Wandern auf dem Rothaarsteig

Jedes Jahr veranstaltet meine Mutter mit ihrem Reisebüro einen Wandertag.
Vor 3 Jahren ging ich schon das erste Mal mit auf dem Westerwald, was wirklich eine schöne Wanderung war.

Dieses Mal ging die Reise ins Sauerland.
Zuerst nach Bad Berleburg, wo wir eine Schlossbesichtigung mit machten.
Leider durfte man, wie in fast jedem Schloss, nicht fotografieren und somit bekommt ihr nur Aufnahmen von außen.

Das Besondere am Schloss Berleburg ist, dass es noch voll bewohnt ist. Der älteste Teil des Schlosses ist ein Museum aber in allen anderen Bereichen wohnen heute noch Leute.
Leute, das sind die Familie zu Seyn-Wittgenstein-Berleburg mit ihrem „Oberhaupt“ Richard-Casimir Karl August Robert Konstantin Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Was für ein langer Name.
Er ist verheiratet mit der Schwester der dänischen Königin und sie haben zusammen, ich glaube es waren 3, Kinder. Alle zusammen leben noch in diesem Schloss.
Es wirkt wirklich einladend und nicht so kühl wie manch andere Schlösser.
Jedes Jahr werden Veranstaltungen und Konzerte dort abgehalten für jedermann, sowie werden 1x im Jahr alle „älteren Semester“ zum Kaffee eingeladen. Sehr sozial.

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Weiter gings nach Kühude, wo wir auf unsere Wanderführerin trafen.
Da wir einen Tisch um 1Uhr in der Skihütte in Schanze reserviert hatten, gingen wir auf mehr oder weniger direktem Weg dorthin.
Das Wetter spielte mit, es blieb trocken, wenn auch bewölkt, aber die Stimmung in der Gruppe war ausgelassen und froh.
Zwischendurch gab es immer mal wieder etwas zu sehen, wie z.B. viele Steinmännchen und einen kleinen „Waldgeist“ der wohl oft sein Aussehen verändert, denn mancher Wanderer zieht ihm schonmal einen Rock aus Ästen an oder gibt ihm eine neue Frisur.

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Dann kehrten wir pünktlich in der Skihütte ein. Ein wirklich uriges Plätzchen und nur zu empfehlen. Sehr rustikale Küche, aber sehr sehr leckeres Essen und vor allem RIESEN Portionen.
Das nächste Mal weiss ich, dass ich eine Kinderportion nehme. Obwohl – so lecker wie es war, wurde es auch aufgegessen.
Sehr genial fand ich auch, dass sie alle möglichen Sachen von der Decke baumeln haben und wirklich jeden Kitsch an der Wand hängen haben.
Der Besitzer ist ein ganz lustiges Kerlchen der die ganze Zeit in Lederhosen rumläuft. Wirklich herrlich.

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Weiter ging es auf dem Kyrill Pfad.
Erinnert ihr euch noch an Kyrill? Den riesigen Sturm Anfang 2007? Wenn nicht könnt ihr hier nochmal nachlesen und dabei feststellen, dass der größte Waldschaden hier im Sieger- und Sauerland war.
Einerseits natürlich wirklich schlecht, andererseits gut, denn seitdem gibt es gute Aussichtspunkte überall.
Der Kyrill Pfad wurde errichtet als Andenken an den Orkan. Hier wurde alles genau so belassen, wie man es vorgefunden hatte nach dem Sturm. Keine Aufräumarbeiten wurden getätigt.
Man klettert über Bäume, duckt sich unter Wurzel durch und balanciert über umgestürzte Bäume. Wirklich ein klasse Weg für welchen man festes Schuhwerk benötigt.

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Ein Gruppenfoto durfte natürlich nicht fehlen.
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Weiter ging es auf ein Stück des Skupturenweges.
Zuerst gingen wir zur SKuptur namens Krummstab, den ich allerdings nicht wirklich umwerfend fand.
Weiter liefen wir zum Stück „Kein leichtes Spiel“, welches den (früheren) Konflikt zwischen dem Sauerland und dem Wittgensteinerland deutlich machen sollte und soll dazu auffordern Grenzen zu durchschreiten, was man symbolisch tun kann indem man durch die Türme durchläuft.
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Danach sahen wir uns noch eine Skulptur namens „Steinzeitmensch“ Man, der wie ein Tempel mittem im Wald wirkt und einen 150t schweren Stein zur Mitte hat.

Auch auslassen durften wir nicht die berühmte Hängebrücke, welche 40m lang ist und wirklich Spass bringt wenn man mit vielen Leuten drauf steht und schaukelt.
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Alles in allem ein wirklich wunderschöner Tag mit netten Leuten und gutem Wetter.
Und endlich konnte ich mal wirklich schlafen, seit ich in Deutschland angekommen bin.
Heute in einer Woche fliege ich schon nach Antalya 🙂 WOW – wie die Zeit vergeht.

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9 Gedanken zu “Wandern auf dem Rothaarsteig

  1. stanze schreibt:

    Schöne Fotos, besonders die von den Waldschäden finde ich interessant. Wusste garnicht, dass das 2007 im Sauerland so schlimm war. Wahrscheinlich darf man aus Sicherheitsgründen in dem Schloss keine Fotos machen. In unbewohnten Schlössern darf man hier schon fotografieren. Auch in Museen (ohne Blitz).

    • carinzil schreibt:

      Ja ich denke auch, dass es aus Sicherheitsgründen war… immerhin will die Familie bestimmt nicht, dass jeder sieht wie es bei ihnen daheim aussieht 😉

      Das Sauerland hat es 2007 am schlimmsten von allen getroffen.
      Meine Mum (im Siegerland) hat damals sogar das Büro früher schliessen müssen und die Kunden „rausschmeissen“ müssen mit den Worten „Wir fahren jetzt alle nach Hause, sonst kommen wir nicht mehr nach Hause“

  2. minibares schreibt:

    Bei uns im Wald sind auch Schäden, aber insgesamt sind unsere Bäume sehre alt. Daher müssen viele noch gefällt werden.
    Das war ja ein richtig schöner Tag im Sauerland.
    Es ist nicht weit von uns weg.
    Die Fotos von den Kyrill-Bäumen sind sehr beeindruckend.
    Das Schloss ist sehr schön, der Waldgeist super!
    Das Steinmännchen lustig.
    Auf der Hängebrücke möchte ich auch mal sein, lach. Das ist immer ein eigenartiges Gefühl.
    Danke fürs Mitnehmen, liebe Mel

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