hat mich dieses Stück der Welt gereizt und es war eins der letzten Ziele, die ich auf meine „Bucket-Liste“ geschrieben hätte. Für mich war die Karibik immer bloß Strand pur und da ich gar kein Strandmensch bin, hätte ich es nie für möglich gehalten, dass mir dieses Stückchen Erde gefällt.

Ich wurde eines Besseren belehrt und will euch ein wenig über die verschiedenen Inseln erzählen und wie ich sie für mich erlebt habe.

Dominikanische Republik
Hier bin ich aufgestiegen und habe seitdem nicht mehr viel von der Insel gesehen. Jedoch gibt es hier eine Nachbarinsel, eine Privatinsel namens Isla Catalina, welche wirklich eine Augenweide ist.
In diesem Fall sogar wirklich ein absoluter Traumstrand und nicht mehr.
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Aruba
Aruba gehört zu den ABC-Inseln und ist, wie der Name es vermuten lässt die A-Insel.
Nur wenige Kilometer trennt die Insel von Venezuela, welches man an guten Tagen von der Südküste Arubas aus sehen kann.
Entstanden ist Aruba durch eine Eruption eines Unterwasservulkans, der eine Platte geformt hatte auf welcher sich Korallengestein gebildet hat und dadurch Aruba geformt hat.
Die Insel ist sehr karg, hat nicht viele Sehenswürdigkeiten, dafür aber viele tolle Strände an der Westküste.
Die meisten Sehenswürdigkeiten kenne ich inzwischen in- und auswendig, jedoch wird mir die obligatorische Kokosnuss am California Lighthouse fehlen.
Die unheimlich netten Menschen und gute Guides/Driverguides/Busfahrer haben echt zu der Insel beigetragen.
Leider waren wir immer Sonntags hier, weshalb nicht ganz so viel Leben in Oranjestad vonstatten ging.
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Curaçao
Auch Curaçao gehört zu den ABC-Inseln und bildet das C dieser Gruppe.
Es ist die mit Abstand holländischste Insel aller holländischen Karibikinseln. Willemstad erinnert an eine typische holländische Stadt mit vielen kleinen bunten Häusern und einen großen Naturhafen.
Allein Willemstad ist schon einen Besuch wert um einfach mal durch zu schlendern. Vor allem aber um mal die Königin Emma Brücke kennen zu lernen. Dies ist eine Pondon-Brücke welche ca. 30x am Tag aufgemacht wird um Schiffe durch zu lassen. Dies wird natürlich angekündigt, aber wenn man es verpasst kann man bis zu 45min auf dieser Brücke verweilen, bis sie wieder geschlossen und damit die Wege wieder offen sind.
Wenn man von dem einen Stadtteil in den anderen will kann man in der Zeit jedoch auch eine kostenlose Fähre benutzen, welche direkt neben der Brücke verkehrt.
Berühmt ist Curaçao natürlich auch wegen dem berühmten Curaçao Liquör, welcher in seiner ursprünglichen Form nicht blau, sondern durchsichtig ist. Die Farben sind nur Farbzusätze und den originalen Liquör gibt es auch wirklich nur hier auf der Insel und heißt „Curaçao of Curaçao“.
Auf Curaçao sowie auf Aruba wird eine Sprache namens Papiemento gesprochen und die ist wirklich einfach super. Hierbei handelt es sich um ein Gemisch aus Holländisch, Spanisch, Portugisich, Afrikaans und Englisch.
Ein kleiner Exkurs:
Bon Bini – Willkommen
Dushi – Liebling
Sushi – Müll
Ayo – Tschüß
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St. Lucia
St. Lucia habe ich irgendwie immer gemocht. So richtig typisch ist die Insel eigentlich für nichts – dafür hat sie eine Sehenswürdigkeit, die weit in die Welt hinaus bekannt ist.
Die beiden Vulkankegel „Grand Piton“ und „Petit Piton“ – oder einfach „Die Pitons“.
Diese liegen im Süden der Insel und sie wurden durch eine Eruption geformt. Noch heute ist der Vulkan aktiv und längst überfällig (wie so viele Vulkane auf der ganzen Erde). Überall qualmt und dampft es aus der Erde und die Stadt neben den Pitons heißt auch ganz passend „Sufriere“, was übersetzt soviel wie „Schwefel“ heißt.
Im Norden der Insel haben wir Pigeon Island, eine kleine Insel, welche inzwischen mit dem Festland verbunden ist. Hier gibt es ein paar alte Festungsanlagen zu besichtigen und wenn man die kleinen Hügel schon mal rauf gestiegen ist, dann hat man auch direkt eine unbezahlbare Aussicht über St. Lucia.
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Grenada
Der größte Muskatnussexporteur ist Grenada. Hier steht alle paar Meter der nächste Baum mit diesen tollen Gewürzfrüchten.
Auch sonst hat Grenada so einiges an Natur, Früchten und Bäumen zu bieten.
Es handelt sich hierbei um eine sehr grüne Insel voller Regenwald.
Hierbei handelt es sich auch um eine vulkanische Insel mit noch einigen Kraterseen.
Von der Natur gesehen definitiv eine meiner Lieblingsinseln der gesamten Karibik, denn dieser Regenwald mit den ganzen Wasserfällen war wirklich immer eine Reise wert.
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Barbados
Die Insel der Orchideen. Barbados ist eine wunderschöne Blumeninsel mit vielen Botanischen Gärten und ein paar Orchideenfarmen – leider auch sehr touristisch.
Die größte Sehenswürdigkeit von Barbados ist bestimmt das Schwimmen mit Schildkröten. Schon faszinierende Tiere, die ich aber in Ruhe gelassen habe, weil ich viel zu beschäftigt damit war einem Stachelrochen hinterher zu schnorcheln.

Dominica
Auf Dominica regnet es immer – ist ja auch klar, die Insel ist immerhin zu 89% mit Regenwald bedeckt.
Aber nicht nur das macht Dominica aus. Nein – hier gibt es auch Reservat wo noch mehrere Kariben vom Arawak-Stamm leben und arbeiten. Ihnen ist ein Gebiet im Nordosten der Insel zugeteilt worden und hier können sie so leben wie sie es wollen.
Natürlich ist hier auch schon etwas die Moderne eingezogen und es gibt Handyempfang, jedoch legen die Älteren großen Wert darauf den Jüngeren zu zeigen, wie man das Leben auch ohne Elektrizität meistern kann, denn die Insel liegt genau im Hurrican-Gürtel und da muss man manchmal länger ohne Strom auskommen können.
Desweiteren hat Dominica 365 Flüsse – für jeden Tag im Jahr einen. Und damit nicht genug es gibt auch unzählige Wasserfälle sowie Gebiete auf denen noch ein Mensch einen Fuß gesetzt hat.
Die Straßen auf der Insel sind jedoch nichts für schwache Nerven. Schlaglöcher und viele Serpentinen gibt es, egal wohin man fährt.
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Antigua
Die Insel sieht von oben aus wie ein Farbklecks. Das lässt schon vermuten, dass es hier tolle Buchten gibt. 365 Strände sollen es hier sein – ebenfalls für jeden Tag des Jahres einen.
Und hier muss ich wirklich auch sagen: Die Strände sind TRAUMHAFT.
St. Johns, die Haupstadt, ist ziemlich amerikanisiert, jedoch sobald man hinaus fährt der Küste entlang kommt man aus dem Staunen des kritallklaren Wassers nicht mehr hinaus.
Die Insel gehört zu den kleinen Antillen und ist ca. 281km2 groß.
Eine der Nachbarinseln in Monserat. Hier befindet sich einer der aktivsten Vulkane der Erde. Die letzten Ausbrüche waren 1977 und 1995, welche fast die ganze Insel unter einer meter dicken Staubschicht zurück ließen.
Monserat kann man sogar von der Westküste Arubas aus sehr gut erkennen.
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St. Maarten

Furchtbar, wenn man bedenkt, dass wir die meiste Zeit mit 5-6 Schiffen dort gelegen haben, wovon wir das mit Abstand kleinste waren.
Und trotzdem liebe ich diese Insel. Ich kann nicht mal sagen wieso eigentlich, aber ich bin gerne dort. Ich mag das Flair, die Leute, die Geschichten.
St. Maarten ist in 2 Teile geteilt, den holländischen (St. Maarten) Teil im Südenund den französischen (St. Martin) im Norden.
Der französische Teil ist um einiges größer, wozu es eine witzige Geschichte gibt, wieso dies so ist. Aber die lasst euch mal erzählen, wenn ihr selber hier her kommt.
Was ist euch erzählen kann, sind die skurielen Unterschiede zwischen den beiden Seiten. Zumindest einige davon:
– Im holländischen Teil gibt es sehr viele Casinos. Im französischen Teil dagegen ist das Glücksspiel gesetzlich verboten
– Im französischen Teil gibt es einen FKK-Strand, während FKK auf der holländischen Seite verpöhnt ist
– Im holländischen Teil gibt es sämtliche Fast-Food-Restaurants, während es auf der französischen Seite bloß 1 Subway gibt
– Auf der französischen Seite wird der Hahnenkampf noch praktiziert, während dieser gesetzlich auf der holländischen Seite verboten ist.
Ab skurielsten jedoch ist und bleibt das Handynetz.
Im französischen Teil, wo man übrigens mit EUR bezahlt, emfpängt man europäisches Netz. Hier kann man mal schnell mit Europa Kontakt aufnehmen.
Im holländischen Teil hingegen gibt es nur amerikanisches Netz.
Daraus resultiert: Es ist teurer von einer Seite zur anderen Seite auf der Insel zu telefonieren (internationaler Anruf), als von dem französischen Teil nach Deutschland (Europäischer Anruf).
Natürlich ist die größte Sehenswürdigkeit St. Maartens der Maho Beach – besser bekannt als Flughafenstrand.
Was für ein Gefühl, dort am Strand zu stehen und die Flugzeuge nur weniger Meter über den eigenen Kopf fliegen zu spüren. Die youtube-Videos lassen es richtig vermuten: Ein verdammt geniales Gefühl!
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Torotla
Tortola ist eine von 60 Inseln der Britischen Jungferninseln, wovon nur 5 ständig bewohnt sind. Viele gehören Privatpersonen die nur ein Ferienhaus auf der Insel haben, wieder andere sind gar nicht (mehr) bewohnt.
Für mich war Totale zwar eine nette Insel, mit der man allerdings allgemein recht wenig anfangen konnte. Meine Empfehlung also: Tortola anfliegen (da landet man dann auf Beef-Island) und dann schnellstmöglich auf eine Nachbarinsel wie z.B. Virgin Gorda oder Jost van Dyke verschwinden.
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Ihr seht, die Karibik ist wirklich unheimlich vielfältig. Wer hätte das gedacht?

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6 Gedanken zu “Karibik – ein allgemeiner Rückblick

  1. minibares schreibt:

    Einmal Flüsse für jeden Tag,
    dann Strände für jeden Tag.
    Du bist einem Stachelrochen hinterhergedüst? War das nicht gefährlich?
    Mit Schildkröten schwimmen stelle ich mit eigenartig vor, lach. Aber die sind ja größer als unsere Schmuckwangenschildkröten, die war mal hatten.
    Gut, dass auf Dominica sie noch lernen ohne Strom auszukommen, das kann wahrlich hilfreich sein in solch einer Gegend.
    Ach, das ist St. Maarten, wo die Flieger über die Köpfe donnern.
    Aber warum ist der holländische Teil mit einem amerikanischen Telefonnetz versorgt? Wo doch Holland auch in Europa liegt, meine Güte.
    Was für ein Unsinn.
    Ein toller Bericht, liebe Mel, ich bin begeistert.
    Obwohl ich wohl nie dorthin kommen werde….
    Ganz liebe Grüße an dich ♥
    Bärbel

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