Ein Wochenende in Norddeutschland

Kaum daheim muss ich mich auch schon wieder auf den Weg machen. Stillsitzen gibt es nicht und es gibt doch auch so viel zu entdecken auf der Welt.
Und diesmal ging es gar nicht so weit weg, sondern bloß in den Norden Deutschlands.

Ich war schon 1x in Bremen und ich war auch schon 1x in Bremerhaven. In Bremerhaven bin ich bloß mal vor vielen Jahren als Gast auf einem Kreuzfahrtschiff abgelegt und in Bremen war ich vor ca. 10-15 Jahren mal mit meinen Eltern. Somit war da nicht die große Erinnerung da.

Da wir eh was „Mutter/Tochter“ mäßiges machen wollten, schlug meine Mum vor, doch mal nach Bremen zu fahren. Gesagt getan.

Somit stiegen wir am Mittwoch ins Auto und ich fuhr nach 6 Monaten ohne Auto direkt mal fast 4 Stunden (inkl. Kleinem Stau) nach Bremen.
Das Hotel war schnell gefunden.
Hotel Landgut Horn****, nur zu empfehlen. Ca. 20min außerhalb des Stadtkerns mit der Straßenbahn. Nächste Straßenbahnstation 300m vom Hotel weg. Das Personal sehr freundlich und hilfsbereit und das Frühstücksbuffett riiieeesengroß. Die Zimmer schön groß und sauber 🙂

Wir brachten nur kurz unsere Sachen aufs Zimmer und schon ging’s los mit der Straßenbahn nach Bremen hinein.
Am Hauptbahnhof stiegen wir aus und machten uns zu Fuß auf den Weg etwas zu essen zu finden. Wir dachten an ein traditionell schönes Fischbrötchen, wenn man mal in Norddeutschland ist. Jedoch hatte alles zu und da wir Fisch wollten endeten wir bei einer Fischrestaurantkette… war aber auch okay.
Danach schauten wir uns den Domplatz und alles drum herum an. Von den Bremer Stadtmusikanten bis hin zum Roland war alles dabei.
Endlich hab ich den „Roland“ auch mal in groß gesehen, nachdem ich ihn den ganzen Sommer über nur in „klein“ in Dubrovnik gesehen habe.

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Weiter ging es zur berühmten Böttchergasse, eine kleine, enge Gasse mit ganz vielen tollen, kleinen Läden, viel Handwerk und einigen Figuren.
Wir hatten auch das Glück, dass grade die Glocken im Glockenturm läuteten und ihre Musikstücke zum besten gaben.
Weiter ging es zur „Schlachte“, dem Hafen von Bremen, wo wir einfach ein Stück am Wasser entlang spazierten und uns die Schiffe ansahen (hab ja so lang kein Schiff mehr gesehen…)
Von dort machten wir den Bogen ins Schnoor, dem ältesten Stadtviertel Bremens, wo sich die Häuser wie an einer Schnur (daher das Wort Schnoor) hintereinander auffädeln in vielen kleinen verwinkelten Gassen. Überall gibt es etwas neues zu sehen und zu entdecken.
In einem wunderbaren, kleinen Cafe tranken wir eine heiße Schokolade, die allerdings so „reich“ war, dass wir es nichtmal schafften die eine Tasse auszutrinken.

Nach einen Spaziergang zurück in Richtung Hauptbahnhof konnte ich nur sagen, dass Bremen wirklich eine wunderschöne Stadt ist – und das trotz des regnerischen Wetters.

Zurück im Hotel schnell geduscht, umgezogen und weiter nach Schiffdorf… Schiffdorf? Was will man denn da?!… da wohnt eine gute Freundin von mir, die ich schon seit über einem Jahr nicht gesehen habe… bzw sie und ihre 2 Hundis 🙂
Wir aßen, tranken Wein und unterhielten uns über Gott und die Welt. Man merkte gar nicht wie die Zeit verging und so fiehlen wir, zurück in Bremen im Hotel einfach totmüde ins Bett.

Am Donnerstag ging es dann nach einem ausgedehnten Frühstück weiter. Wieder die Autobahn in Richtung Norden genommen. Diesmal sogar bei schönem Wetter.
Jetzt ging es nach Bremerhaven, wo meine Mutter mir eins ihrer Lieblingsmuseen zeigen wollte: Das Klimahaus.
Liebe Blogleser, solltet ihr noch nie im Klimahaus gewesen sein: TUT ES!!!!
Mein absolutes Lieblingsmuseum in Deutschland war bis jetzt ungeschlagen das „Miniaturwunderland“ in Hamburg, aber jetzt stehen dort 2 Museen… das Klimahaus ist nämlich nicht mit dem Miniaturwunderland zu vergleichen, jedoch ist es genauso gut, auf andere Weise, weswegen beide Museen nun auf Platz 1 sind 🙂
Im Klimahaus macht man eine Reise. Man beginnt in Deutschland, in Bremerhaven und geht dann entlang des 8. Längengrades einmal um die Welt. Dabei lernt man allerhand über das Klima in den verschiedenen Zonen und über die Sitten, die Bräuche und die Probleme der Menschen in diesen Gebieten.
Überall kann man anfasse, ausprobieren, erkunden, Filme schauen, Musik hören, fremde Sprachen lernen… man könnte sich mehrere Tage in diesem Museum aufhalten.
Ich habe selten gesehen, dass ein Museum so wunderbar aufgeteilt ist und so viel liebe hineingesteckt wurde.
Ursprünglich wollten wir noch ins „Auswandererhaus“ gehen, aber nach ca. 4,5 Stunden Klimahaus waren wir erstmal fix und alle und hatten Hunger und Durst.

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Somit verbrachten wir die restliche Zeit des Tages einmal damit an den Dünen von Bremerhaven entlang zu spazieren, die frische Seeluft zu genießen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

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Zu guter letzt fuhren wir noch zum Fischereihafen, wo es einfach nur urgemütlich ist.
Leider hatten wir so schnell nach unserem Mittagessen keinen Hunger mehr, aber dort gibt soooo viele schöne, kleine Restaurants und Bars. Einfach herrlich.
Hier durften wir es uns einfach nicht nehmen lassen uns ein Fischbrötchen zu kaufen, welches wir nach Bremen mitnahmen und am Abend in unserem Hotelzimmer verspeisten.

Der nächste Tag war eigentlich so geplant, dass wir ins Überseemuseum gehen und danach noch etwas in Bremen schlendern.
Aber wir wissen ja alle es kommt 1. alles anders und 2. als man denkt.
Somit fuhren wir erstmal zum Künstlerdorf in Worpswerde,von welchem wir vollkommen enttäuscht waren. Wir dachten ein schönes „Künstlerdorf“ eben zu finden. Dabei war es bloß ein kleiner Hinterhof, total ausgestorben mit 2-3 Gallerien, die noch dazu geschlossen waren.

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Enttäuscht fuhren wir zurück nach Bremen mit dem Vorhaben in der Innenstadt zu parken und uns dort die Zeit zu vertreiben.
Dabei fuhren wir am „Universum“ vorbei und meine Mum sagte „Oh, da war ich auch schon, das ist soooo toll“… gesagt getan, gingen wir also ins „Universum“ anstatt in die Stadtmitte zu fahren.
Ich kann euch nur sagen: WOW – WOW – WOW
In diesem Museum hätte ich mich tagelang aufhalten können.
Erst gingen wir in die Zusatzausstellung über Teilchen. Da konnte man einen Test machen was für Eigenschaften man selber hat und welchem Teilchen das entspricht. Darf ich vorstellen ich bin ein Z0 Teilchen.
Ein Wissensquiz machten wir auch mit. Auch wenn wir nur zu 7 im Publikum waren gegen eine vom Universum gewannen wir ganz knapp mit einem Punkt mehr 🙂 YEY
Auch die weiteren Ausstellungen. Über Mensch, Erde und Kosmos waren unbeschreiblich. Überall konnte man draufdrücken, ausprobieren, experimentieren etc. Einfach Wahnsinn! Und wir hatten genauso ein Glück wie beim „Klimahaus“… es war menschenleer. Normalerweise presst man sich wohl durch die Massen.

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Nach Bremen rein fuhren wir trotzdem noch, aber nur, um etwas zu bummeln, uns Bremen bei Abenddämmerung anzusehen und wieder zum Hotel zu fahren.
Dort schnell schick gemacht und mal im Hotel zu Abend gegessen. Wirklich sehr sehr lecker, aber die Menschen dort. Ohje.
Ich könnte ja eh ein Buch über Menschen schreiben, aber außer uns sassen nur verrückte (im sinne von negativ verrückt) dort.
Ein Pärchen wo die Frau den Mann die ganze Zeit lauthals runtermachte, von wegen er könne ja eh nichts etc. Eine Famlie mit einem kleinen Minihund der ununterbrochen knurrte und bellte und mein Lieblingspärchen die sich über ALLES beschwerten. Ich meine wirklich ALLES. Das Brot hatte nicht die gewünschte Konsistenz, das Fleisch (Wild) war zu heftig im Geschmack, außerdem sah es verloren aus auf dem Teller, es gab nicht genug Rotkohl, die Weingläser waren nicht nach ihren Wünschen.
Für sowas kann man sich ja wirklich nur fremdschämen.

Heute letztendlich sind wir dann wieder gegen Süden gefahren und haben noch einen ganz ganz kurzen Stop in Münster eingelegt.

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Einfach so, weil wir noch nie in Münster waren. Sind ein wenig durch die Altstadt gelaufen und auf dem Domplatz war Markt wo wir noch etwas Obst und Gemüse einkauften fürs Wochenende und etwas zu Mittag aßen, bevor wir schon wieder weiterfuhren, weil wir schlicht und einfach keine Lust und Ausdauer mehr hatten.
Somit sind wir jetzt recht früh daheim und Morgen mache ich einfach mal nichts. Außer mal endlich weiter aufräumen, in den Wald joggen gehen und den Roadtrip mit Annika weiter planen 🙂

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8 Gedanken zu “Ein Wochenende in Norddeutschland

  1. Follygirl schreibt:

    Du kommst ja wirklich rum!
    ..und dann noch in meine Heimatstadt Münster. Ward Ihr auch im Dom? Der wurde gerad renoviert und soll besonders hell und schön geworden sein.
    LG, Petra

    • carinzil schreibt:

      Huhu Petra,
      Ja wir waren auch im Dom. Ich weiß allerdings nicht wie er vorher aussah. aber ja er ist sehr hell. Ein wirklich schöner Dom. Es war grade Messe drin, somit konnten wir nicht überall rumlaufen.

  2. minibares schreibt:

    Da habt ihr in Bremen und Bremerhaven ja ne Menge erleben können. Super.
    Schöne Erinnerungen für euch beide. Super, dass deine Mutter noch so fit ist.
    In Münster waren wir, als der Markt schon abgebaut wurde. Wir kommen ja immer daher, weil wir auf dem Schloß-Parkplatz parken. Aber der war echt voll, wir mussten warten, ehe wir die Karte bekamen.

      • minibares schreibt:

        Ja, der Markt hat so vielerlei zu bieten, das essen wir auch gern mal was. Aber wir hatten spät gefrühstückt, also sind wir einfach nur drüber gegangen.
        Seid ihr die A43 gefahren? Dann ist ja die nächste Abfahrt direkt Senden.

      • carinzil schreibt:

        WIr sind auf der 1 gefahren 🙂 🙂 Weiß gar nicht mehr genau ob wir da erst woanders fahren mussten oder direkt auf die 1 gefahren sind.

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