Night of the Proms 2013

Früher gab es bei uns eine Tradtion: Jedes Jahr fuhren wir nach Köln zur „Night of the Proms“. Genauer gesagt fing meine Mutter damit 1997 an, steckte uns alle an und ab 1998 fuhren wir immer in einer Gruppe von 10-20 Leuten nach Köln und schauten uns 9 Jahre hintereinander das wunderbare Konzert an.
2006 war nach 9 Jahren hintereinander also meine letzte, bevor ich dann 2007 auf Weltreisewanderschaft ging 🙂

Aber was ist „Night of the Proms“ eigentlich, für alle, die noch nie davon gehört haben. Es ist „Klassik trifft Rock“. Es gibt ein wunderbares, großes, Symphonieorchester „Il Novecento“, einen großen Chor „Fine Fleur“, eine elektric band und das ganze unter der Leitung des wunderbar, lustigen Dirigenten Robert Groslot.
Dazu gibt es jedes Jahr eine Stimme, oder ein Instrument, welches im Vordergrund steht. Zum Beispiel die Opernsängerin Nathalie Coquette oder der Geiger David Garrett oder ein Jahr war es sogar Safri Duo mit den Percussions.
Um noch eins obendrauf zu setzen werden jedes Jahr Künstler aus den 80ern, 90ern und der heutigen Zeit eingeladen um mit dem Orchester zu spielen. In den letzten Jahren habe ich u.A. live gesehen: Joe Cocker, Meat Loaf, Status Quo, Nena, Wet Wet Wet, Mannfred Man uvm.
Einer darf nie fehlen, bzw. hatte schon 1x gefehlt, gehört aber dazu: John Miles. Mr. Music (was my first love), was sich zur Hymne der Night of the Proms gemacht hat.
Wer mehr lesen will der klicke hier

Früher war es so, dass wir jedes Jahr direkt für das nächste Jahr Karten bestellt haben.
Diesmal habe ich gar nicht dran gedacht, dass ich ja grade daheim bin, bis meine Mutter meinte „Wollen wir nicht probieren noch kurzfristig Karten zu besorgen?“
Klar, da war ich natürlich dabei und so stellten meine Mum und ich etwas verrücktes an, was ich früher bei vielen Musicals gemacht habe und meistens Glück dabei hatte: Wir fuhren nach Frankfurt und warteten mal ab, was passiert.

Leider gab es dort, vor der Festhalle Frankfurt auch einige „Professionelle“… das man denen das aber auch ansieht… Die waren auf Kartenjagt um diese dann später wieder teuer zu verkaufen.
Wir schworen uns aber, wenn wir keine Katen so bekommen, dann gehen wir gar nicht!
Mit der Zeit wurden es immer mehr Leute die Karten kaufen wollten, aber niemand, der verkaufen wollte. 1-2x Einzelkarten, aber das wars. Furchtbar!
Damals in Köln standen immer so viele draußen, die Karten verkaufen wollten, hier – gar nicht.
Aber wir gaben nicht auf und nach 2,5 Stunden in der Kälte stehen fand ich 2 Pärchen von denen eine Person krank geworden war. Ihr Freund beschloß kurzerhand auch nicht mit rein zu gehen und uns seine 2 Karten zu verkaufen! Sogar etwas günstiger als der Normalpreis!
Und so kamen wir zu „1. Kategorie Sitzplatzkarten“ muhahaha 🙂

Ich war zwar schon öfters bei diversen Messen in der Frankfurter Festhalle, aber die ist ja wirklich klein und putzig 🙂
Wir saßen hinter dem Innenraum direkt gegenüber von der Bühne – ein wundervoller Platz!

Die Show war mal wieder total genial.
Das Orchester, der Chor, die elektrische Band und Robert Groslot waren einfach mal wieder genial!!!
Mein absolutes Highlight war ein „Kampf“ zwischen dem Chor und dem Orchester. WAS FÜR EIN MEISTERWERK aus verschiedenen Songs die sich beide Parteien immer „zuspielten“. Und das nicht nur ältere Songs, nein, auch „Wake me up“ von Avicii war dabei! (waaaaaahhhh soooo cooooool!)
Mein wirklich absolutes Highlight!!!

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Im Vordergrund stand diesmal das Klavier und mit ihr Hiromi – eine kleine Japanerin mit verrückter Frisur… aber WAS für ein Engeriebündel!
So schnell habe ich noch nie jemanden Klavierspielen sehen. Die Finger flogen nur so über die Tasten und ihr Gesicht brachte viele Lacher im Publikum. Wirklich herrlich!

Auch die Künstler waren super ausgewählt.
Als erstes fingen „The Baseballs“ an die Halle aufzuwärmen und sie schafften es auch, dass (fast) alle sich von ihren Sitzplätzen erhoben und mitrockten! Eine mega-Stimmung von den 3 sympatischen Männern.
Ein wirklich super Auftakt von den Künstlern wie die über die Bühne rockten.

Nach einigen klassischen Stücken und „It’s a beautiful day“ gesunden von John Miles kam dann die „Lady“ des Abends: Amy MacDonald
WAS FÜR EINE FRAU!
Super-sympatisch, humorvoll und: Live noch 1000x besser als auf CD! Sie sang ihre bekanntesten Songs und das ganze Publikum ging mit. Sei es mit einem Lichtermeer bei „Dancing in the dark“ oder einem mitgesinge bei „This is the life“
Die Frau hat einfach jeden mitgenommen!

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Nach der Pause und einigen weiteren Stücken kam dann Mark King (Level42) auf die Bühne.
Er war nun schon zum 2. Mal bei den Proms mit dabei und hat, genau wie damals, die Bühne einfach nur gerockt.
Schon bei den ersten Klängen sprangen alle Leute von ihren Sitzen auf und feierten eine riesige Party in der Frankfurter Festhalle.
Natürlich spielte er „lessons in love“ und „running the family“, aber auch weniger bekannte Lieder.

Dann kam natürlich das Highlight jeder Proms: „Music was my first love“ von John Miles!
Wie immer ein wunderbares Lichtermeer und eine MEGA Stimmung.
Auch toll war der Gefangenen Chor von Verdi, da 2013 wohl das „Verdi-Jahr“ war. Da mussten wir natürlich alle mitsingen. Aber natürlich den „deutschen Text“ der da ging: Lalalalalalalalalalalala 😉

Zum Schluss dann der Headliner für den Abend: Morten Harket von a-ha.
Der Mann ist echt klasse live. WAS FÜR EINE STIMME!!! Unbeschreiblich.
Er spielte auch bekanntere Lieder wie z.B. „The sun always shines on TV“, aber auch 2 ganz neue Stücke.
Er war echt super, aber ich persönlich fand, dass jemand, der Balladen singt, nicht ans Ende einer so „Rockigen“ Show gehört. Zumindest mich hat es ziemlich müde gemacht so gegen Ende.

Zum Abschluss noch einmal alle auf die Bühne und „Hey Jude“ von den Beatles gesungen 🙂 Wie immer ein super Abschluss.

Wer noch mehr Bilder sehen will schaue mal hier rein: Hr3-Fotogalerie

Der Abend war echt klasse und ich bin soooo froh, dass wir so spontan hin gefahren sind!
Und es hat mich daran erinnert mir Karten für Fiddler’s Green in Köln zu bestellen 🙂 Geht da zufällig noch jemand von euch hin?

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6 Gedanken zu “Night of the Proms 2013

  1. minibares schreibt:

    Wir schauen uns gern die Night of the Proms in London an, also per Fernsehen.
    Das ist auch immer Klasse.
    aber dein Erlebnis bzw. die Erlebnisse der vielen Jahre davor, Wahnsinn!
    Ich beneide dich ja doch dafür.
    Dein Bericht ist hinreißend, ich fühle mich, als hätte ich Mäuschen gespielt.
    DANKE ♥
    Bärbel

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